Brauchen wir mehr Knigge im Job? Clemens Graf von Hoyos (326)
Shownotes
„Für mich ist gutes Benehmen die Kunst, eine Atmosphäre des Wohlfühlens zu kreieren."
Clemens Graf von Hoyos ist Inhaber der Knigge Akademie, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Knigge-Gesellschaft und einer der bekanntesten Etikette-Experten Deutschlands. Mit über 400.000 Followern auf TikTok hat er das Thema Umgangsformen in die Mitte der Gesellschaft getragen. Mit Humor, Haltung und dem Credo: Takt schlägt Etikette.
Aus Haltung wird Verhalten.
Clemens Hoyos bringt im Gespräch ein Modell mit, das den Unterschied macht: das 4I-Modell: Ideale, Image, Interaktion, Instrumente. Nicht die Gabel richtig zu halten ist das Ziel, sondern sich selbst so klar zu kennen, dass souveränes Auftreten keine Performance mehr ist, sondern natürlicher Ausdruck. „Erkenne dich selbst", lautet der antike Kern, und Clemens Hoyos führt ihn direkt in den Berufsalltag.
Wertewandel, Uniformität und das "Proletenbesteck".
Wir reden über die Akzentuierung des Individualismus, die Soziologie des Lästerns und darüber, warum das Handy auf dem Tisch ein Störgefühl hinterlässt, selbst wenn es nicht klingelt. Warum Start-ups Uniformen tragen, ohne es zu merken. Und warum Kleidung und Kompetenz zwar nichts gemein haben – außer dem Anfangsbuchstaben –, hinter Kleidung aber immer eine Kompetenzvermutung steckt.
Worüber wir noch gesprochen haben:
- Die goldene Regel: Warum Perspektivwechsel die beste Empathieübung aller Zeiten ist
- Die No-Gos der Business-Etikette: Was Lästern, Unpünktlichkeit und Visitenkarten gemeinsam haben
- Das CARA-Analyse-Tool: Wie man eine Situation liest, bevor man handelt
- Wann das Dutzen höflicher ist als das Siezen und warum der Kontext alles entscheidet
- Die Frage nach der Etikette-Note: Warum sich der beste Trainer nicht für den besten Spieler halten muss
Clemens Graf von Hoyos ist kein Etikette-Wächter, sondern ein Humanist mit Business-Verstand. Er hat bewiesen, dass gutes Benehmen messbar wirkt. Dafür hat er anekdotische Evidenz eines Kunden, der von 2 auf 50 Millionen Euro Umsatz nach zwei Seminartagen skalierte. Was Clemens antreibt, ist keine Nostalgie für Hofzeremonien, sondern die schlichte Überzeugung, dass der Mensch das Herz am rechten Fleck haben muss. Der Rest ist Kür.
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links zu Clemens Graf von Hoyos und der Knigge-Akademie:
Brand Eins Podcast Netzwerk:
GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins
Wir sprechen im Podcast immer wieder über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien:
- Gelungene Beziehungsgestaltung
- Flexible Strukturen
- Digitale Balance
- Gelebte Agilität und
- Das Denken in Möglichkeiten
GOOD WORK Partner werden
Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: mailto:info@goodwork-salon.de
Idee für Gesprächspartner bei GOOD WORK
Ihr habt eine Idee, einen Vorschlag für einen Gast bei GOOD WORK? Dann freuen wir uns über Post: mailto:info@goodwork-salon.de
GOOD WORK LInks und Playlists
Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists
Transkript anzeigen
00:00:01: Kniege selbst ist ein Grunde genommen nichts anderes als eine sehr gute Konfliktprävention.
00:00:07: Weil wir immer diese Meta-Ebene einnehmen, versuchen empathisch zu sein und insofern Bedürfnisse auch schon zu antizipieren.
00:00:16: Es geht gar nicht so sehr um Verhalten sondern erster Linie um Haltung weil ich der Überzeugung bin aus Haltung wird verhalten.
00:00:28: es ist sehr nützlich keine Frage ein Verständnis für eine andere Kultur zu entwickeln Aber es ist in meinen Augen zu oberflächlich.
00:00:37: Und der Nutzen ist sehr eindimensional, warum nicht mal so universell an sich selbst und seine Haltung und dann eben seiner Verhalten arbeiten?
00:00:48: Das ist schon der Anspruch!
00:00:56: Hallo und herzlich willkommen bei Good Work, dem Podcast für gute Zusammenarbeit und für zukunftsfähige Arbeitskultur.
00:01:03: Mein Name ist Juli Jankowski und ich begrüße euch zu einer sehr korrekt Runde heute.
00:01:09: mal sehen, ob sie so korrekt wird.
00:01:11: Zumindest gibt ich mir total Mühe wenn ich heute ein bisschen verkrampfter bin.
00:01:15: Liebe Gäste liebe Zuhörer lieber zuhörende dann liegt das vielleicht daran dass sich heute besonders alles richtig machen will und mein Gast heute wird mir dabei helfen vielleicht aber auch genau diese Schere im Kopf aufzulösen.
00:01:29: möglicherweise habe ich die denn wir reden heute über ja darüber reden.
00:01:34: wir reden über man könnte offen Oberflächlich sagen über gutes Benehmen, aber auch da sehe ich schon ein kleines bisschen einen Falte auf der Stirn meines Gastes.
00:01:45: Wir reden heute mit Clemens Graf von Heuers.
00:01:47: Er ist Inhaber der Kniegeagademie und auch Vorstandsvorsitzender der Deutschen-Kniegegesellschaft, und ja es geht natürlich um viel mehr als um die Frage, mit welchem Besteck esse ich was wie in welche Reihenfolge?
00:02:00: Sondern wir reden darüber, wie gutes Benehmen auch gerade im Businesskontext aussieht – und da gibt's eine Menge zu tun!
00:02:07: Wir werden also über Kommunikation reden, auch über das Wie gehen wir miteinander um wertschätzend und respektvoll Und gibt es überhaupt so was wie richtig und falsch?
00:02:16: Also ganz viele Fragen für An-einen.
00:02:19: Achtung, bin im Fluencer!
00:02:21: So wird er auch genannt.
00:02:22: Mal schauen ob er mit dem Begriff mal anfangen kann.
00:02:26: Ich mache jetzt erstmal die Tür auf und sage Hallo lieber Clemens Hoyers Wie schön dass Sie da sind.
00:02:31: ich freue mich sie hier zu begrüßen bei Good Work.
00:02:34: Vielen herzlichen Dank in die Einladung zum Podcast Good Work.
00:02:37: Liebe Frau Jankowski.
00:02:38: ich freu mich sehr hier sein zu dürfen
00:02:40: Und muss sich schon irgendwas aufräumen.
00:02:42: Dieser Binnenimmfluencer, das klingt ja schon mal gar nicht nach Knigge und vielleicht ein bisschen alt- und steif, was der eine oder andere assoziiert mit einer Kniggergesellschaft?
00:02:52: Aber das ist auch sowieso nur ein Stereotyp, oder?
00:02:57: Jede Person ist natürlich vielschichtig.
00:02:59: Bei mir war es wichtig dieses Wissen rund um Umgangsformen zu demokratisieren.
00:03:06: Es wirkt immer sehr elitär ... Und das muss es aber gar nicht sein.
00:03:11: Es nützt uns allen, auch Adolf Reijer Knigge auf den ich mich hier in erster Linie stütze hat damals gesagt, seinen Bestreben ist es, auf dieser Welt glücklich und froh zu werden und zeitgleich all seine Mitmenschen glücklich oder frohzumachen.
00:03:26: Also es war gar nicht so.
00:03:27: dieses Ich möchte jetzt am Hof will gut wahrgenommen werden und alles eben korrekt machen.
00:03:33: Und ETP-Tete und Kleiner Feier weg vom Glas, sondern es war eigentlich ein sehr idealistisches humanistisches schönes Ziel.
00:03:42: Und dem habe ich mich auch verschrieben.
00:03:44: Um das Wissen zu demokratisieren bin ich auf TikTok gegangen.
00:03:47: Das war zum Jahr zwanzig während Corona ... Wir hatten schon im Vorgespräch eine stark wachsende Plattform.
00:03:54: Ich dachte dort kann ich womöglich meine Kunden von morgen erreichen allerhand Menschen sensibilisieren für den guten Umgang.
00:04:02: Das ist auf jeden Fall aufgegangen.
00:04:03: und bevor wir zur eigentlichen Einstiegsfrage kommen... Noch mal dieser Effekt, den ich jetzt so ein bisschen auch kocketerweise mir an das Reverge heftet habe.
00:04:12: Dass Menschen etwas gespreizter daherkommen als sie es üblicherweise tun wenn Sie auf Sie oder Ihre Kollegen treffen.
00:04:20: Ist das üblich?
00:04:21: Also ist das so einen Effekt den Sie beobachten dass Menschen sofort sich selbst reflektieren, oh je verhalte ich mich korrekt rede ich richtig halte die Gabel richtig und so weiter und so fort.
00:04:32: Ja, das ist leider in der Tat so.
00:04:34: Selbst im Umfeld wo ich weiß dass die Menschen sich sehr gut benehmen können zumindest mal die formale Etikette beherrschen werden sie dann auch stocksteif.
00:04:42: Ich bedauere es natürlich sehr weil ich natürlich die echte Begegnung haben möchte und für mich ist ja Kniege eigentlich oder allgemein ein gutes Benehmen die Kunst eine Atmosphäre des Wohlfühlen zu kreieren.
00:04:54: Und bei mir passiert immer genau das Gegenteil.
00:04:55: Deswegen stelle ich mich auch nie als Clemens Graf von Heuers vor, sondern ich bin immer nur Clemens-Heuers und ich versuche den Menschen direkt die Angst zu nehmen in dem ich sage... Ich bin heute außer Dienst hier!
00:05:05: Und ich würde auch nie einen Menschen beurteilen danach ob er jetzt Messer und Gabel richtig hält, sondern für mich allein entscheidend ist, ob er des Herz am rechten fleckert oder nicht.
00:05:14: Okay dann starten wir mal mit der einzigen geskripteten Frage bei Good Work nämlich die Frage wie sind sie denn heute lieber Clemens?
00:05:22: Heuers in den Tag gestartet heute Abend.
00:05:25: Donnerstag!
00:05:27: Gemütlich, semi-gemütlich... Wo kommt die eigentlich?
00:05:33: Ein Schreckung sofort!
00:05:34: Also der Wecker klingelt bei uns immer um sechs Uhr fünfzehn und unser zweieinhalbjähriger Sohn braucht gerade die Nähe seiner Eltern einen Schliff zwischen uns und er schläft auch sehr lange Und den müssen wir dann immer so ein bisschen wachtriezen und lesen im Bett schon Bücher vor.
00:05:52: Dann geht meine Frau mit ihm ins Bad, ich sortiere noch in dem Bett liegen, das vielleicht auch nicht ganz knäge, nur eine digitale To-do-Liste.
00:06:01: Dann stehe ich auf, mache einen Frühstück für meinen Sohn und für meine Frau.
00:06:04: Ich frühstücke morgens nichts!
00:06:08: Irgendwann bin ich geduscht mit meinem Sohn oder meiner Frau.
00:06:11: kurz beim Frühstuck wird der Sohnemann in die Kita gebracht und dann beginnt für mich der reguläre Arbeitstag.
00:06:17: Also, der ganz normale Start in den Tag im Schleudergang des Lebens?
00:06:21: Und genau!
00:06:22: Leider ohne Haushälterinnen und Battler oder was man sich alles so vorstellen könnte bei einem Grafen.
00:06:29: Wobei ich mal die Ehre hatte zusammen mit einem Butler zu arbeiten und das über lange Zeit hinweg auch ehrenmitglied sogar der deutschen Kniegegesellschaft.
00:06:41: Und mit dem habe ich ein ganz wesentliches Modell tatsächlich auch entwickelt, das nochmal beschreibt wie denn eigentlich adressatengerechtes Benehmen funktioniert.
00:06:50: Ja weil ja Benehmen eben nicht schwarz-weiß richtig oder falsch sein soll, sondern es sollte im besten Fall adressatengerecht sein und das habe ich immer mit einem Herrn Heinrich Kammel einen Butler entwickelt.
00:07:02: also spannender Berufsstand auf jeden Fall.
00:07:04: Ich finde das hochgradig spannend.
00:07:06: Ich glaube, ich habe das hier schon ein oder andere Mal getroppt.
00:07:08: Es gibt ja den Begriff der Guilty Pleasure und mein kleines Guiltypleasure ist.
00:07:12: wenn ich es mir irgendwie erübrigen kann gehe gerne in sehr schöne Hotels und ich liebe so Berichte über Grand-Hotels unsere und diesem Zusammenhang wurde auch mal einen Schweizer Grand Hotel vorgestellt der Butler oder die Butler, die dort beschäftigt sind.
00:07:30: und dann ist man da so ein bisschen eingetaucht in diese Realität.
00:07:34: Ich war huckt würde man sagen.
00:07:36: Er sich klebte förmlich an den Lippen.
00:07:40: Vielleicht können wir da mal ganz kurzen Abströcher weil ich glaube, da können wir ein bisschen was von transferieren.
00:07:45: also wo gibt es denn heute noch Butler?
00:07:48: Also was für Vorstellungen!
00:07:50: Weil das wirkt ja erstmal zunächst total aus der Zeit gefallen.
00:07:54: Dem ist nicht so, es gibt hier immer noch Battlerschulen oder in England und so weiter.
00:07:59: Und eine große in Holland auch mit der ich auch gelegentlich Kontakt pflege.
00:08:06: Wo arbeitet der Butler heute?
00:08:07: Zunächst mal das Berufsbild des Battlers hat sich natürlich schon sehr stark geändert.
00:08:11: also der Butler war ja früher derjenige, der die Zeitung klischeehaft gebügelt hat und die Kleidung rausgehängt hat und jeden Schuss gehalten hat.
00:08:20: Natürlich auch ein Multitalent sein musste Aber das eben so rund ums Haus.
00:08:25: Heute ist der Butler, ich kenne auch einige sehr junge Butler eigentlich ein so etwas wie ein persönlicher Assistent und er läuft dann auch nicht mehr im Frack oder Milivärum sondern ist meistens tv gekleidet und versucht halt den Alltag seines Dienstherren angenehm wie möglich zu gestalten und ihm das Denken abzunehmen.
00:08:49: Und da findet sich auch wieder eine Parallele zur Höflichkeit, also wir sagen ja Höfigkeit ist die Kunst einer Atmosphäre des Wohlführens zu kreieren und dafür muss ich aber fünf Meter voraus und für andere mitdenken.
00:09:01: Das hat natürlich einen Butler oder auch eine Butlerin gibt es ja auch weiblich perfektioniert.
00:09:06: Also das hat ja dann auch logischerweise sehr viel mit Empathie zu tun, oder?
00:09:10: Ich muss mich jetzt zwangsläufig in mein Gegenüber hineinversetzen.
00:09:14: Was er oder sie als angenehm oder harmonisch oder als Wohlfühlaspekt empfinden könnte.
00:09:21: Ja
00:09:22: also genau diese Begriffe angenehmen angemessen und auch geschickt verwende ich sehr gerne sind hier absolut korrekt Und ich selber habe mal das programm, das Weidklaff-Programm von Royce-Royce mitmachen dürfen.
00:09:36: Also die Ausbildung zum Schuffer und da geht es eben genau darum zu überlegen wie möchte ich selbst eigentlich behandelt werden wenn ich jetzt schuffiert werde?
00:09:46: Wie würde ich behandelt wird wollen wenn ich nicht der Butler wäre sondern eben der Dienstherrn?
00:09:53: Dafür braucht es ein großes Maß an Empathie.
00:09:55: Und Empathies kann einerseits übersetzt werden, als die Fähigkeit angemessen auf die Gefühlslage seines Gegenübers zu reagieren.
00:10:02: Das ist so die psychologische Empathied und dann kann sie aber auch noch übersetzt wird.
00:10:06: Und das ist da wo der Begriff der Business-Ethikette mit reinkommt.
00:10:12: So eine socioökonomische Definition.
00:10:14: Empathiez kann auch verstanden werden als ... ohne dass man jetzt groß darüber sprechen muss.
00:10:25: Ja,
00:10:25: klingt auch ein bisschen verzweckter und ein bisschen ja kognitiv hergeleitet als das andere.
00:10:32: aber nochmal bei diesem Thema was würde ich wollen?
00:10:35: Ich finde ja es ist die älteste, die simpelste und vielleicht sogar die wirkmächtigste Empathieübung überhaupt sich die Frage zu stellen was wenn es andersrum wäre oder?
00:10:46: Also egal in welcher Rolle man isst und man mutet sich vielleicht anderen Menschen zu Oder vielleicht auch mal anders herum und überlegt sich einfach, wie wäre es mit vertreten Rollen?
00:10:57: Wie würde ich das
00:10:57: empfinden?".
00:10:58: Und das ist ein extrem wichtiger Begriff hier.
00:11:00: Auch die Rolle nochmal ganz kurz ausgeholt.
00:11:04: Die älteste Übung überhaupt!
00:11:05: Es gibt ja dieses Juxtallionis – und das ist gerade einmal viertausend Jahre alt und kommt aus dem mittleren Osten oder das was man heute als Mittler in Ostem bezeichnet wenn ich mich nicht täusche.
00:11:18: Es geht um das Vergeltungsrecht, Auge-um-Augezahn und Zahn.
00:11:21: Und daraus wurde dann irgendwann die goldenen Regel der Ethik, die ihr bekannt ist als Behandel jeden steht so wie du selbst behandelt werden möchtest oder das was du nicht willst dass man dir tut es füge auch keinem anderen zu aber positiv ausgedrückt eben behandelt jenen so wie Du selbst behandeln werden möchstest.
00:11:40: Das ist ... Die goldene Regel... Es gibt noch die Platinregel, die ist ein bisschen an den Haaren herbeigezogen im Sinne von behandle jeden so, wie er oder sie behandelt werden möchte.
00:11:53: Aber ich kann die Menschen halt immer nur bis vor die Stirn schauen und leider nicht hinter die Stirnen.
00:11:57: Und das macht die Sache so herausfordern.
00:11:59: natürlich wenn man jemanden besser kennt Trinkt er jetzt lieber Wasser mit Spudel oder ohne sein Kaffee mit Zucker, oder mit Milch.
00:12:05: Oder schwarz?
00:12:06: Dann kann man ein bisschen mehr darauf reagieren.
00:12:09: und übrigens sehr gute Restaurants oder Hotels machen das auch.
00:12:12: Die stellen einen dann ungefragt eben schon die Flasche Mineralwasser von einer bestimmten Marke hin weil sie eben wissen dass es so die vorzugte.
00:12:20: Brand.
00:12:22: ja und weil wir schon wieder bei der Hotelerie sind nochmal der Rollenbegriff nirgends wo wird dieses Thema Rolle so klar und ersichtlich wie beim Thema Gastgeber und Gast.
00:12:31: Deswegen ist auch dieses Umfeld-Hotellerie-, Restaurant oder Gastronomie im Allgemeinen sehr spannend, um eben das Thema Umgangsformen herzuleiten und darüber zu sprechen.
00:12:42: Weil wir die Rolle des Gastgebers haben.
00:12:45: Der hat einige Rechte aber auch viele Pflichten.
00:12:49: Wohingegen der Gast ... Ich meine natürlich auch die Gastgeberin, wohingegen dann auch der Gast eben sehr viele Rechte hat, aber kaum Pflichte.
00:12:59: Ja und der gute Gastgeber, die gute Gast-Geberin versucht jeden Wunsch von den Augen seines Gastes abzulesen großzügig aufzutreten wenn das denn ernst meint.
00:13:09: Wo hingegen ein guter Gast vor dem Bescheiden uns zurückhaltend ist es gibt aber halt leider auch schlechte Gäste die sind halt dann fordernd.
00:13:16: und dass so ein Missverständnis... ...der Rolle des Gastes und so eine Einbildung.
00:13:24: ja ich bin hier als Gast oder auch als Kunde hier König Und auch das hat aber Grenzen und das begreifen in meinen Augen viel zu wenige Menschen heutzutage, wenn ich mir so den stationären Einzelhandau schaue.
00:13:36: Die Story die ich von dort höre also ja kund ist König Aber auch dass hat grenzen.
00:13:42: okay dann da war sich aber auch Impositiven.
00:13:45: Also wenn es so wäre würde ich denn diesen Ansprüchen überhaupt auf allen Ebenen gerecht werden, dass ich mich auch wie ein König verhalte und das spätestens da kommen wir nämlich auch an der Grenze würde ich mal sagen.
00:13:56: Vollkommen
00:13:56: richtig, ja.
00:13:59: Beobachten Sie sowas wie eine Veränderung?
00:14:02: Nehmen wir mal das Wort benehmen.
00:14:04: oder ist es so... Vielleicht für tunistische Haltung, die man jetzt immer mal wieder hört und die aber letzten Endes gar nicht eine empirischen Überprüfung standhalten würde.
00:14:15: Und einfach nur ein Zeichen dessen ist dass man vielleicht selbst mit den Jahren etwas konservativer wird in seiner Weltsicht.
00:14:22: oder haben wir da wirklich so einen erudieren?
00:14:28: Ich vermute, da gibt es mehrere Wahrheiten.
00:14:30: also wenn wir Soziologen fragen dann sagen sie definitiv Wir haben keinen Wertverfall sondern wir haben einen Wertewandel.
00:14:37: Also das mal gesetzt, es lässt sich auch empirisch nachweisen.
00:14:41: Wenn wir dann aber unseren eigenen Alltag mal dagegen halten hat man zuweilen schon das Gefühl dass etwas rauer wird und ich weiß gar nicht ob das mit Fortschritten schreiten im Alter etwas zu tun hat oder mit einer Verklärung der Tatsachen.
00:15:00: jetzt einfach deswegen weil Informationen viel leicht dazugänglich sind.
00:15:03: also wir bekommen ja heute leider hautnah mit was im Libanon passiert, was in Iran passiert.
00:15:11: In Somalia egal wo wir bekommen das Hautner mit und das war eben früher nicht so der Fall.
00:15:16: Das heißt es ist insgesamt nicht schlimmer geworden schlechter oder besser aber der Schleier lüftet sich.
00:15:21: Und gleichzeitig kann man auch sagen Wir leben in einer der konfliktfreiesten Zeiten überhaupt.
00:15:26: Global und gesamt betrachtet ist das definitiv so wenn unser Eindruck genau andersrum ist.
00:15:32: Ganz genau, was eben daran liegt
00:15:34: der Schleier lüftet sich und bevor wir jetzt zu sehr ins politische...
00:15:40: Das Mord kommt immer mal eins heutzutage!
00:15:42: Genau da kriegt man mich ja immer sehr gerne mit und ich würde aber gern nochmal ganz kurz bei dem verwallen und dann gehen auch wirklich liebe Hörerinnen und Hörereien in die Businesswelt keine Sorge mit dem Wertewandel, den Sie angesprochen haben.
00:15:56: Was sind so Tendenzen?
00:15:57: Also wohin haben sich Werte verschoben?
00:16:00: Es lässt sich nachweisen und das ist ja auch ein Stück weit die empirische Effidenz versus der Anekdotischen, die man dann vielleicht miteinander abgleicht.
00:16:09: Aber was würden sie sagen, sind so inhaltliche Anstriche, was Sie damit kurz schon mal angetippt haben.
00:16:15: Welche Art von Wertewandeln sehen wir denn?
00:16:18: Also am auffallendsten ist das wahrscheinlich dort, wo man weg von einem Kollektivismus hin zu einem Mehr an Individualismus geht.
00:16:28: Man stellt nicht mehr das Wohl einer Gesellschaft und übrigens damit meine ich zwei Personen treffend aufeinander genauso wie zwanzig, zweihundert, zweitausende oder zweihunderttausend, zweimillionen oder zwanzige Millionen Menschen.
00:16:41: Man stellt da eben nicht mehr den Wohl der Gesellschaft über das eigene, sondern das eigene Wohl vor das der Gesellschaft.
00:16:50: Und das ist wahrscheinlich so der größte Wandel, den wir jetzt in den letzten dreißig Jahren durchmachen auch natürlich günstig durch soziale Medien bei denen man sich ja in erster Linie mal selbst spiegelt und seine eigene Meinung auch ständig bestätigt findet obwohl es auch andere Meinungen gibt.
00:17:05: aber es gibt halt dann eben auch diese Echo-Kammern in denen man sie befindet.
00:17:09: Das dürfte mit der größten Punkt sein.
00:17:13: Natürlich verschiebt sich auch in der Kommunikation wahnsinnig viel.
00:17:17: wo man früher noch gesagt hat, das verbietet der Anstand so etwas zu sagen wird jetzt eben durch extreme bis extremistische Kräfte zunehmend leider wieder salonfähig.
00:17:31: Also weg von einem Humanismus hinzu was auch immer der Gegenentwurf zu Humanismus ist also irgendwas zwischen Anarchie und sonstigen.
00:17:41: ja
00:17:41: okay wir haben also diesen Gehe ich mit und den ersten Teil sowieso.
00:17:46: Das ist auch ganz oft hier Thema bei Good Work, dass wir sagen, wir sehen schon eher eine Akzentuierung hin zum Individualismus und zur Autonomie.
00:17:55: Also ohne das jetzt in irgendeine Ecke von Gut- oder Schlechtstellen zu wollen, sondern rein auf der phänomenologischen Ebene sieht man das schon.
00:18:02: Dass wir sehende Akzentuerungen von Autonomiewünschen, die ja auch ne wichtige Urfunktion sind kollektiv die eingebundenheit auch und ich glaube da gehen wir mal rein in die beziehungsgestaltung oder in dem unternehmen denn das ist auch vielleicht nochmal hier für diejenigen die noch nicht so oft zugeschaltet haben eins der fünf gut war prinzipien, die gelungene Beziehungs gestaltung.
00:18:27: Und ich glaube darüber können wir heute eine ganze menge von ihnen auch nochmal lernen.
00:18:31: was sind denn so typische anlässe dass menschenunternehmen auf sie zukommen?
00:18:38: Ich glaube, Sie könnten uns ein Stückchen weiterhelfen.
00:18:41: Lieber Herr Hoyers mit der Knäcke-Gesellschaft oder die Knäcker Akademie
00:18:45: hier?
00:18:45: Ja das ist mitunter die komplexeste Frage überhaupt!
00:18:48: Das habe ich nämlich selber auch noch nicht wirklich herausgefunden.
00:18:51: also ich kann natürlich sagen wir werden meistens dann konsultiert wenn es um Personen geht, die eine repräsentative Funktion haben und regelmäßig im Kundenkontakt stehen.
00:19:04: Zunehmend entwickelt das sich auch Richtung Führung.
00:19:06: Wir haben nämlich ein Programm entwickelt, d.h.
00:19:08: Taktgefühl.
00:19:09: Das war so eine Erkenntnis aus einem Gespräch mit einer begnadeten Dirigentin.
00:19:14: Blut jung aber extrem erfolgreich schon.
00:19:18: Wer den Takt vorgeben möchte braucht auch Takt-Gefühl und unser Claim bei der Kniegeakademie lautet ja taktschlägt etikette.
00:19:26: Viel gelaber!
00:19:27: Aber worauf ich hinaus möchte ist wir haben... zum Beispiel jetzt jüngst eine Zahnärztin gehabt, die uns für das Programm unerhört über den Umgang mit unhöflichen Menschen gebucht hat.
00:19:43: Weil sie eben beobachtet hat dass viele Menschen mit dieser Akzentuierung es hat mir sehr gut gefallen da ihre Begrifflichkeit auf mehr Individualität eben sehr fordernd auftreten und Sie und Ihr Team gar nicht wissen wie kann man denn eigentlich damit umgehen wenn ein so Unerhörtes Verhalten an den Tag geliebt wird.
00:20:05: Dann haben wir jetzt aber auch zum Beispiel ganz jung jeden Fall, dass wir ein Unternehmen haben das im Bereich technisches Services unterwegs ist und dort gibt es sowohl junior Techniker als auch senior Techniker.
00:20:20: Es gibt nur eine einzelne Dame Und die sind aber überwiegend jung und kommen aus unterschiedlichen Nationalitäten haben die einen Kunden, der sich leicht verändert hat und ein erhöhtes Anspruchsdenken hat.
00:20:40: Und es gab da jetzt eben so ein paar Beschwerden und da versuchen wir dann immer mit unserem Programm lieben gerne ein Nutzen zu stiften also ein höheres Maß an Service-Mentalität zu verwurzeln.
00:20:52: Wir sprechen einmal von zwei Phasen.
00:20:54: Wir sprechen einerseits von der Sensibilisierung Und dann im Anschluss von der Befähigung.
00:20:59: Also erst mal verstehen, warum ist das wichtig und wie funktioniert es eigentlich?
00:21:03: Dann haben wir aber jetzt auch zum Beispiel Vertriebler gehabt, darauf bin ich sehr stolz.
00:21:08: Die haben eine Messe besucht und haben zu Jahrzehnteinzwanzig auf dieser Messe mit einem eigenen Stand zwei Millionen Euro Umsatz gemacht und nach einer nur zweitägigen Maßnahme mit uns waren es fünfzig Millionen Euro.
00:21:23: Das ist mal ein KPI,
00:21:25: das kann man messen.
00:21:26: Ja genau und es lässt sich nicht alleine auf Konjunkturschieben oder einen neuen Messestand, einen neuen Gestalten.
00:21:32: Es hat natürlich wahnsinnig viel mit der Souveränität zu tun, die müssen über Wertschätzung, Kommunikationsstile, Smalltalk wie wird daraus Big Talk usw.
00:21:40: und so fort.
00:21:41: also sind wirklich sehr unterschiedliche Hintergründe.
00:21:43: aber alles zusammengenommen erkennen wir eben das Muster Kundenkontakt und repräsentative Funktionen.
00:21:53: Genau, das finde ich ganz interessant.
00:21:56: Das ist genau das was ich intuitiv auch vermutet hätte dass vor allen Dingen dann Unternehmen auf sie zukommen wenn es um externe Kommunikation geht also an der Schnittstelle hinzukunden.
00:22:06: aber die Frage ist ja auch inwieweit können Sie nicht auch durchaus Impulse setzen für die kommunikation nach innen?
00:22:13: Stichwort Führungsverhalten oder kollegiales Miteinander.
00:22:16: Auch da gibt es ja sicherlich einiges an, sagen wir mal Entwicklungspotenzial.
00:22:22: was das Thema betrifft?
00:22:25: Ja da bin ich bei Ihnen.
00:22:27: aber ist vermutlich so dass der Schmerz für die meisten Unternehmen nicht groß genug ist.
00:22:30: und ich vertrete auch die Meinung mit den Modellen mit denen wir arbeiten und die Techniken die wir vermitteln ist es so dass es eben jedem einzeln zunächst einmal nutzt.
00:22:43: Im besten Falle nützt es damit auch dem Team, der Organisation und damit aber dann auch eben allen anderen Stakeholders.
00:22:50: Also das was für mich ein Erkenntnisgewinn ist, dass was ich für mich jetzt in meinem Arbeitsalltag sofort umsetzen kann hat ja nicht nur einen einzelnen Benefit sondern eben mehrere.
00:23:04: Das geht durch die gesamte Bandbreite eben der Wertschöpfungskette.
00:23:08: Das wirkt auf allen Ebenen, aber dann kommen wir doch noch mal genau zu dem Punkt ist es eher so dass die sagen Unternehmen und damit auch Repräsentanten des Unternehmens haben eher damit zu kämpfen?
00:23:21: wie verhalte ich mich korrekt als Absender das unternehmen also was kann Ich dafür tun dass das miteinander gut gelingt?
00:23:29: oder ist Es eher so diese Reaktion dieses reagieren, aufverändertes Verhalten von Kunden.
00:23:35: Weil das eine was sie eben sagten war ja wie gehe ich mit unfreundlichen Kunden um?
00:23:40: oder mit übergriffigkeiten vielleicht mit übertriebenen Ansprushaltungen?
00:23:45: Das wäre eher so diese reaktive Komponente.
00:23:49: oder geht es eher darum zu sagen wir müssen uns schon proaktiv so aufstellen dass es vielleicht gar nicht soweit kommt?
00:23:57: oder nimmt sich das beides nichts oder geht das einander?
00:24:00: Das geht Hand in Hand, was dahintersteckt ist ja immer der Wunsch nach mehr Souveränität.
00:24:05: Also wie kann ich allgemein wirksamere und im besten Fall proaktiv auftreten?
00:24:13: Und das ist ganz gleich, hoffe ich jetzt eben hier reaktiv werde, wobei auch dazu sagen muss, Kniegel selbst ist im Grunde genommen nichts anderes als eine sehr gute Konfliktprävention.
00:24:26: Weil wir immer diese Meta-Ebene einnehmen versuchen, empathisch zu sein und insofern eben Bedürfnisse auch schon zu antizipieren.
00:24:35: Insofern ist es Konfliktpräventionen.
00:24:36: nur in seltenen Fällen müssen wir dann mal schauen okay wie können wir nachjustieren wenn wir schon im konflikt sind wobei das in meinem Fall überhaupt nichts mit Konflikmanagement zu tun hat im klassischen Sinne sondern wir vertreten die Meinung.
00:24:50: und es beantwortet vielleicht auch den zweiten Teil ihrer Frage der da mit geschwungen hast.
00:24:56: Es geht gar nicht so sehr um Verhalten sondern in erster Linie um Haltung, weil ich der Überzeugung bin aus Haltung wird verhalten.
00:25:06: Deswegen haben wir auch das FII-Modell entwickelt.
00:25:08: an den Kollegen Bitte Steinkamp und ich meine geschätzte Co-Autorin.
00:25:15: Dieses FII Modell sagt eben als erstes betrachten wir mal unsere Ideale Und das geht sogar frei nach Adolf Freiherd Knicke, der gesagt hat sei was du bist immer ganz und immer derselbe.
00:25:23: Also schauen wir uns unsere Idealle an.
00:25:26: Was gibt mir halt?
00:25:26: Was motiviert mich?
00:25:28: aber auch gegen was muss ich mich im Umkehrschluss abgrenzen.
00:25:34: Das zweite ist dann das Image, wie möchte ich wirken?
00:25:37: Da geht es schon Richtung Wirksamkeit und die Interaktion, wie funktioniert aufeinanderbezogenes Handeln?
00:25:43: und was kann ich damit meinerseits dazu tun, dass es eben positiv ist, dass aufeinanderbezogen handelt?
00:25:49: Und das letzte i ist dann sind die Instrumente, also wirklich so klassische Tools wie Smalltalk, Networking, Presscode, Tisch, Etikette und Co.
00:25:57: Also das was man so gemeinhinten unter Kniege versteht aber jetzt eben ein bisschen aufgetrösselt und mit dem Verständnis Aushaltung wird verhalten.
00:26:10: verstehen oder verstehen Sie dann dieses Modell auch als sequenziales Vorgehen?
00:26:15: Also, dass man sagt wir müssen erst mal mit den Idealen also mit der Haltung auch anfangen und dann die Instrumente sozusagen kommen am Ende als Umsetzungstool on top.
00:26:27: Oder würden sie sagen das sind einfach vier unterschiedliche Layer auf das ganze Themenfeld.
00:26:32: Wie drachten Sie das Modell so zu sagen
00:26:35: eine unfassbar kluge Frage und da gibt es auch wieder um zwei Betrachtungswinke.
00:26:40: Zum einen können wir natürlich sagen, klar, Knotis Auton wie die Griechen schon gesagt haben erkenne ich selbst steht natürlich immer am Anfang aber jetzt rein aus einer Seminardynamik her wo sich ein Kunde oder eine Kundin auch ganz allgemeinen Seminateil nimmt eben einen größtmögliche Nutzen schon den ersten anderthalb Stunden wünschen fange ich tatsächlich mit einem Analysetool
00:27:04: an
00:27:04: dann sage Wie kann ich denn souverän werden?
00:27:09: Ganz unabhängig jetzt von meinen Idealen und dem Wissen darüber, wie ich wirke.
00:27:13: Dafür brauche ich ein Analyse-Tool und dieses Analysesetool heißt gute Umgangsformen wertschätzende Kommunikation, souveränes Auftreten, professionelles Verhalten egal wie sie eben nennen wollen beginnt zuerst mal mit der Erkenntnis darüber wo ich bin Mit wem ich unterwegs bin in welcher Funktion ich unterwegs Welchen Kontext also Bezugskram wir gerade haben, bin ich privat oder beruflich unterwegs?
00:27:35: Habe ich es gegebenenfalls mit einer ganz anderen Kultur zu tun und das immer vor dem Hintergrund der Wertschätzung unter Rücksichtnahme.
00:27:42: Das ist eine Analyse-Tool um eben eine Situation zu analysieren und erst wenn ich die Situation begriffen habe mit eben der Grundhaltung der Pärtschätzung der Rück Sichtnahme ohne dass funktioniert's halt nicht im Bereich Kniege oder im Kniegekosmos.
00:27:54: Erst wenn ich das verstanden habe dann kann ich souverän auftreten.
00:28:00: Punkt, wo ich sage okay wie werde ich denn souverän?
00:28:04: Souverän werde ich durch die Erkenntnis darüber wer ich bin was ich kann und was ich möchte.
00:28:10: Das ist total aber ich kann mir das so gut vorstellen dass sie Menschen zu ihnen ins Seminar kommen Erwartungen haben.
00:28:17: Jetzt kriege ich die fünf super Hacks, wie ich total souverän auftrete professionell und dann... Die Frage dann ja wer bin ich?
00:28:25: Wer möchte ich sein?
00:28:26: als wer möchte ich auftreten ist natürlich erstmal verstörend und eher vielleicht auch wahnsinnig.
00:28:31: rettadieren das ist ja eine unglaublich große frage.
00:28:34: dass wir gleich sind des lebens mal als intro Und deswegen gefällt mir auch diese Analyse so gut.
00:28:39: darf Ich mir das um Anna Metapher mal anzubieten ein bisschen vorstellen Wie so einen check beim Piloten bevor er los geht?
00:28:45: Wunderbar,
00:28:46: wunderbar.
00:28:47: Wo bin ich?
00:28:48: Welche Rolle ... Was ist das Thema?
00:28:50: Klick, klick, ok jetzt können wir losfliegen.
00:28:53: Ja vollkommen richtig.
00:28:54: Die Grundhaltung wird schon so Rücksichtnahme nach dem Motto ... Wäre ich nicht schon Pilot, brauchte ich gar nichts losgegen oder wäre es eigentlich schon Mensch mit dem Wissen und Wertschätzung und Rücksichtnahme.
00:29:10: Wie funktioniert das denn eigentlich?
00:29:11: Auch das kann man natürlich noch lernen und verfeinern oder grundsätzlich mal ein Verständnis dafür entwickeln brauche ich mich gar nicht ins Getümmel mit anderen Menschen begeben.
00:29:19: Das heißt aber auch, dass ich mir ein wenig Vorbereitung oder Raum gönnen sollte wenn ich in so eine Interaktion trete.
00:29:27: Idealerweise ist es nicht immer gegeben.
00:29:29: Aber zumindest ist man diesen kurzen Moment zu sagen, Moment mal wo bin ich hier?
00:29:34: Was ist mein Auftrag?
00:29:35: Was is meine Rolle?
00:29:36: Was überhaupt das was ich möchte?
00:29:38: Manchmal werde ich ja auch regelrecht überrollt von so etwas.
00:29:43: Das muss da schon besser geübt sein.
00:29:46: Aber idealerweise wäre das doch so, oder?
00:29:48: Dass ich ein wenig einen Raum habe in dem ich mich nochmal kurz überprüfe.
00:29:53: Mich und die Situation und mein Gegenüber.
00:29:55: Ja, solange eben dieses FII-Modell noch nicht steht muss ich mich im Vorfeld nochmal überprüfen.
00:30:01: Sobald ich aber weiß wer ich bin, hab' ich im Grunde genommen Klarheit weil... Neun, neunzig Prozent aller Situationen.
00:30:08: Aber ich muss natürlich wahrheitsgemäß auch zugeben, sicherlich hört auch eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter von mir mal dieses Podcast... Ach was?
00:30:16: ...die mich natürlich auch spiegeln, wofür ich unendlich dankbar bin weil viele Menschen haben glaube ich Sorge, mir gegenüber zu sagen hey Clemens so hast du einen blinden Fleck.
00:30:27: ja, der Nimbus der mich da umgibt ist so und ich bin perfekt und das weit von der Wahrheit entfernt soll.
00:30:34: deswegen ich muss zugeben Es gibt auch Situationen, die mich wirklich überfahren und überrumpeln.
00:30:42: Und weil ich eben ein Harmoniesuchender ... kein Harmonie süchtige, aber ein harmoniesuchener Mensch bin, da bin ich dann immer so.
00:30:48: ja das machen wir jetzt hier auf die Kulante Art und Weise.
00:30:51: Das mag nicht immer die ökonomisch sinnvollste Variante sein zumal es ja an der noch Verträge gibt bei uns usw.
00:30:58: Da gelingt mir diese Analyse auf die Schnelle nicht.
00:31:02: Ja, da wirst man einfach überfahren.
00:31:04: Aber wo immer das möglich ist sollte man das natürlich machen zumal es auch gar nicht schadet in einer Situation selbst nochmal diese Analyse anzustehen weil wir ja auch eine Zeitachse haben.
00:31:17: dadurch entsteht irgendwann im besten Fall natürlich wenn man sich sympathisch als Vertrauen gegeben ist und sowas Eine gewisse Nähe, eine gewisse Lockerheit und so weiter.
00:31:28: Und vielleicht ändert sich dann auch plötzlich die Rolle vom Vorgesetzten zum Kummerkasten von der Kollegin hin zur Mentorin.
00:31:36: Also das bedarf auch hier ab und zu mal einer Anpassung und eben dann auch an der weiteren Analyse im Vorfeld.
00:31:44: Und da sind wir ja genau an der Stelle, die ich eben schonmal ein bisschen angekratzt habe nämlich dass man ja mal angenommen Jetzt ist ja eine Gruppe von Menschen, vielleicht Menschen die im Vertrieb sind.
00:31:53: Die das Unternehmen repräsentieren bei ihnen im Training und es geht eigentlich darum dieses VE-Modell zu lernen also eine professionelle Haltung einzunehmen, eine gute Haltung für sich zu entwickeln oder die vielleicht auch selbstbewusster und bewusster vor allen Dingen einnehmen zu können und vor allem erstmal so in dem Spielfeld So trete ich gegenüber Kunden auf.
00:32:16: Das hat doch automatisch auch eine Ausabstrahlwirkung in Richtung, wie gehe ich mit Kollegen, mit meinen Mitarbeitenden und mit meinen Vorgesetzten um?
00:32:24: Also der Mensch ist da ja nicht getrennt.
00:32:26: also das ist ja wenn sich das mal so verinnerlicht hat so ein Denken in so einem VI-Modell dann ist es ja eigentlich ein universelles Tool oder
00:32:34: Definitiv.
00:32:35: Und das ist auch das, was ich immer wieder versuch zu betonen.
00:32:37: Ich fühle mich hier ein bisschen wie Donkey-Shot in Kampf gegen die Windmühlenortflügel so veraltet.
00:32:43: aber genau dieses Modell, dass ich zuerst skizziert habe diese Analyse-Tool anders und adressatengerechtes Verhalten mit dem Bewusstsein um die eigene Rolle und im Kontext innerhalb dessen nicht mich bewege und das vor dem Hintergrund der Wertschätzung und der Rücksichtnahme ... Das ist universell!
00:32:56: Genau genauso wie am Ende auch das FII-Modell in meinen Augen extrem mächtig.
00:33:02: und ich muss auch immer wieder schmunzeln, wenn es von seitens eines Unternehmens das mich buchen möchte.
00:33:09: Heißt ja wir können uns hier alle gut benehmen.
00:33:12: jetzt haben wir aber Geschäfte mit Japan China UK mal deswegen oder Kanada?
00:33:18: Können sie uns auch mal Richtung interkulturelle Kompetenz intensivieren?
00:33:24: Ja kann nicht machen.
00:33:25: aber dass ist so... Es ist sehr nützlich keine Frage Ein Verständnis für eine andere Kultur zu entwickeln.
00:33:33: Aber es ist in meinen Augen... ...zu oberflächlich und der Nutzen ist sehr eindimensional, warum nicht mal so universell an sich selbst und seine Haltung und dann eben seinen Verhalten arbeiten?
00:33:48: Das
00:33:48: ist
00:33:49: schon der Anspruch!
00:33:50: Jetzt noch so eine kleine Werbung für mich, beziehungsweise die Kniegeakademie und diese Seminare überhaupt.
00:33:57: Sie sagten ja okay man ist dann da etwas konsterniert wenn man im Seminar sitzt und es heißt okay, Knotes Auton erkennt sich selbst was in der Diale und gleichzeitig ist ja die Erwartungshaltung dass man kleine praktische Tuts an die Hand bekommt.
00:34:11: Und wir haben das jetzt über sechzehn Jahre und mehr perfektionieren können sodass ich Beides die Waage hält.
00:34:18: also beim Karamodell, also Kontext-Andersrolle-Adressat.
00:34:23: So nennen wir das gibt es dann zum Beispiel ein Exkurs zum Thema Lestern und für mich gibt es ja nur vier Tabus zumindest in der Business Etikette.
00:34:33: Unpünktlichkeit, Leiden, Lesttern und sehr technisch das inflationäre Verteilen von Besietenkarten.
00:34:42: Und dann ist aber natürlich die Frage was kann ich denn gegen das Lestarn machen?
00:34:46: Ich kann selber nicht damit anfangen oder ich lasse mich aber nicht mit hineinziehen.
00:34:51: Und da versuchen wir eben direkt einen Tool zu vermitteln, wie kann man denn gesichtswahrend sich dem Lästern verwehren?
00:35:00: Ja und das ist wieder wirklich sehr praktisch.
00:35:03: oder genauso auch die Art und Weise, wie stelle ich mich selber denn eigentlich vor?
00:35:08: Das sind so Dinge, die wir dann natürlich direkt vermittelt und sie sind mächtig und tragen auch dazu bei, weil sie an das Gefühl geben okay jetzt weiß ich wie es geht dass man souveräner wirkt.
00:35:20: Also auch auf die Gefahr hin, dass sich die Geduld meiner Hörerinnen und Hörern sehr strapazieren macht da noch mal einen kleinen Cliffhanger.
00:35:27: und zu dem Les dann komme ich garantiert auch nochmal zurück auch zu den konkreten Dingen.
00:35:31: Ich werde heute nicht locker lassen und ihnen doch noch das eine oder andere konkrete entlocken, weil ich glaube dass wünschen sich die Menschen da draußen auch ganz arg.
00:35:44: Ich bleibe nochmal ein bisschen bei dem IVI und dann gehen wir wirklich nochmal in die konkrete Umsetzung.
00:35:50: was mich jetzt anspringt ist das Thema Image.
00:35:54: wie möchte ich wirken?
00:35:57: Irrg!
00:35:58: Das ist ja gar nicht so... So trivial.
00:36:00: Jetzt habe ich auf der einen Seite Ideal, wer bin ich?
00:36:03: Das ist ja sozusagen der Kern.
00:36:04: Ja, die Substanz.
00:36:07: Und dann was davon möchte ich nach außen transportieren?
00:36:10: jetzt würde ich immer ein Stück weiter gegenhalten.
00:36:13: da sind wir auch nicht unendlich frei in dem.
00:36:15: was wird also entwickeln an imit fantasien denn in dem moment wo das mit dem inneren nicht konkurrent ist bekommt es ja mein gegenüber mit oder als.
00:36:25: ich meine kann daher versuchen mir da einen was auch immer für ein Image überstülpen zu wollen.
00:36:31: Nur das sind wir ja relativ schlechthin, das Licht zu führen gegenüber.
00:36:35: also wir merken dass wenn da jemand versucht sich ein image aufzubauen was nicht durch innere substanz irgendwie abgeport worden ist oder abgebildet wird.
00:36:44: Also da gehe ich mit auch hier.
00:36:46: gleichzeitig kann man aber sagen zunächst mal Die ideale sind nahezu unverrückbar solange es eben keine Lebensverändernden und stark einschneidenden Erlebnisse gab.
00:37:02: Daran wird sich wenig ändern, also an meinen drei bis fünf Kernwerten.
00:37:07: Das Image hingegen ist sehr viel flexibler.
00:37:10: Sie sitzen mir jetzt hier gerade mit schluppenblöseklauern
00:37:13: dazu?
00:37:13: Ja ich bin heute sehr korrekt, das stimmt ja!
00:37:16: Schauen Sie, wie gut ich mich auskenne.
00:37:17: Ich weiß sogar was mit dem Begriff Slim-Pems und Ähnlichem anzufangen.
00:37:20: Oi, oi, ui!
00:37:22: So, aber ... Mit alten Wasser gewaschen?
00:37:26: Ja, und ich weiß sogar wofür der Begriff Den bei Strumpfhosen steht Und ich kann natürlich auch Herren sehr gut von
00:37:30: den Sachen
00:37:31: anziehen und sowas verraten.
00:37:32: Wofür steht er denn jetzt mal?
00:37:34: Der steht
00:37:35: für Denir ist eine französische Maßeinheit und sagt Wie viele Gramm neuntausend Meter Fadenwiegen?
00:37:43: Ui!
00:37:43: Noch!
00:37:43: Das haben immer wieder was gelernt, das war mir nicht gelaufen.
00:37:46: Du wollt doch was Konkretes haben?
00:37:48: Genau!
00:37:49: Das war's, liebe Hörerinnen
00:37:51: und Hörern.
00:37:52: Ja aber nochmal ganz kurz zum Thema Image, das ist sehr viel flexibler.
00:37:56: ja ich kann mich im Grunde genommen hinsichtlich meines Images was nur eine Oberfläche ist jeden Tag neu erfinden.
00:38:07: gleichzeitig gehe ich aber mit natürlich dass eben das Image bestenfalls die Ideale unterstreicht.
00:38:16: Und das geht aber nur sehr bedingt.
00:38:18: Zumal wir natürlich auch zugeben müssen, dass unsere eigene... Das Bild, das wir abgeben immer abhängig ist vom Empfängerhorizont.
00:38:31: Ich bringe da gerne meinerseits das Beispiel wie viele Menschen sagen wenn ich Anzug trage oh super James Bond in dick.
00:38:37: Andere lernen mich kennen weil ich so allklatt bin in meinem Verhalten als schmierigen Autoverkäufer.
00:38:43: Die Wahrheit liegt aber irgendwo dazwischen.
00:38:45: Ich bin ein dicker Autoverkäufer und ein schmiediger James Bond.
00:38:49: Also ich kann das nur sehr ...
00:38:53: Wie ist es?
00:38:54: Nur sehr bedingt steuern natürlich, zu fünfzig Prozent kann ich's steueren.
00:38:57: Zu fünfzig Prozent ist eine Frage des Empfängerholzons, die wir in den wahrgenommen haben.
00:39:01: Und da gibt es natürlich so ein paar Erwägungen.
00:39:05: Ich trage zum Beispiel keine Markenlogos nicht mal an meine Schuhe.
00:39:11: Warum?
00:39:12: Weil ist sofort Zuschreibung gestattet, die ich nicht möchte.
00:39:17: Und Kleidung ist eben so der erste Punkt wo Attribuierung stattfindet vielleicht dann noch beim Brillengestellern bei der Frisur und da geht es um Details ob ich jetzt ein gepflegtes Fingernagelbett habe und Fingeringe ohne Erdreich.
00:39:30: aber alles was eben so ein Bild abgibt und Interpretationsspielraum zulässt, möchte ich steuern oder bewusst vermeiden weil der Maßstab und auch das ergibt sich ja aus dem Karamodell niemals richtig oder falsch ist, sondern die Frage was ist denn eigentlich geschickt und was ist angemessen?
00:39:51: Was wäre auf der anderen Seite ungeschickt und unangemessen.
00:39:55: Also ungeschickt ist es natürlich wenn Ideale und Image nicht konkurrent sind aber unangemäßen ist das wenn ich jetzt als nehmen wir Servicekraft im Sterne-Restaurant oder in jedem Restaurant eben schmutzige Fingernägel habe.
00:40:13: Das ist auch nicht glaubwürdig, wenn Sie als militante Veganerin jetzt anfangen, Lederjagden zu tragen.
00:40:21: Wenn Ihnen das Tier wohl für Sie an oberster Stelle steht.
00:40:25: Weil man sagen muss, solange es Fleischproduktion gibt wird es auch Leder geben.
00:40:29: Ja, gut ganz ein eigenes Thema.
00:40:32: Aber ganz spannend auch noch mal diese Betonung dieses Image dass ich das ja nur zum einen Teil wirklich steuern und beeinflussen kann der vielleicht mindestens genauso, wenn nicht sogar größere Teil liegt ja am Gegenüber.
00:40:44: Wie er oder sie mich eben wahrnimmt und das ist auch nicht verhandelbar.
00:40:48: da kann ich zwar vielleicht ein paar Dinge dafür tun oder lassen um das günstigerweise darauf einzurücken.
00:40:54: Ich finde es spannend dass Sie sagen
00:40:57: Bitte sie zuerst, ich versuche jetzt zu werken.
00:41:03: Mit den Marken.
00:41:05: das finde ich faszinierend weil Sie haben ja auch genau diese ordnende und sortierende Funktion.
00:41:10: also natürlich passieren sofort Zuschreibungen.
00:41:13: Das ist für viele Menschen genau das gewünschte Merkmal von Marken dass die sagen wir denken jetzt viele nicht so Ja, bewusst nach.
00:41:21: Nur ich sag mal.
00:41:22: das ist ja die Botschaft, die implizite Marke mit sich trägt.
00:41:25: wenn du mich trägst erkenne dich Menschen als zugehöriger zu was auch immer und es finde ich spannend dass sie das genau umgehen möchten
00:41:34: ganz genau weil ich am ende als mensch wahrgenommen werden möchte ohne all diese attribuierung bei.
00:41:40: all dieser attribuierungen bedeuten ja zunächst einmal auch ein mögliches hindernis in der gestaltung der beziehung.
00:41:49: jetzt Ich nehm Beispiel, dass es tatsächlich sehr gut zu meinem Umfeld passt.
00:41:54: Ich trage einen ... Wie sagt man?
00:41:56: Polo-Hemd
00:41:57: oder so was?
00:41:58: Ja, von Polorei Florin an der
00:42:00: Radifolie!
00:42:02: Mit dem Pferdchen.
00:42:03: Und zack bin ich in der ... zumindest mal konservativeren Ecke gelandet.
00:42:09: Vielleicht der Finance Bubble und
00:42:11: Co.,
00:42:12: weil man da ja inzwischen auch sehr gerne die Patagonia Weste trägt.
00:42:16: Egal, was das ist... Es gibt ... Ich würde mal sagen, ein Drittel Menschen, die genau das ablehnen.
00:42:25: Und ich möchte nicht gegen diese Widerstände kämpfen erst einmal das Bild von mir gerade zu ziehen sondern ich möchte im Grunde genommen eine weiße Leinwand sein bis sich den Mund aufmache und sie sagen oh der wirkt ja ganz freundlich.
00:42:38: Ja es kann bei dem Herrn mit dem Polo-Reif Florian Shirt genauso sein.
00:42:42: Trotzdem nett.
00:42:45: Genau aber da ist dann ein... Oh!
00:42:46: Der ist ja net.
00:42:49: Also, es geht jetzt schon mal eine Entschuldigung raus an alle die uns zuhören.
00:42:52: Die Polo-Ralflorinen.
00:42:55: Das war
00:42:57: ein Platzhalter!
00:43:00: Man könnte aber auch sagen ich halte jetzt mal bewusst dagegen.
00:43:04: sie machen sich Menschen damit vielleicht sogar ein bisschen schwieriger weil die ja noch gar nicht wissen oh ich weiß gar nicht wohin ich den jetzt stecken soll.
00:43:11: der ist jetzt so wenig greifen.
00:43:16: Da muss ich erst mal einen Anker finden.
00:43:18: Kann ja auch eine Einladung sein, gleich ein bisschen tiefer einzutauchen?
00:43:22: Kann aber auch anspruchsvoll sein!
00:43:24: Und deswegen gehe ich wiederum auf die Situation zurück und sage... Was ist denn jetzt eigentlich geschickt und was ist angemessen?
00:43:32: Möchte ich direkt greifbar sein oder möchte nicht direkt greife beiseiten.
00:43:36: Möcht ich in der Ecke gesteckt werden um dann auch so nach Common Ground, also Gemeinsamkeit und verbindendes Element zu haben?
00:43:43: Oder möchte ich vielleicht auch die bewusste Abgrenzung.
00:43:45: Auch das funktioniert ja mit Kleidung sehr gut, wobei Kleidungen nie alleine Image ist.
00:43:50: Bevor jetzt jeder Eindruck entsteht, Kleidungsimage, Image ist Kleidong, so ist es natürlich nicht.
00:43:56: Aber achtzig Prozent unseres Körpers sind im Normalfall mit Kleiderung bedeckt.
00:44:00: Insofern ist das schon ein ganz wesentlicher Punkt und Kompetenz hat nichts miteinander gemein außer den Anfangsbuchstaben.
00:44:06: aber hinter Kleidogen steckt immer Kompetenzvermutung.
00:44:09: Immer oder?
00:44:12: Ja, also mir kann niemand etwas anderes erzählen.
00:44:14: Das glaube ich auch.
00:44:17: Und sehr spannend Sie können sich selbst damit sogar steuern.
00:44:20: nochmal hinsichtlich ihres Verhaltens.
00:44:23: Es gibt nämlich eine Studie von der Harvard University die heißt Enclosed Cognition und diese Attribuierung funktioniert auch unterbewusst wenn sie zwei Gruppen nehmen und beide bekommen einen weißen Kittel.
00:44:37: Wenn Sie sagen, der eine Gruppe ist ein Arztkittel und die anderen Gruppen sagen, sie sind Malerkettel.
00:44:43: Wird die Gruppe mit dem Arztketel mathematische Aufgaben also Gleichungen konzentrierte und fehlerfreier lösen als die Gruppen, die eben den Malerkettel bekommen?
00:44:51: Unfassbar!
00:44:52: Also man kann seine eigene... Haltung steuern.
00:44:55: Also fast so ein Art Halo-Effekt, der dann nach innen gerichtet ist?
00:44:59: Ja!
00:44:59: Ich mute mir selbst mehr zu oder traue mich selbst mit zu.
00:45:02: Trauen wir selber zu.
00:45:03: Ja, traue ich mir selbst zu.
00:45:05: Entsprechend meiner in Anführungszeichen Rüstung.
00:45:08: Inwieweit sind ... Und da gehen wir mal langsam ins Feld der ganz konkreten Tools... Ich hab's versprochen und das dürfen wir jetzt auch einlösen.
00:45:17: In wie weit ist es oft ein Thema, sowas wie Uniformen?
00:45:23: Ja, nein.
00:45:25: Kleidung ist das nimmtes im großen Stellenwert ein in Ihren Beratungen?
00:45:30: Auf jeden Fall ja weil der Unternehmer oder die Unternehmerin, die mich buchen möchte zunächst mal sagt mir geht es zum repräsentatives Auftreten und spielt Kleidungs natürlich schon eine große Rolle.
00:45:42: aber ich jetzt zum Frühstück erscheine im Hotel wo potenziell auch weitere Kunden von mir sein könnten und ich trage ihm das Hemd noch nicht in der Hose.
00:45:52: Das wird's nie sagen, wer das denn muss.
00:45:53: Sondern was denn kann.
00:45:55: jeder wieder mag?
00:45:57: Dann gibt es da eben schon ein Bild ab und deswegen werden wir über Trescott natürlich sprechen in meinen Seminaren.
00:46:04: Und ist auch die Erwartungshaltung vieler Menschen.
00:46:06: In einem Kniege-Seminar zumindest war das vor zehn Jahren so, indem das Wort Hummer nicht fällt und Krawatte ... Das ist kein schlechtes Kniegeseminar gewesen.
00:46:14: Heute ist aber schon bisschen anders.
00:46:18: Ja also Uniform ist ein Thema Wobei Uniform natürlich in zweilei Arten gelesen werden kann.
00:46:25: einerseits wirklich so dieser Kragen hier auf die dann eine Stickerei drauf ist, wo dann meinetwegen Tüssen drauf steht wie zum Beispiel Servicemitarbeiter von den Aufzügen.
00:46:36: Die glaube ich sowas tragen wenn ich mich täusche und dann kann das Teil eine Uniform sein.
00:46:41: aber Uniformität Gleichförmigkeit heißt ja auch dass alle zb Antrazidfarbenen Outfit, ohne dass ich festgelegt bin auf Jogginghose Anzughose, Chino, Jeans oder was auch immer.
00:46:54: Im antrazid farbenden Look zur Arbeit gehen.
00:46:57: nur einer geht in Rot.
00:46:58: dann sollte ich mir halt dessen bewusst sein das derjenige der in Rot gekleidet ist gemobbt wird am Ende außer es der Chef der Mopte hat alle anderen im schlechtesten Fall aber natürlich noch.
00:47:07: also Uniformität macht am ende unangreifbar Und die gibt es auch in Start-ups, wenn wir immer wieder junge Start-upler erzählen wollen.
00:47:15: Also wie sind der total locker?
00:47:16: Dann sag ich ja, schaut euch einmal um!
00:47:18: Jeder von euch trägt Jeans, jeder von euch treckt Weißes Nika und jeder von Euch trägt ein Hoodie oder gerade in München, Frankfurt und Berlin eher eine Rollkragenpullover.
00:47:26: Aber es ist eine Uniform ... Auch hier wieder... Ich verwehre mich zu sagen, das ist keine Uniform.
00:47:33: Natürlich ist eine Gleichfärmigkeit, weil man natürlich auch dadurch eine gewisse Anschlussfähigkeit zeigt Und durch eine gemeinsame Ästhetik auch wiederum ein Zusammenhalt ausdrückt.
00:47:47: Das ist dann eben nicht die Distinction, die willentliche Unterscheidung sondern die Integrität der Wunsch dazu zugehören.
00:47:53: Es ist nicht spannend, dass wir eingestiegen sind mit der Beobachtung, dass es eine Akzentuierung gibt in Richtung mehr Autonomie.
00:48:01: Dass die auch sehr auf dem Fähnchen nach vorne getragen wird, das sogar gesagt wird – ich möchte vielleicht bei der Kleidung mich nicht in Uniformen pressen lassen -, dass wir aber am faktischen Verhalten sehen, dass Menschen sich über zum Beispiel die Ästhetik durchaus ihren Gruppen zuordnen.
00:48:17: Also da lassen sie sich ja ganz klar Bubbles erkennen!
00:48:21: Also, würde ich schon sagen.
00:48:23: Dass man da eine totale Ernährung sieht?
00:48:25: Definitiv!
00:48:26: Wobei es inzwischen viel pazillierter ist.
00:48:29: Früher gab's halt White-Coller und Blue-Collar.
00:48:32: Und heute gibt es im Blue-Coller Bereich diejenigen, die White-Collard tragen.
00:48:36: Es gibt im White-collar Bereich die jene, die Blue- Collard tragen usw.
00:48:39: Es ist viel pazelierter noch als früher gewesen.
00:48:43: Mit anderen Worten würden Sie auch nicht raten, trage jenes dieses Kleidungsstil oder führen sie uniform ... ein Jahr oder nein, sondern auch erst mal bewusst machen.
00:48:52: Schaut mal hin wie uniform ihr ohnehin schon unterwegs seid und was wollt ihr wieder?
00:48:57: Welches Bild
00:49:00: wollt ihr nach außen transportieren?
00:49:01: und dann aber auch natürlich immer so die Frage Worin fühle ich mich gut und womit sehe ich gut aus?
00:49:07: Ich bin jetzt kein klassischer Stilberater Aber mir ist dann schon wichtig das Kleidung oder sagen wir zumindest einen Anzug ein Kostüm und Hosenanzug wenn sie denn mal getragen werden dass Sie dann korrekt getragen wird und es nicht ausschaut, wie der Konferentenanzug oder irgendetwas anderes.
00:49:28: Ich fand das ganz interessant.
00:49:29: Ich habe ja viele, viele Jahre im Konzern bei der Deutschen Lufthansa gearbeitet in der Verwaltung und da war als ich da anfing, war man noch relativ formal angezogen.
00:49:38: also die Männer hatten einen anderen Anzug an genau.
00:49:40: Krawatte jetzt nicht unbedingt in bestimmten Ebenen schon aber jetzt das vielleicht nicht, aber die Frauen schon sehr korrekt.
00:49:46: und dann wurde es immer ein bisschen mehr Richtung Casual.
00:49:49: Und dann kam jemand auf diese Idee Ich weiß gar nicht, Anfang der Mitte-Zutausende den Casual Friday einzuführen und das war für manche Kollegen ein totaler Stress.
00:49:59: Und Othon, ein Kollege, sagt jetzt brauche ich einen dritten Kleiderschrank?
00:50:04: Und dann ist er wie ein Drittengleiderschränk.
00:50:05: Er sagt ja am Montag bis Donnerstag ist klar immer der gleiche Anzug mehr oder weniger... Privat auch klar.
00:50:13: Aber das, was ich unter privat anziehe ist überhaupt nicht geeignet um das Freitag.
00:50:18: Jetzt muss ich mich noch mal neu kalibrieren.
00:50:21: Das fand ich total witzig und dann auch nochmal so vor Augen geführt wie absurd diese Idee eigentlich isst oder?
00:50:30: Da wird ja noch
00:50:32: mal ... Ich hab da eine ganz andere Herangehensweise.
00:50:34: für mich gibt es... Wir haben da eine Pyramide entwickelt.
00:50:40: Sollte ich niemals Kundenkontakt haben vor Sonnenaufgang ins Unternehmen gehen, im Keller arbeiten als reiner Sachbearbeiter und nach Sonnenuntergang erst wiedergehen.
00:50:53: Das ist mir grundsätzlich total egal was die anziehen so lange sie Neurose und Oberteilern haben.
00:50:59: Sobald aber auch nur die geringste Chance da existiert einen Kunden über den Weg zu laufen sollte die Kleidung ICO sein Im Packable, also tadellos im Sinne von frisch gewaschen und wohl riechend.
00:51:15: Leider geht das nicht immer Hand in Hand.
00:51:17: Man kann auch gleich waschen und sie stinkt danach.
00:51:19: Und tadellaus im Sinne ...
00:51:23: Kann ich gleich
00:51:24: gebügelt?
00:51:24: Gebügelt!
00:51:25: Ah ja okay...
00:51:26: Ja, ob Sie jetzt ... es gibt ja Jeans mit Destroyed Look.
00:51:28: die kosten zwei tausend Euro.
00:51:29: Die dürfen Sie wegen mir auch tragen.
00:51:32: Ob das der Kunde versteht dass das jetzt eine zweitausend euro Balenciaga-Cheens ist oder nicht.
00:51:36: Aber solange's eben ordentlich aussehend was auch immer ordentlich ist, passt das.
00:51:44: Dann gibt es aber die Positionen.
00:51:45: in welcher Position arbeite ich?
00:51:47: und je höher die Position ist desto wertiger sollte für mich die Kleidung sein weil ich natürlich auch zunehmend eine Vorbildfunktion habe und womöglich auch das kleingeld um mir diese wertige Kleidungen leisten zu können.
00:52:01: und Wertigkeit zeigt sich eben dann nicht mehr am price tag sondern an der passform an der stoffqualität oder verarbeitungsqualität.
00:52:11: Wenn wir das einmal betrachtet haben, dann gibt es eben noch die Ebene der Branche.
00:52:14: In welcher Branche arbeite ich?
00:52:17: Arbeite ich im Finanz- und Versicherungswesen, wo's auch heute tendenziell noch eine Spurkonservative zugeht, wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt mit der Indiba und der N-Sächsen-Zwanzig und allen anderen Onlinebanken, die auch damit werben dass es bei ihnen in Office kein Dresscode gibt was sich ein bisschen linkund frech finde.
00:52:32: Ich war ganz offen gesteht weil es keinen Kunden Kontakt gibt.
00:52:38: Dann gibt es eben darüber noch die Unternehmenskultur.
00:52:41: Jeder soll natürlich, also auch die Ingiva und der N-Sixundzwanzigwagon wie sie alle heißen sollen doch bitte machen was Sie wollen ja?
00:52:48: Also wenn der Chef oder die Chefin ist für nötig hält... sich Pank Gossik schick anzuziehen und ich möchte das alle anderen Mitarbeitenden auch machen.
00:52:59: Es ist auch ein Markenkern irgendwo.
00:53:02: Ja dann ist das nicht richtig oder falsch sondern man lockt damit in den entsprechenden Kunden an.
00:53:07: Ich hoffe nur dass das eben mit Kalkül passiert und nicht, weil man jetzt sein eigenes Wohlbefinden und sein eigenesthetisches Empfinden was beides wirklich wichtig ist über alles andere stellt.
00:53:22: So, genau.
00:53:23: Und die Spitze übrigens dieser Pyramide um das abzuschließen ist das Auge der Illuminaten oder das allsehende Auge oder wie auch immer es bezeichnet wird was einerseits so eine kleine Omar-Star hingehend ist dass Knäge tatsächlich beim Orden der Illumination gewesen ist gegründet von Adam Weißhaupt in Ingolstadt und wohl es auch maßgeblich geschafft hat Goethe mit ihnen Orden zu ziehen obwohl es niemals eine persönliche Begegnung gab.
00:53:49: Aber gemeint ist tatsächlich damit mit diesem allsehenden Auge, wenn sie die erste oder die schnellste an der bestimmten Disziplin sind, können sich über alle diese Vorgaben, die ich jetzt gemacht habe hinwegsetzen.
00:54:03: Warum?
00:54:04: Dahinter steckt in der Sozologie das sogenannte Red Sneaker Effekt, wenn ein Herr Oliver Bete und ich bin mir sicher, dass er nicht der Grund für diese Studie gewesen ist... Wenn Oliver Bete jetzt von der Allianz Rotis Nica anzieht zu einer Vollversammlung oder Aktien, wie sagt man?
00:54:21: So eine Hauptversammelung.
00:54:22: Hauptversamlungen
00:54:23: in der Aktionäre?
00:54:24: Ja, in der Rotis-Nica-Anziehung.
00:54:26: Dann legt ihm das per se niemand als Fehler aus zumal er das damals auch noch gemacht hat um für einen Mitarbeiterlauf zu werden.
00:54:33: Sei es drum aber wenn man eben in der bestimmten Sphäre angekommen ist in der Gesellschaft oder auch in einer Gesellschaft dann kann man sich über viele Konventionen hinwegsetzen.
00:54:46: Was aber meistens heißt, dass Authentizität Freifahrtsscheinen für schlechtes Benehmen sein darf?
00:54:51: Gibt ja den schönen Spruch der Meisterbericht die Kunst.
00:54:54: Ja genau.
00:54:56: Das ist auch im
00:54:56: Bereich Kniegesund.
00:54:59: Also das heißt haben wir hier schon mal so ein Dieb-Dive gemacht zum Thema Kleidung, also da sehe ich auch von Ihnen gibt es ja keine klare Handlung.
00:55:07: Empfehlung im Sinne von Tudis lasse jenes sondern eher wieder auch adressaten gerecht.
00:55:12: welche Rolle habe ich in welcher Funktion?
00:55:14: Welche Absender?
00:55:15: aber wobei man sagen muss das war schon ziemlich konkret mit dem
00:55:18: vor Sonnenaufgang.
00:55:19: Ein bisschen zu Kragenform und der Nasolabial-Falte was alles sprechen.
00:55:23: auch da gibt es ganz konkrete Hinweise.
00:55:27: Aber man muss natürlich auch immer denken, darüber nachdenken aus welcher Richtung kommen denn die Menschen mit ihnen jetzt zu tun haben.
00:55:32: So das Unternehmen von dem ich vorhin erzählt habe von zwei Millionen auf fünfzig Millionen Euro.
00:55:36: da hat es denen einfach gut getan zu wissen dass sie ganz konkret am Abend nachdem Sie von der Messe kommen unter zehn zwölf Stunden lang in ihren Anzug reingeschwitzt haben.
00:55:46: Wodka bitte in eine Sprühflasche geben dazu zwei drei Topfen Teebaumöl.
00:55:51: mein wegen auch Nelke Rosmarin oder sonstiges wenn man kein Teebaum öl Parat
00:55:55: hat.
00:55:56: Genau, aber es sollte eben antibakterielles Öl sein, das miteinander vermengt und sich dann in den Arm, in den Reinen spritzt seines Blazers oder Sakkos, dass das am nächsten Tag wirklich gut und frisch riecht und nicht nach drei Tagen messe.
00:56:11: Das sind so ganz kleine Kleinigkeiten... Wow!
00:56:13: Das ist jetzt schon ein echter Heck.
00:56:15: Das nackt.
00:56:16: Ja,
00:56:17: das sind so winzige Kleinigkeiten für die, die aber unendlich dankbar sind.
00:56:23: Und die treten natürlich am nächsten Tag auch wieder selbstbewusster auf.
00:56:25: Ich weiß nicht, wie es ihnen geht ... Aber gelegentlich fasste ich ganz gerne mal und dann hab' ich drei Tage lang nichts gegessen und ich weiß, ich habe Mundgeruch!
00:56:34: Ja das ist nicht toll.
00:56:35: Ich bin total befangen, ich halte immer zu meinen Mitmenschen zwei Meter Abstand, spreche durch half öffnete Lückenhauer und so ist es doch auch mit dem Anzug.
00:56:43: Man klammert die Arme um sich ... Das drückt sich an den Körper und es geht so auf Abstand.
00:56:50: Und das wirkt halt alles andere als zu überrehen, wenn ich mir da abends eben diese Vodka-Teebaumölmischung reingespielt habe.
00:56:55: Dann gehe ich am nächsten Morgen mit einem guten Gefühl hin, weil der Herr Heuers gesagt hat, dass es wirkt.
00:56:59: Es wirkt aber auch ganz unabhängig davon was ich sage!
00:57:02: Da bin ich wieder Jesus beim Abendmahl.
00:57:04: Aber was auch spannend ist ... Nee, auf jeden Fall, das macht das ja auch, weil sie eben so hat.
00:57:08: in dieser verkrampfter Haltung verschärft das Problem ja eher noch leider.
00:57:12: Also von daher absolut... Bei dem bleiben wir mal bei den Beispiel mit dem Kunden, die da ihren Umsatz so steigern konnten.
00:57:22: Was waren noch konkrete Dinge vielleicht auch auf Kommunikationsebene?
00:57:26: Die sie dem Unternehmen mit an die Hand geben konnten?
00:57:30: Ja also Wir haben natürlich sehr viel diskutiert.
00:57:35: das war ein zweitägiges Seminar.
00:57:38: Wo sind hier bottlenecks oder wo Haben Sie Beobachtung gemacht im vergangenen Jahr Erwähnenswert sind und behandelnswert sind.
00:57:50: Und dann sind wir auf drei Dinge gekommen, die in meiner Augen am Ende den größten Messbahnhutzen gestiftet haben.
00:57:55: Alles andere außenrum ist ein bisschen Theater- und Ablenkung aber auch deswegen nicht unwirksam.
00:58:02: also wir wissen alle wie wirksam die Methoden des Theaters sind.
00:58:08: Die drei wesentliche dinge waren Zeit Smalltalk und professionelles Nachfassen.
00:58:14: Zeit insofern, als dass ich mir eben für einen ... Messebesucher der nicht vom Fach ist, eben nicht die gleiche Zeit nehmen kann wie für den Projektentwickler.
00:58:27: Es wäre zwar auf der einen Seite wertschätzend sich für alle Menschen gleich viel Zeit zu nehmen aber ich kann jemanden innerhalb von sechszig Sekunden das Gefühl geben, dass ihm meine gesamte Aufmerksamkeit gilt und er fühlt sich gesehen gehört und verstanden und dann komplementiere ich ihn wieder raus.
00:58:46: Und für den Projektentwickler nehme ich mir halt eine halbe Stunde Zeit, habe am Ende aber auch einen Abschluss dastehen.
00:58:51: Wenn ich nur ne begrenzte Zeit auf der Messe habe und ich nehme für jeden gleich viel Zeit, dann hab' ich für jeden zwei Minuten Zeit und garantiert keinen Abschluss oder sehr wahrscheinlich keinen Abschuss.
00:59:02: Also insofern Zeit – und Zeit ist übrigens eines der drei großen Zettel.
00:59:05: Wertschätzung nach Reinhard Haller ... der gesagt hat Wertschätzung ist nichts anderes als Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit.
00:59:15: Also es ist ein Wertschätzungs-Tool sich für jemanden Zeit zu nehmen... ... und noch wertschätzender wäre es lediglich, sich für jemals Zeit zu verschaffen.
00:59:24: So das zweite ist Smalltalk und gar nicht so die Frage wie funktioniert Smalltalk sondern Wie komme ich gut ins Gespräch?
00:59:32: Und wie komme ich wieder raus?
00:59:35: Und habe dann aber gleichzeitig eben auch Anknüpfungspunkte,... ...die dann eben auch einen Business Talk ermöglichen.
00:59:45: Das ist ja eine wichtige Funktion, oder?
00:59:47: Ich meine ich habe hier auch ein Einstiegsfrage.
00:59:49: da gab es auch schon Diskussion zu der Einstichsfrage.
00:59:51: aber wie wichtig ist das einen guten Einstieck ins Gespräch zu finden?
00:59:56: also es klingt jetzt nach einer rhetorischen Fragestellung haben wir es wirklich ernst und mit echtem Interesse gemeint.
01:00:02: Viele Menschen verkünsteln sich zu sehr im Smalltalk und verkrampfen total dass einfach es einfach situativ zu fragen was hat sie auf die Messe gebracht?
01:00:11: was haben sie schon gesehen, was ihnen wirklich den Atem hart stocken lassen.
01:00:15: Also was ist situativ?
01:00:17: Das ist die einzige Frage!
01:00:18: Was verbindet uns?
01:00:20: Woher kennen Sie – wie sind Sie auf dem Mess aufmerksam geworden?
01:00:22: Wo her kennen Sie einen Gastgeber?
01:00:24: Wann hatten Sie zuletzt Berührungspunkte mit der Marke XYZ?
01:00:27: Wie häufig sind Sie hier schon auf der Messe gewesen?
01:00:29: Mehr braucht es nicht.
01:00:30: Also alles ist situativ und danach kommt eben der Triviales Smalltalk.
01:00:35: dann kommt der Common Ground.
01:00:36: im besten Fall kann man Gemeinsamkeiten Erkennen oder auch konstruieren.
01:00:40: und danach kommt der Big Talk oder auch Business Talk.
01:00:43: Und da gibt es eine Abräumafrage, die sitzt hier nur zu einem kleinen Teil verrate, damit noch was offen bleibt genau.
01:00:50: Das ist eine dreiteilige Frage und ein Punkt davon ist welche Veränderung nehmen sie gerade am Markt war?
01:00:56: Aber ich dann natürlich genau höre okay wo gibts bei dem hier... Wo geht seine Aufmerksamkeit hin?
01:01:05: Dann gibt's aber noch zwei weitere Punkte Und irgendwas muss ich ja für mich bleiben.
01:01:09: Ja, natürlich!
01:01:10: Die Menschen sollen sich hier die Mühe machen mit ihnen in Kontakt zu drehen.
01:01:13: Bitte
01:01:13: sehr gerne jederzeit.
01:01:15: Also ich bin jemand der das Kind immer im Bade ausschüttet.
01:01:17: also ich möchte man wissen wirklich innerhalb eines Seminartages oder besser sind noch vielleicht zwei Seminärtage wirklich rausgeben und dann können wir uns jederzeit nochmal zu Feinheiten unterhalten.
01:01:30: aber dann wissen Menschen zumindest mal technisch betrachtet wie es geht.
01:01:34: Der Rest ist Training.
01:01:36: Aber das war eben dieser Aspekt des Smalltalks.
01:01:37: Und klar, die Anstiegsfrage ist wichtig weil sie auch eben wieder dafür sorgt dass eine Atmosphäre wohlführend entsteht.
01:01:44: und wenn ich jetzt so ne hochintellektuelle Frage habe es mag stimulieren sein natürlichen Podcast aber das überfordert Menschen auf der Messe Situation.
01:01:55: Das kann dann auf jeden Fall erst mal verschwichtern und genau den gegenteiligen Effekt haben.
01:02:00: Also von daher, ich bin da auch immer sehr dafür in Gespräche, egal ob jetzt im Podcast irgendwie einzusteigen, dass man sagt, machst du den Menschen einfach?
01:02:08: Lockerflockig!
01:02:09: Ja, machst doch den Menschen einfacher.
01:02:11: Und nicht so ein Verteiler, nicht so ganz teure Eintrittstickets.
01:02:16: Absolut, teures Eintrittsticket, das hört sich schön an... Genau.
01:02:22: und das dritte war dann eben wie funktioniert professionelles nachfassen.
01:02:27: Also dieses Kontaktmanagement, da geht es dann so Richtung Networking Und da gibt's dann auch wirklich wieder ganz klassische Tools die man sich sogar auf einem Smartphone installieren kann und Texte die wirksam sind nochmal betrachten.
01:02:43: Wie schreibt man eigentlich E-Mails?
01:02:44: Welche E-mails werden beantwortet?
01:02:46: welche werden womöglich nicht beantworten?
01:02:48: Das ist dann eben so.
01:02:49: das Dritte Wenn eben ein Messebesucher, der ein grundlegendes Interesse und Bewusstsein für seinen Bedarf schon hatte.
01:02:59: Dann auch noch so hoffiert wird um jetzt nochmal in der Sprache der Höflichkeit zu sprechen?
01:03:04: Da hat er natürlich ein gutes Gefühl.
01:03:06: ja der weiß die Menschen sind zuverlässig und ich kann ihnen vertrauen Und daraus entsteht meistens dann auch ein Geschäft.
01:03:15: Ich habe noch hier ein paar Notizen mir gemacht zwischendurch Weil ich glaube, dass die hier ganz gut passen.
01:03:22: Ein Thema ist dieses bekannte Phänomen und sehr, sehr unschöne Zeitphänomen des Ghostings.
01:03:29: also sie sagten ja auch das professionelle Nachfassen Das erleben immer mehr Menschen, dass gerade im Business Kontext gehostet wird Also nicht geantwortet ist.
01:03:39: Ist es wirklich hat das zugenommen?
01:03:41: Beobachten Sie das auch?
01:03:43: oder Ist es jetzt auch wieder so ein mediatisierter Effekt, dass man einfach das jetzt stärker wahrnimmt?
01:03:48: Oder was würden Sie dazu sagen?
01:03:50: also, dass Menschen sich einfach wegdrucken überhaupt nicht antworten.
01:03:53: Nicht mehr erreichbar sind.
01:03:56: Ja ich bin da auch zu teilen schuldig im Sinne der Anklage und habe mir aber genau deswegen auch mal Gedanken machen können warum das denn eigentlich so ist.
01:04:07: Und das ist einfach die schiere Masse.
01:04:10: Also ich bekomme wahrscheinlich am Tag hundert E-Mails hundert linken Nachrichten und dreißig Nachrichten per WhatsApp.
01:04:19: Wenn ich jetzt für jede nur zwei Minuten bräuchte, um sie zumindest halbwegs geblüht zu beantworten... Ja dann bin ich bei.
01:04:27: was habe ich gesagt?
01:04:27: Zweihundertreißig
01:04:30: Minuten?
01:04:31: Vierhundertsechzig Minuten geteilt.
01:04:33: Also es geht einfach nicht.
01:04:35: Es ist
01:04:35: ein Arbeitstag fast.
01:04:37: Das ist ein Arbeitstag!
01:04:38: So und jetzt hab' ich Und dahin schon elektronische Hilfsmittelchen, mit denen ich da eben schneller agieren kann.
01:04:44: Ich rede jetzt nicht von der KI.
01:04:47: meine Texte sind alle Hand geschrieben.
01:04:51: Vielleicht gibt es mal einen einzelnen Block oder sowas den ich kopiere.
01:04:55: Aber wozu ich übergegangen bin, weil es mich selber auch ärgert und der Maßstab, der an mich gelegt wird, noch mal ein sehr viel höherer ist.
01:05:01: Aha!
01:05:02: Der Herr Kniegetrainer, der Herr Vorsitzender der Deutschen Kniegesellschaft meldet sich nicht zurück.
01:05:06: Ist das jetzt das neue... Ist das neu normal?
01:05:09: Das scheint das neu zu sein.
01:05:10: Ich habe mir eine Wasserstandsmeldung zurechtgelegt und die ist tatsächlich aus der Retorte.
01:05:17: Die ist immer gleichlautend.
01:05:19: Die hab' ich als du- und als sie-Form formuliert.
01:05:22: Und dann heißt's einfach nur aufgrund ... großen Menge an Projekten, Anfragen und Ähnlichem komme ich nicht direkt dazu ihnen alle Auswilligkeit zu antworten.
01:05:31: Bitte wenden Sie sich an meine Kollegen.
01:05:33: Auf jeden Fall ist das sehr dringend, dass ansonsten bitte hier um Ihr Verständnis... Dass ich jetzt auf absehbare Zeit keinen ja wie auch immer ich es dann formuliert habe.
01:05:42: Nicht ihn in aller Auswilligkeit antwortet.
01:05:44: Und man darf nicht vergessen der benahme Beninfluencer kommt ja daher, dass ich da eben auch bei TikTok noch mal fast eine halbe Million Follower habe und bei Instagram ... Und die wollen ja auch alle etwas, was mich tierisch freut.
01:05:57: Also das Interesse im Hinblick sagen ist überrascht nicht aber es ist schön dass da eben Menschen fragen kriege ich zur Premiere noch ein Blumenstrauß mit oder... Was hatte ich jetzt kürzlich?
01:06:08: Aber auch hier sehe ich viele Menschen geben sich gar keine Mühe bei der Formulierung ihrer Nachricht.
01:06:13: Keine Anrede, keine Grußformeln.
01:06:16: Keinen vielen Dank schon mal im Vorfeld oder sowas.
01:06:19: Und da sortiere ich diejenigen, die bitte und danke schreiben.
01:06:21: Diejenigen, sich Mühe geben, mich mit Clemens, Herr Heuers oder sonst irgendwie anzusprechen und mit freundlichen Grüßen schreiben oder liebe Grüße, schöne Grüße oder manchmal auch feingehoffte Grüße.
01:06:29: Die krieg von mir eine Antwort aber halt nicht innerhalb von zwanzig Stunden sondern innerhalb einer Woche oder sowas.
01:06:35: Da bin ich ja ganz glücklich!
01:06:36: Wir haben sie sofort geantwortet...
01:06:37: Auf
01:06:39: ein Linken?
01:06:39: Ja.
01:06:40: Ich habe gesagt, da bin ich ganz glücklich weil Sie ja direkt geantwortete.
01:06:43: Da hab' ich offensichtlich mich angestrengt.
01:06:44: Ja also wirklich
01:06:45: von
01:06:45: Herzen gerne.
01:06:47: Ja, bei Ihnen Form und Inhalt haben gut zusammengepasst.
01:06:52: Aber gerade bei LinkedIn, ich ärgere mich dann auch ... Man kriegt Kontaktanfragen, bei denen niemand etwas dazuschreibt.
01:06:59: Und ich mach mir schon den Spaß draus, dass ich mal zehn Kontaktanfrage annehme und nicht schreibe.
01:07:05: Und zehn Kontakt-Anfragen nehme ich an und schreiber etwas.
01:07:09: Ja, und bei denenjenigen mit denen ich dann von mir aus geschrieben habe.
01:07:12: Was ist der Grund für ihre Kontaktaufnahme?
01:07:14: Darin steht dann auch meistens ein interessantes Gespräch.
01:07:17: oder wenn es nur heißt ja Ich hab einen Artikel von ihnen gelesen oder Podcasts mit ihnen gehört.
01:07:21: Ich wollte ihn mal folgen freue ich mich und schreibe ja viel free bitte unauffällig folgen oder sowas.
01:07:28: Aber ich verstehe nicht wie man Dann zum Beispiel von der siehform direkt aufs duzen wechselt.
01:07:33: Ich habe jemanden geschrieben guten tag Herr Kern.
01:07:36: Ist jetzt Fantasiename, also ich weiß das nicht genau.
01:07:38: diese Person ist die das gemacht hat.
01:07:41: Guten Tag Herr Kern.
01:07:42: vielen Dank für ihre Kontaktanfrage.
01:07:43: herzlich willkommen bei mir in Netzwerk und so weiter und sofort.
01:07:48: Und dann kommt zurück.
01:07:49: hey Clemens
01:07:52: Moment Was ist hier dazwischen passiert?
01:07:55: Ich
01:07:55: bin ein großer Fan des höflichen Duzens.
01:07:58: Ja es ist mir lieber als eine unhöfliche Sitzen.
01:08:00: Aber was da los?
01:08:03: Das waren wir zusammen auf dem Segeltörn.
01:08:07: Ja, genau.
01:08:08: Ich hab überhaupt nichts gegen das Dutzen.
01:08:11: Wenn man sich darauf verständigt oder so was ... Wie sieht es aus?
01:08:14: Wollen wir uns
01:08:15: dutzen?".
01:08:15: Ich bin der Letzte, der Nein sagt wirklich!
01:08:17: Also ich bin auch schlecht darin, Nein zu sagen tatsächlich.
01:08:21: Aber sowas ärgert mich und das ignoriere ich dann einfach.
01:08:24: Das wär nämlich das nächste, was ich mir gerade eben noch zwischendurch hierhin gegritzelt habe.
01:08:29: Haben Sie den Spiegelartikel zum Du-und-Sie wahrgenommen?
01:08:33: Wo war jetzt gerade die letzte Woche?
01:08:34: oder was?
01:08:35: gab's einen großen Artikel über die Unart, dass jetzt jeder angedutzt wird und ich weiß mein lieber Freund und Kollege Wolf Lotte hat vor vielen Jahren auch darüber gelästert.
01:08:45: Darüber kommen wir auch noch gleich.
01:08:47: aber erst mal das Sie und du haben sie da eine eindeutige Haltung.
01:08:51: also ein bisschen grinst ja schon etwas durch.
01:08:52: oder was Sie auch empfehlen sagen Sie seid bis hin vorsichtig mit dem Dutzend oder erodiert da auch grade was?
01:09:01: Ja, also ich hab tatsächlich die Spiegelauslage hier liegen.
01:09:03: deswegen habe mich umgeschaut.
01:09:04: Ich bin noch nicht dazu gekommen zu lesen aber ich habe es ja extra gekauft... ...die Ausgabe weil sie mich natürlich auch aus beruflichen Gründen interessiert.
01:09:13: und ja ich habe eine klare Haltung dazu.
01:09:15: zunächst mal je nach Kontext jetzt weniger Rolle und Adressat je nach Kontext, du ziehe oder siehzig.
01:09:23: Ich werde jetzt nicht auf einem fünfundreißigsten, vierzigsten oder fünffünfzigsten Geburtstag wo man sich kennt, wo zehn zwanzig Leute da sind anfangen mit schön Sie kennen zu lernen und so weiter und sofort sondern als man halt heutzutage zumindest in ninety-fünf Prozent aller Fälle auf First Name.
01:09:41: Du heißt es doch im Englischen oft.
01:09:46: Und bald ist aber ein geschäftlicher Kontext beruflich.
01:09:53: Wenn ich der festen Überzeugung solange man sich nicht kennt, sieht man sich.
01:09:58: Oder man sollte zumindest offenbar fragen wie stehen Sie denn allgemein zum Dutzen?
01:10:02: Das ist per se noch keine Einladung aber die meisten interpretieren sie als solche und dann nutzt man sich halt im Nachgang.
01:10:09: Aber davon auszugehen dass alle Menschen damit einverstanden sind geduzt zu werden das halte ich für die denkbar schlechteste Variante.
01:10:19: Wird es Sie denn vielleicht sogar ausstärken?
01:10:23: Weil ich beobachte schon, dass es wahnsinnig um sich gegriffen hat.
01:10:27: Also durchaus auch teilweise wie das wieder beim Hotel.
01:10:30: In Hotels manchmal mit Hallo schön, dass du da bist wo ich dachte okay gut und ich bin jetzt glaube nicht sehr formale unterwegs.
01:10:38: aber würden Sie sagen... Das ist bei
01:10:40: Robinson!
01:10:41: Ja nicht nur da würde ich es ja noch erwarten also durchaus auch in anderen Hotels.
01:10:46: und glauben sie, dass das so wirklich auf dem Rückzug ist?
01:10:51: Also ich weiß von einigen Sprachwissenschaftlern, die fest behaupten das es nicht aussterben wird.
01:10:59: Ich selber würde es mir natürlich auch zu Teilen etwas wünschen und wie gesagt, ich habe kein Problem damit sich zu dutzen so lange es ein höfliches Dutzend ist dass nämlich genau ich versuche den einen Punkt zu Ende machen.
01:11:14: Jetzt weiß ich aber, das Irzen und Euchzen ist ja auch ausgestorben.
01:11:19: Du vom Müllab und
01:11:20: ihr euch so das Handwerker-Sie?
01:11:23: Ja, nee, ich meine tatsächlich jetzt so dass hat die Röchnerin gut geschlafen.
01:11:27: Ach dieses Art!
01:11:28: Ich dachte diese, okay...
01:11:30: Das ist ausgestormt.
01:11:31: Das Münchner du, also du Frau Huber oder auch das Kassiererin du genannt, das gibt es ja noch genauso wie es das Hamburger Sieh gibt.
01:11:41: Siehjule was ich übrigens sehr charmant finde.
01:11:46: So, das ist der einen Punkt.
01:11:46: Das andere ist aber dieses Dutzen... ...ist in meinen Augen entweder eine vorgegaukelte Nähe oder aber eine machtaktische Strampelbewegung für sich irgendwelche Vorteile aus einer Situation herauszuziehen.
01:12:02: Also mit anderen Worten eine Nähe herzustellen oder vermeintlich herzustelle um sich dadurch einen strategischen Vorteil zu schaffen?
01:12:10: Ja genau und wenn ich da auch nur die leiseste Ahnung habe, dass das aus dieser Richtung kommt.
01:12:19: Dann hab ich da keine Lust mehr drauf.
01:12:20: und es war LinkedIn nämlich so... Hey Clemens!
01:12:22: Ich weiß dein Postfach ist voll von hunderten Nachrichten vom Menschen, die dir was verkaufen wollen?
01:12:28: So ist das bei mir nicht zumindest nicht solange du das nicht willst.
01:12:32: So komm
01:12:32: halt doch
01:12:32: dir.
01:12:36: Ich kann's sehr fühlen.
01:12:40: Dankeschön
01:12:42: Und ich glaube auch unser Gespräch ist ein ganz gutes Beispiel dafür, dass man sich durchaus sehr persönlich begegnen kann oder trotzdem Pasi sein kann.
01:12:51: Darf ich dazu noch etwas sagen?
01:12:53: Jetzt gibt es ja viele Menschen, die mich für furchtbar etäpitäte
01:12:59: halten ...
01:13:01: Aber jede Person ist natürlich viel schichtiger und bekommen das immer mal wieder mitgeteilt.
01:13:07: Das ist jetzt weniger meine eigene Beobachtung.
01:13:10: aber so dieser Kernige Naturbursche, den wir jetzt in den letzten Jahren gerne auch als Hipster abgetan haben.
01:13:16: Die erscheint ja ... Zumindest wurde mir das eben so geschildert.
01:13:20: In vielen Fällen sehr, sehr sensibel zu sein.
01:13:24: Also wie er angesprochen wird und was ihn alles so verletzt hat.
01:13:27: Weil die Außendarstellung ist im extremen Kernig-Burschikos.
01:13:32: Hämtseer im Weg Holzarbeiter.
01:13:34: Und auf der anderen Seite in den Letzten ... sechs Jahren, die ich auf TikTok bin.
01:13:42: Gab es genau einen einzigen Kommentar und es gibt viel Hate, weil ich natürlich mein gesamtes Auftreten beim Thema polarisiere.
01:13:50: Gab's einen einzigem Kommentar der mich so ein bisschen verletzt hat?
01:13:54: Also ... Jetzt bin ich gespült!
01:13:55: Ich, der so weichgespüelt und hier Humanismus und gutes Miteinander und Ringelpiez mit anfassen und draufsetzen.
01:14:03: Das Bild, das ja entstehen könnte... Es ist nahezu nicht möglich, mich zu beleidigen.
01:14:08: Ich möchte jetzt damit die Hörern und Hörer nicht
01:14:10: raus.
01:14:10: Wir wollen dir keine
01:14:11: Challenge ausrufen?
01:14:12: Nee, keine Challenge!
01:14:13: Aber das finde ich auch mal so witzig.
01:14:15: Also ich werde in diese Schublade gesteckt ... Und dann heißt es okay.
01:14:19: Ähm... Ein Opfertyp vielleicht sogar.
01:14:24: Dann gibt's die Kärnungen und hier sind hauen sich einen kleinen See an und dann ist eine Woche krank gemeldet erst einmal.
01:14:32: Jetzt bin ich natürlich neugierig.
01:14:35: Sie werden es wahrscheinlich auch nicht genau benennen, aber in welche Richtung ging das?
01:14:41: Was hat sie da so gepackt?
01:14:44: Bei der Beleidigung ... womöglich hat es tatsächlich etwas mit einer gewissen Identitätskrise meinerseits zu tun.
01:14:57: Aber ja, ohne das jetzt ein Jahr auszuführen
01:15:01: oder
01:15:01: auszufüllen.
01:15:04: Das war zu einem Zeitpunkt ... Ich hatte gerade die Kniegeakademie gekauft, hab nicht viel Geld dafür ausgegeben.
01:15:11: Dann kam Corona und so weiter.
01:15:13: Es war insgesamt eine angespannte Zeit.
01:15:15: Und dann kam noch ein Kommentar, wo es eben hieß, das Thema ... Sie wären da der komplett falsche Leitfigur?
01:15:24: Es bräuchte einen Jungpank oder sowas.
01:15:25: Wovon ich auch heute überzeugt bin!
01:15:28: Also, dieses Thema würde durchaus einen Menschenvertreher vertragen.
01:15:32: Eine stark tätowierte junge Frau.
01:15:35: Die sich aber für einen guten Umgang miteinander einsetzt, fände ich super cool.
01:15:41: Im Sinne einer ironischen Brechung vielleicht?
01:15:44: Das
01:15:45: hat für mich überhaupt nichts mit Brechungen zu tun und mir ist es extrem wichtig zu betonen dass man eben ein höflicher Duzer sein kann und unhöflicher Siezer das man ein anständiger Anzugträger sein kann Aber auch ein höflicher Hoodie Träger.
01:15:58: ja das ist nicht so eindimensional, wie wir das denken.
01:16:03: Sondern es geht eben darum am Ende und ich weiß, dass hört sich so furchtbar schnulzig und spontan an ... Es geht am Ende darum, dass der Mensch das Herz im richtigen Fleck hat.
01:16:14: Absolut!
01:16:14: Und das hat eine im Zweifel auch einundzwanzig jährige stark tätowierte mit pirsingsversehende junge Frau mit low-waste Jeans und Tanktop über dem Bauchnabel zu gebundenen.
01:16:27: auch das Herz am rechten Fleck
01:16:29: Ganz sicher.
01:16:30: Also
01:16:30: so jemanden fände ich als Gegenentwurf zu den biederen Grafen von Heuers extrem cool.
01:16:35: Ich kann es mir vorstellen... Würde
01:16:36: du's sofort einstellen?
01:16:38: Hier ist der Shout-Out, also wer auch immer sich angesprochen fühlt wunderbar!
01:16:43: Wir haben ja Eingangs das Thema Lestern schon mal ein bisschen angetippt und ich würde das gerne zum Ende sind wir jetzt hier in dem praktischen Schlussteil wo sie wirklich um die konkrete Umsetzung gehen nochmal aufnehmen nämlich mit der Frage Was können wir denn tun, dass wir uns selbst nicht in diese Lester-Falle reintappen oder uns nicht drin fangen lassen?
01:17:05: Sagen wir es vielleicht mal so.
01:17:08: Ja eine gute und wichtige Frage.
01:17:10: ich habe ja schon gesagt Lestern ist so das eine der vier absolut No-Gos im Bereich der Business Etikette.
01:17:17: Und zunächst muss man verstehen warum Lesttern wie eigentlich und wie funktioniert der Mechanismus des Lesters?
01:17:22: Wir lesst dann aus Gründen der Psycho-Regine mit unter Das heißt hier aus Frustration mit Aggression.
01:17:28: Und die kann sich auch verbal zeigen, außerdem kann man mit Lestern ein gemeinsames Feindbild erzeugen und so dann auch Zusammenhalt in der Gruppe stärken.
01:17:35: Es braucht immer drei Parteien.
01:17:37: es gibt einen Aggressor und ein Opfer und eben diese noch unbeteiligte dritte Partei wir können als Opfer nichts gegen das Lestermachen.
01:17:47: Wir sind hoffentlich nie der Aggressorm aber wir können schauen.
01:17:49: wie reagiere ich denn als Dritte unbetteiligter Partei?
01:17:53: Und noch kurz zum Mechanismus, in dem wir lastern machen wir andere schlecht um selbst zumindest relativ besser dazustehen.
01:18:00: Genau da können wir eben als dritte unbeteiligte Person angreifen.
01:18:04: wenn sie jetzt irgendetwas über einen Kollegen von sich oder von mir sagen und meinen ah dieses Brillengestell ist ja furchtbar dann könnte ich mich auf ihre Seite schlagen was womöglich im ersten Moment clever erscheint aber nicht wirklich stilvoll ist.
01:18:18: Auf der anderen Seite könnte ich aber mich auch auf die Seite des Opfers schlagen, was definitiv ritterlich ist.
01:18:26: Aber doof oder dumm?
01:18:28: Weil...
01:18:29: ...die
01:18:30: Freunde ihrer Feinde mit großer Wahrscheinlichkeit auch ihre Feinde sind.
01:18:35: Oder wenn sie es noch nicht sind dann zumindest werden!
01:18:38: Also versuche ich diesen Mechanismus zu durchbrechen und sage, okay, weder auf die Partei oder auf die Seite des Opfers schlagen noch.
01:18:45: Auf die Seite ist Agress aus.
01:18:46: Und dafür brauchen wir nur vier Sätze, die da lauten mag sein, dass das stimmt.
01:18:50: Damit habe ich ihn nicht für- und nicht wieder festgelegt.
01:18:53: Der zweite Satz lautet übrigens nie im Wortlaut.
01:18:55: Es geht nur um die Reihenfolge in etwa.
01:18:58: Ich kann das nicht wirklich beurteilen also ich hab mir darüber noch gar keinen Urteil geleistet und außerdem bin ich nicht derjenige über den Stil von Brillengestelle nachdenkt.
01:19:08: Dann das dritte ist, schau mich an.
01:19:10: Ich bin nicht frei von Fehlern und das letzte dann so wie auch du nicht frei vom fehlern bist oder ein zweifel auch sie.
01:19:17: Jetzt haben wir aber die besonderheit dass kann ich machen wenn ich mit meinen pios unterwegs sind also der symmetrischen kommunikationen mich befinde.
01:19:23: Das heißt wir sind in etwa gleich Und es gibt keinen Gefälle.
01:19:26: Wenn ich jetzt aber zu einem Vorgesetzten sage, mag sein, dass das stimmt?
01:19:29: Ich kann das nicht wirklich beurteilen.
01:19:30: Schauen Sie mich an!
01:19:31: Ich bin nicht frei von Fehlern und sie sind es ja wohl auch nicht.
01:19:34: Dann gibt es im schlechtesten Fall eine Abmahnung vielleicht sogar eine Kündigung.
01:19:40: Und deswegen brauchen wir am Ende eine Verallgemeinerung und sagen dann eben nicht länger so wie auch du nicht frei vom Fehleren bist oder auch sie nicht frei vorm Fehlernen sind sondern das heißt dann an dieser Stelle so wie kein Mensch frei von fehlern ist So kann man ganz gut dem Lestern begegnen, was deswegen auch wichtig ist.
01:19:57: Weil wir gerade innerhalb eines Unternehmens wie hunderte kleine Vektoren auf ein gemeinsames Ziel gerichtet sein sollten.
01:20:06: und Lest dann bedeutet eben dass ich Scherkräfte habe oder Kräfte die andere Krähte aufheben.
01:20:13: es kommt zur Lagerbildung und genau das möchte natürlich vermeiden.
01:20:16: Jetzt ist es ja aber durchaus eine weit verbreitete Sozialpraktik und sie hat ja auch, sagen wir mal, fangen wir mal mit dem funktionalen Teil an.
01:20:24: Durch das auch die positive Seite, dass ich vielleicht so was abkläre wie so läuft das hier bei uns oder so läuft es nicht?
01:20:31: Also würden Sie sagen den muss man sofort Einhalt gebieten.
01:20:34: also auch wenn sich das nur so anbahnt weil da gibt's ja auch durchaus Schattierung beim Lessern, also es gibt ja durchaus auch sagen wir mal wirklich, was schon ins Mobbing hinein ragt oder schon ganz klar lupenreines Mobbing ist.
01:20:47: Und dann gibt's aber auch Form wo man sagt naja... Ich stelle die ja nur fest!
01:20:53: Nicht bös gemeint, nur despektiv hat ein Kollege von mir immer gesagt.
01:20:58: Ja, aber genau das ist es.
01:20:59: Wenn ich jemandem eben schlecht mache, dann ist es faktisch lästern wenn ich diskriptiv und nicht böswillig eben jemanden einordne.
01:21:11: Ja, drin ist es per se noch kein Lestern.
01:21:12: Aber da wo jemand schlecht gemacht wird, handelt sich um Lästern und in meinen Augen zumindest im Unternehmenskontext sofort dagegenhalten.
01:21:20: Und das haben sie ja angefangen.
01:21:22: Es hat auch eine Sozialfunktion schon gut.
01:21:25: Wobei wir jetzt innerhalb eines Unternehems nicht unbedingt Lagerbildung brauchen?
01:21:29: Das brauchen wir sicherlich nicht.
01:21:31: Wenn ich jetzt das Gefühl habe aus Frustration mit Aggression was jetzt auch nicht ganz so trivial ist wie es glaube ... dargestellt hat, irgendein berühmter Psychoanalytiker oder Psychologe.
01:21:44: Ganz so einfach ist es ja dann auch nicht.
01:21:45: aber ich kann da zu Hause auch meinem Unmut Luft machen und mit meiner Partnerin, meinen Partner darüber sprechen... ...mit meinen besten Freundinnen oder meiner besten Freundin.
01:21:53: Und dann habe ich auch psychologische Betriebe betrieben,... ...aber dafür nicht eben mein Arbeitsumfeld
01:21:58: missbraucht.".
01:22:00: Also halten wir zum hier in unserem praktischen Teil auf jeden Fall mal festlässt.
01:22:04: Dann ist definitiv nicht entsprechend der Business Etikett und ist auch aus verschiedenen Gründen überhaupt keine gute Idee, den wir mit dem von Ihnen dargestellten Weg ja ganz gut begegnen können nachdem in welcher Form von Kommunikation Begegnen.
01:22:19: Und jetzt sind wir noch beim allerletzten Punkt, das greife ich mal auf und zwar eine Person die Sie vielleicht auch kennen, Caroline von Kretschmann.
01:22:26: Das sagt Ihnen vielleicht was ja?
01:22:28: Vielleicht sind sie auch irgendwie persönlich bekannt und sie nahmen dieses wunderschöne Wort in den Mund nämlich... Sie macht immer so Etikette im Hotel, macht ein ganz witziger Hotel-Wiki.
01:22:39: Ich liebe das!
01:22:41: Kommt mal wieder beim Hotel ganz am Anfang und sie sprach dann ... Was macht man mit dem Handy?
01:22:48: Jetzt war das bei ihrem Kontext von Gastronomie diskutiert worden, aber wir können das ja auch übertragen auf Business-Kontext.
01:22:56: Beispielsweise ein Feedbackgespräch oder ein Meeting
01:22:59: im
01:22:59: Büro gehören.
01:23:00: Geschäftsessen gehört das Handy auf den Tisch und sie sprach vom sogenannten Proletenbesteck.
01:23:06: Ja, ich glaube es ist so ein geflügeltes Wort.
01:23:07: Ich glaube das geht sogar zumindestens meinen Teilen auf Sie mit zurück.
01:23:12: Was machen wir mit dem Proletinbestecken?
01:23:14: Was ist das denn überhaupt?
01:23:15: Du könntest hier nochmal...
01:23:16: Also zunächst mal ganz gefährlich von Proletengespräch zu sprechen.
01:23:21: Ich sage dass Mal-Augen zwinkert aber natürlich jetzt nicht in Ordnung da auch hier wieder Lagerbilder betreiben sind von Arbeiterklasse und Co.. Ich selber bin ja der festen Überzeugung, wir Menschen sind tatsächlich alle gleich.
01:23:34: Aber was ist das Prolettenbesteck?
01:23:36: Das ist Schlüssel-Handy Portmonee, dass eben immer noch ehe man sich richtig hingesetzt hat erst mal auf dem Tisch landet und ausgebreitet wird.
01:23:49: Also ich muss sagen klar es ist unbequem wenn man jetzt ein Portmoney in der Gesäßtasche hat und darauf sitzen muss.
01:23:56: Aber gerade beim Handy ist es doch so, dass alleine die physische Präsenz uns sehr ablenkt.
01:24:02: Dass das einfach nur unklug ist, das Handy auf den Tisch zu lassen zumal es eben auch bedeuten kann oder auch so wahrgenommen wird, dass dieses elektronische Helferlein unter Umständen noch wichtiger ist als die Person, die mir gerade physisch gegenüber setzt.
01:24:19: und genau das versuche ich damit überspitzt darzustellen um zu sagen, dass Proleten besteckt bleibt bitte in der Tasche.
01:24:27: Es gibt ja sogar auch Untersuchungen, was das mit Empathie macht.
01:24:31: Nur allein die physische Anwesenheit des Handys muss nicht mal mit dem Visier nach oben geklappt sein.
01:24:36: Allein dass es da ist, macht einen Unterschied und letzten Endes schließt sich der Kreis oder spannt sich auch der Bogen zu dem, was wir eingangs sagten.
01:24:45: Das geht in erster Linie um Haltung und darum wie wir dem anderen begegnen.
01:24:49: Wie wir ihm wohlwollend und wertschätzend begegnenden.
01:24:52: Und das ist das Handy sicherlich keine gute Idee?
01:24:56: Nein, also Sie können das gerne mal ausprobieren und fragen Ihre beste Freundin oder Ihrem besten Freund.
01:25:01: Indem sie ihr Handy in der Hand halten wie wirkt es denn auf dich wenn ich mein Handy jetzt auch nur in der hand halte?
01:25:09: Und die werden irgendein Störgefühl haben ohne dass direkt wir nennen zu können und dann packen sie demonstrativ Ihr Handy weg und sagen und wie ist es jetzt.
01:25:16: ah das Handy war's ja natürlich.
01:25:18: die persönliche Begegnung Sollte Stets wertstenzend gestaltet sein und so, dass man eben eine Atmosphäre des Wohlführens kreiert.
01:25:33: Zum allerallerletzten Punkt würde ich gern Sie fragen.
01:25:38: Wie würden Sie sich selbst eine Etikettennote geben sollten?
01:25:43: Wo würden sie sich selbst verordnen?
01:25:45: Und jetzt bin ich mal gespannt was Sie dann sagen.
01:25:48: Sag mal mal so ein Skala null bis zehn
01:25:51: Nur bis zehn finde ich gut, da war ich gerade gedanklich auch schon und hätte jetzt gesagt sieben Komma fünf.
01:25:55: Ui!
01:25:57: Nicht mindestens mal Richtung neun?
01:25:59: Nein nicht mindestens Richtung neunein.
01:26:00: Ich kenne ja die gesamte Wahrheit Und ich habe mir auch ganz bewusst Räume und Orte geschaffen und Zeitpunkte zu wenig wie ich eben tadellos benehmen
01:26:10: muss.
01:26:10: Jetzt hab' ich ein fünftägiges Training vor mir.
01:26:12: das wird immer anstrengend.
01:26:13: mich guckt hier auch gerne damit dass ich sage Ich habe es vorhin schon gesagt, mein Wissen gerne wie das Kind mit dem Bade aus.
01:26:22: Aber einfach nur deswegen brauche ich mich maximal zwei Tage lang gut benehmen und danach lange Zeit nicht mehr.
01:26:28: Das ist tatsächlich in jedem Fall ja wirklich anspruchsvoll oder?
01:26:31: Immer selbst auch seinen eigenen... in Anführungszeichen ansprechend gerecht zu werden oder vermeintlich, dass die Menschen da mit einem Maßstock ihr Verhalten anschauen?
01:26:42: Ja
01:26:42: sehr.
01:26:42: Sogar meine Mutter sagt immer aha Mr.
01:26:45: Knigge macht man das so wenn sie mich irgendwo erwischt und dann lässt sich natürlich keine Gelegenheit aus mich zutateln was ich aber auch ganz charmant und gut finde wobei ich immer wieder erkläre Bitte, zumindest die Kernfamilie.
01:26:55: Das darf doch so ein Rückzugsort sein, wo ich dann auch mal ...
01:26:59: Ich dachte immer,
01:27:00: die Sau rauslässt!
01:27:00: Die Wanderieneschale auf Distanz in den dafür vorgesehenen der Helterwerfe oder sowas?
01:27:07: Genau nicht, sieben Komma fünf.
01:27:08: aber ich tröste mich immer mit dem Gedanken, der beste Trainer muss uns gleichzeitig der beste Spieler sein.
01:27:13: Das ist
01:27:13: stimmt.
01:27:14: Schuster und Schuhe usw.
01:27:16: Genau
01:27:17: weil es gibt ja bestimmt noch Menschen, die sagen naja Klemen ins Grafen heulers das war ja klar dass du da landest.
01:27:22: oder Kommt doch dieses Klischee manchmal so?
01:27:26: Ja, definitiv.
01:27:27: Also mein Trautzeuger ist inzwischen Professor Anjel.
01:27:30: Das Mutter hat immer schon zu Kindergartenzeiten gesagt.
01:27:33: Da waren wir vier, fünf Jahre alt.
01:27:34: Martin, so heißt der Liebe ... Wenn du dich nicht benimmst gehst bei Clemens in die Schule.
01:27:40: Und das hat sich gewissermaßen bewahrheitet.
01:27:43: Er war noch nie bei mir im Unterricht.
01:27:45: Wir tauschen ins Fehl aus.
01:27:46: Zu seinen Herausforderungen und Versuchen da auch gute Tipps zu geben aber es ... lag irgendwie auf der Hand.
01:27:52: und klar, man spielt die Karten so wie man sie gelegt bekommt.
01:27:56: Und das hat sich bei mir eben angeboten mein Nachnamen nicht strenger aber liebevolle und zugleich sehr konsequente Erziehung zu kapitalisieren.
01:28:06: Okay und dann würde ich sagen, das nächste Mal tauchen wir da mal ein bisschen ein oder?
01:28:10: Das finde ich nämlich total spannend.
01:28:12: Und einen wichtigen ganz großen Punkt haben wir heute nicht besprochen.
01:28:15: Nämlich... Ich hatte ja eingangs gesagt man kann ja auch Etikette nach innen sehr deutlich diskutieren zum Beispiel so was wie Meetingetikette.
01:28:23: Würde mir jetzt mal als erstes einfallen.
01:28:25: also wenn sie Lust und Zeit haben Und dann sind sie natürlich herzlich nochmal eingeladen hier bei Good Work.
01:28:31: Ich habe aber noch eine Frage, wenn Sie gestatten... Ah
01:28:33: ja, natürlich!
01:28:34: Wo würden
01:28:35: Sie sich denn persönlich einordnen?
01:28:36: Auf einmal der Skala von nur bis zehn?
01:28:39: Da würde ich auch sagen also es kommt darauf an, wen Sie da befragen.
01:28:43: Wenn Sie mich befragen, würde ich sagen naja insgesamt würde ich.. Also schon im positiven, also in dem fünf- bis zehner Bereich Manchmal so.
01:28:56: Sechs bis sieben, ja?
01:28:58: Hab manchmal vielleicht ein bisschen kernigen Humor.
01:29:01: Da gucken mich manchmal Menschen auch an und sagen, aha okay... Das liebe ich aber nicht so was!
01:29:08: Ja das kann schon mal sein dass ich da ein bisschen expliziter bin als es vielleicht den Anschein hat.
01:29:16: ansonsten versuche ich mich im Rahmen meiner Kenntnis meine Möglichkeiten angemessen zu verhalten Vielmehr als ein Sechs, fünf würde ich mir glaube ich auch nicht geben.
01:29:27: Man braucht ja Raum zu entwickeln!
01:29:29: Absolut und den habe ich auch noch mit achtunddreißig Jahren und so hat ihn jeder hoffentlich oder alle die da draußen gerade zugehört haben.
01:29:38: Sehr sehr spannende Einsichten in einem total schönes Feld.
01:29:42: Ich finde dass das in die Mitte der Businesswelt reingehört und nicht in irgendeine Nische des wohlfallen Verhaltens im Raum von Gastro, sondern wirklich da wo sich Menschen begegnen ist das relevant.
01:29:55: Und ich bin sehr froh dass ich sie hierher lotzen konnte und dass Sie zugesagt haben.
01:30:00: Vielen Dank!
01:30:01: Bis zum nächsten Mal sage
01:30:03: ich... Ich sag ganz lieben Danke Frau Jankowski.
01:30:09: Ganz viele Klischees haben wir hoffentlich aus dem Feld geräumt vor allen Dingen die Vorstellung, dass Knigge etwas ist was nur in den Gastro oder in den vornehm Bereich des gesellschaftlichen Lebens gehört.
01:30:21: Nein es gehört in die Mitte der Welt in die Mitte des gesellschaftlichen Zusammensaits und damit auch unbedingt in den Business-Kontext.
01:30:29: Ich habe sehr viel mitgenommen, mich hat natürlich das Thema Lestern sehr stark beschäftigt, das fand ich ganz interessant was Clemens von Heuers dazu gesagt hat Und viele andere Punkte auch.
01:30:41: Ich glaube, ich reise ab sofort nur noch mit einem kleinen Sprühflaggon und in der Hoffnung, dass ich irgendwo ein bisschen Vodka herbekomme – ihr wisst schon, knickknack!
01:30:50: Wenn es mal zu einem Malur kommt, das fand' ich sehr praktisch unhandhabbar.
01:30:54: Ansonsten ist ein tolles Gespräch ganz logischerweise, Form von Endeter- und charmanter Gesprächspartner.
01:31:03: Freut euch darauf, wenn es zum nächsten Mal kommt.
01:31:05: Wenn wir über Meeting-Ethik hätte reden und über wirklich Gepflogenheiten mehr nach innen.
01:31:09: Diesmal waren wir ja eher in der externen Perspektive unterwegs!
01:31:14: Wenn euch solche Gespräche gefallen, dann wisst ihr genau was zu tun ist.
01:31:18: Hinterlasst ein Like!
01:31:19: Ein Abonnement noch besser bei Spotify und Apple, wo auch immer ihr den Podcast hört – denn verpasst ihr keine Folge?
01:31:26: Es kostet nichts, es verpflichtet so nix….
01:31:29: Und ihr helft uns hier bei Good Work noch weiter so zu wachsen wie wir's ohnehin schon tun.
01:31:35: Und ansonsten, wenn euch das Thema Good Work interessiert.
01:31:38: Wenn ihr sagt, dass ist ein Thema was genau bei uns in der Organisation fehlt die Gedanken von Good Work.
01:31:43: Ich bin viel unterwegs als Keynote-Speakerin Als Moderatorin.
01:31:48: Wenn das für euch ein Punkt ist, der euch interessiert meldet euch gerne unter info at goodwork minus salon.de.
01:31:55: So oder so hören und sehen wir uns im einen oder anderen Fall wieder, wenn es nächste Woche heißt.
01:32:01: Herzlich Willkommen Bei Good Work.
Neuer Kommentar