Woran erkennt man ein wahres Gespräch?Jörg Thadeusz (342)
Shownotes
Wann ist ein Gespräch wirklich ein Gespräch?
„Wenn eine Geschichte interessant ist, ist sie interessant. Und das ist egal, ob du 17, 47 oder 77 bist.“
Was macht ein Gespräch zu einem guten Gespräch? Für Jörg Thadeusz beginnt es dort, wo zwei Menschen sich wirklich austauschen, wo einer etwas sagt und der andere tatsächlich antwortet, statt die immer gleichen Textbausteine abzuspulen. Das wahre Gespräch, sagt er, wäre eigentlich immer möglich. Nur trauen sich die wenigsten, es zu führen.
Jörg Thadeusz gilt als einer der besten Fragensteller des Landes. Für seine Außenreportagen bei „Zimmer frei“ bekam er den Grimme-Preis, er moderiert „Thadeusz und die Beobachter“ im rbb und sein Talkradio im WDR, schreibt eine wöchentliche Kolumne in der Berliner Morgenpost, arbeitet bei Media Pioneer und berichtet nebenbei im Podcast „Hoffentlich schmeckt’s“ von seinen kulinarischen Erlebnissen am Herd. Kaum jemand kennt die Medienwelt aus so vielen Winkeln wie Jörg Thadeusz.
Ein gutes Gespräch heißt: dahin, wo der andere nicht hinwill. Jörg beschreibt Interviews nicht als Verhör, sondern als Einladung. Er will nicht die vorformulierte Antwort. Er will den Moment dahinter. Statt zu fragen, wie sich jemand gefühlt hat, fragt er, wie der Tag war, denn Gefühle lassen sich selten auf Kommando abrufen, sie zeigen sich erst im Erzählen. Und wer glaubt, man könne einen Gast im Gespräch knacken, hat es nach seiner Überzeugung schon verloren.
Die Medienhäuser als Imperien der Angst. Im Gespräch nimmt Thadeusz die eigene Traumbranche liebevoll auseinander. Er erzählt, warum der öffentlich-rechtliche Rundfunk keine Familie ist, sondern eine behördenartige Bürokratie. Warum viele Sender aus lauter Angst vor dem Bedeutungsverlust anfangen, ihr Publikum zu unterschätzen. Und warum genau das der Denkfehler ist. Denn eine gute Geschichte findet ihre Hörerinnen und Hörer, ganz gleich, wie alt sie sind.
Mach das, was dich selbst interessiert. Sein Kompass ist entwaffnend einfach. Man solle nicht anbiedern und nicht auf ein Publikum schielen, sondern das machen, was man selbst gerne hören, lesen oder sehen möchte. Dann finde sich das Publikum von allein. Am Ende bleibt ein Satz, der weit über die Medienbranche hinausträgt: Sein Job sei es, Zuversicht auszustrahlen, weil er gar keine andere Lebenserfahrung habe als eine zuversichtliche.
Worüber wir noch gesprochen haben:
- Der gute Gast: Warum ein Gespräch nur gelingt, wenn beide Lust darauf haben
- Familie als Falle: Weshalb der Familienbegriff im Unternehmen oft nur schlechte Bezahlung kaschiert
- Empfang, Kantine, Meeting: Woran sich die Kultur einer Organisation wirklich ablesen lässt
- Das anbiedernde Programm: Warum ein bisschen Jugendsprache eine schwache Geschichte nicht rettet
- Zuversicht als Haltung: Was ältere Generationen über Krisen wissen, das wir gerne vergessen
Jörg Thadeusz ist nicht nur ein glänzender Beobachter, sondern ein Gesprächspartner, der zeigt, was er beschreibt. Er hört zu, er dreht die Fragen um, er nimmt sein Gegenüber ernst. Was bleibt, ist die Einsicht, dass gute Zusammenarbeit und gutes Gespräch dieselbe Wurzel haben, nämlich den Respekt vor dem Menschen auf der anderen Seite. Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum die besten Geschichten nie aus der Angst entstehen.
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links zu Jörg Thadeusz ➡️ Jörg Thadeusz auf LinkedIn ➡️ Thadeusz und die Beobachter ➡️ Thadeusz lang & breit (radio3) ➡️ Thadeusz bei Pionier ➡️ Hoffentlich schmeckt's, der Kochpodcast
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Transkript anzeigen
00:00:00: Und das heißt, wir haben eigentlich eine Gesprächssituation.
00:00:03: Die üblicherweise Menschen die sich einfach so zum Reden vorabreden gar nicht mehr haben.
00:00:08: also wo sind denn Leute so umgestellt?
00:00:10: Find ich ganz schlimm.
00:00:10: wenn ein junger Kollege sagt Wir haben uns in der Redaktion mal überlegt und ich denke ne, das interessiert mich jetzt gar nicht sage mir doch was ist da los?
00:00:20: Sagen wir das jetzt Übertransparenz
00:00:22: der
00:00:22: Entscheidungsprozesse
00:00:23: dann möchte ich gar den Prozess das Ergebnis sehen.
00:00:27: der Podcast für gute Zusammenarbeit und innovative Arbeitskultur.
00:00:32: Hallo und herzlich willkommen bei Good Work, dem Podcast für gute Zusammenarbeit.
00:00:36: Und für zukunftsfähige Arbeitskultur!
00:00:39: Mein Name ist Juli Jankowski und ich begrüße euch zu einer fröhlich zu einer Frischen Runde hier in unserem, ich sag mal vielleicht Sommer-Salon im Brandeins-Podcast-Netzwerk.
00:00:49: Wir reden seit über dreihundertvierzig Folgen schon über Arbeitskultur.
00:00:52: wir schauen in verschiedenen Branchen und heute geht es mal wieder in einem von mir sehr geschätzten
00:00:58: und
00:00:58: intensiv beobachteten Branche, nämlich in die Medienwelt.
00:01:01: Und ich habe mir heute jemand eingeladen und ich bin auch ehrlich mit euch... Ich bin gar nicht immer im Studio in Wiesbaden sondern im Studio Bummens!
00:01:10: Und von daher erfüllt sich hier so fast etwas wie ein Full Circle für mich.
00:01:14: denn auch der Gast, der heute hier ist den hab' ich schon ganz lange auf der Watchlist.
00:01:19: Es gibt Menschen wenn sie sagen er ist Deutschlands arriviertester Journalist Er ist Moderator, ja jetzt zieht die Stirn ein Kraus in Falten.
00:01:29: Ich sage mal, das stimmt.
00:01:31: Er ist Berufsfragensteller, er ist ein glänzender Autor, ein Wort Akrobat... Was soll ich sagen?
00:01:37: Jörg Tadeus ist hier im Studio Bummens und ich sag Hallo lieber Jörgg!
00:01:41: Schön, dass du hier bist.
00:01:43: Ich bedanke mich jetzt schon dafür, dass ich eigentlich umgetauft bin.
00:01:46: Ich möchte mich mit dem Namen vorstellen, den du mir vorher gegeben hast.
00:01:50: Mein Name ist Jörg Tadowsky.
00:01:53: Das hast du dir ausgesucht?
00:01:54: Nicht meine Idee und ich find's fabelhaft!
00:01:56: Ich möchte gerne ab sofort Jörgg Tadowski heißen.
00:01:58: Ja,
00:01:59: ich hab mich ja angejagst an dich und gesagt, wir sollten über ein neues Format nachdenken.
00:02:03: Wir zwei unbedingt oder Tadofsky... Tadoffsky
00:02:06: das wär sehr schön.
00:02:08: Welche Fantasien kommen in dein Kopf wenn du Tadoffsky
00:02:10: hörst?!
00:02:10: Also in Bezug auf Format.
00:02:12: Wir reden nicht über Schweinereien, aber wir reden auch Schweinerei.
00:02:16: Zum Beispiel!
00:02:17: Aber wenn man jetzt sagt zwei Leute machen ganz und gar gemeinsame Sache, wenn ich die Intimität dieses Studios mir noch dazu überlege... Ja?
00:02:25: Ich bin nach so vielen Gesprächen, die ich mit Leuten geführt habe der Meinung das ist das wahre Gespräch also der WAHRE nicht Konsumgutgespräch.
00:02:37: Das wahre Gespräch könnte es geben.
00:02:39: Man könnte mit den Leuten, egal wie berühmt sie sind, egal welches Amt sie haben, man könnte mit denen reden, wie sie normalerweise als Menschen entlehnt dieser Funktionen reden würden.
00:02:51: Das machen nur die wenigsten.
00:02:53: und ich frage mich immer, liegt es auch daran dass die Art und Weise wie wir die Leute empfangen was die Vorbedingungen von unserer Medienseite aus sind?
00:03:02: Was hindert?
00:03:02: Ich kann ein Beispiel nennen Ein Politiker, ein sehr arrivierter Politiker.
00:03:10: Mit dem gab es kulturpolitische Dinge zu besprechen und das haben wir dann auch alles gemacht.
00:03:15: Zu dem Zeitpunkt wo er bei mir war waren aber Schicksalsschläge in seiner Familie zwei die aufeinander gefolgt sind in kurzer zeitliche Abfolge.
00:03:23: Die waren viel viel relevanter Und die haben in dem Moment in seinem Leben eine viel größere Rolle gespielt, aber weil das alles so ist wie es ist und weil die Inszenierung so ist als sie ist.
00:03:32: Weil die Inscenierung natürlich mitunter auch ihren Sinn hat, haben wir da nicht darüber geredet oder dass nur so gestreift.
00:03:37: Ja schwierig!
00:03:38: Es gibt im berühmten Satz von Ruth Kohn Störungen Haben Vorrang Und die meinen genau das.
00:03:43: Das ist klug, ja.
00:03:44: Der ist sehr tief weil...
00:03:46: Wie Tadovski wäre?
00:03:48: Die
00:03:48: Tiefe!
00:03:49: Naja, wo
00:03:49: werden wir landen?
00:03:50: am Ende des Gesprächs?
00:03:51: Lieber Jörg ich mach mir hier mein berühmten Knoten ins Taschentuch Weil über das Gespräch wird zu sprechen sein.
00:03:57: Das is auch ehrlicherweise dass worüber ich sehr gern mit dir spreche Aber erst mal kommt einer und es ist wirklich die einzige richtige skriptete Frage bei Godwark nämlich wie bist du heute in den Tag gestartet?
00:04:09: Heute bin ich in den Tag gestartet mit einer Tasse Kaffee und einer strengen Ermahnung an meine Katzen.
00:04:16: Was machen
00:04:17: dich
00:04:17: bei uns?
00:04:18: Insbesondere den Kater, der zu meinem großen Missvergnügen heute Nacht wieder ein Tier höchstwahrscheinlich eine Maus in der Nähe meines Bettes gefressen hat.
00:04:31: Und das stört mich sehr, wir haben darüber schon viel geredet hin und her natürlich sehr stark hin von meiner Seite
00:04:38: und
00:04:39: Ignoranz von der anderen Seite.
00:04:41: und es mir stört dass wenn das Rückgrat durchgebrochen wird und das ist alles so und mich stört das auch warum geschieht das da?
00:04:47: was könnte ich ändern soll die Klappe zu machen und solche Sachen?
00:04:50: Also ich hatte mal einen Gast, mit dem habe ich über die Psychologie der Macht gesprochen.
00:04:54: Professor Charmouli und er macht gelegentlich sehr schöne kleine Beiträge auf Linkte über seine Hasen nicht katzen.
00:05:01: Er sagte ja Hasen!
00:05:02: Sehr, sehr kuschelige Wesen.
00:05:03: und er sagte Ich bin wahnsinnig Fanat in meiner Hasen Und ich dachte dass sie mich so unglaublich lieben weil wenn ich sich streichle dann lecken Sie sich danach immer bei den Pfoten und stellte dann fest das oder musste dann erfahren oder lernen Hasen zu tun pflegen, um den Geruch loszuwerden.
00:05:21: Also völlig niederträchtig!
00:05:22: Das heißt er sitzt jeden Morgen in der Küche und bereitet das Mal zu für diese Hasen dieses undankbare liederliche Volk ähnlich wie deine
00:05:31: Katzen... Ja bei den Hasen ist es natürlich so ähnlich wie beim Meerschwein hier.
00:05:35: weiteren Gespräch mit einem Tierpathologen, die gehören jetzt zur Gruppe der Fluchttiere.
00:05:41: Das heißt man kann in deswegen hat das der Pathologe mit mir besprochen, man kann bestimmte Stressmomente an den Organe der Tiere ablesen wenn die Meerschweinchen zum Beispiel sehr viel gestreichelt worden sind weil sie empfinden es natürlich als außerordentlich bedrohlich.
00:05:53: ein viel größeres Geschöpf nimmt sie in die Hand und streichelt sich.
00:05:55: Das ist bei den Katzen ganz was anderes weil das weiß man mittlerweile dass Katzen natürlich der Meinung sind dass ohnehin Sie alles lenken und leiten.
00:06:04: Von daher haben Sie kein bisschen Angst wovor.
00:06:08: Katzen haben in unseren Hausgärten außer vor spezifisch ausgebildeten Hunden nichts zu fürchten, weil sie jeden, der da kommt ... In Angst
00:06:17: und Schreckenjahr!
00:06:18: Waschbärhunde-Vögel schlimmen.
00:06:22: Das ging dann der Tag weiter.
00:06:23: Eben jener Kart hat, der nachts schon dieses Theater gemacht hat, an meiner wunderschönen Stelle, wo ich die Vögel fütte, leider einen abgefangen
00:06:32: habe.
00:06:33: Auch noch Vogel?
00:06:34: Und was hältst du von dieser Theorie, dass sie ihre Miete nach Hause bringen?
00:06:38: Oder das ist sich vielleicht hier so zugeneigt fühlen und sich so wahnsinnig vertraut und heimelig fühlen.
00:06:43: Deswegen dort speisen... Also ich meine die Speise ja auch dort am liebsten wo ich mich wohlfühle.
00:06:47: Richtig!
00:06:48: Ich habe von einem Tierpsychologen eine andere Theorie dazu gehört nämlich, dass die Katzen der Meinung sind Sie müssten da einer eigenen Ernährung auf die Sprünge helfen weil du nicht offenbar falsch ernährst.
00:06:57: Deswegen sind sie immerhin ein freundschaftlicher oder mindestens sozialer Akt.
00:07:00: Sie sind bereit den Vogel dem sie den Kopf abgedreht haben mit dir zu teilen, wo du denkst.
00:07:05: das ist ein wunderschönes Angebot.
00:07:06: aber ich muss nein sagen.
00:07:08: Schon wieder nein!
00:07:11: Was ich mir abgewöhnt habe weil es dieser Zielpsychologe so gesagt hat ich hab mehr abgewönt die anzuschreien sondern ich sag ach Neville Schön, dass du vorbeischaust und diesen Vogel dabei hast.
00:07:21: Geh doch mal raus damit!
00:07:23: So weit sind wir schon.
00:07:25: Positive
00:07:26: Bestärkung?
00:07:26: Ja, genau.
00:07:27: Also irgendwie in Richtung Affirmationen... Und ich sehe schon es könnte passieren, dass wir heute nicht ein bisschen über Journalismus oder die Medien...
00:07:34: Doch, natürlich Katzenjournalismus.
00:07:36: Katzen-Journalismus
00:07:37: und ehrlicherweise die ganze Welt ist eine Metapher.
00:07:40: also steigen wir einmal ein an unser Thema den Knoten auf aus dem Taschenton, nämlich das Gespräch.
00:07:47: Mir eine Frage wirklich... man überlegt sich ja gerne mal auch weiß nicht wie du vorgehst.
00:07:51: ich lege mir immer so eine Frage für den Anfang und hier steht Achtung!
00:07:55: Ich lese ab weil es tatsächlich die einzige Frage, dass ich mich auch noch überlegt habe im Vorfeld was macht ein Gespräch zu einem guten Gespräch?
00:08:05: Wir waren schon faster wir waren schon fast da.
00:08:07: Ja,
00:08:08: ich würde sagen wenn es dich halt tatsächlich für den Fall ist, dass man eine Struktur hat Und wenn es sich auf eine wohltuende Weise davon löst, weil weniger wohltutend ist, wenn man große Sachverhalte vergisst anzusprechen.
00:08:21: Weil man sie vergisst oder weil man feucht hat sie anzusprechend, weil man sich denkt womöglich könnte der Gesprächspartner unangenehm berührt sein.
00:08:30: Das sind keine guten Motive, aber wenn das Gespräch sich entwickelt und tatsächlich man zu einem Gespräch kommt.
00:08:35: Das heißt Person eins sagt was zu Person zwei Person zwei antwortet und die Leute tauschen sich tatsächlich aus Dann ist war natürlich sehr weit gekommen.
00:08:44: also das finde ich schon ein Erfolg.
00:08:46: jetzt dürfen wir an der Stelle ja nochmal unterscheiden zwischen dem Gespräch, was einfach Selbstzweck ist.
00:08:51: Also was zwischen zwei Personen stattfindet oder von mir aus mehreren aber nicht noch irgendwie eine mediale Übertragung mit im Gepäck hat.
00:08:58: das heißt also es geht wirklich nur um den Austausch zwischen zwei Menschen.
00:09:01: jetzt in unserem Fall gibt es ja sowas wie ein Publikum irgendwo.
00:09:05: Ja, aber das Publikuum ist natürlich jetzt rechtlich abstrakt.
00:09:09: Natürlich stimmt man sich da nette Menschen vor und die hören deinen Podcast zu und so wunderbar sind es höchstwahrscheinlich sympathische Kluge gebildete Menschen.
00:09:17: Ausnahmslos?
00:09:19: Aber die sind jetzt sowas von nicht da.
00:09:22: Wer da ist, ist Christian und selbst den sehen wir hinter einem riesigen Monitorraum.
00:09:26: Und der Technikchef dieser Veranstaltungen hier.
00:09:31: Ansonsten sehen wir ja keinen... Das heißt nach meiner Meinung weil wir haben eine ähnliche Aufnahmesituation wenn ich beim RWB meinen Formant lang und breit dar mache das ist toll von fünfzig Minuten.
00:09:41: Da sind wir in einer ganz ganz ähnlichen Situation wie hier.
00:09:44: Es ist ein eher kleines Studio es ist sehr angenehm beleuchtet es gibt keinerlei Tages-Einflüsse.
00:09:50: Nichts
00:09:51: was uns ablenkt,
00:09:52: keine Straße.
00:09:53: und das heißt wir haben eigentlich eine Gesprächssituation die üblicherweise Menschen die sich einfach so zum Reden vorabreden gar nicht mehr haben.
00:10:02: also wo sind denn Leute so ungestört?
00:10:05: oder
00:10:05: du bist jetzt auch hier eingesperrt bist jetzt sozusagen gezwungen dich mit mir in der Stunde zu unterhalten oder das ist
00:10:12: ja.
00:10:12: habe ich diese Stromstürze vorher noch bekommen?
00:10:15: wurde gesagt dass es
00:10:16: auf niedriger Stufe
00:10:17: geht alles noch anders.
00:10:23: Das ist tatsächlich, ich fände es ja schön wenn so ein Gespräch was demonstratives hätte.
00:10:29: Demonstrativ im Sinne von schaut mal das ist zwischen zwei Menschen mögliches.
00:10:33: Es ist was jenseits dessen möglich was ihr mit euren technischen Geräten unternehmt.
00:10:38: Absolut!
00:10:38: Ich wollte sozusagen nochmal auf einen anderen Punkt hin weil es wird am Ende von einem Gespräch nehmen wir jetzt mal unseres werden wir beide auseinander gehen und werden eine Meinung dazu haben ob uns das Gespräch gutiert oder nicht.
00:10:50: Dann gibt es aber trotzdem auch noch Menschen, die von außen das beurteilen.
00:10:53: und nochmal die Frage du hörst dir auch Gespräche an?
00:10:56: Wann sagst du das war ein gutes Gespräch was du gehört gesehen hast erlebt hast mitgeschnitten hast?
00:11:02: Also unpräzise Beschreibung, aber ich finde ein Gespräch dann gut.
00:11:08: Wenn ich wirklich das Gefühl... wenn ich womöglich sogar das Gefühl habe, ich war bei etwas dabei wo ich jetzt gar nicht unbedingt hingehörte weil das ist ja das nächste man... also ich mache das jedenfalls ständig und in der S-Bahn sitze ich höre immer anderen Leuten zu.
00:11:21: Das geht mich nichts an und deswegen macht es mich alles noch sehr viel aufgeregter.
00:11:24: da zuhören zu können oder es mir rauszunehmen muss man ja sagen und so ist das im günstigsten fall auch.
00:11:31: ich weiß es gab immer also der von mir hochgradig vererrte Roger Williamson beispielsweise.
00:11:36: Der hat das immer hinbekommen, natürlich war sich Roger bewusst da ist ein Publikum aber auf der anderen Seite ist das was er zu inszenieren in der Lage gewesen ist einfach so spektakulär gewesen.
00:11:46: Spektakular!
00:11:48: Ich habe mir auch schon mal überlegt was wäre vielleicht so ein Gespräch was in dein inneres Schatzkästchen einzughalten dürfte?
00:11:54: und ich bin mir ziemlich sicher der Name Roger Williamsen würde dabei auch fallen.
00:11:58: oder du hattest ja schon mehr vor die Gelegenheit mit ihm zu sprechen?
00:12:01: Oder du hättest nicht noch?
00:12:02: Ja, natürlich.
00:12:04: Ich hatte das große Vergnügen und gleichzeitig habe ich aus dem Beispiel von Roger gelernt, dass bestimmte Menschen tatsächlich... oder was heißt bestimmte?
00:12:13: Dass man über diese Unersetzlichkeit von Leuten nochmal neu nachdenken muss.
00:12:16: also die Leute sind unersetzlich mitunter.
00:12:18: Das ist eine philosophische Frage natürlich aber er ist es nicht das einzige.
00:12:24: Das muss man auch sagen.
00:12:25: Also gab immer wieder Momente wo ich sage Das ist dann eher auch ein Qualitätswerk, wenn man was spürt.
00:12:35: Wenn bei vielen Leuten aus welchem Teil der Öffentlichkeit die kommen weiß man, die haben Versatzstücke und die schieben sie raus.
00:12:47: Und mitunter kann man auch einen Gesprächspartner damit beruhigen indem man eine Frage stellt an diese Stanze, die sowieso Parat haben.
00:12:58: Dass man
00:12:58: da den Disknapschen drückt?
00:13:00: Genau!
00:13:00: Man löst sie aus und dann... Gut, erst mal zwei Minuten sicher.
00:13:03: Und dann kann man noch mal hinterherkommen und sagen, aber Sie haben doch betrogen ... Sie haben ja Miesetaschenspieler drin.
00:13:13: Das ist doch passiert.
00:13:14: Ich weiß es doch.
00:13:15: Ja, wenn Leute dir einem richtig was erzählen.
00:13:20: ich muss immer an Urich Mattes denken Und ich dachte, ah!
00:13:26: Kann ich ihn wirklich fragen oder fühlt er sich veräppelt?
00:13:28: Wenn ich sage, Herr Mattes Sie singen symphonien.
00:13:32: Also sie singen synchronische Musik Wie soll das gehen?
00:13:34: Das ist Instrumentarmusik.
00:13:36: Ja, natürlich wollte ich das erst mir vormachen.
00:13:39: Aber ich hätte mich nicht getraut direkt danach zu fangen und er hat es mir einfach so vorgemacht.
00:13:42: Er haben mir den vierten Satz vom Beethoven's Fünftal...
00:13:44: Boah!
00:13:44: Da sind ja miese Tricks!
00:13:46: Nein, nein, nein.
00:13:49: Vieles entsteht aus Bammel.
00:13:51: Weil man denkt, ah kann ich das jetzt wirklich fragen?
00:13:53: Kann ich jetzt wirklich sagen, Jule alle reden davon in Wiesbaden.
00:13:57: War das wirklich so?
00:13:58: Was hast du das wirklich gemacht?
00:14:00: Wir haben im Vorgespräch über die Situation in diesem High Class, in dieser Boutique gesprochen.
00:14:05: In der Luxus-Boutique wo du sagtest es ist wirklich verboten zu fragen was kostet das?
00:14:11: Sag mal
00:14:11: hier oder so schnipsen so sag mal.
00:14:12: Hey hey!
00:14:14: Was rufst du da auf, sag mal komm.
00:14:17: Geht da
00:14:17: noch was?
00:14:17: Das ist
00:14:18: immer ein bisschen Luft raus oder?
00:14:19: Komm.
00:14:20: Das ist eigentlich gemein für Triesen.
00:14:26: Also, wenn man das noch mal vorholt.
00:14:28: Ja genau,
00:14:28: dass noch ein bisschen nachgefüllt wird.
00:14:30: Dass da noch was oben drauf geht.
00:14:32: Kann man für
00:14:32: Preise werden
00:14:34: gehen auch?
00:14:34: Genau und da war ja die wunderbare Formulierung oder das Formulierungsangeböse... Pokalien!
00:14:40: Ja, darfst es gerne wiederholen.
00:14:42: Ich wollte, wenn ich in einer edlen Situation hier zum Beispiel Schmuck Ich erkundige mich nach dem Preis eines Schmuckstücks und wusste die Frage, wie viel kostet das?
00:14:53: Ist nicht gut.
00:14:53: Also geht klar!
00:14:55: Aber dann hatte ich meine elegante Freundin Karin aus München gefragt weil ich Münchnern immer unterstelle sie wüssten sowas.
00:15:02: Das Kleine ist natürlich überlebenskar... also ich mein die sind immer im Luxus-Geryljahr.
00:15:07: Die müssen das wissen.
00:15:08: Ah, Luxus
00:15:09: Gerelierer.
00:15:10: Genau.
00:15:11: Und Luxus Guerillera, Karin antwortete mir Das ist doch ganz einfach, wo liegen wir denn da?
00:15:18: Ja.
00:15:18: Wo liegen wir dann da?
00:15:20: Also im Sinne von ich hab immer Summen irgendwo um mich herum und...
00:15:25: Es geht nur um die Familienaufstellung.
00:15:27: also sind wir hier oben, in der Mitte sind wir Geschwester.
00:15:29: Ganz normaler fünfstelliger Bereich
00:15:30: für dieses Buchstück.
00:15:34: Ja, genau.
00:15:34: Also das heißt wenn ich wissen, wenn ich jemand dazu verleiten will dass er eine Symphonie singt was schlechterdings möglich ist frage ich einfach wie kann das gehen?
00:15:42: und er wird mir das gegenteil beweisen dass es nicht geht.
00:15:45: vielleicht einen besseren approach habe ich da nicht ne bessere annäherung genauso wie ich vielleicht frag wo liegen wir da?
00:15:51: wenn mich eigentlich auf den punkt der preis interessiert also ein stück weit rhetorischer mittel geh außen rum hinterlässt
00:15:59: ja oder oder wirklich nicht mag große Sitte, dass man fragt was hast du gefühlt als.
00:16:09: Weil völlig klar ist könnte man seine Gefühle einfach so ausdrücken bräuchte es nicht die angesprochenen Sinfonien, Lieder, Gedichte Bücher, Filme wo Leute versuchen ihre Gefühler auszubeugen weil das eben nicht so einfach ist.
00:16:23: aber natürlich weiß man wenn wenn wenn du jetzt Bundeskanzlerin wärst
00:16:29: Ich stelle es mir kurz vor.
00:16:30: Ja, und dann an dem Tag wo dann klar wird Frau Jankowski wird heute vor dem Deutschen Bundestag den Amtszeit ablegen?
00:16:39: Wird das ein aufregender Tag?
00:16:41: Wenn du das hinter dir hast und ich dich frage wir haben sie sich da gefühlt weil du ja auch Bundeskanzlerin bist hast du wieder drei bis vier Stanzen, Firmchen aus dem Rhetorikbau-Kastenparat.
00:16:51: Die sind sehr langweilig.
00:16:52: die möchte ich nicht hören sondern Ich möchte dahin wo du nicht willst dass ich bin.
00:16:57: Ich möchte das Du mir erzählst.
00:16:58: wie war der Tag?
00:17:00: und danach fahre ich
00:17:01: Genau, wie sind Sie den Tag gestartet?
00:17:05: Haben sie da wirklich Kaffee getrunken morgens.
00:17:09: Wobei muss man ein bisschen aufpassen, das ist eine Ja-Nein-Frage oder ... Wie hat der Kaffe geschmeckt?
00:17:13: mal an dem Morgen, an dem die Kanzlerin geworden sind und dann kommt der Verlauf.
00:17:18: Wenn wussten Sie... Wann wussten Sie, dass der Moffarbener Hosenanzug der Richtige ist, Frau Jankowski
00:17:29: Und wo du das kannst.
00:17:29: Torkunft, Dorf!
00:17:32: Wann wussten Sie das?
00:17:33: Und damit ein bisschen woanders vielleicht... Da ist sie natürlich nicht so als hätte davon noch niemand gehört.
00:17:41: aber tatsächlich in der Praxis funktioniert es dann immer.
00:17:44: oder Fragen die den das Gegenüber nicht erwartet und die das Gegen über eine dazu bringen, dass er oder sie nachdenken muss.
00:17:58: Meinst du wegen Ursula von der Leyen habe ich mal gefragt wie sehr haben Sie Angst davor sich nochmal neu zu verlieben?
00:18:04: Ui was ist eine schöne Frage für genau die richtige Person
00:18:07: und... Für sie, die zu dem Zeitpunkt war sie Bundesfamilienministerin und da braten
00:18:13: sieben
00:18:13: Kinder
00:18:15: Und?
00:18:16: Wie war die Reaktion?
00:18:16: Die Reaktionen,
00:18:18: wir beide wissen was man darauf antworten muss.
00:18:20: Wenn du so einer Wunderland bist ich frage dich äh ... wie viel Angst haben sie da vor sich noch mal neu zu verlieben?
00:18:25: Könnte was die Antwort sein, Jule?
00:18:27: Was könnte die Antwort sind?
00:18:28: Ui!
00:18:28: Da
00:18:28: bringst Du mich jetzt aber in Verlegenheit... Ich
00:18:30: sage dir die Antwort nicht.
00:18:32: Ich würde sagen, man kann sich jederzeit neu verliebt und die Frage ist ja in wem?
00:18:37: Man kann sich zum Beispiel in seinen Ehepartner immer wieder neu verleben.
00:18:40: Das
00:18:41: ist die Antwort!
00:18:41: Bingo!
00:18:43: Caching!
00:18:46: Das ist die Antwort.
00:18:47: Ich verliebe mich jeden Tag neu in meinem Mann.
00:18:49: Wir alle wissen, das ist nicht richtig!
00:18:51: Wir wissen ... Sie wurde von George Stunney bei Wetten das geküsst und hat ... Wer weiß was gedacht?
00:18:55: Willst du uns alles nicht sagen wollen?
00:18:57: Aber sie hat ... Gehen wir mal hin.
00:18:59: Tatowski
00:19:00: oder?
00:19:00: Das wäre doch schön.
00:19:01: Und sie hat gezögert.
00:19:02: Das war der Punkt.
00:19:04: Weil ich genau wusste eine Frau, die so klug ist und so beschlagen ist und Öffentlichkeitserfahren wie Ursula von der Leyen natürlich hat diese Antwort zu liegen.
00:19:12: Ich verliebe mich jeden Tag neu in meinen Mann.
00:19:16: Wie gesagt, es dauerte zu lange und dann die Antworten.
00:19:20: Da kam
00:19:21: noch mal die Szene mit George Clooney vor die innere Linse.
00:19:24: Guck mal!
00:19:25: Und das wollte ich wissen hinterher.
00:19:26: Weil ich dachte, wieso bringt hier die Antwort?
00:19:29: Ist doch klar wie die Antwort geht.
00:19:30: Und dann habe ich gesagt, hinterher ist die Kameras Auswand mehr Frau von der Leyen... Was war denn?
00:19:35: Also, wie kam die Antwort?
00:19:36: zu spät?
00:19:38: Dann hat sie gesagt... Ich hatte eine ganz schlimme Assoziation, sagte Sie.
00:19:44: Wenn mein Mann tot ist, ist das doch überhaupt kein Problem!
00:19:47: Und wenn sie das in der Öffentlichkeit gesagt hätte ... Hätte sie in der Öffentlichkeit gesagt, hätte natürlich die Bildzeitung daraus gemacht.
00:19:55: Liebe zungenreger Ministerin!
00:19:56: Ich wünschte mein Mann wie er tot und das ist natürlich völliger Blödsinn.
00:20:00: Das war vom Frau von der Leyen natürlich nicht so gemeint sondern sie hat nur... Sie ist die Option
00:20:05: durchgegangen.
00:20:06: Und
00:20:06: da sieht man auch was diese Leute alles überlegen müssen.
00:20:09: Diese
00:20:09: Leute?
00:20:10: So bist einer von diesen
00:20:11: Leuten?!
00:20:11: Ich bin ja nicht in einem Amt, ich kann ja sagen was ich
00:20:13: will.
00:20:14: Natürlich aber du bist auf der anderen Seite einer von den Leuten die da Dinge draus machen.
00:20:18: Nein, eben
00:20:21: nicht.
00:20:22: Kann ich ja nicht!
00:20:24: Das ist ein großer Vorteil den die Print-Leute haben.
00:20:28: Für mich ist das gar kein so großer Vorteils.
00:20:30: Warum lesen sich Spiegelinterviews so wahnsinnig geistreich?
00:20:34: Weil die Spiegeleute diese Sache abnehmen lassen müssen... Also gegenzeichnen lassen müssen und dann schreiben sie ihre Fragen.
00:20:41: Es ist Asynchron.
00:20:43: Und
00:20:43: wir beide können unsere Fragen nicht neu stehen, das kann niemand im elektronischen Medium... Wir können Christian
00:20:47: bitten dass er das Allerschlimmste rausschneidet.
00:20:50: Vielleicht
00:20:50: gibt es bald eine KI, dass man seine Fragen neu entwickeln kann.
00:20:53: hinterher und die Antworten werden angepasst oder die bestehenden Antworten wären angepasster.
00:20:57: aber so können wir's nicht!
00:20:58: So, das war jetzt schon mal der Serviceteil des Podcasts.
00:21:01: Also wer jetzt klug zugehört und aufmerksam zugehörte hat, hat schon ein bisschen was gelernt wie wir idealerweise vielleicht Gespräche gestalten.
00:21:08: Und trotzdem möchte ich noch ein kleines Eckchen auskehren und zwar gibt es auch so etwas wie den guten Gast.
00:21:14: also wann bin ich ein guter Gast in einem Gespräch?
00:21:17: Wir bleiben jetzt mal in so einer Situation.
00:21:21: Ein guter Gast hat Lust, das Gespräch zu führen.
00:21:24: Nehmen wir mal die vielbeschworenen AfD-Interviews.
00:21:28: Da ist es natürlich so ... Ich hab das einer Freundin, der ein AfD-interview führen musste, auch mal so schreiben wollen.
00:21:37: Hab's doch nicht gemacht, weil ich sie nicht demotivieren wollte?
00:21:39: Aber der AfD-Politiker hat keine Lust auf dieses Gespräch, weil er weiß, zeige ich eine Blöße kriege ich richtig aufs Dach!
00:21:48: Die haben ja nun auch so viele Töpfe, aus denen es stinkt, die sie zuhalten müssen.
00:21:54: Dass das gar nicht so einfacher ist.
00:21:55: und also die würden sich lieber mit ihresgleichen unterhalten oder schöner Kameradschaftsabend Alarm-Lederhosen anrufen Sachen von vor achtzig Jahren schön!
00:22:06: Das mögen die.
00:22:07: aber die mögen natürlich nicht so ein Gespräch führen.
00:22:09: Also mögen diese schon mal nicht.
00:22:11: Und der Gesprächs-Gastgeber, die Gastgeberin muss die ganze Zeit überlegen wenn ich das öffentlich tue was machen die aus mir?
00:22:18: dann werden die wieder sagen, ich habe ihn nicht überführt.
00:22:20: Ich hab ihn nicht geknackt, völliger Blödsinn zu glauben man könnte jemandem im Gespräch knacken.
00:22:24: aber gut ich habe ihm nicht gekknackt.
00:22:26: Journalisten sagen sowas.
00:22:27: Ich
00:22:27: bin zu sanft angefasst, ich hab nur das
00:22:29: Mikrofon hingestellt.
00:22:29: Ich war zu freundlich und so ja, ja, hab in meinem Forum gegeben.
00:22:33: Das sind alles da Phaseln.
00:22:35: ganz viele Leute was dazu, die überhaupt keine Ahnung von haben.
00:22:38: Aber das ist ja unser...das ist doch eine freie Meinungsäußerung dass jeder sagen darf was er meint.
00:22:45: Leider.
00:22:46: Ja, leider!
00:22:47: Schön wenn es für mich gilt muss es denn gleich für alle gelten?
00:22:49: So,
00:22:50: genau ja das ist auch meine Meinung.
00:22:52: Absolut
00:22:52: absolut.
00:22:53: Wir gehen mal rein in die Institutionen und ich würde mit dir heute gerne ein Stück weit eine Traumbranche einen Traumberuf vielleicht auch ein bisschen dekonstruieren nicht Nicht zerstören, aber ein wenig auseinander bauen und vielleicht mehr entlang deiner Erfahrung die du im Journalismus gemacht hast.
00:23:15: Du bist sowohl beim Hörfunk, du warst auch sehr lange ja oder bist immer noch beim Fernsehen öffentlich-rechtlich, du bist dabei auch bei privaten Anbietern also du kennst wirklich alle Wellen.
00:23:26: Warst auch mal wirklich in Printmedien?
00:23:27: Ich habe es ehrlich gesagt... Kurze Zeit oder am Anfang?
00:23:30: Nicht wirklich nennenswert, oder?
00:23:32: Ich war bei den Rohrnachrichten angefangen und ich finde meine Rohr nachrichten jetzt wieder allerdings da im Audio-Bereich.
00:23:39: Aber
00:23:40: die Hafenbar oder dein Podcast... Ja
00:23:42: ja und ich schreibe für die Berliner Morgenpost eine Kolumne jeden Samstag aber ich habe nicht richtig als Printredakteur gearbeitet.
00:23:51: das ist immer schon alles im elektronischen Bereich unnatürlich.
00:23:55: was du gesagt hast öffentlich rechtlich.
00:23:57: deshalb bedeutet Wenn man so, ich hab' in deiner Neunzehnundneinzig meine erste PV-Nummer bekommen beim Westeroschulfung.
00:24:05: Und bin seitdem bei irgendwie ... Bei denen?
00:24:08: Irgendwie!
00:24:08: Ja immerhin.
00:24:10: Ich habe mir das eine Zeit lang als Familie vorgestellt und es war ein großer Erdo.
00:24:15: Oder ist es wirklich... Verkommene Familie, je nachdem sowas gibt's ja auch.
00:24:19: Naja moment also.
00:24:20: es gibt ja Systemtheoretiker die sagen als in dem Moment wo Unternehmenslenker von Familie sprechen nehmt die Beine in die Hand und lauft weg weil das ist nur eine Entschuldigung dafür jämmerlich zu bezahlen und die Regeln zu diktieren.
00:24:34: weil natürlich gibt es einer Transaktionalität in einem Beschäftigungsverhältnis und das gibts in der Familie nicht Idealer Reise oder gibt's
00:24:41: nicht.
00:24:42: Warum hab ich gar keinen Notiz-Heft?
00:24:43: Jetzt kann ich mir nicht Transaktionalität aufschreiben, weil... So
00:24:46: kluge Worte Tatdowski!
00:24:48: Transaktionalität ist er mir nachher nicht.
00:24:49: Das kann ich mehr leichter merken, weil es das im Entertainment-Bereich
00:24:51: wird.
00:24:52: Nee, Transaktionen du gibst Leistung und du bekommst davon dafür Geld.
00:24:55: Ja genau,
00:24:56: ja.
00:24:56: Und
00:24:56: das ist der Charakter von Arbeit.
00:24:58: da können wir so viel New Work drüber schreiben wie wir wollen.
00:25:01: am Ende bleibt dass irgendwo im Kern bestehen und das heißt natürlich wenn ich von Familie rede tünsche ich darüber hinweg, weil lass uns eine Situation ausmalen.
00:25:10: Gut im öffentlich-rechtlichen schwer vorstellbar dass sich Menschen entlassen muss.
00:25:14: dann hat sich es was gehabt mit der Familie?
00:25:16: Weil ich kann aus einem Sohn kein Nichtsohn machen!
00:25:19: Ich kann ihn... Irgendwie aus der Familie vermeintlich verbannt, aber biologisch platzt man Sohn.
00:25:26: Das muss man dazu sagen... Da muss ich jetzt den öffentlichen Rundfunk entschuldigen Die haben das nie behauptet, die mir was zu sagen hat.
00:25:32: Du hast es gespürt!
00:25:33: Ich habe das so angenommen und gedacht Ah!
00:25:35: Toll!
00:25:35: Es ist ja wie in einer Mannschaft.
00:25:36: Ich bin jetzt so loyal dabei.
00:25:38: Ich hab hier so tolle Sachen gemacht Dann hab' ich einen Grimme-Preis für die gewonnen.
00:25:41: Jetzt finden nämlich bestimmt alle ganz toll.
00:25:43: Für
00:25:44: immer
00:25:45: darf ich da bei sein?
00:25:46: Dann kriege ich ganz tolle Jobs habe ich meine Koch-Sendung endlich.
00:25:53: Aber das ist natürlich alles nicht eingetreten, aber es ist keine Familie und eine überbordende Bürokratie.
00:26:06: Das ist vor allen Dingen behördenartig und gruselig.
00:26:11: Also können wir alles durchgehen wie Kafka und Konsorten das beschrieben
00:26:14: haben.".
00:26:17: Wir hatten eben oder ich hatte das Stichwort New Work reingebracht und es ist ja ein bisschen, wenn wir auch darüber reden dann dürfen wir wieder über die wirklich spannenden Dinge reden.
00:26:24: Dann haben wir ein bisschen darüber auch.
00:26:27: was hast du an Veränderungen da erlebt?
00:26:29: im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in den Anstalten?
00:26:31: Da hat sich da in Bezug auf wie werden Entscheidungen getroffen also wie werden auch Mitarbeitende... Jetzt kommt etwas ganz ganz Schlimmes.
00:26:38: Ich mag's gar nicht!
00:26:39: Ich sag's trotzdem mitgenommen!
00:26:42: Ja!
00:26:43: Ich weiß dass machen eigentlich die Bus und die Taxi unternehmen.
00:26:48: Aber du weißt, was ich meine?
00:26:50: Ich kenne diese Partizipation inwieweit.
00:26:54: Es gibt ganz viel von diesem Sprech.
00:26:57: Manche Sitzungszimmer sehen so ein bisschen aus wie eine Kita, weil da so Kisten sind.
00:27:04: Und dann gibt es Whiteboards ... Es gibt empfindliche junge Menschen, die ihre Empfindlichkeit Rechnung tragen dürfen.
00:27:12: Aber es hat sich nach meiner Meinung nichts nach vorne entwickelt, sondern viel zur Seite.
00:27:20: Ich kenne Old Work.
00:27:23: Das heißt, es gab Männer, das ist mehr so begegnet als diese Männer... Das waren immer Männer so alt, wie ich heute bin.
00:27:30: Also ich bin jetzt siebenundfünfzig und sieben- und fünftigjährige Männer als ich ein ganz junger Mitarbeiter war, waren Horror weil die haben Leute geschuhriegelt und die waren von sich selbst berauscht.
00:27:42: Ich hab
00:27:42: zu dir empfindet noch heute ganz anders wenn die auf uns zwei gucken?
00:27:45: Ich hoffe ja!
00:27:46: Und ich habe Beispiele dafür, weil ich arbeite ja noch bei Media Pioneer.
00:27:49: da ist das durchschnittsalter einunddreißig.
00:27:51: D.h.,
00:27:51: da liege ich mal locker.
00:27:53: sechsundzwanzig Jahre drüber haben eine so große Souveränität, dass die mich komplett akzeptieren.
00:28:02: Am Anfang als ich da anfing waren die mich komisch.
00:28:05: das war so als würde plötzlich so ein Rottweiler in der Küche sitzen und er ging so an mir und nach dem klar wurde wir können uns miteinander unterhalten und wir knallen nicht gegenseitig um unsere Vorbehalte um die Ohren weil das überhaupt kein Problem.
00:28:21: beim öffentlich-heitlichen Rundfunk ist das anders?
00:28:23: Der ist nach meiner Meinung nur sehr bedingt reformfähig.
00:28:26: Aber bei der im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, weil da auch viele kluge Menschen arbeiten, entgeht denen nicht.
00:28:32: die anderen machen irgendwas anderes.
00:28:34: Das müssen wir ach... Das müssen wir auch machen und damit das auf unbehöfene Art und Weise übernommen.
00:28:40: Es ändert nichts daran, ob was bedauerlicherweise viele Leute dabei aus den Augen verliert ist.
00:28:44: Wir liefern ja ein Produkt an.
00:28:46: Meinen Wegen die Massenprogramme des WDR Hörfunks – WDR eins zwei und vier – hören am Tag ungefähr acht Millionen Menschen.
00:28:53: D.h.,
00:28:54: sie müssen irgendwas muss aus dem Radio kommen!
00:28:57: Es geht
00:28:59: kein weißes Rauschen.
00:29:01: Man kann
00:29:02: viel Musik machen, aber zwischen uns sollte mal irgendeiner was sagen und da kann man nicht sagen ja dass die Nachrichten die machen wir jetzt nicht weil wir machen es nur New Work Und dieser und jener.
00:29:12: also das geht nicht.
00:29:13: man hört manchmal die Ergebnisse davon dass man Diskussionsprozesse vorhergekackt sind.
00:29:17: Das ist übrigens für einen Hörer auch schrecklich finde ich ganz schlimm wenn ein junger Kollege sagt Wir haben uns in der Redaktion überlegt Nee, das interessiert mich jetzt gar nicht.
00:29:26: Sagen wir doch was ist da los?
00:29:28: Ein bisschen übertransparenz
00:29:31: der Entscheidungsprozesse, dann möchte ich gar nicht im Prozess das Ergebnis sehen.
00:29:35: Aus heutiger Sicht würde ich sogar sagen ihr habt euch etwas überlegt!
00:29:39: sehr aufregend.
00:29:40: Seit wann macht ihr das?
00:29:43: Kommen wir zum
00:29:43: Extrem, bevor wir senden!
00:29:48: Und wie weit?
00:29:49: Bleiben wir noch mal bei dem Punkt inwieweit ist es immer noch so dass dieses Selbstverständnis da ist?
00:29:53: Wir sind eine Senderanstalt also ich meine der sagt ja so viel.
00:29:57: Also inwie weit ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk noch die Senderanstalt?
00:30:02: Ist das noch das Selbstverständnis?
00:30:03: Wie wir sende unter draußen...
00:30:08: Ich würde nicht sagen, dass den Kolleginnen und Kollegen nicht bewusst ist das da draußen Leute sind.
00:30:14: Vielen ist nicht bewusst was da alles für Leute dabei sind.
00:30:18: also dass die nicht alle in einem Großstadtviertel wohnen in Köln, also in der Südstadt oder in Hamburg hohe Luft.
00:30:26: Oder in Berlin und Friedrichshein.
00:30:28: Sondern dass es auch Leute gibt, die in Isalon wohnend.
00:30:31: Und das ist Leute, die an Isalonen wohnenden gerne Grillen und Bier trinken.
00:30:35: Und dass es Leute gibt... ...die gerne Jagen gehen.
00:30:40: Und es sind zigtausend Menschen, die auf Schützen festgehen und dass das gar keine faschistische Veranstaltung ist.
00:30:45: Das ist denen mitunter nicht bewusst.
00:30:47: aber sie sehen bewusster sind Leute da draußen.
00:30:49: für die machen wir das Programm
00:30:50: Ja, und maßgeblich.
00:30:52: Also bis hin zu einer fast Umkehr, dass man sagt also wir setzen den Hörer die Hörerin oder den Zuschauer die Zuschauerinnen quasi in den Fokus und betreifen das ja
00:31:05: Ganz furchtbar.
00:31:06: Also das machen wir in einem solchen Ausmaß!
00:31:09: Das hat ein Freund letztens gesagt, die öffentlich-rechtlichen Anstalten sind Imperien der Angst.
00:31:18: Ich kenne auch einen Betriebswert, der hat den Rundfunk Berlin Brandenburg schon mal für die Universität Viadrina untersucht mit seinen Studierenden und hat dann rausgefunden... Alle haben Angst.
00:31:28: Weil man im öffentlich-rechtlichen Rundfunk arbeitet, muss man weniger Angst haben als wenn man zum Beispiel hier bei Studio Bums arbeitet... Eigentlich ist
00:31:37: es absurd!
00:31:39: Der öffentlich-rettliche Rundfund geht so schnell nicht pleite sondern nimmt in seiner Gesamtheit etwas mehr als zehn Milliarden Euro im Jahr ein.
00:31:46: Aber trotzdem gibt es ganz viel Angst.
00:31:47: Und jetzt ist die große Angst, wir könnten den Zugang zum Publikum verlieren und wir könnten dem Zugang zu jungen Leuten verlieren... Das
00:31:55: ist die Geißel oder?
00:31:57: Das ist Damokless!
00:32:00: Für mich ist das besonders bedrückend, weil ich sowohl bei der Begründung der Jugendwelle Enjoy Radio vom NDR als auch bei der Jugendwelle Eins Live von Westdeutschen Rundfunk dabei war.
00:32:11: Wir haben dann immer Erkenntnisse daraus gezogen nämlich Wenn eine Geschichte interessant ist, ist sie interessant.
00:32:17: Und das ist egal ob du siebzehn, siebenvierzig oder siebensefzig bist – sie ist interessant!
00:32:23: Also erzähle den Leuten interessante Geschichten und mach dir nicht so viele Gedanken darüber wie alt die sind.
00:32:27: Plus... Diejenigen Menschen, die an das öffentlich-rechtliche System gewöhnt sind, sind nun mal Älter.
00:32:35: In Deutschland gibt es aber twenty-fünf Millionen Menschen, die älter als sechszig Jahre sind.
00:32:38: jetzt kann ich denen sagen Es wäre wirklich schön ihr würdet langsam mal ans Sterben denken damit wir uns um jüngere Leute kümmern können.
00:32:47: Aber das möchte ich gar nicht so gern sondern Ich würde gerne einfach denen nach wie vor was erzählen.
00:32:51: und deswegen dass die mitunter verstört sind.
00:32:55: wenn dann So ein oder ich mir geht selber so wenn ich mir denke warum ließ mir dieses kind Jetzt Nachrichten forder?
00:33:01: warum ist dieses Kind eigenartigen Augen-Makeup das Teil eines Faktencheckerteams, weil das muss man auch angeblich die ganze Zeit machen.
00:33:10: Man muss die ganze zeit faken checken und das kommt bei diesen Runden raus, die ich sehr unheilvoll finde.
00:33:14: da sitzen sie in Konferenzräumen, die wieder so ein bisschen kitaartig ausgestattet sind.
00:33:20: dann werfen Sie Sachen an die Wand und dann machen sich ganz wichtige Gedanken aber sie denken nicht über die Themen selber nach Problematisch.
00:33:29: Ja gut, also ich meine das würden sie wahrscheinlich komplett anders darstellen und es ist ja... naja und sich, ich sag mal einen stückweit auch zu öffnen dagegen spricht ja gar nichts.
00:33:36: Ich finde den Punkt den du gemacht hast wahnsinnig wichtig.
00:33:39: eine gute Geschichte Eine gute Erzählung Ein guter Bericht ein guter was auch immer.
00:33:43: Dokumentation bleibt interessant und spannend egal ob es für jemand ist der siebzehn oder siebenundsechzig.
00:33:50: Und ein schlechter bericht einfach mit aufgehübscht Mit ein bisschen jugendspraches unerträglich und quasi für alle Ja.
00:33:58: Ich verwende oft das Bild, dass ich sage ein Kulturcheck in einem Unternehmen und es ist relativ egal ob das jetzt Schraubenhuber-Kokage oder der westdeutsche Rundfunk.
00:34:09: Ich würde mal sagen schau dir drei Instanzen an.
00:34:11: den Empfang die Kantine Und das Meeting haben wir jetzt schon ein bisschen erlebt, hast du schon sehr plastisch gezeichnet.
00:34:19: Was erlebt man einem Empfang?
00:34:20: Warum?
00:34:20: Weil es etwas transportiert.
00:34:22: wie gehe ich mit innen und außen um?
00:34:24: welche Sicht habe ich auf die Menschen, die ins Unternehmen reinkommen.
00:34:27: Trenne ich da ganz stark!
00:34:29: In der Kantine natürlich nochmal der Gedanke was bewegt sich Menschen wirklich?
00:34:33: Du darfst dir eine der beiden verbleibenden Stationen aussuchen Und mal mit uns die Reise ähnlich plastisch.
00:34:42: Ich weiß gar nicht, ob ich darüber frei sprechen darf ... Weil es gab eine ... Die Kantine beim RWB in Potsdam hat sich hoffentlich verbessert.
00:34:53: Aber lange Zeit war das so, wenn man sich krank gemeldet hat, konnte man reichen, dass ich gestern in einer Kantine
00:35:01: war.
00:35:01: Damit war alles alles gesagt!
00:35:03: Okay
00:35:03: ja, der Tücher hatte eine ganz schwere Magen-Darm-Krankung.
00:35:08: Ich meinte jetzt aber ehrlicherweise nicht nur das kulinarische Angebot, sondern die Gespräche in der Kantine eigentlich erfasst und da über was wirklich die Organisation beschäftigt.
00:35:23: Beim RBB gab es so ein Demokratisierungsprozess, wie das die Leute glaube ich wahrgenommen haben.
00:35:28: Und die reden dann immer alle den Laden und das Programm schlecht, so als hätten sie alle nichts damit zu tun.
00:35:35: Das ist...
00:35:37: Genau!
00:35:37: Ja,
00:35:38: Schlimm.
00:35:39: Das finde ich vollkommen unseuerbar.
00:35:42: Dann zwischendurch gab es von Chefinnen ausschließlich Chefin, keine Männer.
00:35:48: Sondern Frauen, die das geleitet haben, die zwischen den ganzen Sendergeleiten... Die haben gesagt wir haben jetzt im Moment in unserem Fernsehen nichts mehr zu verlieren weil unsere Zuschauer Zustimmung so gering ist.
00:35:57: Das heißt wir können sowieso mal was ausprobieren.
00:35:59: also sagt uns was wir ausprobierend sollen macht uns doch mal vorstellen.
00:36:03: Ein
00:36:03: Stück weit auch mal Mut nach vorne zu gehen?
00:36:05: Ja
00:36:05: aber das ist immer das Problem, dass die Leute gehen.
00:36:07: dann kommt wieder so ein Medienforschungstyp mit seinem Konturbad und seinem absolut aufregenden T-Shirt, weil er ist ja so jung geblieben.
00:36:19: Er ist dreiundvierzig aber sieht aus wie ein Kind.
00:36:21: Egal oder er sieht sich an wie eine Knabe und dann wirft der irgendwelche Sachen an die Wand und sagt, was für den Moment gilt?
00:36:29: Was das Publikum angeblich will!
00:36:32: Wir haben diese Zilo-Theorien und so was.
00:36:34: Drei Monate später sagt der gleiche, derselbe Typ wieder etwas ganz anderes.
00:36:37: Das haben wir auch erlebt.
00:36:40: Was mich vor allen Dingen immer stört... Ich möchte gerne meinen Gegenüber hier jetzt, wenn wir bei der Sendung Tadovsky sitzen wie auch in den Sendungen, die ich normalerweise bin, stellt mir den Menschen, der mir zuhört als interessiert vor, als neugierig, als wissend, als klug als jemand, der Informationen mindestens so gut verarbeiten kann wie ich, womöglich sogar besser.
00:37:02: Vielleicht hat er anders als ich zu Ende
00:37:04: studiert.".
00:37:07: Das, was die Leute an die Wand werfen.
00:37:08: Da sind uns teilweise schon, wie ich finde, annähernd menschenverachtende Menschenbilder vorgestellt worden.
00:37:15: Beispielsweise hieß es eine Zeit lang beim NDR, das ist zum Glück Jahre her, da hat man uns gesagt wir dürften nicht über amerikanische Filme sprechen weil der gab so zwei Prototypen untereinander in die Brigitte in Niedersachsen und die könnte sich keine amerikanischen Schauspielernamen merken.
00:37:32: Das fand ich damals schon zweifelhaft Und höchstfragwürdig, und es ist auch so.
00:37:37: Die arbeiten dann mit Personas!
00:37:39: Dann werden die da wirklich komplett stereotyp durchdeckliniert.
00:37:42: Ich hatte nur große Lust, den Mann dir das vorgeschlagen hat zum Fenster rauszuschmeißen weil ich dachte nein...
00:37:47: Ist das ein bisschen wie in der Analogie?
00:37:48: Ich bringe mal eine Analogie, ich weiß das immer schwierig.
00:37:50: Ich bring sie trotzdem.
00:37:52: Wie bei den Innenstädten.
00:37:53: Wenn du in Einzelhandel gehst ja, ist es also Gebrachland.
00:37:57: Das Angebot ist mäßig, die Frequenz der Menschen auch mäßige.
00:38:00: Also man könnte da eine gewisse Analogie sehen.
00:38:03: Und die Schlussfolgerung, die viele Einzelhändler daraus ziehen ist.
00:38:07: Die Kunden sind doof!
00:38:11: Ja?
00:38:11: Ja,
00:38:11: die kapieren nicht.
00:38:12: Seid ihr alle blöd?
00:38:13: oder warum kauft ihr bei
00:38:14: mir nicht ein?
00:38:14: Genau genau und hier liegt ja irgendwo...ja ich lass mal das Bild bei dir.
00:38:18: Hier liegt ja irgendwie eine Verbindung oder eine Analogie dass man sagt natürlich es so wenn weniger Kundschaft den Weg zu uns findet Wenn wir uns in unserem Angebot vielleicht einerseits wahnsinnig bemüht anbiedern andererseits schrumpfen.
00:38:33: Und das macht was mit den Menschen dort.
00:38:35: Das macht sie auch irgendwo ein bisschen angstar und sicherlich nicht attraktiver.
00:38:40: Das hat ja andere Vokabeln natürlich bei uns, beispielsweise ich veranstalte politische Talkshows in öffentlich-rechtlichen Sendern von Sonntagsabend bis Donnersdagabends und alle haben dasselbe Personal.
00:38:52: Es kommen immer die Leute aus dem
00:38:53: Kleiner Wanderzirkus.
00:38:54: Die sind mittlerweile ausgezählt.
00:38:56: Nehmen wir mal jetzt ein Beispiel weil es uns in diesen Wochen beschäftigt...
00:39:02: Jens Spahn.
00:39:04: Genau!
00:39:05: Leimutterschaft, so... Jetzt haben wir alle gelernt es gibt das Wort altruistisch Frauen die ein Kind austragen weil sie wollen dass das Kind zur Welt kommt verboten oder Sie machen es für Geld verboten die Frau als Ware.
00:39:19: So jetzt haben wir das alles berätet.
00:39:24: Ich würde dann gerne in einer dieser Talkshows die es gibt und die zu einer schönen Sendezeit angeboten werden Und natürlich in den Mediatheken abzurufen sind einen anderen Weg gehen.
00:39:33: Darum musste ich mich jetzt...
00:39:35: Was würdest du zu meinen, würdest du gerne eine Leihmutter sehen?
00:39:39: Weitwegen oder zwei Leihmitter, meine wegen aber ein Vehikel wäre.
00:39:45: ja da hat meine Frau mich sehr schwer für beschimpft als ich das aufgebracht habe weil es Frankensteinhaft wäre Wenn man überhaupt keine Frauen nehmen müsste, sondern man könnte durch eine Maschinenkinder austragen lassen.
00:39:57: Und das ist im Übrigen wenn wer möchte kann das in die Suchmaschine eingeben und wird finden dass man da schon ganz schön Schritt weiter
00:40:05: ist.
00:40:05: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in Silicon Valley darüber nachgedacht hat.
00:40:08: Nicht
00:40:08: nur in Silicon valley!
00:40:09: Die Chinesen sind zugange.
00:40:11: Es gibt ich weiß nicht ob dieses Land vergessen wo man das mit Lämmern schon gemacht hat weil wo ich überhaupt kein Problem.
00:40:16: oder sagen wir da können dann darüber reden was wir dann für Probleme damit haben.
00:40:19: aber erst mal wäre das interessant.
00:40:21: das heißt
00:40:21: den Gedanken zu
00:40:24: Das Fenster ist ganz eng und es fängt an drinnen zu miefen, wenn schon wieder der CDU-Politiker sagt so geht es nicht.
00:40:32: Wenn wir beschließen und dann der andere kommt und sagt ja er sparen kann sowieso nicht.
00:40:36: das ist das ist kann man einmal machen kann man noch ein zweites mal machen Sonntags bis Donnerstag bisschen viel und Es gibt so viele Felder nebenher dieses Beispiel mit dem Roboter.
00:40:47: Ich habe elf Jahre lang eine Wissenschaftsinnung bei radio eins moderiert.
00:40:50: So viele Themen.
00:40:52: Wie lesen wir?
00:40:52: Warum lesen wie wir lesen?
00:40:55: Wenn wir gerade darüber reden, der Kunde ist zu dumm.
00:40:57: Wie dumm sind denn die Menschen?
00:40:58: Sind wir dümmer geworden?
00:40:59: Habe ich letztens gelesen, Intelligenzquotien sinkt angeblich.
00:41:02: Der allgemein festgestellt
00:41:03: wird.
00:41:05: Ja natürlich!
00:41:07: Darüber würde ich gerne dann reden wollen.
00:41:10: und dann heißt es... Dann kommt das Imperium der Angst.
00:41:13: Dann haben wir aber keine Zuschauer mehr.
00:41:16: Und das ist der Punkt, den ich nicht glaube!
00:41:19: Das ist das woran ich nicht glaubte.
00:41:20: Ich glaube daran dass die Leute Lust haben auf so was.
00:41:23: Unser geschätzter Kollege Freund Miky Beisenherz sagt ja an dieser Stelle immer... Einer der ganz großen!
00:41:29: An welcher Stelle geht dir Miky auf die Nerven?
00:41:32: An keiner, ich liebe ihn.
00:41:34: Das kam von der Herzen?
00:41:35: Ich liebe diesen Mann wirklich!
00:41:36: Ich finde das ein großartiger Typ.
00:41:38: Ist er auch.
00:41:39: Was ich an ihm besonders mag ist wenn er seinen Psychotherapeuten-Rollkragenpolover im Kölner Treff anhat und dann immer so die... Und dann so guckt, als würde er gar nicht an ein Fußballergebnis denken.
00:41:51: Sondern es würde er jetzt wirklich ... Als würde er wahnsinnig gerne von Daniela Katzenberger hören, dass sie sich jetzt von Gemüseships ernährt.
00:41:59: Weil das sind ja irgendwelche Themen in diesem Talk-Shop.
00:42:01: Keiner
00:42:02: darauf unherliebt ihn!
00:42:03: Und es gibt niemand im deutschen Fernsehen der so oft auf das Partysebräse ins Verwendet wie Mickey Beisenhardts.
00:42:08: Wirklich?
00:42:08: Das sagend, das redend und das denkend.
00:42:11: Ach, im Ernst?
00:42:12: Ja, für mich auch
00:42:13: verfallen.
00:42:16: Erlook-Fan-Dresser.
00:42:18: Sehr!
00:42:18: Na ja, und die Texte nach Hopala.
00:42:22: Was Mickey schreibt und kann, das ist spektakulär.
00:42:24: Wie kam jetzt zu Mickey?
00:42:26: Ja aber er sagt genau... Das war der...
00:42:28: Mickey Beisenherz
00:42:29: sagt
00:42:29: doppelpunktatmen.
00:42:34: BeisenHerz sagt.
00:42:35: So, jetzt kommt das Bombo.
00:42:37: Mach es nicht des Geldes wiegen Mach es nicht für ein Publikum, sondern mach erst mal das was du selbst gerne lesen hören.
00:42:46: Wie auch immer sehen möchtest und dann wird sich von einem Publikums finden.
00:42:50: Und können wir etwas anderes sagen?
00:42:52: Das hat ja vor einer Steintafel die in Kastrop Rauchsel hingelegt wurde.
00:43:01: Und das ist tatsächlich wahr und ich könnte teilweise wutheulen, wenn du vor so einem Redakteur sitzt und der sagt dann wieder ja ja quasi drei zwölf, wo du sagst ja und?
00:43:13: War das drei Minuten zwölff?
00:43:15: langweilig war das drei minuten zwölft.
00:43:17: mittelmäßig war das dreiminuten zwelfen
00:43:19: super schwierig
00:43:21: was was wars denn man?
00:43:23: Ich bin ja ab und zu mal als Besucherin in den öffentlich-rechtlichen, in einer anderen ganz anderen Rolle.
00:43:27: Du bist gestaltert, du bist Akteur draufsticht trotzdem da auch kritisch draufzuschauen was ich sehr anerkenne, sehr wertschätzt wird weil das ist wirklich selten in der Szene würde ich mal sagen Kommt da so ein, wie soll ich mal sagen?
00:43:40: So einen gewissen Dunst.
00:43:42: Ein gewisser Geruch eine Melange.
00:43:45: Kantine, kantine, ding dong!
00:43:47: Genau, ich war in der Kantine und bin krank entgegen die sich irgendwie mischt aus einer gewissen Hybris immer noch und auch ein bisschen ausblenden was da draußen so alles los ist nicht wahr haben wollen.
00:43:58: und auf der anderen Seite diese Angststarre Und das ist natürlich finde ich nochmal ne unheilvollere Kombination als dass alleine nur diese Angst.
00:44:08: Nämlich diese Überheblichkeit auf der einen Seite und natürlich muss man über den Bedeutungsverlust reden, der sogenannten Qualitäts- und Leitmedien.
00:44:16: Gleichzeitig beobachte ich wiederum kleine Privatimperie meiner Assistentin aka.
00:44:21: meine Tochter Philippa ist mit hier zu gange neunzehn Jahre und wir haben also immer noch Kontakt in irgendwelche jüngeren Zielgruppen Schauen vielleicht kein Fernsehen mehr, aber die wissen sehr genau was da stattfindet.
00:44:34: Also das heißt selbst wenn ich es nicht sehe ist es doch noch ein Referenzminium oder?
00:44:39: Ja klar!
00:44:41: Ich bin auch mit dem Bedeutungsverlust gar nicht so weit.
00:44:43: Ich würde jetzt gar nicht sagen, das sieht man ja auch immer.
00:44:46: Wenn dann tatsächlich was geschieht, wenn sowas ist wie die Fußballweltmeister schafft muss man eigentlich sagen hat Magenta jetzt in Öffentlich-Rechtlichen den Schneid abgekauft?
00:44:53: aber egal.
00:44:54: Das natürlich interessiert das Leute.
00:44:56: und selbstverständlich wenn ich jetzt Philippa sage mal auf Philippa, ich werde dir heute erzählen weil bei neunzehn oder neununddreißig oder neuneinundfünfzig wer Heinrich Himmler war weil über den müssen wir reden.
00:45:10: Das ist einer der schlimmsten Menschen des Planeten gewesen.
00:45:13: und ich hörte jetzt von einer Frau, die sechzig ist sehr, sehr kultivierten Freundinnen verabredet.
00:45:20: Die Frau, die mir das erzielte ist selber eine promovierte Historikerin und die hat gesagt, ach geh doch mal mit uns da in dieses Haus der
00:45:27: Wannseekonferenz.".
00:45:28: Und dann haben zwei diese sehr kulturierten im Leben stehenden Frauen gesagt wer war noch einmal Heinrich Himmler?
00:45:35: Da sage ich zum einen hat mich das schon interessiert.
00:45:37: deswegen weiß nicht wer der Reichsführer SS war warum ich dazu komme warum er einer der bösesten Menschen des Planeten war.
00:45:44: und mein Job als öffentlich rechtlicher Veranstalter vom Programm als Akteur, wie du gesagt hast.
00:45:52: Ist
00:45:52: das Philippa so zu erzählen dass sie sich nicht langweilt?
00:45:55: Das ist mein Job.
00:45:56: Langweilen können die Leute an der Uni sich untereinander wenn sie sagen was... Chillen
00:46:00: und was auch immer.
00:46:01: Was
00:46:02: Wissenschaftsjagong sein muss oder nicht.
00:46:05: Diskussion.
00:46:05: Mein Job ist, dass sie mich nicht aufhört zuzuhören.
00:46:09: Wir
00:46:09: können es gleich überprüfen.
00:46:10: Kommt in die Achtung.
00:46:11: Show-Notes.
00:46:12: Reaktionen verfügbar!
00:46:15: Das
00:46:15: ist jetzt ein schlechtes Beispiel weil ich vermute und das hier ziemlich genau weiß aber...
00:46:19: Seistrum!
00:46:21: Ich hatte eine Mary, eine sehr gewitzte originelle Praktikantin, fünfzehn Jahre alt.
00:46:28: Mary hat einen eigenen Charakter kreiert.
00:46:31: Mary sich in Halloween reingesteigert mit Räuche.
00:46:35: Nur sie wusste nicht, was von uns hat, dass er in Deutschland los war.
00:46:41: und dann habe ich ihr gesagt, guck dir bitte den Untergang an.
00:46:43: Den lad ich dir runter und dann machst du hinterher so eine kleine Zusammenfassung als in der kleinen Zusammenfassung gemacht.
00:46:48: Und dann war der große Satz in dieser Zusammenfaltung, der Führer musste befürchten verraten zu werden wo ich dachte hau!
00:46:55: Wo
00:46:55: fangen wir da an?
00:46:59: Das ist nicht zuallererst Mary's Verantwortung oder Schuld, sondern unsere.
00:47:03: Natürlich!
00:47:04: Und
00:47:04: ich muss irgendwas finden... Ich muss nicht nur schwarz-weißbilder und Anschuldigungen rumsrumsrums.
00:47:09: Das ist ein Beispiel für Napoleon.
00:47:10: können wir das gleiche machen?
00:47:12: Ich kann Napoleon so erzählen, dass es jetzt klingt sehr kühn-, überselbstbewusst aber ich würde hoffen wenn es hieß mach eine Radiosendung zum Thema Napoleon, dass Philippa nicht wegschaltet.
00:47:25: Da komme ich mit Josephine.
00:47:26: Warum waren Josephines Zähne schwarz Und warum hat Napolian sie trotzdem so geliebt?
00:47:31: So wie Sissis-Szene angeblich auch.
00:47:34: Beziehungsweise nicht vorhanden, bei den
00:47:36: Weifern.
00:47:37: Aber das Tolle ist ... Da hab ich noch mal bedauert, dass ich keine Haare habe.
00:47:41: Weil angebliche ... Sissi's Haare waren ja knöchelang und beim Kämmen, weil das natürlich mehrere Stunden in Anspruch genommen hat, dass Zofen ihr das Haar kämmten, hat sie komplizierte Sprachen gelernt.
00:47:54: also Sie hatte im Prinzip was man heute mit den unterschiedlichen Apps machen kann, hat sie damals natürlich ... Das
00:48:00: war ihr Bubble.
00:48:01: Ihr Analog-Bubble.
00:48:02: Ihr Bubble ist jetzt zum Beispiel ungekämmt.
00:48:04: Stell
00:48:04: mal vor!
00:48:04: Ja, finde ich ukrainisch.
00:48:05: Mit siebzehnten Deckelfällen und so weiter.
00:48:07: Wie lange musst du
00:48:08: deine Haare wachsen damit du ukrainische?
00:48:10: Unverstellbar... Unvorstellbar.
00:48:12: Und anders als ich, hast du Haare?
00:48:14: Ja das stimmt.
00:48:18: Aber wir schreifen ab!
00:48:21: Wir sind beim Thema New Work.
00:48:23: Also kennt euch die Ahre.
00:48:25: Das wäre bei ... ja genau.
00:48:28: Let it flow.
00:48:29: Das finde ich
00:48:29: schön eigentlich.
00:48:31: Also Tatowski wie gehen weiter... Du benennst Die Situation, die Umstände in den Organisationen sehr deutlich also in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten oder Rundfunkanstalten sagen wir es mal so.
00:48:47: Warum bist du nie selbst in eine Funktionärsrolle eingestiegen?
00:48:53: Naja, Programmleitungen zu übernehmen.
00:48:55: Also ich hab zumindest in meiner Recherche nix gefunden.
00:48:57: oder war das meine
00:48:58: Überlegung?
00:48:58: Ich war eine Teiljahre fest angestellt der Redakteur des Norddeutschen Rundfunks und da es waren mehr... Das hätte
00:49:02: doch klappen können!
00:49:03: Ja aber ich wollte ja gerne reich und berühmt werden und dann habe ich auf die Tabelle geguckt und dann wusste ich, wenn ich das Redakteure bleibe, dann kann ich schon zweiundzwanzig Jahren voraus sagen was ich verdiene plus.
00:49:13: ich habe jetzt große Schwierigkeiten mit Konferenzen Offensichtlich.
00:49:17: Und das Konferenzwesen und dieser deprimierte Schleier, der darüber liegt ... Das ist nichts für mich mehr.
00:49:23: Mir wurde mal mit einem Kollegen zusammen beim NDR bei einer Konferenz das Lachen verboten.
00:49:30: Da dachte ich mir, ah, das ist wirklich nicht so direkt mein Umfeld!
00:49:36: Natürlich, du hast allerdings trotzdem recht, finde ich, weil aus heutiger Sicht bedauere ich das mitunter.
00:49:43: Ich habe von Intendanten Die aktiv sind Texte gelesen, die so blöd waren.
00:49:49: Also wo dann stand... Wir stünden unter dem Druck der Tech-Milliardäre.
00:49:54: Wo ich denke, nein!
00:49:56: Nein, nein.
00:49:59: schon genannten Schützenvereine, freiwilligen Feuerwehren, Darmkreise, Büchergruppen.
00:50:06: Alle möglichen Leute unter deren Druck stehen wir weil die stehen wiederum unter unserem Druck weil sie müssen das Geld bezahlen ob Sie wollen oder nicht und insofern können uns die Tech-Milliardäre erstmal ganz gepflegt dem Buckel runter rutschen weil wir haben ja zehn Milliarden.
00:50:21: Aber da gibt es gar kein Versäumnis deinerseits zu sagen
00:50:24: Meinerseits.
00:50:26: Das hätte ich doch mal oder bedauern, sagen wir mal so, bedauert?
00:50:29: Nein weil das ist einfach... Ich habe einen Intendanten mal gesprochen vor Jahren der gesagt hat was soll ich denn daran in meinem Programm erinnern nicht bin ja nur der Intendant.
00:50:37: und dann hab' ich zuerst gedacht es ist zynisch.
00:50:39: und dann habe ich aber darüber nachgedacht dass du wusstest doch es gibt.
00:50:43: Es gibt die Leute, die man oft als leitende Figuren im öffentlich-rechtlichen Bereich wahrnehmen kann.
00:50:48: Weil sie in der Öffentlichkeit sind.
00:50:50: Die sind mitunter gar nicht das Problem.
00:50:51: Das Problem ist ... Das weißt du aber alles viel besser als ich.
00:50:55: Das sind die Leute darunter.
00:50:57: Ich hab vor zwei oder drei Jahren so eine deprimierende Erfahrung gemacht.
00:51:00: Wir durften was neu machen.
00:51:02: Wir dürften Sender neu machen!
00:51:04: Ich wollte das nicht, aber ich war in so einer Frühsendung.
00:51:07: Ich wollte nicht wieder eine Frühsehnung, weil ich das lange machen musste und drei oder dreißig aufstehen ist nicht so schön.
00:51:10: Da habe ich mich aber bequatschen lassen, da hab' ich's doch
00:51:12: gemacht.".
00:51:13: Und dann sind wir wieder bei Beisenherz... Das macht man nur dann!
00:51:18: gern und bleibt nur dann dabei, wenn man da Spaß hat.
00:51:21: Wenn es Fußball-WM
00:51:22: für Magenta TV zum Beispiel?
00:51:23: Naja das ist gut!
00:51:24: Das ist was anderes.
00:51:25: aber... So, dann
00:51:25: macht man das so.
00:51:26: Dann machen wir Spaß.
00:51:27: Genau.
00:51:27: Nicht das Geld deswegen.
00:51:28: In der Morgensinnung macht man auch, weil man das Gefühl haben muss, wow!
00:51:33: Weil man das Gefühle haben muss gibt einen Weg in den Übermut.
00:51:36: Wir dürfen hier morgens ein bisschen am Rad drehen Rambo Zambo zum Beispiel.
00:51:44: Und wir können hier jetzt einfach Spaß haben, weil die anderen können uns auch keine Vorwürfe machen, weil wir sind nicht um halb fünf hier sein und deswegen können wir das habe ich immer so erlebt und da war es trist.
00:51:55: Das waren nicht die Chefs und Chefinnen vor allen Dingen.
00:51:59: Die haben alle gesagt Jörg tut uns eingefallen macht Rambo Zambo.
00:52:02: Das war deren Ansage mehr oder weniger.
00:52:04: Dafür hast du eingekauft?
00:52:05: Und dann hast du diese Spielverderber da, wo du als Einzelner keine Chance hast.
00:52:12: Du sitzt dann da und denkst dir ja nee klar sicher das war jetzt eine schroffe Formulierung.
00:52:18: Hätte ich mehrere Stunden Zeit gehabt hätte ich nochmal darüber nachgedacht.
00:52:21: aber hättet ihr denn auch mal darüber nachdenken können ob noch ne ganz andere Position vielleicht berätet werden könnte?
00:52:26: also dass das war Trist und das ist der Dunst von dem du gesprochen hast wenn du in dieser diesem Dunst stieß, es
00:52:32: ist kein Wohlgefühl.
00:52:33: Nein!
00:52:34: Böse formuliert könnte man sagen ein Stück weit.
00:52:36: Ein bisschen kam dir die Eitelkeit in die Quere aber auch der Gestaltungswelle was du sagst und den hast du natürlich in der Rolle nicht.
00:52:44: Also man kann nicht in Medi-Protonäben gehen und sich wundern dass da alte Leute sind weil dann könnte man auch genau wenn ich nicht mal
00:52:50: hier würde das klappen.
00:52:52: wir sind höchstwahrscheinlich beide überdurchschnittlich eitel.
00:52:55: schrecklich Nein, schön.
00:52:57: Warum nicht?
00:52:58: Diese deutsche Schein-Demut... Das
00:53:01: ist Eitel!
00:53:03: Ich bin bescheiden, dass es Eitel unerträglich ist.
00:53:05: Ich
00:53:05: bin der festen Überzeugung, dass ich verschiedene Sendungen besser machen könnte als die Leute, die sie machen und das ist sogar noch mehr als Eitel.
00:53:15: Das übertrieben selbstbewusst oder so.
00:53:19: Aber ich muss das doch sagen können.
00:53:21: Und der Mensch ist voller Widersprücher.
00:53:23: hast du nicht mal eine Sehnsucht gehabt nach einer organisationalen Heimat, also nach so einer ein eindeutigen Heimat.
00:53:29: Dass du sagst ich bin auch XYZ.
00:53:31: oder warst du damit zufrieden dass du sagste ich heuer hier an und dort an?
00:53:36: Heute ist das sowieso was anderes.
00:53:38: wenn ich das heute mehr aussuchen dürfte dann wäre ich historiker und da hätte ich ein schönes kleines Verlies in meinem Elfenbeinturm
00:53:45: In seiner Kaminate.
00:53:48: Und müsste, müsste wie das ... Wie heißt sie noch?
00:53:52: Das freche Schandmaule, die wunderbare Kollegin, die gesagt hat, Richard David Brecht würde die Frisur von Birgit Chrofwanger auftragen und äh ... Wie heisst sie
00:54:01: denn?
00:54:02: Sarah Kutner!
00:54:03: Ja, wunderbar.
00:54:04: Sarah Kuttner hat das, hab ich so bewundert.
00:54:07: Das war so herrlich.
00:54:08: Wir haben eine Talkshow gemacht, Riesig, Tipee Berlin.
00:54:11: Und Brecht wollte es sich nicht nehmen lassen sah, gleich einen zu drücken.
00:54:17: Und kam mit so einem Spruch.
00:54:19: und Rumms hatte er eine Hänge, nämlich diesen tollen Sass mit Birgit Schrufange.
00:54:23: Ich saß nur gegenüber, sah das und dachte mir ... Du hast den Wimbeln gekocht!
00:54:27: Klack
00:54:28: klack!
00:54:29: Da hast du drum gebettelt, Rumms hast du eine hängen, schau mal.
00:54:32: Niemand hat die Hand gegen dich herum, weil natürlich ist der nicht schlagfertig genug als dass ihm dann sofort in ein Replik einfiele und ja nachher da blutend in den See gespähen.
00:54:42: Ich guck mal rüber zu unserem Christian, der ist jetzt schon ewig beschäftigt.
00:54:47: Wir müssen so langsam in
00:54:53: den
00:54:54: Herbst des Gesprächs... In den Herbst.
00:54:58: Und er zieht sich ja manchmal... Da zieht
00:55:00: sie sich Nebel auf in der Sendung Tatovsky mit Juli und Jörg.
00:55:05: Das klingt schon wie bei Kinderferienparty, mit Julu und Jorg.
00:55:07: Heute basteln wir was Schönes!
00:55:09: Heute bastlen wir ein Juli.
00:55:10: Julia hat
00:55:11: ihre Bluse mitgebracht die nicht mehr passt.
00:55:13: da können wir etwas Schönes Neues draus machen.
00:55:14: Also
00:55:14: die passt noch wunderbar lieber Jörgg.
00:55:16: also da haben wir noch einige Sitzungen.
00:55:18: Es war nur einfach so
00:55:19: eine Fantasie.
00:55:20: Ich weiß, ich weiß
00:55:21: Also das Herbst des Gesprächs.
00:55:23: Neue Formen Tauchen am Nebel auf neue Formen des Journalismus.
00:55:27: Zum Beispiel das, was wir hier machen, Podcasts.
00:55:29: Ehrliche Einschätzung, ehrliche Meinung.
00:55:31: hättest du damit gerechnet, dass das Format-Podcast so erfolgreich wird?
00:55:36: Nein!
00:55:36: Also
00:55:36: nicht jetzt nur zwingend für dich sondern als Format, als Instanz.
00:55:40: Ich war trotzig.
00:55:41: ich hab denen nicht geglaubt die gesagt haben Das geht alles den Bach runter Das Radio ist tot.
00:55:49: Das akustische Medium ist tot, haben immer die Leute geredet...
00:55:51: Du weißt auf der Titanic den Kontrabass?
00:55:54: Ich hatte zumindest keine Lust das einfach so mit zu quatschen, also es kam mir gar nicht so vor.
00:55:58: und dann hat eine Kollegin beim Deutschlandfunk, so seine Führer, die hat damals gesagt, Jörg Pop!
00:56:05: Wir haben jetzt hier unsere Sachen verfügbar gemacht
00:56:08: und
00:56:08: die Leute hören das an wie doof.
00:56:10: Die fragen danach Da fiel uns auf und Susanne hat zum ersten Mal zu mir gesagt, es könnte sein Radio ist gar nicht tot.
00:56:20: Und die klassische Radiosendung funktioniert ja auch noch.
00:56:23: Wir haben in der Corona-Zeit eine Sendung gemacht, auf die ich sehr stolz bin bei WDR R zwei.
00:56:27: Die Hilfe-Hilfesendungen und zwar ging's darum dass Menschen Titelvorstellen, Musiktitelvorstellende leider zu ihrem Leben gehören obwohl sie sich wünschen würden das wäre geschmackvoller gewesen.
00:56:36: Bei mir ist das zum Beispiel so gewesen als ich erfolglos bliebes Briefe an Ähm, ein Mädchen damals geschrieben habe.
00:56:46: Eine
00:56:46: Zeitung Mädchen oder an einem Mädchen?
00:56:49: krank an Zeitung zu schreiben.
00:56:51: Nein, an Stefan, die Mantler
00:56:52: z.B.,
00:56:53: in Somborna Straße.
00:56:55: Sie hört
00:56:55: uns jetzt zu?
00:56:56: Schöne
00:56:56: Konsequenzen gehen raus!
00:56:58: Ich hab sie mal wieder getroffen bei Brinkhofs Ballgeflüster.
00:57:02: Das ist eine Fußballgeschichte.
00:57:05: Aber wir schweifen ab... Also ein echt junger Frauen und ich war ein echter junger Mann.
00:57:13: Und dabei habe ich Rondo Venetiano gehört.
00:57:15: Oh Gott!
00:57:16: Das ist
00:57:17: der Bekenntnis des Erpressungs.
00:57:18: Material.
00:57:20: Ich hab's ja von mir aus gesagt, wo das Fahrzeug steht.
00:57:25: Philippa wird Rondo Venetiano nicht kennen und ich hoffe Sie lernen es nie kennen.
00:57:28: Weil Rondo-Venetiano ist so eine ... Nee,
00:57:30: ich weiß!
00:57:31: Ihre Oma war große Verfechterin von Rondo.
00:57:33: Im Ernst?
00:57:34: Das heißt, Philippa wurde von ihrer Oma...
00:57:36: Nein, die Oma ist schon deutlich länger verstorben als sie das hätte übermitteln können.
00:57:41: Es ist traurig, dass sie so früh gehen muss.
00:57:42: Aber für Philippa ist das besser.
00:57:44: Der
00:57:45: Teil ist definitiv gut verschmerzbar bei Rondo Venice.
00:57:49: Das war wirklich, da sind wir irgendwo mal falsch abgebogen in der Unterhaltung.
00:57:56: Erfolgreich, ich bitte dich!
00:57:57: Es ist erfolgreich gewesen.
00:57:58: Wie Hölle?
00:57:59: Aber wie David Garrett auch.
00:58:01: Also um Gottes Willen.
00:58:03: Da gab es das schönste Kompliment für diese Hilfe-Hilfesendungen.
00:58:08: Die liefen sechs Stunden.
00:58:09: konnten wir die laufen lassen.
00:58:10: Es war wegen Corona beiberfast abgesagt was natürlich im Rheinland ... Also die Katastrophe könnte nicht größer sein.
00:58:17: Und dann rief ein Mann an und das Fall... Das ist wieder das Herzaufgang, der hat gesagt Die Sendung, zuerst hätte er sich gedacht das ist Quatsch und dann wäre aber da so reingeplumpst in unsere Radio-Sendung.
00:58:26: Er hätte jetzt mittlerweile seine Reinigungspantoffeln an, ob würde damit die Garage sauber wischen?
00:58:34: Das kannte ich vorher gar nicht, wenn man Wischpantoffel anziehen kann!
00:58:37: Doch weiß woher du das vielleicht kennst aus den Schlossbesichtigungen, wenn du diese Überschuhe bekommst... Aber
00:58:42: irgendwie muss ich sagen dass es zum Reinigen gemeint
00:58:44: ist.
00:58:44: Ich glaube Du Will Use, die sagen das ist um dem Paket zu schonen, aber ich glaub das ist auch so ein Reinigungsbedarf.
00:58:50: Wir haben so,
00:58:51: aber dann wird es so belogen und betrogen.
00:58:55: Aber dieser Mann hat angerufen, er hat dieses Kompliment gemacht.
00:58:57: die Leute haben Titel vorgeschlagen.
00:58:59: Die hatten wir zum Glück vergessen.
00:59:00: denn was ich will ohne dich möchte ich heute Nacht nicht sein wünschen auf Freiheit ohne dich kann ich heute
00:59:05: nachten.
00:59:05: Roland Kaiser da hat auch mal jemand im Radio angerufen.
00:59:08: sie wünschte sich Roland Kaiser was auch immer.
00:59:10: Ja warum mögen Sie denn Roland Kaiser so gerne sagt ja der ist hoch anständig Und das fand ich auch witzig.
00:59:17: Ja, anfänglich... Ich habe Roland Kaiser im Interview mal gefragt, was berühre ich wenn ich ihre Jugend in den Händen halte?
00:59:25: Santa Maria hielt sich ihre Jugend fieber, dass sie Feuer brennt und da war er missvergnügt.
00:59:32: Schachmat
00:59:34: durch die Dame im Spiel!
00:59:35: Du erinnerst dich?
00:59:36: Dich zu
00:59:36: lieben?!
00:59:38: Dich
00:59:38: berühren meint verlangen dich zu spüren deine Wärme, deine
00:59:41: Meer
00:59:42: weg die Sehnsucht in mir auf mein Leben mit dir Blitzauber.
00:59:46: Ist das blitzauberg?
00:59:48: Oder du, deine Freundin und ich, das ist aus einem neuereren Werk.
00:59:52: Das sind Schweinskramen!
00:59:53: Warum hast Du nicht nein gesagt?
00:59:54: auch ein Hit von Roland Kaiser aus der Jetztzeit, nicht von dem was ich gerade genannt habe von früher.
00:59:59: da ist die Frage, ist das hoch anständig oder ist es nicht auf wunderbare Art und Weise dirty?
01:00:03: Roland Kaiser spielt auch noch Rolle in einem deiner Podcasts,
01:00:06: oder?!
01:00:06: Im Hafenbar kommt er auch immer
01:00:08: wieder.
01:00:09: Ja, weil Nicoletta Cruz war eine Partnerin, Roland Kaiser zu Konzerten von ihm geht... Ich schätze Roland Kaiser sehr und ich wünschte, ich hätte seine Schlankheit die er damals hatte als in der ZTR-Fit-Berade noch auftragen.
01:00:19: Die ist für immer bewahrt!
01:00:21: Ich habe ein Muster erkannt bei dir.
01:00:22: du machst sehr gerne Podcasts deswegen hast du nicht einen.
01:00:25: Nicht zwei, nicht drei, ich glaube vielleicht vier, fünf oder?
01:00:27: Habe ich richtig gezählt?
01:00:28: Es sind etliche.
01:00:29: Die Leute erkennen nicht mehr an dass Radiosendungen Radiosändungen sind und das sie eine Podcastverwertung erfahren anschließend
01:00:36: aber okay Formate nennen wir
01:00:37: so?
01:00:37: Das Wichtigste für mich persönlich ist mein Koch-Podcast meiner, den habe ich ganz für mich.
01:00:43: Kein Sender ist beteiligt.
01:00:45: Hoffentlich
01:00:46: schmeckt's!
01:00:46: Ich
01:00:46: liebe das.
01:00:48: Wirklich du hast
01:00:49: das.
01:00:49: Ich halt jeden Donnerstag.
01:00:51: Das ist nicht dein Ernst.
01:00:52: Das ist mein voller Ernst!
01:00:53: Was im Ernst?
01:00:54: Ich habe sogar
01:00:54: euch schon mal geschrieben gesagt, ich käme sogar zu euch und würde als Gast das sehr gerne machen.
01:00:59: Es kamen nicht meine Antwort.
01:01:00: so Hörerinnen und Hörern.
01:01:02: auch ich lebe in der Parasozialität mit Jaqjudis unerfüllterweise.
01:01:06: Dass es
01:01:07: kein Parasocialist nachdem was ich hier von Frau Dr.
01:01:10: Degen gehört hab... Ist das kein Par.. wenn wir uns
01:01:13: jetzt nicht mehr aber bis vor zwei Stunden schon
01:01:17: Na ja, gut.
01:01:17: Aber wieso wurde da nicht geantwortet?
01:01:19: Da muss man instanzen!
01:01:21: New Work
01:01:23: verwenen!
01:01:23: Alte Diktatur, wer hat das
01:01:24: versaut?!
01:01:24: Da hab ich nämlich auch erfahren, dass du neben mir der einzig erwachsene Mensch bist... Also was mir zumindest zur Kenntnis gelangt, der Fred Ferkel-Afficionator ist.
01:01:33: Deswegen bin ich auch schrecklich.
01:01:35: Wenn man so eine ganze Tüte aufhat geht es unbedingt nicht gut.
01:01:38: Da denkt man sich woher Krux
01:01:38: nicht besser gewesen wäre.
01:01:39: Frage jetzt welche Tüten?
01:01:40: Die zwei Hundert Gramm oder die Fünfhundert Gramm?
01:01:42: Das ist die Frage.
01:01:43: Wobei das ... Wenn du wirklich abends sagst, jetzt habe ich eine ganze Fünfhundert Gramm Tüte Fried Ferkel aufgegessen.
01:01:51: Dann bist Du Fried Ferkelextremistin!
01:01:54: Ich bin Apologetin!
01:01:56: Ja, also ich bin wirklich Verfechterin und ich hab mit Christian drüber gesprochen.
01:01:59: Ich glaube, ich muss da mal Praktikum machen bei denen.
01:02:02: Und eine Woche lang ... Durchfutter in so einer Art Konfrontationstherapie?
01:02:06: Das
01:02:06: kannst du jetzt schon machen!
01:02:07: Ich kann dir sagen, es gibt das Katjeswerk in Potsdam-Wabelsberg.
01:02:11: Da solltest du schon überlegen ob du da wirklich jeden Tag hinfahren möchtest.
01:02:13: Würdest
01:02:14: Du das mit der Kamera begleiten?
01:02:17: Hier gehen die Mülter dort.
01:02:18: Ich
01:02:19: würde auch ab und zu mal was durch rausschmuggeln.
01:02:22: Bleiben wir noch mal beim Muster, ich lass mir das nicht abkassieren.
01:02:26: Also ein Muster ist mir aufgefallen.
01:02:27: Es ist immer Jörg plus eine äußerst charmante attraktive Frau an der Seite.
01:02:32: So muss es sein.
01:02:34: Ist das Zufall?
01:02:38: Das ist eine Geschichte die... Reiten
01:02:40: dies raus?
01:02:43: Ja oder sie verbocken's weil die Geschichte geht auf die Bibel zurück von Adam und Eve.
01:02:48: Ja, und wer hat's versaut?
01:02:50: Wer ist auf die Schlange reingefallen.
01:02:51: Ah dann war es nicht!
01:02:52: Er war zu blöd.
01:02:54: Ja gut sicher aber...
01:02:55: Am Ende einfältig.
01:02:57: schlichtes Gemüt.
01:02:58: Schlichtes
01:02:58: gemüt.
01:02:59: Würde man das
01:02:59: dir attestieren?
01:03:01: Also ich mir selbst ja.
01:03:04: Unangeschränkt.
01:03:05: Schichtes Gemüht ganz schlimm.
01:03:07: Aber generell macht mir das... Die Sachen alleine machen ist nicht so... Da ist nicht so ein Spaß.
01:03:16: Wenn du noch einen Format starten wollen würdest, was wäre das?
01:03:20: Geschichte!
01:03:22: Also zurückreisen
01:03:24: Ja ich meine... Das ist schon fast, muss ich sagen Jule, obwohl wir das Weißenherzdiktum haben man soll nichts machen weil man überzeugen will aber ich finde... Nein
01:03:35: ja Moment, dass hat er nicht gesagt.
01:03:36: Du kannst schon auch mit einer inneren Haltung der Überzeugung eine Achtung einem Purpose einer Mission kannst du schon an den Start reden.
01:03:43: die Frage Wie würdest du es da reichen?
01:03:47: Und da geht's ja eher sich nicht eben anzubiedern, das war ja glaube ich der
01:03:50: Punkt.
01:03:53: Jedes Verständnis dafür, weil ich selber genug davon hab das Leute Wissenslöcken haben und sagen das weiß ich nicht dieses weiß ich nie jenes weiß Ich nicht.
01:04:01: Und Mai und dass das Tolle an unserem Job ist Dass man die womöglich dass man da Hilfe anbieten kann Assistenz er bieten kann ohne dass es für Die leute so unangenehm wird wie ein zahners besuch oder andere Sachen wo einem assistiert wird und Das finde ich eigentlich toll.
01:04:17: bei Geschichte ist es so.
01:04:18: ich finde Es ist zum einen zu schade, wenn man bestimmte Dinge nicht darüber weiß.
01:04:24: Und es ist natürlich sehr relevant.
01:04:27: Zumal sich vieles in unserer Realität nivelliert.
01:04:34: Ich muss immer so wahnsinnig lachen, wenn Leute sagen, in Zeiten wie diesen und das ist
01:04:38: alles so
01:04:38: schwer... Ein Glück ist meine Oma tot, weil die hätte erzählen können wie das ist wenn eine feindliche Armee in den eigenen Wohnort kommt.
01:04:49: Nicht so schön und wie es ist wenn man da gar nicht mehr wohnen kann wo man vorher gewohnt hat und wie das isst.
01:04:53: wenn man nicht weiß wo der Mann von dem man schon zwei Kinder hat wo der nochmal genau ist und zwar nicht weil er mit einer anderen Frau durchgebrannt ist sondern weil er mehrere Granatsplitter im Hintern hat und irgendwo hingebracht worden ist wo sie nicht weiß woh er ist usw.
01:05:04: Und so weiter und so weiter wie dass ist in einem Trümmerhaus zu wohn'n ohne fließendes Wasser jetzt auf dem Zettel hat, dann wird man nicht mehr hingehen und wird sagen das ist heute alles so schlimm.
01:05:15: oder da wird man vor allem die Idee verfolgen es hätte irgendeine Zeit gegeben in der die Welt ganz wunderbar aufgeräumt war.
01:05:21: Es gibt
01:05:22: ja diese berühmte Zahl dass kumuliert insgesamt Pimal Daumen ungefähr hundert Milliarden Menschen jemals auf dem Globus gelebt haben.
01:05:31: ob die jetzt genau stimmt Interessante Zahl.
01:05:34: Wenn man die erdenen würde, würden wir diese Menschen auf einen Haufen sehen können?
01:05:39: Wo würden wir stehen?
01:05:40: Wir zwei, wie wir da stehen oder wie wir hier sitzen?
01:05:44: Auf der Spitze bezogen auf was es alles an Reichtum, aber auch an Armut und Qualanleid ...
01:05:52: Total!
01:05:57: Das ist mir letztens noch gar nicht so lange her.
01:06:01: Es gibt Gründe im mancherlei Hinsicht... Ja, vielleicht pessimistisch oder missmutig zu sein.
01:06:09: Nur für unsere Generation zu dir tun ich gehören... Für unsere Generation ist das beinahe nicht erlaubt.
01:06:13: weil wir mehrfach mitbekommen haben wie Leute in der Zeit unseres Eltern werden's haben wir mehrfach mitgekriegt Wie gewissermaßen schon abgefiffen wurde.
01:06:21: Ich habe mir mit gekriegt wie Leute gesagt haben Das Wald sterben ist so schlimm.
01:06:24: es wird in Europa in absehbarer Zeit kein Wald mehr geben.
01:06:27: kalter krieg und so weiter.
01:06:28: unser ford
01:06:29: überkill nur klärer overkill Und so weiter und so was dabei heraus gekommen ist.
01:06:34: zum glück ist uns das alles erspart gegeben.
01:06:36: Zum Glück haben für viele Sachen, Katalysator im Auto und andere Sachen, andere Leute nicht.
01:06:41: Weil ich das nicht vermag und weil ich nicht klug genug bin dazu, haben Leute Lösungen dafür gefunden.
01:06:45: Und deswegen darf es mein Job jetzt noch ein Maschinenbaustudium anzuhängen um mehr CO-Einsparung in der Technik zu überlegen.
01:06:54: Mein Job ist es Zuversicht auszustrahlen.
01:06:57: Wunderstellendes!
01:06:58: Weil ich keine andere Lebenserfahrung habe als die Zuversichtliche.
01:07:02: Das war doch, weißt du was das war?
01:07:04: Ein wunderschönes Schlusswort.
01:07:05: Ach schade!
01:07:06: Ist so
01:07:06: schade auf...
01:07:07: Ja, ja kann ich nochmal... Kann ich noch mal... Machen wir also nochmal zurück bei dir.
01:07:11: Mach das nochmal, mach das nochmal so ein bisschen Obama-hafter.
01:07:16: Wunderschönen.
01:07:18: Ich sage an der Stelle, ich bin pragmatische Optimistin.
01:07:21: Der ist
01:07:22: super oder?
01:07:22: Das finde ich sehr gut.
01:07:24: Ja mit Beinen auf dem Boden aber irgendwie doch Der Kopf im Himmel und mein Herz war im Himmel.
01:07:31: heute im Gespräch mit dir, Lieber Jörg.
01:07:32: Es war ein großer Genuss, mit dir zu sprechen...
01:07:35: Ja, ich habe Maasen!
01:07:35: Danke schön Frau Tatovski.
01:07:37: ...Tatovsky sagen auf Wiedersehen und grüßt die Hörerinnen und Hörern von Goodfuck.
01:07:42: Vielen Dank, dass du da warst, Lieba Jörgs.
01:07:43: Das waren meine großen Vergnügen.
01:07:45: Vielen dank für die Einladung.
01:07:47: So liebe Leute, ich bin wieder gut gelandet hier in meinem Heimstudio in Wiesbaden und ja wer mich ein bisschen kennt und auch vielleicht schon mal die eine oder andere Folge Good Work gehört hat weiß dass für mich das so was wie ein Full Circle war.
01:07:59: Also erstmal Studio Bummans als Apokalypse- und Filtercafé Ultra und natürlich auf Baywatch Ultra war es natürlich einen riesen Riesen Highlight für mich dort mal ne Folge aufnehmen zu können.
01:08:11: Und dann Jörg Tadeus Ich muss schon sagen Das ist natürlich schon was Besonderes.
01:08:16: So ein Flaggschiff der Moderation des Journalismus zu erleben, der wirklich mit allen Wassern gewaschen ist und seine Rhetorik betrifft.
01:08:25: Ich glaube man hat auch gemerkt wir haben uns echt gut verstanden und waren dann wirklich schwungvoll und humorvoll unterwegs.
01:08:32: Und ich habe noch eine kleine Überraschung für euch nämlich vielleicht fragt ihr euch ja manchmal Was wird denn eigentlich so besprochen wenn die Kamera aus ist, wenn das Mikrofon aus ist und da könnt ihr heute mal rein hören.
01:08:47: Denn es war ja auch in meiner Richtung sehr persönliche Folge denn ich habe hier auch so ein bisschen die Hosen runter gelassen an der einen oder anderen Stelle.
01:08:55: also von daher dürft ihr nochmal ein bisschen reinhören.
01:08:58: Das ist sozusagen mein kleines Sommergeschenk an euch den die Sommerfolgen dürfen noch ein bisschen frischer, fröhlicher und vielleicht auch persönlicher werden als sonst.
01:09:09: Noch eine Frage an euch, nämlich wie gefällt dich eigentlich die Videoaufzeichnung?
01:09:13: Hinterlasst mal gerne einen Kommentar auf infoatgoodwork-salon.de bzw.
01:09:19: auf den Plattformen.
01:09:20: und unbedingt ganz unbedingt schaut man auf YouTube rein!
01:09:24: Nicht jede Folge wird als Video veröffentlicht aber immer wieder und da würde ich mich natürlich auch freuen wenn der ein oder andere von euch dort ein Abonnement hinterlässt oder vielleicht ein Kommentar An der Stelle.
01:09:36: also schaltet nächste Woche wieder ein, wenn es heißt.
01:09:39: Herzlich willkommen bei Good Work.
01:09:41: und jetzt viel Spaß mit dem kleinen Outtake.
01:09:43: Geil!
01:09:44: Hast du wiegt schon mal eine fünfhundert Gramm Tüte?
01:09:46: Ach nein!
01:09:47: Aber
01:09:48: ich kann nicht sagen dass sich schonmal ne Tüto gegessen haben.
01:09:51: danach dachte ich geht gar nichts mehr.
01:09:53: Also es gab schon Momente da so ne Tütö gegessen hat auch schon leer
01:10:00: Ja ja.
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