Davos: Wird die Arbeitswelt auf der Weltbühne neu verhandelt? Raphael Gielgen (311)
Shownotes
Performance, Skalierbarkeit und Geschwindigkeit. Das sind die drei Worte von Davos.
Was hat der Trendscout eines Herstellers für Büromöbel auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu suchen? Normalerweise nicht viel. Es sei denn, es handelt sich um Raphael Gielgen. Rapha – wie er nicht nur von engsten Freunden genannt ist - erforscht weltweit die Impulse aus Wirtschaft, Technik, Politik und Gesellschaft auf die Zukunft der Arbeitswelt. Dafür ist er Zweidrittel des Jahres global auf Achse und blickt in die Lebensrealitäten der Menschen und Unternehmen vor Ort.
Seine Beobachtungen und Erkenntnisse verdichtet er in seinem berühmten Work Panorama. Mit der XXL Wandtapete an Insights geht er seit vielen Jahren einmal jährlich auf Tournee. Und das Bild, das er entwirft, hat nur peripher etwas mit Bürolandschaften zu tun.
Rapha denkt groß, weit und gegen den Strich. Er sieht Vernetzungsfäden, wo viele erst mal nur ein Knäuel ausmachen können. Er ist ein Grenzgänger zwischen Gegenwart und Zukunft, zwischen digitalem Puls und physischem Ort, zwischen Erkenntnis und Irritation.
Er fängt in dieser Folge die Atmosphäre von Davos ein
Seine inhaltlichen Anstriche aus Davos und der Welt:
„Der Mittelstand ist heute auch Diplomat.“ Die geopolitische Unsicherheit ist in jeder Branche spürbar. Einfache Globalisierung war gestern. Heute herrscht eine komplexe Multipolarität. Neue Allianzen wie Indien/EU oder Mercosur rücken in den Fokus. Unternehmen müssen lernen, gleichzeitig politisch bewusst und wirtschaftlich flexibel zu agieren. Die klare Trennung von Wirtschaft und Politik ist vorbei.
Performance wird wieder sexy „Wir haben das Thema Leistungsbereitschaft aus den Augen verloren.“ Raphael beobachtet weltweit eine Rückkehr zur wirtschaftlichen Realität. Es geht um Geschwindigkeit, messbare Skalierung und echte Umsetzungsstärke. Augmentierung (Mensch + KI) hat Vorrang vor Automatisierung, doch das Zeitfenster ist eng. Organisationen, die zu lange im Ich-Zirkel verweilen, verlieren den Anschluss.
Umbau der Unternehmenslandschaft & Renaissance des Haptischen „Design ist die Übersetzungstechnologie zwischen Code und Kultur.“ Die Zeit der großen Konzernversprechen (Karriere, Sicherheit, Status) ist vorbei. Autonomie, Wirkung und Sinn treten an ihre Stelle. Die Organisationsform der Zukunft ist kleiner, dezentraler, adaptiver, nicht mehr zwingend hierarchisch. Gleichzeitig erlebt die physische Welt eine Renaissance: Räume werden zu Transformationszonen. Die Ästhetik des Arbeitsplatzes ist kein Luxus, sondern Katalysator für kulturellen Wandel.
Zwischen dem WEF in Davos als größtem Schulhof der Welt und seinem oberpfälzischen Landleben verhandelt Gielgen große Fragen: Wie bleibt Europa anschlussfähig? Was ist echte Verantwortung? Warum ist Kontrolle eine Illusion? Und wie sieht Arbeit aus, wenn Maschinen mehr wissen als wir?
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links zu Raphael Gielgen:
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