Generation Missverständnis: Gen Z zwischen Klischee und Wirklichkeit. Simon Schnetzer (329)

Shownotes

Leistungsbereit, aber missverstanden: Was Gen Z wirklich antreibt

„Ziele zu erreichen ist für junge Menschen sehr stark motivierend, stärker als für ältere Generationen. Das zeigen unsere Daten ganz klar."

Simon Schnetzer ist einer der meistzitierten Jugendforscher im deutschsprachigen Raum. Er leitet die Trendstudie „Jugend in Deutschland", die seit 2010 erscheint und mittlerweile zum Standardwerk der deutschen Generationenforschung gehört. Markus Lanz zitiert ihn regelmäßig, wenn es darum geht, die Stimme junger Menschen empirisch einzuordnen, nicht als Aktivist, sondern als Forscher. Gemeinsam mit Klaus Hurrelmann und Dr. Kilian Hampel sowie Prof. Nina Kolleck von der Universität Potsdam hat er ein Autorenteam aufgebaut, das Jugendforschung mit unmittelbarer Wirkungsabsicht betreibt.

Was die Zahlen wirklich sagen Faul, Work-Life-Balance-versessen, verantwortungsscheu: Die Klischees über die Gen Z sind langlebig. Simon Schnetzer räumt mit ihnen auf, ohne sie wegzureden. Fast 50 Prozent der berufstätigen Unter-30-Jährigen tragen bereits Verantwortung – für Projekte, Teams, ganze Abteilungen. Und die Bereitschaft, in Vollzeit zu arbeiten, ist in der jüngsten Altersgruppe sogar am höchsten. Was sich aber verändert hat, ist der Zeithorizont: Wer Corona erlebt hat, investiert nicht mehr in eine Zukunft, die erst im Rentenalter eingelöst wird.

Wo Führung scheitert – und warum Junge Menschen wollen schnelles Feedback. Nicht weil sie ungeduldig sind, sondern weil sie so sozialisiert wurden. Wer mit Smartphones aufwächst, kennt vor allem diesen Taktgeber. Wenn Führungskräfte das als Schwäche deuten, entstehen Missverständnisse, die keine der beiden Seiten braucht. Schnetzer zeigt, wie man diese Spannung methodisch auflöst. Ganz ohne falsche Fürsorge und ohne Konfrontation.

Das Wir, das fehlt Die eigentliche Diagnose des Gesprächs ist eine gesellschaftliche: Wir überlassen es dem Zufall, ob junge Menschen Erfahrungen mit dem Wir machen. Vereine, Gemeinschaftsdienst, analoge Begegnungen – diese Gelegenheiten werden seltener. Im Unternehmen zeigt sich das in einer „Silent Disco": Jede und jeder im eigenen Musiktunnel, nebeneinanderher, ohne gemeinsamen Rhythmus. Wer das ändern will, muss Gelegenheiten für das Wir bewusst provozieren.

Worüber wir noch gesprochen haben:

  • Generation unter Druck: Warum 21 Prozent junger Menschen konkrete Pläne haben, Deutschland zu verlassen
  • Smartphone und Kindheit: Warum der Tag, an dem ein Kind sein erstes Smartphone bekommt, laut vielen Eltern der letzte Tag der unbeschwerten Kindheit ist
  • Digital-analog-Paradox: Warum junge Menschen online heftig streiten, aber analogen Konflikten oft aus dem Weg gehen
  • Leistungsbegriff im Wandel: Warum „bleib so lang, bis es fertig ist" für jüngere Generationen keine selbstverständliche Norm mehr ist
  • Generationen-Mythos: Warum der angebliche Generationenkonflikt in vielen Unternehmen eine Frage der Führungsqualität ist – und keine des Alters

Simon Schnetzer ist kein Apologet der Gen Z und erst Recht kein Ankläger. Er ist Übersetzer. Sein Blick ist empirisch, sein Ziel ist Wirkung, und sein Plädoyer ist klar: Differenzierung statt Schublade, Beteiligung statt Beschreibung. Dieses Gespräch ist ein Argument dafür, zweimal hinzusehen, bevor man ein Label klebt.

Interview: Jule Jankowski


Weiterführende Links zu Simon Schnetzer

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Transkript anzeigen

00:00:00: Also es hilft uns auch mit Mythen aufzuräumen.

00:00:02: Die Jungen sind faul, die Jungen wollen alle nur Work-Life.

00:00:06: Sie fordern's stärker ein aber das Bedürfnis haben die anderen und die älteren ganz genauso oder sogar noch mehr.

00:00:14: Und das Ergebnis aus unseren Generationen vergleichenden Studien, die wir in den Jahren im Jahr zweiundzwanzig schon gemacht haben ist eigentlich dass ganz vieles zwischen diesen Altersgruppen ganz ähnlich ist.

00:00:25: Wir haben dieselben Werte, dieselben Tugende.

00:00:28: Vorsicht aber!

00:00:29: Die tugenden Zuverlässigkeit kreuzen gleichermaßen viele ältere und jüngere an, aber sie mögen vielleicht was unterschiedliches darunter verstehen.

00:00:41: Das heißt Vorsicht, Statistik, Gemeinsamkeit heißen noch nicht notwendigerweise – das ist auch exakt dasselbe Mind.

00:01:11: Hallo und herzlich willkommen bei Good Work, dem Podcast für gute Zusammenarbeit und für zukunftsfähige Arbeitskultur.

00:01:18: Mein Name ist Julian Koski und ich begrüße euch hier zu einer neuen Runde in unserem Audiosalon im Brandeins-Podcast Netzwerk.

00:01:25: seit über dreihundertzwanzig Folgen am Start zum Thema Arbeitskultur und seit einigen Folgen drehen wir uns ganz schön um den Begriff der Leistung und da gibt es eine Gruppe von Menschen über die Witte immer wieder gesprochen.

00:01:38: Das ist die Jensie, die jungen Menschen wie es um ihre Leistungsmoral bestellt ist und ich habe heute jemand im Studio der genau dazu hervorragend Auskunft geben kann denn das ist sein Job sozusagen.

00:01:51: er ist Jugendforscher aber auch zugleich Leadership Coach.

00:01:56: Er wird von Markus Lanz Und zwar nicht nur einmal, weil er nämlich in Deutschland sowas die Stimme der jungen Generation ist.

00:02:03: Aber nicht als Aktivist sondern wie gesagt als Forscher und ich freue mich ganz arg dass er hier ist.

00:02:07: Simon Schnetzer ist heute zu Gast und ich sage Hallo lieber Simon schön das du hier bist bei Good Work!

00:02:14: Hallo liebe Jule und schön dass du mich eingeleitet hast.

00:02:18: Also Jugendforscher Kribbelt es da bei dir schon ein bisschen, dass du ich forsche ja nicht nur die Jugendlichen oder sagst du na wir sind mit unserem Unternehmen schon vor allen Dingen an den jüngeren Generationen interessiert.

00:02:31: Also im Interesse einer klaren Positionierung ist Jugendforscher aßdreien.

00:02:37: allerdings habe ich sehr früh, ich habe Jahr zwei tausend zehn angefangen mich aufs Fahrrad gesetzt bin durch Deutschland gefahren hab am Wegrand gefragt junge Menschen, wie ist deine Lebens- und Arbeitswelt?

00:02:47: Wie wäre sie

00:02:48: besser?".

00:02:48: Und ich habe sehr schnell gemerkt dass wir Veränderungen positive Veränderung auch für junge Menschen nur bekommen wenn wir auch älteren Menschen einbeziehen.

00:02:56: Und fragen wie geht es euch denn was sind eure Bedürfnisse und wie können wir im Kompromiss schaffen?

00:03:01: deswegen Jugendforschens vollkommen richtig.

00:03:04: aber der Spirit mit dem Ich arbeite ist Generation gemeinsam das wir eben nicht die Jungen gegen sie halten, sondern wie schaffen wir es Verständnis und ein gutes Miteinander zu schaffen.

00:03:15: Okay das wechselseitige und ehrlicherweise im Kontrast wird ja auch ... Die Umrisse noch mal deutlicher.

00:03:22: also ich meine wenn ich etwas untersuche als Forschungsgegenstand um das jetzt mal so nüchtern zu formulieren muss sich auch immer dem etwas entgegensetzen.

00:03:29: damit ich's beschreiben kann noch pressen noch treffender

00:03:33: Und du hast vollkommen recht?

00:03:34: Also genau dieses Wenn wir auch ältere Generationen beleuchten, wenn wir gucken zum Beispiel zum Thema Work-Life Balance.

00:03:45: Wir sagen immer die Jungen wollen so viel Work-Live Balance.

00:03:49: Die Generationen Y, die wollen das noch mehr.

00:03:53: Es hilft uns mit Mythen aufzuräumen.

00:03:56: Die Jungen sind faul und alle wollen nur Work-life Balance.

00:04:00: Sie fordern es stärker ein.

00:04:02: Aber das Bedürfnis haben die anderen oder die Älteren genauso.

00:04:08: Leistung, was ist das?

00:04:09: Verantwortung.

00:04:10: Was soll das?

00:04:11: Verpflichtungen?

00:04:12: Wer braucht es über diese Themen wenn wir reden?

00:04:14: dabei erstmal reden wir über dein persönliches verständnis von vielleicht auch leistungsbereitschaft.

00:04:20: ich frage mal ganz direkt nach wie bist du heute lieber simon in den tag gestartet?

00:04:25: unsere gutwork?

00:04:25: frage zum einstieg

00:04:28: Ich bin früh aufsteher, ich bin in der Regel zwischen vier und ein halb fünf unterwegs.

00:04:32: Nein!

00:04:33: Wir haben Kleinkinder und wenn ... Und ich arbeite in der Regel schon vor die Aufstehen.

00:04:39: so die Sachen, wofür ich Konzentration brauche.

00:04:43: Meditieren bisschen, trinken viel Wasser.

00:04:48: Wenn man das macht dann ist man auch topfit.

00:04:50: Allerdings muss man auch rechtzeitig ins Bett gehen.

00:04:52: Ich wollte gerade sagen, der schickt dich ... Dein innerer Wecker oder dein innerer Antrieb schickte ich.

00:04:57: Dann waren schon ins Bett?

00:04:59: Ja also sechs, sechseinhalb Stunden Schlaf brauche ich ja so um zehn spätestens bin ich dann auch.

00:05:04: Wow!

00:05:05: Ja diszipliniert ist das eine Grundvoraussetzung deinen Job so zu machen wie du immer.

00:05:10: Du bist, ich meine du bist beratend unterwegs forschen und du bist tatsächlich auch medial sehr präsent.

00:05:15: Also ne Menge los bei dir.

00:05:17: oder

00:05:19: Es ist nicht die eine Herausforderung, andere können sich das am Tag anders einteilen.

00:05:23: Aber der Tag ist immer relativ voll und ich liebe die Zeiten in denen niemand stört im Anführungszeichen.

00:05:31: Manche haben es am Abend und bleiben länger sitzen und es kommt aber auch im Interesse dass Familien miteinander einfach nicht infrage.

00:05:38: Und deswegen habe ich mich damit arrangiert und tue mir dabei noch nicht schwer mit.

00:05:44: Wie kamst du zu dem Thema, Jugendforscher zu sein in einem Alter als du vielleicht selbst noch genau zur Zielgruppe gehört hast?

00:05:50: Also hat das Thema dich gefunden?

00:05:52: oder hast du das Thema gefunden.

00:05:55: Das Thema hat mich gefunden!

00:05:57: Ich wollte... ich hab Volkswirtschaft studiert und ich wollte Weltverbesserung.

00:06:01: Und es war ziemlich klar.

00:06:02: also ich habe gemerkt auf meiner während im Ziviliens habe ich spanisch gelernt.

00:06:07: Wollte das dann mal einsetzen bin nach Südamerika und hab gemerkt wow das ist cool.

00:06:12: erstens macht mir Land, Leute, Kultur, Spaß.

00:06:16: Also land ist natürlich übertrieben sein ganzer Konsinent.

00:06:19: Aber so diese Latino Lebensart hat mir gefallen bin aber auch mit Armut in Berührung gekommen und gemerkt war da möchte ich dazu beitragen können was zu verändern an zu verbessern.

00:06:31: hab dann im meine Abschlussarbeit bei der Welthandelsorganisation in Genf geschrieben bin danach Ostafrika.

00:06:37: für eine Zeit lang habe von Berlin aus international gearbeitet mein Und dann hatte ich echt meinen Traumjob.

00:06:43: Ich hatte den Traum Job, nämlich Uno-Nachhaltigkeit international arbeiten und ich war in London der Nachhaltigkeitsbeauftragte für Kakao In der Organisation habe auf Trinidad Tobago Konferenzen organisiert oder in Westafrika und ich musste leider feststellen dass in dieser politischen Mühle ganz vieles so nicht umsetzbar ist Im Alter von neunundzwanzig meinen Traumjob gekündigt, wissens das ist wohl nicht mein Traum Job isst.

00:07:12: Bin auf Reise gegangen und es war zwei tausend achtneuen Lehmann Brothers Pleite.

00:07:17: da war ganz viel in Bewegung und junge Menschen wurden damals vom Spiegel charakterisiert Generationen Krisenkinder jung gut ausgebildet chancenlos Und es war tatsächlich

00:07:32: das klingt doch bekannt oder so.

00:07:33: was ähnliches lesen wir jetzt auch wieder, oder?

00:07:37: Die Geschichte wiederholt sich dann auch immer mal wieder.

00:07:40: Und damals war es aber so dass ich auf einer Reise dann durch von Argentinien bis Kanada in einem Jahr.

00:07:46: man gönnt sich ja sonst nichts.

00:07:48: wann macht muss nochmal wenn man's nicht mit dreißig macht wenn man kann.

00:07:52: Und wir haben ganz viele junge Menschen getroffen, die genau diese Geschichten erzählt haben.

00:07:56: Ich komme nicht gut in den Job rein!

00:07:58: Wenn ich drin bin habe ich das Gefühl, ich lebe in einer analogen Vergangenheit obwohl wir doch eigentlich digitale Zukunft machen wollen.

00:08:05: und ich wollte herausfinden wie schaffen wir es dass wir gemeinsam die Arbeitswelt der Zukunft mit jungen Menschen gestalten können?

00:08:12: Worauf kommt's da

00:08:13: an?!

00:08:16: Und aus diesem Projekt, das zunächst The What Will We Be Project he's was aber international nicht umsetzbar war.

00:08:22: Bin ich dann auf nach einem Jahr wieder zurück nach Hause habe mich auch Fahrrad gesetzt und bin in zwei Monaten durch ganz Deutschland und habe daraus meine erste Studie gemacht.

00:08:34: Ich bin Freestyle zur Jugendforschung gekommen, alles was mir gefehlt hat.

00:08:39: Wenn ich zum Deutschen Jugendinstitut hab gesagt hey könnt ihr mal helfen?

00:08:42: Ich mach da so ein Projekt, oh das ist ja cooles Projekt klar, Fragebogen kein Problem kann man draufschauen.

00:08:48: Gehsitz Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und so habe ich sehr partizipativ auch diese Jugendforschungen betrieben und habe andere die andere Expertisen haben mit eingebunden.

00:08:59: Und so ist daraus eine mittlerweile der Referenz entstanden mit der Trennstudie Jugend in Deutschland, wie es jungen Menschen in Deutschland auch in Österreich und in der Schweiz geht.

00:09:11: Und aber eben mit dieser Besonderheit dass wir nicht nur diese Zahlen haben wollen, Prozentwerte sondern was bedeuten die?

00:09:18: Wie können wir dann in die Wirkung kommen?

00:09:21: Unser Motto ist junge Menschen beteiligen Zukunft gemeinsam gestalten und genau das machen wir!

00:09:27: Dafür sind junge Menschen uns auch echt dankbar, dass wir hier in Anliegen eine Stimme geben.

00:09:32: Zu dem Bier kommen wir gleich nochmal, was ich total spannend finde und da sind fast Parallelen zu gut.

00:09:36: Denn so entstand ja letzten Endes auch hier dieses Projekt das es zunächst mal eine Art Feldforschung war zur Arbeitskultur.

00:09:44: Und ich glaube oder frage an dich vielleicht teilst du dass wenn man aus einem persönlichen Erleben heraus so ne Forschungsreise startet?

00:09:55: Das ist noch einmal eine ganz andere Leidenschaft in einem als wenn man es in Anführungszeichen nur als Job macht.

00:10:02: Ich kenne die Rolle auch, ich war ja lang genug Sozialforscherin und habe dann auch in allen möglichen Märkten- und Zielgruppen geforscht.

00:10:08: Das ist immer hochspannend.

00:10:10: Nur aus einer eigenen Betroffenheit ist natürlich total packend gleichzeitig aber auch die Herausforderung von sich zu abstrahieren, sich aus der Rechnung ein Stück weit

00:10:20: rauszunehmen.".

00:10:23: Das ist ein Aspekt, der natürlich dazu beiträgt, dass man sich viel stärker damit identifizieren kann.

00:10:27: Ich hab nicht nur die Zahlen am Schluss, sondern ich habe die Geschichten erlebt und den Prozentwert sehe.

00:10:33: dann denke ich an Halle Neustadt wie ich mit dem dort gequatscht habe oder in der Nachbarschaft in Hannover von Scheißegalien in der Wagenburg.

00:10:43: Und immer auch weiß es gibt ganz andere Arten von Lebensentwürfen.

00:10:49: Es gibt nicht die eine Generation, sondern diese Prozentwerte sind stellvertretend für eine extreme Vielfalt.

00:10:58: Was aber schon auch dazu gehört – gerade auch wenn du dich selbstständig auf den Weg machst -, dass du natürlich immer auch guckst wie geht die Reise weiter.

00:11:06: und eine Erkenntnis, die mich irgendwann frustriert hat war Ich habe für Google Deutschland, für Gewerkschaften.

00:11:16: Für SOS Kinderdörfer international Studien gemacht.

00:11:20: und da kommt ein Auftrag Neue Studie machen, Studie ist abgegeben.

00:11:24: was wird jetzt daraus?

00:11:26: Was mich antreibt ist Wirkung und nicht nur.

00:11:29: ich hab eine neue Studie geschrieben und das war ein bisschen frustrierend wenn man merkt so der Auftrag war nur die Studie aber nicht dass sie danach Impact haben kann dass sich danach auswirken kann auf Politik auf Prozesse Und deswegen war es sehr bewusst irgendwann die Entscheidung, ich will nicht mehr viele Studien machen.

00:11:46: Sondern ich möchte eine Studie haben oder Jugend und Generationen um mit der sichtbar sein und schauen dass diese Ergebnisse in die Wirkung kommen.

00:11:58: Es ist ein anstrengender Weg aber gleichzeitig habe vieles ausprobiert und jetzt sind wir da.

00:12:04: Studier hat Sichtbarkeit, hat Wirkung Die Formate, die wir machen mit Zukunftsgestalter-Workshops in Unternehmen raus zu finden.

00:12:14: Nicht nur was sind jetzt allgemein was stellvertretend für alle sondern wie geht es genau euren Zielgruppen?

00:12:21: Wie können die eingebunden werden um Lösungen zu finden?

00:12:24: und das macht dann Spaß wenn ich bei Führungsveranstaltungen bin Wenn der Kreis sich schließt.

00:12:32: Es geht um junge Menschen in dem Unternehmen Und die waren mit beteiligt an dem was letztlich auf die Bühne kommt.

00:12:38: Das ist cool.

00:12:40: Okay, da schließt sich der Kreise, du sagst und du bist eben nicht nur in der Rolle desjenigen, der Zusammenhänge aufzeigt sondern der auch dafür sorgen kann oder zu beitragen kann dass ich Dinge zum besseren wenden.

00:12:51: Du hast eben gesagt, die eine Generation oder diese Zahlen sind ja für sich erstmal nur nicht.

00:12:57: dann erklären noch nicht wirklich immer die Welt.

00:13:00: Da kommen wir schon mal an einen Punkt.

00:13:02: Wir hatten das hier auch schonmal.

00:13:03: bei Good Worker war es schon viele viele Folgen her.

00:13:05: deswegen der guten Ordnung halber möchte ichs nochmal neu gefasst haben oder auch aus deinem Mund was ist denn überhaupt?

00:13:11: Eine Generation?

00:13:12: Es gibt ja auch immer Mal wieder die Diskussion Es gibt Ja Nicht Die Generation.

00:13:17: Wie fasst du wie fasst ihr den Begriff Der Generation?

00:13:22: Also zunächst mal gibt es eine total berechtigte wissenschaftliche Debatte, wobei es ist eigentlich weniger Debatte sondern eigentlich die Aussage diese Generationen Z Y X das ist Quatsch und Unterschiede dazwischen diesen Generationen gibt es auch nicht.

00:13:40: Korrekt ist dass sie dem was wissenschaftlich eine Generation bezeichnet für einen bestimmten Zeitraum Menschen mit den gleichen Prägungen aufgewachsen sind.

00:13:51: So klar kann man das nicht sagen und folgerichtig wäre, dass eine Altersko-Horte oder Altersgruppe wie wir es jetzt mit Ninzehnfünfeinundneunzig bis Zweihtausendneun ist die Generation Z. Das ist ein Label für eine Altergruppe und spricht nicht für eine wissenschaftliche Generation.

00:14:10: Jetzt könnte man sagen, ja gut aber dann dürfen wir das auch nicht machen und Unterschiede gibt es auch nicht.

00:14:15: Aber das stimmt wiederum nicht weil Menschen wenn sie Herausforderungen haben mit einer bestimmten Zielgruppe zum Beispiel mit der Jugend, dann suchen Sie sich nicht nach wie können wir Jugendliche rekrutieren sondern sie suchen nach Generation Z oder Generation Alpha & Recruiting.

00:14:33: Wenn ich eine Lösung für dieses Problem habe dann tue ich mir keinen Gefallen, wenn ich Recruiting Jugendliche mache.

00:14:40: Sondern wenn ich eben diese Artikel optimiere auf Generation Alpha Recruitting eigentlich nur ... Und das ist aber nicht nur für mich jetzt als Anbieter von Dienstleistungen sondern Medien-, Politik-, Wirtschaft- ... Diskurs!

00:14:55: Echt Diskurs?

00:14:56: Nutzen diese Begrifflichkeiten.

00:14:58: Das heißt zum Teil hängt auch die Wissenschaft ein wenig hinterher weil sie mit ihren Fachbegriffen diesen Diskurs nicht führen.

00:15:07: Also... Es

00:15:08: ist ein bisschen akademische Korrentenkackerein an manchmal auch, da darauf rumzureiten und zu sagen das gibt es nicht.

00:15:14: Wenn sich der öffentliche Diskurs offensichtlich auf den Weg gemacht hat man kann ja natürlich auch sagen Leute lass nochmal hinschauen wir fassen's vielleicht noch mal in der guten Ordnung halbe also Kohorte werden die Menschen die zu einem innerhalb einer bestimmten Jahreszahl geboren sind unabhängig von was da passiert ist Ja, um es mal so zu nehmen.

00:15:35: Genau

00:15:35: das und da kommen wir dann auf die doch eben auch Unterschiede.

00:15:40: was hat geprägt in der Jugend?

00:15:42: Ein Mensch, der aufgewachsen ist wenn man kommuniziert einen Brief schreibt und geduldig warten muss für Tage Wochen oder auch im Monat bis man eine Antwort bekommt Und jemand der mit einem smartphone aufwächst in der jugend Hat einen anderen inneren takt hat mehr verständnis oder eben weniger wenn etwas länger oder nicht so lang dauert.

00:16:03: Und in der Führung merken wir ganz deutlich, dass junge Menschen ungeduldiger sind was Feedback-Kultur angeht.

00:16:09: Junge Menschen brauchen schneller Rückmeldungen!

00:16:12: Ist es ein Generationenthema?

00:16:15: Es ist ein Teil des Zeitgeistes und natürlich sind auch ältere Menschen, zähle ich mich auch, ich gucke auch ob jemand meine Nachricht schon gesehen hat oder ob er schon hätte antworten können.

00:16:24: Wer

00:16:25: nicht?!

00:16:26: Die Ungeduld aufgrund der Möglichkeiten schleicht sich natürlich ein aber es macht immer noch einen Unterschied weg, wenn man und vergleicht es gar nicht mit dem, wie's früher war.

00:16:35: oder hat man diesen Vergleich?

00:16:36: Und deswegen ein anderes Verständnis.

00:16:39: Ich bleib da gerne noch mal einen ganz kleinen Moment hängen sozusagen weil wir haben ja auf der einen Seite so was wie Periodeffekte oder sagen wir mal Zeitgeistphänomene die wirken auf alle Menschen eigentlich nur auf die Jungen nur vielleicht in unterschiedlicher Art und Weise und Wucht.

00:16:54: Wir haben sowas wie auch Alterseffekte dass man sagt grundsätzlich sind Menschen mit zwanzig im Bezug auf ihre Entwicklung noch anders unterwegs, was jetzt Kommunikation betrifft als ein Mensch von siebzig.

00:17:07: Und dann gibt es natürlich auch nochmal andere Konzepte wie Lebensphasen.

00:17:11: Es macht einen Unterschied habe ich Kinder, hab' ich kleine Kinder, habe gar keine Kinder und so weiter.

00:17:16: inwieweit berücks- oder gelingt es euch diese differenzierte Diskussion überhaupt zu transportieren?

00:17:24: Die öffentliche Debatte, um nochmal dieses Wort Diskurs in den Mund zu nehmen ist ja doch oft sehr zugespitzt und sehr einfach und sehr einseitig.

00:17:33: Also für diese Differenzierungen bleibt in der Öffentlichen-Depazel oft wenig Raum.

00:17:38: In der Studie machen wir das ganz bewusst.

00:17:40: Wir gucken nach bestimmten Zielgruppen innerhalb der... ...in unseren Studien haben wir übrigens nur Altersgruppen.

00:17:48: Also unsere Trendstudien arbeiten kaum mit den Begrifflichkeiten alpha z x y aufgrund der Wissenschaftlichkeit.

00:17:57: Aber wir gucken dennoch innerhalb dieser Gruppe, ob es jetzt Menschen mit Kind oder ohne Kind die in Ausbildung Studium oder in der Erwerbssättigkeit, ob's da Unterschiede gibt und das sind dann genau solche... Das ist nicht der umfassende Lebensphasenbegriff aber genau hier stecken oft die Details, die dann interessant sind.

00:18:17: Nach Subgruppen gucken.

00:18:19: Wenn du wir sagst, magst du noch mal ein Wörtchen zu dem Wir sagen?

00:18:21: Weil bis jetzt habe ich immer dich adressiert als Simon der Jugendforscher.

00:18:27: Wer steht hinter dem Wir?

00:18:29: Genau!

00:18:30: Seit zweitausend... seit zwanzig zwanziger eigentlich hab' ich mich auf die Such gemacht mit wem könnte ich das weiter führen um um stärker, fundierter zu sein.

00:18:41: Und habe mich erfreulicherweise mit Klaus Horlmann zusammengetan.

00:18:45: Wer ihn nicht kennt, hat die letzten fünf Jahrzehnte die Jugendforschung in Deutschland geprägt und die Shell-Jugendstudie großgemacht.

00:18:54: Das war ... Mit ihm hab ich angefangen, die Coronazeit zu dokumentieren.

00:18:58: Damals sogar im halbjährlichen Tonus.

00:19:01: Im Winter ging's den jungen Menschen immer schlechter im Sommer wenn die ... Restriktionen gelockert wurden, gings ihnen wieder etwas besser.

00:19:10: Das war eine spannende Phase und wir haben dann aber auch noch zusätzlich den Dr.

00:19:14: Kilian Hampel hinzugenommen von der Unikonstanz und mittlerweile die Professorin Nina Kollek von Potsdam.

00:19:21: Und jetzt sind wir ein ziemlich eingeschworenes Autornteam und diese verschiedenen Sichtweisen bringen natürlich auch nochmal Spannend ist, wenn wir Autoren Sitzungen haben.

00:19:33: Was liest du in den Daten?

00:19:35: Wie können wir auch die internationale Anschlussfähigkeit unserer Forschung gewährleisten?

00:19:42: Das sind jetzt nicht Dinge, die ich aus meinem Background mitbringe aber wo ich mich wiederum freue, wenn andere das mit einbringen und wir hier eben unsere Studie auch methodisch auf nochmal einen anderen Level heben können.

00:19:55: Ich hatte hier auch Aladin Elma Falani, der ja letztes oder vorletztes Jahr das Buch rausgebracht hat.

00:20:00: Kinder eine Minderheit ohne Schutz.

00:20:02: Inwieweit seid ihr mit ihm?

00:20:03: Oder mit dem Soziologischen Institut da im Austausch gewesen?

00:20:07: Weil es ging sehr dezidiert auf jüngere Zielgruppen ein und inwieweit die vernachlässigt werden in öffentlichem Diskurs auch.

00:20:18: Also meine Kollegin Nina Kollek ist eng im Austauch mit ihm Und auf diese Weise, sie bringt sehr viel aus dieser Forschungs-Szene mit rein.

00:20:28: Okay also ein Rundumblick und es gibt eine.

00:20:32: eure neueste Studie so meine Recherchen sind lautet Jugend unter Druck und vielleicht magst du mal Du hast das ja im Eingang schon so schön gerahmt.

00:20:42: Was ist denn der Druck Simon?

00:20:44: Unter dem die jungen Menschen ich nenn's mal so bewusst etikettiert?

00:20:50: unter welchem Druck stehen jugendliche heute oder junge Erwachsene

00:20:54: auch.

00:20:55: Am Ende in den Medien kam eine Zahl besonders häufig vor, und zwar die einundzwanzig Prozent jungen Menschen, die planen ins Ausland zu gehen.

00:21:03: Und das hat uns hellhörig gemacht!

00:21:06: Das war... Die Frage haben wir zum ersten Mal gestellt und waren selbst überrascht.

00:21:10: Wow, das ist krass!

00:21:11: Also einundwarzig Prozent überlegen, ins Auslands zu gehen?

00:21:15: Und einund zwanzig haben konkrete Pläne.

00:21:18: Was steckt da

00:21:18: dahinter?!

00:21:22: trifft dieser Druck denn eigentlich zu.

00:21:25: Jetzt haben wir verschiedene Dimensionen, man muss nicht gleich ins Ausland gehen wenn eigentlich alles super wäre oder wenn man das Gefühl hat es passt was nicht.

00:21:35: aber wenn wir wollen können wir das ja ändern.

00:21:38: und diese schwierige Situation was den Druck und auch so ein bisschen die Ausweglosigkeit hier in dem Raum rückt ist Das junge Menschen, das Gefühl haben ihre Bedürfnisse zählen einfach nicht.

00:21:52: Und es wäre alles schön und gut wenn die Bedürfen, wenn's denen einfach nur gut ginge.

00:21:56: Aber in den letzten Jahren, wenn wir mal auf Sorgenranking schauen, dann steht ganz oben der Krieg, auf dem haben wir relativ wenige Einfluss aber er macht medial etwas.

00:22:08: Er trägt zu diesen Dauerkrisenmodus bei.

00:22:11: Das junge menschen, dass Gefühle haben oh... Nicht einfach!

00:22:16: Dann kommt aber etwas Druck.

00:22:18: stärken das dazu, nämlich das Thema Wehrpflicht.

00:22:21: Dass hier die Regierung eine Wehrplicht einführt für junge Männer bei denen bei jungen Menschen allgemein ankommt.

00:22:31: wir sollen das große Problem Kriegssituation ausbaden.

00:22:36: warum die anderen nicht auch?

00:22:37: Warum nur junge Männer in dem Alter?

00:22:39: Warum nicht die anderen Altersgruppen auch?

00:22:42: Das ist ein Teil von diesem Druck.

00:22:45: Die persönliche Lebenssituation leidet ganz stark unter der schwierigen finanziellen Situation.

00:22:53: Natürlich gibt es immer ein paar, die ins finanzielle Gut gilt und die gut erben und die gar keine Probleme haben finanziell.

00:22:59: aber das ist mittlerweile sehr verbreitetes Thema dass junge Menschen Angst haben sie Rechnungen nicht bezahlen zu können künftig sich auch Wohnraum nicht leisten zu können und dadurch in ihren in ihrer Perspektive stark eingeschränkt sind, dass sie sich fragen haben wir in Deutschland eine Perspektiv auf einen lebenden Wohlstand.

00:23:24: Wäre halb so wild wenn die Wirtschaft brummen würde und die Gehälter sagen ja Du hast doch keine Sorgen, also wir zahlen hier so viel.

00:23:32: Da kannst du dir locker Wohlstand

00:23:34: leisten.".

00:23:35: Aber gerade auch junge Menschen die heute das Gefühl haben Wir haben noch alles richtig gemacht!

00:23:39: Wir haben Informatik studiert zu einer Zeit wo es gesagt hat Studierst du informatik?

00:23:44: Hast du einen sicheren Job?

00:23:45: Dann kommt KI und plötzlich sagen Unternehmen Sorry Leute aber Das was ihr uns programmieren würdet lassen wir uns jetzt von KI machen.

00:23:54: Und es ist ein Massenphänomen, dass junge Menschen nach der Uni einen Job suchen keinen finden und viele noch mal mit einer Ausbildung anfangen in der Hoffnung, dass sie dadurch bessere Jobschausen haben.

00:24:08: Also auch das ist so diese Druckperspektiven schwierige Situation.

00:24:14: Viele können sich's nicht leisten zu Hause auszuziehen.

00:24:17: junge Menschen bleiben länger zu Hause leben.

00:24:20: sieht man das jetzt schon statistisch, also dass der Alter höher ist in dem Jugendliche oder junger Erwachsene ausziehen?

00:24:28: Wir haben immer diese Mischung aus E-Viden und Beteiligungsformaten sehen.

00:24:37: In unserer Statistik haben wir es noch nicht aber Also auch Deutschland nimmt im internationalen Vergleich jetzt mit den Ländern wie Spanien oder Italien holt Deutschland langsam auf, dass junge Menschen länger zu Hause bleiben.

00:24:54: Ein weiterer und wahrscheinlich letzter sehr gewichtiger Punkt aber mit diesem Druck ist auch die psychische Gesundheit.

00:25:01: wir haben leider krasse Zahlen das neunundzwanzig Prozent des Gefühl haben mit ihren mentalen Belastungen ohne professionelle Hilfe nicht mehr klarzukommen Und, ähm...sechzehn Prozent sind in Behandlung.

00:25:16: Das sind schon hohe Werte und die Hemmen wie junge Menschen durchs Leben gehen, wie sie in die Zukunft blicken.

00:25:25: Und der Ausblick dass KI die einerseits das Denkvermögen verkümmern lässt und andererseits die Möglichkeiten einschränkt, wie man in einem Beruf Fuß fassen kann.

00:25:38: Ob man überhaupt noch den Wert hat?

00:25:40: Also das ist so diese Gemängelage... Wir haben es Zukunft unter Druck genannt, die sich darin aufgingen.

00:25:48: also eufach ist es der Dalger sagt aber Aber wir haben auch ganz tolle Beispiele getroffen.

00:25:58: In unserer Pressekonferenz hat Darius Göttert dabei, der Young Founders Network aufgebaut hat.

00:26:05: Es gibt ganz toll junge Menschen die wirklich was voran bringen.

00:26:08: aber es gibt auch viele, die sagen ich glaube nicht mehr dran!

00:26:11: Auch in den politischen Präferenzen wirkt sich das ja auf, die sehr stark nach rechts und links geht Errudiert.

00:26:21: Letzten Ende ist da an der Stelle auch wieder nur ein Abziehbild von den gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, ich habe gerade die Tage noch mal ein Interview gehört mit Sönke Neitzel dem Militärhistoriker, der dann auch zum besten gab also ich glaube sie war jetzt schon bisschen älter auch das ungefähr auch um die zwanzig Prozent der Menschen der jungen Menschen im Zweifelsfall bereit wären ihr Land zu verteidigen.

00:26:42: und dass natürlich schon eine harte Aussage wenn wir sagen ungefähr so viele Menschen die junge Menschen die auswandern würden oder bereit sind, ins Ausland zu gehen wie die, die das Land verteidigen wollen.

00:26:54: Das heißt da ist ja irgendwo ein Druck.

00:26:56: Da ist vielleicht auch so dieses Gefühl von wir sollen hier eine Suppe auslöpeln, die wenig eingebrockt haben.

00:27:02: großes Thema und mit diesem Druckgefühl was du beschreibst kommen sie jetzt in die Arbeitswelt rein.

00:27:12: Die Sorgen durch KI, die vielleicht auch Enttäuschung.

00:27:16: Dass man sagt wie du das alles richtig gemacht und trotzdem geht es sich nicht aus.

00:27:20: Was erleben denn Menschen?

00:27:22: Gehen wir jetzt mal vom besseren Fall aus, dass sie eben einen Job finden.

00:27:26: Es ist ja immer noch also die Mehrheit!

00:27:29: Wir wollen's jetzt auch nicht medial stärker und düsterer zeichnen als das ist.

00:27:33: aber Sie kommen ins Unternehmen.

00:27:36: Wo besteht in eurer Beobachtung so der stärkste Clash of Culture Moment?

00:27:41: Also was erleben die Menschen, die jungen Menschen wenn sie reinkommen.

00:27:45: An welcher Stelle werden Sie enttäuscht?

00:27:47: vielleicht auch?

00:27:50: Die Enttäuschung... Ich würde gar nicht so sehr von Enttäuschung sondern mit den... also man kommt mit gewissen Erwartungshaltungen rein.

00:27:59: junge Menschen brauchen, ich habe es vorhin schon mal gesagt, brauchen mehr Feedback.

00:28:03: Sie brauchen schneller Feedback weil sie gewohnt sind häufig ihre Entscheidungen durch schnelles Feedback zu validieren.

00:28:09: also wer... Ich poste was und ich bekomme aus meiner Gruppe sofort eine Rückmeldung.

00:28:14: Pastus-Pastus nicht und das wird gewisserweise auch die Denkweise wie ich Entscheidungen treffe.

00:28:21: Und viele Ausbilderinnen oder Führungsrefte sind damit erstmal überfordert weil sie früher anders geführt haben weil man sagt, okay ich habe das gelernt.

00:28:30: Das traue ich mir selber zu.

00:28:32: Ich kann das aushalten diese Entscheidung so selbst zu treffen.

00:28:36: und wenn jetzt... Und wenn das nicht ausgesprochen wird warum es jungen Menschen so wichtig ist dieses schnelle Feedback zurückgekommen dann kann man sagen ja die sind nicht so motiviert oder die sind also.

00:28:51: dann bekommen junge Menschen gerne ein Stempel der eigentlich gar nicht zutreffend ist, weil wir uns nicht die Mühe gemacht haben zu verstehen.

00:28:58: warum ticken sie an der Stelle anders und wie kann ich Sie so führen dass Sie motiviert sind.

00:29:05: Und es heißt nicht unbedingt das ich ständig sofort Feedback gebe aber dass wir sprechen drüber.

00:29:12: wann kannst du von mir Feedback erwarten?

00:29:14: in welchen Situationen ist es sehr wichtig?

00:29:16: Und am Ende kommt's darauf an dass wir gut kommunizieren.

00:29:22: wenn Menschen Egal, welcher Art von Unterschiede zusammenarbeiten geht es meistens darum.

00:29:28: Gute Kommunikation

00:29:29: hilft

00:29:30: für ein besseres Miteinander.

00:29:32: Okay also Feedback das ist schon mal ganz wichtiges Thema.

00:29:35: du würdest sagen da spielen soziale Medien eine große Rolle is ja absolut einleuchten.

00:29:40: was ist mit dem Verständnis auch vielleicht von Erziehung von dem miteinander mit den Eltern?

00:29:46: Also wir erleben ja heute auch ne Generation.

00:29:48: Kann das als Mutter von jungen Erwachsenen, Kindern auch ein Stück weit aus der Insicht bestätigen?

00:29:56: Also dass wieder hier die Anekdote die berühmte.

00:30:00: Dass wir vielleicht auch ein anderes Verständnis haben von Beziehung zu den Kindern, dass da viel mehr Austausch stattfindet.

00:30:06: Inwieweit prägt auch das in der Arbeitswelt?

00:30:08: oder würdest du sagen, was sie durch soziale Medien erleben ist deutlich eindrücklicher?

00:30:17: Das passieren jetzt gerade unterschiedliche Sachen.

00:30:20: Das eine ist die Erziehung.

00:30:22: Ja, hat sich natürlich verändert und das drückt sich ganz besonders darin aus wie junge Menschen mit Regeln zum Beispiel umgehen.

00:30:32: also Eltern geben eine Regel vor.

00:30:34: und das erste was junge Menschen tun sie sind ja häufig partizipativ erzogen worden du sollst auch deine eigene Meinung haben.

00:30:40: ja gut warum ist die wichtig?

00:30:42: sagt

00:30:43: hier wer

00:30:45: Warum, warum wollt ihr das heute dieses Wochenende machen?

00:30:48: Wir wollen aber was anderes machen.

00:30:49: Also es ist sehr viel kollegialer in die Entscheidungen entstehen und genau das trifft natürlich dann auch Führungskräfte, die sich fragen hey, warum kann ich nicht einfach mal eine Ansage machen?

00:31:01: und dann isst es so Und da, da kickt... Was anderes, was übrigens auch Schwierigkeiten bereitet.

00:31:10: Das ist wie durch Social Media das Gefühl von Normalität geprägt wird.

00:31:15: wenn ich in einen Bewerbungsgespräch oder in die Gehaltsverhandlungen gehe und das Gefühl habe, es ist normal dass alle anderen auch das oder jenes bekommen.

00:31:23: Und...und das ist ein...ein medial gehyptes Bild von Idealforstellungen, die aber gar nicht wirklich unbedingt der Realität entsprechen dann muss sich als Arbeitgeber mit diesem...mit diesem Scheinbild arbeiten und muss gewisserweise im Realitätsabgleich machen.

00:31:44: Das funktioniert aber nicht, indem ich sage hey du mit deinen Vorstellungen kommen wir frei nicht weiter.

00:31:49: das ist voller Bullshit und Quatsch.

00:31:53: Also wissen wir auch, gerade auch du wenn du Kinder hast mit Konfrontation und drunter machen kommst du nicht weiter.

00:32:01: Du musst erst mal woher hast du dieses Bild?

00:32:05: Warum glaubst du das normal ist um dann dahin zu kommen wovon glaubst hängt es ab wie viel wir zahlen können was tatsächlich normal ist.

00:32:15: also so eine Bewusstseinsreise mit jungen Menschen gestalten dass wenn sie am Ende rausgehen aus dem Gespräch, dass sie das erhobenen Hauptes tun können und sich nicht denken, Sie haben sich hier jetzt gerade über den Tisch ziehen lassen.

00:32:28: Okay, das ist spannend.

00:32:29: Weil da geht es ja auch wieder in Verhandlungen und darum gemeinsam zu einer Lösung zu kommen und nicht das Gegenüber runterzuputzen, weil dann ist der Ausgang ... dass es eine gute Lösung gibt relativ gering.

00:32:40: Was du sagst find ich spannend, weil dieser Referenzpunkt alle anderen dürfen, alle in der Klasse haben schon, das is so alt wie die Geschichte der Menschheit überhaupt.

00:32:49: Das hast Du wahrscheinlich schon gemacht, das hab' ich schon gemacht.

00:32:52: Das war wahrscheinlich immer eine Argumentation.

00:32:54: nur was sie heute präsentiert

00:32:56: bekommen.".

00:32:57: und vermittelt durch soziale Medien ist natürlich nur ein ganz bizarrer Ausschnitt einer noch nicht mal Realität oder einer Scheinwelt.

00:33:06: Und wie begegnet man mit dem?

00:33:08: Also, weil mit Argumenten allein ist es da wahrscheinlich ja auch schwer getan, oder?

00:33:14: Ich habe das jetzt als eine Bewusstseinsreise bezeichnet – ich möchte einen kleinen anderen Aspekt mit reinbringen.

00:33:22: Ich versuche, ich habe drei Kinder die jetzt beim nächsten steht dann bald der Übertritt an in die Fünfte.

00:33:31: Ich werbe dafür dass wir künftig in Deutschland die Möglichkeit haben in der fünften Klasse sich eine auszusuchen, die Smartphone frei in die weiterführende Schule startet.

00:33:41: also Wir haben wir sehen sechzig Prozent der vierzehn bis neunzwanzig Jährigen haben suchthaftes Smartphone Nutzungsverhalten Und ein ganz wichtiger Schritt dahin wird sein, die analoge Erfahrungswelt junger Menschen zu stärken, indem wir die Digitale ein wenig nach hinten verschieben.

00:34:01: Ich möchte niemandem mediale Medienkompetenz abstreiten und das kann man wunderbar auch separat machen.

00:34:07: aber – und das ist leider auch die Erfahrung sämtliche Eltern sagen mir – der Tag an dem mein Kind ein Smartphone bekommen hat war der Tag, an dem die unbeschwerde Kindheit vorbei

00:34:17: war.".

00:34:18: Und wenn wir das ein bisschen nach hinten rauszögern können, dann haben wir auch in dem Punkt über den wir gerade sprechen.

00:34:24: Also wie können wir da konstruktiv mit umgehen?

00:34:26: Ganz viel gewonnen.

00:34:28: Das war so dieser Dammbruch bei Corona plötzlich bitte nutzt es schon früher bleibt mit Freunden in Kontakt.

00:34:34: Medienzeitbeschränkungen nein aber wie macht man sowas wieder rückgängig?

00:34:38: und deswegen...

00:34:39: Gar nicht!

00:34:40: Ich sag an der Stelle wie an ähnlichen Stellen die Zahnpasta kriegst du nicht mehr die Tube gedrückt Die ist raus.

00:34:47: Die Frage ist halt, und das ist ja eine Diskussion.

00:34:50: Könnte man da ganze Folge nur dazu machen?

00:34:53: Kleiner Hinweis in die Richtung kommt demnächst auch eine Folge Wie geht man damit um?

00:34:59: mit sozialen Medien gerade mit jungen Menschen?

00:35:01: Und spannenderweise höre ich auch in meinem direkten Umfeld nicht nur meine Kinder immer mehr junge Menschen, die selbst sagen wir sind dafür dass es reglementiert wird und das finde ich beachtlich.

00:35:13: Also aus welchen Ecken auch kommt, sei es jetzt Tech

00:35:16: Bros.,

00:35:16: sei es junge Menschen die selbst sagen... Ich glaube da muss man vielleicht die Menschen vor sich selbst schützen.

00:35:22: ein Stück weit.

00:35:23: aber gut wir wollen uns hier nicht zu auf das Thema einschießen weil das könnten wir wunderbar machen.

00:35:32: Das Thema Leistung hat uns hier bei Good Work in den letzten zwei Folgen sehr intensiv beschäftigt und da kam natürlich die Gensie immer mal wieder dran vor.

00:35:40: Was kannst du uns denn empirischerseits dazu erzählen?

00:35:45: Wo sind wir vielleicht auch in einem Missverständnis unterwegs, wie ist es um das Leistungsbemühen des Leistungsverständes oder die Leistungsbereitschaft wirklich bestellt?

00:35:57: also interessant finde ich dass Das Leistung oder das Erreichen von Zielen, gerade bei den Jungen.

00:36:03: Also wenn wir jetzt in dieser Generationen Klaviatur bleiben bei AlphaZ viel stärker ausgeprägt ist als Motivation als jetzt bei den Älteren.

00:36:13: Es nimmt stark ab also dass sich ein Ziele zu erreichen es sehr stark motivieren für junge Menschen.

00:36:19: die Bereitschaft in Vollzeit zu arbeiten was ja häufig eine Voraussetzung für Leistung ist ist bei den jungen auch hoch, mindestens genauso hoch.

00:36:28: Wir hatten in unseren Generationen vergleichenen Studien U-Dreißig, Dreißig bis Fünfzig, Fünftig bis Sipzig und ist bei den Jüngsten sogar am höchsten.

00:36:38: jetzt kommt aber natürlich schon noch einen Unterschied und zwar ein junger Mensch und der.

00:36:46: das beißt sich leider mit der mit der Generation Betrachtung.

00:36:50: junge Menschen haben Corona erlebt.

00:36:52: sie haben erlebt dass eine Zukunft im Ruhestand keine sichere Bank ist.

00:36:59: Also ich leiste jetzt, ich baue mir etwas auf was ich zu einem späteren Zeitpunkt genießen kann und diese Erfahrung hat radikal verändert mit welchem Zeithorizont junge Menschen investieren in ihre Zukunft.

00:37:14: dieses the work life Balance die du mir versprichst am Ende meines Arbeitslebens ist nichts wert wenn nicht weiß ob in zwei oder fünf Jahren der Laden den Bach runtergeht.

00:37:24: Und deswegen ist es so stark in dieses jetzt mit reingekommen, was dazu führt dass junge Menschen als Top Benefit und übrigens nicht nur die Jungen sind die Älteren auch dabei bezahlte Überstunden haben.

00:37:39: Der Leistungsbegriff der in vielen älterer Köpfen steckt ist ja wenn eine Aufgabe nicht erledigt ist dann bleibt solange bis sie gemacht ist.

00:37:48: Wenn morgen eine Abgabe ist dann bleib so lange bis die Abgabe fertig ist Und bei vielen jüngeren Menschen kommt, wenn du möchtest dass sich so lang bleibt dann bezahl mich dafür.

00:37:59: Sag mir das vorher und erwarte es nicht einfach weil auf meinem Vertrag steht was anderes.

00:38:05: also wir können nicht einfach erwarten dass ein Leistungsbegriff altersgruppenübergreifend derselbe ist.

00:38:12: und hier haben wir auch wieder häufig so einen konfliktpunkt wenn wenn wir könnten genauso gut leistungen durch pünktlichkeit austauschen wenn wir in einem Meeting Pünktlichkeit erwarten, aber nicht definiert haben.

00:38:25: Was verstehe ich unter Pünkligkeit?

00:38:27: Ist es die akademische Viertelstunde?

00:38:29: ist das um Punkt pünktlich da sein oder ist es eigentlich schon fünf bis zehn Minuten früher da sein, um noch ein bisschen dieses Miteinander zu genießen?

00:38:38: und genau dieses Defizit gilt es intims häufiger zu klären.

00:38:42: was verstehe Ich eigentlich unter dem Begriff?

00:38:46: Und das ist was ich methodisch dann auch immer raus arbeite.

00:38:48: also wann is Was ist euer Verständnis, dass wenn jemand Neues reinkommt zum Beispiel von guter Qualität?

00:38:56: Damit dieses Ergebnis das wir am Ende des Tages oder am Ende eines Prozesses abgeben an die nächste Team oder den Kunden.

00:39:03: Das es unseren gemeinsamen Ansprüchen entspricht.

00:39:08: Jetzt war schon immer eine gute Idee als Führungskraft das vorzuleben, was man predigt.

00:39:13: Inwieweit ist das bei vielleicht jüngeren Generationen noch viel wesentlicher?

00:39:19: Also inwieweit gucken die noch kritischer hin?

00:39:22: weil sie eben vielleicht gewohnt sind auch durch ihr Verständnis von Miteinander mit ihren Eltern und überhaupt als ernst zu nehmen der Partner am Tisch sitzend dass sie noch genauer noch kritisch hinschauen.

00:39:32: wie verfällt sich denn jetzt hier meine Führungskraft und warum sollte ich Tag ins Büro kommen, wenn er oder sie nur was weiß ich zwei Tage im Büro ist.

00:39:41: Oder wir können das jetzt sind jetzt Beispiele.

00:39:43: Können das durchdecklinieren?

00:39:44: Aber inwieweit ist dieses Vorleben vielleicht für diese Generation noch relevanter?

00:39:51: Also es sind jetzt zwei Herzen meiner Brust.

00:39:53: einerseits hat sich hier nicht viel verändert.

00:39:55: das vorzuleben was man erwartet war immer schon richtig allerdings doch ein bisschen.

00:40:02: was verändert, dass junge Menschen sehr auf das Thema Augenhöhe achten.

00:40:07: Also warum nimmst du dir Dinge raus die du uns nicht zugestehst?

00:40:10: Also früher hätte man vielleicht eher noch gesagt okay Hierarchie ja der darf das halt oder die darf es halt und dafür schwindet bei jungen Menschen zunehmend die Akzeptanz.

00:40:23: wirklich statistisch kann ich dir das nicht exakt belegen.

00:40:28: Wir wissen, dass das Thema Augenhöhe einen ganz hohen Stellenwert hat bei jungen Menschen und also in diesem Zusammenwirken ist es total logisch erklärbar.

00:40:37: Aber ich kann dir nicht sagen genau so haben die darauf geantwortet weil es damit in der Form nicht abfällt.

00:40:43: Aber eine Beobachtung hast du auch in der Richtung.

00:40:45: Das wäre ja auch noch mal spannend zu sehen, inwieweit man vielleicht aus der Perspektive junger Menschen sich an so ne Hierarchiestufe oder an einem bestimmte Führungsrolle nicht automatisch sogenannte Verhaltensprivilegien vielleicht koppeln?

00:40:58: Was wir in älteren Generationen vielleicht Nulands Wohlends irgendwie hingenommen haben?

00:41:04: und das bringt mich zum nächsten Punkt nämlich wie ist es denn um die Lust, Verantwortung zu übernehmen bestellt.

00:41:10: Auch da gibt es ja immer wieder das Narrativ die wollen keine Verantwortung übernehmen.

00:41:15: Die wollen keine Führungsrolle anstreben.

00:41:17: vielleicht kannst du dazu was sagen?

00:41:20: Ich bin extra für unseren Talk noch mal in die Daten reingegangen und habe unterschieden nach bei denen die Berufstätig sind, in welchem Maß sie schon Verantwortungsrollen einnehmen.

00:41:35: Und fast fünfzig Prozent haben eine Rolle, in der Sie Verantwortung übernehmen, sei es für einen Projekt oder für einen Team, für eine Abteilung, Geschäftsführungen oder für sich selbst und ihre selbstständige Tätigkeit.

00:41:49: Also wir haben über fünfzig prozent fast den jungen Menschen, die die schon in Verantwortung sind.

00:42:00: Ich habe letztens einen Workshop gemacht mit jungen Menschen.

00:42:04: Mit der Frage, ob sie sich wie sehr sie bereit wären eine... In dem Fall war es jetzt bei einer Bank eine Filialeitung zu übernehmen Und für ein paar von denen war das total klar, ich möchte das.

00:42:17: Das ist ein erklärtes Ziel vor mir.

00:42:19: Andere haben gesagt, ich weiß dass ich eine andere Rolle möchte aber interessant war dieser große Mittelteil von jungen Menschen die sich grundsätzlich zugetraut haben, damit ich es mir eher zutrauen kann fehlt mir insbesondere die Kompetenz im Umgang mit Konflikten schwierige Themen ansprechen.

00:42:39: Also gerade so Dinge wie persönliche Kommunikation, mit kritischen Situationen kommunikativ umgehen was junge Leute die stärker digital kommunizieren in real life nicht zu häufig ertragen müssen?

00:42:54: Die sich vielleicht auch aufgrund weniger Engagement in Vereinen wo sie auch solche Führungsrollen früher schon mehr geübt haben einfach auf dem Kasten hatten.

00:43:05: Also wir haben schon, wir konnten uns früher als Gesellschaft mehr darauf verlassen dass ein paar von diesen Führungskills einfach durch das normale Leben und Aufwachsen.

00:43:16: Es ist ja normal, dass jeder in irgendeinem Verein ist und dann mal so eine Rolle vielleicht annimmt und das dann mitbringt ins Unternehmen Und da können wir uns mittlerweile weniger drauf verlassen.

00:43:29: Ja, genau.

00:43:30: Ich bring's mal ein bisschen auf den Punkt.

00:43:32: Würde ja fast zu der Spitzen-Tese führen digital, kritikfähig oder konfliktbereit vielleicht sogar weil ich meine da fliegen echt auf die Fetzen erleben sie auch.

00:43:43: und analogen eher auf Kuschelkurs also eher auf Harmonieorientierung.

00:43:47: Also zumindest bist du jetzt ehrlicherweise nicht der erste wo ich das höre.

00:43:51: aber ich finde es eine super spannende Diskussion.

00:43:54: inwieweit klaffen da auch Realitäten auseinander?

00:43:57: das was wir im digitalen Erleben, wo ja mit Hate Speech und so weiter wirklich nicht mit feinem Besteck gearbeitet wird.

00:44:05: Dass aber in einer eins zu eins analogen Realität überhaupt nicht standhält also dass man da viel mehr auf Harmonie ist, auf Konsens aus ist

00:44:15: oder Konflikten einfach aus dem Weg geht?

00:44:17: Aus dem Weg!

00:44:18: Genau!

00:44:18: Unter

00:44:19: Umständen auch durch das Ablehnen einer Führungsrolle weil man weiß, da wäre man einer solchen Situation häufiger exponiert Und fühlt sich noch nicht gewappnet dafür.

00:44:29: Ja, auch spannend!

00:44:34: Also das heißt mit anderen Worten ist es nicht so dass generell die Verantwortungslust nicht bestünder aber es geht eher in die Richtung erklär's mir gut und bereite mich vor oder ich muss mich vorbereiten.

00:44:47: Ja also hilft mir zu verstehen wenn der Arbeitgeber versteht nachfragt Was sind die Fähigkeiten, die du noch brauchst?

00:44:56: Damit du dir den nächsten Schritt zutraust.

00:44:58: Aber das sind aber eigentlich auch Leadership Basics.

00:45:02: im Gespräch sein gucken wie kann ich einen Menschen weiterentwickeln fordern nicht überfordern fördern Talente erkennen.

00:45:10: also da geht es nicht um was grundsätzlich Neues aber Es hat sich eben durch die gesellschaftlichen Verschiebungen die Relevanz noch gestärkt.

00:45:20: Inwieweit?

00:45:22: Du hast eben schon gesagt, das fand ich ganz interessant.

00:45:24: Das Thema Work-Live Balance ist wollen wir jetzt auch nicht so irgendwie in so einer Ecke stellen von wegen dass jeder der das apostrophiert quasi Leistung abrollt ist.

00:45:33: So kann man es ja sicherlich nicht übersehen.

00:45:35: aber wenn man mal die Spannung aufmacht zwischen dem was Gemeinsinn ausmacht also wie viel bringe ich hier mit zur Party um das gemeinschaftliche zu unterstützen.

00:45:44: und wie stark bin ich eher unterwegs das System für mich selbst zu optimieren.

00:45:48: Also möchte ich auch mehr, vielleicht auch Autonomie?

00:45:52: Wo bewegen sich da jüngere Generationen, jüngerer Alterskoorden?

00:45:59: Ich habe die Sorge dass wir es dem Zufall überlassen immer mehr dem Zufall überlassen ob junge Menschen sich für ein Wir einsetzen und einbringen.

00:46:10: Ich hab das letztens auf LinkedIn gepostet.

00:46:12: Das ist dieses, was Eltern immer häufiger berichten wenn du als Kind losgehst und fragst hey Freunde können wir zusammen spielen?

00:46:20: sorry keine Zeit bin am Zocken oder man traut sich gar nicht mehr bei den Freunden zu klingeln weil sie ja wahrscheinlich etwas anderes weiß es sich selbst beschäftigen.

00:46:29: Und dann kommt so so schönen Statements.

00:46:33: ich bin froh dass ich in einer Klasse bin wo's noch ein paar andere gibt die nicht nur am Handy abhängen.

00:46:39: Das hat mit der Frage, die du gestellt hast zu tun weil junge Menschen sehr stark in ihre Bubbles abdriften und wir es nicht einfordern dass sie sich mit anderen Menschen und dem gemeinschaftlichen Bier auseinandersetzen.

00:46:53: Ich habe das gerade schon gesagt Vereine haben weniger Zulauf.

00:46:56: wenn's dann geht ob man sich weiter engagiert wird schwieriger da den Nachwuchs für die Vereine zu finden.

00:47:05: Und ich bin auch Verfechter davon, dass wir nicht den Wehrdienst sondern den Gemeinschaftsdienst haben.

00:47:14: Der für alle gilt das wir junge Menschen wieder ranführen an was ist denn das wir eigentlich stärken wollen?

00:47:21: und also da haben wir als Gesellschaft ein echtes Defizit.

00:47:25: Wir definieren es nicht.

00:47:27: Zusammenhalt in einer Kommune ist dem Zufall überlassen.

00:47:31: Das sollte doch eigentlich nicht sein.

00:47:33: Wir erwarten von Menschen, die neu in unser Land kommen, dass sie sich integrieren aber wir bieten gar keine so richtige Integrationsgruppe mehr.

00:47:41: Gottesdienst Fußballverein funktioniert für einige noch für die Jungs Aber ansonsten was sind denn so die... Also natürlich haben ganz tolle Vereine und machen super Arbeit.

00:47:54: Es wird weniger gelebte Kultur Du gehst in die Schule Und natürlich geht man auch in einen Verein.

00:48:00: Wenn es dir keinen Spaß machen muss, musst du nicht machen.

00:48:02: Sorry!

00:48:04: Idealerweise würde das ja aus der Gesellschaft herauskommen.

00:48:07: nur offensichtlich ist das eben nicht mehr so.

00:48:09: diese Strukturen erodierend ein Stück weit.

00:48:11: also müssen wir das Thema neu diskutieren und wir leben jetzt auch wirklich in der Arbeitswelt.

00:48:17: inwieweit da dieses... diese Polarität zwischen Gemeinsinn und Autonomie total clasht.

00:48:25: Das zeigt sich dann zum Beispiel an so Themen wie, bin ich bereit ins Büro zu gehen oder nicht?

00:48:31: Wobei ich dachte die Leute nicht unterstellen will das ist alles nur optimierer sind.

00:48:35: aber da sind ja so Platzhalterthemen an denen man so ein Stück weit das sehen kann.

00:48:40: Du hast wunderbar zu gut Work.

00:48:41: und zwar es hat sich die Erwartungshaltung wenn ich schon den Weg zur Arbeit gehe was bietet mir ... das Arbeiten an meinem Arbeitsplatz, am Mehrwert.

00:48:52: Und wenn ich dieses Vier... Also wenn ich es nicht mit einem Vier auflade,... ... dann sagt man am Ende des Tages also allein von meinem Bildschirm sitzen hätte ich zu Hause auch oder sogar besser können, hätte keine Ablenkung gehabt.

00:49:05: Schaffe ich dann auch ganz gezielt miteinander Gelegenheiten, dass dieses Viers im Team auch entstehen?

00:49:12: Ich habe viel zum Thema Zusammenhalt und Mitarbeiterbindung gearbeitet und gecoached.

00:49:18: Und wir brauchen mehr von diesen Gelegenheiten und mit Remote Work noch klarer definieren, an welchen Tagen kann ich erwarten dass andere auch da sind.

00:49:26: Und das man dann nicht nur nebeneinander arbeitet sondern auch miteinander was macht was uns weiter bringt.

00:49:32: Ich strapazier da ja gerne, auch wenn ich vortrage zu dem Thema halt das Bild der Silent Disco.

00:49:36: Da ist es eigentlich eine Silent Discos die was sie Menschen in den Unternehmen stattfinden.

00:49:41: jeder sitzt im eigenen Musik Tunnel und tanzt sein eigenes Lied nebeneinander her.

00:49:46: Das hat mit Gemeinsam wenig zu tun.

00:49:49: müssen wir uns bestimmte Dinge nicht vornehmen?

00:49:55: Was sind Wirklich Motivationsfaktoren für junge Menschen, ist es das Thema Sinnorientierung?

00:50:02: Sind es die klassischen Karriere-Inkredienzen, die Menschen motivieren, junge Menschen motiviert dann doch eben die Extrameile, die Berühmte zu gehen.

00:50:13: Was sind Dinge, die sie motivieren?

00:50:17: Also wenn wir auf Deutschland schauen und junge Menschen sagen was hat Deutschland mir gegeben ich bin Deutschland nichts schuldig?

00:50:26: Dann haben wir genau das Gegenteil geschafft.

00:50:28: Gucken wir in unsere Statistik, dann steht im Motivations-Ranking für Leistung das Thema Geld ganz oben.

00:50:34: aber Geld und das weiß jeder der führt ist kein toller Motivator, der für die extra Meile andauernd motivieren kann sondern das erklärt sich eigentlich eher daraus dass eben diese Verunsicherung, diese starke Unsicherheit Geld ist Synonym für Sicherheit.

00:50:54: Damit ich gut arbeiten kann, brauche ich den Kopf frei.

00:50:58: Dass sich mich nicht um diese Art von Sicherheit kümmern muss.

00:51:03: An zweiter Stelle steht immer der Spaß.

00:51:06: Wenn Arbeit Spaß macht dann muss ich mich nicht dafür motivieren Dann mache es eh gern.

00:51:11: und wenn Arbeit Spaß Macht dann bleibe Ich auch gerne länger wenn ich mich wertgeschätzt fühle.

00:51:16: Und das sind Klassiker die aber halt nicht aus der Mode kommen.

00:51:20: Es lohnt sich mit Menschen gemeinsam zu gucken, wann macht ihr Arbeit keinen Spaß?

00:51:26: Was sind so die Bremsen im Arbeitsalltag und wie können wir genau diese angehen.

00:51:32: Und eine gute Führungskraft guckt nicht und sagt er also überlässt nicht dem Zufall sondern schaut genau.

00:51:41: Gibt es im Moment etwas was gerade diesen Spass, diese Zufriedenheit im Team bremst und anstatt zu sagen ich kümmere mich um all das einen in der Gruppe gemeinsam sichtbar machen, was das ist.

00:51:54: Gemeinsam priorisieren und dann schauen wie können wir genau dafür Top eins, top zwei direkt auch mal Lösungen finden?

00:52:02: Jetzt bist du als leadership coach ja mutmaßlich auch relativ häufig direkt unmittelbar in der Arbeitswelt unterwegs.

00:52:09: Wie scharf ist denn wirklich dieser Generationenkonflikt?

00:52:12: also ist er vielleicht medial überhöht?

00:52:14: oder würdest du sagen doch Rihule Das ist schon etwas was die Unternehmen auch aus deiner Perspektive umtreibt, was sie wirklich trennt vielleicht sogar und auch ein gewisses Spaltungspotenzial hat?

00:52:27: Das ist ganz unterschiedlich.

00:52:29: Ich mache ganz oft Vorträge für Branchen und frage dann vorab Branchenvertreterinnen also aus unterschiedlichen Betrieben der Branche wie bei ihnen gerade die Lage ist.

00:52:41: haben wir eine Generationenkonflikt?

00:52:43: Wie gut verstehen Sie die Bedürfnisse?

00:52:49: Es gibt nicht den Generationenkonflikt, aber es gibt Betriebe in denen kann die Führungskraft, die Geschäftsführung mit diesen Unterschieden besser oder schlechter umgehen.

00:52:59: Und ich habe tollig!

00:53:00: Das ist gar nicht mal eine Frage des Alters sondern der Einstellung.

00:53:03: Tolle Geschäftsführer bei denen Generationen-Konflikt null Thema ist, da arbeiten alt und jung, jung und alt und super miteinander... ...und es gibt andere, die sagen also bei uns das ist echt schwierig Die wollen nicht richtig arbeiten und dann arbeite ich ein bisschen tiefer mit ihnen.

00:53:23: Und merke, warum?

00:53:25: Weil sie sich schwer tun damit auf diese Menschen einzugehen ihre Bedürfnisse zuzulassen, zu erkennen weil ihnen auch die methodische Kompetenz fehlt mit damit umzugehen.

00:53:38: eine Sache, die ich zum Beispiel gern mache ist zum Thema mentale Gesundheit.

00:53:42: Ich frage in einem Team was tust du damit es dir gut geht?

00:53:45: als Führungskraft habe habe ich einerseits sichtbar gemacht, dass es unterschiedliche Menschen gibt die andere Wege gefunden haben damit es ihnen mental besser geht.

00:53:58: Aber irgendwo kann man dann auch mal platzieren also das oder jenes einen besonders umtreibt und dann kann aus dem Team heraus auch da eine Lösung, eine gegenseitige Unterstützung kommen.

00:54:07: Es muss nicht immer die Führungskraft sein, die alles löst aber Die Führungskraft kann den Rahmen geben.

00:54:13: Und wer hier Probleme hat Wir machen auch solche Angebote, aber tut gut daran sich Unterstützung zu suchen.

00:54:21: Weil Konflikt zwischen Generationen ist keine Notwendigkeit.

00:54:26: Kann man mit den richtigen Führungsmethoden gut verhindern?

00:54:30: Und gleichzeitig sehen wir, ich erlebe es ja auch auf wie hart negägt sich diese Narrative halten.

00:54:35: Weil das ist ja oft so... Ich mache eine Erfahrung ne negative und wir wissen alle negativer Informationen haben irgendwie die unangenehme Eigenschaft sich viel stärker im Gedächtnis zu verhaften als vielleicht eine andere gegensätzliche Erfahrung.

00:54:50: Das heißt also Wie räumt ihr in Anfangszeichen dann damit auf?

00:54:54: Also was konkret macht ihr?

00:54:55: Was hilft wirklich in der Umsetzung?

00:54:57: sind es die berühmten Workshops?

00:54:59: sind das eher die, das integrieren in der Arbeit.

00:55:03: Ist es Coaching?

00:55:04: Was kann man konkret

00:55:06: tun?".

00:55:09: Also du hast einige der wichtigen Sachen schon genannt.

00:55:12: Ein Workshop ist super allerdings viel mehr als dreißig, fünfunddreißig Leute würde ich jetzt in einem Generationen gemischten Workshop auch nicht nehmen damit auch wirklich so ein Miteinander, ein Verbindungsstärken des Miteinanders entsteht.

00:55:27: Aber es kann ja auch kombiniert sein mit einer Befragung, Generationenbefragungen als deren Ergebnis rauskommt.

00:55:33: Wie die Generationen unterschiedlich ticken was denen wichtiger ist an Werten und das Ergebnis aus unseren Generationen vergleichenden Studien, die wir dreiundzwanzig-und zwanzig schon gemacht haben, ist eigentlich dass ganz vieles zwischen diesen Altersgruppen ganz ähnlich ist.

00:55:50: Wir haben dieselben Werte, dieselben Tugenden.

00:55:53: Vorsicht aber!

00:55:54: Die Tugende Zuverlässigkeit.

00:55:58: Kreuzen gleichermaßen viele ältere und jüngere an, aber sie mögen vielleicht was unterschiedliches darunter verstehen.

00:56:05: Das heißt Vorsicht, Statistik, Gemeinsamkeit heißen nur nicht notwendigerweise – das ist auch exakt dasselbe Mind!

00:56:14: Die Priorität Work-Life Balance Und also ganz oben steht ja übrigens für gute Arbeit, good work.

00:56:23: Eine gute Arbeitsatmosphäre ist das Topkriterium ob man sich bei Arbeit wohlfühlt und dass es Generationen übergreifend identisch...

00:56:33: Gutwork steht ja wie gesagt nicht nur für gute Zusammenarbeit im Sinne von Wohlfühlen sondern auch im Sinne vom guten Ergebnis.

00:56:40: Also Wertschöpfung darf am Ende schon oder?

00:56:42: am Anfang vor allen Dingen auch bei rumkommen.

00:56:45: Das heißt, was sich so als roten Faden aus unserem Gespräch jetzt mitnehmen ist, das wirklich differenzierter hinschauen und das wechselseitige abgleichen, was verstehen wir vielleicht auch drunter?

00:56:54: Was verstehen wir unter Leistung?

00:56:56: Was stehen wir unter Führungsaufgaben?

00:57:00: Also das braucht es ja offensichtlich deutlich mehr, das miteinander abzugleichen und nicht vorauszusetzen, dass so wie ich drauf schaue, die Perspektive des anderen ist.

00:57:10: Für mich geht's am Ende um Beteiligung.

00:57:12: Also was wir liefern können, ist Trends gucken.

00:57:16: Was sind große Themen?

00:57:18: Methoden wie kann ich mit bestimmten Situationen besser umgehen?

00:57:22: aber am Ende geht es darum dass man selber mit der Gruppe die man gerne zu einem bestimmten Ziel führen möchte herausfindet wie schaffen wir diese Reise besser zu gehen?

00:57:32: und wenn jemand häufig krank ist oder häufig unpünktlich ist nicht Du, sondern gemeinsam gucken wie wichtig ist dir das?

00:57:41: Was verstehst du darunter?

00:57:43: Hinterfragen.

00:57:43: Warum hat sich das als dein Normalbild festgesetzt um dann damit auch diese Reise nicht ganz einfach aber diese Reisung überhaupt

00:57:53: nicht.

00:57:54: Genau was war so in den letzten Forschungen die ihr gemacht habt?

00:57:59: vielleicht doch mein Ergebnis was dich überrascht hat was du vielleicht so nicht erwartet hattest.

00:58:08: Wir haben schon viele Ergebnisse gehabt.

00:58:14: Also dieses Auswandern hat mich schon sehr überrascht und natürlich muss man das mit einer, also auch ein bisschen gemäßig sehen.

00:58:21: nicht jeder junge Mensch der sagt er hat Pläne ins Ausland zu

00:58:25: gehen.

00:58:26: Das ist wie Wechselbereitschaft im Job.

00:58:27: da wissen wir ja auch dass es erstmal eine Aussage, aber es ist vielleicht ein Hinweis?

00:58:32: Ja, wir haben in der Vergangenheit... Aber das hat mich überrasacht weil Junge Menschen haben in der Vergangenheit mit Fridays for Future, sie waren wahnsinnig wirkungsvoll in der politischen Beteiligung.

00:58:42: Dann sind einige konsequenterweise den nächsten Schritt gegangen.

00:58:46: Wir hatten im Jahr zweizig neunzehn eines der jüngsten Parlamente gehabt.

00:58:49: ganz viele von FDP und Grünen sind da ins Parlament gekommen und haben für ihre Ideale weiter in diesen politischen Prozess gearbeitet.

00:58:58: Viele waren enttäuscht davon, nicht so viel bewirken zu können wie sie es wollten.

00:59:02: Erinnert mich ein bisschen an meine Zeit bei den Vereinten Nationen.

00:59:06: Dann die Klimakleber waren auch nicht so erfolgreich müssen sich jetzt vor dem Gericht rechtfertigen dass sie für ihre Ideale eingesetzt haben.

00:59:15: und dann ist so wenn ich meine Perspektiven und den Gestaltungsspielraum nicht sehe dann gehe ich ins Ausland.

00:59:21: also diese stille Rebellion dieser Wenn ihr es uns nicht erlaubt, uns hier so einzubringen dass für uns das Land die Perspektiven passen dann suchen wir unsere Perspektive woanders.

00:59:37: Und so gesehen einerseits überraschend andererseits aber auch alarmierend weil ich mir... Wir machen das ja seit vielen Jahren erklären wir eigentlich der Politik worauf sie mehr achten müssten und junge Menschen führen sich Jahr für Jahr nicht beachtet, nicht beteiligt Und am Ende hat sich das, was sie sich wünschen nicht verändert.

01:00:00: Da müssen wir mehr ran.

01:00:02: Aber jeder Arbeitgeber kann es im kleinen Unternehmen tun und damit Zuversicht

01:00:06: geben.".

01:00:13: Ausglaub sozusagen eine kritische Nachfrage zu dem Thema Bubbles.

01:00:17: Das hast du ja auch schon mal angesprochen, da sehen wir wieder gesamtgesellschaftlich dass wir uns in unseren Meinungsecho kann man irgendwo ein Stück weit konsolidieren das sich Bubbles herausbilden.

01:00:29: Die Frage jetzt auch wieder mit den Blick auf jüngere Generation Ist da eher die Tendenz, dass diese Bubbles härter sich abgrenzen?

01:00:38: Also dass sie quasi klarer wahrnehmbarer werden.

01:00:41: Wer gehört wozu?

01:00:43: oder ist es vielleicht und das finde ich tatsächlich noch ein Stück weit alarmierender, dass man andere Bubbles überhaupt nicht mehr wahrnimmt also dass man gar nicht mehr miteinander streitet sondern schlichtweg sich komplett ignoriert?

01:00:58: Das ist das eine.

01:00:59: Also zunächst mal nehmen ja viele junge Menschen gar nicht mehr wahr, dass sie in der Bubble sind weil der Algorithmus steuert mit wem du von wem Du Sachen wahrnimmst, mit wemen Du Dich vernetzt.

01:01:09: natürlich kannst Du wenn es diesen analog digitalen Bezug gibt kannst Du selber sehr klar Steuern aber Wenn das dann Mal in der rein digitalen Bubble ist Dann wird sehr vieles für dich gesteuert vor gefiltert und man sagt ja dann häufig Ich weiß gar nicht, warum ich jetzt ständig diese Sachen hier ausgespielt bekomme.

01:01:26: Aber das macht natürlich was mit einem.

01:01:30: Kommt man aus diesen Bubbles noch raus?

01:01:35: Das ist was wir vorhin bei dieser Diskussion um dass wir hatten.

01:01:38: also Wir tun wenig als Gesellschaft um junge Menschen aber nicht nur die jungen ja dann auch ganz bewusst mal wieder an den Tisch zusammen zu bringen.

01:01:48: Ja, fast schon schöner.

01:01:52: Nicht der Schluss aber was Positives.

01:01:54: Ich war mal auf Inder im Zug.

01:01:57: Bahnfahrt

01:01:59: zugesteht.

01:02:01: Bahnfahren bildet?

01:02:02: Ja, aber Zugausfälle dann ganz viele.

01:02:05: und am Ende wir hatten zwei Stunden Verspätung und standen die weiteste Strecke in dieser Fahrt.

01:02:13: Und ich dachte mal, als wenn ich jetzt eh stehen muss dann kann ich auch mit den anderen quasi was spielen.

01:02:19: Ich hatte so einen Spielbogen gemacht Stadtland Jugendchecker.

01:02:22: So eine Generationen-Miteinanderspiel hatte da ein paar Bögen dabei, habe mir drei Leute in meinem Umfeld gesucht und gefragt, hey, habt ihr Lust mitzumachen?

01:02:31: Am Ende ist ein Drittel von diesem Zugwagon am Spiel gewesen.

01:02:35: Es haben sich Freundschaften rausgebildet.

01:02:37: die Leute sind zum Teil obwohl sie saßen aufgestanden um mitzuspielen und es sind zum teil Freundschaft immer noch ich sehe das über LinkedIn manchmal die da fortwirken Und es ist eigentlich nicht so schwierig miteinander zu gestalten Aber wir, als würden wir es blockieren.

01:02:56: Das mache ich ja selber auch.

01:02:57: Normalerweise sitze ich da und arbeite im Zug einfach.

01:03:00: Und dieses Wann lass ich zu?

01:03:02: Dass sich mich von diesem Miteinander vereinnahmen lasst... ...und die Leute sind strahlen draus gegangen.

01:03:06: Danke Simon!

01:03:07: Das war die schönste Zugfahrt meines Lebens.

01:03:10: Wir haben doch

01:03:11: nur miteinander gespielt.

01:03:14: Es ist nicht so schwer in mir zu schaffen wenn wir ganz bewusst Gelegenheiten provozieren und nutzen.

01:03:21: Also es ist Generation übergreifend.

01:03:27: Das war tatsächlich ein schönes Schlusswort.

01:03:29: Von daher spare ich mir meine letzte Frage auf, die wäre nämlich in die Richtung gegangen?

01:03:33: Was forst du als Nächstes?

01:03:34: das schaue ich mir neblich an und dann gucken wir wann wir es nächstes Mal wieder miteinander sprechen.

01:03:39: was hält so davon lieber Simon?

01:03:40: Ich

01:03:41: freue mich drauf.

01:03:43: Also ein sehr schönes Gespräch, danke dass du hier mit dem einen oder anderen Missverständnismythos aufgeräumt hast und uns ganz klar im Play-Doh je ausgesprochen hast für die differenzierte Generationenbetrachtung.

01:03:54: ich glaube das war unbedingt mal geboten.

01:03:56: vielen dank lieber Simon.

01:03:58: auch dir Julien.

01:04:01: Das Gleiche sagen, aber nicht dasselbe meinen.

01:04:03: Ich glaube das haben wir auch an anderer Stelle schon sehr oft beobachtet und fand es sehr interessant hier nochmal, dass Missverständnisse zwischen den Generationen überhaupt erst dadurch entstehen, dass vielleicht nicht unterschiedliche Worte verwendet werden, aber ganz andere Dinge damit assoziiert und darunter verstanden werden.

01:04:22: Und diese Ansprüche die möglicherweise ins Feld geräumt werden sich ja auch immer irgendwo erklären lassen.

01:04:28: Also von daher weniger Dissens, weniger Konflikt her miteinander umgehen sondern vor allen Dingen in den gemeinsamen Dialogtreten.

01:04:36: das ist das wofür sich Simon Schnitzer stark macht mit seiner Forschung aber auch mit seinen Leadership Coachings und ich glaube dass war überhaupt mal an der Zeit da aufzuräumen denn mich nervt diese wirklich sehr polarisierende Diskussion ganz arg denn das bringt uns wirklich überhaupt nicht voran und vielmehr eine gewogenheitende Differenziertheit da auch in

01:04:57: die

01:04:58: echte Evidenz reinzugehen.

01:05:00: Und ich denke, wir werden dazu noch das ein oder andere hören – gerade was auch das Thema soziale Medien betrifft!

01:05:08: Da darf ich schon mal einen kleinen Wiss Blitzlicht vorauswerfen mit einem ganz klein bisschen Glück haben wie einer der absoluten Top-Expertinnen zu einem hochspannenden Thema im Kontext sozialer Medien hier bald zu Gast bei Good Work.

01:05:22: Ihr seht schon, ich gebe Vollgas für euch!

01:05:24: Für das Format für good work denn das ist auch ähnlich wie bei Simon nicht einfach nur ein Podcast sondern dass es ein Herzensthema für mich in den Unternehmen in euren Köpfen überall ein Stückchen differenzierte Arbeitskultur zu servieren jede Woche.

01:05:40: ihr wisst was ihr zu tun habt.

01:05:41: schaltet ein.

01:05:43: Erzählt es euren Freunden, eurem Kollegen wem auch immer und hinterlasst gerne ein paar Sternchen und schaltet nächste Woche wieder ein wenn das heißt.

01:05:51: Herzlich willkommen bei Good Work!

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