Ist das hier noch eine Bäckerei? Martin Dries (337)
Shownotes
„Wir haben sehr viele Besuchergruppen, die dann ganz erstaunt sind, wie viel da noch mit Hand gewirkt und gearbeitet wird."
Martin Dries führt die Bäcker Dries Rheingau gemeinsam mit seinem Bruder Stefan in dritter Generation. Seit 1896 in Rüdesheim verwurzelt, heute mit 350 Mitarbeitenden, 30 eigenen Filialen und 14 weiteren Handelsstandorten, ist das Unternehmen eines der bekanntesten Handwerksbäckereien im Rhein-Main-Gebiet. Martin Dries ist Unternehmer durch und durch, und er hat sich nie damit abgefunden, eine schlichte Frage schlicht zu beantworten.<br/>
Handwerk, das sich traut, Farbe zu bekennen. Ist Bäcker Dries noch eine Bäckerei oder schon ein Industrieunternehmen? Martin Dries antwortet mit einer Klarheit, die man selten hört: ausdrücklich Handwerk, und das nicht aus Imagegründen. Zehn Meister beschäftigt das Unternehmen, der Anteil manueller Arbeit überrascht selbst Besucher. Gleichzeitig setzt Dries längst auf KI-gestützte Warenwirtschaft, papierlose Prozesse und eine eigene App. Technik als Dienerin des Handwerks, nie als Ersatz.<br/>
Was zwischen Backstube und Service-Center entsteht. 42 Prozent des Umsatzes werden mit Brötchen gemacht, und alle werden frisch in der Filiale gebacken. Das Prinzip des Slow Bakings, dem Teig Zeit zur Entwicklung zu geben, ist bei Dries kein Trend, sondern Grundhaltung. Gleichzeitig zeigt Martin, wie er die Kluft zwischen Produktion und Verwaltung überbrückt: indem er das klassische „Service Center" nicht als Verwaltungsapparat begreift, sondern als internen Dienstleister, der Nähe zur Front suchen muss.<br/>
Was eine Krise offenbart. Im November 2022 brannte die Technikzentrale von Bäcker Dries. Der Produktionsbetrieb stand still. Was folgte, war kein Krisenhandbuch, sondern ein Schulterschluss: Wettbewerber halfen mit Waren aus, Logistiker wurden zu Kurieren, das Team machte alles möglich. Martin Dries beschreibt, wie ein resilientes Familienunternehmen in einer Schockstarre von einer halben Stunde einen Schlachtplan entwickelt und wie aus dem Brand anderthalb Jahre später ein Neuanfang wurde.<br/>
Worüber wir noch gesprochen haben:
- Keine Branche, dasselbe Prinzip: Warum Bäcker Dries 40 junge Vietnamesinnen und Vietnamesen rekrutiert und was das über den deutschen Ausbildungsmarkt sagt
- Homeoffice in der Bäckerei: Wie Martin Dries zwischen Respekt gegenüber dem Team und fairer Führung unterscheidet
- Firmenbeirat statt Patriarchat: Warum auch die älteste Tochter von Martin Dries bereits mit am Tisch sitzt
- Was goes around, comes around: Wie Netzwerke in Krisenzeiten über Überleben entscheiden
- Zuversicht als unternehmerische Ressource: Warum Martin Dries sie nicht nur bewahrt, sondern aktiv artikuliert
Martin Dries ist kein Unternehmensphilosoph, der große Worte macht. Er ist jemand, der Krisen übersteht und nie den Blick für das Große verliert. Dieses Gespräch ist ein Plädoyer für das Handwerk, für Resilienz und für die Überzeugung, dass gute Arbeit immer aus guten Menschen entsteht. Ein Must-Hear für alle, die wissen wollen, was Arbeitskultur jenseits des Schreibtischs bedeutet.<br/>
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links
➡️ Bäckerei Dries </br>
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Transkript anzeigen
00:00:01: Wir haben sehr viele Besuchergruppen, die dann ganz erstaunt sind wie viel da noch mit Hand gewirkt und gearbeitet wird.
00:00:08: Und von daher sind wir noch eine Bäckerei ausdrücklich ja und wir sind auch noch ein Handwerksbetrieb.
00:00:15: Für mich ist es ein ganz wichtiger Punkt den fossiere ich auch gerade immer wieder.
00:00:19: unsere Mitarbeitenden aus dem Service Center müssen mehr raus an die Front und in die Produktion.
00:00:25: Ich möchte trotzdem dafür werben dass wir in unserer Gesellschaft durchaus auch sehr zufrieden sein könnten, wenn wir uns das auch jeden Tag ein Stück weit gemeinsam bestätigen.
00:00:37: Dass es uns bei schwieriger Lage trotzdem noch sehr gut geht.
00:00:48: Hallo und herzlich willkommen bei Good Work, dem Podcast für gute Zusammenarbeit.
00:00:52: Und für zukunftsfähige Arbeitskultur!
00:00:55: Mein Name ist Julian Koski.
00:00:56: Ich begrüße euch hier zu einer neuen Runde in unserem Brandeins-Podcast-Netzwerk.
00:01:02: Wir sind heute außer Haus – nicht im Ehrwitz schon ein schnuckeligen Kellerstudio oder Audiostudio sondern wir sind vor Ort nicht ganz am Ort des Geschehens über das worüber wir heute reden.
00:01:13: aber ich bin sozusagen privatemfang von Eine Mensch der für eine Zunft steht, die wir tatsächlich hier in über dreihundertzwanzig Folgen noch überhaupt nicht vor dem Mikrofon hatten.
00:01:24: Wir reden endlich mal wieder über das Handwerk ganz genau genommen, über das Backen von Brotbrötchen, Teigwaren und was das mit Arbeitskultur zu tun hat.
00:01:35: Das kann er uns ganz bestimmt verraten!
00:01:37: Wir reden heute mit Martin Tris.
00:01:39: Martin Tries ist in vierter Generation Bäckerei aus dem Rheingau in Wiesbaden, also in meiner Heimatstadt sehr präsent.
00:01:48: und was ich dort alles so tut.
00:01:52: In der Bäckerei, in der sogenannten Backstube – und ich glaube da dürfen wir auch mit einer oder anderen Vorstellung aufräumen – und was in den anderen Verwaltungseinheiten passiert, was sich überhaupt im Handwerk tut und was das mit Denken in Möglichkeiten zu tun hat!
00:02:07: auch im Sinne der Arbeitskultur, das erfahren wir heute.
00:02:09: Also ich sag mal Hallo lieber Martin Trieser.
00:02:13: wohl eigentlich muss er hallo sagen denn ich bin bei ihm.
00:02:16: schön dass ich hier zu dir nach Hause kommen durfte.
00:02:18: Hallo, liebe Juli.
00:02:20: Ich freu mich sehr, dass du hier bist.
00:02:21: Hier haben wir schön Ruhe und einen schönen Ausblick ins Grüne.
00:02:24: Das inspiriert immer.
00:02:26: Und ich freue mich auf den Austausch!
00:02:28: Ich hab noch kurz überlegt, ob wir uns direkt in der Backstube treffen sollten.
00:02:33: Aber nix gegen atmosphärische Geräusche im Hintergrund.
00:02:37: Aber das ist ein bisschen viel des Guten?
00:02:40: Das wäre in der Theit sehr turbulent und auch trubelig.
00:02:45: Das lieben wir ja, das ist unser Leben.
00:02:46: Wir sind immer vor Ort bei unseren Leuten ob in der Backstube oder im Verkauf.
00:02:51: aber für so ein Gespräch ist die etwas Ruhe dann doch besser Zielführende.
00:02:57: Auf
00:02:58: jeden Fall und zu den Leuten kommen wir gleich, jetzt kommen wir bei erst mal zu einem Mensch nämlich zu dir wie bist du?
00:03:02: Das ist hier die geskriptete Frage Die einzige weil gut warg.
00:03:05: bist du in den tag gestartet?
00:03:07: lieber martin ich
00:03:08: bin heute In dem tag gestattet mit einer sogenannten produkt- und produktionsbesprechung.
00:03:13: Wir treffen uns wöchentlich mit unseren abteilungsleiter aus den backstuben Abteilungen.
00:03:17: das ist natürlich unser kein geschäftes lieben wir wenn wir über die qualität und überentwicklung von Produkten vielleicht auch Mal was hier und da nicht so gut geklappt haben.
00:03:26: Das ist wichtig, dass wir da dranbleiben.
00:03:28: Das sind sehr konstruktive Gespräche mit unseren sehr guten Leuten auf Augenhöhe und das macht Spaß!
00:03:36: Und ganz klare Frage was gab es zum Frühstück?
00:03:39: Also vielleicht auch jenseits dessen was ihr heute verkostet habt aber... Was gibt's bei Martin zum Frühstag?
00:03:46: Ist es ein Brot, ein Brötchen aus eurem Produktangebot oder sagst du ne ehrlicherweise ich is am liebsten Müsli.
00:03:54: Nein, das ist natürlich nicht so.
00:03:56: Ich bin ein großer Backwaren-Fan und natürlich auch Backware aus unserem Haus.
00:04:02: die mag ich tatsächlich sehr gerne.
00:04:04: aber natürlich bin ich auch unterwegs und kaufe bei den Kollegen ein und schau immer mal sogar in der ganzen Welt.
00:04:12: was gibt der Markt zu hören?
00:04:13: Was gibt es zu probieren?
00:04:14: Was gibts Neues oder auch was gibts hier im Umfeld?
00:04:18: Und Backware ist ein täglicher Begleiter.
00:04:21: Kannst du so unvoreingenommen bei jemanden, also in einer anderen Bäckerei?
00:04:26: Irgendetwas kaufen und genießen.
00:04:27: Also komplett auszublenden, zu vergleichen mit dem was ihr tut?
00:04:31: also einfach nur genießen oder läuft da diese ... ich sag mal Meta-Ebene immer mit dass du sagst ui das ist aber besonders gut oder das würden wir so nie machen.
00:04:40: oder gute Idee.
00:04:41: also stelle ich mir jetzt gerade so vor wenn man in den ... Es
00:04:44: is a running joke im Umfeld.
00:04:46: Ich kann kein Stück Backware in die Hand nehmen ohne es zu zerflücken zu riechen zu durften zu drücken.
00:04:54: Ich bin auch ein passionierter Weintrinker, aber einen Winzer, der rausgeht.
00:04:59: Der hat immer eine andere Nase am Glas und er ist immer anders am Schmecken.
00:05:04: Dann kommt natürlich irgendwann der Konsum, aber das erste Moment wird gegriffen, es wird gerochen, getestet ... Das gehört dazu und das ist ganz umgar meine Welt!
00:05:14: Ja,
00:05:14: kann ich dir vorstellen?
00:05:15: Auch hingehört wie knusprig ist die Textur.
00:05:18: alles spielt ja eine Rolle.
00:05:20: Bevor wir zu allen Produkten kommen, Logischerweise bei Good Talk erst mal zu den Menschen, wie viele Menschen arbeiten unmittelbar?
00:05:28: Bei Beckertries.
00:05:29: Das ist ja auch die offizielle Bezeichnung eures Unternehmens oder?
00:05:33: Beckert-Ries Reingau kommt dann noch dazu.
00:05:36: Der Beckert Ries in Capital Letters und der Reingauer als inserständiger Begleiter im Anschluss.
00:05:43: Dreihundertfünfzig plus, minus Mitarbeitende sind bei uns im Team.
00:05:47: Und das ist auch für die letzten Monate eins, zwei Jahre schon relativ beständig.
00:05:54: Das heißt und wie viel Filialen betreibt ihr?
00:05:57: Wir betreiben dreißig eigene Filialien und dann haben wir noch mit einem Handelspartner vierzehn Standorte, die wir mit unseren Backwaren bestücken aber von den Mitarbeitenden im Handelsunternehmen dort verkauft werden.
00:06:11: Ja ... Also man kennt jetzt ich und selbst für alle Menschen, die jetzt nicht in Wiesbaden leben.
00:06:17: In der Nähe, die vielleicht euch nicht kennen jeder kennt aber Bäckereien oder Backbetriebe in ähnlichen Größenordnung würde ich mal sagen Bezeichnet ihr das wirklich noch als eine Bäckerei?
00:06:28: Oder seid ihr gefühlt eher schon ein Industrieunternehmen der Lebensmittelbranche?
00:06:33: also wo sind da die Unterschiede?
00:06:35: Also das ist mit einem ausdrücklichen Jahr zu beantworten und nicht aus Imagegründen oder aus taktischen Gründen, sondern aus Überzeugung.
00:06:43: Wir haben im Haus zehn Meister beschäftigt.
00:06:46: wir arbeiten noch erstaunlich viel mit der Hand!
00:06:48: Wir haben sehr viele Besuchergruppen die dann ganz erstaunt sind wieviel da noch mit Hand gewirkt und gearbeitet wird und von daher sind wir noch eine Bäckerei ausdrücklich ja und wir sind auch noch ein Handwerksbetrieb.
00:07:02: Natürlich haben wir sehr viel technische Unterstützung, um die Arbeit zu erleichtern.
00:07:08: Diese Buckelerei und Schufterei der frühen Zeit auch zu meiner Ausbildung macht heute keinen Sinn mehr.
00:07:15: Dort, wo die Arbeit erleichtert werden kann, nutzen wir gerne Technik.
00:07:21: Wenn wir da mal so die verschiedenen Kategorien durchgehen... Es gibt ja durchaus noch die kleinen Bäckereien, die wirklich nur eine Filiale haben oder ... Ich glaub, du hast da auch so einen schönen Ausdruck für gehabt.
00:07:34: Wie war das irgendwie?
00:07:34: Hinten wird gebacken ...
00:07:36: Ja, hinten wird ge backen und der Bäcker backt uns seine Frau oder vielleicht Schwester- oder Familienmitglied verkauft worden.
00:07:43: Das ist ja die Tradition, die wir bis in die, sagen wir mal, die Achtziger-, Neunzigerjahre war, dass ein Standort der Einzelbetrieb.
00:07:52: als ich angefangen hab Anfang der Achtziger hatten wir noch fünfzigtausend Betriebe.
00:07:58: Die klassische Familie, Vater, Mutter, die Kinder nebenher mitgeholfen vielleicht noch die Großeltern und eins zwei Mitarbeitende.
00:08:06: Und das hat sich natürlich dramatisch
00:08:07: gewandelt.
00:08:08: Wie viel Bäckerei-Betriebe gibt es jetzt noch in Deutschland?
00:08:11: Es gibt ungefähr noch siebeneinhalb Tausend backende Betrieben.
00:08:14: Das hat natürlich nichts mit der Anzahl der Verkaufsstellen zu tun.
00:08:18: Die sind sogar noch gestiegen im Vergleich zu vor fünfzig Jahren aber ... Sieben, sieben halb.
00:08:25: Da schwanken die Zahlen so ein bisschen hier nach dem was man dazu zählt.
00:08:28: also das heißt diese Ich sag vielleicht mal naive Leihenvorstellungen, dass man so etwas wie eine Backstube nur in Groß vorfindet.
00:08:35: Wo also Menschen mit den Händen arbeiten, wo Brezeln geformt werden und Brötchen geformat werden.
00:08:40: Das findet man bei euch noch natürlich unter Zuhilfenahme von Automatisierung, von Technik usw.
00:08:47: Nur wo liegt dann die Grenze nach oben hin?
00:08:49: Also ich sage mal, wie sieht ein Betrieb aus dem du nicht mehr als Bäckerei bezeichnen würdest sondern wo du sagst das ist wirklich schon ein Industrieunternehmen
00:08:58: Also ein inklassisches Industrieunternehmen, das sind die ganz großen Anbieter der abgepackten Ware.
00:09:04: Die wir in den Supermarkten finden.
00:09:07: Harry Brot ist zum Beispiel einen Mega-Anbietern und die produzieren Millionen Volumina pro Tag.
00:09:15: da sind in einem Werk Riesenproduktionen abspült das in fünf bis zehn Leute am Start, da ist auch keine Hand mehr am Produkt.
00:09:24: Das ist klassische Industrie.
00:09:26: und dann gibt es so eine Bezeichnung Semi-Industries – das sind halt größere handwerkliche Betriebe.
00:09:31: Wir haben ja auch so Kollegen im Umfeld die mit zweihundert Filialen arbeiten wo's schon sehr stark technisiert ist Und da, die sich aber natürlich auch noch als Familienunternehmen und Handwerksbetriebe – viele von denen sind auch heute von Investoren übernommen worden und wachsen damit, schaffen sie sich damit Kapital ran um zu wachsen zu können.
00:09:54: Das ist dann so eine Grenzsituation zwischen Handwerk und Industrie.
00:09:58: Aber die Kollegen ... Es ist schwierig, das in Filialzahlen zu nennen.
00:10:05: Aber zwischen drei und hundert Filialen sind tatsächlich auch noch viele sehr handwerklich geprägte Unternehmen dabei.
00:10:12: Und
00:10:12: dann wie ich dich verstehe von der Struktur?
00:10:14: Weil das fand ich total interessant!
00:10:16: Auch nochmal diese Überlegungen sind die eigentlich ja im Prinzip nur höher skaliert aber funktionieren eigentlich recht ähnlich.
00:10:23: Sie funktionieren recht ähnlich, sie haben natürlich andere Organisationsstrukturen.
00:10:27: Es ist höhertechnisiert das muss man eindeutig sagen.
00:10:30: dass sind schlicht und ergreifend weniger Hände am Werk weniger individualisiert.
00:10:34: aber ich spreche auch diesen großen Kollegen nicht ab da sie sich noch als Handwerksbetriebe und Familien betrieben sehen.
00:10:41: okay dann tatsächlich Ja, es schwingt ja jetzt schon so ein bisschen mit.
00:10:45: Dass das auch immer noch so'n Gütesiegel ist, wo man auf Fantasiewelten der Menschen bedient.
00:10:51: und wenn ich als Verbraucherin draufschau würde ich sagen, dass Thema Brot- und Brötchen Backwaren wahnsinnig auseinandergegangen ist.
00:11:01: Ich beobachte eine ganz große Schere gerade in den letzten Jahren.
00:11:04: Wir haben auf der einen Seite die unglaublich billigen Discounter – ich nenne jetzt mal Namen wie Backwerk beispielsweise also wo du wirklich Kleintaler noch irgendwas Backähnliches bekommst und da ist auf der anderen Seite aber auch so was wie Zeit für Brot oder noch deutlich ausgeprägt.
00:11:21: Ich glaube, Inzult gibt es Angebote von Bäckereien die Sauerteigbrot für über zehn Euro verkaufen.
00:11:27: also wir haben da eine wahnsinnige Spreizung.
00:11:30: Ist das jetzt von mir eine einseitige Beobachtung?
00:11:33: Oder wird zu sagen da geht ne Schere ganz schön auf in den letzten Jahren.
00:11:37: Also es ist eine vollkommen richtige Beobachtung.
00:11:39: Es gibt die von dir genannten, sogenannten Motiken, die dann aber auch Preise haben, die jetzt in der Regel fünfzig bis hundert Prozent, hundertfünfzig Prozent über unseren Preisen liegen.
00:11:52: und der Kollegen hier, die Regionalkollegen... Das gibt's!
00:11:56: Und dann gibt das die Discounter wie Backwerk, die du genannt hast.
00:12:02: Die lassen industriell produzieren und backen vor Ort auf, backen dann fertig gebackene oder teilgebackene Produkte backen die einfach fertig.
00:12:10: Und dazwischen gibt es dann eben diese Handwerksbetriebe.
00:12:14: Und meiner Ansicht nach egal was man sich für ein Etikett-Gipf für eine Marke gibt oder mit welchem Image man auch immer an den Markt tritt... Ende in so einem schnellen Geschäft zählt die Qualität der Produkte, weil der Kunde kann sich jeden Tag neu entscheiden ein Haus weiterzugehen.
00:12:33: Es
00:12:34: gibt kein Abonnement und nur die schöne Marke der schönen Name das schöne Image funktioniert nicht.
00:12:40: unsere Kunden sind bewusst sehr kritisch und sie wollen sehen hält er was er verspricht und liegt es bei mir auf dem Teller?
00:12:48: Ist
00:12:48: es nicht ein totales Gewohnheitsprodukt?
00:12:51: Also ich hätte jetzt gesagt, unser tägliches Brot heißt schon im Gebet.
00:12:55: Aber ganz ehrlich ist das nicht was wo man sich sehr auch geschmacklich bindet.
00:13:00: also so nach dem Motto Eimatries immer Dries
00:13:02: ausdrücklich nein wir haben ja extrem viele Stammkunden.
00:13:05: wir haben jeden Tag zwölf dreizehntausend Kunden und wissen wir dass da extrem viele Wiederholungstäter dabei sind?
00:13:11: im besten Sinne Aber wenn das Produkt nicht schmeckt, gibt es die Gewohnheit nicht.
00:13:17: Das ist so ein unmittelbar wahrnehmbares Qualitätswahrnehmung und wir merken, wenn wir einen Qualitätenproblem in einem Produkt haben, dass wirkt sich von heute auf morgen im Konsumverhalten aus.
00:13:37: Was mir auch auffällt ist, wenn man... Also meine Ehre betreibt ja auch Filialen die in Supermärkten integriert sind.
00:13:43: Also Shop-in-Shop-Systeme genau.
00:13:46: und wenn ich jetzt mal einfach so ein paar Jahre ehrlicherweise wahrscheinlich schon Jahrzehnte zurückschau, wenn du dann um vier Uhr fünf Uhr eine Bäckerei reinkamst, dann warst du froh, wenn Du überhaupt noch irgendwas bekommen hast.
00:13:57: Heute ist es ja schon so dass also würde mal sagen der Anspruch der Verbraucher ja ist bis relativ spät noch am liebsten volle Produktvielfalt wählbar zu haben.
00:14:09: Und mit der Gefahr natürlich, dass auch entsprechend Überproduktion entsteht.
00:14:14: Wie geht ihr damit um?
00:14:15: Also siehst du das diesen Verbraucherwunsch und wie reagiert dir darauf?
00:14:20: Der Verbraucher ist ja ein ambivalentes Wesen.
00:14:23: Das sind ganz normale Menschen wie du und ich.
00:14:25: Wir sind alle Konsumenten- und Verbrauchen.
00:14:27: wir haben das große emotionale Gefühl.
00:14:30: Foodwaste ist eine ganz schreckliche Sache und niemand möchte es.
00:14:34: auch Häufig stellen wir aber fest, dass die gleiche Gesinnung dann auch sagt.
00:14:38: Wie kann es sein?
00:14:39: Dass mein Produkt jetzt um setzende Uhr nicht mehr da ist und das ist ein ganz?
00:14:44: dieses Phänomen begegnet uns ja ganz häufig.
00:14:47: Und von daher möchte der Kunde gerne keinen Food Waste und keine verschwenderen Produktion so lange es nicht zu sein genussend zu sein lassen.
00:14:57: Das ist ein weitverbreitetes Phänomene und wir haben damit eine Retourenquote die wir uns gesetzt haben, die ist unterschiedlich für unterschiedliche Produktgruppen.
00:15:06: Manche Dinge möchten wir gerne ausverkauft sehen und andere Dinge Hochfrequenzprodukte backwaren, die möchten wir bis zum Schluss da haben.
00:15:15: Okay das heißt also... Ist auch viel analytik im Hintergrund?
00:15:19: Die ihr da fahrt?
00:15:20: Also ich meine müsstet ihr ja auch zentral wahrscheinlich einen ziemlich genauen Überblick haben oder?
00:15:24: Wir nutzen da AI-Tools.
00:15:25: Das ist eins seit einigen Jahren.
00:15:28: Da haben wir sehr viele junge Leute an der Stelle Auch meine Geschäftsführer-Kollegen,
00:15:35: die die wirklich antizipativ
00:15:37: dann wirklich schauen und auch durch Algorithmen gesteuert.
00:15:40: Was war in der Vergangenheit?
00:15:42: Das sind Wetterkomponenten das sind Ferien, das sind Feiertage, das ist Wochentage.
00:15:47: Das wird genau analysiert und dann wird daraus... Künstliche Intelligenz deutlich besser als die einzelne Filialeiterin, die das früher gemacht hat.
00:15:57: Die eine hatte gerne viel Retouren und die andere hatte gerne sparsame wenige Retoueren.
00:16:03: Und diese Systeme eliminieren das und verschaffen uns hier eine optimierte... wahren Disposition.
00:16:10: Ja, hochspannend!
00:16:11: Also auch wieder so drauf geschaut dass es wahrscheinlich dann in einem Feld wo wirklich wie du so schön sagst hinten wird gebacken vorne wird verkauft nicht möglich ist oder wahrscheinlich nicht in der Form stattfindet?
00:16:23: Es ist gar nicht möglich aber auch in den kleineren Einheiten gar nicht notwendig und das ist das Schöne an einer kleineren einheit.
00:16:31: die haben sicherlich sehr viele Dinge mit denen sie kämpfen müssen.
00:16:33: die kleineren Betriebe Eine sehr große Wertschätzung für diese klassischen, Kleinfamilienbetriebe.
00:16:40: Aber die brauchen keine EI.
00:16:42: Die haben ein gutes Gespür für ihren einen oder ihre zwei Läden und das haben sie sehr gut im Klang.
00:16:46: Das haben die sehr gut, genau!
00:16:49: Ich erklär mal was beziehungsweise Teilmal etwas.
00:16:54: Wir sind, glaube ich, nach Wiesbaden gezogen, mein Mann und ich... Damals gab's noch nicht diese Sonntagsregelung mit Sonntagbecker auf und Brötchen kaufen, so was wie man da überhaupt überlebt hat.
00:17:07: Mit irgendwelchen Aufbackwaren aber trotzdem gab es damals die wirklichen Engpass an Brötchens und Brot.
00:17:13: also Wiesbaden war wie alle großen und kleinen Städte gut gesettigt mit Backwaren und dann irgendwann kam ihr mit der ersten Filiale nach Wiesbahn ich weiß nicht ob ich die erste muss so Anfang der zweitausender gewesen sein oder?
00:17:26: Genau ja.
00:17:28: Und dann dachte ich mir, okay, brauchen wir jetzt wirklich noch einen X-ten Bäcker hier vor Ort?
00:17:34: Also es gibt mehr als genug.
00:17:37: Zwei-, drei Jahre später auf einmal, woop!
00:17:39: Woop!
00:17:39: Da gab's überall im Stadtbild Bäckertries und ich dachte verdammte Axt... Was machen die
00:17:45: anders?!
00:17:46: Also was habt ihr erkannt, was da gefilmt hat?
00:17:50: Weil ich würde mal sagen, Bäckerei waren blutroter Markt in Sinne von ... Ich weiß schon vielleicht Blue Ocean Strategie, die immer sagen wo es viel Wettbewerber ist.
00:17:59: Das war ja nicht so das irgendjemand gesagt hat.
00:18:00: auf euch haben wir exakt gewartet oder?
00:18:03: Nein natürlich niemandet wartet auf einen neuen Wett Bewerber Es sei denn er kommt und liefert irgendwas was dem Verbraucher gefällt was ihm zusagt.
00:18:15: Und hier könnte es sein dass wir zu der damaligen Zeit als wir kamen haben wir einen Nennenswertenpunkt deutlich anders gemacht und ich glaube, das war dann auch in den Zwohtausendern.
00:18:29: In der Nullerjahre der Garant und die Erklärung für den Erfolg.
00:18:34: So jetzt sind wir natürlich gespannt was war der eine Punkt, den ihr anders gemacht habt?
00:18:37: Habt ihr etwas mehr oder weniger oder anders gemacht?
00:18:42: Also ich würde mich mal auf...insofern auf das Anders konzentrieren gemeinsam mit meinem Bruder, der unser Umsetzer ist.
00:18:51: Unser wirklich ein beknadeter Bäckermeister, der auch große Stückzahlen in sehr guten Qualitäten herstellen kann.
00:19:01: und wir haben einen Konzept erarbeitet dass wir alle unsere Brötchen frisch vor Ort in der Filiale backen.
00:19:08: Weil gebacken wurde auch schon damals in allen Bäckereien oder fast allen aber das waren dann meistens ein- oder zwei Sorten, Brötchensorten.
00:19:18: Und wir haben ein System entwickelt, das wir Tagesfrischteiglinge, Teigstücke produzieren die in der Produktion und in der Backstube so vorbereiten und kühlen dass sie in der Filiale nur noch auf Bleche gesetzt werden müssen und dort allesamt frisch gebacken werden.
00:19:34: Das hatte einen enorm frischen Faktor Geruchs- und Genussfaktor knusprig.
00:19:42: Wir hatten eine frische Garantie.
00:19:44: Immer zwei Stunden mussten die Brötchen frisch sein.
00:19:47: Und das hat die Leute offensichtlich sehr begeistert und da haben wir uns einen sehr guten Namen damit gemacht.
00:19:52: Habt ihr damit auch einen gewissen Standard geschaffen?
00:19:54: Also seht ihr, dass auch Marktmitbewerber, dass sie auf dieses Prinzip umgestiegen sind?
00:20:00: oder wart ihr da ganz früh dabei?
00:20:02: Oder sagt ihr, was es schon bei anderen Markthallnehmern gab?
00:20:06: Wir sind ja in der Republik sehr gut vernetzt.
00:20:08: In dieser Intensität macht bis heute eigentlich niemand.
00:20:14: Kleingebäcke quasi frisch gebacken werden, aber das ist halt auch unser Steckenpferd.
00:20:18: Das sind unsere Markenversprechen.
00:20:20: Wir haben – es kann man ruhig sagen – forty-two Prozent unserer Umsätze werden mit Brötchen gemacht.
00:20:26: Das ist in der Republik sehr, sehr selten und von daher waren wir ganz früh mit diesem Thema Und wir betreiben es heute noch sehr exzessiv und versuchen da auch immer an unseren Qualitäten zu arbeiten und zu verbessern.
00:20:40: Und natürlich haben unsere Kollegen alle nachgezogen, und haben natürlich auch auf dieses frische Pferd gesetzt – das ist natürlich klar!
00:20:50: Dass der Markt sich immer verändert und die Wettbewerber nachziehen.
00:20:54: Wir sind hier nicht ein Podcast der Lebensmittelindustrie, aber trotzdem würde ich gerne mal wenigstens dieses Schlagwort antippen.
00:21:01: Das Slow Baking.
00:21:03: Wie verhält sich das damit?
00:21:04: Ist es dann einen Widerspruch zu diesem Aufbacken oder hat das wieder eher was damit zu tun wie die Teige geführt werden beispielsweise?
00:21:12: Also Slow Baking ist ja genau das, was wir eigentlich machen.
00:21:15: Slow baking hat nichts damit zu tun dass langsam gebacken wird sondern da geht es darum dem Teig und der Entwicklung der Enzymatik der Aromatik Zeit zu geben.
00:21:25: Damit dass wir unsere Teige schon teilweise am Vortag produzieren aufarbeiten und dann kühlen.
00:21:32: dadurch entsteht eine ganz andere Ganz natürliche aromatische Entwicklung ist durch den sogenannten enzymatischen Abbau, der dann eben dieser Aromestoffer bildet.
00:21:43: Und was wir da machen ist Slow Baking im besten Sinne.
00:21:46: Also wirklich die Teigführung entsprechend dem Teigzeit geben?
00:21:50: Den
00:21:50: Teig Zeit geben sich zu entwickeln und eben keine Zusatzstoffe, sondern hier durch die natürlichen Entwicklung und den enzymatischem Abbau aromen Entwicklungen.
00:22:00: Das ist eine tolle Sache!
00:22:04: Und ihr habt ja dann markentechnisch euch noch mal ein bisschen ... ich sag mal.
00:22:09: spitzer positioniert oder vielleicht sogar repositioniert in den zehner Jahren.
00:22:13: Ich kann mich erinnern, da gab es am Anfang auch so diese Bewegung wenn man zu euch in die Handlung gekommen ist und in die Bergerei gekommen ist dass die Brötchen so ein bisschen wie in Frankreich so vertwistet wurden die Tüten und das man immer so das Gefühl hatte das ist wirklich wie so einer guten alten Backstube.
00:22:32: was waren dann so die Überlegungen?
00:22:33: Was hat euch da getrieben?
00:22:35: Auch diese Slogan gute gute Brötchen oder
00:22:39: gute Leute, gute
00:22:40: Produkte.
00:22:41: Das ist ja heute noch so glaube ich, oder?
00:22:43: Ja
00:22:44: Also grundsätzlich muss man, darf man feststellen, dass jeder unserer Marktteilnehmer irgendwo versucht sich zu positionieren.
00:22:52: Und das macht unheimlich viel Spaß!
00:22:54: Man mag auch ganz viele junge Leute die aus der nächsten Generation kommendivifige gute Ideen haben und so ist es bei uns natürlich genauso.
00:23:03: Wir versuchen mit Kleinigkeiten unsere Kunden in irgendeiner Form davon zu überzeugen, dass wir das gewisse extra haben, dass für gegebenenfalls ein Stück mehr an Service bieten können.
00:23:16: Und da ist meiner Ansicht nach, auch hier ist es entscheidend nicht dieses gute Leute – das ist ein Versprechen, dass wir den Anspruch haben, dass unsere Leute tendenziell ... Es gibt natürlich die Ausnahme immer freundlich zu den Kunden, immer serviceorientiert so dass die Kunden, die mehr macht, die Woche zu uns kommen Gar nicht zu Bäcker-Tries kommen, weil sie freundlich empfangen werden.
00:23:41: Das macht den Tag so anders, den Tagesstaat und das ist auch ein wichtiges Versprechen, was wir einlösen
00:23:49: wollen.".
00:23:50: Ich glaube, wir können jetzt auch noch mal so langsam die Kurve bringen.
00:23:53: zu den Leuten.
00:23:54: Ihr seid ... Was hast du gesagt?
00:23:56: threehundertfünfzig mitarbeiten an den verschiedenen Standorten aber natürlich in der Produktion und Verwaltungseinheiten.
00:24:03: wie verteilt sich das in etwa?
00:24:06: Produktion sind ungefähr achtzig zwanzig in der Verwaltung mit allem drum und dran und es ist jetzt mal so vereinfacht.
00:24:13: und dann gibt's ja auch noch ein paar andere Subabteilungen die Technik und Logistik natürlich Und dann so ungefähr zwei in dem Verkauf und der Rest verteilt sich auf die sonstigen Abteilungen.
00:24:25: Wie seid ihr aufgestellt?
00:24:27: Du führst das Unternehmen mit deinem Bruder zusammen, aber ich glaube, ihr habt noch eine externe Geschäftsführung zusätzlich.
00:24:32: wie seid ihr als Führungsteam da aufgestellt?
00:24:35: Da sind wir sehr zukunftsorientiert aufgestellt, mein Bruder Stefan Driesen und ich.
00:24:40: Wir sind traditionell die Geschäftsführer- und Gesellschafte.
00:24:43: Wir haben vor vier Jahren jetzt eine sehr gute Kollegin Andrea Engelmann mit in die Geschäftspführung geholt.
00:24:50: Die ist Branchen fremd eingestiegen hat sich ausgezeichnet in die Branche reingearbeitet.
00:24:55: ein sehr schlauer digitaler Kopf, die sehr strukturiert arbeitet eigentlich zu unserer Männerwelt, die Produkt- und Marktgetrieben war.
00:25:07: eine hervorragende Ergänzung.
00:25:08: Und wir verstehen uns auch sehr gut.
00:25:11: Also das heißt, wir hatten ja eben schon mal das Thema mit dieser predictive Analyse geht es in die Richtung.
00:25:18: oder inwieweit spielt da Digitalisierung bei euch auch ein ganz große Rolle?
00:25:22: Alles!
00:25:22: Wir sind paperless.
00:25:23: also wie es gibt hat digitale Formate für die Kommunikation ob das Lieverscheine sind, ob das Informationssysteme sind.
00:25:32: Vernetzung von Programmen... Wir hatten schon vor Andrea Engelmann diese Zahl-Systeme, diese Cash-Sisteme, wo unsere Leute gar nicht mehr mit Bargeld rumhändeln müssen und jetzt hat sie auch sehr stark auf die Karte gesetzt eine Beckertries-App bargeldloses bezahlen, auch einzusetzen.
00:25:54: Und ganz viele Dinge, die Social Media Kanäle, die wir bedienen Und das ist sehr, sehr vielschichtig.
00:26:00: Weil sie kommt nicht vom Produkt und sie ist auch keine klassische Vertrieblerin aber sie schafft es Bindeglied in alle Abteilungen zu sein.
00:26:10: Darüber hinaus hat sie noch ein Team von vier Leuten aus allen Fachbereichen in der Geschäftsleitung mit denen Sie das operative Geschäft quasi führt um meinen Bruder und ich nur noch für bestimmte Aufgaben Zieldefinition mit am Team sind.
00:26:29: Aber das operative Geschäft hat an Brea Engelmann und ihre Führungsgruppe fest im
00:26:33: Griff.".
00:26:34: Wenn man jetzt mal klischeehaft auf Handwerk guckt, hätte man ja oder könnte man die Vermutung haben dass es in den Unternehmen noch sehr traditionell hierarchisch zugeht.
00:26:43: wie ist das bei euch?
00:26:44: Also seid ihr die Patronis zusammen mit eurer externen Geschäftsführerin, die im Prinzip die große strategische Richtung vorgibt und wo eine relativ klare Direktive herrscht.
00:26:57: oder wie würdest du die Arbeitskultur bei euch beschreiben?
00:27:01: Also wer uns wirklich kennt, ist natürlich immer einfach zu sagen wir haben eine kooperative Führungsstruktur.
00:27:09: Das sagen alle, das behauptet jeder aber wir sind Familienunternehmer und Familienunternehmere dürfen und sollen und müssen sogar auch die große Linie vorgeben weil dass es die DNA eines Familienunternehmen.
00:27:22: Und dann ist man sehr gut beraten, dass man das Spitzenführungsteam, das operative Team in diese Entscheidungsprozesse sehr eng früh und nah einwendet.
00:27:33: Nach meinem dafürhalten – das sind auch so Rückmeldungen, die wir stets unständig bekommen – gelingt uns das außerordentlich gut.
00:27:41: Natürlich gibt es da zwei Protagonisten, die tragen auch die finanzielle Verantwortung, die noch sehr stark mit prägen aber Tatsächlich Teamentscheidung.
00:27:53: ist ausgesprochen notwendig.
00:27:55: Und das heißt, das Team würdest du sagen seit ihr drei oder ist es ein erweiterter Führungskreis?
00:28:00: Wer würde da noch dazu zählen?
00:28:01: Also jetzt muss ich ein bisschen ausführen, dass es einmal... Es gibt auch noch einen Firmenbeirat der übergeordneten Entscheidungen mitabsegtet.
00:28:09: Das ist uns auch ganz wichtig, dass jemand uns sehr kritisch hinterfragt.
00:28:14: Da sitzt auch meine älteste Tochter mit drin die Zugumzug mehr Verantwortung in den Entscheidungen mithübernimmt.
00:28:21: Und ansonsten im operativen Bereich ist es so, dass wir Entscheidungen gemeinsam treffen.
00:28:28: Es gibt am Ende Treffen mein Bruder und ich die finale Entscheidung – wir beratschlagen sie und wir kriegen es tatsächlich hin, dass alle auf einer Linie sind am Ende und dann auch den Weg gemeinsam gehen.
00:28:43: Nur so funktioniert's auch!
00:28:46: dogmatisch oder patriarchalisch vorgeben, den gehen unsere schlauen Leute nicht mit.
00:28:52: Lösen wir uns mal ein bisschen jetzt vielleicht ganz grundsätzlich von eurer Branche und bleiben mal bei dem Thema Familienunternehmen?
00:28:59: Würdest du sagen ihr seid eine GmbH.
00:29:01: also das heißt es gibt dann ja keinen Aufsichtsrat aber es gibt die Möglichkeiten Beirat zu wählen.
00:29:08: Findest du das ein probates Vorgehen?
00:29:10: Also generell würdest du das Familienunternehmen ab einer gewissen Größenordnung, die eine GmbH sind empfehlen.
00:29:15: Einfach eine Instanz, die noch mal kritisch auf die Führung schaut oder einen Reflektionsraum bietet für die Entscheidungen, die anstehen?
00:29:26: Es ist ein bisschen abhängig von der Unternehmensgröße ob es dann Beirat sein muss oder ob das mal ein externer Berater ist.
00:29:34: Grundsätzlich halte ich so eine sogenannte Second Opinion.
00:29:38: Das ist ja ein gängiger Nachgebrauch, das halte für sehr wichtig und bei uns war es auch so.
00:29:43: wir waren zwei Brüder mit zwei Familienstrengen und da muss einfach jemand mal neutralisieren drüber gucken dass die Dinge immer in der Waage bleiben, dass niemand den anderen überholen will oder ausbremst.
00:29:59: Ich halte das für extrem gut.
00:30:01: Ich selbst bin auch bei vielen jüngeren Kollegen, die mich dann immer mal konsultieren wenn es um übergabengenerationsübergreifende Themen geht und das ist sehr wichtig.
00:30:11: Eine zweite neutrale Stimme oder eine Organisation kann da sehr hilfreich sein.
00:30:18: Wenn mal.
00:30:18: gespannt auf deine Antwort, auf die nächste Frage.
00:30:20: Was würde eure Geschäftsführerin sagen?
00:30:22: Wie leicht ist es sich in einem familiären Gefüge als externe Geschäftsfeuererin auch mit den eigenen Positionen zu installieren?
00:30:32: Zunächst einmal würde sie sagen ich bin eine sehr starke selbstbewusste Frau und wenn die das hier nicht zulassen würden dann würde ich auch nicht mit den Herren zusammenarbeiten wollen.
00:30:44: Auf der anderen Seite Würde sie auch, und wir sprechen ja über diese Dinge noch ganz offen.
00:30:50: Weiß Sie genau wie auch die Entscheidungswege laufen?
00:30:53: Das ist auch Verantwortungsträger im Sinne von finanzieller Verantwortung und Risikobereitschaft gibt Und von daher sind wir strukturiert zweimal pro Woche und genau genommen täglich im Austausch.
00:31:09: Wir reden tatsächlich extrem offen Und auch vorausschauend, dass Dinge möglichst erst gar nicht aufkommen.
00:31:19: Ich denke, was mir auch extern zugetragen wird ... Sie findet die Zusammenarbeit mit den Herren Thries sehr gut!
00:31:27: Sie ist auf jeden Fall noch da?
00:31:29: Sie
00:31:29: ist noch da und wir planen gemeinsam in die Zukunft.
00:31:32: Na ja, gut das ist ja auf jeden fall eine Aussage.
00:31:35: Ein anderer wichtiger Punkt ist gerade, und ich meine es ist jetzt an der Stelle auch egal.
00:31:40: Es ist eine Bäckerei, ein anderer Handwerksbetrieb, sonst wie produzierendes Gewerbe, nimmst du sowas wahr?
00:31:48: Und da würde ich dich wirklich um eine ehrliche Einschätzung auch mal bitten... In Arbeitskultur, was in der Backstube passiert und was in den Verwaltungseinheiten passiert ist das wie so zwei Weltensystemen.
00:32:08: Das ist ja nicht trivial.
00:32:10: also das ist auf jeden Fall eine Herausforderung mit ganz vielen Unternehmenringern.
00:32:14: dass sie sagen wir haben gewisse Gesetzmäßigkeiten die wir in der Produktion sehen und sind in der Verwaltungen anders und das führt nicht unbedingt immer nur zu guter Stimmung.
00:32:24: Das ist ein sehr spannender Ansatz.
00:32:26: Wir haben ja diesen wöchentlichen Austausch, Bereiche übergreifen – das sitzt die Produktion, die Backstube der Verkauf und die Verwaltung, d.h.
00:32:35: bei uns rupigen Service-Center weil sie verwalten uns nicht sondern die stellen uns Services bereit mit denen wir dann arbeiten können.
00:32:42: Auch Spannendes Selbstverständnis oder?
00:32:43: Also ich darf da mal kurz rein grätschen!
00:32:48: Insinuiert ja fast, dass sie wie so eine Art Dienstleisterinterner sind für die Produktion.
00:32:52: Klar!
00:32:54: Die müssen uns das liefern was wir brauchen ob es jetzt Produktionsmengen sind oder ob das Analysen oder Auswertungen sind oder Rezepturverwaltungen oder Einkaufs.
00:33:02: Die leisten einen Service an die anderen Einheiten und die verwalten uns nicht.
00:33:06: Das wäre ja schrecklich.
00:33:08: Und deswegen haben wir das auch unbenannt in Servicenter... ...und die leben das auch.
00:33:15: Zunächst mal ist es so diese klassischen, früher dieser schreckliche Begriff Blue-Color, White-Colour.
00:33:20: Das kommt ja aus dem Anglizistischen... Genau!
00:33:22: ...das ist geradezu fast schon diskriminierend für die Leute, die eigentlich unser Kerngeschäft machen, backen und verkaufen.
00:33:31: Worum
00:33:31: es geht?
00:33:32: Und die Kommunikation ist extrem gut, Vertrauensbilden.
00:33:38: Die Leute mögen sich.
00:33:41: Und für mich ist ein ganz wichtiger Punkt, den forciere ich auch gerade immer wieder.
00:33:45: Unsere Mitarbeitenden aus dem Service Center müssen mehr raus an die Front und in die Produktion.
00:33:51: Jeder hat heute einen Laptop, die können auch in den Filialen... ...in den Begreien, in den Außenstellen arbeiten damit ihm vielmehr Haftung und Gespür für
00:34:03: die Produktnähe aufnimmt.
00:34:04: Produktnähre,
00:34:04: Kundennäher, Kollegennähere.
00:34:07: Das wird immer wichtiger, das werden wir jetzt gerade wieder forcieren.
00:34:11: Aber die Zusammenarbeit ist vorbildlich.
00:34:14: Ich bewundere da unsere Leute wie ... ausgezeichnet, die über alle Bereiche zusammenarbeiten.
00:34:19: Weil das ist ja Wechselseitig auch nicht ohne Anspruch.
00:34:22: also andersrum gibt es hier auch immer wieder dieses Thema dass ich sage jetzt mal bewusst gewisse Neid Diskussionen stattfindet man damit nicht euch.
00:34:30: Ich meine generell in Unternehmen wo produziert wird Dass die Menschen die für Produktion zuständig sind dass sie sagen wir sind nun mal da wo die Maschinen sind.
00:34:38: Wir können nicht im Homeoffice Brötchenbacken Bus fahren was auch immer Kollegen aus den Service-Einheiten oder aus den Bereichen haben da ganz andere Freiheitsgrade.
00:34:49: Wie wird das bei euch diskutiert?
00:34:51: Es wird insofern gar nicht diskutiert, weil wir keinen Homeoffice haben.
00:34:56: Das gibt immer meinen Ausnahmefällen, wenn es Bedürftigkeiten jetzt mal alleine ziehen.
00:35:00: Damit haben bei uns immer so ein Stück weit eine Sondermöglichkeit und wenn es da Notwendigkeiten gibt können die natürlich von zu Hause aus arbeiten.
00:35:08: aber ansonsten ... Sehen wir es auch so, dass das eine Frage des Respekts ist.
00:35:12: Dass unsere Mitarbeitenden aus den Service-Centern die Bemühungen haben bei ihren Kollegen und mit ihren Kollegen zu arbeiten.
00:35:24: Die haben ja auch den Vorteil zum Beispiel, dass sie Samstag-Sondags nicht arbeiten müssen aber trotzdem um die Nähe zu signalisieren, auch draußen sind, auch am Wochenende mal rausgehen Kein Weg dieser Arbeit ist.
00:35:39: Nachts in der Backstube, am Sonntagmorgen im Verkauf und wenn man dafür keinen Gespür entwickelt, wo man irgendwo im fernen Homeoffice sitzt dann ist man auch meiner Ansicht nach in unserem Bereich kein glaubthafter Bestandteil des Teams.
00:35:54: Man muss die Nähe schon kennen und spülen.
00:35:56: Gibt es das auch andersrum, dass Menschen außer Produktion in diese Service-Einheit mal gehen?
00:36:01: Da auch mal im Prinzip Tandem bilden für einen Tag oder mal gucken.
00:36:06: Weil ich lasse uns über Klischees reden und über Vorwürfe, die oft diskutiert werden.
00:36:12: Die
00:36:12: schafften doch nix!
00:36:13: Ja sie sitzen den ganzen Tag nur vor dem Rechner.
00:36:15: Das ist doch nicht ... ja, die sollten wir unsere Arbeit sehen.
00:36:18: Also diese gegenseitige Wertschätzung was tut ihr auch in der anderen Richtung dafür?
00:36:23: Grundsätzlich unsere Bezirksleiter, Verkaufsleiter und Produktionsleite abteilen.
00:36:28: Die sind sowieso mit unseren Service-Center-Leuten immer im Austausch.
00:36:33: Da gibt es ständiges Rhein und Raus.
00:36:35: Das ist auch ganz wichtig!
00:36:36: Jetzt ist natürlich nicht so das bei uns dreieinundfünfzig Mitarbeiter durch die Büros laufen aber der Austausche ist sehr gut.
00:36:44: Worauf ich ein Stück weit – und das ist ja gar nicht meine Errungenschaft – wir haben eine wirklich vorzügliche Kommunikation, die Leute gehen alles sehr respektvoll miteinander.
00:36:56: Es gibt eine große gegenseitige Wertschätzung und das merkt man auch in der Ansprache und wie Leute miteinander umgehen, wie man sich auch unterstützt mal in schwierigen Zeiten.
00:37:07: Und das prägt ein Team unglaublich stark unabhängig von Abteilungen und von Tätigkeiten.
00:37:15: Jetzt ist ja der Beruf des Bäckers nicht unbedingt assoziiert mit angenehmen Arbeitsbedingungen, also Stichwort früh aufstehen und so weiter.
00:37:23: Inwieweit tut ihr euch schwerer Menschen zu begeistern für das Berufsbild?
00:37:28: Also inwieweit haben sich vielleicht auch Erwartung bedürfnisse Ansprüche von Bewerberinnen verändert in den letzten Jahren, Jahrzehnten?
00:37:40: Die Aufgabenstellung, Mitarbeitende zu gewinnen für die Produktion und für die Bergstube ist in der Tat da.
00:37:48: Allerdings ist die Frage wie gehen wir mit dieser Aufgabenstellung um?
00:37:52: Wir haben im Moment sogar eine Überbesetzung.
00:37:55: Wir haben ein sehr gutes Team wo wir die physischen Belastungen reduzieren.
00:38:01: Das ist mal ein ganz wichtiger Punkt.
00:38:03: Keiner muss mehr darum buggeln.
00:38:05: zehn Stunden am Tag Normale Arbeitsteiger, je nachdem acht Stunden oder sechs Stunden.
00:38:11: Je nachdem fünf Tage oder sechs Tage Woche.
00:38:13: Das eine und das andere ist dass wir möchte kann am Tag arbeiten.
00:38:17: Wir haben immer die Möglichkeit durch unsere langen Teigführung auch alle in die Tagschicht zu packen.
00:38:23: Aber ganz viele wollen in der Nachtschicht arbeiten, weil es dort lukrative, steuerfreie und sozialversicherungsfreie Zuschläge gibt.
00:38:29: Vom Gehaltgefüge her attraktiv?
00:38:32: Sehr attraktif!
00:38:33: Und deswegen wollen das auch viele – und das können wir alles gut einbauen.
00:38:36: Selbe wie mit Sonntagsarbeit mit fünfzig Prozent steuerfreiem Zuschlagen ist sehr attraktiver.
00:38:42: Das wollen auch viele.
00:38:43: Und ich bleibe trotzdem noch mal bei einem Punkt.
00:38:45: Würdest du sagen, dass die Erwartungshaltung von Mitarbeitenden und jetzt mal ganz fein ab der Diskussion die Jüngeren, die Älteren, sondern generell als Trend das da höhere Ansprüche an Flexibilität ... Ich möchte mir meinen Arbeitsplatz auch so gestalten, auch mehr Wahlmöglichkeiten haben.
00:39:01: Beobachtest du das gerade in der Produktion?
00:39:03: oder würdest du dann sagen, das ist eigentlich eher eine Sachlogik, die da unterwegs ist?
00:39:10: Also hier auch... Der Mitarbeitende ist ein ambivalentes Wesen und wir hören dann auf zu diskutieren, wenn wir merken das es zur Gunsten des Einzelnen und zur Lasten der Allgemeinheit geht.
00:39:24: Sprich, wenn einzelne Mitarbeiter, sei denn es gibt sachliche Gründe wie alleinerziehende Mütter
00:39:29: usw.,
00:39:30: da müssen immer Sonderregelungen finden.
00:39:33: aber wenn jemand zum Beispiel zu uns kommt und sagt ich möchte am Wochenende nicht mehr arbeiten Das ist für uns dann eine Frage der individuellen Lebensgestaltung, die eindeutig zur Lasten der anderen geht.
00:39:45: Weil dadurch müssen andere häufiger arbeiten und da steigen wir aus.
00:39:49: Wir sagen wer das nicht kann, muss es Rücksichtsname geben.
00:39:56: oder bei werdenden Mütter in all diese Dinge, die deine kleine Kinder haben, dass das Team alleine schon hat, das Bedürfnis dieser Person zu unterstützen.
00:40:04: Aber wer einseitige Forderungen stellt, sie zulasten des Teams gehen?
00:40:09: Das machen wir nicht.
00:40:10: Das können wir nicht machen, das hat ja nichts mit den Unternehmern oder mit den Chefs zu tun.
00:40:15: Sondern im Fokus steht immer das Wohlergehen des gesamten Teams.
00:40:19: Das ist die oberste Prämisse.
00:40:21: Und sind das auch Werte?
00:40:23: Die eher so Verkörperte, die schon soweit implementiert sind, dass das auch im Prinzip die Teams, die Produktionsteams, die Meister vor Ort und so weiter leben?
00:40:31: Oder es sind dann Diskussionen, wo ihr wieder als oberster Herresleitung einsteigt?
00:40:37: gar nicht mehr, ausdrücklich nicht mehr.
00:40:39: Diese Dinge müssen auf ganz sachlichem und zauberen Wege auf ganz anderen Ebenen geklärt werden denn die so dieses orderte Mufti, die Zeiten sind Gott sei Dank vorbei.
00:40:50: das würde auch meinen Bruder mich unglaublich binden an diese Entscheidungen.
00:40:55: Wir haben die Teams sind sehr gut geführt und die Teams entwickeln ein hervorragendes Gespür, was gut für alle Beteiligten ist.
00:41:05: Und wenn es dann Ausreiser gibt, muss das thematisiert werden.
00:41:09: Das ist in der Entscheidungsmacht der Teams bzw.
00:41:13: der Abteilungsleiter?
00:41:15: Abteilungsleiter oder Fachbereichsleiter, die einen guten Blick dafür haben.
00:41:19: Wo läuft es im Sinne des Teams?
00:41:21: Oder wo müssen wir aus gutem Grund eine Ausnahme machen?
00:41:24: Das würde ich jetzt mal vereinfacht zu sagen.
00:41:25: Ja okay genau was du eben sagst ist wieder den Gemeinsinn und wenn hier Einzelbedürfnisse so zu weit oben adressiert also zu weit von einzelnen vorgetragen Und kommen wir trotzdem noch einmal zurück.
00:41:40: zudem Rekrutierung von Mitarbeitenden bekommt ihr Fachkräftemangel zu spüren im Moment?
00:41:48: Also ist das was, was wirklich real bei euch schon angekommen ist?
00:41:52: oder sagst du naja ganz ehrlich.
00:41:54: Ist es eigentlich immer eine Frage von welche Arbeitsbedingungen biete ich?
00:41:57: und dann differenziert sich das auch ein Stück weit aus mit den Fachkräftenmangeln?
00:42:02: Naja, ich möchte jetzt nicht politisch werden.
00:42:04: Aber wir hatten natürlich über einen langen Zeitraum die Situation, dass es gerade im niedrigeren Einkommensbereich, ob man gearbeitet hat oder nicht ... nach meinem Dafürhalten eine große Unsitte war eigentlich egal, ob ich gekommen bin oder da war oder nicht da war und das hat sich ein Stück weit verändert.
00:42:22: aber es gibt immer noch das große Phänomen, dass ganz viele Leute, die bei uns arbeiten können könnten, ist aber nicht wollen.
00:42:30: Also müssen wir in der Rekrutierung einfach neue und andere Wege gehen?
00:42:33: Wir haben keinen Personalmangel.
00:42:35: Wir haben auch keine Rekrutierungsnöte.
00:42:38: Wir gehen auch manchmal ungewöhnliche Wege... Zum
00:42:40: Beispiel?
00:42:42: Ja ich war die letzten Jahre in Vietnam und hab dort junge Menschen für die Ausbildung im Bäckerhandwerk, im Verkauf, in der Technik rekrutiert und das sind jetzt mittlerweile vierzig Junge Vietnamesien und Vietnamesen bei uns im Haus, das sind ausgesprochen positive Menschen mit einer unglaublich kollegialen Arbeitsattitüde sehr lern-und wissbegierig.
00:43:07: Sehr zuverlässig und sehr positiv!
00:43:11: Und wir hatten eigentlich uns von dem Thema Ausbildung verabschiedet weil unsere Teams, unsere Ausbilderteams und die Abteilung haben große Rückschläge Leute, die abgeschlossenen Ausbildungsverträge erst gar nicht angetreten haben oder dann in den ersten vier Wochen schon fünf mal zu spät kamen und tatsächlich ohne Lust dabei.
00:43:35: Es ist ein weit verbreitetes bekanntes Phänomen da viele junge Leute einfach unmotiviert in der Ausbildung waren.
00:43:42: Man darf es nicht generalisieren, aber das war sehr weit verbreitet.
00:43:47: Man darf's nicht generalizieren, man muss trotzdem die Dinge, die nicht funktionieren ansprechen ... Das ist ja auch in der Gesellschaft nicht unbedingt immer gewünscht, dass man diese Realitäten, die wir erkennen, auch anspricht.
00:43:58: Jetzt haben wir diese neue Generation junger Leute und die sind ausdrücklich positiv.
00:44:06: Und das geht dann auch ... andere Wege.
00:44:10: Ich stelle mir gerade so die Frage, dass ja viele Menschen in vielleicht nicht produzierenden Unternehmen sich auf die Sinnfrage stellen – das was sie tun ist es denn wirklich so sinnvoll?
00:44:22: Die siebenhundertsechstenneinzigste Exelauswertung Powerpoint kann man bei eurem Beruf tatsächlich nicht infrage stellen.
00:44:30: also ich mein Brotbacken ist ja mehr Sinn geht ja kaum.
00:44:34: Von daher hätte ich vielleicht sogar die Vermutung gehabt, dass auch Menschen mit höherem Bildungsabschluss den Weg ins Handwerk wiederfinden.
00:44:43: Auch in die Bäckerei, in die Zunft.
00:44:45: oder würdest du sagen ne also da das wäre ein schöner Zustand.
00:44:51: aber den haben wir überhaupt nicht.
00:44:53: Doch den haben wir schon, so ein Stück weit abhängig von den Fachbereichen und auch von der Positionierung.
00:44:59: Wir haben natürlich auch Studienabgänger und viele Abiturienten je nachdem in welchem Bereich.
00:45:05: jetzt... Wir brauchen auch die intellektuelle Ausbildung oder technische Ausbildung, wir haben auch Ingenieure bei uns und das brauchen wir alles!
00:45:16: Das ist die gesamte Bandbreite mathematisch intelligente Leute, die Dinge strukturiert voranbringen können.
00:45:24: Dann brauchen wir top ausgebildete Marketing-Leute.
00:45:26: Wir brauchen hervorragend ausgebildete fachtechnologische Backermeister und dann gibt es eben auch die, die gute Mitarbeitende sind an allen Fronten.
00:45:37: also wir haben alle Ebenen zu bedienen und natürlich sind da auch junge Leute mit Akademik im Abschluss dabei.
00:45:44: Und das wird Zug um Zug mehr weil das Handwerk wieder interessanter wird, weil die Arbeitsbedingungen besser geworden sind und auch Zukunfts- und die Einkommensvoraussetzungen besser werden.
00:45:56: Also diese Vorstellung warum soll ich das tun?
00:45:58: Da muss ich um drei Uhr in der Backstube stehen und verdienen kaum was ist auch ein Stück weit Vergangenheit.
00:46:04: Naja, das ist immer die Frage aus welchem Blickwinkel komme ich?
00:46:08: und was isst viel und viel verdienen und wenig verdielen?
00:46:10: Wir sind immer noch ein solider Handwerksberuf.
00:46:13: In einem soliden Handwerkes-Beruf werden eben Handwerkfacharbeiterlöhne bezahlt.
00:46:18: Und das können wir da nicht beantworten ob es für jeden jetzt ausreichend ist.
00:46:23: aber die Möglichkeit für jeden und darin auch aufzusteigen gibt es alle mal.
00:46:28: Gemeinsam Arbeitskultur zeigt sich... Insbesondere dann, wenn es schwierig ist.
00:46:32: Sie hatte zwanzig, zwundzwanzig ein außerordentlich schwieriges Ereignis.
00:46:37: Du ahnst wahrscheinlich worauf ich anspiele im November.
00:46:40: zwundzwanzig?
00:46:41: Genau.
00:46:42: Erzähl mal Martin was ist ... Ich hab das genaue Datum nicht.
00:46:46: Du hast es bestimmt parat, aber was ist da passiert?
00:46:49: Das
00:46:49: war der neunte November ... Was ist das für ein
00:46:52: Tag?
00:46:53: Neunter November ist ja echt so.
00:46:55: Das war ein sehr schwieriger Tag.
00:46:57: Mein Bruder muss ich ganz kurz ausführen und rief mich morgens an.
00:47:01: Wo bist du unterwegs?
00:47:02: Ja, ich bin hier in den Bäckereifeljahlen.
00:47:05: Komm doch mal vorbei!
00:47:06: Es hat gebrannt.
00:47:08: Soll ich kommen?
00:47:09: Ich dachte, vielleicht wird er irgendwo in Mülle einmal gebrannt.
00:47:11: Er sagt ja es macht schon Sinn, komm mal vorbei!
00:47:14: Da bin ich nach Rödesheim gefahren, kam dann um die Ecke und sah dann da irgendwie zwanzig Polizeiautos, nicht Krankenwagen aber Feuerwehrautos und Hunderte von Leuten auf den Straßen.
00:47:24: Und dann sah ich an die Rauchwolken aufsteigen und das war natürlich ein... Es war schon dramatisch.
00:47:29: Das hat uns auch alle sehr bewegt und berührt und aber dann auch im positiven Sinne gleich einen enger Schulterschluss mit allen, enger Zusammenhalt und ...
00:47:41: Was war da genau?
00:47:42: Weil die Hörerinnen und Hörern kennen das Ereignis wahrscheinlich nicht.
00:47:47: Diejenigen, die hier in der Nähe wohnen, was hat da gebrannt?
00:47:49: Das ging
00:47:50: los in der Technikzentrale.
00:47:51: Mhm.
00:47:53: Die fing an zu brennen.
00:47:54: Irgendwo wurde dann auch analysiert ein Funkenüberschlag und eine Überhitzung.
00:47:58: Dann wurde diese Technik-Zentrale fing anzubrennen und es hat sich relativ schnell diese Dämpfe und alles verteilt so dass kurz um über Monate der Produktionsbetrieb ausgesetzt wurde und in großen Teilen dann später ausgesetzt wurden.
00:48:14: Und dann hatten wir Gott sei Dank die Situation, dass schon am nächsten Tag leistungsstarke Unternehmen aus der Region – Kollege aus Limburg und Kollege aus Ludwigshafen – kontaktiert haben und uns mit Produkten ausgeholfen.
00:48:30: Bleibe ich mal, wenn du magst ein bisschen hängen.
00:48:33: Weil das sagst du jetzt so nonchalant und ich meine ich stelle mir das einfach vor.
00:48:36: Du kommst da hin und das Herzstück eures Unternehmens ja die Produktion ist im Prinzip ausgeschaltet.
00:48:41: erstmal bis auf weiteres.
00:48:44: also da ist ja nicht die Überlegung.
00:48:45: auch kommen ruf ich mal den XY an, ob der einspringt.
00:48:49: Was ist da so in euch oder was ist da in dir vorgegangen?
00:48:53: Also was waren zu überlegen?
00:48:54: Ich meine es ist ja nachvollziehbar dass man dann erst mal sowas wie eine kleine Panik auch kriegt, oder?
00:48:59: Ja wir hatten einen Moment, einen kurzen Moment der Schockstarre.
00:49:04: Mein Bruder meinte so hätte er mich noch nie erlebt, so emotional.
00:49:08: das darf dann auch mal sein.
00:49:09: aber das dauerte dann eine halbe Stunde an Und nach dieser halben Stunde saßen wir dann nicht im Büro, weil das hat ja nicht mehr funktioniert.
00:49:16: Jetzt mussten wir verlassen an irgendwelchen Küchentischen und haben einen kurzen Schlachtplan gemacht.
00:49:24: Wie gehen wir vor?
00:49:25: Da hat man dann gemerkt wie so ein Familienunternehmen mit all seinen Facetten und mit seinen Mitspielern – das sind sehr überlebensvolle fähige und resiliente Einheiten.
00:49:40: Ja, das ist unglaublich!
00:49:42: Aber wie kam die Idee?
00:49:43: Also jetzt mal ganz platte gesagt, da muss ja auch der... Mit Marktmitbewerber oder wer auch immer es war, oder Kollege muss ja mitspielen.
00:49:52: Wie kamen die Idee?
00:49:53: Haben sie sich angeboten oder habt ihr sie angerufen ...
00:49:56: Nein das ging schnell!
00:49:58: Wir pflegen gute Kontakte in die Branche und sind mit den Kollegen hier rundherum.
00:50:02: Wir sind alle im guten Einvernehmen.
00:50:04: Wir müssen ja keine Freunde sein und wir müssen uns auch keine Geschäfte zuschustern.
00:50:11: guten Umgang.
00:50:12: Wir pflegen zu allen Kollegen gute Kontakte und somit kam sofort die Idee, ich rufe bei dem an und frage, ob sie uns helfen könnten?
00:50:24: Und das haben die dann auch ... wir kennen die Jungs ja persönlich, diese Unternehmer ist der Kollege Schäfer in Limburg und der Kollege Garz in Ludwigshafen und die haben wir angerufen.
00:50:35: Die haben uns dann sofort an ihre Fachpreisleiter weiter geleitet Und die waren auch teilweise selbst involviert.
00:50:42: Und zack, zack.
00:50:43: am nächsten Tag sind unsere Logistiker losgefahren und haben mit diesen Bäckereien Ware abgeholt.
00:50:48: Aber
00:50:48: das ist ja dann wirklich so ein Krisenplan wie man das vielleicht in Corona oder wo erlebt hat also wo man wirklich innerhalb kürzester Zeit komplett umstrukturieren musste denn die Mitarbeitenden aus der Produktion waren jetzt für was ganz anderes vorgesehen?
00:51:01: Also wie habt ihr das so schnell auf die Kette gekriegt?
00:51:03: Das sind manchmal Dinge, die lassen sich schwer nur noch rekapitulieren.
00:51:08: Dann sitzen deine fünf wichtig Leute am Tisch, dann kommen fünf weitere dazu und da wird ein Plan gemacht.
00:51:13: Und da glaube ich nochmal Familienunternehmen und Mittelständler – und ich glaube auch wenn der Familienunternehmer noch mal extremer die sind sehr flexibel.
00:51:25: sie nehmen dann auch jegliche Kompromisse in Kauf und das sind ja nicht nur die Unternehmer sondern deren Leute Unsere Mitarbeiter, maximale Flexibilität.
00:51:35: Der Bäcker wurde zum Fahrer oder zum...
00:51:39: Du musst ja einen ganz anderen Job machen plötzlich!
00:51:41: Ja und das haben die alles mitgemacht wirklich immer wieder Hutab für unseren Leuten Sehr gute Truppe.
00:51:49: Mir geht's natürlich, ich freu mich sehr für euer Unternehmen.
00:51:52: Natürlich geht es mir jetzt hier in dem Gespräch ja auch darum das Prinzipielle darin zu erkennen.
00:51:57: Also jetzt mal fernab von eurem Unternehmen das Thema Denken und Möglichkeiten.
00:52:02: also wie reagieren Unternehmen wenn sie resilient sind in so einer Situation?
00:52:06: Und wie flexibel wir anpassungsfähig sind.
00:52:09: Sie.
00:52:09: und was sich auch nochmal bemerkensverge- Man ist ja dann nicht in eine Filiale von euch gekommen und hat dann gesehen, sie wissen erst, es hat gebrannt.
00:52:18: Jetzt kriegen Sie die Brötchen mit der anderen
00:52:20: Bäckertüte.".
00:52:21: Also das war ja nicht so!
00:52:23: Aber was war da außer einer Solidarität?
00:52:27: Inwieweit haben vielleicht auch gerade die Unternehmen, die euch unterstützt, davon auch profitiert?
00:52:32: Natürlich wir haben das ja auch kommuniziert, haben uns ja auch immer wieder alle zwei Tage ein.
00:52:40: Update gegeben über die sozialen Medien, hab mich bei den Kollegen natürlich bedankt.
00:52:45: Bei dieser Solidarität auch bei den Kunden.
00:52:47: Die Kunden waren ja wie eine Wand hinter uns gestanden und auch wenn Dinge dann mal schief liefen also da ... Im Nachhinein kann man sagen in diese schwierigen Zeit und das, wenn man es jetzt mal verallgemeinert was goes around comes around.
00:53:04: Also das war sich irgendwo gut nach draußen hin Mache in meinem Tun und Handeln, das kommt dann auch gut wieder zurück.
00:53:14: Und das hat Bäcker-Tries als Unternehmen und die Branche und die Kunden und die Kollegen haben da alle mitgespielt.
00:53:23: Schwierige Zeit, extrem schwierige Schlüsselzeit.
00:53:27: aber wir haben das gut hingekriegt und nach einem anderthalben Jahr waren Stück weit wie ein Phönix aus der Asche wieder da.
00:53:34: Im
00:53:35: Sinne des Wortes,
00:53:36: oder?
00:53:37: Ja.
00:53:38: Was würdest du jetzt unternehmen die vielleicht auch ... Es muss ja nicht der Brand sein wir wünschen das keinem Unternehmen aber die vielleicht sich vor so einer existenziellen Exogenkrise wiederfinden wo Produktion ausfällt kann ja auch sowas sein wie eine Cybertacke oder sowas wirklich den Betrieb lahmlegen wenn du das vielleicht mal auf so paar Prinzipien zurückführen könntest.
00:53:59: was hilft in so einer Situation?
00:54:01: Also es hilft das, was in allen Lebenslagen helft und dass es zunächst mal gute stabile Netzwerke schaffen.
00:54:09: In der Familie im Freundeskreis, im Kollegenkreis... ...und insgesamt!
00:54:16: Ich glaube, das ist ein Grundprinzip.
00:54:18: Das könnte man ja bis auf die Weltpolitik hochziehen.
00:54:21: Wer guter Netzwerker und Seilschaften schmiedet findet in schwierigen Lagen auch Ansprechpartner.
00:54:27: Es war so eine Grundformel, die ich benennen würde.
00:54:32: Was ist so die persönliche Einstellung?
00:54:33: Auch das Thema Zuversicht und da kommen wir auch langsam vielleicht zum Ende unseres Gesprächs auf etwas ganz Allgemeines.
00:54:40: Inwieweit siehst du das, das klingt jetzt rhetorisch aber ich meine es durchaus ernst als eine wichtige unternehmerische Ressource zu Versicht zu bewahren, gerade dann wenn's vielleicht nicht danach aussieht dass sie so berechtigt ist.
00:54:54: Also ich glaube, sie sogar nicht nur zu bewahren sondern sie ausdrücklich zu artikulieren Zuversicht und auch positive Seiten unseres gesamten gesellschaftlichen Lebens rauszukehren.
00:55:07: Für mich fast schon in Mantra bin sehr viel in der Welt unterwegs und sehe das eigentlich ninety-fünf Prozent der weltbevölkerung gerne in Deutschland oder so wie in Deutschland leben würden Und wir merken es nicht mehr dass wir immer noch eine exklusiv.
00:55:22: Die Lage ist schwieriger geworden, die Kaufkraft lässt auch für die Menschen nach.
00:55:27: Trotzdem haben wir in der Weltbevölkerung aber nur unsere Verhältnisse und das kennen wir sehr stark.
00:55:36: Ich weiß, dass ich damit nicht auf breites Gehör stoße, aber ich möchte trotzdem dafür werben, dass wir in unserer Gesellschaft durchaus auch sehr zufrieden sein könnten wenn wir uns das jeden Tag ein Stück weit gemeinsam bestätigen, dass es uns bei schwieriger Lage trotzdem noch sehr gut geht.
00:55:56: Ich
00:55:57: würde sagen schon ein wunderbares Schlusswort oder?
00:56:00: Lieber Martin ich danke dir ganz herzlich für das sehr schöne Gespräch, dass du uns einen Blick gefährt hast in euer Unternehmen, in eure Unternehmenskultur und in das spannende Gewerk, in die spannende Handwerk der Bäckerei und des Backen von Brot und Brötchen.
00:56:15: Vielen Dank für das Gespräch!
00:56:17: Es war mir ein Vergnügen, vielen Dank auch
00:56:25: Zugegebenermaßen, das ist eine ganz schöne Spreizung.
00:56:28: Eine ganz schöne Spinne vom Militär rüber zum Bäckerei!
00:56:32: Aber ich will euch hier im Sommer auch ein paar Geschichten präsentieren.
00:56:37: Geschichten hatten wir aus der Medienwelt Insight Media.
00:56:40: Davor haben wir uns sehr lange mit dem Thema Leistung beschäftigt und jetzt gibt es so diesen vielleicht Branchenblick und vor allen Dingen den Branchen-Transfer.
00:56:48: also was können wir von der einen von dem einen Kontext in den anderen übertragen, denn das ist ein Perspektiv oder ein perspektiven Sprung zu dem ich euch sehr gerne einladen würde.
00:57:00: Also manchmal wirkt es vielleicht als sei mein Suchraster, mein Kuratieren sehr random und ich kann euch versichern... Es gibt immer so ein kleines Verbindungsstück dazwischen oder irgendeine Art von Linie Und ich werde auch in Zukunft das öfter mal wiederherstellen, damit es für euch auch die regelmäßige Gutwerkheit einfacher ist.
00:57:20: In diesem Sinne!
00:57:21: Bleibt regelmäßig dran, das würde mich sehr freuen.
00:57:24: Ich habe im Moment das Gefühl dass ihr vor allen Dingen über Apple sehr viel hört.
00:57:29: also die Spotify-Hörer, das ist vielleicht so ein kleiner Aufruf da draußen sind im Moment ein bisschen zurückhaltend bei Good Work und von daher ich freue mich einfach wenn ihr vielleicht paar Sterne hinterlasst gerade bei Spotify.
00:57:42: die gucken da sehr arg drauf auch Kommentare!
00:57:45: Ich freue mich immer.
00:57:46: ihr wisst ich reagiere Und ob auf der Plattform oder auf der Platform LinkedIn zum Beispiel, schickt mir gerne eure Wünsche, eure Anregung.
00:57:56: Neue Podcastgäste, das sei vielleicht an der Stelle auch noch mal gemerkt.
00:57:59: Brauche ich aktuell nicht, denn es ist wirklich Wahnsinn was hier an Interesse und Rückmeldungen kommt.
00:58:06: Dazu mache ich vielleicht auch meine eigene Sonderfolge.
00:58:08: Denn das ist ein Thema, was wirklich vielleicht besprochen wird.
00:58:12: Wer kommt hier vor dem Mikrofon?
00:58:14: Wenn euch das interessiert, also nicht ein neuer Gast sondern die Frage meldet euch.
00:58:18: Ich freue mich über eure Post unter info at goodwork-salon.de.
00:58:24: Ansonsten wisst ihr was ihr zu tun habt!
00:58:27: Nicht so viel schwitzen, die Zeit genießen und nächste Woche wieder einschalten wenn es heißt herzlich willkommen bei Good Work.
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