Wendepunkte. Was kommt nach dem Ende? Dr. Kasia Mol-Wolf (333)
Shownotes
"Das Ende ist nie das Ende. Die sonnigen Tage kommen auch zurück."
Kasia Mol-Wolf hat alles riskiert, alles aufgebaut, und sehr viel verloren. Und gleichzeitig ist das nicht das Ende der Geschichte. Die promovierte Juristin und Unternehmerin gründete 2009 im ersten Management-Buyout der Geschichte von Gruner+Jahr den Emotion Verlag, führte das Frauenmagazin über 14 Jahre lang, bis eine Insolvenz 2023 das Kapitel schloss. Heute ist sie Speakerin, Aufsichtsrätin, Netzwerkerin und gerade dabei, einen neuen Anfang zu gestalten. Sie bringt es selbst auf den Punkt: Mut bedeutet nicht nur, neu anzufangen, sondern aktiv die Zukunft zu gestalten.
Scheitern gehört zum Unternehmertum. Kasia beschreibt offen, wie Corona, die Ukraine-Krise und eine scheiternde Finanzierungsrunde zusammenkamen und die Insolvenz des Magazins Emotion unausweichlich machten. Was sie daraus zieht: Wer etwas riskiert, gehört bereits zu den zehn Prozent, die sich überhaupt trauen. Und das verdient Respekt, keine Scham. Ihre drei wichtigsten Learnings: Früher stoppen, was nicht funktioniert. Einen echten Gegenpol im Unternehmen installieren. Dem eigenen Bauchgefühl vertrauen, besonders bei Personalentscheidungen.
Das Powerfrau-Image ist eine gefährliche Falle. Kasia rechnet im Gespräch mit einer Erzählung ab, die sie selbst lange mitgetragen hat: Die Frau, die alles hinbekommt, immer funktioniert, nie Kraft verliert. Dieses Bild, sagt sie, mache uns alle fertig. Es verhindert ehrliche Gespräche, es isoliert, es erzeugt Scham, wenn man nicht mehr kann. Ihr neues Statement: keine Powerfrau mehr sein wollen. Stattdessen echte Verbindungen suchen, Schwäche zeigen dürfen, andere Frauen wirklich unterstützen, nicht nur auf LinkedIn.
Worüber wir noch gesprochen haben:
Management-Buyout bei G+J: Wie eine Note zur Gelegenheit des Lebens wurde Das Vergleichs-Problem: Warum Frauen sich oft selbstentwertend vergleichen, und Männer eher sportlich Netzwerk in der Krise: Warum echte Verbindungen tragen, Sichtbarkeits-Netzwerke aber nicht Gegenpol installieren: Warum jede Gründerin jemanden braucht, der klar Nein sagen kann The Circle: Wie Kasia jetzt Frauen vernetzt, die auch in Krisen füreinander da sind
Kasia Mol-Wolf Geschichte ist eine der ehrlichsten Unternehmerinnen-Portraits, die ich im Salon je zeichnen durfte. Kasia berichtet, wie sie gelernt hat, nicht mehr mit sich selbst zu verhandeln, wenn die Grenze längst überschritten ist. Und sie traut sich, auf das zu hören, was sie schon immer wusste: dass der eigene Weg nur dann trägt, wenn man ihn wirklich will. Ein Gespräch über Resilienz, das keine Ratgeber-Sprache braucht, weil es aus echtem Leben kommt.
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links zu Kasia
➡️ Kasias Website ➡️ Kasia auf LinkedIn
Brand Eins Podcast Netzwerk:
GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins
Werbung in GOOD WORK platzieren
Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: mailto:info@goodwork-salon.de
GOOD WORK LInks und Playlists
Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists
Transkript anzeigen
00:00:02: Führung heißt auch, schneller manchmal zu erkennen.
00:00:06: Also mehr zu testen aber auch schneller stoppt zu sagen.
00:00:11: Es gibt schon so paar Projekte.
00:00:12: die hätte ich viel früher im Nachhinein gestoppt und habe aber irgendwie dann gedacht das war soviel Engagement.
00:00:20: Das wird
00:00:20: noch herauf.
00:00:21: Die
00:00:21: Leute da drin lebt mal nicht mit so viel Herzblut.
00:00:23: Das hat mir dann auch irgendwie Leid getan und ich hab dann so das Schlecht so optimistisch gesehen dass wir es doch noch drehen können.
00:00:30: Ich hatte ja ganz andere Pläne und deswegen haben wir auch als Familie, was wir hatten, noch reingesteckt vor allem in den letzten Monaten.
00:00:36: Und das so zu realisieren und zu sagen okay jetzt mache ich wirklich das, was ich früher so lustig fand wenn jemand gesagt hat er fände mich fünfzig nochmal neu an und jetzt bin ich fünfzig und fange wirklich wieder bei null an.
00:00:50: Wichtig ist ja... dass das Ende nie das Ende ist, also jeder der zuhört und auch in schweren Situationen ist oder vielleicht auch nach einem Ende steht.
00:01:00: Also ich kann sagen, das Leben geht weiter und die sonnigen Tage kommen auch zurück.
00:01:11: Hallo und herzlich willkommen bei Good Work, dem Podcast für gute Zusammenarbeit.
00:01:15: Und für zukunftsfähige Arbeitskultur!
00:01:18: Mein Name ist Juli Jankowski und ich begrüße euch hier zu einer neuen Runde in unserem Audiosalon im Brandeins-Podcast-Netzwerk.
00:01:26: Wir gehen heute auf eine Reise, wie ich finde... Ja, gewisse Weise schon eine Helden- oder ganz genau genommen eine Heldinreise.
00:01:35: Wir sprechen heute mit einer Frau.
00:01:38: Sie ist Unternehmerin Aufsichtsräte in Autoren.
00:01:41: Da fallen uns vielleicht die ein oder andere ein.
00:01:43: Das Thema Female Empowerment ist etwas was sie ganz besonders umtreibt.
00:01:48: Wenn es einen Wort gibt dass sie wahrscheinlich immer noch sehr stark Mit sich herumträgt beziehungsweise Menschen ihr als ans Revé erhebten dann ist es E-Motion.
00:01:59: Ich glaube, jetzt wisst ihr alle spätestens mit wem ich spreche.
00:02:02: es ist Kasia Moll Wolfsies heute bei Good Work und ich bin sehr froh und freue mich ganz arg auf dich.
00:02:08: liebe Kasia macht die Tür auf.
00:02:09: herzlich willkommen bei good work.
00:02:11: Vielen Dank liebe Jude!
00:02:12: Ich freu mich sehr bei dir zu sein.
00:02:14: Ja ich freu' mich dass du da bist und ja wir lassen nochmal das emotion noch mal ganz kurz stehen weil das wird dich ja sowieso immer einholen.
00:02:22: wie bleibt man beinahe Eigene deiner persönlichen Emotionen, nämlich wie war die heute Morgen bestellt?
00:02:27: Wie bist du in den Tag gestartet, liebe Kasche.
00:02:29: Heute
00:02:30: morgen bin ich ehrlich gesagt ein bisschen gestresst in den tag gestartet weil ich gestern zu lange
00:02:35: nicht wegen mir
00:02:37: habe einfach nur zu lange gearbeitet.
00:02:39: Ich bin doch immer wieder in den Themen, die ich mache so drin und das war dann drei zwanzig Uhr.
00:02:43: Und dann hab' ich einen Hund wie Du auch.
00:02:44: da muss sie nochmal raus.
00:02:46: Und dann dachte ich mir, ich gönne mich ein bisschen länger zu schlafen und mit zwei Kindern die dann Schule-und Kindergarten haben.
00:02:51: Hat mich das heute so eingeholt, dass ich wirklich... ...mit wenen fahren raus bin und mein Sohn hat einen Schneckenprojekt.
00:02:58: Das heißt wir mussten da nochmal umkehren, um zwanzig Schnecken vom Balkon noch mal in Kita mitzunehmen.
00:03:03: Ich habe wirklich gedacht, das Leben ist einmal einfach verrückt!
00:03:09: Ich denke manchmal, wenn die letzte Stunde geschlagen hat und man bekommt noch mal so die Zeit zurückgeschenkt wo man mit irgendwelchem Kopfschmuck vom Rechner saß weil man gemeinsam mit den Kindern irgendwelche Projekte sagen wir mal freundlich finalisieren musste.
00:03:23: Das wäre auch nicht schlecht oder?
00:03:27: Also insofern freue ich mich wirklich sehr, jetzt ein mit dir zu sprechen und einen Kaffee nebenbei zu trinken.
00:03:33: Sehr
00:03:34: gut!
00:03:34: Das machst du genau richtig.
00:03:37: Der Hund ist der für dich ein Transportmittel um manchmal vielleicht auch den Wirrungen und Irrung des Lebens ein Stück weit zu euren kommen.
00:03:46: also ein Hund hat ja sehr viele Funktionen im Leben und das könnte ja auch eine sein.
00:03:52: Ich habe den Hund ganz bewusst gekauft nach dem Ende von Emotion, weil ich gemerkt hab.
00:03:58: In der nächsten Lebensphase möchte ich ein bisschen mehr Ruhephasen bei mir einbauen.
00:04:05: und deswegen habe ich gedacht es ist jetzt der richtige Moment einen Hund anzuschaffen, der in den ersten Monaten viel anstrengender ist als man sich das vorstellt.
00:04:14: Und jetzt ist es so, dass ihr mich wirklich manchmal anguckt und denkt du Entschuldige wir sind jetzt solange im Büro da gibt's doch noch mal sowas wie eine Pause ich muss raus.
00:04:25: Ja das ist wirklich so Und da bin
00:04:27: ich dankbar.
00:04:27: Wirklich, weil ich merke, ich tanke einfach sehr schnell im Grünen auf und einfach diese Momente wenn ich dann draußen bin, dann bin ich sehr dankbar.
00:04:36: und auch dieser Abendrunden, auch wenn es mich manchmal überhaupt keine Lust mehr habe und denke lieber zu Hause nochmal ein Buch lesen ist Wenn ich dann draussen bin und hier in der Nacht wie gestern durch die Gegend gehe und die Sterne sehe Dann bin ich ganz dankbar.
00:04:51: Das ist wirklich etwas... Ich glaube ich tut einem gut und tut mir gut der Gesundheit gut.
00:04:57: und insofern, ja.
00:04:59: Ich möchte ihn nicht mehr müssen.
00:05:00: aber für alle die drüber nachdenken diese Woche habe ich wieder mal gesagt gedacht das denkst du sich auch es ist echt auffahnt dass es wie ein Kind und wenn Du arbeitest Du musst es organisieren wie ein kind und Es braucht Zuneigung Zeit.
00:05:15: also
00:05:20: Ja, und das ist definitiv so.
00:05:21: Es braucht Hinwendung.
00:05:23: Und was ich an mir selbst beobachte vielleicht können da unsere Hörerinnen und Hörern die selbst Hundebesitzer sind anschließen?
00:05:31: Ich bin noch nie schlechter gelaunt von der Hunderrunde zurückgekommen.
00:05:34: Also ich gebe es hoch nicht immer habe ich hundert Prozent Lust.
00:05:38: manchmal gibt's auch echt denke ich oh nein!
00:05:40: Wenns
00:05:41: regnet wenn sich wohne in Hamburg
00:05:44: also immer.
00:05:50: Man kommt immer auf Geladen zurück und ja.
00:05:53: Immer, also es wendet immer denn das ist ja das Schöne bei den Hunden die haben ja nie schlechte Laune.
00:05:58: Ja
00:05:58: das stimmt.
00:06:00: Das haben sie nicht.
00:06:01: Könnten wir uns von abschauen?
00:06:03: Liebe Kasia ich habe es schon angekündigt Ich würde mit dir gerne nochmal ein bisschen deine Reise durchgehen.
00:06:10: Ich sag mal deine Lebensgeschichte, die gibt Stoff für mindestens drei Netflix-Series her vermutlich von außen betrachtet zumindest.
00:06:18: Und ich weiß dass du immer wieder darüber sprichst.
00:06:22: und was ich sehr schätze Wir gehen und einfach mal ein bisschen behutsam durch die verschiedenen Stationen durch, kommen natürlich auch nochmal an dem Thema Emotion vorbei.
00:06:33: Vielleicht schonmal so viel als Ramung?
00:06:35: Du bist heute nicht mehr bei Emotion!
00:06:37: Du hast einen ganz neues Kapitel aufgeschlagen.
00:06:39: darüber wird auch zu reden sein wie es so schön heißt.
00:06:42: wir fangen aber mal vielleicht viel weiter vorne an, denn du bist nicht in Deutschland geboren.
00:06:48: Du bist gebürtig Polen mit dem Polen geboren und wie alt warst du als du noch Deutschland kamst?
00:06:55: Ich war sieben Jahre alt.
00:06:57: Also die Sieben sagen wir mal so die acht neunjährige Kasia.
00:07:03: Wovon hat die geträumt?
00:07:05: Oh weißt du da schwer.
00:07:06: manchmal frage ich mich ob sich wirklich viel geträumt hat, weil
00:07:11: ich in
00:07:12: einem sehr stressigen Leben irgendwie war.
00:07:16: Also wir sind ja waren Flüchtlinge und meine Mutter hat bei Null in Deutschland angefangen.
00:07:21: Und als ich acht Jahre alt war haben wir noch in einem Asylantenheim gelebt und da habe ich viel, haben wir gestern drüber gesprochen, viel mit türkischen Jungs Fußball gespielt.
00:07:31: Das war so.
00:07:32: Nein, das weiß ich noch und da habe ich einfach davon geträumt wieder eine große Wohnung irgendwie zu haben.
00:07:39: Das weiß ich weil wir in Polen uns ging es gar nicht so schlecht im Polen, weil meine Mutter immer sehr engagiert war und wir hatten eine große Wohnung früher mit Untermietern dann zum Schluss alleine.
00:07:52: Wir sind nach München geflohen und in dem Asylantenheim war es ein kleines Zimmer, irgendwie vierzehn Quadratmeter ohne Bart.
00:07:59: Und da habe ich dann schon davon geträumt wieder eigene Wohnung zu haben.
00:08:05: Ja aber ich hatte keine schlimme Kindheit sage ich immer.
00:08:09: Ich glaube, ich hab eine bisschen andere Kindheit gehabt ja?
00:08:12: In der das Kind sein nicht so viel Raum hatte wie vielleicht den anderen Kindheiten.
00:08:19: Ich finde es ganz schön, dass du sagst, dass Du eher vom nächsten Schritt geträumt hast was ich verbessern könnte.
00:08:26: Hast Du Dir auch mal so etwas ausgemalt?
00:08:28: Wenn ich mal groß bin dann möchte ich das und das sein.
00:08:30: Also hast Du Dich vielleicht auch in solchen Fantasien irgendwie ergangen oder hast Du dir das vielleicht auch gar nicht so zugestanden hat?
00:08:36: war da gar nicht der Raum dafür?
00:08:38: Also erst später, da kann ich mich daran erinnern als ich in der Schule war.
00:08:42: Da hab' ich dann wirklich den Traum gehabt Unternehmerin zu sein und erfolgreiche Unternehmerinnen zu sein.
00:08:48: Irgendwie ein großes Medien auch rauszuhaben.
00:08:51: Das ist irgendwie so entstanden aus verschiedenen Serien oder... Ich weiß gar nicht mehr, was der ausschlaggebende Punkt war aber das war schon immer... Medien haben mich schon als Kind schon fasziniert und davon habe ich dann geträumt.
00:09:05: Es war irgendwie klar nicht angestellte, sondern irgendwann ein Unternehmerin.
00:09:09: Das finde ich schon ganz interessant auch im Rückblick.
00:09:17: Wie präzise dein Wunsch war und wie sehr du ihn auch getroffen hast?
00:09:20: Viel spannender ist ja dann auch nochmal die Frage hat es sich denn dann auch als du es erreicht hast in etwa so angefühlt, wie du gedacht hast, wie sie sich anschüllen würde?
00:09:29: An manchen Stellen würde ich sagen schon, aber ich bin ja dann auf der Reise ein bisschen hängen geblieben und nicht soweit gekommen, wie ich eigentlich kommen wollte.
00:09:37: Ich glaube also insofern würde ich sage an manchen stellen Ja, an vielen Stellen war das schon auch ein sehr toughes Unternehmerleben was glaube ich immer so als Unternehmer ist.
00:09:48: Also man sieht ja oft nur die schönen Seiten.
00:09:52: Und ich würde sagen, das Traum wird mir jetzt auch so bewusst weiterhin auf.
00:09:56: der ist des Medien und die Welt irgendwie ein bisschen verbessern durch Senden von Inhalten.
00:10:04: Und durch Stärkung von Marken, wie wichtig sind die Orientierung geben?
00:10:07: Das ist nach wie vor das was mich so antreibt muss ich sagen ja es ist geblieben.
00:10:12: Es ist immer so als Odi.
00:10:14: Nein überhaupt
00:10:15: nicht!
00:10:15: Ich wollte eine Zeitlagen Tierärztin werden.
00:10:18: Jetzt fällt es mir ein, aber ich habe dann sehr schnell gesehen.
00:10:21: Ich hab dann viel im Stall gearbeitet und so mit Blut und sowas war nicht meins.
00:10:25: Und dann habe ich mich mehr so Romantisch empfunden.
00:10:32: Das
00:10:32: wird in den Vorabend sehen kann man bisschen ausgeblende da geht's immer recht aufgeräumt zu und plötzlich sind die Tiere alle wieder gesund.
00:10:41: das heißt du hattest Und jede Branche, das kann man vielleicht sagen.
00:10:44: Ich selbst habe ja auch einen großen Faible für die Medienbranche und hab mich da ja auch aufgehalten.
00:10:50: Und ich denke da viel darüber nach welcher Verheißung sendet so ein bestimmtes Berufsbild eine bestimmte Branche aus.
00:10:56: Für mich war die Medienwelt immer das Tor zur Welt.
00:11:00: Ja also das war so ein Anschluss an etwas größeres.
00:11:04: So denkt man als Kind nicht.
00:11:05: aber im Nachhinein würdest du sagen war es auch für dich dieses Teil von etwas Größerem zu sein, von einer gewissen Bedeutsamkeit vielleicht?
00:11:15: Oder was auch immer dafür steht.
00:11:17: Ich glaube ich fand das Senden von Inhalten, weißt du, Zeitschiften, Serien, Filmen... Also das hat mich immer so fasziniert.
00:11:25: Ja dieses auf der einen Seite Information und auf der anderen Seite aber auch Filme die dich mitnehmen und in andere Welten entführen.
00:11:34: Das hat mich mal fasziniert und es faszinhiert mich immer noch muss ich sagen also
00:11:39: Dein Studium ließ anderes vermuten?
00:11:41: Du hast dich für ein Jurastudium entschieden und auch nicht einfach mal so ebenso, sondern du hast sogar daran promoviert.
00:11:47: Also das macht man ja auch nicht aus einem Random, außer einer Laune heraus.
00:11:51: Das ist ja ein beinhardtes Studium.
00:11:54: Ja würde ich auch so nicht mehr machen muss ich sagen.
00:11:57: Ich habe es wirklich immer wieder bereut also jetzt nicht von dem was ich gelernt hab aber ich habe gemerkt ich bin nicht auf meinem Weg unterwegs gewesen platz das gemacht, was andere von mir erwartet haben.
00:12:10: Mein Stiefvater war Jurist und auch nie als Juristätik aber sagte, als Juriste kann man immer alles dann machen im Nachhinein.
00:12:18: Und ich war nicht so begeistert von BWL.
00:12:21: Ich dachte, dass kann man lernen da habe ich nicht, also nicht so Lust das ganze Jahr zu studieren Und dachte dann aber so Kunstgeschichte auf was ich Lust hatte, habe ich mich irgendwie nicht getraut.
00:12:33: Ich dachte, was machen wir denn für ein Job?
00:12:35: Wie sieht es danach aus?
00:12:36: und dann habe ich gedacht okay, dann folge ich und mache dann Jura und hab leider sehr spät erst im Jurastudium gemerkt dass das mir gar nicht liegt Und deswegen war das schon ein sehr taffer Weg, muss ich sagen.
00:12:49: Das ist ja schon ein langes Studium und man kann auch nicht zwischendurch aussteigen.
00:12:53: Das wollte ich auch.
00:12:54: Dann habe ich schon bei Gruner und Ja angerufen und die meinten egal welcher Studium es muss zu Ende sein.
00:13:01: Dann musste ich es durchziehen und habe dann die Doktorarbeit zwischendurch gemacht, weil ich da schon Thema Versöhnlichkeitsschutz, Pressepublikation.
00:13:09: Das hat mich irgendwie gereizt.
00:13:11: und dann dachte ich mir, dann promoviere ich rechts.
00:13:14: vergleichend und das hat dann auch Spaß gemacht muss ich sagen
00:13:17: ja.
00:13:18: Okay also das heißt, da konntest du dann eben noch mal was abgewinnen.
00:13:21: aber erstaunlich wie du da durchgehalten hast.
00:13:24: doch wenn du Heute sagst du es war gar nicht so mein Sweetspot.
00:13:28: Also ist das ein Muster, dass du auch sagst ich kann auch wirklich Durchstrecken überwinden und mich auch wirklich in was reinfuchsen?
00:13:34: Ich glaube ich kann.
00:13:35: aber ich glaube wenn man Unternehmen aufbaut, ich glaube das kennt jeder der uns zuhört ob Mann oder Frau also ich glaube da ist man... also ich glaub dieses Gehen muss man schon haben sich irgendwo durchzubeißen und dran zu bleiben und das hieß dann für mich auch das zu Ende bringen.
00:13:53: Ich bin ja dann beim ersten Staatsexamen noch gescheitert um Null, vier Punkte und es hat mich nachgerettelt dass ich dachte oh Gott jetzt muss ich mich echt mal rein.
00:14:02: Also ich war keine so super fleißige Studierer am Anfang Studentin.
00:14:06: und dann habe ich gesagt okay jetzt jetzt muss sie mich da echt durch durchbeißen und das habe ich dann durchgezogen und beendet.
00:14:13: Und es war wirklich meine Freiheit!
00:14:15: Ich erinnere mich immer an meinen ersten Tag auf dem Weg ins Büro, da weiß sie noch, ich hatte laute Musik und dachte jetzt fängt das Leben an ja ist auch voll gekommen.
00:14:24: Ja genau.
00:14:27: Hier bei mir kam jetzt gerade so ein Gefühl von geschafft aber was du beschreibst ist eher ja Ausbruch.
00:14:33: Jetzt geht's los.
00:14:34: Herr Kamleimstraße unterwegs in meinem Auto In das hessliche Neumarkt der Straße zu Gruner und ja, die nicht mehr so in einem prinzipienten Strasse gehaust haben.
00:14:48: Sondern ja, modernes Bürogebäude am Rande umgezogen waren und Berg am Leim.
00:14:58: aber das fand ich trotzdem super, dass er jetzt Geld verdienen.
00:15:03: Okay, dann warst du endlich an dem Ziel angekommen.
00:15:06: Zumindest mal an den Etappenziel?
00:15:08: Du warst in der Verlagswelt gestartet und auch dann relativ schnell bei Emotion.
00:15:14: Welche Rolle hast du anfangs da begleitet?
00:15:16: Ich habe zuerst war ich Assistentin des Geschäftsführers, der die Frauentitel damals hatte Und da habe ich dann Marie-Claire betreut, aber auch Eltern und PM Peter Moos Leitner.
00:15:28: Das ist interessant.
00:15:30: Dann war woman noch da?
00:15:32: Und dann haben wir irgendwann die Idee entwickelt Emotion auf der so eine Philosophie, eine Psychologie Zeitschrift auf den Markt zu bringen.
00:15:39: Und das wurde dann sozusagen mein Projekt und wir nannten es dann Emotion.
00:15:42: Ja, das war im Jahr six ist es auf dem Markt gekommen.
00:15:47: Und dann wir spulen ein bisschen vor.
00:15:49: Ja, ist etwas passiert?
00:15:50: Man kann auch nicht sagen es ist passiert du hast etwas gemacht was glaube ich so wie ich recherchiert habe in der Verlagswelt absolut Novum war.
00:15:58: Es gab einen Management Buyout das heißt Du hast als Angestellte des Verlachs die Rechte oder den im Prinzip das Magazin rausgekauft hat sich an die Spitze gesetzt und auch Als Eigentümerinnen und musstes dir erstmal Kapital dafür aufbringen weil ich denke mal in drei Jahren Verlagsangestellten da sein, hast du noch nicht die nötigen Pinnunzen zusammen gehabt oder?
00:16:22: Nee
00:16:22: ich musste dann Geld einsammeln dafür um das zu kaufen und auch eine bestimmte Fortbestand zu garantieren.
00:16:30: Und dann habe ich mich auf die Geldakfise gemacht sozusagen und hab dann Partner an Bord geholt Und das dann geschafft mich im November, dass ich es selbstständig zu machen habe.
00:16:42: Davor war Gabriela Fischer mit Blank I gestartet und die einzige Playerin in dem Markt.
00:16:51: Die war gleich fünf Jahre vorher gestartet.
00:16:54: Ich war dann mit der Frauenmarke.
00:17:00: von dir oder kam die von der Verlagswelt?
00:17:02: Also ich meine, es ist ja wirklich nach wie vor ungewöhnlich.
00:17:06: Ich mein Gabriela hat's vorgemacht aber ist das für dich eine Orientierung gewesen?
00:17:11: Hast du das erst im Nachhinein sozusagen entdeckt?
00:17:13: Also wie waren da so die Entscheidungswege.
00:17:16: Ne, ich habe es erst im nachhineinen entdeckt als ich auf der Suche nach Investoren war und mir dann jemand gesagt hat, du schau doch mal bei Gabriele vorbei, die hatte schon gemacht und es war wirklich sehr hilfreich und ich hab mit denen viel ... war viel im Austausch mit Gabriele und ihrer damaligen Verlagsleiterin.
00:17:32: Das war wirklich viel Support.
00:17:34: aber die Idee selber kam aus der Aus der Not heraus, dass ich gemerkt habe, der Vorstand und der Geschäftsführer wollen Emotion nicht weiter behalten.
00:17:44: Das läuft nicht.
00:17:45: Also die haben nicht so eine Vision dafür.
00:17:48: Und ich hab gemerkt, ich hab dafür eine Vision aber ich möchte nicht... für etwas kämpfen, was ich nicht entscheiden kann.
00:17:53: Und dann kam plötzlich dieses Unternehmer-Gehen bei mir durch, was sich schon so paar Jahre ... Ich war ja damals zehn Jahre schon bei Guna und Jaa.
00:18:02: In den zehn Jahren kam das selten raus, weil ich einen Chef hatte, der mich immer machen hat lassen.
00:18:06: Da habe ich die unternehmerische Freiheit unter dem Dach von Guna oder Jaa gespürt.
00:18:13: Aber mit Emotion nicht mehr.
00:18:14: Da hab ich gemerkt, ich würde es anders
00:18:16: machen.".
00:18:17: Und ich würde auch gerne das Risiko übernehmen, aber ich kann nicht.
00:18:20: Jetzt wollen Sie es noch einstellen.
00:18:22: und dann habe ich irgendwann gedacht, du kaufest einfach.
00:18:24: Ja!
00:18:25: Als ich die Idee hatte, war dann ... da habe ich gespürt, dass weiß ich auch noch diesen Moment, das fühlte sich genau richtig an.
00:18:31: Dann habe ich mich dann da reingeworfen und würd's im Endeffekt immer wieder machen.
00:18:36: Das muss ich sagen bei euch auf keinen Fall.
00:18:40: Ist es vielleicht?
00:18:41: Weil das sind glaube ich ganz wichtige Einsichten, die du hier mit uns teilst Würdest du sagen, das ist vielleicht etwas wo wir die Intuition mal überprüfen können.
00:18:51: Diese Klarheit diese Entschlossenheit was Du hier beschreibst sind das wichtige Marker wenn wir an so einer Entscheidungs Stelle stehen dass sie sagen wie klar sind wir denn also?
00:19:01: oder würde es zu sagen naja manchmal spielt uns da auch sagen wir mal der Wunsch einstreich und wir denken wir sein klar aber sind's eigentlich gar nicht.
00:19:11: Also meine Erfahrung ist, die ich wirklich gerne mit allen immer teile.
00:19:16: Das es wichtig ist so ahmet sich selber Also eine Entscheidung mit sich selber ganz ehrlich zu fällen, zuerst.
00:19:24: Also wirklich nicht zu überlegen was denken die anderen und was erwarten die Anderen?
00:19:30: Und so weiter.
00:19:30: So ein erstes Mal für mich selber zu überleben möchte ich das oder nicht und dann zu spüren was der Bauch sagt ja und auf jeden Fall einen zwei drei Personen den ich sehr vertraue zu fragen und mit denen zu Sparrow aber wohl wissen dass es ja der eigene Weg ist.
00:19:49: darum geht, dass mir jemand genau ... den Ratschlag geben kann, der für mich auch passt.
00:19:55: Weil jeder gibt ja den Radschlag immer aus der eigenen Perspektive her.
00:19:58: Das darf man nicht vergessen.
00:19:59: und man befragt dann wenn man Unternehmer werden will, nicht unbedingt Unternehmer sondern ich hatte keinen einzigen Unternehmer in meiner Umgebung.
00:20:07: das heißt die Ratschläge oder so das Feedback was ich bekommen habe waren eher Angst erfüllt also wie ein Job den Ich hab mit Dienstwagen und durchaus Karriereaussichten bei Guna und er so hinschmeißen kann für irgendwas wo ich noch Geld auftreiben muss.
00:20:22: Ich habe dann schon gemerkt, es ist gut so zu sparen.
00:20:25: Es ist gut nicht zu viel aber es ist das Bauchgefühl wenn es in dem Thema drin ist.
00:20:31: Das sagt ja ganz genau.
00:20:33: als ich genauso hatte Recht hat er nicht recht.
00:20:35: darauf muss ich nur aufpassen.
00:20:36: aber irgendwann reicht es auch.
00:20:39: Sag auch immer gern, ich bin davon überzeugt dass jeder und jede von uns Mut hat ganz schon was in diesem Leben zu machen.
00:20:46: Aber oft befragen wir so viele Leute und warten damit so lang mit dem Springen.
00:20:50: das ist dann die Angst und die Sorgen so viel größer werden, dass man gar nicht mehr springt ja?
00:20:55: Und ich glaube es ist deswegen wichtig selber für sich so die Entscheidung zu treffen da nochmal zu sparen und immer den Bauchgefühl zu folgen und dann irgendwann mal loszulegen oder zu sagen Nicht der richtige Moment aber diesen.
00:21:08: Also die Klarheit ist schon da, wenn man zügig das auch entscheidet.
00:21:15: Und dieses Hinauszögern macht es nicht besser.
00:21:17: also oft wachsender, die bedenken und dann ist die Schausprache
00:21:22: vorbei.
00:21:23: Dann kommt der innere Konferenz-Tisch zu Wort?
00:21:26: Ja!
00:21:26: Immer mehr Menschen mit denen du
00:21:27: redest und dann hast du auch dein Gefühl zu dir selber verloren.
00:21:31: was so... eigentlich, wenn wir so üben immer wieder auf uns selbst zu hören da ganz schön viele Signale bekommen.
00:21:39: Was für uns passt und was wir mal ausprobieren wollen?
00:21:42: Und wir haben ja nur das eine Leben.
00:21:43: deswegen denke ich ist es schon auch nicht jeder muss sich selber entscheiden natürlich.
00:21:49: aber Ich habe das Gefühl Es tut schon gut ab und zu Dinge Mal auch auszutesten und auszuprobieren.
00:21:57: Und was du beschreibst, das hat ja auch viel damit zu tun.
00:21:59: Wie viele Verantwortung übernehme ich für mein eigenes Leben oder gebe ich das ab?
00:22:04: Also wenn ich natürlich... ist man glaube ich gut beraten in den Dialog zu gehen in Sparring mit anderen Menschen gerade bei so essentiellen und elementaren Entscheidungen.
00:22:13: also es wäre hier auch ein bisschen wahnsinnig dass einfach aus einer Laune heraus zu entscheiden Und gleichzeitig ist immer so, glaube ich abzuwägen.
00:22:21: Wo bin ich gerade versucht die Verantwortung für die größte Entscheidung nach außen zu verlagern?
00:22:27: Nicht wirklich in letzter Konsequenz selbst zu tragen kommt.
00:22:31: Du hast dich so entschieden und es sah ja auch viele Jahre.
00:22:35: Das muss man mal wirklich voller Hochachtung und Respekt sagen, verdammt gut aus!
00:22:39: Also du bist ja gegen den Trend marschiert.
00:22:42: Da war ja schon ein bisschen Krisenstimmung in der Brindwelt.
00:22:45: Krisen Stimmung gab's bei euch erst einmal nicht.
00:22:47: Du hast auch mit dem Emotion Women Day glaube ich also wirklich einen Flock eingehauen.
00:22:53: können wir gleich auch nochmal was sagen?
00:22:55: von Anfang an war nicht nur das Thema Frauen und Self-Empowerment, sondern auch das Thema Netzwerk ganz wichtig.
00:23:02: Was war so da?
00:23:03: deine Beobachtung, dass du sagst, das ist das was Frauen gerade im beruflichen Kontext brauchen?
00:23:08: Das war die Beobuchtung, die ich jetzt mehr denn je wieder habe.
00:23:13: Dass wir Frauen also
00:23:16: a.)
00:23:16: unterrepräsentiert sind an vielen, vielen Stellen draußen in der Wirtschaft und in Politik
00:23:21: usw.,
00:23:22: aber mein Thema ist ja mal zur Arbeitswelt dass es viele Faktoren hat, warum es so ist und das zum einen natürlich die Rahmenbedingungen eine Rolle spielen.
00:23:34: Rollenbilder eine riesige Rolle spielen traditionelle Rollen bilder erstarken der AfD, wenn man so im Programm parteipläne Sachsen-Einheit reinguckt.
00:23:44: da denkt man sich also wie kann es sein?
00:23:46: Wo sind
00:23:48: wir wann?
00:23:48: Also wie kann man diese Partei wählen auch als Frau und auf der anderen Seite selbst zu tun.
00:23:56: Da ist ja vorn davon gesprochen, wir haben die Entscheidung, wir treffen immer wieder selber Entscheidungen und ob wir vorangehen, Chancen wahrnehmen uns was zutrauen das entscheiden wir ja selber und ich glaube dass da Frauen Unterstützung brauchen bzw so manchmal.
00:24:11: ich habe immer von Inspiration gesprochen.
00:24:14: das finde ich nach wie vor wichtig.
00:24:15: also nicht die Ratschläge weil jeder von uns ganz anders ist und individuell ist und es geht ja darum Frauen zu empowern und zu inspirieren.
00:24:25: So könnte dein Weg aussehen oder so, oder so.
00:24:27: Und guck mal was passt für dich am besten?
00:24:29: Ja und geh dann deinen Weg trifft deine Entscheidung aber traurig so zu gehen.
00:24:34: Und ich glaube das da nach wie vor Frauen die richtigen Rollenbilder brauchen.
00:24:39: Frauen aber auch auf jeden Fall dieses Empowerment.
00:24:43: manchmal brauchen traurige.
00:24:45: Trau dir das jetzt mal zu und springt.
00:24:47: Du hast alles in dir, was du für deinen Weg brauchst.
00:24:51: Manchmal ist es nur ... In der Kindheit nicht rausgekommen oder unterdrückt worden.
00:24:55: Oder du hast ein Partner, der dich klein macht.
00:24:57: Oder eine Chefin die dich ausbremsen muss man realisieren.
00:25:02: aber dann kann man wieder etwas verändern und weitergehen.
00:25:05: Und dann ist das Thema stronger together Unterstützung von uns Frauen untereinander, da muss einfach auch meines Erachtens viel besser werden.
00:25:15: Wenn du auf LinkedIn unterwegs bist hast das Gefühl jede Frau ist eine Frauenfrau wie ich sie nenne immer.
00:25:20: ja also die super Frauenunterstützerin, aber wenn du dann einige von denen in echt kennenlernst.
00:25:27: Dann denkst du also nicht jede die von female empowerment spricht ist im echten Fall eben eine Feministin In dem Sinn dass sie sich wirklich auch für andere stark macht und anderen hilft auch wenn sie nichts davon hat.
00:25:42: Und da braucht es einfach unbedingt Marken und Menschen Die hier das ein bisschen dieses ganze diese ganzen Themen voran bringen und und da nicht locker lassen ja Emotions, deswegen borts den Women's Day.
00:25:54: Deswegen borts auch andere Frauenmarken und Personal Brands.
00:26:00: also ich glaube da gebracht viel ja und nicht nur Frauen sondern auch Männer das ist auch ganz wichtig
00:26:06: Ganz wichtig, ja.
00:26:07: Also ich bin da auch immer so ein bisschen hin und her gerissen.
00:26:10: Ich denke auf der einen Seite ist es genau geht hier wahrscheinlich auch ähnlich das denk was bringt das so wenn wir uns untereinander Frauen nur zusammen tun?
00:26:18: also ich meine die welt ist nun mal zum glück nicht sortiert und Auf der anderen seite ist natürlich dafür leichter bedarf besonders groß und Da würde ich gerne noch im moment verweilen weil das erlebst du vielleicht jetzt auch noch unter Das ist ja auch ein Lebensthema bei dir.
00:26:32: Wie viele Konkurrenz denken, ist dann da?
00:26:36: Und wie viel echtes Netzwerk?
00:26:37: Ein bisschen hast du es schon angetippt weil ich habe auch dieses viel gerühmte Sisterhood und dann werde ich schon immer so ein bisschen, wie soll man sagen, so ein bissel hellhörig, weil je mehr das betont wird umso eher hab' ich dann auch schnell den Verdacht dass es vielleicht genau darum nicht geht.
00:26:53: also wo sind... Ich sag's jetzt mal bewusst auf die Gefahren, dass es klischeehaft klingt Wo sind wir Frauen?
00:27:00: Vielleicht da auch nicht so.
00:27:02: ein Netzwerk begab noch nicht, weil wir sehr schnell auch eine Konkurrenz widdern und eben dann doch nicht diese Gemeinsin entwickeln oder die Kooperationsfähigkeit.
00:27:12: Was erlebst du da?
00:27:14: Also ich erleb da zwei Themen, das eine ist wirklich dieses ständige sich vergleichen.
00:27:19: Ich glaube es ist wirklich eine Krankheit von uns Frauen.
00:27:23: Sehr
00:27:24: stark oder?
00:27:24: Ja!
00:27:25: Ich glaube dass sich Männer auch vergleichen aber auf ne andere Art und Weise.
00:27:28: also eher glaub ich so mit Status oder im Tennis oder beim Sport oder so, aber das nicht auf eine Art machen wie wir es oft zu selbst zerfleischend schon machen.
00:27:40: Der Mann habe ich das Gefühl, dass... Ich will jetzt auch nicht in Rollen irgendwie einen Schuppler andenken, aber ich habe manchmal das Gefühl der Mann vergleicht, wie groß ist das Auto des Hauses?
00:27:48: Wie hübsch die Frau und die Kinder?
00:27:49: keine Ahnung!
00:27:50: Wie weit bin ich?
00:27:51: Was verdiene ich?
00:27:53: Wie bin ich gut im Golf, im Tennis was auch immer?
00:27:55: Und dann ist es aber irgendwo einfach hat es so ein sportlichere Komponente, die einen so antreibt vielleicht.
00:28:03: Und bei Frauen ist dieser Vergleich oft auch so mich selbst entwertend wie ich so oft erlebe, dass man so vergleicht und sagt ah, die sieht Ganz schön gut aus, die ist ganz schön weit.
00:28:14: Die hat schon zwei Kinder und ich habe noch keine Kinder.
00:28:16: Sie hatten einen tollen Mann, die verdient das.
00:28:18: Er macht das und sie ist in diesem Netzwerk drin oder so.
00:28:21: Und dann ist man schon in diesem Vergleich der dann gleich sagt und ich nicht ja?
00:28:25: Und der einen selber klein macht anstatt wirklich zu denken es gibt doch wie heißt es immer Ich bin in den Spiechwort dann so schlecht hinter jedem.
00:28:34: Nee, Dachrein auch das Reimt sich normalerweise.
00:28:36: Wie heißen
00:28:36: wir?
00:28:37: Unter jedem Dach ein Acht!
00:28:38: Ah ja genau.
00:28:39: Unter jedem dach ein.
00:28:40: ach, genau.
00:28:41: Ich glaube
00:28:42: es ist so dieses... Also dieses jeder hat seine Rucksäcke zu tragen.
00:28:48: ich glaube es gibt nicht das eine Leben egal ob arm oder reich dass immer problemlos ist.
00:28:53: aber durch diese Social Media-Welt wird einem natürlich immer vorgespielt wie toll das alles ist.
00:28:58: und ich glaube hier Frauen neigen dazu umso zu vergleichen und zu denken okay wenn dass ich jetzt niemanden finde.
00:29:06: keine Finde, die genau meinen Weg geht.
00:29:08: So wie ich es mache, dann fühle ich mich nicht so stark.
00:29:11: Ich würde mich immer besser fühlen, wenn ich jemanden finden würde, der das genauso macht.
00:29:14: Der
00:29:14: genau an dieser Stelle, der auch schon mal Emotion gekauft hat?
00:29:17: Ja.
00:29:18: Wird's nicht
00:29:20: geben!
00:29:20: Aber ich glaube vor allem mit Kindern ... Also wenn man Kinder hat, muss sagen, dass Leben von uns Frauen wird ja so herausfordernd, wenn wir anfangen ein Familienplanung zu denken.
00:29:30: Wenn wir das Glück haben, dass wir dann auch Kinder bekommen.
00:29:33: Das hat ja auch nicht jede Frau Glück.
00:29:35: Und ich finde, dann geht es ja los.
00:29:37: Dass wir heutzutage alle Rollen leben können.
00:29:40: Aber das Ganze um uns herum ist noch gar nicht darauf ausgerichtet, dass wir alle rollen und leben wollen.
00:29:46: Da gibt's Erwartungen, dass die Frau trotzdem noch zu Hause sich um Kinder kümmert.
00:29:51: nach wie vor zu Hause bleiben wollen und alle Frauen die arbeiten ganz schön böse angehen.
00:29:57: Es gibt Frauen, die Betreuung ganz schlimm finden, dass man, wie man arbeiten kann und die Kinder einen Oper oder ein Kindergarten bringen können.
00:30:06: Wie kann man Kinder haben?
00:30:07: Drei Kinder haben und Vollzeit arbeiten!
00:30:11: Es gibt so viele... Rollenbilder auch von Männern, die denken wie kann man das machen?
00:30:16: Also wir Frauen kämpfen damit.
00:30:17: Der Mann der vier Kinder hat Vorstand ist ständig in der Welt, der kriegt überhaupt keinen Kritik.
00:30:24: Im Gegenteil.
00:30:25: Ich finde alle total cool und super, wie er das mit Familie alles hinbekommt.
00:30:29: Und wenn wir das wären, dann würdest du sofort zerrissen werden.
00:30:34: Jeder würde zum einen gucken, du als Vorständin Die ersten hundert Tage, sie ist sowieso nur hingekommen wegen Frauenquote.
00:30:42: Sie kann es gar nicht nehmen oder hin weil der Aufsichtsrat musste die Frau holen und dann hat sie noch vier Kinder und ist eine Rabemutter.
00:30:50: also da ist alles und ich glaube das ist etwas womit wir zu kämpfen haben ist natürlich ein Druck.
00:30:59: Deswegen ist so mein neues Statement immer, dass ich keine Powerfrau mehr sein will.
00:31:04: Weißt du?
00:31:04: Weil ich finde diese ... Ja,
00:31:06: furchtbar!
00:31:06: Powerfrauen-Image
00:31:08: ist so etwas... Also ich fand es früher cool eine Powerfraude zu sein.
00:31:11: Ich dachte mich muss keiner motivieren.
00:31:13: Ich hatte nie einen Chef der mich motiviert hat und ich fand die Sachen immer super.
00:31:16: hab gearbeitet, wie blöd.
00:31:18: Ich hatte dann Kinder und habe das Unternehmen geschafft.
00:31:20: Und irgendwie dachte ich, hey, ist doch cool!
00:31:22: Ich krieg alles super
00:31:22: hin.".
00:31:23: Und irgendwann nach der Insolvenz habe ich gemerkt, ja, ich bin ganz schön fertig und ausgelaut und ich kriege immer noch alles hin aber ich kann gar nicht mehr aufladen.
00:31:32: Ich habe keine Kraft mehr.
00:31:33: und wofür das alles?
00:31:34: Ja, und habe gemerkt dass wir uns selber in dieses Frauen-, Power-Frauenbild so rein manövrieren
00:31:45: noch verandt haben ein Stück weit, oder?
00:31:47: Also das ist auch eine ganz gefährliche Erzählung.
00:31:50: Ja
00:31:50: und wir machen uns alle fertig.
00:31:52: dadurch weißt du weiß keiner traut zu sagen hey das will ich gar nicht mehr sein!
00:31:57: Ich möchte meinen Weg gehen ja und ich brauche auch mal Inseln der Energie und muss mal auftanken und mit mehr gegenseitige Unterstützung das viel leichter.
00:32:07: und wenn ich auch andere Frauen sehen würde die die vorstellen den Sinn und sagen, ich habe mich für das Ding entschieden jetzt.
00:32:13: Für den Job finde ich super aber es hat auch seine Schattenseiten.
00:32:17: Das muss man einfach sehen.
00:32:19: Und darüber aber auch offenreden würden wie das ist ja?
00:32:23: Und auch Männer mal drüber reden würden wie dass ist wenn man vier Kinder hat, die man nie sieht.
00:32:26: Es muss doch auch schlimm sein.
00:32:27: Ja,
00:32:28: es muss schlimm sein!
00:32:29: Aber ich glaube...
00:32:30: Da wird sich was verändern und ich glaube da haben wir ganz viel zu tun.
00:32:35: Auf jeden Fall.
00:32:36: Und ich glaube, man muss wenn man schon mal dabei bleibt uns Frauen nicht unbedingt mit mehr Ambitionen locken weil da sind wir sowieso sehr schnell aktivierbar.
00:32:45: Ich finde auch bei dem Thema Vergleichbarkeit Es ist ja oft so, das beobachte ich zumindestens.
00:32:51: Dass wir uns wie so eine Art Vergleichspersona bauen also... Wir wollen dann in einer Person so klug sein wie Jene, so schlank die andere, so sportlich wie die, so eine gute Mutter wie diese beruflich erfolgreich und eine tolle Partnerin, Autofahrerin was auch immer, Aktivistin, intellektuell Und dann bauen wir eine völlig unrealistische Persona zusammen.
00:33:18: Da kann man nur scheitern, also das ist natürlich dann... Also diese Ambition ist in uns drin.
00:33:22: und kommen wir mal Ambitionen,
00:33:26: liebe Kasia?
00:33:26: Das ist drin, wenn ich es noch ergänzen kann!
00:33:29: Ich glaube, dass es drin war weil ich spüre auch so etwas wie was so ne Dankbarkeit, dass wir heutzutage alles sein dürfen.
00:33:36: ja und ich glaub nie hat die vermeintliche Freiheit, die wir bekommen haben Weil wir ja alles sein dürfen jetzt.
00:33:45: Wir müssen es auch!
00:33:47: Ja,
00:33:48: dann wollen wir auch dankbar sein und das super schaffen wie immer.
00:33:51: Also unter Überperform damit dass keiner vielleicht irgendwie jetzt blöd findet, dass er uns das alles erlaubt hat.
00:33:57: Und das ist glaube ich das wo wirklich so ein Hamsterrad entsteht.
00:34:00: So einen Teufelskreis aus dem wir uns nur selber befreien können wenn wir ehrlich miteinander reden.
00:34:07: was wollen wir eigentlich?
00:34:11: unseren Weg gehen in Freiheit.
00:34:13: Wir wollen nicht von anderen bewertet werden, wir müssen lernen andere nicht zu bewerten und dann kommen wir glaube ich mit viel Energie voran und können wirklich was gemeinsam gestalten.
00:34:23: aber wenn wir Energie verlieren weil wir uns gegenseitig vergleichen bewerben und uns das Leben schwerer machen und uns noch mehr unter Druck setzen dann wird es nochmal so lange dauern.
00:34:34: auf jeden Fall Wir kommen mal zu dem wahrscheinlich schmerzhaftesten Punkt.
00:34:40: Es lief sehr, sehr gut viele Jahre.
00:34:42: Irgendwann fing es an zu grieseln für Emotionen.
00:34:44: und für euch?
00:34:45: Wie viel Leute wart ihr im Team eigentlich
00:34:48: zum Peak?
00:34:50: So zum Peek, siebenundvierzig Personen.
00:34:53: Also nicht ganz Vollzeit, also wir hatten alle Arbeitszeitmodelle die es so gaben aber ungefähr so ja.
00:35:00: Und
00:35:03: man redet oft nur über Emotionen, aber es waren ja mehrere Magazine betroffen auch.
00:35:08: Es hat sich dann irgendwann die Krise angebahnt.
00:35:11: Was war so die ersten Zeichen für dich?
00:35:13: Dass sich da was substanziell dreht im Markt?
00:35:17: Ach der Markt war immer taf seit wir angefangen haben.
00:35:19: also ich habe gedacht, ich bin gestartet und ab da ging ja der Markt runter.
00:35:24: Also es war einmal die Printkrise also immer mehr... Die Auflagen sind wirklich einfach nach unten gegangen.
00:35:32: Es gab immer so die Wunder auf, was ausreißer?
00:35:35: Also mit der Zeit im Zeitungsmarkt oder Landlost, die man ja ewig hatte.
00:35:42: Und Happiness, es gab ja immer so Ausreißen.
00:35:45: aber insgesamt ging ja dem Markt dramatisch nach unten.
00:35:48: Print-Auflagen ging nach unten, dann kam das ganze Thema Digitalisierung und wir haben ja Jahre Jahrzehnte gebraucht um zu checken, dass digital Erlöse niemals das wieder kompensieren werden kann im Print verloren haben.
00:36:03: Dass es da neue Geschäftsmodelle braucht.
00:36:05: also wir waren immer wieder in herausfordernden Zeiten Und dann kam Corona, was wirklich krass war.
00:36:14: Nach Corona kam die Ukraine-Krise und es wurde zu viel.
00:36:19: Ich war in einer Umstellung, eine Finanzierungsrunde.
00:36:22: Ich wollte das Unternehmen auf neue Beine stellen mit neuen Investoren und bin da kurz vor Ende retten geblieben und musste Insolvenz anmelden.
00:36:32: Das war schon sehr hart.
00:36:35: Vielleicht noch mal ganz kurz, ich hätte eigentlich gedacht dass Corona euch vom Thema her zumindest ins Indikaten spielt.
00:36:41: Weil das war ja eine Phase wo viele Menschen auch auf sich zurückgeworfen waren und über Emotionalität nachgedacht haben.
00:36:49: aber was waren da nochmal die Flöcke die euch dann in den Weg standen?
00:36:53: Corona
00:36:54: war an Zeiten erlöse Also niemand war unterwegs, um zu kaufen.
00:37:02: Der Kiosk ist ja total eingebrochen.
00:37:06: Ganz der Konsum und damit das ganze Anzeigenmarkt auch ein sehr... richtiger Bereich gewesen.
00:37:13: Der
00:37:13: wichtigste Punkt oder zumindest so was früher immer?
00:37:16: Ich weiß nicht, siebzig-dreißig hat man früher glaube ich immer gesagt ist das immer noch so vertrieb zu anzeigen?
00:37:21: Ja,
00:37:23: ja.
00:37:25: Und die Herausforderung war daher sehr schnell auf digitale Modelle umzusatteln und dafür muss man ja auch Investmentgeld haben.
00:37:33: Und wir waren ja nie, also immer so im
00:37:37: Aufbau
00:37:40: und insofern hatten wir da nicht genügend Geld, um dann sofort umzu-, so schnell umzubauen.
00:37:47: Also wir haben schon von Anfang an auch immer digital.
00:37:49: das war, warum ich auch schnell weg vom Gune und ja wollte weil die Marke Emotion immer sehr über allen Kanälen gesehen habe multimediale Marke aufbauen wollte, aber trotzdem dann noch stärker in die Digitalisierung zu gehen, Geschäftsmodelle zu bauen.
00:38:06: Also da waren wir nicht so schnell unterwegs und hätten sicher das eine oder andere früher katten müssen.
00:38:15: Man ist ja danach immer... Immer schlau.
00:38:18: Und hat sehr viel gelernt, ich meine dafür bin nicht dankbar aber es war schon auch sehr schmerzhaft und es hat einfach sehr viel gekostet.
00:38:26: ja nicht nur für mich so ein Insolvenz ist etwas was sehr viele Menschen ja auch noch mitreißt und das tut einem auch weh.
00:38:32: das kann man nicht mehr verändern und das ist das womit man dann wenn man sowas durchgemacht hat lernen muss zu leben.
00:38:41: Was war schwerer für dich?
00:38:43: Dich nach außen zu erklären oder dir selbst Das zu erklären.
00:38:48: Ach, das nach außen zu erklären kam irgendwie sehr intuitiv bei mir weil ich ja ein sehr... authentischer, glaube ich so sehr ehrliche Person bin und ich dachte, ich muss dann schon bevor also einfach alle so mitnehmen.
00:39:01: Und ich denke es ist so wichtig da ehrlich zu sein.
00:39:05: und das war kann so intuitiv werden dass ich sage wir müssen da informieren und Bescheid geben und das andere ist etwas womit man... Womit ich?
00:39:14: Also man soll ja nicht immer so sagen womit ich glaube ich nach wie vor arbeite und schaue jetzt nach drei Jahren.
00:39:23: Und dem, ich ja mit ihr zweiundfünfzig bei Null wieder anfange, weil wir selber auch alles investiert hatten was wir hatten, weil für mich war das Ende überhaupt nicht vorgesehen.
00:39:35: Ich hatte ganz andere Pläne und deswegen haben wir auch als Familie was wir hat noch reingesteckt vor allem in den letzten Monaten.
00:39:41: und um das so zu realisieren und zu sagen okay jetzt mache ich wirklich das was ich früher So lustig fand, wenn jemand gesagt hat, er fände mir fünfzig nochmal neu an.
00:39:50: Und jetzt bin ich fünfzig und fange wirklich wieder bei null an.
00:39:54: Natürlich ist es nicht die Null wie jemand auf der Straße.
00:39:58: Also ich möchte jetzt nicht dramatisieren.
00:40:01: Aber
00:40:01: erst mal ohne die wirtschaftliche Rückhalt?
00:40:03: Erstmal
00:40:05: ohne das was ich mir aufbauen wollte oder auch zwischendurch hatte sondern einfach wieder bei bei null.
00:40:11: Das ist schon also dass es auf der einen Seite irgendwie Jetzt toll, nochmal neu zu starten.
00:40:19: Das versuche ich auch so zu sehen.
00:40:20: das ist ja eine Chance wieder und ich habe sehr viel gelernt und ich weiß auch sehr gut was sich nicht mehr will und nach wie vor was ich will.
00:40:29: aber es ist natürlich schon ab und zu muss man sich immer wieder und gibt's natürlich diese Tage oder diese Momente wo man denkt ach hätte ich das und das vielleicht doch anders entschieden hätte ich dass und das noch mal anders gemacht und dann wer weiß wo ich dann hingekommen wäre?
00:40:43: Aber das nützt nichts!
00:40:47: Ich finde wichtig ist ja, glaube ich das ist so meine wichtige Erkenntnis A. Dass das Ende nie das Ende ist also jeder der zuhört und auch in schweren Situationen ist oder vielleicht auch nach einem Ende steht.
00:41:00: Also ich kann sagen dass Leben geht weiter und die sonnigen Tage kommen auch zurück Und die Krise ist im Nachhinein an vielen Stellen auch etwas wo man selber nochmal sieht würde ich das und das nochmal so machen, was habe ich daraus gelernt?
00:41:16: Ich habe sehr viel aufgeschrieben.
00:41:20: Es ist auch eine Chance noch mal zu gucken.
00:41:23: Würde ich alles noch einmal so weitermachen.
00:41:27: Und wie würde ich es vielleicht jetzt nochmal, wenn ich neue starte... Was würde ich jetzt anders machen?
00:41:35: eine Chance, sich selber und den eigenen Stärken und dem eigenen Weg wieder näherzukommen.
00:41:40: Das kann ich jetzt nach drei Jahren sagen.
00:41:43: Und ich glaube bei dem Ganzen ist es wichtig... zu lernen, da bin ich so mittendrin in dem Prozess erst noch relativ am Anfang aber auch zu sehen was haben wir aufgebaut.
00:41:53: Ich meine wir haben mit einem Team eine Marke aufgebaut die immer noch lebendig oder wieder lebendigt ist.
00:41:59: viele haben gar nicht meinen Scheitern mitbekommen sondern haben gelesen und sind dabei geblieben haben sich gewundert warum kommt jetzt mal zweimal keine Emotion aber ist uns gar nichts mit bekommen?
00:42:10: Und da lerne ich schon auch stolz drauf zu sein, was wir mit dem Team und so harte Arbeit und viel Geld und viele Unterstützung von vielen Investoren und unseren Leserinnen der ganzen Community gemeinsam aufgebaut haben.
00:42:23: Eine Marke, die Frauen darin bestärkt ihren Weg zu gehen, sich untereinander zu vernetzen, voneinander zu lernen und zu schauen dass wir mit diesem Thema Gleichberechtigung vorankommen.
00:42:37: aber das ist eigenen Leben und den eigenen Entscheidungen weiterkommen.
00:42:43: Das sicher für Verantwortung, wie du gesagt hast.
00:42:45: Das ist mein Thema gerade dieses Entscheidung.
00:42:47: Total!
00:42:48: Und gibt es denn auch was, was du vielleicht hier mit unseren Hörerinnen und Hörern teilen wollen würdest an Lernerkenntnissen?
00:42:55: Wo du sagst das kann ich gerne auch... Du bist ja insgesamt wie du sagste da wirklich auch sehr offen, bist auch sehr offensiv mit dem Ende umgegangen.
00:43:05: Das macht ja auch bei Weitem nicht jeder Unternehmer.
00:43:08: Ich kann mich noch an deinen Aufruf erinnern, in LinkedIn hat mich damals auch sehr bewegt und gibt's vielleicht so was?
00:43:15: Weil du sagst ich hab ganz viel gelernt auf das sich heute anders machen würde und bin mir sicher dass uns Menschen zuhören die sagen Ja was denn?
00:43:23: Vielleicht gibts hier irgendwas was du teilen würdest.
00:43:26: Also es gibt viele Punkte.
00:43:28: also ich glaube ein Punkt ist den ich nach Corona gemerkt habe, als ich so angefangen hab das Unternehmen nochmal neu zu bauen und neu aufzustellen.
00:43:40: Und gesagt hab ne, ich will jetzt in Corona nicht aufgeben sondern ich will es aber noch mal die Krise nutzen.
00:43:47: neu aufstellen ist dass ich dann jemanden reingeholt hab der so auf Augenhöhe ist.
00:43:52: was ich sage immer ein Unternehmer braucht immer einen Gegenpol ja und es ist wichtig jemand ganz andere Stärken hat und andere Schwächen, aber dem ich vertraue und der mir auf Augenhöhe sagen kann das ist jetzt zu weit.
00:44:07: Wir haben unsere Meilensteine gerissen.
00:44:09: Das geht nicht dem mich wirklich vertrauen und den ich auch ernst nehme weil wenn man unternehmerisch eine Idee verfolgt voller Herzblut, voller Investment all in.
00:44:18: Dann ist es nicht so leicht, glaube ich dann von jemandem angefangen zu werden und insofern so jemanden sich selber von Anfang an zu installieren wo man selber sagt der ist mein Gegenpol den dem höre ich immer zu auf dem vertraue Ich und da gibt's kein Ja aber sondern wir haben uns da committed ist total wichtig.
00:44:38: ich finde Führung heißt auch schneller Manchmal zu erkennen, mehr zu testen aber auch schneller stoppt.
00:44:50: Es gibt schon so ein paar Projekte.
00:44:51: die hätte ich viel früher im Nachhinein gestoppt und habe dann gedacht es war soviel Engagement mit
00:44:59: den
00:45:00: Leuten drin.
00:45:01: Die lebt mal nicht mit so viel Herzblut.
00:45:02: das hat mir dann auch irgendwie Leid getan und ich hab dann zu das letzte Optimistisch gesehen dass wir's doch noch drehen können.
00:45:08: und da ist das Learning testen und dann aber ganz konsequent Stopp sagen, aufhören um wieder Freiheit zu bekommen neue Dinge zu testen.
00:45:18: Also ich glaube auch da ehrlich zu sein und das umzusetzen.
00:45:22: Was hältst du davon?
00:45:24: Sich wie so Art Ich sag jetzt meine Anführungszeichen Ultimaten zu setzen also dass man selbst sagt ich nehme jetzt bestimmte dinge vor wenn die sich bis dahin nicht erfüllt haben was auch immer das sein mag Dann stehe ich aber auch zu meinem eigenen wort zieht dann auch ein Schlussstrich.
00:45:43: Also das muss nicht mit jemandem anders verhandelt sein, aber dass man sich im Vorhinein sagt okay ich wähle vielleicht einen Kriterium oder markiere das an irgendetwas und wenn sich das wirklich nicht erfüllt weil sonst kann man sich ja selbst immer wieder ausdrecken sagen ah da steckt schon so viel Geld drin.
00:45:59: Aber je mehr Geld drinsteckt, desto mehr willst du es ja auch schaffen.
00:46:03: Das ist ja immer das auch gefährliche drin.
00:46:07: Es ist schon gut, da muss jeder für sich wissen.
00:46:12: Also ich erörte meine Meilensteine und klaren Punkte... Ja genau das
00:46:16: habe ich dich ja auch gefangen!
00:46:17: Und der Argumentation dann doch ist man doch noch mal ein Stück weitergegangen.
00:46:23: im Nachhinein Hätte ich da gerne den CEO, den ich am Ende hatte früher schon gehabt und dann was so gesagt.
00:46:30: Okay wir haben es auf committed?
00:46:31: Nein ist nein!
00:46:34: Und ich glaube das muss wirklich jeder für sich entscheiden.
00:46:37: Mein Learning ist so ein Gegenpool... Also es ist gut.
00:46:43: Wie finde ich diesen Gegenpool?
00:46:45: Du hast was ganz Wichtiges gesagt, also ganz vieles Wichtige an der Stelle.
00:46:49: Es muss ja auf der einen Seite sein ein Mensch den ich respektiere, den ich schätze wo es sowas wie Augenhöhe gibt weil sonst ist es ja overrulig das immer.
00:46:59: Gleichzeitig müsste es aber auch jemand sein... der nicht so nah an mir dran ist, dass er zu sehr Teil meiner Denkweise ist.
00:47:07: Also mir zu selbst ähnlich!
00:47:09: Es ist ja gar nicht so trivial.
00:47:11: Gibt man die Suche nach einer Person besser aus der Hand?
00:47:16: Ich kenne das von einigen Unternehmern, die sich damit total schwer tun...
00:47:22: Ich glaube, die Basis ist es, dass du dir ganz klar aufschreibst was in deine Stärken und was in deiner Schwächen.
00:47:27: Und ich glaub das kann nur jeder der zuhört weiß wie ehrlich er da wirklich mit sich ist.
00:47:32: und da er das wirklich ehrlich aufschreibt ja?
00:47:37: zu gucken, wen kenne ich?
00:47:39: Weil es ist schon wichtig finde ich jemanden zu finden den man auch vertraut oder der, dem man vielleicht von jemandem empfohlen bekommt weil er ihn schon kennt.
00:47:46: Also das finde ich schon gut und da auch lange.
00:47:49: also mein Prozess war da auch lang.
00:47:51: Ich habe damit vier Menschen gesprochen und das muss dann schon passen.
00:47:56: aber ich glaube dass da was sehr Wichtiges drinsteckt.
00:47:59: Dieses Gründen sowieso im Team finde ich einfach toll Dass die Chance, wenn du zu zweit oder zu dritt gründest ist, dass du wirklich die Schwächen von allen durch die Stärken von den anderen ersetzen kannst und da einfach das perfekte diverse Team aufstellen kannst.
00:48:14: Das würde ich heutzutage bei größeren Unternehmen auch immer wieder machen ja?
00:48:19: Ich habe ja alleine gegründet dann waren wir zu zweite und ich glaube Wir hätten uns da auch viel mehr noch in die Augen schauen müssen.
00:48:25: was fehlt noch also da an Kompetenz und und es nochmal ergänzen sollen?
00:48:32: so Aber ist es nicht alles?
00:48:33: Also ich glaube, es sind noch so viele andere Themen die ich gelernt habe.
00:48:39: Ich würde dich jetzt nicht alle damit langweilen aber... Überhaupt
00:48:43: nicht!
00:48:43: Ich glaube ganz im Gegenteil lieber Kascha.
00:48:46: Ich glaube
00:48:46: das ist sehr spannend.
00:48:48: Was ich auch gelernt habe, ist dass man immer das eigene Team auch challenging muss.
00:48:53: also zu gucken Bei der Einstellung, ich glaub das kennen viele die jetzt zuhören dieses Ich suche dringend eine Person und dann finde ich aber nicht die Person, die ich wirklich suche sondern dann find' ich einer, die ist zu achtzig Prozent die Person.
00:49:08: Und mein Bauch sagt schon in dem Bewerbungsgespräch es ist nicht alle so super, aber ich brauch sie dringende!
00:49:14: Ich denke ich schaff's nicht noch länger zu suchen.
00:49:17: und da muss sie sagen diese Entscheidung haben mich immer eingeholt ja?
00:49:21: Es war immer schlimm... da zu schnell auf jemanden zu setzen, nur weil man ihn jetzt genau gebraucht hat.
00:49:28: Und heute würde ich sagen das länger warten ist immer besser um die perfekte.
00:49:33: also perfekt gibt es nie.
00:49:34: aber damit man nicht seine eigene Bauchgefühl überstimmt ja und
00:49:38: so diese genau das bauchgefühle wenn du schon so wirklich so zweifel bei der begegnung hast wenn du sagst
00:49:46: Aber
00:49:46: das kriegen wir schon hin.
00:49:51: Manchmal weiß ich ja gar nicht was, es ist nur so eine kleine Schwingung.
00:49:56: und ich glaube auch in den Taffenzeiten habe ich gelernt zu verstehen dass das Team Auch das loyalste Team von Anfang an ist nicht immer das Team, was für jede Krise gemacht ist.
00:50:09: Nicht jeder Mitarbeiter ist für Sturmzeiten gebaut und ich glaube es ist auch in Ordnung.
00:50:16: Und ich glaub da auch zum einen wenn Mitarbeiter gehen zu verstehen die gehen nicht gegen mich sondern sie gehen für sich ja in andere Jobs oder in anderes Situationen.
00:50:25: Schütten
00:50:26: Sie?
00:50:26: Ja!
00:50:26: Oder
00:50:27: müssen Sie sich quasi retten?
00:50:30: zu verstehen und auch zu gucken, das Unternehmen geht jetzt in eine Transformation.
00:50:35: In einer Krise, in der andere Phase – wer ist dann das richtige Leitungsteam?
00:50:39: Auch das immer wieder zu hinterfragen, ist glaube ich wichtig.
00:50:43: und wen brauche ich da noch eben?
00:50:44: Also nochmal das Thema aber auf sich selber zu achten und das Thema Energie.
00:50:52: Unternehmen ist an erster Stelle und dem Unternehmen geht es gut, wenn es mir als Leiterin oder dem Führungsschirm gutgeht.
00:50:59: Und diese sich wirklich zu gucken wann bin ich?
00:51:02: Wirklich was brauche ich damit Ich in meiner Kraft bin weil ich kann nur Entscheidungen treffen Wenn ich wirklich Kraft habe und wenn ich etwas auch da nicht aus den letzten Löchern Wie heißt das immer aus den Letzten Löchern?
00:51:16: Pfeift!
00:51:17: Ja wenn du einigermaßen versorgt bist auch mit den Ressourcen
00:51:21: Und ich glaube, das ist auch total wichtig.
00:51:24: Du hast eine Entscheidung getroffen die von außen betrachtet auf der einen Seite total nachvollziehbar wirkt und auf der anderen Seite auch echt ein Fragezeichen bei mir hinterlässt?
00:51:36: Die Markenrechte wurden ja veräußert, also sie gingen dann über.
00:51:39: Also es heißt mit der Insolvenz war der Verlag dann abgewickelt aber die Markenrecht gab's noch, die hat dann Timo Busch... erworben und dann auch unter diesen Markenrechten das Magazin bis heute ja weitergeführt.
00:51:51: Du bist als Gesicht, als Herausgeberin geblieben.
00:51:55: Das ist einerseits logisch andererseits finde ich es auch super hart diese Entscheidung weil das war ja quasi dein Baby gefühlt.
00:52:03: also du warst dann quasi wie... Ich versuch mal eine Analogie!
00:52:06: Du warst plötzlich Mieter in der Villa die demal gehört hat.
00:52:09: Ja, ja.
00:52:11: Ja?
00:52:12: Es muss jeder für sich selber entscheiden.
00:52:15: Das
00:52:15: gilt grundsätzlich,
00:52:17: ja.
00:52:18: Ich glaube jeder ist da anders.
00:52:20: und für mich war als ich die Insolvenz angemeldet war klar das ganze Ding ist jetzt verloren.
00:52:29: also wir sind oder ich bin auch gescheitert und habe alles verloren und hab Menschen mitgerissen aber die Marke geht nicht verloren So ein Hebel irgendwo umgelegt und habe allen gesagt, auch den Insolvenzverwaltern wir machen weiter.
00:52:44: Wir haben sowas Tolles aufgebaut.
00:52:46: es geht jetzt nicht zur Grunde.
00:52:47: wir schaffen ist die Arbeitsplätze auf zu wieder zu erhalten.
00:52:52: und dann haben
00:52:54: wir
00:52:57: uns auf die Suche gemacht und haben mit Timo Buschmann gefunden er die DNA von Emotion so gesehen hat, wie sie ist und der zu mir auch gesagt hat ihm es wichtig dass ich dabei bleibe wenn er das kauft.
00:53:07: Dass es sozusagen weiter geht um mir was wichtig Arbeitsplätze zu erhalten und ich dachte vielleicht kriege ich das hin ja?
00:53:15: Das ist so geht.
00:53:16: und dann und ich wollte das auch unbedingt unterstützen ist die Marke und dass es so weitergeht und weiterentwickelt wird.
00:53:22: und deswegen bin ich dann das.
00:53:25: sozusagen habe ich mich da auch committed und gesagt das mache ich jetzt und bin da weiter dabei.
00:53:30: Ich habe dann aber im Laufe der ersten Jahre einfach gemerkt, dass es was mit mir macht und als ich gemerkt hab die Arbeitsplätze sind übergegangen.
00:53:40: Also das hat geklappt.
00:53:42: Das Team sozusagen hat wieder neuen Job bei den neuen Emotionen bekommen und es wurde weiterentwickelt.
00:53:48: Es wurden viele Themen auch wirklich richtig super neu umgesetzt habe ich trotzdem dann gemerkt, das in dem eigenen Haus drin zu sein.
00:53:57: Das führt ja dazu, dass man immer wieder damit konfrontiert wird, einfach nicht so gemacht hat, dass man selber noch der finale.
00:54:08: Es wird immer
00:54:08: wieder diese kleine Wunde aufgerissen?
00:54:10: Das wird diese Wunde immer wieder aufgerissene und ich habe zuerst entschieden nicht mehr das Büro zu haben und da auch nicht mehr hinzufahren weil es ja ich am Anfang auch gemacht hab dann gemerkt okay es holt mich trotzdem immer wieder ein und natürlich gibt es Entscheidungen, Führungsthemen die man anders macht.
00:54:25: Jeder ist ja anders und da habe ich auch gemerkt es ist einfach nicht mehr meins und trotzdem irgendwo noch mein Baby und das tut mir nicht gut und ich brauche einen Cut um das einmal abzuschließen und einmal auch die Wunden zu lecken und zu verstehen was mir persönlich eigentlich wiederfahren ist Geld und Kraft.
00:54:45: Und ich verloren habe, auf wie viel ich verzichtet hab auch mit meinen Kindern.
00:54:50: Auf Zeit!
00:54:50: Auf Lebenszeit.
00:54:52: Ja total.
00:54:52: Kraft,
00:54:53: Energie und das mal einmal sacken zu lassen.
00:54:56: Weil ich das irgendwie so einfach durch dieses Weitermachen kam da nie ... Habe ich dann nie was drauf geguckt aber hab gespürt in mir brennt irgendwas total aus Und da habe ich dann die Notbremse gezogen und es hat dann Timo auch verstanden, dass das einfach leider nicht geht.
00:55:12: Das war für mich den letzten Herbst.
00:55:17: So gemerkt, jetzt muss ich da doch ein Ende finden.
00:55:21: Das hat dann noch ein bisschen gedauert aber jetzt bin ich seit paar Monaten endgültig raus und im Guten und merke dass das auch gut tut.
00:55:28: ja weil es kann ich irgendwann vielleicht eine neue Verbindung wieder zu meinem Baby aufbauen.
00:55:34: Aber ist erst mal etwas so erwachsen geworden und hat neue
00:55:37: Eltern
00:55:39: und auch vielleicht gar kein Elter mehr so entwickelt sich ja weiter Und das Team macht es gut Neue tolle Schäffelakturinnen Und ich glaube, jetzt kann ich selber frei entscheiden ob ich nochmal zusammen arbeite da bin oder nicht.
00:55:53: und jetzt erstmal was.
00:55:54: so will ich mein eigenen Weg gehen.
00:55:57: Ganz ehrlich, ich erinnere mich an das Gefühl.
00:55:59: also dein Jurastudium, was du geschildert hast abgeschlossen ist dieses Jahr!
00:56:03: Ja... Und dass jetzt hier klingt tatsächlich eher... Eher durchatmen, oder?
00:56:10: Ja, es war ein zwanzig Jahre Emotion.
00:56:12: Das war wirklich auch bei Gruna was Kampf weil immer Kampf gegen die Oberen sozusagen, dann gegen den Markt an der Kampf ums Geld und das war sehr viel Kampf auch.
00:56:24: aber es waren viele großartige Momente.
00:56:27: und diese Bühne für so viele Frauen, da bin ich immer noch stolz und versuche jetzt wirklich zu sehen diese Bühren die wir gebaut haben und die weiterhin bestehen und noch größer werden Frauen, die andere Frauen inspirieren und ihnen zeigen, hey es geht.
00:56:42: Ich muss mich nur mal
00:56:42: trauen.".
00:56:44: Und an mir kann man sehen, manche Dinge zerplatzen, manchen Träume werden nicht wahr.
00:56:49: aber dann öffnen sich wieder nach einer Zeit andere Türen und das Leben geht weiter.
00:56:54: ich glaube das ist so wichtig dass wir das begreifen ja dass das weitergeht
00:57:00: Und wir wollen natürlich ein bisschen was hören von deinem neuen Leben.
00:57:05: Was hast du da alles reingepackt in das neue New Me?
00:57:08: Einen Hund!
00:57:11: Das haben wir schon mal erfahren, dass es eine gute Entscheidung war.
00:57:14: Nicht in jedem Sekunde...
00:57:19: Nein, ich hab für mich selber... Ich habe mich zurückgezogen was wir bei Emotion immer sagen.
00:57:24: Sie hat mir aufgeschrieben in welchen Situationen komme ich im Flow?
00:57:28: Was sind meine Stärken?
00:57:29: Was habe ich gelernt?
00:57:30: Was ist meine Schwächen und was möchte ich tun?
00:57:32: Und habe die Augen geschlossen und überlegt wo bin ich in fünf bis zehn Jahren?
00:57:36: und habe gemerkt dass dieses Thema Female Empowerment oder auch Female Business Diversität Teams durch schwierige Situationen führen und Marken aufbauen, dass das nach wie vor das ist.
00:57:49: Wofür ich total brenne?
00:57:50: Und dann habe ich überlegt... Dann, wie mache ich das jetzt weiter und hab mich entschlossen einmal meinen Podcast weiterzumachen.
00:57:59: also um so eine Bühne für Frauen zu bauen und freue mich, dass ich Kasia trifft wieder aufgelegt habe.
00:58:04: Also um ganz mit dem Schwerpunkt Wendepunkte wirklich um mit Menschen über diese Momente zu reden, die einen ja oft sehr viel Kraft kosten aber auch viel Kraft geben und auf der anderen Seite als Speakerin und Beraterin jetzt mal mein Weg so als Personal Brand zu versuchen.
00:58:26: Da bin ich jetzt so wirklich an den Anfängen und ein Buch reizt mich auch noch, aber da bin ich noch im ersten Mal diese Power Frauen.
00:58:34: Was ist dieses Power Frauen Thema erst mal bekämpft?
00:58:39: Der Streifen!
00:58:40: Sehe schon in dem Buch Titel Power Frau durchgestrichen
00:58:43: sehr gut.
00:58:46: Niemand braucht Power Frauen, wunderbar wie oft hast du... In dieser Transformationsphase, in der du ja ehrlicherweise immer noch ein Stück weit bist, hat mir gedacht.
00:58:57: So jetzt kannst du ja mal schauen was du in den zwanzig Jahren immer gepredigt hast?
00:59:02: Wie viel du davon selbst auch anwendest und anwenden kannst.
00:59:05: also es ist hier eine Sache das von der Ratio her aufzuschreiben zu durchdringen.
00:59:10: ich meine Es gibt ja kein psychologisches Modell was du nicht schon mal irgendwann gesehen in der Hand hattest.
00:59:15: Also habt ihr alles besprochen in der Tiefe.
00:59:18: So, jetzt bist du selbst in der Situation, wirst du quasi eat your own dog food.
00:59:23: Ja?
00:59:25: Aber bei dem Thema zu bleiben, wie fühlt sich das an?
00:59:28: also...
00:59:29: Ich finde es ist ... immer wieder eine Herausforderung.
00:59:32: Ich finde in der Theorie bin ich, glaube ich echt richtig gut?
00:59:36: Richtig gut!
00:59:38: Und in der Umsetzung erwische ich mich immer wieder.
00:59:41: gestern war wieder so ein Moment.
00:59:42: Ich weiß gar nicht mehr was es genau war aber ich weiß das ich gedacht habe hey das hast du schon so oft über Instagram gepredigt und jetzt bist du in der Situation und machst es genauso.
00:59:52: ja und ich glaube dieses.
00:59:55: also es braucht immer die Übung und den Schritt, den ersten kleinen Schritt.
01:00:00: Ich glaube in dieses Selbstvertrauen zu kommen, dass man nicht nur Dinge schlecht entschieden hat sondern einige Dinge auch richtig entschieden hat.
01:00:08: Da kommt man wieder rein je mehr Dinge man wieder macht und wieder gute Entscheidungen trifft die einen wieder aufbauen weil man darauf gucken kann zurückgucken kann und sagen kann hey das habe ich jetzt gut gemacht!
01:00:18: Und da bin ich wieder.
01:00:21: in der Übung ist immer wieder die eigene Entscheidung, dass es entscheidende ist, dass wir kein Opfer unseres Lebens sind.
01:00:30: Ich glaube für das jeder der Unzuhört begreift so unbequem das isst weil manchmal ist es ja schon ganz bequem sich als Opfer zu sehen.
01:00:38: ich glaub dann kommen wir weiter.
01:00:40: und es ist aber eine Übung.
01:00:41: und ich übe mich
01:00:44: wo erlebst du dich selbst besonders wirksam wenn du als Aufsichtsräte hin zum Beispiel unterwegs bist, also in eher einer Consulting-Funktion oder wenn du Menschen verbindest zusammenbringt.
01:00:57: Weil du bist ja auch die geborene Netzwerkerin im besten aller Sinne oder eher als empathische gegenüber Fragestellerinnen.
01:01:04: was sind Rollen wo du sagst?
01:01:07: Da fühle ich mich besonders wirksam!
01:01:09: Also bin ich so in meinem Kraftfeld.
01:01:14: ist für mich jetzt so das ausschlaggebende Kriterium, welche Wege will ich gehen?
01:01:20: Ich merke wenn ich auf der Bühne bin und Unternehmerinnen oder auch mal nur Frauen mit denen meine Learning-Teile oder einfach Mut mache zu gehen.
01:01:35: Da merke ich, dass ich ganz in meiner Kraft bin und auf meinem Weg bin.
01:01:40: Ich habe Lust – ich war ja zehn Jahre im Aussichtsrat der FAZ – und merke das mir so Medien wieder fehlen.
01:01:47: Also da habe ich gemerkt, da kann ich schon viel beitragen beim... Man natürlich, wenn man zwanzig Jahre so eine Marke aufgebaut hat und durch alles durch ist ganz schön viel gelernt hat.
01:01:57: Und mich auch sehr viele Dinge umtreiben was jetzt mit dem Rechtsruck und über Social Media und als das so passiert da gibt es so viele Themen und auf der anderen Seite auch Markenaufbau und so.
01:02:07: Das reizt mich total.
01:02:09: Da merke ich, das möchte ich mehr machen und dieses Netzwerken und Menschen verbinden ist etwas, was mir wahnsinnig viel Energie gibt.
01:02:17: Also das macht mir Spaß!
01:02:19: Wenn ich dich jetzt kennenlerne dann beim nächsten Moment zu überlegen, wenn ich jemanden anderen kennenlernen, ah, das wäre toll, Juli mal mit der zusammenzubringen, bis es irgendwie in meinen Gehen drin... Ich weiß nicht warum?
01:02:30: Das teilen wir uns, Karsch.
01:02:31: Ja, das teilen weh uns.
01:02:32: Es macht Spaß und was du auch so Frauen davon zu überzeugen bist, ist gut, dass sich gegenseitig zu unterstützen wahnsinnig viel Kraft und Energie zurückbringt.
01:02:43: Und das ist allein deswegen schon toll ist, auch zu sehen wie man gemeinsam vorankommt – und das ist es auf jeden Fall!
01:02:51: Für mich ist es sogar optionlos.
01:02:53: also welche andere Chance hätten wir?
01:02:56: Das finde ich bringt mich noch mal so fast zu meiner schon fast letzten Frage nämlich glaubst du tief im Kern dass man von anderen Menschen etwas lernen kann oder glaubst du, dass es am Ende immer die eigene Erfahrung ist?
01:03:13: Weil wir alle lieben es, Erfahrungen zu hören.
01:03:15: Oder ich hab dich ja auch sehr dezidiert nach deinen Learnings gefragt mit.
01:03:19: Kann man ja auch berechtigterweise die These ausstellen naja mein Gott!
01:03:23: Am Ende muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen.
01:03:25: aber was genau ist das was uns dann trotzdem so inspiriert dabei?
01:03:32: Ich finde es eine ganz tolle Frage, die du mir gerade gestellt hast.
01:03:35: Weil ich habe lese gerade das Buch der großartigen Philosophin Barbara Bleich Mitte des Lebenshessels.
01:03:41: Oh super!
01:03:41: Die war hier auch schon zu Gast?
01:03:42: Die ist da immer...
01:03:43: Die ist so großartig.
01:03:46: Da bin ich dankbar.
01:03:47: Ich hab ja Philosophie-Magazin gemacht, hohe Luft.
01:03:50: Das hat mich ins Philosophikum nach Lech gebracht, wo ich Barbara kennengelernt habe und Und jetzt hat mir eine ehemalige Kollegin so zum Neustart dieses Buch geschenkt und ich finde es so großartig.
01:04:00: Und sie hat da ja auf, weiß noch relativ weit hinten dann genau... Da bin ich jetzt gelesen gerade darüber ob wir immer die Erfahrungen selber machen müssen oder auch von anderen lernen?
01:04:12: Ich glaube manche Erfahrungen müssen wir selber machen weil Ich hab das Gefühl, wenn ich von etwas wahnsinnig überzeugt war.
01:04:22: Dass es mein Weg war dann was zwar immer wieder inspirierend Erfahrungen zu hören aber manche Dinge muss sich selber durchmachen.
01:04:30: Ja?
01:04:31: Ich glaube an manchen Stellen können wir viel lernen und ich denke diese deswegen will ich auch meinen Weg auch teilen mit Gründerinnen und Unternehmern weil ich denke manche dinge muss man nicht nochmal so machen wie ich ja.
01:04:43: also ich glaub man kann Das ganze scheitern manchmal auch nochmal umgehen und da kann ich sicher auch ein paar Themen teilen.
01:04:50: Aber manche Dinge, glaube ich, da kann man andere nicht davon abhalten, dass man die Erfahrung auch selber machen muss.
01:04:56: Also ich glaub, kann man ja auch in der Kindererziehung, kennst du vielleicht
01:05:00: auch?
01:05:01: Absolut!
01:05:02: Ich glaube es fällt auf so einen vorbereiteten Grund.
01:05:06: So leite ich mir das immer her... höre, wenn du jetzt zum Beispiel deine Erfahrung schilderst oder deine Learnings und dann gibt es dabei Aspekte.
01:05:16: die koppeln wahnsinnig stark bei mir an, und andere weniger.
01:05:19: Warum?
01:05:19: Weil ich vielleicht an einer ähnlichen Stelle schon mal war.
01:05:22: Und dann wird es auf einmal resoniertes, dann wird das auf einmal relevant.
01:05:27: Dann erinnere ich mich vielleicht auch mal in der Situation wieder daran, dass sich das bei dir gehört habe.
01:05:32: Und da hat es dann auch diese inspirierende Wirkung.
01:05:35: Für andere Menschen ist es vielleicht an der anderen Stelle überhaupt nicht so entscheidend.
01:05:40: Ich glaube, so kann man sich das ein Stück weit nur ... Die Erfahrung... Keine echte Alternative in der Regel.
01:05:48: Ja, ich glaube aber was sowas auch hilfreich ist.
01:05:51: deswegen würde ich mir so wünschen dass mehr Menschen einfach auch die schweren Momente teilen.
01:05:57: Deswegen versuche ich schon so offen wie es geht zu sein um wirklich auch zu motivieren über die die Krise auch mal mehr zu sprechen durch die jeder Unternehmer unternehmerin geht weil Ich merke Immer wieder werden wir nicht darüber offener Rede, wie viele Menschen damit auch risonieren und aber auch Kraft kriegen.
01:06:15: Weil sie denken her ich bin nicht allein!
01:06:17: Ich bin hier der Einzige, der diese scheiß Situation hat sondern die war da auch schon mal drin ja?
01:06:22: Und ich glaube das ist so wichtig.
01:06:24: es ist auch Unterstützung gegenseitig Unterstützung zu merken du bist nicht der totale Depf weil Du in der Situation bist sondern da kommen auch andere Menschen rein kann vielleicht draus lernen, warum ich aus den und denen und denen gründen mich dann so für diesen Weg entschieden habe.
01:06:41: Und du kannst dann gucken wie ist deine Situation?
01:06:45: Ist sie genauso wie meine oder entscheidest du dich mit der Inspiration von meiner Situation was auch für deinen Weg?
01:06:52: aber ich glaube da kann man sich auch unterstützen einfach voneinander einfach auch so einen Moment der Entlastung zu spüren, vor allem für Frauen mit Kindern.
01:07:03: Das wünsche ich mir auch manchmal zu sagen hey es geht aber es ist manchmal verdammt anstrengend, aber es geht trotzdem und ich möchte das nicht missen.
01:07:10: Ich werde auch meinen Hund nicht verkaufen!
01:07:11: Ich liebe mein Hund, aber gestern hätte ich ihn gerne abgegeben.
01:07:16: Hätte man ihn sehr günstig haben können.
01:07:18: Naja was du anrührst?
01:07:20: Und das ist ja wirklich ein sehr tiefes Thema.
01:07:23: Letzten Endes das Gefühl von Scham, was wir so im Gepäck mit uns haben und das setzt ja sehr früh an.
01:07:30: Und wie Frauen vielleicht besonders, aber nicht nur sind da sehr schnell einzuwickeln in dieses Gefühl?
01:07:38: Ja!
01:07:40: Wie können wir uns davor ein Stück weit auch schützen?
01:07:46: wenn du mit Unternehmer entsprichst, ja?
01:07:48: Ich habe auch schon viele Unternehmer zu Gast gehabt und auch spreche viel mit Unternehmern innen.
01:07:53: Und die sagen mir dann auch ganz aufwändig ehrlich bin ich hatte manchmal auch verdammt Glück also alles immer so zu paraphrasieren als die große strategische Entscheidung und es folgte alles einem super Masterplan Wenn man ganz ehrlich ist Sagen auch UnternehmerInnen Es gab mindestens zwei drei Situationen In meiner Unternehmerzeit wo es auch hätte ins Auge gehen können.
01:08:17: Also, es gibt gar keinen Grund sich über irgendjemand überhaupt sowieso nichts zu erheben der dieses kleine Fünkchenfortüden vielleicht genau dann nicht hatte.
01:08:28: Und ich glaube ist das wichtig!
01:08:30: Ich habe gerade einen Podcast gehört mit Georg Kuffler und Jens Baas also von dem Vorschlag von der TK und Georg Kufler hat Auch gesagt, es ist so wichtig daran zu denken.
01:08:42: Nur zehn Prozent der Menschen da draußen trauen sich überhaupt zu springen und den Untergrund zu gründen.
01:08:48: Und da gehören die dazu, die es schaffen und die dazu nicht schaffen und sich zu überlegen, hey dann das versuche ich auch so dann zu denken.
01:08:57: Ich gehöre immerhin zu den zehn Prozent die sich getraut haben was zu riskieren.
01:09:00: Absolut!
01:09:02: Und es ist nicht immer leicht.
01:09:03: aber ich war ihm sehr dankbar als ich das gehört habe weil er sagte dass wir kommen in der Wirtschaft nur weiter wenn wir uns trauen Dinge mal auszuprobieren.
01:09:10: deswegen alle die uns zuhören und überlegen ich hab die eine super Idee kann nur ermutigen springen und mal was ausprobieren das braucht ja unsere Wirtschaft Scheitern und dieser Umgang mit Insolvenzen da draußen einfach noch ändert, dass man das auch mehr ...
01:09:29: Auf jeden Fall.
01:09:31: Das
01:09:31: muss sich
01:09:32: ändern!
01:09:34: hilft dann einem hoffentlich, das Schamgefühl wird ja immer persönlich bleiben.
01:09:39: Aber dass zumindest ein bisschen leichter wird.
01:09:42: Wir müssen sich noch instrumentalisieren oder institutionalisieren und sondern dem etwas entgegensetzen und sagen, das gehört mit... Das ist eingepreist wenn du Unternehmer wisst, dass es diese Option gibt auf Scheitern.
01:09:56: Und das Interessante ist, hier noch um eins zu teilen.
01:09:59: Das ja ganz oft Menschen immer besser wissen und einen sehr krass bewerten die ein total gesichertes Leben haben und nie was riskiert.
01:10:08: Ja, das muss man sich auch mal überlegen.
01:10:09: Das versuche ich mir dann auch zu sagen okay es ist interessant dass der oder die das sagt aber was hat er oder die jemals in seinem Leben riskiert?
01:10:17: Also nehm' mich das überhaupt lasse ich das überhaupt an mich ran sondern das hatte Georg Kofle auch so gut gesagt.
01:10:23: er hat gelernt sich ein Panzer zu zu bauen und zu sagen, da kommt nicht jede Kritik.
01:10:29: Und jeder Miss, den man dann so hört nach dem man gescheitert ist, dann durch.
01:10:33: Sondern man filtert wir nämlich ernst und wer trifft mich?
01:10:38: Man hat ja die Selbstvorwürfe ja genug schon.
01:10:42: Wir nehmen mich da höre ich zu aber dann geht es zum anderen Ohr auch wieder raus weil ...
01:10:49: Wer spricht hier aus welcher Not und vor allen Dingen mit welcher Botschaft?
01:10:53: Weil das ist ganz oft eine Selbstgrundgabe über die eigene Not, die da ist.
01:10:58: Das zu sagen... Mit The Circle und das ist jetzt dein aktuelles großes Netzwerk was du schon aufgebaut hast wo du deine diese Spielwiese die ja wirklich nun mal dein ich sag nochmal dass Wort Kraftfeld ist auch voll auslebst wer begegnet sich da mit welchem Thema?
01:11:17: Also ich habe zwei, also ein Netzwerk was so zwei Stufen hat.
01:11:20: Das ist eines Kaches in der Circle, das ist ein sehr persönliches Netzwerk wo ich einfach Frauen frauen für Netze weil ich gesagt hab... Das es mir so wichtig ist Frauen zu vernetzen, die wirklich auch immer andere Frauen sehen und unterstützen.
01:11:35: Und die auch nicht zahlen, sondern die zahlen mit Daten und sind dann bei mir im Netzwerk dabei was von Schieß Mercedes unterstützt wird.
01:11:43: Da mache ich Veranstaltungen um Frauen aus unterschiedlichsten Branchen zusammenzubringen damit sie Mehrwert für sich selber draufziehen und gemeinsam lernen auch von eigenen Erfahrungen und da ist meine Kollegin Gabi Riedl auch mit dabei mit ausbaut und gemeinsam machen wir das Circle.
01:12:02: Auch, dass ist ein größeres Netzwerk wo wir auch die Teilnehmerin kuratieren aber wofür man dann auch Tickets zahlt wie jetzt beim Juni bei dem Berliner Tennis Open Und da geht es auch darum Frauen zusammenzubringen, gemeinsam zu lernen und echte Verbindung zu schaffen.
01:12:19: Ich glaube das ist so wichtig dass wir, dass meine große Erfahrungen des Verbindungs so wichtig sind.
01:12:25: Und ich hätte die letzten drei Jahre glaube ich nicht so, wäre ich nicht durchgekommen wenn ich nicht ganz viele Menschen an meiner Seite gehabt hätte.
01:12:33: Manche hatte gar nicht mehr im Blick die da waren weil man schon durch Begegnungengespräche Verbindung geschafft hat die einen so tragen.
01:12:43: Wichtig finde ich für sich selber ein Netzwerk aufzubauen, das mich nicht nur durch in den Höhen begleitet.
01:12:50: Da gibt es immer ein großes Netzwerk sondern auch durch die Taffenphase meines Lebens trägt und dazu wollen wir ein bisschen was beitragen und vor allem dieses voneinander lernen Erfahrungen zu teilen in einem geschlossenen Raum, wo man weiß da ist jeder wirklich ehrlich miteinander und da muss man sich nicht irgendwie aufspielen.
01:13:15: Und irgendwelche Status-Symbole und nur Erfolgsstories teilen das ist sehr wertvoll.
01:13:21: also ich glaube davon gibt es nicht so viele und auf der anderen Seite drängt uns auch diese digitale Welt dazu des Begegnungen finde ich einfach immer wertvoller werden.
01:13:32: Also ich weiß nicht wie's dir geht aber ich merke... Auf jeden
01:13:35: Fall!
01:13:36: Begegnungen, sich sehen und sich sprechen.
01:13:40: Ein bisschen Zeit miteinander zu verbringen was gemeinsam erleben was wir auch mit dem Tennis machen das schweißt schon zusammen.
01:13:46: Auf jeden Fall also ich meine für die meistens Gespräche remote und schaffe ganz bewusst auch analoge Gegenpolar dazu oder versuche auch wenn wenn ich das Gefühl habe ein Gespräch ist eine echte Herzensverbindung dann dass auch irgendwie analog nachzuholen weil ganz ehrlich es ist einen Unterschied Es ist ein Unterschied und die Welten können sich da wunderbar ergänzen, aber es gibt nicht nur das eine.
01:14:11: Das heißt also dass das Thema Netzwerken geht weiter?
01:14:14: Du bist da dran du wirst genau noch an der Stelle, dass du sagst, du möchtest Frauen unterstützen, dass sie auch in ihre Kraft kommen sowie du auch bringst deinen ganzen Erfahrungsschatz dein wertvollen ein.
01:14:27: Was würdest du sagen überwiegt bei dir im Moment?
01:14:29: Es ist eher so was treibendes nach vorne, diese Macherlaune die du ja durchaus auch kennst von dir das Kämpferische oder vielleicht noch eher das Momentum des Innerhaltens.
01:14:39: Also mich packt, wenn ich jetzt natürlich in die Organisation von The Circle gehe oder mein Cache ist in der Circle.
01:14:45: Da packt mich natürlich sehr das Umsetzen und da komme ich in so ein Flow wie ich merke, wie es so Events entstehen und Verbindungen und so und da bin ich total drin.
01:14:55: aber überwiegend muss ich sagen momentan ziehe ich mich immer wieder in diesen Momentum zurück zu... überlegen was will ich wirklich?
01:15:03: und dieses wer willst du sein?
01:15:05: ja die dna auch von emotion diese ist diese so wichtige frage.
01:15:09: also sich zu fragen wer will ich sein wo kommt wirklich meine Stärken rein.
01:15:14: Also, wo mache ich die großen nächsten Schritte?
01:15:18: und um sich einfach nicht zu verzetteln und nicht so viel auf einmal zu machen?
01:15:21: Es ist auch ein großes Learning von mir diese Fokussierung.
01:15:25: Die ich vorhin auch noch mal sagen müssen also nochmal zu bestärken.
01:15:28: Focus, focus, focus!
01:15:29: Nicht zuviel auf einmal das war sicher auch etwas... Das war ein großes learning.
01:15:34: Eins nach dem anderen.
01:15:36: Ich habe nur noch eine einzige Frage.
01:15:39: Wann kommt Der filmt zu deinem Leben, lieber Kasia.
01:15:45: Sag nicht!
01:15:45: Du hast dann nicht mit dem Gedanken gespielt?
01:15:47: Ich kann es mir vorstellen... Ich habe schon
01:15:49: mit dem Gedanke gespielt und mit Nico Hoffmann einmal gesprochen über mein erstes Buch die Flüchtlingsgeschichte meiner Mutter.
01:15:56: Und ja, da kam mein Unternehmen dann dazwischen so.
01:16:01: Aber ich finde Filme schon auch ganz spannend aber das ist zuerst mal das Buch.
01:16:05: also mich treibt schon dieses Thema Resilienz und Optimismus.
01:16:09: Ich glaube, das ist so wichtig, dass wir das in die Welt tragen.
01:16:12: Dass jeder von uns Resilient ist, dass Resilience ein Muskel ist, den wir trainieren können – und Optimismus auch!
01:16:19: Weil es fängt jetzt gleich wieder an zu schütten.
01:16:21: Das kann mich runterziehen aber ich kann's auch denken, wie sagt man dann immer hier in Hamburg?
01:16:28: Die Natur freut sich.
01:16:31: Die ist total glücklich, die Natur in Hamburg.
01:16:35: Die Glücklichte!
01:16:38: Genau.
01:16:39: Der Centercourt bei den roten Baum hier Turnier hat ja ein Dach...
01:16:46: Also ich bleib auf jeden Fall mal an deinen Fersen hängen, liebe Karscher?
01:16:50: Ich werde es verfolgen auf Buchauffilmen was auch immer.
01:16:53: Wer sich für The Circle interessiert, ich würde sagen wir packen das mal Wie heißt es so schön?
01:17:01: In
01:17:01: die Show-Notes.
01:17:02: Und ansonsten bedanke ich mich für dieses wirklich sehr persönliche Reinblicken lassen in deinem Weg, in deine Emotionen, in deinen Emotien und in deiner Entscheidungsfindung.
01:17:13: Ich glaube das war für viele, die uns zugehört haben.
01:17:16: Sehr, sehr wertvoll!
01:17:17: Ich danke dir ganz herzlich.
01:17:18: Vielen Dank liebe Julius hat sehr viel Spaß gemacht.
01:17:21: Danke dir.
01:17:22: Ich kann mich noch sehr genau an diesen Aufruf auf LinkedIn erinnern, auch wie kämpferisch und wie offen.
01:17:28: Und wie unverstellt sich Kasia da gezeigt hat ihrer Community, ihre Leserschaft – das erfordert schon verdammt viel Mut und Überwindung.
01:17:38: so nach außen zu treten gerade wenn es eben nicht gut läuft!
01:17:45: geht da vielleicht nicht selbst zerstörerisch, aber sehr, sehr ehrlich und hart mit sich ins Gericht.
01:17:50: Und guckt zurück und guckt aber gleichzeitig auch nach vorne!
01:17:55: Vielleicht ist euch das schon aufgefallen?
01:17:57: Es gab jetzt hier in den letzten Folgen ein paar echte große Geschichten und ich finde irgendwie jetzt auch so in der Sommerzeit passt es total gut, wenn vielleicht so dieser Tagestakt etwas durchlässiger wird, sich diesen Geschichten noch mal zu widmen und die vielleicht sogar mit in die Sommerferien zu nehmen nicht so als Unterhaltung sondern einfach als Gelegenheit nochmal über das nachzudenken was einen selbst bewegt.
01:18:24: Wo stehe ich denn?
01:18:25: Wo möchte ich vielleicht oder muss ich etwas neu anfangen?
01:18:29: Nicht immer ist uns das gegeben das auszuwählen.
01:18:32: manchmal wird uns die Tür vor der Nase zugeknallt und dann isst die Welt für ein Moment erstmal zu Ende.
01:18:38: Und dass sie weitergeht, das sehen wir in diesen Geschichten aus verschiedenen Konstellationperspektiven.
01:18:44: Da ist Cassia sicherlich oder Cassias Geschichte und ihr Weg eine ganz große Inspirationsquelle.
01:18:53: Bleibt dabei, läst gerne Bücher mit.
01:18:56: Ihr wisst schon ganz vielen Schwimmbädern vorne drauf irgendwie ist das ja denn seit ein paar Jahren irgendwie so einen Trend den ich beobachte dass auf jedem Cover gefüllt von einem Roman im Sommer irgendwelche Schwimmbäder abgebildet sind.
01:19:09: Das machen wir hier nicht mit.
01:19:10: aber Ein bisschen Storytelling.
01:19:13: Nicht der Unterhaltung willen, sondern als Inspiration und als Denkanstoß das machen wir!
01:19:18: Wenn es euch gefällt lasst ein paar Sterne da.
01:19:21: schreibt doch mal vielleicht in die Kommentare rein wo ihr hin in den Urlaub fahrt und was ihr euch vielleicht als gedankengepackt mitnimmt.
01:19:28: Das würde mich wirklich sehr interessieren.
01:19:30: In diesem Sinne habt eine gute Zeit und ich freue mich wenn ihr nächste Woche wieder einschaltet.
01:19:35: wenn es heißt herzlich willkommen bei Good World.
Neuer Kommentar