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Organisationslogik unter Druck: Vom Auto zur Software mit Lenkrad. Anja Hendel und Dr. Judith Jules Muster (338)

Shownotes

„Es gibt keine gute Organisation, die gibt es nämlich nur vor einem kurzen Moment. Und nächste Woche ist sie es schon nicht mehr"

Was unterscheidet eine Organisation, die Autos baut, von einer, die Software baut? Anja Hendel war Digitalexpertin bei Porsche und Diconium und ist heute Aufsichtsrätin und Technology Advisor. Dr. Judith Jules Muster ist OrganisationssoziologIn und Partner bei der Beratungsgesellschaft Metaplan. Gemeinsam schreiben sie ein Buch über genau diese Sollbruchstelle und haben dafür deutsche Industrieunternehmen besucht, die lernen mussten, Hardware- und Softwarelogik gleichzeitig zu leben. In dieser Live-Episode, aufgezeichnet vor Publikum, bringen sie ihre Recherche auf den Punkt.

Zwei Logiken, ein Produkt

Ein Auto zu bauen dauert fünf bis sieben Jahre und kostet rund zwei Milliarden Euro. Amazon verändert seine Software dagegen rund 24.000 Mal am Tag. Judith Muster erklärt, warum diese unterschiedlichen Entwicklungszyklen tief in die Organisation hineinwirken, von Einkaufsprozessen über Einstellungsentscheidungen bis zu Freigabeprozessen, die für Software schlicht zu langsam sind.

Das Mischpult der Organisation

Anhand von Entscheidungsprämissen der Organisationssoziologie zeigt Muster, an welchen Reglern Organisationen drehen können: Kommunikationswege, Programme, Personal und Führung. Konkrete Beispiele aus Riese & Müller, Siemens und Bosch machen sichtbar, wie unterschiedlich Unternehmen diesen Clash lösen. Manche über räumliche Nähe zur Produktion, andere über bewusst geschaffene Freiräume für neue Software-Einheiten.

Worüber wir noch gesprochen haben:

  • Conway's Law: Warum jedes Produkt die Kommunikationswege seiner Organisation in sich trägt
  • Riese & Müller: Wie ein Cargorad-Hersteller Produktion und neue Ideen räumlich zusammenbringt
  • Die Schauseite der Organisation: Warum Unternehmen sich digitaler geben, als sie tatsächlich sind
  • Matrixorganisationen: Warum sie oft „worst of both worlds" sind und was man stattdessen braucht
  • Die doppelte S-Kurve: Warum man in neue Technologie investieren muss, solange das alte Geschäft noch läuft
  • Die optimale Organisationsform: Der heilige Gral

Anja Hendel und Judith Jules Muster zeigen, dass es bei Bits und Bolzen nicht um Entweder-oder geht, sondern um die Kunst, beide Logiken in einer Organisation zu verstehen. Ein Gespräch, das auch ohne Automobilindustrie-Erfahrung sofort einleuchtet, weil der Clash zwischen alten und neuen Strukturen längst überall stattfindet.

Interview: Jule Jankowski


Weiterführende Links

➡️ Bits und Bolzen
➡️ Metaplan
➡️ Emergize
➡️ Anja Hendel



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Transkript anzeigen

00:00:00: Und da behaupten zum Beispiel Bitz und Bolzenorganisation gerne ganz früh von sich, dass sie schon viel digitaler sind als ich es wirklich sind.

00:00:09: Weil das ja auch ein stückweit normatives Management ist und weil man's erst mal Richtung Marke signalisieren muss während man im Inneren der Organisation noch ordentlich dabei ist die Kämpfe auszufechten, die ausgefochten werden müssen damit es auch wirklich eine softwarefähige Hardware-Organisation wird.

00:00:25: Kann man sich vorstellen, dass es schon auch für eine Organisation den Unterschied macht vor allem ihr hier im Publikum.

00:00:30: Ob man etwas baut wofür man egal ob sie zwei fünf oder sieben Jahre sind und recht viel Geld in die Hand bis das dann perfekt und fertig ist?

00:00:40: Oder ob man und das Produkt dann verkauft oder ob man was baut, was man vierundzwanzigtausendmal am Tag verändert?

00:00:51: Innovative Arbeitskultur.

00:00:53: Hallo und herzlich willkommen bei Good Work, dem Podcast für gute Zusammenarbeit und für zukunftsfähige

00:00:59: Arbeitskultur!

00:01:00: Mein Name ist Juli Jankowski und ich begrüße euch.

00:01:02: heute zu einer Sonderfolge, zu einer No-Clossie Story – und damit sind wir auch schon beim Thema.

00:01:09: Wir reden hier seit über dreihundert dreißig Folgen schon über Arbeitskulturen und heute sind wir live auf der Konferenz oder Veranstaltung No Closet Story von Emergize und da geht es wirklich mal richtig ins eingemachte.

00:01:23: Dort besprechen sich Menschen zwei Tage über das, was in den Organisationen wirklich passiert also jenseits von irgendwelchen Scheinwerferlichtern und von Marketing-Kampagnen.

00:01:34: Und ich habe heute zwei Gäste für euch dabei Also live ihr werdet das gleich hören die ihr vielleicht sogar schon kennt.

00:01:40: Das eine ist Anja Händl Ich stelle sie vor als Techie by Nature Technologieberaterin und dabei auch sehr umtriebig in Organisationen, vor allen Dingen einer sehr bewegten Branche.

00:01:54: Und dann Judith Joule musste auch hier kein unbekannter Name bei Good Work schon zweimal zu Gast und heute zum dritten Mal im Dialog mit Anja Händel.

00:02:06: Bolzen gesprochen.

00:02:07: Ja, was kann man sich darunter vorstellen?

00:02:09: Vielleicht habt ihr eine Idee und zwar reden wir über das spannende Thema heute inwieweit die Softwarewelt und die Hardwarewelt wenn sie dann mal aufeinandertreffen und verschmelzen, inwie weit dort spannende Dinge passieren, in wie weit die Logiken sich von dem einen Unternehmenstypus zum nächsten unterscheiden.

00:02:28: Und hört einfach mal rein.

00:02:29: Lasst euch ein bisschen berauschen von dieser Atmosphäre, die im Raum war.

00:02:33: ich sag so viel es war verdammt heiß Es war ein cooles Publikum und ihr dürft jetzt reinhören und ich wünsche euch ganz viel Spaß bei diesem live Podcast.

00:02:44: Es geht los!

00:02:46: Ich

00:02:47: tut mir furchtbar leide liebe Leute aber ich muss das fragen Wer kennt Good Work

00:02:52: nicht?

00:02:55: Okay

00:02:55: yeah

00:02:57: Ich kann auch ein paar Menschen überzeugen, den Podcast zu hören.

00:03:00: Stellt euch mal vor ihr würde das alle kennen schrecklich.

00:03:03: ansonsten freue ich mich sehr euch persönlich kennenzulernen weil da war so eine gewisse Disbalance in unserer Beziehung.

00:03:10: also die die mich kennen kennen mich schon Ich euch nicht und es klären wir heute mal auf.

00:03:15: Und ich hab heut Gäste mit dabei, wobei das ja total vermessen ist sind ja nicht meine Gästel sondern ... Es sind Gäster der No-Close-Story!

00:03:23: Ich würd sagen, wir fangen an.

00:03:25: Mein Name ist Juli Jankowski und ich bin Host vom Podcast Good Work und wir sind hier auf der No Sweaty Story.

00:03:32: Ah sorry, das war

00:03:33: blöd.

00:03:36: Stimmt auch nicht.

00:03:38: Ja, okay.

00:03:39: Good!

00:03:39: Also no close history... also weiß ich heute morgen nur mal für diejenigen, die nicht hier sind, sondern wir müssen ja mitdenken, das scheinen auch Menschen, die sich das runterladen und denken wie reden sie denn so komisch?

00:03:50: Es ist warm.

00:03:51: oder Anja und Judith was würdet ihr sagen?

00:03:54: Warm oder heiß?

00:03:57: So liebe Leute, wir reden heute über Bits und Bolzen, über Dings-und Dongles und über die Welten, die Sie da berühren Und ich muss zugeben, ich habe im Vorkraft darauf mich schon ein bisschen gewundert.

00:04:11: Warum sich da den Welten berühren?

00:04:13: Aber gut wir greifen nicht vor!

00:04:15: Ich hab als Gast heute, ich sag das jetzt einfach mal zu meiner für euch rechten Anjahändle... AnjAHändle ist ein, kann man sagen, Techie by Nature oder werde ich dem gerecht?

00:04:27: sie ist also Tech-Beraterin unterwegs, Aussichtsräte in verschiedenen Unternehmen.

00:04:32: In großen Beratungen war im Volkswagen Konzern bei Porsche.

00:04:36: also ich würde mal sagen alles was irgendwie mit Tech und mit Bits und Bytes zu tun hat.

00:04:41: das ist Dezena oder Anja?

00:04:43: Genau ich habe Wirtschaftsinformatik studiert also das ist der Herr Kommelich.

00:04:47: Daher kommst du aus der Welt.

00:04:48: Okay, und dann haben wir noch ein bisschen weiter von mir aus links, von euch aus rechts gesehen Dr.

00:04:53: Judith Jules Muster auch bekannter Gast aus dem Podcast Gutwerk und ansonsten

00:04:59: Ultra

00:05:00: bekannt für die Organisationssoziologie.

00:05:02: das ist sein Job, ein Organisationsnerd magst du das?

00:05:05: oder findest es eher ein bisschen frech so genannt zu werden?

00:05:09: Nee ich fäll...das beschreibt's ganz gut.

00:05:11: wo war ich immer?

00:05:11: dazusagen muss Ich beschäftige mich ja nicht mit Organisation Weil ich sie für so funktionale Gebilde halte, sondern im Prinzip ein bisschen gruselig sind.

00:05:21: Deswegen gut beforstgehören.

00:05:23: Wir nehmen heute einen True Crime Podcast auf?

00:05:26: Ja,

00:05:26: das ist richtig.

00:05:27: Sehr gut!

00:05:28: Und jetzt hab' ich mir selbst schon fast die Brücke gebaut.

00:05:30: wir müssen nämlich eine Sache nachholen Judith du kennst das Spiel jeder Podcast Good Work Fenker mit an.

00:05:35: Wie bist du in den Tag gestartet?

00:05:37: Wir könnten ja fast sagen wie sind wir denn in den tag gestartet aber Wir wollen uns nicht zu weit treiben.

00:05:42: Anja, wie bist du heute hier bei der No-Close-History in den Tag gestartet?

00:05:48: Es ist sehr warm und deswegen schliffen wir auch zur Medium.

00:05:50: Und wir sind ja sehr ländlich... Also ich bin quasi mit dem Hahn an Geschrei aufgewacht was sonst auch selten der Fall ist!

00:05:59: auch aufgewacht, weil es sehr warm war und habe dann ein sehr gutes Frühstück her gehabt.

00:06:02: Und der Gespräch ist schon beim Frühstuck und das macht ja den Summit hier so aus dass man die ganze Zeit, man könnte die ganze zeit durchgehen, da hat er eine Sprecherprüfung.

00:06:11: Ja, das ist auf jeden Fall so.

00:06:14: Ich glaube, wie gehen wir in unser Themen rein?

00:06:15: Ich habe schon ein bisschen angekündigt.

00:06:17: Bits und Bolzen ist die Welt, die wir betrachten.

00:06:21: Nimm uns doch mal ein bisschen mit lieber Anja.

00:06:23: was sind denn Bits?

00:06:25: Was sind Bolzen?

00:06:25: Wir haben Fantasien.

00:06:27: Wieso sind das zwei Welten?

00:06:29: Ja ich habe das schon angelassen.

00:06:31: Ich habe mit Studierter Wirtschaftsinformatikerinnen in der Beratung gearbeitet und habe dann vor ein bisschen mehr als zwölf Jahren im Volkswahlkonzern bei Porsche gestartet und habe relativ schnell bemerken müssen, dass meine größte Diversität nicht dort eingebracht hat.

00:06:46: Nicht die Tatsache ist, dass ich eine Frau war also es waren auch nicht so viele Frauen vor allem hier in der IT sondern eigentlich, dass sie sich informatikerin werden weil ich relativ schnell gespürt habe das so ein Hardwareprodukt zu bauen also so ein Auto vor allem so ein...eins was auch für wahrscheinlich den Imbegriff der deutschen Ingenieurskunst des perfekten Spaltmaß steht wie ein Porsche halt sehr anders funktioniert und sich das eben auch in der Organisation total anders anfühlt für das Unternehmen zu arbeiten, dass sowas baut wie wenn man Software herstellt.

00:07:18: Und genau und darum geht es im Endeffekt auch unser Podcasts und unser Buch, das wir schreiben.

00:07:24: Warum ist das so?

00:07:25: Und warum sind Organisationen so unterschiedlich, wenn sie eben unterschiedliche Produkte bauen?

00:07:31: Und vor allem, warum tun Sie ich?

00:07:33: Ich glaube ein ganz wichtiges Thema.

00:07:34: Das habe ich hier auf der Konferenz in den letzten zwei Tage viel diskutieren und besprechen dürfen.

00:07:41: Ist es auch so schwer für Hardware-Organisationen, gute Softwareprodukte zu bauen?

00:07:45: Ich glaube das ist die entscheidendste Frage für

00:07:47: alle.

00:07:48: Und ich will noch mal dran denken wir sind ja ein True Crime.

00:07:51: von daher müssen wir ein bisschen Cliffhanger lassen.

00:07:52: Auf jeden Fall!

00:07:53: Wir lösen dann nicht alles sofort auf.

00:07:55: und da ich gucke mal rüber zu dir Judith.

00:07:56: also ich mache jetzt mal extra einen bisschen auf naiv.

00:08:01: Für mich ist sowohl der Welt als auch der Bolz nicht wie sollte ich das mal ausdrücken unmittelbar ganz nah an mir dran Von etwas Ferner hätte ich gedacht, was ist denn da so der... Also das sind halt so Techie Nerdies.

00:08:13: Also jetzt mal, ihr wisst schon, das meine ich liebevoll aber auf jeden Fall mir wäre nicht sofort eingengen gewesen vielleicht sogar wie du es auch beschreibst dass sich da zwei Kategorien aufmachen.

00:08:23: hast du so auf diese Unterschiedlichkeit schon geschaut?

00:08:27: oder noch gar nicht vorher als Organisationssozülungen?

00:08:30: Doch, doch.

00:08:30: Also das ist mir in verschiedenen Feldern begegnet.

00:08:34: also einmal habe ich natürlich viel zu Digitalisierung geforscht.

00:08:37: da hab' ich mir Organisationen angeschaut die genau an dieser Schnittstelle sozusagen immer so ein bisschen gescheitert sind.

00:08:43: dann habe ich viel mit Anja darüber geredet und meinen Beratungsbrekten taucht es natürlich auch auf.

00:08:48: Und was wir jetzt gemacht haben ist dass wir auf diese Solbruchsstelle die entsteht wenn sozusagen hardwareorganisation softwarefähig werden müssen Software nicht mehr so behandeln können, wie sie alles andere vorbehandelt haben nämlich als Bauteil.

00:09:00: Sondern wenn diese Software irgendwie so eine eigenen Logik hat und andere Bedürfnisse stellt, als das was das Hardware Produkt bisher gemacht hat wo es dann clashed.

00:09:09: und dass ist sozusagen das was wir was wir sozusagen wieso unter einem Brennglas jetzt noch mal zeigen wollen weil das einfach eine nicht so richtig gut gelöste Frage ist in vielen Organisationen immer noch

00:09:20: Und dahinter liegen ja wirklich unterschiedliche Paradigmen und ich glaube, die müssen wir jetzt mal ein bisschen auspacken.

00:09:26: an der... Was ist denn so der Grundunterschied?

00:09:29: Also vielleicht ist es euch allen sofort intuitiv klar.

00:09:32: Ich muss sagen, es ist ziemlich eingängig aber es ist klar oder sehr schön das nochmal so klar auf den Punkt zu bringen.

00:09:39: Ja, ich will mich da gleich schon eine Modell- oder einen Gesetz zur Hilfe greifen.

00:09:46: Es gibt einen.

00:09:47: Es gibt ein Gesetz, das nennt sich Conveys Law.

00:09:50: Ich glaube es beschratzt am allerbesten und Convey's Law besagt im Endeffekt dass jedes Produkt die Kommunikationswege der Organisation, die es gebaut hat in Sicht trägt.

00:10:02: Und jetzt bin ich mir nicht sicher ob hier allen so bewusst ist wie unterschiedlich hart wir uns auch vergebaut wird.

00:10:07: deswegen würde ich vielleicht einfach hier nochmal vertesten Weißt jemand, wie lang es ungefähr dauert zum Auto zu bauen?

00:10:13: Genau.

00:10:14: Achtung an die Podcasts, aber da draußen ist Meldin sich von gefühlt, ich sag jetzt mal, siebzig-achtzig Menschen fünf vier.

00:10:24: gerne ein paar Tipps reinrufen.

00:10:26: Wir dürfen

00:10:27: ja mal sein.

00:10:28: Vier was in Tage Jahre Monate.

00:10:32: Wir reden von Deutschland oder wir reden von wo

00:10:34: Deutschland

00:10:36: Deutschland.

00:10:36: Da sind sieben, ich sehe zehn, seh' ich mehr?

00:10:39: Sie

00:10:39: hatten vier noch.

00:10:40: Sechs, vier zwei aktuell zwei Jahre so okay.

00:10:44: also wir haben irgendwas zwischen zwei und sieben Jahren.

00:10:47: klären uns

00:10:47: auf

00:10:47: an.

00:10:47: ja

00:10:48: irgendwo stimmt auch aber wahrscheinlich.

00:10:50: also so kommt natürlich aus Land drauf an.

00:10:53: das ist auch viel was man hört.

00:10:54: in Kinder wird gerade viel schneller gebaut.

00:10:56: es gibt auch Autos die hier in Europa schon schnell gebaut werden aber eigentlich immer so.

00:11:00: als ich angefangen habe da zu arbeiten war so fünf bis sieben jahre.

00:11:03: Manche Autos brauchen auch länger, wie wir mitkriegen.

00:11:06: Ich hab selber schon auf Autos gewartet.

00:11:08: die kamen dann drei Jahre später als sie angekündigt waren.

00:11:11: insofern ... genau das ist so ein Ding.

00:11:14: hat jemand eine Idee davon wie viel es kostet so einen Auto zu bauen?

00:11:18: Anne du kommst aus dem Schwabenblendtel die Kosten liegen nach also

00:11:22: vollkommen

00:11:22: Haufen raus.

00:11:23: Auf

00:11:23: jeden Fall, haut raus.

00:11:25: Was wären so... Es ist auf jeden

00:11:26: Fall zu teuer für den Schwaben.

00:11:28: Ja,

00:11:30: ein Auto ja!

00:11:32: Eine Milliarde steht im Raum.

00:11:34: Genau,

00:11:34: das ist ein Auto von der Idee bis zum ersten Auto vom Bandorff.

00:11:38: Eine Milliard?

00:11:39: Wer bietet mehr wie weniger?

00:11:42: Es traut sich keiner mehr was... Also die Milliarde steht mal im Raum

00:11:46: und sind inzwischen eher zwei Milliarden, genau die es so kostet.

00:11:50: Und wenn man jetzt als Informatikerin in einen Automobilkonzern kommt und sich dann vorstellt Das fünf bis sieben Jahre an einem Produkt arbeitet und es zwei Milliarden davon ausgeht.

00:11:59: Also das dürfte mir bis heute nicht geben, weil da würde überhaupt nichts daraus kommen.

00:12:03: Wohingegen?

00:12:05: hat jemand von euch, um jetzt mal die andere Seite anzuschauen eine Idee wie lange ist oder wie viel Software Deployments also wie oft neue Software auf die Amazon Homepage geprischt wird?

00:12:17: Wie oft gibt es ein Software Update auf der Amazon Home Page?

00:12:23: Wenn du sagst am Tag, dann am Tag.

00:12:25: Genau wie oft?

00:12:26: Wie oft am Tag?

00:12:28: Drei mal im Tag.

00:12:29: Wer bietet mehr?

00:12:31: Wer biete

00:12:32: zehn?

00:12:32: Zehn pro Minute?

00:12:33: Zehnt

00:12:33: pro Minute, das wären dann schon Tausende, ne?

00:12:37: Nee nicht tauchen ja doch!

00:12:41: Er bietet mehr, also Lösaufwand.

00:12:42: Wie viele sind es?

00:12:43: Ungefähr vierundzwanzigtausend

00:12:46: Mal.

00:12:47: Vierundzwanzigtausende davon.

00:12:48: Und am Tag?

00:12:49: Ja,

00:12:49: am Tag genau.

00:12:50: Also vor ein paar Jahren war's technisch, haben die so einen Durchbruch gemacht und konnten alle zwölf Komma drei Sekunden Software debläuen.

00:12:57: Ich hab noch mal wieder geguckt, ein bisschen schneller geworden.

00:12:59: Wir können jetzt alle zweikommar irgendwas sekunden, können die technisch debläuhen... ...also eigentlich dauern?

00:13:04: das Produkt verändert sich dauernd.

00:13:05: Wenn wir jetzt um Konvers Law im Kopf hat kann man sich vorstellen, dass es schon auch für eine Organisation den Unterschied macht vor allem ihr hier im Publikum.

00:13:12: Ob man etwas baut wofür man egal ob sie zwei fünf oder sieben Jahre sind und recht viel Geld in die Hand nimmt bis das dann perfekt und fertig ist?

00:13:22: Oder ob man und das Produkt dann verkauft oder ob man was baut was man vierundzwanzigtausendmal am Tag verändert Und da muss man sich eben auch ganz anders organisieren.

00:13:32: Das ist vielleicht der größte Unterschied, würde ich gleich behaupten.

00:13:36: Genau also einmal die Entwicklungszyklen.

00:13:39: Was bedingt das?

00:13:39: oder beziehungsweise zu?

00:13:40: was führt das in der Organisationslogik?

00:13:43: Judith, wenn wir uns das so mal vorstellen, finde ich ziemlich eindrücklich die Zahlen jetzt erstmal.

00:13:49: Das führt dazu dass bestimmte Programme der Organisation, also Entscheidungen darüber wie Entscheidungen getroffen werden einfach nicht zu der Logik passen, die Software braucht um gut entwickelt zu werden.

00:14:01: Und da kann man ganz einfache Beispiele nehmen, die wir auch in unserem Buch besprechen.

00:14:05: zum Beispiel wissen via aus empirischen Gesprächen dass es einen Einkaufsprozessen in einer Automobilindustrie dann natürlich darauf geschaut wird was ist ein günstiger Einkauf?

00:14:16: ja und dann kauft man einen Chip ein den man jetzt verbaut aber der sozusagen für die Software die dann entwickelt werden wird einfach nicht mehr trägt.

00:14:24: also das Das ist so ein ganz einfaches Beispiel, wo man finde ich recht schnell merkt okay das kann nicht gut funktionieren wenn die Einkaufsprozesse der Hardware-Organisationen jetzt auch eine softwarefähige Hardwareorganisation werden will eben ganz anders gebaut sind als dass was man braucht aus der Perspektive der Software als ein Beispiel.

00:14:42: Also das heißt, Kosten ist ein Riesenthema.

00:14:45: Logischerweise ich meine niemand will Geld wertneutral oder wertvernichtend sozusagen einsetzen.

00:14:51: aber es da eine ganz klare Steuerungslogik

00:14:54: Qualität

00:14:56: Genau genau also ne Prozesslogik letzten Endes.

00:14:59: oder

00:14:59: Beispiel ne Prozesse logik.

00:15:00: Aber es geht auch darum wie werden Personen eingestellt?

00:15:03: man kann sich eigentlich auf allen struktur Elementen der Organisation vorstellen was für Fälle es gibt wo die beiden Logiken einfach wo sozusagen Freigabeprozesse zu langsam sind für Softwareveränderungen oder für Software-Updates, wo die Einstellungsprozesse von Personen zu langsam sind.

00:15:22: Oder man zu komplexe Anforderungen an Personen stellt weil man davon ausgeht dass sie ganz lange bleiben aber die Softwareprodukte sich auch so schnell verändern das man vielleicht in kürzester Zeit ganz andere Personenprofile braucht und jetzt eben sehr spitzes Profil hat.

00:15:36: also wir haben sehr viele Beispiele sozusagen von wo man gemerkt hat, okay das passt nicht so einfach zusammen und muss genauer organisiert werden.

00:15:44: Und dafür ist unser Buch sozusagen auch ein Plädoyer zu schauen es gibt dafür nicht die eine perfekte Lösung sondern sich wirklich anzuschauen, wo kläschen diese beiden Logiken aneinander?

00:15:56: Was muss man tun?

00:15:57: Wir leihen uns ja heute mal das Beispiel aus der Mobilität weil sie daran glaube ich so gut versinnbildlichen lässt.

00:16:02: Sie übersetzt es bitte!

00:16:03: Weil das Phänomen begegnet uns allen halben wird einfach euch gerne einladen, dann mal ein bisschen den Kopf aufzumachen und zu sagen ah okay ja krass ist logisch.

00:16:12: Wir reden wahnsinnig oft oder im Moment reden wir ganz viel über KI aber wir sprachen viele Jahre so intensiv über digitale Transformation.

00:16:19: Wir nehmen mal das Auto weil ich glaube da zeigt sich auch nochmal was es denn im Kern geht.

00:16:24: Es geht ja nicht nur darum einfach ein bisschen mehr Software zu nutzen unter einzubauen.

00:16:29: Das bleibt immer noch ein Ding mit ein bisschen Software drin.

00:16:32: Vielleicht haben auch Automobil-Unternehmen noch lang so gedacht, aber irgendwann schifftet das ja.

00:16:38: Also wo kommt oder wo ist denn der Wunsch dass die Welt nach wirklich gut verschmelzt?

00:16:42: Ich

00:16:42: glaube es ist vielleicht nochmal eine ganz wichtige Konkretisierung.

00:16:48: Software gibt es in ganz vielen Bereichen.

00:16:49: Es gibt Unternehmenssoftware, meine ERP Systeme und was wir uns konkret anschauen sind, aber die Themen wo Software hat immer eine größere Relevanz bekommen.

00:16:58: also zum Beispiel Zwei Konkretbereiche.

00:17:02: ist einmal das ganze Thema im Produkt, also mit dem Chip im Auto oder im Staubsauger.

00:17:11: Oder im Fahrrad werden ja alle Dinge immer vernetzter wird es immer mehr existenzieller Bestandteil des Kernproduktes und zum Teil auch werden Kaufentscheidungen aufgrund der digitalen Features der Smartness der Produkte sich entschieden.

00:17:24: Da verändert sicher ein großer Schiff und das ist ein Teil den wir auch stark beleuchten bis zum nächsten hin, dass sich auch Geschäftsmodelle komplett ändern werden.

00:17:34: Also sprich um es jetzt beim Auto zu nehmen ist natürlich oft in den Industrievorreiter für viele andere Hardware-Bereiche.

00:17:39: deswegen greifen wir das oft aus, auch wenn wir noch nicht mit einem Automobilhersteller gesprochen haben in unserem Podcast.

00:17:49: Aber da kann man das Ganze aufgreifen.

00:17:51: Ich meine heute Das Auto wird immer smarter.

00:17:54: Wenn ich jetzt hier mit meinem Auto unterwegs bin, dann kann es mir jetzt seit ein paar Tagen und Wochen auch anzeigen.

00:17:59: An meiner Zielstelle ist übrigens so der Parktarif.

00:18:04: Und da weiß ich schon, wenn ich losfahre quasi, dass ich da nicht schon beeindruckend war.

00:18:10: Auch wenn wir jahrzehntin darüber reden gefühlt.

00:18:12: Aber genau das hat sich das jetzt kann!

00:18:16: Das Digitale wird immer mehr Bestandteil davon.

00:18:19: Auf der anderen Seite entstehen auch ganz neue Geschäftsmodelle, und wenn man das jetzt mal anguckt in der Mobilität und nicht nur im Auto dann zieht man ja mit Uber zum Beispiel so einen guten Vorreiter.

00:18:28: also sprich was besitzt sich überhaupt noch das Auto?

00:18:32: oder gehe ich eben in ein Abo-Modell oder eben auch in die Modelle?

00:18:37: Dann stehen plötzlich ganze neue Modelle, die auch wieder in der Software, also wird dann eher zu einer Plattformlogik nochmal ganz anders getrieben werden.

00:18:44: Es sind schon nochmal zwei Ganz entscheidende Teile, die jenseits von wie organisiere ich mich innerhalb des Unternehmens total entscheiden werden.

00:18:50: Und den dritten der, den wir uns noch ganz gut anschauen ist halt das ganze Thema Daten dann eben auch passiert.

00:18:57: Der Datendere, was kann ich mit denen machen?

00:18:59: Was weiß ich auch vom Kunden, was ich halt vorher nicht wusste.

00:19:03: Genau

00:19:03: und

00:19:05: kommen wir gleich auch nochmal zu.

00:19:07: oder nee, ich mach's nochmal anders.

00:19:08: Mach mal einen Knoten ins Taschentuch mit der Organisationssoziologie.

00:19:13: frag mich so, die ist immer da.

00:19:16: Ich muss nur einfach in deine Richtung gucken, Judith!

00:19:20: Getrieben wird so eine Transformation in die Richtung, also wir haben verstanden.

00:19:24: Es geht nicht nur darum IT-Systeme irgendwie einzusetzen sondern ganz andere Logiken auch in Richtung Geschäftsmodelle reinzubringen.

00:19:31: und die Idee ist ja irgendwie wo kommt überhaupt der Transformationsdruck her?

00:19:35: Kommt er vom Kunden, kommt er vom Markt?

00:19:37: oder ist es nicht auch so dass erst dadurch das Dinge möglich werden der Kunde überhaupt auf Ideen kommt?

00:19:42: weil oft wird es so bisschen zum Kunden hingeschoben.

00:19:45: Wir leben's aber oft.

00:19:46: ich meine niemand hat sich vor zwanzig Jahren gesagt Das wäre geil.

00:19:51: Weil es nicht vorstellbar war, das war letzten Endes irgendwann technologisch möglich und hat überhaupt erst mal Vorstellungswelten gebracht.

00:19:59: wo kommt der Transformationsdruck in dieser speziellen Branche her?

00:20:03: Also ich glaube es kommt auf jeden Fall über Gott aus einem ganz großen Interesse wenn man sich anschaut also sterben im Jahr über eine Million Menschen an Autounfällen.

00:20:15: Die Software macht ja jetzt gerade mit dem assoziierten Fahren zum Beispiel.

00:20:19: Macht mein Fahrrad einfach erst mal sicherer in allen Bereichen, also Software macht erstmal das Kernprodukt sicherer und besser dadurch auch.

00:20:26: Da passiert halt sehr viel auf Software.

00:20:28: der kennt jeder

00:20:28: hat

00:20:29: wahrscheinlich schon das erlebt dass das Auto mal gepieft hat oder so wie gesagt haben oh zum Glück habe ich jetzt mal bremsen können.

00:20:35: Und in diesen Schritt macht es besser und dadurch kommt eben immer mehr Software in die Fahrzeugereien um um das Fahrerlebnis, um mich sicherer von A nach B zu bringen.

00:20:45: Ich meine darum geht es ja im Kern von Mobilität und das ist eben würde ich jetzt mal sagen dass das Kerninteresse ist wahrscheinlich nicht so sehr ob ich ein schönes Video hinten schauen kann sondern im Grunde einfach Transport und Mobilität sicherer zu machen.

00:21:00: Das meint er mir.

00:21:01: daran haben natürlich alle Interesse nicht nur neue Player die es digitaler machen möchten sondern jeder der verantwortungsvollen Produkt baut will natürlich dass es sicher ist für seinen Anwender.

00:21:10: Ihr habt ganz viele Beispiele in eurem, wir haben es jetzt paar Mal schon erwähnt.

00:21:14: In eurem Buch auch der flankierenden Podcast-Serie und ich glaube bevor wir uns diese Beispile angucken... True Crime.

00:21:21: Schauen wir uns noch mal ein bisschen die Organisation zur logische Grundlage an, die ihr ja auch da sehr stark diskutiert.

00:21:28: Judith ich weiß so hast du es bei Good Work Shopping getan?

00:21:30: Wir können das trotzdem nicht voraussetzen und ich glaube Wiederholung macht den Schlager.

00:21:34: also erklär uns doch nochmal bitte das schöne Mischpult weil das spielt ja wunderbar genau hier in das Themenfeld rein.

00:21:42: Also was wir halt festgestellt haben ist dass eigentlich auf allen Strukturebenen Der Organisation dieser Bits und Bolzen Clash, wie wir ihn jetzt mal ein bisschen plakativ nennen, austariert werden muss.

00:21:52: Und dass das eben keine eindeutige Lösung dafür gibt.

00:21:55: so ist es immer sondern das zeigen wir und können ja auch gleich nochmal an Beispielen zeigen, dass es jeweils immer spezifisch für die Organisation ist.

00:22:02: Und diese Regler, die auf diesem Mischpult sind, sind eben die Entscheidungspromissen von Niklas Duhmann.

00:22:07: Da haben wir das geklaut, sozusagen Soziologie für Ingenieure Und haben halt einmal die Kommunikationswege, also dass darunter fällt die Arbeitsteilung Mitzeichnungsrechte, Hierarchien.

00:22:19: Also da wird entschieden darüber wo in Zukunft entschieden wird.

00:22:24: Dann haben wir die Programme.

00:22:26: Da gibt es zwei Sorten von.

00:22:27: Einmal gibt das Wenn-Dann-Programme natürlich in hardware herstellenden Organisation recht viel, also überall wo's sicherheitsrelevant wird arbeitet man mit.

00:22:37: wenn dieser Schalter hier eingebaut ist dann muss man folgende Parameter beachten oder mit diesen Formen von Konditionallprogrammen.

00:22:46: Und dann gibt es die Zweckprogramme, da nimmt man sich vor etwas zu erreichen, das findet man zum Beispiel auch in KPIs oder eben ein gutes Auto zu bauen.

00:22:55: Das wäre dann erst mal eine Zweckformulierung.

00:22:57: und dann – und das ist auch nicht ganz unwichtig für unseren Case hier gibt es eben Personal den Reglerpersonal Obwohl man immer unterstellt wird, dass er sich nicht um Menschen ist.

00:23:07: Ich wollte gerade sagen mit Menschen

00:23:08: hast du es doch nicht!

00:23:10: Und da geht es darum welcher Typ von Personen Entscheidungen trifft und da entscheidet eine Organisation darüber welche Arten von Organisationsmitgliedern sie brauchen für welche Stelle.

00:23:22: und da kann man zum Beispiel daran denken ob sind das Soziologinnen oder Wirtschaftsinformatikerinnen?

00:23:26: Oder sind das Leute, die aus der Organisation kommen oder von außen geholt werden?

00:23:31: Man geht dabei davon aus, dass jeweils ein bestimmter Typ von Personal sozusagen einen bestimmten Typ von Entscheidungen produziert.

00:23:39: Und dann gibt es einen Zusatzregler sozusagen den Soundverstärker der Organisation nämlich Führung, der immer dann ins Spiel kommt wenn die Organisationsstrukturen nicht hinreichend Orientierung geben.

00:23:50: und das passiert ja auch ganz häufig in unseren Bits und Bolzen Kläschen und braucht es zu all dem genau organisieren.

00:23:56: Und Herr Bayer-Regeln der Lösung für diesen spezifischen Bits und Bolzenclash in der spezifiken Organisation eben auch immer noch Führungsleistung.

00:24:05: Dann ist die Frage von wem, wer sichert das ab, dass das funktionieren kann?

00:24:10: Wir kommen gleich noch zu den anderen drei Knöpfchen, wir bleiben jetzt erstmal bei denen.

00:24:14: Mach mal so ein Szenario durch wo man klar machen kann wie eine Steuerung von der Führung in dem einen oder anderen Fall aussehen könnte.

00:24:25: Ein Beispiel ist es wäre wenn man in einer Organisation eine Software-Einheit aufbaut und viele kluge Software-Engineurinnen einstellt, die dann mit neuen Ideen auf die Organisation treffen.

00:24:38: Auf die alte Organisation, die schon ihre Geschichte hat und ihre Wachstumsschmerzen hinter sich und sich ordentlich verkantet hat und eher so ein bürokratisches Ungetüm ist.

00:24:48: Und von dort kommen dann Impulse.

00:24:50: Dann hat die Organisation sozusagen zwei Möglichkeiten, also Dinge anders zu machen über Dinge anders nachzudenken, Prozesse zu verschlanken, Dinge auszuprobieren, Testräume zu schaffen und das passiert dann ja normalerweise.

00:25:02: Und dann hat die organisation so zwei Möglichkeiten.

00:25:04: Das eine ist sie lässt die ein bisschen am langen Arm verhungern, das beobachtet man dann häufig weil sie einfach die alten die neuen Strukturen gegen die alten Strukturn laufen lässt.

00:25:12: oder sie sichert durch Führung ab und das muss dann erst mal passieren, dass jemand jetzt auch aus dem Management die Schultern breit macht und sagt nee, das probieren wir jetzt aus.

00:25:21: Und das Risiko nehmen wir uns jetzt auf uns, auch wenn wir nicht sicher sein können wie das vielleicht bei der Entwicklung von Autos umletzt.

00:25:28: dazu bleiben ist, dass das auch erfolgreich wird.

00:25:31: Das wäre eine zusätzliche Leistung zum System, die erbracht werden müsste, um das neue in der Organisation die Führungen abzusichern.

00:25:39: Und dann gehen wir noch mal auf der anderen Seite die drei Regler durch, also das sind ja so die oberen Regler.

00:25:45: Dann sagst du es gibt auch immer nochmal die drei Seiten der Organisation weil diese ganzen Dinge vollziehen sich ja im sichtbaren, im formalen Teil vielleicht auch im informellen Teil, vielleicht sagt Sette auch nochmal ein bisschen was zu?

00:25:58: Genau, also Organisationen haben eben eine formale Seite, die in Hartfe-Organisation häufig sehr stark ausgeprägt ist Und dann haben sie aber auch in den gleichen Organisationen eben immer eine informale Seite, die sozusagen trotz der vielen Handbücher-Prozessbeschreibungen und Verregelungen den Laden am Laufen hält.

00:26:16: Das ist sozusagen so eine organisationssoziologische Binsenweisheit, dass Organisationen sich immer weniger an ihre eigenen Regeln halten.

00:26:23: Ich habe letztens das in einem Kontext erzählt und dann hat eine Ingenieurin eines großen Automobilkonzern, die es aufgesprungen hat gesagt.

00:26:32: Bei uns werden auf der informalen Seite ganze Autos gebaut und das fand ich eigentlich eine schöne Zusammenfahrt.

00:26:38: Jetzt weiß ich wie das heißt, wie wir's eigentlich machen.

00:26:43: Wiped Coding im Sinne des Wortes!

00:26:46: Sehr gut.

00:26:46: also wir haben die Informellen, wir haben den Formaleseiten, Wir haben noch ne dritte Seite finde ich auch sehr spannend.

00:26:52: Ja, und das ist die Schausseite der Organisation.

00:26:55: Und da behaupten zum Beispiel Bitts- und Bolzenorganisationen gerne ganz früh von sich dass sie schon viel digitaler sind als ich es wirklich sind.

00:27:03: Weil das ja auch ein stückweit normatives Management ist und weil man's erst mal Richtung Marke signalisieren muss während man im Inneren der Organisation noch ordentlich dabei ist die Kämpfe auszufechten, die ausgefochten werden müssen damit es auch wirklich eine softwarefähige Hardwareorganisation wird.

00:27:18: Ich glaube, das ist ein ganz guter Punkt jetzt mal so in unsere praktischen Anwendungsfälle rein zu gucken.

00:27:22: Ich gucke mal zu dir rüber an ja weil ihr seid ja für die Recherche von eurem Buch auch wirklich in Unternehmen reingegangen.

00:27:28: ich meine ihr seid ohnehin viel in der Unternehmenslandschaft unterwegs zugegebenermaßen mit unterschiedlichen Brillen.

00:27:35: Jetzt aber eben genau mit dieser Hypothese zu sagen Das sind zwei unterschiedliche Steuerungslogiken.

00:27:41: und was passiert denn?

00:27:42: Wenn wir von der einen auf die anderen zwitschen und wir fangen mal mit einem kleineren Unternehmen, was ich zufälligerweise auch kenne.

00:27:49: Von daher bin ich sehr gespannt auf eure Einsichten.

00:27:52: kleine in Anführungszeichen, zumindest so sechs, siebenhundert Leute Fahrradindustrie Riese und Müller geht's ja schon los.

00:27:59: ist es überhaupt ein Fahrradunternehmen?

00:28:02: Wie Sie sich selber nennen, ich glaube sie nennt sich Cargo Rat.

00:28:07: Ja wahrscheinlich auch schon so was wie Mobilitätsanbieter oder so.

00:28:10: ja?

00:28:10: Sie sind

00:28:10: zumindest waren sie letztes Jahr der einzige Nicht-Auto Hersteller auf der IAA.

00:28:18: Ich

00:28:18: finde das ist eine ganz tolle Marke die also super präsent ist und die sich eben schon auch genau als Mobilität herstellt hat weil sie ja nicht für den sportlichen Gebrauch die Räder baut sondern wirklich eigentlich für Mobilität Genau.

00:28:31: Ich glaube, was man da super schön singen kann neben allem technologisch und was sie ausprobieren natürlich weil diese Fahrräder werden ja auch immer vernetzter und können immer mehr und haben immer mehr Technologie drinne fand ich dort eigentlich zwei Dinge total spannend wie die auf ihrer Größe dieses räumliche auch geschaffen haben.

00:28:49: also Sie haben halt vielleicht nochmal doch eins aus.

00:28:53: ich glaube halt viele von den Lösungen die gebaut werden müssen um eine gute Organisation zu bauen ... die beides kann, weil wir reden ja von der Beitändigkeit im wirklichen Sinne.

00:29:01: Viele Leute sprechen immer davon... Wir müssen diese Hardware-Unternehmen jetzt zu Softwareunternehmen machen und das ist... Klödes!

00:29:09: Und es macht doch gar keinen Sinn, weil diese Firmen werden immer weiter Autos bauen oder Fahrräder behauen oder Waschmaschinen bauen oder whatever.

00:29:19: Hardware kann gut ohne Software leben.

00:29:21: Software kann nicht ohne Hardware leben.

00:29:23: Softwares ist ohne Hardwares nichts.

00:29:25: also Und deswegen ist diese Aussage immer, wir transformieren jetzt in das schale Software-Welt macht überhaupt gar keinen Sinn.

00:29:31: Weil der Kern also alles was Software macht dient den Zweck dieser... braucht die Hardware Umgebung um das besser zu machen.

00:29:40: Also ohne die Hardwares findet es nicht statt und ich glaube dass deswegen gute Lösungen im Dialog, im Diskurs von Menschen die sich gut mit Software auskennen und Menschen die sie gut mit Hardware ausknen geschehen wird.

00:29:53: haben wir auch hier auf der Konferenz viel besprochen, einfach einen Dialog zu schaffen.

00:29:56: Das Alter zu würdigen aber auch das neue anzuerkennen und auch anzuherkennen dass es eben unterschiedlich funktioniert und gemeinsam rauszufinden wie finden wir einen guten Raum zusammen?

00:30:06: Und ich fand bei Riesemiller zwei Sachen schön.

00:30:08: Nummer eins die haben sie eben auch schön räumlich aufgebracht also das Werk ist quasi in deren Herz und man hat die Produktion dauernd an sich dran ja man kann ja gar nicht entkommen Und haben ganz viele Begegnungsräume eben auch geschaffen.

00:30:23: Sie haben so einen Kaffeeplatz, da kann man sie ja auch hinsetzen und dann quasi in die Produktion reinschauen.

00:30:29: Ja genau!

00:30:29: Du hast eigentlich jeden Tag Sendung mit der Maus wenn du dein Kaffeedring ist kannst du direkt in die in die Produktion, in die Fertigung rein schauen und siehst wie die Fahrräder zusammengestellt werden.

00:30:40: Ich glaube das ist noch eine totale Kraft.

00:30:41: Die liegt natürlich auch an der Größe aber es sind auch diverse Teams von Menschen, die in der Organisation verschaffen auf einen engeren Raum zu bringen.

00:30:48: Es gibt ja auch diese Kaffeemaschinen-Logik dass sich die Menschen austauschen und die zur gleichen Kaffeemaschine laufen.

00:30:54: Also das fand ich eigentlich auch schön zu sehen.

00:30:58: warum diese Produkte die bauen eben auch so toll sind als andere aber da kannst du wahrscheinlich noch ein bisschen mehr dazu sagen ist sie haben halt einen richtig großen Veränderungsimpuls aus dem Topmanagement und ich glaube es ist einfach nochmal super wichtig.

00:31:10: Ja Sie haben halt einfach einen CDO eingestellt, bei dem sie relativ viele Freiräume gegeben haben und das fanden wir sehr beeindruckend.

00:31:21: Bei Riese Müller sieht man ja unter so einer Lupe diesen Clash von Bitz und Bolz und den haben die dadurch abgefedert... Kluge, wie wir von Personalentscheidung getroffen haben die sie dann aber nicht so stark verstrukturiert haben.

00:31:36: Also der hatte erst mal war ja nur ein Projekt, er hat auch glaube ich noch gar nicht sein Titel oder wurde das erst?

00:31:43: Dann hat er natürlich den Inhaber geführter Unternehmen leichter auch Entscheidungen durchzusetzen, dann hat also das Topmanagement eben die Experimentierräume, die es brauchte relativ gut abgesichert und durch rachische Entscheidungen.

00:31:57: aber gleichsam haben Sie eben diese Diese Brücke über auch die Räumlichkeiten gut geschaffen, das ist eben auch die neuen Ideen in Dialog kam mit der Produktion und dieses Fremdeln überwunden.

00:32:09: Und haben eben die Personalentscheidung erstmal für sich stehen lassen und die Struktur drum herum ganz lange offen gelassen bis sie abgezeichnet hat was die Kluge... Klugen-Kommunikationswege sind und was die Klugenprogramme sind, die dahinter liegen.

00:32:21: Also

00:32:22: an der Stelle auch im Kern Agiles Vorgehen in der Organisationsentwicklung da iterative Schritte gewagelt also wirklich smart und nicht sofort ist wieder gezimmert.

00:32:31: Geben wir mal vielleicht auf die... also erstmal danke an euch für das für die Einblicke und wir gehen jetzt mal quasi ans andere Ende des Skala.

00:32:38: wirklich zu einem Giganten wie könnt ihr die aussuchen?

00:32:42: Bosch besucht, hat mit denen Interaktion gehabt.

00:32:46: Seitdem in den Diskurs gegangen aber auch mit Siemens.

00:32:49: also wie auch immer du darfst dir gerne eine rauswählen Anja?

00:32:53: Ja da kommen wir ja bei beiden.

00:32:55: es waren beides sehr andere Personen.

00:32:58: auch die sind nämlich beide eher kommen aus der Bosch kamen nicht direkt aus der BOSCH-Organisation aber bei Siemens eben schon lange da.

00:33:08: aber sprich Menschen die nicht die halt im Effekt aus Organisationen herausgewachsen

00:33:13: sind,

00:33:14: quasi es auch entwickelt haben.

00:33:16: Und ich glaube das Übergreifendste davon ist was ich beobachten konnte bei beiden Personen ist diese Wertschätzung auch für das was die Organisation den letzten hundert oder bis zu hundred und vierzig Jahre geleistet hat ja und weiß sie man also eben auch ein unheimlicher Respekt für die Leistung und Verstände dort dahinter dass die Organisation eben das nicht macht, weil sie versie wie unmodern ist oder sonst irgendwas.

00:33:45: Sondern weil... Wir erinnern uns wieder an Converse Law.

00:33:49: Weil die Art und Weise, wie man sich eben in dem Bestands, in dem Kerngeschäft organisiert, ...die beste Form ist um diese Hardwareprodukte zu bauen und es eben das anzuerkennen und auch wertzuschätzen und ich zu sagen okay wir machen jetzt hier was, dass es viel besser oder viel trodder oder viel hipper soll einfach so zu sagen Das braucht sie eben auch, ja.

00:34:11: Aber was ist der Schmerz?

00:34:13: Gehen wir mal rein von den Menschen... Jetzt arbeite ich seit zwanzig Jahren bei einem Siemens, bei einem Bosch.

00:34:19: Ich atme das mit jeder Pore aus und jetzt soll ich so komplett umswitschen im Denken.

00:34:25: Was ist das, was dir da begegnet ist?

00:34:27: Also was ist die Sorge?

00:34:28: Was lassen die Menschen zurück?

00:34:29: Und wie kann man es ihnen vielleicht doch leichter machen in diesen Schritt zu gehen?

00:34:34: Es klingt immer ein bisschen banal, aber ich glaube einfach auch Verständnis zu schaffen für diese Situation und was gerade passiert.

00:34:40: Wir haben das auch heute Vormittag hier schon gesehen – diese doppelte S-Kurve.

00:34:44: Du hast halt so eine Entwicklung von der Technologie, einem Produkt und es läuft so ein bisschen ... Es ist firmartig und du musst im Endeffekt an einem Zeitpunkt, an dem dein Kernprodukt noch sehr gut läuft.

00:34:56: Nur viel Geld damit verdient, eigentlich anfangen mit einer neuen Technologie was Neues zu machen.

00:35:01: Und was ich dann in der Organisation oft beobachte ist das neue wird oft so ein bisschen Oberheit.

00:35:06: Ja genau also... Also ich bin ja ein Kinder digitalen Transformation oder immer.

00:35:11: was wir gemacht haben war irgendwie das Hip-Hit, das Tolle Was aber auch nie funktioniert hat und was nie Geld gebracht hat.

00:35:16: Ich sage mal ein bisschen provokanter Da mutet man der Organisation halt auch viel zu, ja?

00:35:22: Weil irgendwie ist keiner richtig gut.

00:35:24: Die einen schaffen nie was, obwohl sie den Ganzen... weil alles auch so unter Scheinwerfer steht und alles immer schnell so hochklorifiziert wird.

00:35:31: Dabei versuchen die ja auch nur ihre mühvolle Arbeit zu machen mit neuen Technologien, experimentell etwas auszuprobieren.

00:35:37: Und ich war so große Gold Nuggets wieder in den Bestandsorganisationen dann gehoben worden sind.

00:35:43: Die sind ja auch nicht über Nacht entstanden, so mal kurz.

00:35:46: Auf der anderen Seite aber natürlich eine Organisation, die am Schluss Also nicht nur in ihrer Wahrnehmung, sondern auch in der Realität halt die Geldsäcke reinträgt im Endeffekt.

00:35:56: Die dann auf der anderen Seite ausgegeben werden und dafür eigentlich nur so als das alte verstaubte total starre Silo-Ding dahingestellt wird.

00:36:05: Und ich glaube, dass ist ein Organisationskonflikt, den man da irgendwie macht... ...und das transparent zu machen und auch Verständnis zu schaffen, dass es genauso ist wie Sie beschreiben.

00:36:18: Aber das ist auch gut so, dass man beides braucht.

00:36:21: Man muss dieses Geld jetzt ausgeben wo man es hat um was Neues zu schaffen.

00:36:25: auf der anderen Seite Auch es wäre zu schätzen, dass das Geld noch verdient wird mit einem Teil.

00:36:30: Das ist die präventive Disruption, die wir irgendwie relativ selten sehen genau genommen

00:36:35: haben und da kann man wahrscheinlich noch viel mehr sagen über die Erreden wie das auszudiskutieren.

00:36:39: Also ich meine das eine ist dieses Verständnis zu schaffen und das andere ist dann ganz genau dorthin zu organisieren wo es verhandelt werden muss.

00:36:45: Da haben wir halt in unseren Cases jetzt super viele unterschiedliche Varianten gesehen wie man diese Frage wie weit entfernt vom Kerngeschäft muss die Software entwickelt werden damit sie gut entwickelt werden kann?

00:36:56: Und wie nah dran muss es

00:36:58: sein,

00:37:01: dass die Sprung hat und dann diese Welten-Clash entsteht.

00:37:05: Ich kann ja mal ein paar Beispiele machen, die wir irgendwie gefunden haben auf den Reglern.

00:37:09: Zum Beispiel haben wir bei Siemens Smart Grid gesehen, dass ganz viele Dinge passiert sind, einfach eine super schlaue Lösung gefunden worden ist... einfach aus der Siemens Matrix rauszugehen und zu sagen, was auf.

00:37:26: Ich brauche die Freiheit meine Kommunikationswege in dem Bereich anders zu gestalten als das zum Beispiel in den Ländern, die Einstellungsentscheidung getroffen wird also sich sozusagen mit vom Volumen her im relativ kleinen Bereich, ich glaube das war so ein bisschen hilfreich dabei erstmal sozusagen komplett aus der Logik der Gesamtorganisation rauszuziehen und dadurch sozusagen eigene Entscheidungsfreiräume zu organisieren.

00:37:50: Das ist jetzt ein Beispiel davon, er war mit so einem bisschen wegzurücken.

00:37:53: Ein anderes Beispiel ist gewesen zu sagen hey... diese Freiräume, die ich mir jetzt nehme beim Organisieren und auch außerhalb von den Logiken des Konzerns.

00:38:04: Die stelle ich... also eure Kontrollbedürfnisse, die ihr habt, die stelle sich dadurch sicher dass ich bestimmte Zwecke als bestimmte KPIs schaffe an denen ihr mich messen könnt ja?

00:38:15: Und das sind aber eben andere an denen bisher Hardwareproduktion oder gemessen werden kann.

00:38:20: Also sozusagen auch aktiv einzubringen woran will dass sich nicht anfühlt, wie ich gehe aus der Gesamtorganisation raus.

00:38:30: Ein drittes Beispiel wäre auf der Ebene der Programme festzulegen, wann müssen sich Bits und Bolzenlogiken sozusagen treffen?

00:38:37: Also welche Arenen müssen gebaut werden damit relativ früh im Entwicklungsprozess bestimmte Aushandlungen... entstehen und dass nicht erst zu spät passiert.

00:38:45: Und das ist eigentlich so ein ganz krass antizipativer Prozess zum Zeitpunkt, zu dem man noch nicht genau weiß was eigentlich passiert oder muss man irgendwie fast schon so bisschen wie sie näher sein?

00:38:54: Es ist krass.

00:38:54: ja weil es ist ja eigentlich eine Wetter auf die Zukunft und ich muss nicht nur Boxen ticken sondern neue Boxen quasi kreieren und eigentlich sind ja... Das ist jetzt ein bisschen gemeint.

00:39:03: Ich weiß nicht ob hier Leute aus Korbett sind, da sind hier Leute von Korbitts, mal Hand hoch, dürfen wir lestern?

00:39:12: So zoologisch sind ja viele Coppets One Trick Ponies, weil wenn die an so einer schwierigen Situation vorbeikommen dann sagen wir oft ja da machen wir eine Matrix und deswegen spannend dass es da genau anders gelöst wird.

00:39:24: Du darfst jetzt Libby Judith nochmal sechzig Sekunden über die Matrix lässern?

00:39:29: Ja naja ich lässe nicht nur über die Jede Organisation.

00:39:37: Es gibt

00:39:39: keine perfekte Organisation, es ist immer jeder Organisation egal wie man sich organisiert kommt mit Folgeproblemen.

00:39:45: daher ja wer ist nur Freelunch?

00:39:47: aber bei der Matrix ist es halt besonders interessant dass sozusagen die Knotenpunkte die komplette Torte im Gesicht haben.

00:39:54: also eigentlich wenn man auf Organikramme schaut sieht man eigentlich immer welche Streits werden angelegt.

00:39:58: du weißt das?

00:40:00: Wenn man so eine funktionale Organisation baut hat man sie los.

00:40:03: Die sind halt hochspezialisiert, die Funktionen und die Folgeprobleme sind sie reinhaltig miteinander.

00:40:08: Denkt man Arschlau mache ich eine Matrix da müssen Sie miteinander reden aber die moderierende Hierarchie ist relativ weit weg und kann immer sagen ja klärt das mal unter euch und dann hat man eigentlich häufig sowas wie so viel zu viel Orientierungs Potenziale in der Matrix, sodass sich die Organisation am Ende so ein bisschen das ausmendelt.

00:40:26: In welche Richtung die Matrix kippt?

00:40:28: Und dass ist eigentlich immer häufig wenn wir mit Matrixorganisationen tun haben Teil unserer Beratungsleistung zu sagen hey passt auf ihr habt euch aus einer strategischen Intention eine Matrix-Organisation geschaffen und jetzt kippe die langsam Richtung was es ich Produkte oder Richtung Länder und ihr schaut euch das gar nicht an.

00:40:43: also entweder kippet sie zusätzlich genau die richtige Richtung oder halt man hätte besser ausdifferenzieren müssen Und die Eskalationsspirale, die man braucht an diesen Knotenpunkten dann auch bitte mit zu beschreiben.

00:40:56: Ich finde das immer so ärgerlich, so häufig vergessen.

00:40:58: Deswegen versuche ich immer ein Artikel fertig zu schreiben, der heißt Schmerz in der Matrix... Ja wunderbar!

00:41:03: Mich hast

00:41:04: du schon.

00:41:06: Manchmal ist es wirklich worst of both worlds und du hast natürlich völlig recht jede Form hat ihre ganz spezifischen Shortcomings und Unzulänglichkeiten.

00:41:15: Gucken wir noch mal bisschen auf die Praxis.

00:41:17: Ist dir bestimmt ja schon sehr oft über den Weg gelaufen?

00:41:20: Nicht zuletzt warst du im Konzern, der das bestimmt auch mitgelebt hat oder?

00:41:25: Was ist dein Standpunkt dazu?

00:41:28: Gibt es so etwas wie vielleicht eine Organisationsform, nicht die Beste.

00:41:32: Das würde ja wieder insinuieren dass wir sowas wie Best Practice haben was er logischerweise nicht haben aber vielleicht welche die ein bisschen mehr Möglichkeit zum Atmen geben.

00:41:46: Ich habe in meiner letzten Station im Volksbahnkonzern einen Gründer gearbeitet, der hat immer zu mir gesagt, es gibt keine gute Organisationen.

00:41:52: Die gibt das nicht nur vor einem kurzen Moment und nächste Woche ist sie schon nicht mehr.

00:41:57: Wie

00:41:57: die Avocado hatten wir eben?

00:41:59: Eine Avocado ist nur ganz kurz erst recht.

00:42:01: Das Bild hat mir sehr gut gefallen.

00:42:03: Und

00:42:04: es resoniert schon sehr mit mir und auch vor allem diese Beschäftigung über dem Soziologischen, dass alles was du scharfst hat ein Folgeproblem.

00:42:13: immer man Verantwortung übernimmt für Organisationen, für Menschen.

00:42:15: Für Themen wird der oft drüber gemäckert über die ganzen Probleme, die um sich herum hat.

00:42:20: und mich... Ja ich hatte es auch so ein bisschen befriedet.

00:42:23: der Gedanke das ist halt ganz normales über Probleme zu haben weil man ja oft so schnell in den Tunnel geht immer denkt oh muss alle Probleme lösen?

00:42:31: Nee!

00:42:32: Jede Lösung... Ich glaube immer abwägen sind die Folgeprobleme schlimmer als das aktuelle Problem dass ich habe wenn ich irgendwo switcht die Herausforderung ist und ich glaube so ein bisschen auch vielleicht als Ausblick.

00:42:46: Aber das Problem, dass wir beschreiben wird gerade eher größer als kleiner weil warum haben wir dieses Thema?

00:42:53: Ein Hauptpunkt ist ja eigentlich diese Geschwindigkeit.

00:42:56: also wenn wir auf dieses Chip Beispiel von vorher kommen Der Computer-Tipp wird gekauft, der den aktuellen Nutzen abesammelt und man kann sich gar nicht vorstellen, dass man zu viel mehr Rechnerleistung oder konnte es sich am Anfang halt nicht.

00:43:11: Es hat ja auch alles dazugelernt, dass in ein paar Jahren viel mehr rechner Leistung braucht und das Auto länger hält.

00:43:20: Das brauche ich dann eben.

00:43:22: Hat lustigerweise ein Unternehmen wie Tesla immer ganz Anfang gemacht, die haben den teuersten Chip gekauft, den sie kriegen konnten von Nvidia der superteuer war.

00:43:29: Die haben das halt.

00:43:30: für die war es klar, ja ihr machst das Informatiker.

00:43:32: Für die war das glaube ich klar dass die halt in den Komponenten nicht das günstigste brauchen sondern das größte weil sie dann möglichst viel damit machen können.

00:43:41: Da sieht man auch so'n bisschen wenn Softwaremenschen auf was gucken oder wenn Hardware-Menschen auf etwas gucken und nicht weil eine besser schlechter ist und einfach weil sie halt Diese Probleme in ihrem Problem haben wir halt kennen.

00:43:52: Und wenn ich jetzt so ein bisschen auch gerade die aktuellen Technologie-Bewegungen anschaue, glaube ich, dieses Problem wird sich eher verstärken als irgendwie das sind.

00:44:02: Wir haben seit einem halben Jahr natürlich gerade nochmal im Bereich KI als Frontier AI noch mal einen richtigen Tempo dazu bekommen Und ich glaube, es wird in vielerlei Bereichen das noch mal richtig einen Boost geben.

00:44:16: Sowohl in der Entwicklung von Hardware als wenn ich mir so Forschung zu Entwicklungsbereiche angucke da ist jetzt gerade in Simulationen und Experimentiertätigkeiten natürlich so viel auch in viel schnellerer Zeitnot möglich.

00:44:28: plötzlich plus die Technologie an sich ... ist ja in einem Turbo, dass man eigentlich kaum noch folgen kann.

00:44:35: Also wenn ich mit meinen KI-Tools arbeite... ... jeden Tag kann die was mehr und man merkt es dann zufällig.

00:44:41: Hups!

00:44:41: Ja?

00:44:41: Oh toll!

00:44:42: Dass du das jetzt auch schon kannst.

00:44:45: Das wird auch nicht ewig gehen, Technologie hat immer seine Bremse.

00:44:48: ... eben, vielleicht nur das in dem Fall ... ... Energie sei.

00:44:52: Energie

00:44:53: würde mal so ein Tipp sein ja ... ... KI gibt es auch schon seit ... ... vierzig Jahren am Anfang halt zu halten ... ... des Datenproblems und des Rechenleistungsproblemen... ... und Energie ist glaube ich schon auch sowas ... ... der limitieren wird also wird wahrscheinlich auch nicht in die Ewigkeit ... ... in dem Tempo weitergehen aber ... ... das Problem wird sich verstärken weil am Schluss ... ... ist es ja das Hauptthema Hardware Qualität ... Ich nehme lieber mehr Zeit, um was gut zu schaffen.

00:45:19: Wohingegen diese Software-Thematiken eben so schnell boosten, dass du etwas mitdenken musst in der Hardware auf der die Software läuft... ...dass du vielleicht noch gar nicht richtig antizipieren kannst.

00:45:31: und ich glaube das ist das, was ich da sehe und was es jetzt eher potenziert als einträumt.

00:45:38: Wir wollen ja auf einer hohen Note enden!

00:45:40: Ich habe einen Vorschlag.

00:45:41: Mal vierzig Minuten haben wir gebraucht in einem techorientierte Folge Bevor das Wort KI erst mal legt,

00:45:48: ist es

00:45:48: großartig.

00:45:49: Normalerweise wenn Anja trifft, dann dauert es genau dreißig Sekunden.

00:45:54: Ich bin auch überrascht von uns und wir haben ein ganzes Buch geschrieben im Teil vier.

00:45:58: Genau!

00:45:59: Und damit wollen wir auch ändern.

00:46:01: Enden nehme ich mit eurem schönen Buch, liebe Judith.

00:46:03: Wann erscheint es?

00:46:04: Und warum gibt es parallel einen Podcast?

00:46:06: Zwei Fragen in einem schlechte Moderatorin ... Ich mach's trotzdem.

00:46:09: Wanne erscheinte das Buch?

00:46:11: Das Buch erscheinen diesen Herbst zu sagen... Und es ist jetzt in den letzten, komplett letzten Zügen.

00:46:19: Es gibt ja diese schmerzhaften Achtzig Prozent die ganz lange dauern.

00:46:22: Jetzt sind wir bei neunneinzig Kümmern Neuprozent und damit sind wir fertig.

00:46:26: Der Podcast ist deshalb... Anja hat gerade so lustig gesagt, dass wir mit niemandem aus der Automobilindustrie geredet haben.

00:46:31: Das lag daran das wir vorher nur über die Automobil Industrie geredeten haben weil Anja aus der Automobilindustrie kommt und dann haben wir gemerkt, wir brauchen mal andere Beispiele.

00:46:39: Wir finden die Beispiele, in denen wir zu Organisationen fahren, die nicht aus der Automobilindustrie kommen und mit denen über diesen Clash sprechen.

00:46:48: Und das war total lustig!

00:46:49: Weil wir mussten ja mal sagen, wir suchen nach dem Organisationsproblem, dass eure Software-Transformation sozusagen ausgelöst hat.

00:46:57: Wir haben die immer ganz kurz gesagt und haben gesagt, nee, das haben wir nicht.

00:46:59: Und dann so, ach ja stimmt, wir musten das umbauen, da mussten wir die einstellen werden, die wieder entlassen.

00:47:03: Dann haben wir sehr lustig, wie wir da mal hingekommen

00:47:05: sind.

00:47:05: Da steht

00:47:05: die Frage nicht?

00:47:06: Nein!

00:47:06: Erstmal sowas vorhin redet ihr eigentlich... hingereist.

00:47:11: Und das ist ja genau wie dein Podcast auch im Brandeinsnetzwerk erschienen und es eigentlich eine Forschungsreise von uns.

00:47:16: Es ist

00:47:16: ein Forschungs-Reise, wie die allermeisten Podcasts.

00:47:20: An der Du hast die schöne Gelegenheit, das Schlusswort dahingehend zu sprechen?

00:47:24: Wir sind hier auf einer Veranstaltung, die sich auf die Fahnen geschrieben hat erstens nicht nur glossy stories zu berichten.

00:47:29: Das haben wir glaube ich geschafft.

00:47:31: Was gibt uns Zuversicht?

00:47:33: also Wie können wir zuversichtlich auf diese Schnittstelle gucken?

00:47:40: Ich glaub dass Also ich lebe sehr tief und zeige die Technologie, nur dafür da ist unser Leben besser zu machen.

00:47:45: So wie das Beispiel von Autorumfahren oder dass es uns sicherer macht.

00:47:49: Und das gibt mir Zuversicht.

00:47:51: Wir haben hier Technologien, hart wir uns auch für Technologen.

00:47:54: Und wir werden als Menschheit, als Bevölkerung daran arbeiten damit gute Lösungen um unser Leben zu bauen.

00:48:02: Das gibt mir zu Versicht.

00:48:05: Judith hast du noch ein Zuversichts Credo für den Ende?

00:48:11: Ja, ich glaube halt Die Organisationen, die damit zu tun haben, die haben Organisationsgestaltungsinstrument in der Hand.

00:48:18: Und diese Bits und Bolzen-Transformation ist so ein krasser Ausschnitt den wir uns ganz tief angeguckt haben.

00:48:25: Das was man aber braucht um das zu gestalten, ist Organisations-Gestaltung.

00:48:29: Das kann man halt machen und auch dann für die KI Transformation machen.

00:48:33: Das heißt wenn man das verstanden hat... Kann man eigentlich gut arbeiten?

00:48:37: Es heißt Spitz und Bolzen, es heißt nicht Spitz oder Bolzen.

00:48:42: Allein da schon liegt schon ganz viel Zuversicht im Und-Nicht-Im-Oder.

00:48:45: Ich danke euch beiden ganz herzlich für das Gespräch auf dem Publikum.

00:48:48: Ihr wart wunderbar aufmerksam trotz Hitze, trotz fünfzehn Uhr.

00:48:53: ich danke euch allen ganz herzlich!

00:48:55: Dankeschön Was für ein

00:49:04: cooler Spaß so in Liveport und ich hoffe ihr habt ein bisschen die Atmosphäre so mit aufschneiden, mit aufschnappen können.

00:49:11: Denn ist schon was Besonderes.

00:49:13: also da sitzen dann so.

00:49:14: in dem Fall waren es vielleicht achtzig bis hundert Menschen die mit gespannten, gespitzen Ohren und großen Augen da sitzen und dann hier und da doch mal ein bisschen

00:49:23: Geräuschkulisse erzeugt.

00:49:25: So muss es sein!

00:49:26: Und es ist nochmal etwas ganz anderes denn im Prinzip sind's ja drei Perspektiven.

00:49:31: Es gibt

00:49:32: einmal

00:49:33: Das Gespräch zwischen uns, also den Gästen und mir, worauf ich mich logischerweise konzentriere.

00:49:39: Aber ein bisschen laufen ja noch zwei andere Spuren mit denn ich denke immer an euch liebe Hörerinnen und Hörern ohne Witz!

00:49:44: Ich sage auch ganz oft und ihr liebe Höhrerin habt jetzt bestimmt das und das im Kopf und insofern seid ihr immer wie so ein kleines Männlein, kleines Weihblein bei mir auf der Schulter oder im Ohr Und beim Live-Podcast eben auch das Publikum ist eine ganz besondere Dynamik ohne Anspruch, ich gebe es zu und ich liebe das einfach.

00:50:05: Also ich hoffe

00:50:05: euch gefällt

00:50:06: das!

00:50:06: Ich würde mich sehr freuen wenn ihr mir Rückmeldung gebt.

00:50:09: dazu oder vielleicht sei an der Stelle auch schon mal drauf hingewiesen ist das ja auch was was ihr euch wünscht.

00:50:15: ihr könntet euch das vorstellen in eurem Unternehmen ein live Podcast Good Work.

00:50:20: dann gib Bescheid unter info at goodwork-salon.de Und ansonsten wisst ihr was zu tun ist.

00:50:28: Auch wenn es Sommer ist, wenn's heiß ist gerade dann hört fleißig Good Work empfehlt es weiter denn davon leben wir hier.

00:50:35: der Podcast Good Work wächst weiter.

00:50:36: das freut uns und da habt ihr auch einen großen Anteil dran.

00:50:39: also von daher freue ich mich über jede Rückmeldung und schaltet wieder ein wenn es heißt herzlich willkommen

00:50:46: bei

00:50:47: good work.

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