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Was können wir vom Militär über Arbeitskultur lernen? Prof. Dr. Sönke Neitzel (336)

Shownotes

„Jede Institution, die über 50 Prozent im Overhead hat, ist dysfunktional."

Sönke Neitzel ist Militärhistoriker mit einem Lebenswerk und einem Büro voller unbequemer Wahrheiten. Er hat in Glasgow und an der London School of Economics gelehrt, bevor er 2015 nach Potsdam kam, um Deutschlands einzigen Masterstudiengang in War and Conflict Studies zu leiten. Wer Krieg, Strategie und das Versagen großer Organisationen verstehen will, kommt an ihm nicht vorbei.

Die Bundeswehr als Spiegel. Eine 5 für die Verwaltungsstrukturen, ein gespaltenes Urteil zur Infrastruktur, ernste Fragezeichen zur Kriegstüchtigkeit. Neitzel seziert die Bundeswehr nicht als Ankläger, sondern als Historiker mit präzisem Blick auf das, was sich strukturell nicht ändern lässt, wenn man bloß Geld hineinschüttet. Sein zentrales Argument: Über 50 Prozent Overhead sind kein Schönheitsfehler, das ist der eigentliche Defekt.

Was Clausewitz mit Unternehmensführung zu tun hat. Im Gespräch wird deutlich, wie nah Militärstrategie und Managementlehre beieinanderliegen. Zweck, Ziel, Mittel. Strategie von Taktik trennen. Dezentral entscheiden, aber mit klarer Richtung. Neitzel erklärt, was Auftragstaktik bedeutet und warum das Prinzip, Entscheidungsbefugnisse an die untere Ebene zu delegieren, in der Bundeswehr zunehmend einer Prozesslogik gewichen ist, die Initiative bestraft.

Das eigentliche Problem: Wer führt, wenn keiner führen gelernt hat? Das Geld allein löst das Problem nicht. Neitzel benennt, was fehlt: Leute an der Spitze, die große Organisationen wirklich reformiert haben. Und einen politischen Willen, der über schöne Reden hinausgeht. Sein Vergleich mit der Deutschen Bank unter Christian Sewing zeigt, was strukturellen Wandel in der Praxis ausmacht.

Worüber wir noch gesprochen haben:

  • Kriegstüchtigkeit: Welches Szenario die Bundeswehr bestehen könnte und welches nicht
  • Auftragstaktik: Wie die preußische Idee der dezentralen Führung entstand und warum sie heute weitgehend verloren gegangen ist
  • Strategie vs. Taktik: Was diese Begriffe wirklich bedeuten und warum Journalisten sie regelmäßig falsch benutzen
  • Potemkinsche Kasernen: Warum Truppenbesuche ein verzerrtes Bild der Realität erzeugen
  • Umgang mit Ungewissheit: Was „in der Lage leben" heißt und warum Nicht-Handeln für große Systeme gefährlicher ist als Fehler

Sönke Neitzel ist kein Militärfan, der Krieg verherrlicht. Er ist jemand, der ihn versteht, und der deshalb mit einer Klarheit analysiert, die verblüfft und verstört zugleich. Was bleibt, ist eine dringende Frage, die weit über die Bundeswehr hinausreicht: Wie reformiert man eine große Organisation, wenn alle Beteiligten ein systemisches Interesse daran haben, dass alles bleibt, wie es ist?

Interview: Jule Jankowski


Weiterführende Links

➡️ Sönke Neitzel am Institut für Militärgeschichte in Potsdam

LInk zur Folge mit Matthias Schranner: ➡️ Matthias Schranner bei GOOD WORK


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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich glaube, der Grundunterschied zur Wirtschaft ist das man bei der Bundeswehr glaubt.

00:00:04: Man nimmt das bestehende System, kippt da viel Geld rein und optimiert das bestehende System.

00:00:10: Ich weiß dass die Sachen kompliziert sind!

00:00:12: ich weiß dass es nicht über Nacht geht.

00:00:13: Ich weiss dass es Prozesse sind.

00:00:14: Das muss mir niemand erklären.

00:00:16: aber der Unwillen mal wirklich größer zu denken.

00:00:21: Die Angst mal größer zudenken.

00:00:24: Den muss man nicht abschichten und so den finde ich wirklich striking und es wäre schön Wenn das Kabinett sich mal tief in die Augen schauen würde und wenn sie mal zum Inzahlen kommen würden.

00:00:40: Hallo und herzlich willkommen bei Good Work, dem Podcast für gute Zusammenarbeit.

00:00:45: Und für zukunftsfähige Arbeitskultur!

00:00:47: Mein Name ist Julie Jankowski und ich begrüße euch hier zu einer neuen Runde.

00:00:51: Ich möchte fast sagen zu einer kämpferischen Runde das schauen wir mal ob der so kämpfere Schwert.

00:00:56: auf jeden Fall haben wir ein spannendes Thema heute wieder hier im Rahmen unserer Betrachtung auf Arbeitskultur bei good work.

00:01:04: Wir hatten eine Folge vor ein paar Wochen.

00:01:07: die war wahnsinnig Erfolgreich, die war für euch offensichtlich sehr relevant und zwar ging es da um Verhandlungstaktiken mit Matthias Schraner.

00:01:15: Und ein bisschen hat mich das dann auch zu der Idee gebracht mit einer Person zu sprechen, die sich in Sachen Militär und damit mutmaßlich auch mit Strategienverhandlungen usw.

00:01:25: gut auskennt und doch mal zu schauen, wie der Transfer gelingen kann in die Wirtschaftswelt.

00:01:31: Und ich glaube wenn ich seinen Namen nenne sind alle erstmal ziemlich beeindruckt denn er ist omnipräsent in den Medien!

00:01:39: Ich bin sehr froh dass wir ihn hier haben und ich begrüße ganz offiziell und ganz froh Prof.

00:01:45: Dr.

00:01:46: Sönke Neitzel als Militär Historiker ist Lehrstuhlinhaber in Potsdam und zwar am Institut oder am Lehrstuhl für Militärgeschichte und Achtung, Kulturgeschichte der Gewalt allein schon.

00:01:57: Der Titel macht ihn zur Person, an die wir hier unbedingt vom Mikrofon haben müssen.

00:02:02: Ich sage jetzt erstmal Hallo lieber Sönke!

00:02:04: Hallo liebe Jule!

00:02:06: Wir müssen das glaube ich mal aufklären, die sagen auch, oh wieso bist du ein Dupadu?

00:02:10: Uns verbindet ja was.

00:02:12: Ja, erzähl mal.

00:02:15: Eigentlich bin ich ja nicht zum Erzählen sondern nur zum Fragen.

00:02:17: Aber gut das kläre ich mal auf.

00:02:19: wir haben nämlich zusammen studiert und nein liebe Leute Ich habe wirklich keine Ahnung von Militärgeschichte.

00:02:25: Das war schon immer dein Steckenpferd oder?

00:02:27: Das

00:02:27: stimmt!

00:02:28: Das ist schon in unserer frühen Studienzeit so.

00:02:30: Da hab' ich ja schon in den ersten Semestern ein Buch geschrieben über deutsche U-Bootbunker und Bunkerwerften.

00:02:36: da war ich im dritten Semester ja also ein bisschen nördig war ich damals schon drauf.

00:02:39: Das kann ich jetzt ja vielleicht mal ein wenig ins Licht rücken.

00:02:43: Ich geb dir recht, das war schon ein bisschen...

00:02:45: Was?

00:02:46: Heimatland!

00:02:47: Musst du doch jetzt natürlich zurückweisen!

00:02:50: Naja also es hat sich sagen wir mal so.

00:02:53: Es hatte sich rumgesprochen man hatte schon so eine klare.

00:02:55: heute wird man sagen ist super lupenreine Positionierung.

00:02:59: Ja

00:02:59: das war gut.

00:03:00: Auf

00:03:00: jeden Fall.

00:03:04: Wir kommen gleich nach Natürlich zu deinem Werdegang und zu deinen heutigen Wirken, kommen wir erst mal zum täglichen Wirken.

00:03:11: Das ist nämlich hier immer der Start in den Podcasts.

00:03:13: Wie bist du in den Tag gestartet lieber Sönke?

00:03:17: Ich bin in den Tage startet mit einem Espresso und einem guten Frühstück und dann bin ich wie immer um acht Uhr treißig mit dem Regional Express vom Bahnhof Zoo zur Uni gefahren.

00:03:31: Bahnhof Park Sonsens sieht man diesen herrlichen Wetter durch den Park zu Uni gegangen am neuen Palais und kommen gerade aus der Vorlesung.

00:03:38: Krieg und Frieden nach, mit den Nr.

00:03:41: neunzeigundvierzig.

00:03:42: Oh wow!

00:03:43: Wie müssen wir uns das denn vorstellen?

00:03:45: Den Lehrstuhl wie viele Studierende habt ihr im Moment?

00:03:48: Also wir haben ja, sind am Historischen Institut zehn Professoren und Professorinnen und haben Bachelor Studenten und da jeder Professor trägt dazu bei.

00:04:02: ich glaube wir haben ungefähr siebzehnhundert davon.

00:04:05: Von da kann ich bei Bachelorn gar nicht sagen, wie viel Studium ich habe.

00:04:08: Und dann haben wir beim Masterprogramm, der ist bei mir auch speziell war.

00:04:12: on conflict studies ist der master auf englisch.

00:04:15: das ist der einzige master dieser art in deutschland und da sind es jedes jahr thirty-five plätze und das sind dann fast nicht jetzt eingeschrieben über die semester zweihundert oder so.

00:04:26: und dass mit einem kleinen team viel arbeit macht aber viel spaß.

00:04:31: Also meine Fantasie geht in die Richtung, neunzig Prozent Männer.

00:04:34: Vielleicht ist das total

00:04:35: falsch?

00:04:35: Nein, nein, nein!

00:04:37: Es sind schon mehr Männer als Damen aber ich würde sagen sechzig-vierzig.

00:04:40: Oh

00:04:40: wow!

00:04:40: Cool!

00:04:41: Ja

00:04:43: und die besonders guten muss ich sagen es sind oft die Frauen.

00:04:47: So

00:04:48: wenn wir mal zählen wer Pferdikatexamen macht also eins Kommando ist Eins Kommand zwei dann sind das glaube ich mehr Damen als Herren.

00:04:57: Das nur mal kurz hier festgehalten.

00:04:59: Ja,

00:04:59: wo ist das?

00:05:00: Ja

00:05:00: kennst du eigentlich Matthias Schraner den ich eingangs erwähnt habe?

00:05:03: Nee.

00:05:04: Ne noch nicht?

00:05:04: Interessant.

00:05:05: Ich leb

00:05:05: ja seit zurückgezogen musst du wissen

00:05:07: Du liebst Also anders.

00:05:11: Statement hat einen Vornamen Sönke.

00:05:13: also das stimmt nun wirklich überhaupt nicht.

00:05:15: also wer dich bisher nicht entdeckt hat lebt unter einem stein.

00:05:19: Ja genau der ist selbst schuld.

00:05:21: er hat zumindest so was wie mediale abstinenz irgendwie wohl geschworen.

00:05:27: Wir bleiben noch mal kurz bei deinem Start und dann geht es auch wirklich ins Thema rein.

00:05:30: Bist du preußisch geprägt?

00:05:32: Also sagen wir mal so, was man so gemeinhin als preußische Tugend beschreiben würde also sehr diszipliniert, sehr strukturiert.

00:05:39: vielleicht klären wir das ja heute noch auf dass ich

00:05:42: glaube wenn man würde nicht den Lebensweg gehen können denn ich gegangen bin an der Uni der extrem brutal ist und extrem sozial tabynistisch wenn man sich nicht selbst organisieren kann.

00:05:53: und da kommt auch hinzu irgendwo im Keller sitzen, mit vielen Büchern und Akten.

00:05:59: Und dann jahrelang über einem historischen Problem rumbrüten.

00:06:02: Zum Schluss erscheint hoffentlich ein kluges Buch.

00:06:05: Ich glaube da muss man... Man ist viel allein!

00:06:09: Da muss man sich einfach gut organisieren.

00:06:10: Das war schon in meiner Zeit an der Uni Mainz als ich meine Habilitationsschrieb damals noch in einer kleinen Wohnung.

00:06:17: Wenn man dann wochenlang an seinen Akten brütet Da muss man sich extrem gut organisieren, sonst verliert man sich und kommt nicht zum Punkt.

00:06:25: Und von daher glaube ich... naja also ich bin ganz gut organisiert.

00:06:29: das kann immer noch besser sein wenn ich so meine E-Mailablage bezachte aber irgendwie I'm able to manage that.

00:06:37: Ja

00:06:37: sehr gut.

00:06:39: Was war von Anfang an größer bei dir die Begeisterung für Geschichte?

00:06:42: Für geschichtliche historische Zusammenhänge oder für Militär?

00:06:48: Ich komme glaube ich eher übers Militär, also an meiner ganz frühen Jugendzeit wieder so bei Jungs ist und dann hat sich das bei mir aber dann professionellisiert.

00:06:57: Und ich glaube mein erstes Buch was wir im Bereich Militäre Geschichte festmachen könnten da war ich Acht oder so und meine Mutter in der Buchhandlung gearbeitet hatte ich immer Zugang und erst in der Uni habe bisschen die Breite kennengelernt und auch die wissenschaftlichen Methodiken.

00:07:15: Die lernt man ja nicht in der Schule und so, also da ist das alles ein bisschen ungelenke, ist dann so ein bisschen in Form gebräuchten.

00:07:23: Gut du hast dann mehrere Stationen im Ausland gehabt.

00:07:26: eine längere war unter anderem auch in London an der London School of Economics würde ja insinuieren dass du die Welten zusammengebracht hast es geschichtliche das militärische vielleicht auch das wirtschaftswissenschaftliche.

00:07:39: Also die Landenschool of Economics and Political Science, LSE abgekürzt ist ein Teil der offiziell der University of London aber eigentlich der eigene Uni und natürlich bekannt durch ihre Wirtschaftswissenschaften und durch Jura.

00:07:53: Die beiden sind weltführend.

00:07:54: Geschichte das History Department, Department on International History wurde mir beschrieben Herr Neitzel vergleicht zu Jura und den Wirtschaftswissenschaften sind wir Belgien.

00:08:04: Das sind die großen Mächte, das sind die Weltmächte hier in Belgien.

00:08:07: Also ein kleines Institut, aber dreizig Kollegen, aber extrem international aufgestellt.

00:08:12: Sehr internationale Studenten.

00:08:14: war eine ganz tolle Zeit da der Professor zu sein an Sondertollen Uni die drei Jahre.

00:08:19: Ein Jahr war ich Vorher-Professor in Glasgow und das ist schon interessant mal... Ich habe oft an der LSI Dinge gelernt, die ich mit nach Potsdam gebracht hab dass gerade bei Krieg und Frieden es eben sehr unterschiedliche Perspektiven gibt auch der Studenten und keiner so ein bisschen seiner Geschichte entkommt, aber jemand aus Singapur, aus Kenia, aus Israel, aus Kolumbien.

00:08:42: Die Dinge natürlich ganz anders betrachtet als jemand der aus Deutschland kommt.

00:08:47: Und ich bin dann auch... Als ich nach Potsdam ging, im Jahr zweiundfünfzehn habe ich dann auf einen... diesen englischsprachigen Masterstudiengang ins Leben gerufen.

00:08:56: und wir haben auch in guten Jahrgängen etwa die Hälfte des Studenten, die nicht Deutsche sind, das variiert immer ein bisschen Und das ist für mich immer faszinierend, weil die Erfahrungen ganz andere sind und die Narrative ganz andere.

00:09:07: Die Studenten sich so ein bisschen auch selber erziehen in Anführungsstrichen erziehen, weil sie eine ganz andere Diskose kennenlernen.

00:09:13: Wenn ich an unsere Studium in Mainz denke Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger... Dann war das ja Deutsch, also auch im Geschichtsstudium war es ja deutsch geprägt.

00:09:23: Komplett, deutsch-zentristisch.

00:09:26: Ja total und ich kann mich kannst du dich erinnern an einen Kommiliton der nicht Deutsch sprach oder der vielleicht haben wir in Österreich aber uns sowieso, aber ich kam mich eigentlich nur an die deutsche Erinnerung.

00:09:38: und diese unter LSI sind siebzig Prozent nicht britisch Und man hat wirklich einen, also meine chinesischen Studenten sagten immer hier was fangen sie mal vom ersten September noch seit meinem Dreißig Kriegsausbruch zu heute der Wirklichkeit anzureden.

00:09:52: Der begann doch mit dem mit dem chinesisch-japanischen Kriegnusser Ziemunddreißig und das war nicht wirklich eine spannende... Das ist

00:09:59: spannend oder?

00:09:59: Wenn wir immer darüber reden ja auch gerne hier in Deutschland davon dass wir in so friedlichen Zeiten in den letzten Jahren gelebt hätten dann denke ich auf wie zentriert kann man denken.

00:10:09: Ich mein Die Welt war nie friedlich.

00:10:11: Eine Verengung der Perspektive, da müssen wir uns auch an den Universitäten an die Nase fassen.

00:10:17: also wie viele englischsprachige Studiengänge gibt es denn?

00:10:19: Jetzt kann man schon in Deutschland Deutsch reden aber hier kriege ich das Engelsprache natürlich viel mehr Studenten für meine Perspektiven rein und das wird nicht so wegen Großbritannien funktionieren ist ja klar weil man kann das glaube ich schon erweitern.

00:10:36: Also in den Departementen der LSI wurden eigentlich alle Sprachen der Welt gesprochen, inklusive chinesisch-ungerisch-finish.

00:10:42: Sua Hele japanisch ich weiß nicht was noch und das ist jetzt natürlich in den deutschen Unis nicht so.

00:10:51: Großbritannien hat eine andere Geschichte als wir aber ich finde diesen Blick fand nach außen wichtig und da kann man zum Beispiel auch den zweiten Weltkrieg mal nehmen.

00:11:00: Wir haben eben einen sehr sehr verengten Blick wenn man ihn als globalen Krieg begreift.

00:11:06: Und das habe ich an der LSI mehr denn je begriffen.

00:11:09: Mehr denn je, vor allen Dingen das Differenzierter drauf zu schauen.

00:11:12: und mit diesen Eindrücken im Gepäck mit natürlich den ganzen wissenschaftlichen Untersuchungen kamst du dann Mitte der zehner Jahre nach Deutschland.

00:11:20: war es das erste oder bisher auch glaube ich einzige Institut in Deutschland oder Lehrstuhl seiner Art?

00:11:26: Wir waren ja da noch in einer Zeit wo wir mit Krieg ehrlich gesagt Gegenwart betrug wenigstens am Hut hatten.

00:11:32: Also wir haben das ja damals in der Ukraine noch mal ein bisschen ausgeblendet und so, dass war eine Seitennotiz.

00:11:41: Wie war deine Einstellung dazu?

00:11:43: Also wie war deine Haltung... Also diesen

00:11:44: Lehrstuhl gibt es seit nineteen-neunzig hier an der Uni Potsdam.

00:11:47: Das ist ein Stiftungslehrstuhel des BMVG, des Verteidigungsministeriums.

00:11:50: Die haben das für fünf Jahre bezahlt und dann hat das Brandenburg die Uni Portsdam das übernommen Und mein Vorgänger Bernhard Kröner war das eben von siebenundneunzig bis zweitausendfünfzehn und ich bin sagen der zweite Inhaber.

00:12:03: Und mein Vorgänger hat da glaube ich ganz, ganz gute Arbeit geleistet weil er hat viele Vorurteile mit vielen Vorteilen gebrochen dass dann nun wie jetzt irgendwie alle Pickelhauben auf haben um mit Zinssaltdaten spielen und was da an Unsinn alles so kursiert und einen frühen Neuzeit-Professor, der erst nach Frühen-Neuzeit kommt aber auch seit der Weltkrieg gemacht hat und sehr gut Französisch sprach.

00:12:23: Dekanen!

00:12:24: Sehr lange Dekaden waren bei uns an der Fakultät.

00:12:26: also diese Vorurteile, die es vielleicht einer Uni gegen dieses Fach gibt.

00:12:29: Die Militärgeschichte hat er alle beiseite gewischt und ich kam dann in Zwei-Fünfzehn mit der Londoner Erfahrung.

00:12:37: Das war auch ein Beginn eine andere Zeit weil wir haben zu Vierzehnten die Klimmanaktion.

00:12:42: aber du hast schon recht viel hat sich im Diskurs nicht verändert.

00:12:46: Und ich ernehm mich auch als ich gesagt habe Wir machen jetzt mal einen Studiengang Warren Conflict Studies.

00:12:51: Da haben schon einige Kollegen ein bisschen geguckt, da können sie das nicht Peace in Conflicts nennen.

00:12:55: Hauptsache wir reden und dann wird die Welt besser.

00:12:58: Dann habe ich gesagt ne, das machen wir nicht so sondern wir machen das so wie es in Großbritannien üblich ist und wir sind hier intellektuell offen und gehen runter von diesem normativen Quark den wir mit diesem Thema auf dem Deutschland hatten.

00:13:11: Und dann war's eigentlich so dass auch alle Unterstützung vom Präsidenten hatte und sehr schnell war der Studiengang sehr erfolgreich bei den Studenten, und das ist dann in der Uni auch so eine eigene Logik.

00:13:22: Und dann habe ich auch noch Drittmittel eingeworben und habe viele Bücher geschrieben und war gelegentlich mal im Fernsehen zu sehen.

00:13:28: also... Ich glaube aus Sicht der Unileitung war das ein guter Kauf einer Einstellung.

00:13:36: Richtig Spieler verteidigt?

00:13:37: Ja

00:13:38: genau, richtiger Spielerwechsel von London nach Potsdam.

00:13:43: Und ja, also ich klar gibt es immer noch auch hier an der Uni Leute die die Nase rünfen und manchen im Aster, der aus meiner Sicht ein bisschen verstrahlt ist in seinen ideologischen Echo-Kammern hängt.

00:13:56: Aber wir sind eine liberale Demokratie.

00:13:58: Jeder kann auch dagegen sein.

00:14:01: Also in meinem Alltag erlebe ich hier keine Kämpfe.

00:14:04: Das muss man aber auch sagen, Potsdam ist sicherlich ein besonderer Ort das wäre an der FU oder der HU sicherlich anders wo wir eben leider unglaublich ideologisiert sind in den Geistwissenschaften.

00:14:15: Aber hier kann ich das machen und das ist gut so, wir haben einen sehr großen Erfolg bei den Studenten.

00:14:23: Seit Jahrzehnten steht auch keiner mehr.

00:14:25: bestimmte Fragen also fast keiner.

00:14:27: Auch die gibt es natürlich noch.

00:14:28: aber wenn wir zumindest mal annehmen wollen dass wir Krieg und Frieden auch Kriege oder Militär besser verstehen wollen, besser lesen wollen dann sollte es eben Orte geben in Deutschland, wo man das lernt.

00:14:41: Und wenn wir uns nicht lernen, wenn die Universitäten dazu keinen Beitrag leisten kann man sich auch nicht beklagen dass Journalisten und Politiker und wer immer davon auch nichts verstehen.

00:14:49: Wir haben ja nach wie vor wenn man muss nur den Fernseher anschalten da kann man ja manchmal nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen weil man sieht, dass einige Journalist und Kollegen eben nicht wissen was strategisch heißt.

00:15:00: sie benutzen das viel wichtig aber strategiert natürlich eine bedeutungsbeschreibende bestimmte Ebene von Politik und Militär.

00:15:06: Und dann kann man sich da ruhig die Nase rumführen, aber man kann auch sagen wo lernt man es.

00:15:10: Man hat's halt nirgendwo gelernt und dazu versuche ich einen Beitrag zu leisten, dass wir da wegkommen.

00:15:14: Um das noch mal einzusortieren, es geht ja nicht darum den Krieg als euches zu bejubeln sondern besser zu verstehen wie du das richtig sagst... Allein

00:15:20: das Argument ist interessant ne?

00:15:22: Also völlig richtig!

00:15:24: Es geht nicht darum dem Krieg zum Bejubel.

00:15:25: nur wer nimmt das an?

00:15:27: Wer nimmt das An?

00:15:28: Das war im Konfliktsstatus oder in der Berufsfamilität Geschichte dazu da sind den Kriegen zu bejugeln.

00:15:32: also und das gibt es natürlich, dass es Leute sind.

00:15:36: Aber auf die Idee musst du erstmal kommen.

00:15:38: Du musst erst mal kommen mit einer Vorannahme, mit einer

00:15:41: ideologischen.

00:15:42: Genau und das beschreibt ja viel über unsere Universitätskulturen in Deutschland nicht dass wir eben einen einzigen Läschel für Militärgeschichte haben wo die Deutschen ein bisschen mal in Kriege involviert waren habe ich mir sagen lassen.

00:15:54: also das beschreibt es schon so nach dem Motto ach wenn wir nicht darüber nachdenken und nicht drüber schreiben und nicht darüber reden dann passiert es auch nicht.

00:16:01: das ist ein bisschen so eine Pipi Langstromfeld aus der wir eben ganz bitter erwacht sind.

00:16:06: Ganz bitter.

00:16:07: und da kommen wir mal zum ersten Teil des Gesprächs, ich würde nämlich mit dir ganz gern mal so eine ganz kurze radikale Schulnotenbewertung besprechen.

00:16:15: der Bundeswehr Herr Prof.

00:16:17: Sönke Neisel welche Schulnote?

00:16:19: jetzt geht es aber los also klassisch Deutsch eins bis sechs auf was?

00:16:26: Da müsste man tiefer in die Aromen reingehen liebe Jule weil die Bundeswehr ist ja eine komplexe Organisation.

00:16:31: das immer die Frage für was?

00:16:34: Ja,

00:16:34: bleiben wir mal mit dem Verwaltungsapparat.

00:16:37: Das Zeug ist ein bisschen differenzierend.

00:16:38: Genau, also nicht die Kopfnoten.

00:16:41: Wir bleiben erstmal so die Organisation der Verwaltung, die Verwältungsstrukturen.

00:16:46: Bleiben wir mal bei der Ebene noch nicht...

00:16:48: Da würde ich eine fünf geben.

00:16:50: Das

00:16:50: ist eines der großen Probleme in der Bundeswehr.

00:16:53: Ist Ihre Organisationsstruktur?

00:16:55: Die Verwalthung?

00:16:56: das würde ich sogar als eines der zentralen Probleme der Bundeswehren sehen.

00:17:02: Was würdest du sagen zum Thema Infrastruktur, also das Thema Ausstattung der Bundeswehr?

00:17:07: Auch das darüber reden wir.

00:17:09: Das ist sehr unterschiedlich.

00:17:10: die Bundeswehr hat zum Teil ganz exzellente Kasernen.

00:17:15: Zum Teil hat sie Kasernen da würde ich noch nicht mal ein Besen reinstellen und es sind wirklich noch aus dem zweiten Weltkrieg und total veraltet, nicht renoviert und dramatische Zustände wie wir es übrigens auch von allen Schulen so kennen.

00:17:28: Das ist sehr, sehr unterschiedlich.

00:17:29: Es hängt sehr davon ab wo man ist weil die Bundeswehr ja ich weiß nicht wie viele Hunde Liegenschaften hat und was die Ausrüstung anbelangt auch das ist sehr unterschiedliche hängt von den Verbänden ab.

00:17:40: generell kann man es vielleicht so zusammenfassen sind sehr verallgemeinern dass wir also die IT-Revolution bis in der Bundeswehr vielleicht noch nicht vollumfänglich angekommen nicht?

00:17:50: Wir haben ein großes Problem mit Funkgerät, mit Digitalfunk, Drohnbeschaffung läuft jetzt an Aber dann ist die Bundeswehr wirklich in der Lage, den Krieg des Einzwanzjahrhunderts im digitalen Raum vollumfänglich zu führen.

00:18:04: Da haben wir sicherlich große Probleme.

00:18:06: Das wäre dann der nächste Punkt nämlich das berühmte Kriegstüchtig oder wie kriegstauglich ist die bundeswärmen?

00:18:13: Das hängt wiederum sehr davon ab über welchen Krieg wir reden.

00:18:16: natürlich kann die Bundeswehre auch kämpfen.

00:18:18: Natürlich haben wir Flugzeugepanzerschiffe Wir haben sogar jetzt Drohnen und Kamikaze-Drohnen.

00:18:25: Also wir haben tolle Soldaten, offiziere Mannschaften und Offiziere.

00:18:29: Die Frage ist immer für welches Szenario und wie lange?

00:18:32: Und die Bundeswehr wäre sicherlich nicht in der Lage ein Szenarium wie die Ukraine jetzt erfolgreich zu bestehen.

00:18:39: Ich würde mir jetzt mal vorstellen eine deutsche Brigade würde jetzt an die Ukraine-Front verlegt werden.

00:18:42: Sie hätten massive Probleme weil sie viel zu wenig drohen haben oder zu wenig Erfahrung da haben wie man jetzt eigentlich einen solchen Krieg führt.

00:18:50: Aber es hängt immer sehr vom Szenario ab.

00:18:52: Natürlich haben wir irgendwie acht Brigaden und soviel Flotilen, deswegen müssen wir darauf einen differenzierte Antwort geben, dass wir erheblich nachbessern müssen, dass sie schneller werden müssen.

00:19:04: Das ist glaube ich unbestritten.

00:19:06: Und weil wenn wir unter diesen Bedingungen in mögliche Szenarien gehen würden dann hätten die deutschen Soldaten schlechte Karten.

00:19:13: Und von daher muss jetzt die Aufgabe sein schneller zu wehren, lernfähiger zu wehen.

00:19:17: also die Organisationen muss das schaffen.

00:19:20: Und da ist es, dauert es zu langsam.

00:19:22: Wir sind in der Bundeswehr insgesamt zu langsamer mit Innovationen und mit der Umsetzung von Innovationen.

00:19:29: Okay dann würde ich nämlich gerne ein bisschen reinbohren weil wir werden natürlich hier bei Good Work Querbezüge rüber zur Wirtschaft oder auch mit dieser Brille drauf schauen.

00:19:36: Wie man übrigens

00:19:38: ziehen kann und ich glaube in meiner Analyse von Organisationstruktur und Innovation ist der Bezug zur Wirtschaft immer für mich ein sehr hilfreicher gewesen Und an dem müssen wir uns auch messen, weil wir sehen ja dass in der Wirtschaft solche Sachen auch gehen.

00:19:51: Dann ist immer die Frage warum klappt es in der Bundesfindung?

00:19:53: Das ist total spannend, dass du sagst, weil das hätte ich nämlich jetzt auch gefragt.

00:19:56: Gemessen an was?

00:19:57: An den eigenen Maßstäben, an der eigenen Ambition oder gemessen an der Wirtschaft?

00:20:01: sind wir so... Oder ist die Bundeswehr so... Ich sage mal den Begriff aus meinem Mund, ist es vielleicht nachsehbar so desulat wie du es beschreibst.

00:20:10: Ist es gemessen in den eigenen Ambitions dessen, was möglich wäre und sein sollte?

00:20:14: Oder gemessen am dem, was wir beispielsweise in der Wirtschaft sehen?

00:20:17: Sowohl als auch, würde ich sagen.

00:20:19: Also die eigene Ambition muss ja sein wirklich schnell kriegstüchtig zu werden.

00:20:21: Da könnte man wieder über den Begriff diskutieren und sagen Was ist denn für ein Krieg?

00:20:24: Aber erstmal der Lage zu sein um die Allianz und das eigene Land zu verteidigen.

00:20:29: Und da sind dann eben Anforderungen in der in der Verteidigung gegen Raketen gegen Drohnen.

00:20:35: Wie kann man wieder offensiv werden um Territorium zurückzuaubern dass vielleicht im Baltikum von Russen aus wurde?

00:20:40: und solcher Szenarien diskutiert man dann.

00:20:41: Ja und da ist man an diesen eigenen Ansprüchen ist man deutlich zurück.

00:20:47: Wenn man jetzt die Militärstrategie mal liest, die hier veröffentlicht wurde und dann heißt es also bis zum Jahr zwanzig achtunddreißig plus haben wir technologisch überlegene Streitkräfte.

00:20:57: das ist für mich ein bisschen ambitionslos ja?

00:20:59: Also so ein bisschen in zwanziger Jahren oder wenn man zwanzige Jahre von zwanzich zweiundzwanzig rechnet.

00:21:04: aber es ist eben auch interessant wenn man das mit der Wirtschaft vergleicht und ich glaube ein Problem der Bundeswehr da werde ich ja nicht müde darüber zu reden ist das Overhead.

00:21:12: also die Frage Wie viele sind eigentlich im Kern des Auftrags eingesetzt?

00:21:19: Nämlich die als Bundeswehr des Unternehmensauftrages hier also kämpfen.

00:21:23: Und das ist in der Verwaltung eingesetzt, im Overhead eben und das ist an der Bundeswehr über Fünfzig Prozent.

00:21:30: Und jede Institutionen, die über fünfzig Prozent im Overhat hat, ist dysfunktional.

00:21:35: Also das ist jetzt keine Rocket Science von mir!

00:21:38: Also wir haben im Unternehmen Oberheads von zwanzig Prozent, von fünfzehn Prozent und zum Teil weniger hängt vom Unternehmen ab.

00:21:46: Wir haben in Armeen Oberheads israelisch also ungefähr zwanzich Prozent.

00:21:51: natürlich braucht man Stäbe, man braucht Planungs-, man braucht Ministerien aber eben nicht Fünfzig Prozent plus.

00:21:56: das ist glaube ich ein ganz großes Problem weil dadurch die ganzen Mitzeichnungsebene wird man in allem zu langsam in der Beschaffung aber auch im Denken in der Umsetzung.

00:22:05: Und ich nehme als Beispiel die Deutsche Bank, weil ich gerade auf einem Deutschen Bank-Forum war und Christian Sewing hat der Vorsitzende der Deutschen Bank.

00:22:14: Wenn ich das jetzt als Historiker richtig beurteilen kann doch in den letzten Jahren die Deutsche bank wirklich gedreht in ein Unternehmen was wieder erfolgreich ist, was wieder Casual Capital hat nach sehr schwierigen Jahren und Skandalen.

00:22:27: Und das hat er ja auch nicht nur gemacht, indem man sich vor die Bewegschaft gestellt und eine schöne Rede gehalten hat.

00:22:31: Sondern er hatte einen Plan gehabt, er hat diesen Plan auch kontrolliert.

00:22:35: Er hat sich auch von sehr vielen Mitarbeitern auf der Management-Ebene getrennt.

00:22:38: Der hat neue Strukturen eingeführt, ein neuen Fokus weg vom Investmentbanking, wenn ich es richtig verstanden habe mehr zu Privatkundengeschäft usw.

00:22:45: So jetzt kann man sagen haben wir denn in der Bundeswehr einen Plan?

00:22:51: Also ich glaube schon, dass die Ambitionen absolut da sind und sei es beim Minister oder bei der Höhe Generalität.

00:22:59: Aber was meines Erachtens fehlt – das ist der Unterschied zu Christian Sewing unter Deutschen Bank – ist wie erreiche ich das?

00:23:06: Wie erreiche Ich das?

00:23:07: Und das ist jedem Menschen im Management völlig klar!

00:23:09: Wenn ich nicht überlege, wie ich das exekutiere, wie sich mein Unternehmen umbaue und wie ich mich die Personalstruktur verändere so schwierig das ist dann muss ich mit den Gewerkschaften in Kompromisse machen den Beteiligungsgremien und so weiter, ich kann das nicht wie ein König durch exizieren.

00:23:23: Aber ich brauche diesen Plan!

00:23:25: Und meines Erachtens ist zumindest mein Eindruck wenn ich in politischem Berlin umherwandere und Gespräche führe dass zwar die Ambition klar ist wir müssen möglichst schnell kriegsrichtig werden und besser und tralala und so aber wie ich da hinkomme haben wir keine Vorstellung.

00:23:39: Das liegt zum Teil daran dass diese Menschen die das machen sollen es nie vorher gemacht haben weil wir nie vorher große Verbünde, große Institutionen reformiert haben.

00:23:49: Und das ist natürlich in der Wirtschaft anders.

00:23:51: In der Regel machen das Leute die zumindest mal Teile von Unternehmen reformiert und an die Börse gebracht haben was auch immer, die das können, die es gemacht haben.

00:24:01: Wir haben eben jetzt nicht Leute im Verteidigungsministerium oder an der Spitze der Bundeswehr, die gesagt haben ja wir haben jetzt mal große Reformen durchgeführt.

00:24:10: Das ist ein Problem.

00:24:11: also können diejenigen, die in Verantwortung können, Und ich will dir nichts Böses mitnichten.

00:24:18: Aber die Frage ist dann schon, wie soll man die Erfahrung haben?

00:24:22: Einen so großen Verbund nicht mit zweihundert, wir sind das vierzigtausend Zivil- und Militärangestellten mit riesigen Budgets ganz komplexe Verfahren wirklich zu drehen!

00:24:32: Und wir sehen ja, dass wir nicht schnell vorankommen.

00:24:36: Wir sehen ja das es ineffizient ist.

00:24:37: Seit Jahren sehen wir das und dann kommt wieder eine neue.

00:24:41: Ich glaube der Grundunterschied zur Wirtschaft ist, dass man bei der Bundeswehr glaubt... Man nimmt das bestehende System kippt da viel Geld rein und optimiert das bestehende System.

00:24:51: Genau, aber ehrlicherweise genau an dem Punkt hast du uns jetzt hier glaube ich alle die uns zuhören auch ein bisschen Sorge bereitet indem wir nämlich diese schöne Erzählung die da ja im Raum steht dass wir nur genügend Geld reinkippen müssten dann werden alle Probleme gelöst sich Wort drei Komma fünf Prozent des BIP und so weiter.

00:25:08: mal abgesehen davon Dass das ja auch noch nicht beschlossen ist dass es wirklich so kommt.

00:25:12: also sehr noch die Frage ob wir das wirklich schaffen und ernsthaft anstreben.

00:25:17: Es wird ja so getan, als ob damit alle Probleme vom Tisch sind.

00:25:20: Das was du sagst, spricht ja genau das Gegenteil oder?

00:25:23: Ja also natürlich muss man sehen wie Politiker ihre Positionen verkaufen und es würde ich auch so machen wenn ich der Sprecher im Verteidigungsministerium wäre dass man dann natürlich über die ganzen Erfolge rede das ist ja klar.

00:25:35: aber natürlich ist das nicht so und wahrscheinlich weiß das ja auch jeder im Vertragungsministeriums im Kanzleramt und sodass das Geld eine ganz entscheidende Ressource ist.

00:25:45: ohne Geld geht das nicht.

00:25:47: Aber das ist alleine, dass es nicht funktioniert und man muss ja nur den Bundesrechnungshof-Bericht lesen.

00:25:52: Denn natürlich keiner liest aber man würde ihn lesen vom letzten Mai.

00:25:56: Es war eine Glatrasur für das Verteidigungsministerium ohne dass es im Parlament irgendjemand interessiert.

00:26:00: Eigentlich würde ich sagen relativ was Skandal auch fürs Parlament wo ich sage Leute, was macht ihr da eigentlich?

00:26:06: Warum haben wir dem Bundesrechenungshof nicht, warum lösen wir ihn nicht auf wenn er euch nicht interessiert?

00:26:11: Also da muss man einigen abgehauen und mal wirklich tief in die Augen schauen, sehr ernste Fragen stellen meines Erachtens im Sinne eines Demokratiesystems.

00:26:19: Und ich glaube schon das würde ich immer sagen, da würde auch immer die Leitung des BMVG verteidigen dass sie natürlich das wollen, dass die Bundeswehr effizienter ist und so also kein vernünftiger Mensch kann das bezweifeln.

00:26:32: Die Frage ist nur haben Sie die nötige Erkenntnis wie das zu Managen ist.

00:26:42: Und hat das auch die militärische Leitung mit den Staatssekretären, mit der politischen Führung bis hin zum Kanzleramt?

00:26:50: Ist dem Bundeskanzler klar wie er eigentlich die Bundeswehr zu mehr Effizienz bringt ohne den Verteidigungsminister zu disavuieren?

00:26:58: Weil da geht es ja auch von der Strom.

00:27:00: Ich glaube Friedrich Merz nicht darum jetzt Boris Pistorius vorzuführen, wenn man will eine stabile Regierung haben.

00:27:06: Und da, glaube ich einfach haben wir einen Umsetzungsproblem massiv.

00:27:10: Da könnte man von der Wirtschaft schon lernen, also alleine der Glaube keine Personalreduzierung vorzunehmen.

00:27:15: Der Glaube mit über fünfzig Prozent Oberheit das zu machen hat sich für einen solchen Wahnsinn und alle, mit denen ich gesprochen habe können mir auch nicht erklären wie sie das erreichen wollen.

00:27:24: Sie erreichen es ja auch nicht!

00:27:27: Das ist wirklich ein Kopfschütteln wenn ich in Wirtschaftskreisen rede, das tue ich manchmal an den diese Zahlen verdeutliche denn schüttelten alle mit dem Kopf Zurecht und da müssten wir eigentlich wirklich ran gehen.

00:27:38: Und da fehlt es meines Erachtens wirklich an Mut, ja das ist ein bisschen so eine intellektuelle Faulheit diese Dinge wirklich mal zu durchdenken und dann aber auch natürlich sie klar zu kommunizieren.

00:27:50: intern nicht öffentlich intern und weil letztlich was der Bundeskanzler muss das Kabinett diese Dinge entscheiden kann einen Generalinspektör selbst ein Verteidigungsminister ist nur nachgeordnet.

00:28:02: Es muss letztlich einen politischen Willen geben diese Dinge voranzubringen.

00:28:06: und ob es da wirklich ausreichend Kommunikationerkenntnisse gibt, da würde ich ein Fragezeichen machen.

00:28:11: Also Generalinspektor nochmal für diejenigen, die sich dann nicht hundert Prozent auskennen als Spitze der Generalität oder als oberste Befehlshaber wenn du so willst unter dem Verteidigungsminister?

00:28:24: Vielleicht noch mal, wenn man es auf den Punkt bringt.

00:28:26: Wir haben das Thema Strukturen hast du angesprochen?

00:28:28: Wir haben auch versäumte Investitionen und Strategie und Kultur.

00:28:33: Wenn du diese vier Säulen so miteinander abgleichst, wo würdest du sagen ist der größte Hebel etwas zu ändern?

00:28:40: Also wir haben Strukturn, Strategien, Kultur und die Investition.

00:28:46: Ich würde immer an den Struktoren zuerst was verändern.

00:28:49: Da komme ich wieder mit meiner Oberheitssache.

00:28:52: Es ist für mich der erste Domino stand.

00:28:53: Ich muss eine Struktur erzeugen, die schnell ist, die innovativ ist und schlagfertig ist.

00:28:59: Die schnell denken kann, sie schnell umsetzen kann.

00:29:02: Dann kann ich auch strategisch denken wobei die Strategie hängt sich an der Bundesregime hoch.

00:29:10: Wir haben jetzt eine Meditätsstrategie, da ist ja auch ein geheimer Teil, da kann man schreiben was man will.

00:29:14: aber letztlich hängt es in der Bundesregierung an dem Willen wie sie eigentlich Sicherheitspolitik denken würde.

00:29:20: Aber ich muss erst mal diese Innovationen reinbekommen.

00:29:22: Wir haben auch für die Meditastik viel zu lange gebraucht wieder, dann wurde sie wieder umgeschrieben und da wurden wieder Sachen rausgestrichen.

00:29:28: also es war ein endlos quälender Prozess.

00:29:31: Und auch bei der Beschaffung bei Innovationen... Ich kriege das alles nicht auf die Kette wenn ich nicht in diese Strukturen reformiere.

00:29:39: Das ist so.. Ich würde es vergleichen Wenn ich einen Auto habe mit einem kraftvollen Motor und ich hab auf funktionierte Räder Habe aber kein Getriebel dass die Kraft des Motors auf die Rädern überträgt oder nur ein sehr schlechtes Getriebe, da muss ich zuerst daran ansetzen ist es getriebe.

00:29:52: Dass das Getrieber richtig läuft und da ist glaube ich das größte Problem.

00:29:56: wir haben in Deutschland alle Zutaten, alle Ingredients die es für eine effiziente Streitkräfte braucht.

00:30:03: Wir haben gute Leute, kluge Leute oben wie unten, gute Ingenieure usw.

00:30:10: Und so weiter und so weiter.

00:30:11: Wir haben hohen Zuspruch in der Bevölkerung.

00:30:12: Ist alles da?

00:30:14: Die Aufgabe von Politik ist diese Zutaten, diese Ingredients zum Schwingen zu bringen und ein optimales Verhältnis.

00:30:19: Und da haben wir das größte Defizit.

00:30:22: Jetzt ist es so, also Overhead ist ja nicht unbedingt gleich alles obere Hierarchie eben.

00:30:27: Aber trotzdem liegt ja der Schluss nahezu sagen, es gibt ja den schönen Spruch wenn du den Teil stellen willst solltest du nicht die Frösche befragen und vielleicht liegt da auch ein Stück weit drinnen beerdigt, weil man so will dass wir hier im System des Selbsterhalts irgendwo...

00:30:42: Ja das ist das für eine Umsetzung so.

00:30:45: Interessant ist schon, dass ich in der Bundeswehr immer wieder extrem kluge Offiziere treffe die das alles durchdenken.

00:30:52: Und ich denke mir, dass auch nicht aus, sondern es ist in der Regel so ein Produkt von Gesprächen, die ich mit diesen Leuten führe.

00:31:00: und wir haben genug Leute, die in der Bundeswehr die Scharnhaus sind also die Meditäreformen, die das alle auch durchdenkt und das durchblicken In der Umsetzung!

00:31:09: Wir haben auch ältere hohe Offiziere, die diese Jüngeren akzeptieren, diese jungen Wilden und sagen ja, denk mal neu, mach mal frische Vorschläge.

00:31:19: Wenn es dann aber an die Umsetzung geht, dann kommt genau das was du sagst.

00:31:22: Dann kommen die Erbhöfe.

00:31:24: ja das kann ich ja nicht, dann wird also ein Kommando gedacht okay wie viel?

00:31:27: B neun stellen und wir haben B sieben Stellen oder B sechs Stellen.

00:31:30: man will natürlich immer möglichst viel erhalten.

00:31:34: Also keiner der der Inspekteure hat mal gesagt dass Kommando her Kommande Luffa vor Kommandos Marine reduziere ich Mal von twelve hundert auf dreihundert wie völlig ausreichend würden sondern man hält irgendwie krampf daran fest.

00:31:45: Dann geht der Elan, der Reform dann doch irgendwie verloren.

00:31:49: Weil?

00:31:50: Na ja, weil man will niemand wehtun und ich brauche die natürlich auch.

00:31:54: Naja, wenn ich nicht zuhörfunderte habe sondern nur dreihundert, dann hab' ich weniger Dienstposten für mich arbeiten.

00:32:00: und wer hat schon vorgeschlagen was seine Abteilung bitte sehr auf ein Drittel reduziert werden

00:32:05: muss.

00:32:05: Gut, dem Militär fehlt dir eine wichtige Komponente, die du im Wirtschaftsunternehmen hast.

00:32:09: Übrigens, ich find das sehr ehrenhaft dass du das so Positiv Schilders, die sogenannte Wirtschaft.

00:32:15: Also da würden wir allerdings auch ein paar Großunternehmen einfallen, die genau an den gleichen Problemen auf dabei kommen und auch nicht wunderbar aufgestellt sind.

00:32:22: also von daher ich glaube muss man ja auch ein Stück weit ehrlich sein und ich glaube aber ein wesentlicher Punkt fehlt nämlich was ist Wertschöpfung bei Militär?

00:32:31: Also die Frage, ja was ist der

00:32:34: Markt?

00:32:34: Genau.

00:32:34: Was ist da Markt?

00:32:35: Das ist der entscheidende Punkt.

00:32:36: Der Markt fürs Militär ist der Krieg um das mal ganz deutlich zu sagen.

00:32:40: Und

00:32:40: den gab es

00:32:40: jetzt?

00:32:40: Amäen so betreffend reformieren sich im Krieg.

00:32:44: also dass ist das wo sie sich bewähren müssen, wo sie effizient sein müssten und dafür sind sie geschaffen.

00:32:49: Also möglichst zur Verhinderung des Krieges logischerweise.

00:32:53: aber wenn es zu dem Krieg kommt dann haben wir als Historiker kann ich das sagen die meisten militäre Formen haben wir ihm und nach kriegen Jetzt haben wir, Gott sei Dank, siebzig Jahre nicht Krieg für müssen.

00:33:04: Die Bundeswehr hat eigentlich nie gekämpft von Afghanistan zwei Neun, zwei Zehn im Wesentlichen mal absieht.

00:33:09: aber diese Kämpfe in Afghanistan haben so schlimm das war für die Leute, die da im Kampf stand und haben die Institution nicht verändert.

00:33:15: also die Bundeswehr ist eine reine Friedensinstitution und damit fehlt ihr sozusagen jetzt mal ich nehme das auf von dir die Marktbindung.

00:33:23: Das ist bei anderen Armeen die viel mehr Kampferfahrung haben die Briten Franzosen Amerikaner und so ganz anders, Israel ist natürlich.

00:33:30: So jetzt kann ja nicht die Lösung sein, jetzt wollen wir mal einen Krieg führen damit wir unsere Bundeswehr reformieren.

00:33:34: Natürlich wollen wir keinen Krieg führen selbstverständlich.

00:33:36: Und soll man gar nicht um den Zweck dessen?

00:33:38: Genau.

00:33:39: Wir wollen ja den Krieg verhindern logischerweise.

00:33:41: Dabei wird es aber die Aufgabe durch intellektuelles Antizipieren in eine Reform zu kommen.

00:33:47: Da gibt's auch historische Beispiele durchaus dafür.

00:33:50: Die Preußischen Heeresreform ab ab achtzehn neun fünfzig etwa Aber es sind nur wenige.

00:33:56: und die Aufgabe muss sein, durch Intellektuelles Antizipieren.

00:34:00: Die Aufgabe zu verstehen und dann umzusetzen.

00:34:02: Jetzt stellen wir aber fest das genau dass nicht funktioniert.

00:34:05: also wir meiner eins und andere reden ja wie mit Langeollen und reden sich den Mund vorsichtig.

00:34:11: Ergebnis lieben es gen Null.

00:34:13: Also ich würde sagen null passiert was Auch zurecht, sagt das der Generalinspektör immer.

00:34:19: Der Minister ist passiert was?

00:34:20: Die Bundeswehr von twenty-sixundzwanzig ist eine andere als zwanzigzwanziger stimmt schon aber ich sage auch die Vorführungen, die wir jetzt haben also in Munster und woanders von Armeen.

00:34:32: diese Armee gibt es gar nicht Das sind Schauveranstaltungen,

00:34:36: Soldaten

00:34:37: sind doch das Material Daily Business der Bundeswehr und viele Minister reisen rum oder Kanzler oder Generale und kommen auf einen Besuch, einen geleckten Kasernhof.

00:34:48: Und glauben wahrscheinlich doch so ein bisschen das sei richtig die Bundeswehr – das ist sie aber nicht!

00:34:52: Das ist nicht die Bundeswehre.

00:34:53: ich war gerade bei einem Truppenbesuch.

00:34:55: also die Realität sieht natürlich anders aus und das ist oft schwer wahrzunehmen für die höchste Ebene.

00:35:01: Wir müssen durch intellektuelles Antisipieren dahin kommen, Strukturreformen zu machen und das Systembundeswert zu verändern.

00:35:08: Und da kann ich noch feststellen bei allen kleineren Fortschritten und gewissen Fortsschritten die es ja gibt gelingt uns das nicht.

00:35:15: Es gelingt us genauso wenig wie das vielen anderen Armin in der Welt gelingt zu diesem Zeitpunkt oder in der Geschichte.

00:35:20: Das ist das Bittere denn Denn bei Wirtschaftsunternehmen, du hast es angesprochen.

00:35:24: Da gibt's auch viele Negativbeispiele.

00:35:27: Aber irgendwann werden diese Unternehmen gekauft oder sie gehen ins Urvent verschwinden von Markt und das Schlimme ist dann vielleicht dass Arbeitsplätze verlorengehen.

00:35:34: aber bei Krieg und Frieden gehts letztlich um Leben und Sterben Und die Sache is zu ernst als einfach zu sagen naja wir wurscheln uns durch, aber das ist genau letztlich Die Haltung unseres Kabinetts.

00:35:45: Wir wurschteln uns halt irgendwie durch.

00:35:49: Ich bringe mal einen Begriff eigentlich weiß gar nicht ob der so angemessen ist, und zwar wie so ein aktuelles Betriebssystem.

00:35:55: Wir haben ja auf der einen Seite die Verwaltung und wir haben auf der anderen Seite was passiert denn im Ernstfall?

00:36:00: Also es kommt zum Krieg.

00:36:02: Was du jetzt beschreibst, ist ja wirklich so... ich sag mal eher ein sehr old school geprägter verwaltungsapparat der sehr träge ist und so weiter zentralistisch geführt mit ganz hoher konsens- und abstimmungskultur mit entsprechenden verkrusteten strukturen.

00:36:16: das funktioniert ja in der kampfsituation nicht.

00:36:19: ich kann ja nicht bis ins letzte micromanagement betreiben.

00:36:22: vielleicht gibt es da sowas wie ein duales betriebssystem.

00:36:25: kann man das so beschreiben?

00:36:26: oder ist es total am bild

00:36:28: schon dass die das im krieg?

00:36:33: Wir haben erst mal diese Strukturen, die müssten wir im Krieg umbauen.

00:36:57: Wahrscheinlich würde das auch schnell gehen, weil jedem klar ist ein so großes Verteidigungsministerium oder einen Kommando her.

00:37:02: Eine Kommandelluffache ist gar nicht führbar mit so vielen Leuten sondern hat man einen kleinen Kreis von zwei drei hundert Leuten die das führen und den Rest weiß ich nicht was man damit macht.

00:37:12: also der Druck des Krieges wäre natürlich so immens dass wir ziemlich, ziemlich Umformungen sehen.

00:37:20: Wie wir es übrigens auch in der Ukraine gesehen haben die ja erst innovativ wurden.

00:37:23: Hat sie angefangen?

00:37:25: Im Krieg, im Krieg.

00:37:26: Was

00:37:26: du eigentlich ganz kurzerseits, da warst du überrascht von der Wehrhaftigkeit der Ukraine?

00:37:33: Hatt ich das überraschend dem Ausmaß oder gehörtest du auch mit deinem Background zu der Fraktion, die sagt dass ist in einer Woche durch?

00:37:39: also Ich habe mir zur Ukraine keine Meinung bilden können weil ich spreche weder ukrainisch noch russisch.

00:37:47: Ich bin da in meiner biografischen Prägung westeuropäisch orientiert und konnte mir zu der ukrainischen Armee wirklich keine Meinung bilden.

00:38:00: Derjenige, der nur sagte Putin wird es doch nicht angreifen das wird er doch nicht tun.

00:38:03: also zu diesem Lager gehörte ich und als es dann doch tat war ich doch eher überrascht.

00:38:08: Aber ich habe dann die Nachrichtendienstler, also da war ich schon sehr sorgenvoll am Anfang.

00:38:14: Wo man die ganzen russischen Pfeile sah und sagen hält die Ukraine das durch?

00:38:18: Und ich hab dann viel mit Leuten aus der militärischen Nachrichtenwesen so gesprochen.

00:38:24: Das wurde relativ schnell hoffnungsvoller.

00:38:27: Dass man sieht... Also ja es ist Wehrhaftigkeit aber wie eine militärische Operation verläuft ist eben unpredictable.

00:38:33: Es ist nichts voraus zu sehen.

00:38:34: Es hätte wahrscheinlich auch ganz anders verlaufen können Und von daher war ich in den ersten Wochen einfach nur ein Sorgenvoller Boogochter.

00:38:43: Klammer zu können ganzen Podcasts machen weil ich ganz gerne mit dir ein bisschen.

00:38:48: was können wir denn wirklich aus diesen kriegerischen Szenarien vielleicht auch aus militär strategischen Erwägungen wirklich lernen.

00:38:54: Ich sag mal stichwort klause witz.

00:38:55: ja es gibt hier so Aussagen wie Wir müssen vor die Welle kommen.

00:39:00: das ist jetzt nicht unbedingt eine kriegerische aussage sondern findet man im business allen talm.

00:39:05: Was würde der liebe klaus von claus wird dazu sagen?

00:39:07: was hätte er dazu gesagt?

00:39:09: naja Er spricht ja immer über Zweckziel und Mittel.

00:39:13: Und er sagt ja dann immer, dass der Krieg ein politischer Zweck ist?

00:39:20: Also die Frage ist immer was ist denn unser Zweck?

00:39:21: also wofür führen wir eigentlich Krieg?

00:39:23: Also woför sind wir in Afghanistan?

00:39:25: Ich glaube einen Problem in der Bundesrepublik war eine zumindest wahrgenommenen Strategielosigkeit.

00:39:31: Was wollen wir eigentlich erreichen?

00:39:33: Und dann die Umsetzung.

00:39:34: wie wollen wir es erreichen?

00:39:37: Da haben wir ein Disconnect in Deutschland.

00:39:40: Wenn Unternehmen erfolgreich sein wollen, müssen sie sehr genau dem Markt analysieren.

00:39:44: Sie müssen sehr genau sagen wo ist die Konkurrenzsituation?

00:39:48: Was wollen wir erreichen?

00:39:49: und wie wollen wir es erreichen?

00:39:50: Dann müssen sie das implementieren!

00:39:52: Dann reicht es eben nicht, eine schöne Rede zu halten.

00:39:54: Sondern da müssen Sie sagen, dann müssten wir in einem bestimmten Bereich innovationsfähig werden und uns Vorteile verschaffen.

00:39:58: Wir müssen schnell werden – ich brauche die richtigen Mitarbeiter, ich brauchte die richtige Struktur usw.

00:40:03: Und das muss sich immer wieder kontrollen, immer wieder nachjustieren so.

00:40:07: Ich glaube bei uns hat das ja nach der Nr.

00:40:10: neunzehnt neunzig dazu geführt dass wir einfach glaubt in der Friednis ausgebrochen und Streitkräfte braucht man eigentlich nicht mehr.

00:40:15: Wenn sein Streitkäft ist ein reiner Hilfstrupper des Auswärtigen Amtes.

00:40:19: wenn das Auswärtige Amt meint zum Political Capital gehört es irgendwo Soldaten hinzuschicken, dann schicken wir die halt dahin und machen die halt irgendwas.

00:40:26: Am besten gar nichts.

00:40:27: Hauptsache die sind da.

00:40:28: Repräsentieren?

00:40:29: Ja.

00:40:29: Dann haben wir genannte Außenpolitische Erfolg.

00:40:31: Und das führte dazu dass die Bundeswehr wie einer Streubhüchse von Mali bis an den Hindukusch verteilt war... ...und sie fragten die Bundeswahlsoldatenscheher aber welchen militärischen Effekt wollte der denn überhaupt erzielen?

00:40:42: Also um sich aus Soldaten wo hinschicken kann um einen politischen Effekter zu erzielt ist ja klar weil das irgendwie Grenzen haben muss.

00:40:50: Das ging völlig verloren.

00:40:52: Und ich glaube, das können wir auf jeden Fall von Klaus wird lernen, dass wir einen politischen Zweck definieren müssen und da müssen wir sehen mit welchen Mitteln wollen wir diesen Zweck eigentlich erreichen?

00:41:03: Und das muss man jetzt eben ganz klar machen was wollen wir mit unserem Militär?

00:41:06: also das wollen wir politisch erreichen.

00:41:07: Wir wollen nicht zu einem Krieg kommen, wir wollen die Souveränität der NATO erhalten bleiben.

00:41:12: wir wollen nicht erpressbar werden gegenüber Russland.

00:41:15: Also welche militärische Mittel brauche ich dafür?

00:41:17: So und wie setzt sich das um?

00:41:19: Und ich glaube da ist ein großes Disconnect.

00:41:22: Politik kann Streitkräfte unglaublich gut verwalten, aber sie können nicht führen.

00:41:26: Das haben Politiker eigentlich nie gelernt wirklich zu führen.

00:41:29: Ihr müsst das umsetzen ihr müsst jetzt ja wir wollen die stärkste Kommissionelle Armee Europas werden hat der Bundeskanzler dreimal gesagt Ja war wie wofür?

00:41:47: von Militärstrategie und ihrer Umsetzung durchaus lernen, wobei man auch sagen muss Klaus uns hat dieses große wichtige theoretische Werk geschaffen.

00:41:55: Aber die deutschen Militäre haben danach natürlich selten gehandelt.

00:41:58: Wollte ich gerade sagen also lief jetzt nicht alles so wunderbar.

00:42:01: Und

00:42:01: deswegen sehen wir ja dass die Friktion daraus kommt in diesen Umsetzungen.

00:42:05: In den Umsetzung?

00:42:06: Da müssen wir einfach besser werden.

00:42:10: Wie organisiert jetzt mal vielleicht mal losgelöst von der aktuellen Bundeswehr?

00:42:14: ganz grundsätzlich organisiert man Entscheidungen, weil du hast ja auf der einen Seite eine Fantasie geht dahin.

00:42:20: Das ist sehr hierarchisch, sehr top down zugeht im Militär und gleichzeitig hast du aber dass die Situation die Notwendigkeit das so im Kampf autonom entscheiden muss am letzten Ende als sonst da.

00:42:32: wie wird das organisiert?

00:42:33: Weil das finde ich ein ganz spannenden Punkt den wir ja eins zu eins übersetzen können.

00:42:37: also

00:42:38: Die deutsche militärkultur ist eigentlich viel weniger hierarchisch als die amerikanische oder sowjetische.

00:42:48: Aber das kommt aus dem neunzehnten Jahrhundert, dass Moldke der ältere, der Generalstabchef der Einigungskriege auch an Klaus Witz gelesen hatte und sagte wie muss ich eigentlich führen in seinen Zeiten?

00:42:59: Und die Idee der Preußen ist es kommt von Klauswitz, dass der Krieg nicht planbar ist, dass die Friktion des Krieges, den Nebel des Kriegs verhindert, dass nach dem ersten Schuss was planbar

00:43:09: komplex die präzion

00:43:11: nicht voraussehen kann.

00:43:12: und das führt dazu dass sie sagen der offizie muss gebildet sein.

00:43:15: wir mussten den gebildeten offizier der in einer besonderen Lage entscheiden kann, der autonomen entscheiden kann.

00:43:24: Der auch die höhere Ebene mitdenken kann.

00:43:26: Er weiß was Politik will und was die meditärische Leitung will und deswegen in seinem kleinen Bereich die richtige Entscheidung treffen kann.

00:43:32: Deswegen führen die Preußen, ich glaube, acht seit vierundvierzig schon, die Primarreife also Abitur als Voraussetzung für den Offiziersberuf ein und damit wird das Preußische Offizierchor Teil einer Bildungselite weil wer macht schon im Jahrhundert abitur?

00:43:44: Nur ganz ganz wenige.

00:43:47: Diese Idee des Generalstabsdenkens, die in Deutschland entwickelt worden ist.

00:43:51: Dass man also dezentral führt hohe Verantwortung an die unteren Ebenen aber dass das von einem Generalstab die generelle Richtung vorgegeben wird, dass sie auch unten verstanden wird?

00:44:01: Da geht es hin!

00:44:02: Das wird auch nicht angezifelt da geht's hin.

00:44:05: Aber wie die Umsetzung erfolgt ist seines Dezentral von einem gebildeten Offizierchor, das zur Initiative neigt.

00:44:13: Also Nicht zum grübeln, nicht zum absichern sondern Eine Entscheidung treffen ist besser als keine Entscheidung treffen.

00:44:19: Ein Fehler machen ist besser, als keine Entscheidungen

00:44:22: treffen.".

00:44:22: Wir

00:44:22: sollten von Empowerment sprechen oder?

00:44:24: Die müssen Empower sein!

00:44:25: Das hat

00:44:25: in einer bestimmten Ebene relativ gut funktioniert auf der taktischen Ebene.

00:44:28: Natürlich haben die Deutschen im ersten und sowieso im zweiten Weltkrieg natürlich strategisch versagt und da gab es dann viele Probleme.

00:44:36: aber als Militärkultur geht das noch in die Bundeswehr, in die frühe Bundeswehr rein Auch wenn es natürlich jetzt eine ganz andere Armee als die wehrmacht oder die keinheitliche Armee ist.

00:44:45: Und das haben wir in Teilen heute noch, aber wir haben uns immer mehr verloren und sind immer mehr amerikanisiert worden.

00:44:51: Es gibt heute in der Bundeswehr ganz stark um Verwaltungsprozesse.

00:44:54: Das ist eine Prozesslogik.

00:44:56: Man darf gar keinen Fall Fehler machen, muss sich absichern und dann nützt natürlich auch Appelle nichts.

00:45:02: Denkt doch eure Handlungsspielräume mehr aus!

00:45:03: Dann das muss natürlich von oben vorgelebt werden und man muss von oben sich die Frage stellen wie ich diese Prozesse- und Verwaltungskultur verändere?

00:45:10: Wie veränderst du?

00:45:12: sie?

00:45:12: nicht durch Appelle sondern kommt wieder mein Ansatz vom Anfang.

00:45:17: Ich muss einerseits die Arbeitslasten reduzieren, die Berichtspflichte, die ganzen Normen, die untergesetzlichen Regelungen Die Mitzeichnungs-Ebenen und ich muss das Personal rausnehmen.

00:45:26: Weil wenn ich sage, if you take out the work but not the people... ...the world comes back!

00:45:33: Leute suchen sich natürlich Arbeit.

00:45:34: Das

00:45:34: wird selbst erhalten?

00:45:35: Da sind wir wieder.

00:45:36: Genau.

00:45:36: Wenn ich dreitausend Leute im Verteidigungsministerium habe und in der Alte habe ja hier ein bisschen Dinge nicht mehr machen, die suchen sich die Arbeit selbst so und deswegen kann ich Innovation Auch die Dezentralisierung.

00:45:45: Ich bin seit, keine Ahnung, nachtzig zum Obergefreiter als Werflichtige befördert worden weil mein Kompanie-Chef das so gesagt hat heute wird es alles zentral gemacht.

00:45:54: Das ist ein totaler Wahnsinn!

00:45:55: Nicht also die Personalführung der Bundeswehr halte ich für den totalen Wahnsinn und da gibt's auch hier kleinere Firmchen dran aber das war zu durchdenken groß.

00:46:07: wie müssen wir eigentlich effiziente Streitkräfte denken?

00:46:10: Wie können eine solche Großorganisation gedacht werden.

00:46:14: Da müsste man sich halt mal irgendwann mal nicht nur eine Klauswitzkaserne so nennen, sondern man müsste halt irgendwann mal KlausWitz lesen was ja keiner mit tut.

00:46:21: Man müsste sich irgendwann mal an Scharnhaus erinnern oder an Moltke.

00:46:24: Was sie ja alle nicht mehr tun weil die Bundeswehr letztlich eine a-intellektuelle Institution geworden ist.

00:46:29: Sie ist eine geschichts- und identitätslose Organisation wenn man das hart formuliert.

00:46:33: natürlich gibt es Intellektuelle Natürlich gibt's Leute die sich ein Geschichte interessieren aber letztlich ist diese Institution in eine Verwaltungsprozesslogik gekommen und ist heute die Vollende der Karriktur der deutschen Bürokratie.

00:46:43: Und was fehlt, ist ... Die Idee und der Glaube, wie kommen wir da auf?

00:46:48: Also mit anderen Worten mehr Leadership weniger Management an dieser Stelle.

00:46:52: Ja, das

00:46:53: kann nur von oben kommen uns kaum von oben eine Idee kommen, wie ich die Kulturen verändere und dazu muss sich hart als Schnitte machen.

00:46:59: Ich muss sagen harte Angriffe machen, ich muss sagen reduzieren.

00:47:03: Ich muss nicht nur die Prozesse, ich musste das Personal rausnehmen und die ProZesse neu organisieren.

00:47:09: Das sind alles Dinge, die bei erfolgreichem Großen Unternehmen – gibt ja auch die Negativbeispiele wie du zurecht sagtest – gemacht werden.

00:47:18: Und wir können sie auch im Staatsdienst tun.

00:47:21: Sie wurden auch mal schon gemacht.

00:47:22: Gibt es genug historische Beispiele?

00:47:24: Man muss sich nur trauen!

00:47:25: Ich muss die richtigen Leute haben, die das durchdenken.

00:47:28: Was ja das zwingend voraussetzt ist genau dass was zu sagen nämlich eine strategie.

00:47:32: damit dann letzten endes bis ins letzte gliedautonomen entscheidung getroffen werden können braucht es Ja die berühmten großen leitplanken und auch division wo's hin führt.

00:47:41: Und du hast eingangs so gesagt, ja da wird ja nicht mehr der unterschied zwischen strategie und taktik verstanden.

00:47:46: ich bin mir ganz sicher

00:47:48: dass Es verstehen muss aber die journalistin nicht

00:47:51: die journalisten nicht.

00:47:53: Ich bin mir Ganz sicher das ist kein privilegter journalisten.

00:47:56: also vielleicht Ja, vielleicht klärst du das jetzt nochmal.

00:48:00: Es gibt ja auch diesen spannenden Begriff der Auftrags-Taktik versus Befehlstaktik.

00:48:04: Also es ist eigentlich ganz

00:48:04: einfach... Macht doch mal ein ganz

00:48:05: kurzes Miniseminar so zwei Minuten vor uns!

00:48:07: Ganz

00:48:07: einfach also bei der Taktik geht es um die unterste Ebene.

00:48:11: Das ist sozusagen die Schlacht, die man führt.

00:48:16: Bei der operativen Ebene eins drüber ist es der Feldzug, den man führt und weil da Strategie ist es.

00:48:22: Also, wir haben die taktische.

00:48:24: unterste Ebene ist die Umsetzung.

00:48:26: Die strategische Ebene sind dann das Militärpolitische, wo auch die wirtschaftliche Dimension reinkommt und die operativen Ebenen verbinden Strategie mit Taktik.

00:48:35: So wenn zum Beispiel gesagt wird, die Stadt Prokrosk ist eine strategisch wichtige Stadt, es wird in den Tagen schon mal gesagt.

00:48:41: Das ist natürlich totaler Unsinn weil das würde ja bedeuten im Wortsinne der Besitz von Prost entscheidet über diesen Krieg.

00:48:47: Das tut es natürlich nicht.

00:48:49: Sie ist sich taktisch wichtig für die taktische Lage, sie hat vielleicht eine operative Lage sogar aber ganz gewiss nicht strategisch.

00:48:57: Die vielen Journalisten-Kollegen setzen den Begriff ein weil sie meinen Strategie heißt wichtig.

00:49:00: Wichtig!

00:49:01: Ja, bedeutsam!

00:49:02: Und da

00:49:02: sind wir auf der Ebene der Grundschule und da würde ich immer sagen dann sollte auch der deutsche Journalismus sich versuchen weiterzuentwickeln und nicht auf einem Grundschullebene hängen bleiben.

00:49:11: So gut wo wir schon so schön drin sind was ist Auftragstaktik?

00:49:16: Auftragstaktik setzt voraus, dass wir ein generelles Ziel definieren.

00:49:20: Das von der strategischen Ebene definiert wird und die Art und Weise wie das umgesetzt wird im Detail ist dann den unteren Führungsebenen überlassen.

00:49:31: Also genau das was wir eben beschrieben haben?

00:49:39: Wenn man sich mal die Befehle an sieht dem ersten und zweiten Weckl geschrieben worden sind ganz knapp.

00:49:44: Also es ist ganz knappe Befehle, weil man dachte die unteren Ebenen kriegen die linkere und rechte Grenze.

00:49:50: Was getan werden muss?

00:49:51: Und wie sie das machen, ist ihnen überlastet.

00:49:53: Weil ich kann das von oben gar nicht beurteilen, weil die können das unten viel besser beurteilten.

00:49:58: Wenn wir uns heutige Befehler anschauen auch aus Afghanistan Es ist ein Wust wo jede Milchkanne vorgeschrieben wird.

00:50:04: Das ist dann eher eine Befehlstaktik und das haben wir eben Zwitschen mit den Tiersystemen aber auch im rikanischen sehr viel Lass der Oberste Befehlts aber vorgibt, was genau zu tun ist.

00:50:16: Du gehst genau bis du diesen Punkt und da bleibst du stehen.

00:50:19: Egal was passiert, da bleiblbst du

00:50:20: stehen.".

00:50:21: Und die Moldke hat erkannt dass in der Infektion des Krieges man gar nicht von oben so genau führen kann weil man das gar nicht weiß.

00:50:29: Das

00:50:29: ist ja nicht die Information.

00:50:30: Aber weil

00:50:31: ich Vertrauen haben muss in die untere Ebene auch wenn die mal Fehler machen.

00:50:35: Und natürlich gibt es dann so ein bisschen einen Mythos um die Auftragstaktik.

00:50:39: Also wenn's gut ging, war das Auftrags-Taktik, wenn's schief ging, was Befehlverweigerung... also da kann man das auch unterschiedlich interpretieren.

00:50:46: Aber das grundlegende Idee der Auftragstag ist Dezentralisierung.

00:50:52: Viele Entscheidungsbefugnisse auf die unteren Ebenen delegieren aber die unter den Ebener müssen erkennen, was sie generell nicht.

00:51:00: Bleibt noch als letzter Punkt deine Zeit des Kostbar und begrenzt?

00:51:05: brauchen umgang mit ungewissheiten weil das ist ja diese berühmte friktion die du sagst wir können ja nie vollständige informationen haben.

00:51:13: mit dem ersten schuss mit dem ersten was auch immer ist ja sofort ein komplexes feld eröffnet was ihr in jed weder gegen reaktionen wieder münden kann.

00:51:21: was können wir da lernen aus militär

00:51:24: sagen und dann immer leben in der lage weil es doch mal ganz anders kommt Neulich auf einer Exkursion war und natürlich wieder alles anders kommt.

00:51:33: Und die S-Bahn nicht fahren oder kommen, ich dachte, wir leben in der Lager müssen halt eine Alternative uns irgendwie überlegen weil ich kann das nicht alles genau vorausplanen.

00:51:41: Das setzt ja eine geistige Flexibilität voraussetzt.

00:51:45: Es setzt vorausst, dass sich den unteren Leuten Vertraue eben eine andere Entscheidung zu treffen als die vorauszusehenden.

00:51:51: Das setzt voraus, dass sie auch in der Lage sind diese Entscheidungen zu treffen.

00:51:54: Es ist ja entscheidungsfreudig sind, dass die sagen Ja ich übernehme die Verantwortung und das man sich auch lässt diese Verantwortung zu übernehmen um die Gefahr ein Fehler zu machen Sagen aber dass es nicht handeln ist eigentlich schlimmer für die gesamten Organisation als einmal einen Fehler zu Machen.

00:52:08: Und da sind wir ja sehr stark.

00:52:09: also zumindest In der öffentlichen Verwaltung, in einer Absicherungslogik ist die Logik ja am besten nicht zu handeln.

00:52:16: Nichts zu tun.

00:52:17: Kannst

00:52:18: du keinen Fehler machen so nach dem Motoppen?

00:52:20: Das ist glaube ich für unsere gesamte Gesellschaft und den gesamten Staat schlecht.

00:52:24: Wenn du dir eine Veränderung wünschen dürftest zum Ende unseres Gesprächs was wäre das?

00:52:31: Dass die oberste Politik ihren Worten Taten folgen lässt und dass sie dazu einfach mal die Dinge durchdenkt und nicht nur endlos redet?

00:52:41: Ich bin gelangweilt, ich bin müde.

00:52:44: Ich bin frustriert von diesem endlosen Gequatsche und diese offensichtlichen intellektuellen Unfähigkeit, Dinge auch mal umzuziehen... ...ich weiß dass die Sachen kompliziert sind!

00:52:51: Ich weiß das es nicht über Nacht geht, ich weiß dass es Prozesse sind Das muss mir niemand erklären.

00:52:56: Aber der Unwillen Mal wirklich größer zu denken Die Angst mal größer zudenken Das muss man nicht abschichten.

00:53:05: und so Den finde ich wirklich striking.

00:53:07: Und es wäre schön wenn sich das Kabinett mal tief in die Augen schauen würde wenn sie mal zum Internet kommen würden.

00:53:13: Wie schön wäre das als Spielfeld für dich mehr in die Beratung zu gehen, in große Wirtschaftssysteme und zu sagen was wir von Militär lernen könnten?

00:53:22: Also ich bin ja Wissenschaftler, der sich am liebsten in seiner Höhle vergräbt und viele Arktien liest.

00:53:27: Und davon ist die Wirtschaftsmaterkommission

00:53:29: bestimmt

00:53:30: nicht das Richtige.

00:53:31: aber ich glaube schon dass wir zwischen den Disziplinen mehr lernen können.

00:53:36: Ich glaube schon, dass wir da verseult sind und ich glaube auch, dass man im Wirtschaftsseminaren Klaus-Würtsleben lesen kann und eben die höhere Logik auch auf Wirtschaft übertragen kann.

00:53:46: dass es da viele Parallelen gibt und das erkenne ich ja auch gut.

00:53:49: Lernen viel von Wirtschaftsleuten jetzt über die Reformen von großen Strukturen, also wir sollten da unbedingt mehr miteinander reden.

00:53:58: Ich finde, das ist doch eine wunderbare Überleitung!

00:54:00: Die nächste Einladung steht, wann immer du Zeit hast lieber Sönke?

00:54:03: Ich glaube, wir haben gerade mal angefangen, die Parallel hinauf zu zeigen.

00:54:07: Dein Kalender ist voll.

00:54:09: Ich danke dir, dass du da warst.

00:54:10: War ein mega spannendes Gespräch.

00:54:12: Sehr gerne!

00:54:14: Ganz schnell vergangene Zeit und ich eile jetzt immer im Seminar.

00:54:18: Super wunderbar!

00:54:19: Danke dir!

00:54:20: Tschüss!

00:54:26: Das war ja ehrlich gesagt nicht gerade sehr befreundet was Professor Sönken Einzel hier zum Besten gegeben hat aber ehrlich authentisch und vor allen Dingen natürlich auch wahnsinnig fundiert was eher zum Thema Bundeswehr und auch dieses duale Betriebssystem, wie ich es ja mal genannt habe, zum Besten gegeben hat.

00:54:45: Ich finde das tatsächlich ein sehr spannender Gedanken zu überlegen.

00:54:49: Wie unterscheidet das eine sich vom anderen?

00:54:52: Wo erleben wir vielleicht doch so etwas wie du alle Betriebsystem in der Organisationslandschaft?

00:54:58: haben wir sowas wie einen Ernstfall, haben wir so was wie einem Betriebesystem für den Frieden?

00:55:03: Und auch nochmal der Gedanke zu sagen Ja!

00:55:06: Unserer Bundeswehr fehlt quasi der Markt.

00:55:10: Der Markt ist der Krieg, eine ziemlich schräge Betrachtung und leider ja dann doch wieder von aktueller Gültigkeit.

00:55:18: und ich denke da noch mal ein bisschen drüber nach was wir aus dieser Welt in die Organisationslehre direkt übertragen können.

00:55:25: und ihr wisst mir machen solche Ausflüge Spaß in anderen Branchen in andere Bezüge Kontexte weil ich glaube dass wir da ganz ganz viel davon lernen können.

00:55:35: Also, ich hoffe euch geht's genauso.

00:55:37: Hinterlasst mir gern!

00:55:38: Ihr wisst schon was jetzt kommt die fünf Sterne.

00:55:41: und vor allen Dingen ihr glaubt nicht wieviel es bringt wenn ihr bei Spotify einen Kommentar la lasst Und diejenigen die das tun werden auch merken.

00:55:49: Ich antworte in der Regel auch sofort darauf und nehme die Dinge die ihr mir schreibt wo auch immer sehr zu Herzen.

00:55:56: Also bleibt mir gewogen.

00:55:58: ihr könnt nächste Woche aller spätestens wieder eine neue Folge hören, wenn es heißt herzlich willkommen bei Good World.

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