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Auf der Suche nach dem perfekten Meeting-Mord. David Hillmer und Lutz Hüser (351)

Shownotes

„Wir feiern jeden, der nicht kommt.“

Was ist eigentlich ein Meeting? Für David Hillmer beginnt es dort, wo mehr als eine Person einen geplanten Kalenderslot opfert. Genau darin liegt das Problem: Meetings sind die teuerste Form der Zusammenarbeit, und trotzdem greifen wir zu ihnen wie zu einem Standardwerkzeug. Wer 40 Stunden die Woche in Terminen sitzt, erledigt die eigentliche Arbeit abends oder am Wochenende.

David Hillmer ist Mitgründer und Geschäftsführer von HelloAgile, New-Work-Experte und einer der bekanntesten Köpfe rund um LEGO® SERIOUS PLAY®. Lutz Hüser ist Workshop Facilitator und Trainer bei HelloAgile und hat hunderte Gruppenprozesse gestaltet. Gemeinsam haben sie „Kill Meetings. Weniger reden. Mehr machen.“ geschrieben, erschienen im Murmann Verlag. Ihre These ist unbequem: Die meisten Meetings gehören gestrichen, der Rest gehört neu gebaut.

Meetings sind ein Notfallinstrument.
Wer Informationen von A nach B tragen will, braucht dafür keinen Termin mit zehn Menschen. Ein kurzes asynchrones Video erledigt das schneller und reißt niemanden aus dem Fokus. Was jahrelange Termine mit uns machen, nennt David Meeting-Resilienz: die antrainierte Fähigkeit, mit offenen Augen abzuschalten und trotzdem ansprechbar zu bleiben.

Jedes Meeting hat eine Moderation.
Bewusst oder unbewusst. Wird sie nicht vergeben, füllt jemand das Vakuum: wer sich gern reden hört, die Führungskraft am Flipchart, im schlimmsten Fall die Person, die am wenigsten Stille aushält. Lutz plädiert für ein klares Mandat, Vielredner zu bremsen, und für eine Haltung, die im Buch einen eigenen Satz bekommt: „Sei Bühnenbauer, nicht Rockstar.“

Gute Meetings sind kleine Workshops.
Lutz schaut auf jedes Treffen durch drei Cs: Center, Collaborate, Close. Ein Check-in zum Ankommen, echte Arbeitsphasen wie Brainwriting, und am Ende ist klar, wer was bis wann macht. Wer nach 15 Minuten merkt, dass es nichts bringt, darf freundlich aufstehen und gehen.

Worüber wir noch gesprochen haben:
Check-in-Müdigkeit: Was hilft, wenn der zwanzigste Check-in der Woche nervt
ELMO: Wie ein Sesamstraßen-Monster ausufernde Diskussionen stoppt
Lagemeldung statt Blitzlicht: Wie Methoden für jede Gruppe anschlussfähig werden
Sozialer Kleber: Warum wir Meetings trotz allem vermissen würden
Radikale Gelassenheit: Was sich für die beiden Autoren seit dem Buch verändert hat

David Hillmer und Lutz Hüser kennen Meetings aus jeder Perspektive, als Teilnehmer, Moderatoren und Trainer. Ihre Stärke ist das Handwerk: konkrete Kniffe, die schon im nächsten Termin funktionieren. Und sie nehmen sich selbst nicht aus. Auch bei HelloAgile, geben sie zu, würde ein Blick von außen Skurrilitäten finden. Ein Must-Hear für alle, die ihren Kalender zurückerobern wollen.

Interview: Jule Jankowski

Weiterführende Links:
➡️ Kill Meetings beim Murmann Verlag
➡️ David Hillmer bei HelloAgile
➡️ Lutz Hüser auf LinkedIn
➡️ HelloAgile
➡️ Podcast Unboxing New Work
➡️ Online Buchparty: https://www.eventbrite.com/e/kill-meetings-online-buchlaunch-party-tickets-1998341578455?keep_tld=true
➡️ Buchparty Wiesbaden: https://www.eventbrite.com/e/kill-meetings-buchlaunch-party-wiesbaden-tickets-1997154224046?aff=oddtdtcreator

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Transkript anzeigen

00:00:02: Das größte Problem ist, dass den Menschen nicht klar ist das Meetings die teuerste Art der Zusammenarbeit.

00:00:07: So und das muss man sich einfach auf der Zunge zergehen lassen also es gibt keine Art der Arbeit die teurer ist.

00:00:13: Ich glaube wir sind an vielen Stellen auch noch zuneinander.

00:00:17: Menschen gehen in Meetings und warten bis zuletzt ob nicht doch noch was Sinnstiften ist passiert.

00:00:23: Dass man sitzt da wie in einem Kinofilm, für den er bezahlt hat und denkt so ja gut die ersten drei Agentenpunkte haben mich jetzt nicht betroffen aber irgendwas wird auch jetzt noch passieren weshalb wir alle zusammensitzen.

00:00:41: Hallo und herzlich willkommen bei Good Work, dem Podcast für gute Zusammenarbeit und für zukunftsfähige Arbeitskultur.

00:00:48: Mein Name ist Juli Jankowski und ich begrüße euch hier zu einer neuen, zu einer frischen – ich würde schon fast sagen sehr, sehr spannenden Runde in unserem Audio-Salon im Brandeins-Podcast-Netzwerk wo wir uns über Arbeitskultur unterhalten.

00:01:01: seit vielen, vielen Folgen und dieses Mal geht es wirklich sehr arbeitskulturell zur Sache.

00:01:07: Wir nehmen uns ein Thema vor, das uns alle jeden ausnahmslos bestimmt schon mal zu todek genervt hat und deswegen erklären wir ihm auch den Krieg!

00:01:16: Wir reden heute über Meetings – und zwar ganz genau genommen über einen Buch was dieser Tage – ach was sage ich heute?

00:01:23: Genau, heute am vierentzwanzigsten September erscheinen wird, und zwar das Buch Kill Meetings von Lutz Hüser und David Hilmer.

00:01:31: Die beiden stelle ich euch gleich noch mal vor, also wir haben ein sehr spannendes Gespräch geführt was ihr jetzt gleich hören könnt.

00:01:38: Ihr nehmt am besten schonmal ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand zum einen damit ihr mitschreiben könnt was die beiden alles an schlauen klugen Hecks zusammengetragen haben auch an Gedanken warum wir uns das denn eigentlich antun wenn es uns doch alle so nervt und vor allen Dingen vom echten Arbeiten oft

00:01:55: abhält.

00:01:56: zunächst aber auch noch ein Hinweis und zwar gibt's ist auch ein Gewinnspiel in Zusammenhang mit dem Buchlaunch.

00:02:02: Was genau da passiert?

00:02:04: Das erfahrt ihr am Ende der Folge nochmal, sei hier schon mal vermerkt!

00:02:07: Es gibt natürlich auch Infos in den Shownotes.

00:02:09: Ihr wisst Bescheid und am achten Oktober findet die offizielle ganz analoge Buchparty statt – nein natürlich nicht als Meeting sondern als kleine Party große Party mit bestimmt einem wahnsinnig aufregenden Programmen, denn die beiden lassen sich da oder das ganze Team von Hello Edger lässt sich dann eine Menge einfallen und jetzt dürfte raten wer es moderiert.

00:02:32: Ja genau!

00:02:33: Das bin ich.

00:02:33: also wenn ihr dabei sein wollt und wenn ihr auch vielleicht mal mit mir in Austausch kommen wollt, dann merkt euch schonmal den achten zehnten vor.

00:02:41: für alle anderen findet heute am vierundzwanzigsten neunten Die online Buchparty der Online Booklawn statt.

00:02:48: auch dazu die Infos in den show notes.

00:02:50: genug der Bluberei!

00:02:52: Wir wollen ja nicht ein Meeting vor dem Meeting, das wir eigentlich abschaffen wollen.

00:02:56: Wir abhalten jetzt gehen wir erstmal rein in die Folge und bleibt schön dran bis am Ende denn es lohnt sich.

00:03:03: So hier sind sie Die zwei bundesweit gesuchten Straftäter Denn Sie haben eine wirklich üble Straftat vor.

00:03:08: sie wollen Sich zu Mördern machen nicht jemanden umbringen, sondern etwas.

00:03:13: Nämlich die Meetings.

00:03:14: und bevor sie also zur Tat streiten habe ich gedacht lade ich Sie lieber noch mal ein denn heute erscheint auch Ihr Buch, Ihr Buch Kill Meetings Also zwei Mörder hier, Murder Mystery bei Good Work.

00:03:27: Ich freue mich ganz arg dass David Hilmer da ist und Lutz Hüser.

00:03:30: Die beiden sind bei Hello Agile beschäftigt beziehungsweise Nicht nur das.

00:03:34: David hat gleich den ganzen Laden gegründet und treibt ihn voran als Geschäftsführer Und Lutz der steht ihm zusammen als Experte für Gestaltung und Moderation von Meetings & Workshops, aka Facilitator.

00:03:46: Und wie gesagt im Zweitberuf eben Killer-Auftragskiller von Meetigs!

00:03:51: Ich freue mich ganz stark, dass ihr hier seid, ihr beiden!

00:03:53: Hallo lieber Lutz, hallo lieber David!

00:03:55: Hallo Jule,

00:03:58: das ist zu spät.

00:03:58: Wir haben die Straftaten schon begangen.

00:04:01: Ja, letzte Tage in Freiheit!

00:04:03: Also wer uns jetzt hier abhört, könnte blöd ausgehen.

00:04:07: für euch also bevor das passiert will ich doch noch mal erstmal was wissen nämlich wie ihr heute an den Tag gestartet seid In dem letzten freien Tag heute am Tag des Erscheinungstags.

00:04:17: Lutz magst du anfangen?

00:04:19: Gerne.

00:04:20: Ich habe gut und ausgiebig gefrühstückt.

00:04:23: Das mache ich schon

00:04:23: mal sehr gut.

00:04:24: Aber Voll Bock auf alles, was jetzt kommt und dachte mir dann einmal bewusst in den Tag starten.

00:04:30: Und die nächsten Wochen sind voll!

00:04:32: Die sind

00:04:33: voll?

00:04:33: Na hoffentlich da rappelt's im Karton

00:04:35: oder?!

00:04:36: Ja also... Da geht ein Termin nach einem anderen.

00:04:40: Viele Trainings aber auch ne?

00:04:41: Also es ist jetzt das Coupier das ansteht und die Jahresendklausuren.

00:04:46: Und ja, da freue ich mich sehr drauf.

00:04:48: Um bei dir David wie ist der Tag losgelaufen?

00:04:51: Ich bin relativ spät ins Bett gekommen weil ich mit dem Zug aus Hamburg kam und um ein Uhr war ich im Bett.

00:04:57: Und wurde dann heute Morgen geweckt von meinem Sohn, der gesagt hat alle Papa, da habe mich kurz am Abend nach einer Zehntel Sekunde gefragt, wo denn die Überraschung ist?

00:05:06: Weil ich bringe ihm immer was mit wenn ich auf Reisen bin.

00:05:07: Oh!

00:05:09: Dann muss ich das auspacken... Wo wir es bei Frühstück haben, ich habe mir dann so einen Joghurt gemacht.

00:05:15: Dann nehme ich mich manchmal mit auf Arbeit aber meine Frau hat Skir gekauft und ich weiß nicht ob ihr schon mal Skir gegessen habt.

00:05:20: also dass... Ich weiß nicht wie man das runterkriegt.

00:05:23: Ich hab da früher eingebracht und...

00:05:24: I run on skir!

00:05:26: Du magst das nicht?

00:05:27: Wie ist dir zu trocken?

00:05:29: Zu was auch immer?

00:05:30: Das ist so... Es hat keine Seele.

00:05:35: Wenn man so

00:05:36: griechisch Joghurte gebürt

00:05:37: ist, dann ist das wirklich einfach eine Qual

00:05:41: Hattung, wie sagen die Fudis?

00:05:43: Ist so ein anderes Mundgefühl oder?

00:05:45: Ja.

00:05:45: Ein ganz anderes Mund-Gefühl!

00:05:48: Wie kriegen wir da jetzt die Kurve hin?

00:05:50: Mundgefühle hat man auch manchmal wenn man das macht was ihr hier eigentlich umbringen verbieten ausrotten oder mindestens mal und damit wollen wir dass jetzt mal richtig in die richtige Bahn lenken deutlich besser gestalten will nämlich Meetings der Transparenz halber.

00:06:05: Wie tun jetzt so, als sei heute?

00:06:07: Heute?

00:06:07: das ist natürlich nicht so!

00:06:09: Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist noch ein bisschen hin bis heute und heute ist nämlich der Erscheinungstag.

00:06:13: also liebe Hörerinnen und Hörern wenn ihr heute am vierundzwanzigsten neunten die Folge hören sollt dann seid ihr schon in der glücklichen Lage das Buchkill Meetings von Lutz und David kaufen zu können.

00:06:26: fang mal mit einem vielleicht und ich glaube das Thema müssen wir gar nicht so über die maßen rahmen weil es ist ja wirklich selbst erklärt endlich mal jemand der den rat beherzigt hat und ein postet oder ein buch so benannt habe dass man gleich versteht um was es geht.

00:06:40: mal angenommen eure visionen der meeting freien welt wäre realität geworden.

00:06:48: es gibt also überhaupt es gibt keine meetings mehr.

00:06:51: sie werden per gesetz verboten.

00:06:53: was würden die menschen dann machen?

00:06:55: Was würden die stattdessen tun, was vielleicht viel besser oder auch schlechter wäre?

00:07:01: Sie würden nach wie vor Sinnstiften zusammenkommen und arbeiten.

00:07:05: Allerdings nicht in diesem Meeting-Format also nicht in diesen kommunikativen Einbahnstraßen sondern sie wüssten wann immer wir zusammen kommen.

00:07:14: Also Synchronen an einem Ort dann geht es wirklich um meinen Hirnschmalz.

00:07:19: Dann bin ich gefragt da bin ich eingebunden dann bin ich aktiv Und ich glaube, die Menschen würden sich auf das was früher Meetings war freuen.

00:07:34: Gesetz verboten werden.

00:07:35: Also erst mal wäre das natürlich schade, weil und das habe ich ja von dir Jule Meetings haben wir auch ein sekundär nutzen nämlich sie sind sozialer Kleber.

00:07:44: Leute wollen ja sich miteinander austauschen so Und in meetings kann man das natürlich neben der ganzen Arbeit und was man so hat auch machen.

00:07:51: aber Ich stimme Lutz auf jeden Fall zu dass Zusammenarbeit nicht aufhören sollte.

00:07:58: Vertreter auch die starke These in einer Welt, wo wir immer stärker mit AI zusammenarbeiten.

00:08:03: Mit Maschinen wird die Zusammenarbeit zwischen Menschen dadurch immer weniger und dadurch ist es ja umso wichtiger dass wir die Qualität der Zusammenarbeit steigern und das schaffen nicht in den Formaten wie wir sie gerade haben.

00:08:16: Ich war gestern unterwegs, habe einen Workshop gegeben und dann habe ich Leute aufstellen lassen auf so eine Linie von – ich hab gar keine Meetings, null Stunden die Woche bis ganz viel!

00:08:27: Und die sollten sich einfach in so eine Reihe mal selbst sortieren.

00:08:30: Genau, auf einer Pärnschnur rauf rein.

00:08:32: und dann habe ich mal gefragt... ...die Leute, die wenig hatten, warum die wenig haben.

00:08:36: Da war die Ahnung, ich bin in einem Family-Office mit maximal zwei Stunden die Woche.

00:08:42: Dann habe ich auf der anderen Seite gefragt und hab gesagt hey du stehst ganz am Ende!

00:08:47: Du guckst auch so grimmig wie viel Meetings hast du in der Woche?

00:08:50: Ich sagte ja also vierzehn Stunden und meine Arbeit muss ich dann halt abends machen oder am Wochenende.

00:08:57: Und das ist ja die Situation, in der wir oft sind.

00:09:00: Ich glaube je weiter man auf der Hierarchie-Ebene oben ist, desto mehr ist es die Realität dass man teilweise abends arbeiten muss damit man tagsüber diese vier Miete schafft.

00:09:11: und ein gesetzliches Verbot wäre vielleicht ein bisschen viel.

00:09:14: aber so eine Einschränkung mit Bußgeld, dass ab so und zu viele Stunden Buß Geld verlinkt wird.

00:09:19: warum nicht?

00:09:21: Schreib grad hier schon mal so ein bisschen mit, weil da kommen natürlich ganz neue Gedanken und Fragen in meinen Kopf.

00:09:26: Und bevor wir so richtig rein gehen in unseren Walk through the book also das wäre ja die Idee von heute dass wir mal so'n bisschen durch eurer Arbeit rund um das Buch und die Erkenntnisse natürlich und liebe Hörerinnen und Hörern es gibt auch ein paar Lösungen als es gibt ein gutes Ende.

00:09:40: das können wir jetzt schon Mal versprechen.

00:09:43: sind denn Meetings das Gegenteil von Arbeiter Lutz?

00:09:46: Nee sie.

00:09:48: Na ja, je nachdem mit welcher Brille man schaut.

00:09:50: Also wenn man fein unterscheiden will dann würde ich sagen viele Meetings die man sich anschaut sind eher Beschäftigung als Arbeit.

00:09:57: also sie dienen jetzt nicht unbedingt der Wertschöpfung und trotzdem Sitzen wir ja so wahnsinnig viele Meetings und tun so als wäre das, als wäre dass Arbeit.

00:10:07: Das heißt ich glaube man muss sehr genau die Lupe auf Meeting setzen und sagen ist das was hier passiert?

00:10:13: Also trägt es wirklich zur Wertschöpfung bei.

00:10:15: also wenn wir mehr davon machen nehmen wir auch mehr Geld ein oder entwickeln bessere Produkte oder halt nicht.

00:10:22: und wenn der Antwort nähe ist dann würde ich sagen in neunzig Prozent der Fälle lasse sein

00:10:27: Wenn du auf den, bevor wir wirklich in das was ihr rausgefunden habt reingehen.

00:10:32: David... Was ist denn für dich?

00:10:34: Was isst überhaupt ein Meeting?

00:10:35: also wann sagst du dass es ein Meeting?

00:10:37: man sagst so naja das ist halt nur eine kurze Arbeitsabsprache.

00:10:41: wie grenzt Du für Dich wenn überhaupt das eine vom anderen ab?

00:10:46: Ich finde das gar nicht so leicht weil für den einen ist Meeting etwas ganz anderes als für die andere Person und ich würde es mal irgendwie so locker definieren mit mehr als Eine Person für einen geplanten Kalenderslot mehr als eine halbe Stunde zusammenkommt.

00:11:01: So dann ist es ein Meeting, ich finde sowas wie wenn man daily stand up irgendwie viel stunde mit dem ganzen Team.

00:11:06: Ist eher eine Routine als Meeting weil das so mit Inhalt voll ist.

00:11:10: aber ja sobald mal ein Kalenderslott dafür opfert und mehr als einer Person isst

00:11:17: Okay, etwas was sich einen raum nimmt das braucht mehr als eine person.

00:11:20: Das leuchtet mir total ein und unterscheidet ihr in eurem buch und da gehen wir tatsächlich dann auch mal in den inhalt rein auch nochmal zwischen dem was wir so als regelstuhl fixes sehen also wiederkehrende standard routine meetings gibt es ja doch immer noch relativ häufig oder die situativen Absprachen, Treffen.

00:11:41: Ob jetzt im Projektumfeld oder in der Linienorganisation oder in kleinen Einheiten.

00:11:46: also wir haben ja nicht nur Großkonzerne die mieten sondern das gibt es ja mittlerweile auch überall.

00:11:51: Also im Handwerk von der Gestaltung für gute Meetings unterscheiden wir dann nicht weil die Fallhöhe ist immer du investierst Zeit ich investiere Zeit und dann muss das gut gestaltet werden ganz egal ob der Termin einmal stattfindet als Ideenmeeting oder ob wir uns einmal die Woche treffen.

00:12:08: Also, die Messlatte für beide Termine ist hoch.

00:12:10: aus einer Kultur-Ebene oder in der Weiterentwicklung von Meetingkultur schauen wir natürlich schon sehr gerne auf Regelmeetings weil in RegelMeetings natürlich total viel Spannendes passiert.

00:12:22: also sie haben zum Teil eine Magnetwirkung.

00:12:24: es kommt noch ein Thema dazu und Menschen entwickeln wäre zumindest unsere These durch diese Regelmeetings häufig auch eine erstaunliche Meeting-Resilience.

00:12:34: Also finden Sie sich damit ab!

00:12:36: dass Meetings wahnsinnig schlecht sind.

00:12:39: Und damit, du hattest den Begriff damals in den Schreibprozess eingebracht?

00:12:43: Ich finde er lässt sich aber ein Regelmeeting so großartig beobachten.

00:12:47: Willst du Einsatz zum Thema Meeting-Relations noch sagen?

00:12:51: Ja,

00:12:51: dem finde ich auch.

00:12:52: da hätte ich jetzt auch mal nachgehackt.

00:12:53: der gefällt mir jetzt schon gut!

00:12:55: Ja

00:12:55: ja also ich habe die Einleitung geschrieben und da hab' ich so eine Situation beschrieben aus dem Unternehmen das wir beide sehr gut kennen Jule mehr will ich dazu nicht sagen und wieder so die Meetings abgelaufen sind Und ich habe mich zurückversetzt in diese Situation.

00:13:09: In diesen Meetings, wo man wirklich in leere Gesichter schaute und sich mindestens die Hälfte fragte Warum bin ich gerade hier?

00:13:16: Das macht überhaupt keinen Sinn aber ist halt so.

00:13:19: Und dieses über die Zeit abfinden mit einer bestehenden Meetingkultur, wo jeder von außen sagen würde das es absoluter Blödsinn was ihr hier macht Aber dieses langsam daran gewöhnen und die Fähigkeit Mit offenen Augen komplett abzuschalten und wahrscheinlich erholt aus so einem Termin rauszugehen, aber trotzdem ansprechbar zu bleiben.

00:13:41: Das habe ich dann gedacht ja das ist Meeting Resilience.

00:13:44: So es gibt kein besseres Wort.

00:13:47: Ja, und was mir auch noch einfällt eine gewisse Mimigrisis so anzupassen dass man gar nicht auffällt.

00:13:52: Dass man so diesen toten Gesichtsausdruck irgendwie so gerade ein bisschen aufleben lässt damit man nicht gleich im Verdacht steht der schläft doch oder die schläf doch nicht das wir es sich alle schon erlebt hätten da kommen wir auch auf jeden Fall nochmal zu.

00:14:07: was ist so wirklich im real life?

00:14:09: Nicht nur zur Recherche aus eures buches sondern im real live so erlebter.

00:14:13: was war vielleicht so das absurdeste Lutz was demal enemies Begegnet ist.

00:14:19: Ich habe da immer sofort eine Situation vor Augen, zwar war das als ich selbst Führungskraft in einem Unternehmen war und wir hatten immer Mittwochs eine wahnsinnig lange Führungskräftebesprechungen viele Leute im Raum sehr lange angesetzt Regeltermin und ein sehr geschätzter Kollege hat irgendwann gesagt dieser Punkt ist mir so egal ich werde jetzt aufstehen und gehen und dann ist er aufgestanden und gegangen.

00:14:42: Ich war zu tiefst beeindruckt von diesem Move und war noch mehr schockiert, dass es einfach weiter ging.

00:14:51: Also als hätte jemand ein Glas Wasser umgeschittet oder so einmal drüber gewischt und dann ging's weiter.

00:14:56: Das ist mir lebhaft in der Erinnerung geblieben.

00:15:00: Während du das erzählt hast Lutz habe ich mich selbst gefragt was war denn der absurde Teil?

00:15:06: Wahrscheinlich dass es dann weiterging und nicht dass er aufgestanden ist weil der war ja eigentlich nur gesunder Menschenverstand.

00:15:12: Ja, das war total smart und das Framing dahinter.

00:15:15: Also dieser Punkt ist mir so egal ich werde jetzt aufstehen und gehen.

00:15:18: Ist ja auch großartig aber dass das also... Und da wieder Meetingresilienz?

00:15:23: Dass das nichts in Bewegung gebracht hat!

00:15:27: Eigentlich müsste man danach Teller schmeißen und fragen was denn hier los ist.

00:15:30: Aber naja, das ist nicht

00:15:33: passiert.

00:15:34: Was war so, vielleicht was du beobachtet hast in deiner eigenen Praxis?

00:15:38: Vielleicht auch bei EdGild.

00:15:40: Ich weiß nicht, ihr macht ja wahrscheinlich alles tippie-toppie.

00:15:42: Vielleicht doch nicht!

00:15:43: Ich mein... Was ist dir da schon mal untergekommen David?

00:15:47: Also ich kann mich an einen Meeting ganz gut erinnern weil ich das auch in der Einleitung vor Buch beschreibe.

00:15:53: Ich kann mich nicht an den Inhalt erinneren und an die Teilnehmende Anzahl.

00:15:56: wahrscheinlich waren es zu viele aber Es waren viel zu wenige Leute für diesen Raum Denn wir sind tatsächlich seit, keine Ahnung, ein oder zwei Monaten als Agile Coach gearbeitet.

00:16:08: Als Freelancer in diesem Unternehmen und wir haben den Firmensitz verlassen und sind fünf Minuten gelaufen zu einem Konferenzhotel und waren dann in so einem riesengroßen Raum und haben da gemietet.

00:16:25: Und dann habe ich gesagt, wieso sind wir denn nicht in unserer Firma geblieben?

00:16:30: Das kostet sehr viel Geld, hier einfach einen Konferenzraum zu mieten für eine Stunde.

00:16:36: Nee das ist normal weil wir haben nicht genügend Meeting-Räume bei uns und dass es ein riesengroßes Unternehmen.

00:16:41: Deswegen machen wir das eigentlich regelmäßig, dass wir dann irgendwie in einem Hotel, wir haben da einen guten Deal und dann mieten wir das.

00:16:48: Also da fallen mir ja schon gleich so mehrere Muster auf.

00:16:52: also dieses überhaupt nicht mehr infrage stellen?

00:16:55: Also das heißt man führt da so wechselseitig ein Theaterstück auf Und die Rollen scheinen sich ja irgendwie gefügt zu haben und auch die Rahmenbedingungen, also es gibt hier gar kein Regisseur mehr oder?

00:17:06: Ja genau.

00:17:06: Es wurde einfach so hingenommen und das führt dir auch dazu dass dadurch, dass das die Praxis in diesem Unternehmen war, dass man die ganzen Folgetermine nicht mehr gehalten hat.

00:17:16: Also jedes Meeting hat eigentlich zu spät angefangen.

00:17:19: einige Leute waren dann schon da andere kamen erst und das hat super viel Frust geführt Aber es hat niemand aktiv hinterfragt.

00:17:26: Niemand hat gesagt so, das gehen wir jetzt mal an weil da bleibt ja bestimmt viel Kohle hängen.

00:17:30: Weil es eben dann nur so Vitzelbeträge sind, ne?

00:17:32: Weil ich mein für ein Unternehmen was irgendwie keine Ahnung, Zehntausend Mitarbeiter hat, dann irgendwie so einen Konferenzraum für acht Hundert Euro Mieten für zwei drei Stunden.

00:17:40: Ja, das ist dann plätschert da.

00:17:43: somit und das ist keine große Sache genauso wie wenn halt irgendwie in jedem Meeting Leute fünf Minuten zu spät kommen Das misst ja keiner.

00:17:53: Wieso muss ich gerade an die deutsche Bahn denken?

00:17:54: Ich weiß auch nicht.

00:17:55: Also irgendwie solche Dinge, die keiner hinterfragt.

00:18:00: Lutz, wir sammeln jetzt noch so ein bisschen was ein.

00:18:02: also das sind eure persönlichen Erfahrungen.

00:18:04: ihr habt für das Buch ja auch und ich durfte freundlicherweise auch ein bisschen Teilgeberin sein Menschen gefragt in eurem Netzwerk, ob sie auch mit euch... ...mit dem Buch, damit mit der Leserschaft Erfahrungen teilen wollen.

00:18:18: Ist da vielleicht die auch noch was so in Erinnerung geblieben wurde?

00:18:21: Das kann nicht sein!

00:18:22: Das kann nichts sein, dass sowas passiert.

00:18:25: Ja also erst mal sind super, super viele spannende Tipps und positive Erlebnisse da gekommen aber auch ganz viel wo man so gezuckt hat.

00:18:33: Also wir haben mit André Geyer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gesprochen.

00:18:39: Der hatte so eine tolle Anekdote wo eine mittlere dreistellige Anzahl an Menschen, also es ging auf jeden Fall in den hunderte Bereich zusammengeholt wurde um einer Person ein paar Ressorts vorzustellen und dann ist diese Person aber auch irgendwann im Meeting gegangen.

00:18:55: Und dann waren da immer noch ein paar Hundert Menschen zusammen.

00:18:58: Und natürlich, ne?

00:19:03: Auf der einen Seite sitzt man da und denkt... Also wie blöd kann man sein.

00:19:07: So,

00:19:07: ne?!

00:19:09: Dieser erste Impuls ist da!

00:19:10: Und gleichzeitig, wann immer man sich Meetings irgendwo anguckt, entdeckt man Sachen wo man denkt Leute das kann doch nicht euer Ernst sein.

00:19:17: Und Jule wenn du eine Woche unsere Meetings angucken würdest Du wirst bestimmt auch Skurrilitäten entdecken, wo du sagst Ey, das gibt's doch nicht.

00:19:25: Deswegen hilft dieser Spiegel von außen glaube ich total viel.

00:19:28: Ich glaub auch.

00:19:28: Weil man selbst kriegt es ja wahnsinnig schnell auch gar nicht mehr mit, was sich so einschleift.

00:19:34: Ja das wird einfach so als gegebenen hingenommen.

00:19:37: und gehen wir vielleicht mal auf eine bisschen abstraktere Ebene.

00:19:40: und ihr seid ja jetzt das kann man vielleicht sagen wieder die ersten mutmaßlich auch nicht die letzten die sich mit dem Phänomen von Mietenkulturen beschäftigen vielleicht nochmal in einer ganz anderen Weise als es vielleicht Menschen vor euch getan haben.

00:19:52: Was sind denn so auf so einer prinzipiellen Ebene?

00:19:56: Beobachtungen, die ihr habt.

00:19:57: Das sind jetzt Anekdoten und wir lieben ja alle Geschichten und da könnte man glaube ich auch noch ganz viel reinkippen.

00:20:03: Sei schon mal erwähnt!

00:20:04: Und da kommen wir auch noch zu.

00:20:06: es gibt auch noch einen flankierenden Podcast zum Buch.

00:20:08: also das heißt wer Freude hat an persönlichen, an echten Geschichten der wird er absolut fündig.

00:20:15: weg von Anek-Doten hin zum Prinzipiellen.

00:20:17: was würdest du sagen David ist so eins der Hauptkrankheitssymptome von Meetings?

00:20:23: Ich würde ein Stück auf die Metaebene gehen.

00:20:26: Das größte Problem ist, dass den Menschen nicht klar sind, dass Meetings die teuerste Art der Zusammenarbeit ist und das muss man sich einfach auf der Zunge zergehen lassen.

00:20:35: Es gibt keine Art der Arbeit, die teurer ist.

00:20:39: Trotzdem ist Meeting das Standardinstrument was wir wählen wenn wir irgendwie etwas besprechen wollen.

00:20:45: Und es sollte viel eher ein Notfallinstrument sein, wenn nichts anderes funktioniert Wenn es keine E-Mail funktioniert, wenn keine andere Art der Asynchronen Zusammenarbeit funktioniert.

00:20:58: und unser Tipp Nummer eins ist Video.

00:21:02: Es ist so einfach mittlerweile Videos aufzunehmen.

00:21:06: Loom ist da ein Supertool aber es gibt auch für Microsoft eine Alternative.

00:21:09: die ist in Microsoft Drei Fünf Sechzig.

00:21:12: Also wir reden jetzt von Asynchronenvideos.

00:21:14: also du gibst Zeichnes was auf zum Beispiel auf Video.

00:21:20: Also es ist eben nicht mehr ein Begegnungsformat.

00:21:23: Genau, und das ist wenn ich Informationen von A nach B tragen möchte the way to go!

00:21:28: Es gibt keinen Grund warum mich irgendwie eine Woche warten muss bis alle Zeit haben und dann den Fokus von allen stören muss um alles zusammen zu rufen um denen zu sagen hey passt auf der aktuelle Stand von dem Projekt ist so und so und So wirds weitergehen.

00:21:43: So.

00:21:43: und dann gibt es natürlich, die gibt's Fragen ja.

00:21:45: Es gibt immer Fragen aber die meisten fragen Die kann ich mit ein bisschen Hirnschmalz auch in eine video unterbringen oder gleich beantworten Oder die kennen dann mon amon einfach als synchron beantwortet werden.

00:21:55: so und das ist aus meiner Sicht Eine option die einfach nicht gezogen wird oder ganz selten gezogen würde.

00:22:01: Ja das stimmt absolut.

00:22:04: Das bringt mich zu der frage dass wir uns ja wahrscheinlich und Ich bin mir ganz sicher, ich habe euer Buch noch nicht komplett durch.

00:22:10: Aber sehr wahrscheinlich ein ganz wichtiger Punkt ist auch in eurem Buch dass wir uns ja erstmal die Frage stellen sollten warum machen wir überhaupt also wofür?

00:22:19: Nicht warum sondern woför machen wir dieses Meeting?

00:22:22: Also es ist ja schon nochmal das was du sagst.

00:22:24: damit finde ich schon mal sehr eindrücklich Die teuerste Form der Zusammenarbeit.

00:22:28: Das für reinen Informationsaustrausch ist ein bisschen overdone.

00:22:32: oder Lutz, was würdest du sagen?

00:22:34: Was sind so?

00:22:35: woran kranken unsere Meetings am allermeisten.

00:22:38: Du rennst da auf eine Tür bei mir ein.

00:22:40: also ich glaube die meisten Meetings kranken schon an einer mangelnden Zielvorstellung und wir empfehlen ganz deutlich im Buch wenn du es nicht in wenigen Sätzen erklären kannst warum wozu vor welchem Hintergrund kommen wir in diesen Rollen hier gerade zusammen?

00:22:56: dann lass das sein oder schärfe nach.

00:22:58: also dass ist schon eine Sache woran Meetings kranken.

00:23:03: und dann eine Beobachtung auf Metaebene.

00:23:05: Ich glaube, wir sind an vielen Stellen auch noch zuneinander.

00:23:09: Menschen gehen in Meetings und warten bis zuletzt ob nicht doch noch was Sinnstiften ist passiert.

00:23:15: Dass man sitzt da wie im Kinofilm für den er bezahlt hat und denkt so ja gut die ersten drei Agentenpunkte haben mich jetzt nicht betroffen aber irgendwas wird doch jetzt noch passieren.

00:23:26: weshalb wir alle zusammensitzen.

00:23:28: Und dieser Moment kommt häufig nicht ist auch Empfehlung von uns.

00:23:33: Es gibt eine gute Meeting-Begleitung und es gibt ne gute Teilnahme, und wenn ich nach fünfzehn Minuten merke... Nee, das isst ihr hier gerade nicht!

00:23:41: Dann können wir uns in aller kollegialer Freundschaft in die Augen gucken, uns die Hand geben und das Meeting verlassen.

00:23:48: In nem frühen Stadium hatten mir mal ne Kapitelüberschrift, die sieht mittlerweile anders aus.

00:23:52: Wir feiern jeden der nicht kommt.

00:23:54: Und das meinen wir radikalisch.

00:23:56: Also jeder hat das Mandat zu sagen, nee, das passt dir grade nich.

00:24:01: Und vielleicht noch mal so.

00:24:03: dann auch zum Thema.

00:24:04: alle warten drauf, dass es noch besser wird.

00:24:06: Auf einer Meta-Ebene sind Meetings natürlich großartig weil ich kann nicht so einfach gestalten in Unternehmen wie Meetings.

00:24:14: also wenn ich sage Ich möchte das wir alle Visionärer werden Ja Jule sagt mir wie wir das hinkriegen So ne?

00:24:21: Wenn ich aber sage Also ich möchte in Meetings vorangehen Das ist Handwerkszeug!

00:24:25: Das kann ich lernen.

00:24:26: und der erste Punkt ist streichen und dann schaut man weiter.

00:24:29: also Meetings haben einfach das Potenzial, dass sie sehr schnell zu einer guten Veränderung in Organisation beitragen können.

00:24:37: Und so ein bisschen liegt da ja so einen Widerspruch im Raum?

00:24:39: Da wird auf der einen Seite unter Effizienzgesichtspunkten und du hast den Punkt ja wunderbar klar hier gemacht ist es relativ bekloppt was also stattfindet und ganz oft nicht unbedingt Sinn erfüllt und mit Wertschöpfung hat das auch ganz oft nichts zu tun.

00:24:55: Und trotzdem gibt es ja vielleicht einen guten Grund beziehungsweise, ich glaube das sagtest du auch in der Anmoderation oder im Einleitungsteil sozusagen dass wir je mehr Digitalität wir erleben umso wichtiger die echte Begegnung ist.

00:25:09: Wie kriegen wir denn diesen Widerspruch so ein Stück weit aufgelöst?

00:25:12: Weil da ist ja das eher so ein bisschen reibt sich daher was aneinander.

00:25:16: Ja klar also.

00:25:17: ich würde sagen wenn die Leute schlechte Erfahrungen und Meetings haben dann arbeiten sie natürlich gerne eher digital mit einem k.i so.

00:25:25: und wenn die leute gute zeit in meetings haben, und ins sammarbeitsformaten na ja dann macht den das mehr spaß dann schätzen sie die zeit mehr so.

00:25:34: insgesamt geht es aus meiner sich darum die zeit die wir zusammen verbringen maximal wertschöpfen zu geschalten.

00:25:40: so das heißt nicht dass wir super effizienter durchrödeln und alles schnell schnell abarbeiten sondern das heißt auch wir nehmen uns bewusstzeit für einen checken zum beispiel um anzukommen.

00:25:51: um vielleicht einmal eine Frage zu beantworten, die überhaupt nichts mit der Arbeit zu tun hat.

00:25:54: Unser Kollegin Johanna ist hier bei uns die Queen of Check-ins und ich kann mich noch gut an eine Frage erinnern, die ziemlich verrückt war nämlich wenn du dauerhaft ein Tier auf dem Kopf tragen müsstest welches wäre das?

00:26:04: Und warum?

00:26:05: So eine komplett bekloppte Frage zum Check in, die nicht mit dem Meetings tun hat aber die hat uns alle gesentert.

00:26:11: wir waren alle zusammen am Fleck haben alle das abgelegt was vorher noch in unseren Köpfen war und dann geht's los.

00:26:17: so zwei Minuten überhaupt kein Problem.

00:26:20: Das kannst du auch in Online-Meetings alles ins Chat schreiben, dauert das nur eine Minute und dann konkret Dinge bearbeiten und nicht nur wie gesagt Informationen von A nach B und die beiden höchsten Tiere unterhalten sich über Dinge und die anderen dürfen zuhören, sondern bewusst einen Zusammenarbeitsraum so gestalten dass gemeinsam etwas erarbeitet wird durch Brainwriting Phasen also kurze Phasens zum Beispiel wo Menschen einfach mal für sich erstmal etwas aufschreiben

00:26:46: zu einem bestimmten

00:26:46: Thema Erst mal denken, dann reden.

00:26:49: Durch eine Moderation durch eine Agenda und das sind alles super simple Sachen und die meisten davon habt ihr schon irgendwo gehört aber sie bringen so unglaublich viel obwohl sie oder vielleicht gerade weil sie so simpel sind.

00:27:03: also eine Modération.

00:27:04: Eine Moderation gibt es immer bewusst oder unbewusst und wenn man da einfach ein bisschen mehr ein Fokus drauf liegt okay wer ist hier eigentlich der Moderator?

00:27:12: Machst du den Moderator ja Alles klar!

00:27:14: Und die einfachsten Aufgaben einen guten Start hinbekommen, auf die Zeit achten.

00:27:18: Darauf achten das am Ende was rauskommt ein gutes Ende bereiten.

00:27:21: so Punkt erst mal.

00:27:24: Das moderative Vakuum wird sehr schnell gefüllt.

00:27:27: Das gefällt mir sehr gut.

00:27:29: wie du es beschrieben hast David und Lutz.

00:27:31: Wie sieht's denn jetzt mal Hand aus Herz in der Realität meistens aus?

00:27:34: Wer füllt dann oft dieses Vakum wenn man sich eben nicht die Mühe macht vorher zu sagen jener oder jene Kollegin macht die Moderation?

00:27:43: Ich hänge gedanklich gerade noch an der Frage vorher, darf ich noch eine Sache ergänzen?

00:27:46: Ja

00:27:46: natürlich.

00:27:47: Natürlich!

00:27:48: Also ich glaube das ist ein häufiger Missverständnis über dass wir auch diskutieren oder viel mit Kunden diskutieren.

00:27:55: wenn wir sagen Kill Meetings und Wenn wir sagen Effizienz uns geht es überhaupt nicht darum dass wenn Leute sagen unsere Zusammenarbeit ist so wichtig Wir wollen dreißig Minuten die Woche zusammenkommen Und gucken wie geht's den anderen dann sagen wir nicht Du musst das streichen, so.

00:28:13: Sondern was wir sagen ist du musst da nicht so tun als wäre das Ziel Controlling.

00:28:17: also wenn du sagst unser Ziel ist Austausch weil wir alle remote arbeiten dann benenn es so, dann strukturier es so und dann designiert das Meeting.

00:28:24: und da war ich gerade nochmal so gedanklich am Hängen.

00:28:28: Moderatives Vakuum wer füllt das?

00:28:31: Da gibt's unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten.

00:28:33: also am wahrscheinlichsten die Menschen die sich gerne reden hören oder die gerne sprechen auch nicht ganz unwahrscheinlich, dass die Menschen, die gerne moderieren würden das Vakuum füllen indem sie erst mal klären werden eigentlich moderiert.

00:28:47: Und im schlimmsten Fall füllt das Varkum die Person, die am schlechtesten stille aushalten kann.

00:28:52: Das heißt eine Person redet die ganze Zeit und der Rest schweigend.

00:28:58: Ja Ugu, schwieriger Punkt!

00:29:01: Ganz ehrlich wenn ich so auf meine Meeting-Erfahrung gucke würde ich sagen da ist noch eine Kategorie Am allerhäufigsten, ich sag's jetzt mal plakativ am Flipchartsee.

00:29:10: Das ist die Führungskraft.

00:29:11: und damit ist ja auch schon der Rahmen gesetzt also dass quasi der oder die Ranghöchste im Raum wie als sei es ein Naturgesetz die Leitung des Meetings übernimmt und damit is in Prinzip auch schon vorgesehen was dort passieren wird.

00:29:25: Damit ist der Rahmen schon ganz eng.

00:29:28: Ja und eine der häufigsten Fragen, die wir oder anliegen.

00:29:31: Die wir so in ein zu eins Coachings Beratungsnennens wie du willst haben ist von Führungskräften dieses Ich rede so viel und dann stelle ich ne Frage und keiner reagiert.

00:29:43: also wenn Wenn Leute bei uns Coaching

00:29:45: zu liegen

00:29:46: Genau Dann ist das mit einigermaßen Sicherheit immer mit dabei.

00:29:51: da lässt sich einfach gegen arbeiten.

00:29:54: Dass die Krux von Führungskräften häufig auch aus gutem Willen.

00:29:59: Die gehen ja in Führungen, weil sie das Gefühl haben gerade traut sich keiner dann mache ich das und dann kommen sie da aber nicht mehr raus.

00:30:06: Ja klar Moderation ist ja auch eine Führungsfunktion oder Führingsaufgabe auf jeden Fall

00:30:11: Und alleine da hilft ein Check-in.

00:30:14: wenn alle mal zwei Sätze am Anfang gesagt haben Oder zwei Wörter Das reicht Dann ist man.

00:30:19: sozusagen hat man einmal vor der Gruppe gesprochen Und das senkt die Hürde später irgendwas zu sagen, weil ich habe ja schon mal mich geöffnet.

00:30:27: Ich weiß wie das sich anfühlt für dieser Gruppe in diesem Rahmen meinen Mund zu öffnen und etwas zu sagen.

00:30:35: Wie gesagt, Simpler geht es kaum aber es hilft unheimlich die Hüre zu senken, weil man dann sich schon einmal geöffnete.

00:30:43: Ich mache mir gerade mal so einen Knoten ins Taschentuch beim Stichwort Check-in und da kommen wir auf jeden Fall nochmal dran zurück, weil da habe ich auch noch einmal eine kleine provokante Gegentease.

00:30:51: Aber das besparen wir uns nochmal auf!

00:30:54: Wie gehen wir ein Stück?

00:30:55: Und es soll ja hier ein Walk through the book sein.

00:30:57: also das heißt ihr habt Menschen befragt, Menschen die... Wahrscheinlich auch viel Meeting selbst erleben, Steuern planen.

00:31:04: Und was war am schwierigsten zu recherchieren?

00:31:07: Also gab es so irgendeinen Punkt Lutz wo du sagst da kam mir irgendwie nicht so richtig weiter an dem Punkt.

00:31:12: oder haben wir nicht die Erkenntnis gefunden die wir uns eigentlich versprochen haben?

00:31:20: Ich glaube dass der größte Knackpunkt in den Buch ist das Wir werden ja im Prinzip dafür sehr stark Workshop-Prinzipien auf Meetings übertragen.

00:31:30: Das Problem ist nur häufig, wenn ich schlechte Meetings in meiner Organisation hab.

00:31:34: Habe ich häufig auch schlechte Workshops und ich glaube da hakt

00:31:39: es

00:31:40: noch.

00:31:41: Ich weiß nicht ob wir's so gut gelöst haben?

00:31:44: Also das war die eine Herausforderung und die andere ist... Du hast zu Beginn gesagt Facilitation.

00:31:50: Wir wollten ein Facilitationsbuch schreiben ohne Facilitations zu sagen weil wir sind fest davon überzeugt dass ist ein Handwerk das kann man lernen und das sollte man lernen Und man fällt aber trotzdem wahnsinnig schnell in hochtrabende Sätze.

00:32:04: Du musst allparteilich den Raum lesen und halten.

00:32:11: Und die Sätze sind ja alle irgendwie wahr, aber sie helfen dir nicht wenn du morgen ein Meeting oder gehen muss... ...und da immer wieder zurückzutreten und zu sagen ne so kannst du es machen das fand ich sehr herausfordernd.

00:32:24: Diesen Satz den höre ich ja ständig.

00:32:26: Ich will auch nicht sagen, dass ihr selbst noch nie gesagt habt dieses Raum halten und Raum lesen bitte schön da machen wir mal ganz kurz ein Dieb der Flurz.

00:32:34: was bitte ist damit?

00:32:35: Was verstehst du unter raum lesen und raum halten?

00:32:39: Ja total guter punkt.

00:32:39: also erstmal halte ich das nicht unbedingt für einen hilfreichen Einstiegspunkt.

00:32:45: Und darüber schreibt aber darüber schreiben wir auch im buch weil das nämlich ernst.

00:32:50: wenn wir sagen Wir reden über diesen Raum, dann müssen uns gruppendynamisch angucken.

00:32:54: Was passiert in diesem Raum?

00:32:55: Und da würde ich sagen helfen drei Blickwinkel einmal der Blickwinke.

00:33:00: Naja was passiert denn in Gruppen?

00:33:02: und da gucken wir auf so Sachen wie wir alle haben Bedürfnisse nach Zugehörigkeit.

00:33:07: Wir alle haben ein Bedürfsnis Nähe und Distanz untereinander auszuhandeln und wir alle habe einen Bedürfenes zu schauen wer geht eigentlich in Führung?

00:33:15: von wem lasse ich mich führen.

00:33:18: Das sind die Oberkategorien mit denen ich mich verhandeln muss.

00:33:21: Zweiter Blickrichtung sind so basic psychologische Effekte also anchoring zum Beispiel.

00:33:27: ne jule du sagst David wie viele Methoden muss man kennen?

00:33:31: da wird schießt sofort raus.

00:33:33: drei Die Wahrscheinlichkeit dass ich dann sage nicht glaube es in zwölf singt automatisch.

00:33:39: Also, du könntest besser sagen jeder von euch schreibt mal kurz auf.

00:33:42: Wie viel methoden müsste ich denn kennt?

00:33:45: So kann Ich mit einem psychologischen effekt umgehen.

00:33:48: und der dritte punkt ist psychologischer sicherheit.

00:33:50: Ganz konkrete Tipps zu zeig dich selbstverletzlich, geh offen und tolerant mit Fehlern rum.

00:33:57: Stell dich auch schützend vor Menschen wenn über also kleine sprachliche Übergriffe passieren.

00:34:02: So das ist alles so was du in Raum halten und so gehört.

00:34:06: Darüber schreiben wir auch und ich finde es auch wichtig aber es ist nicht der erste Punkt.

00:34:11: Also bitte bitte Man soll sich davon nicht abschrecken lassen, im Sinne von ich kann so viel falsch machen.

00:34:16: Es schadet nicht wenn man das Wissen davon im Hinterkopf hat aber es ist nicht der erste Punkt.

00:34:20: Sondern der erste punkt wäre was?

00:34:22: Ich glaube den ersten Punkt ist es vor allen Dingen sich seiner Rolle bewusst zu sein.

00:34:26: also wenn ich einen Meeting einberufe oder vielleicht auch moderiere dass das mehr ist als nur die Agenda vorzulesen und dass ich befugt und mandatiert bin vier Redner zu bremsen zu sagen danke ich glaube jetzt driften wir ab.

00:34:40: David, ich habe jetzt sehr viel von dir gehört.

00:34:41: Jetzt ist Juli ran und ich glaube sich diesem Mandat bewusst zu sein ist schon mal ein erster sehr guter Schritt und das ist eine Mutsache.

00:34:49: Ja auf jeden Fall!

00:34:50: Und was glaubst du?

00:34:52: Was ist schwerer da wird in Raum zu lesen also diese Gruppendynamiken zu dischefrieren zu erkennen zu deuten oder den Raum, wie Lutz das so schön gesagt hat zu halten.

00:35:02: Also das heißt ihn bereitzustellen mit den Strukturen auszustatten dass ein möglichst gutes Meeting gelingen kann.

00:35:08: Das sind jetzt zwei Paar Schuhe ja und das eine ist das Bewusstmachen sich selbst zumindestens und das andere ist dann dafür zu sorgen dass dieser Raum auch bestmöglich genutzt werden kann.

00:35:18: Ich glaube da liegt er schon nah beieinander weil ich sagen würde dass es wahrscheinlich Leuten eher schwieriger fallen könnte den Raum zu lesen zusätzliche kognitive Aufgabe ist.

00:35:30: Ich muss nicht nur hier moderieren oder sonst was machen, ich muss auch noch hier gucken und interpretieren, was hier mit den Leuten los

00:35:36: ist.".

00:35:37: Ich glaube Raum halten ist ein bisschen einfacher weil man das sehr mit einem leichten Handwerkszeug sehr gut machen kann so indem man sich zum Beispiel sagt okay ich rede hier nicht länger als fünfzehn Minuten am Stück und dann muss ich einen Wechselmachen vom Medium sei es...ich frag mal in die Gruppe sei dass sie stehen wir alle auf?

00:35:52: Wir machen irgendeine Übung.

00:35:56: Das einfachste und beste Tool, was ich kenne um den Raum zu halten ist die Moderationsrolle oder die eigene Verantwortung in die Gruppe zu geben.

00:36:06: So zwei Beispiele.

00:36:09: Erstens Ich nominiere In einer Gruppe einen Bürgermeistern eine Bürgemeisterin so Und wenn sich die gefunden haben dann sage ich so alles klar jetzt mal meine Pause und Bürgmeisterin und Bürgemeister ihr seid dafür verantwortlich dass sie pünktlich hier wieder erscheinen.

00:36:23: So, dann haben die irgendwie eine Aufgabe.

00:36:25: Ich habe gerade gestern durch Zufall was gesehen, was mich inspiriert hat.

00:36:28: ich halte nächste Woche ein Workshop auf Englisch und man kennt das vielleicht auch nicht aber wenn ich noch auf der Bühne stehe und es sind sechzig Leute ist genau in dem Moment und da fällt mir einfach ein Wort nicht ein.

00:36:40: Das heißt ich werde einfach jemanden vorher mir ausgucken nominieren und sagen okay du bist mein... Wenn ich einen Wort nicht habe und gebe damit auch ein bisschen Verantwortung in die Gruppe.

00:36:52: Und bestes Tool, einfaches Tool kennen wahrscheinlich viele Elmo.

00:36:56: Elmo aus der Sesamstraße steht für enough let's move on und ist eine einfache Regel wie ich moderationsleistung in die gruppe abgeben kann indem ich sage wenn irgendjemand hier merkt dass sich gerade Leute irgendwie verquasseln oder dass wir über ein Thema diskutieren, was überhaupt nicht Thema ist.

00:37:17: Dann sagt einfach kurz Elmo oder haltet die Karte hoch?

00:37:19: Wir haben da so Karten und dann ist es das Signal für die gesamte Gruppe.

00:37:24: Kurz hinterfragen okay, hier hat niemanden Elmo gezückt.

00:37:26: müssen wir gerade wirklich hier drüber weiter reden oder sollte man nicht weitermachen.

00:37:30: Also das sind ganz einfacher handwerkliche Tricks wie man den Raum halten kann ja wie man sich einfach drauf schaffen kann.

00:37:38: drei, vier Sachen merken und fertig.

00:37:40: Man merkt schon man kann euch einfach antippen und da kommen auf jeden Fall konkrete Hilfestellungen und auch konkrete Ideen wie man es wirklich besser machen kann.

00:37:48: ich bereite noch so ein bisschen darauf um bei der Erkenntnis weil das haben wir jetzt glaube ich schon ganz gut rausgearbeit dieses Raum lesen.

00:37:54: ich glaube dass ist wirklich das anspruchsvolle noch noch ansprussvollere weil sehr viel Intuition zwischen den Zeilen lesen bedarf.

00:38:02: ja Dinge erkennen da hilft sicherlich die Erfahrung im Lutz bei eurer Recherche oder euren persönlichen Reflektion, an welcher Stelle gelingt denn den Menschen intuitiv?

00:38:13: Obwohl sie ganz viel quatsch und wie sagt der Hesse Kappes machen rund um Meetings.

00:38:17: Wo gelingt dann auch was vielleicht zufällig Schlafwandlarisch ganz gut?

00:38:23: Ja total spannend!

00:38:25: Und da kann ich ehrlicherweise nicht den einen Punkt sagen also... Ich gucke, wenn ich auf Meetings schaue, gucke ich immer auf drei Aspekte.

00:38:32: Die haben wir im Buch als Drei C-Modell auch beschrieben.

00:38:36: das ist einmal Center also den Fokus herstellen, Collaborate.

00:38:39: also welche Rolle spielt wirklich Interaktion und Close wie gut kriegen?

00:38:44: kriegt man den Sack zugemacht mit konkreten Maßnahmen?

00:38:47: Und meine Erfahrung ist je nach Gruppe, je nach Moderation gibt es Gruppen die wahnsinnig stark sind im Intagieren so Kolaborationsphasen aber nicht so gut darin sind den Sacker am Ende zuzumachen.

00:38:58: Oder es gibt Gruppen, die sehr gut starten können.

00:39:01: Am Anfang sehr klar haben wo sie hin wollen in den Kollaborationsphasen irgendwie verloren gehen und dann am Ende noch ein bisschen was retten.

00:39:09: Also meine Suchbewegung wäre immer diese drei C's Und dann verteilt sich das aber ganz unterschiedlich.

00:39:16: Manche machen viel zu schnell den Sack zu und sagen dass sind konkrete Maßnahmen.

00:39:21: Aber vielleicht braucht es an der Stelle gar keine Maßnahmen sondern einen Ritual oder eine Routine.

00:39:26: Das sind die drei Superwägungen auf jeden Fall, auf die ich schaue.

00:39:29: Ihr liefert ja ganz viel Anhaltspunkte in dem Buch auch wie man es und da kommt ihr glaube ich in jedem Satz jetzt auch von euch schon einen Vorschlag wie man's besser machen kann.

00:39:37: Ich bleib und ich blieb hier auch schon mal... David, du hast das eben erwähnt an der Stelle hängen.

00:39:42: wenn wir doch alle wissen dass ist nicht so zielführend ist wie es ist oder wie wir uns vielleicht einfach so vormachen, warum halten wir daran fest?

00:39:53: Ich hatte da ja selbst mal auch ein Artikel zu geschrieben.

00:39:55: Verschiedene Thesen in die Welt gepustet über die Sekundärnutzen.

00:40:00: Was würdest du sagen ist ein besonders großer Sekundärenutzen von Meetings?

00:40:04: Also sprich etwas was man initial gar nicht beabsichtigt und intendiert sondern was vielleicht ein Wie-Beifang sein kann von einem Meeting also ein sozialer Beifang Naja,

00:40:15: das ist eben alles... Also ich liebe es, Meetings zu machen mit Kollegen und Kolleginnen die ich lange nicht gesehen habe.

00:40:22: So am besten in Person, ne?

00:40:23: Das macht mir auch Spaß weil ich die Leute natürlich mag!

00:40:26: Weil ich mich gerne mit den Austauschen über Fehler, über Erfolge aber natürlich auch um über die eine Sache die Kollege Lothiuser letztens da irgendwie verbockt hat.

00:40:40: Am Ende sind wir alle soziale Wesen und mögen die Verbindung und streben eine Verbindung an.

00:40:46: Und das ist halt am Ende des Gute von Meetings so, dass wir uns sehen, dass sie uns austauschen, ne?

00:40:51: Dass wir gerade in Zeit wo viel Zeit im Homeoffice verbracht wird, dass dann eben nicht nur der Laptop die Wäsche und irgendwie mit das das Kind aus der Kita, die tragen die Elemente des Tages sind sondern eben auch ich sehe mich mal wieder mit meiner Kollegin oder beim Kollegen.

00:41:07: also ja, das dürfen wir nicht vergessen.

00:41:10: Euer Vorteil könnte ja sein, dass ihr über besonders viel Erfahrung verfügt.

00:41:15: Jetzt nicht nur als Menschen die in einer Organisation sind, da bringt ihr jeder Erfahrung mit in Meetings sondern auch weil ihr das eben sehr oft begleitet und trainiert.

00:41:26: Was würdest du sonst noch sagen Lutz?

00:41:28: Was ist vielleicht der entscheidende Vorteil was euch auch ganz besonders auszeichnet im Buch über Meetingkulturen zu verfassen?

00:41:35: Ich glaube ein wichtiger Punkt ist und das geht vielleicht anderen Beratungsbutzen, wie ich immer sage ähnlich.

00:41:43: Wir können uns eigentlich gar keine aus U von dem Meetingkultur leisten weil im besten Fall an einem Dienstag bis Donnerstag sind von meinen Einzwanzig Kollegen achtzehn beim Kunden so lass es fünfzehn sein wenn man da befragt am liebsten natürlich ein zwanzig.

00:41:59: aber wir können gar nicht in Meetings verstecken Weil wir haben den Grundsatz Wenn wir beim Kunden sind sind wir voll und ganz da.

00:42:05: So und das heißt ich kann.

00:42:06: also wäre auch bescheuert wenn nicht in dem Training zwischen durch mal rausgehe.

00:42:10: Und sage ich mache eine stunde im mieting oder sowas

00:42:12: mitwoch nicht ab mitmieten genau

00:42:16: genauso.

00:42:18: Und das führt dazu, dass wir uns ja über alternativen und gute Arsene krone arten miteinander damit auseinandersetzen mussten.

00:42:27: das ist der eine punkt.

00:42:28: und dann ist der andere punkt den Vorteil, dem wir haben.

00:42:31: Meetings sind natürlich auch Räume in denen wir Sachen ausprobieren.

00:42:34: Also liebe Grüße.

00:42:35: gehen raus an Rebecca unsere herzliche Kollegen die regelmäßig sagt hey Leute ich habe da in der Gruppe was ausprobiert das machen wir jetzt mal und das großartig.

00:42:45: also wir lernen einfach viel voneinander.

00:42:47: und trotzdem ich glaube wer unsere meetings anguckt wird begeistert sein.

00:42:53: Der wird aber nicht mit dem gefühl rausgehen zu sagen dass das ist hier hexen sauber kunst.

00:43:02: Wir wissen was du meinst.

00:43:05: jetzt hast du einen kollegen an deiner seite nutz der ganz sicherlich wahnsinnig viel ideen hat.

00:43:10: so rundum wie sage ich mal facilitation ohne facilitation zu sagen also sagen wir haben gestaltung.

00:43:17: Genau, zu Grund- und Gruppendynamik.

00:43:19: Jetzt bist du Unternehmer!

00:43:21: Du hast deine Kunden vor Augen, deine Kundenorganisationen... Wie oft kommst du in den Konflikt, dass du sagst, Lutz, lass mal echt auf dem Teppich bleiben?

00:43:29: Wenn wir das beim Kunden machen, dann flippen die aus.

00:43:31: Das ist vielleicht was, was wir hier bei Hello Agile total cool finden.

00:43:36: aber da können wir jetzt bei Schraubmubern Coca-Cake beim besten Willen nicht reinbringen.

00:43:40: oder ist es nur meine Fantasie, die mir diesen Konflik dabei zaubert?

00:43:45: Gibt's dir denn wirklich gar nicht in deinem

00:43:46: Kopf?!

00:43:47: Jule, schön dass wir darüber sprechen.

00:43:48: Also erst mal Lutz und ich haben eine Sache gemeinsam.

00:43:51: Wir haben beide immer sehr viele Ideen und die meisten davon sind irgendwie unkonventionell ein bisschen verrückt.

00:43:57: Und ehrlich gesagt also Ich glaube das macht uns auch aus Dass wir halt nicht diejenigen sind Die mit dem Jackett und mit einem Hemd zum Kunden kommen und erstmal sitzen Sondern dass dass wir die auch ein bisschen raus fordern und dass wir bei vielen Sachen die wir machen sagen lasst euch mal kurz drauf ein und dann werdet ihr schon sehen.

00:44:16: Und dann, das ist ja das gleiche mit Legosibiusplay im Grunde.

00:44:20: Das ist auch für viele Kontakte

00:44:23: funktionieren.

00:44:24: Genau, das provoziert auch erstmal.

00:44:26: weil also so was soll ich jetzt hier... Ich hab mal einen Anzug der ist teurer als du im Monat verdienst und wir sind hier in einem Vorstandsbüro, was sollen wir denn mit dem Spielzeug?

00:44:35: Aber das einzige was diesen ganzen Methoden im Weg steht ist dieser esoterische Touch oder der zuspielerische Touch.

00:44:45: Aber am Ende funktioniert das alles wahnsinnig gut und das merkt auch alle.

00:44:50: Also es gibt wirklich keine Ahnung, null Komma drei Prozent die dann irgendwie sagen also da bin ich jetzt raus so als es funktioniert.

00:44:57: von daher think crazy ist ein Teil unserer Firm Kultur dass das steht bei unserer Firmkultur unter Anspruch an unsere Arbeit.

00:45:07: Think crazy!

00:45:08: Wir sagen immer egal ob du irgendwie ein Retreat machen willst in Nepal oder eine Konferenz, wir sind für alles offen und haben da Bock drauf.

00:45:16: Okay, also wer euch bucht weiß zumindestens mal hätte gute Chancen zu erfahren und wäre darüber informiert worden was ihnen erwarten würde.

00:45:25: Und ich halte mal so ein bisschen dagegen Lutz und sag mir fällt jetzt noch etwas ein was dagegen sprechen könnte oder was eine Verwicklung sein könnte.

00:45:32: denn Methoden und das erlebe ich ja die auch durchaus in der Rolle ist sind ja kein Selbstzweck.

00:45:38: Und manchmal kann das natürlich auch dazu verführen, dass man so einen gewissen Voodoo-Zauber da abfackelt und so begeistert ist von seinen eigenen Check ins und alles und gar nicht so richtig mitschneidet.

00:45:50: Worum geht's hier eigentlich?

00:45:51: Geht es jetzt darum zu zeigen was für geile Tricks man drauf hat und kann ja auch eine gewisse Venetyshow werden?

00:45:58: um das mal ganz.

00:45:58: ich provoziere dich jetzt bewusst Lutz.

00:46:00: Ich hoffe du kriegst das mit wohlwollend irritierend!

00:46:05: Was würdest du da... entgegnen oder vielleicht auch nicht entgegen.

00:46:09: Na ja, die Gefahr besteht.

00:46:11: also viele Menschen, die sich für Moderation und so begeistern sind multi interessiert und wollen dann viel ausprobieren.

00:46:16: Ich glaube auf der einen Seite ist das eine Haltungssache.

00:46:19: Also sagen wir im buch ganz deutlich sei Bühnenbauer nicht Rockstar Es geht nicht darum zu zeigen was du kannst finde

00:46:25: ich sehr schön.

00:46:27: ein bisschen Wirken lassen finde ich super cool weil darum geht es.

00:46:30: es geht ganz oft ohne witz hat man das Gefühl, man ist dann irgendwie hier so zahlender Kunde von einer Rockveranstaltung.

00:46:37: Das kann echt passieren!

00:46:39: Total und ich weiß dass es jetzt nicht das beste Marketing.

00:46:43: Aber wenn du die Methoden anguckst, die wir beschreiben in dem Buch... Und du legst sie gegen eine Fahrtfindergruppenschulung der Siebziger?

00:46:50: Dann wirst du ... Die Methoden haben sich weiterentwickelt aber die Grundmechanismen dahinter sind gleich.

00:46:56: oder ich habe ein tolles Beispiel.

00:46:59: Ich hab zwei tolle Beispiele, aber über Check ins Streiten wir uns gleich noch.

00:47:03: Also ich bin großer Fan von so blitzdichtrunden.

00:47:06: jede Person sagt einmal was und das kann man gruppen dynamisch.

00:47:09: super toll erklären warum das wirkt.

00:47:11: wenn ich jetzt mit einem Haufen Menschen sitze und sage so jetzt machen wir mal bitte eine Blitzdichte runter weil ich möchte hier ne Muster durchbrechung damit die viel reden auch nicht reden und jeder soll ja Gehör finden dann steigen die Leute aus.

00:47:22: ich habe letztes Jahr mit dem hoffen Polizisten gearbeitet habe gesagt meine Herren Wer von Ihnen war schon im Seminar Grundlagen der Stabsarbeit.

00:47:29: Sehr gut, ich sehe die Hände hoch sehen folgende Modus der Moderation jede Wortmeldung ab jetzt wie eine kleine Lage Meldung kurz präzise anschlussfähig an dem Rest und ich glaube dann kommen wir effizient herum so.

00:47:41: Mechanisch haben wir dasselbe gemacht mit einer blitzlichtrunde aber wir haben es halt anschlussfähig gestaltet und da ist auch Spielfähigkeit wichtiger als Authentizität.

00:47:50: also was der Pädagoge Lutz da will Spielt da keine Rolle, es geht darum was bringt die Gruppe und das Thema.

00:47:57: Und das ist glaube ich auch ein ganz wichtiger Punkt den du sagst man muss und da sind wir wieder bisschen beim Raum lesen ja nicht nur ein bisschen sondern sehr stark.

00:48:05: mit wem habe ich's denn jetzt hier gerade zu tun?

00:48:08: Da kann ich natürlich die Bewegung machen David und sagen die dürfen sich bitte schön mal auf unseren Modus einstellen Kann ich versuchen Kann auch ein Trick sein, der funktioniert.

00:48:19: Ich kann aber auch genauso gut sagen wo bin ich hier unterwegs und wie verhandle ich da quasi zwischen meiner vielleicht verrückten Welt und der Welt die dort herrscht?

00:48:29: Und das ist ja ein Fingerspitzengefühl oder David das wird zu sagen

00:48:33: Ja und Handwerk Als du vielen zufügen war also das was los gesagt hat hundertprozentig ne.

00:48:41: also am ende sind wir jetzt ja auch nicht irgendwie die, Die clowns die da irgendwo hinkommen und machen unser unsere zirkus show sondern am Ende macht mir das was wir in vorgesprächen und in kreativen fasen mit unseren Kunden und Kundinnen.

00:48:56: Plan so und wenn dass wenn das teambuilding vordergrund stehen soll dann denken muss aus wenn der Kunde sagt ey Wir wollen einfach nur eine geile Zeit haben.

00:49:04: Ihr dürft alles abfeuern, was geht?

00:49:06: Würdest du letztens auch so ein Kundlutz, wo du gesagt hast, die wollen wir einfach nur Spaß haben und was zurück

00:49:10: ist?"?

00:49:10: Ja dann können wir das!

00:49:12: Aber wenn es halt darum geht in einer Zehntausend Mannorganisationen-OKR einzuführen, dann kommen wir da nicht mit unseren Riesenworkshopkoffern und bauen da irgendwie irgendwas als Gruppenspiel sondern... So.. Dann sind wir die, die es braucht damit diese Organisation zügig und nachhaltig ...ins richtige Arbeiten kommt.

00:49:35: Wir kommen noch mal so zum Ende unseres Gesprächs auf ganz konkrete Dinge, du hast oder ihr beide habt ja schon sehr viel genannt und da bleibe ich nochmal bei dem Hängen was Du Eingang sagtest in der Mitte etwa nutzt nämlich das drei C Center Collaborate Close.

00:49:50: das waren glaube ich die drei Stoßrichtungen durch die Du guckst oder auch so die drei Phasen.

00:49:55: Und vielleicht sagst Du nochmal ganz kurz was zu diesem Thema Center weil das hat ja etwas mit den Check-Ins zu tun.

00:50:02: Also Centern ist ein Vorgang, den ich als Moderator immer wieder anstoße.

00:50:07: Ziel dahinter ist gemeinsame Ausrichtung und Fokus zu finden.

00:50:12: Und das zeigt sich an drei Stellen in Meetings besonders zum Beispiel in einer sehr gut gestalteten Einstiegsphase.

00:50:20: Und dazu gehört unser Meinung nach definitiv ein Check-in.

00:50:24: Dazu gehört aber auch eine Kontextualisierung.

00:50:26: also Warum?

00:50:27: Wozu sind wir hier gerade da?

00:50:29: und ein FlightCheck, das wäre so das dritte.

00:50:32: Was wir sagen?

00:50:32: also einmal wie lange geht es hier?

00:50:34: was sind die Rollen?

00:50:36: Wie wird dokumentiert dass alle alles was so an Störung und Ablenkung kognitiv da ist ausgeräumt wird?

00:50:43: genau?

00:50:44: Und dann gibt's noch weitere Stellen wo das eine Rolle spielt.

00:50:47: Aber um diese gemeinsame Ausrichtung und Fokus herzustellen, da helfen Check-ins wahnsinnig gerne.

00:50:53: Und Jule ich freue mich schon die ganze Zeit du hast angekündigt.

00:50:57: Ja gut also

00:50:59: ich höre

00:50:59: ich setz mir jetzt mal hier so einen kritischen Vogel auf die Schulter und dir gleich mit oder euch bitte.

00:51:04: Jetzt haben wir jemand der hat fünfundzwanzig Meetings die Woche und wir sind uns alle einig glaube ich dass das nicht die allerschönste Idee ist wie man zusammenarbeit gestalten könnte.

00:51:16: eine Realität, die wird nicht in null Kommando Sekunden einfach umgedreht.

00:51:20: Also das heißt aus den fünfundzwanzig Meetings werden jetzt nicht nur weil sie vielleicht euer Buch oder euer Training besucht haben sofort nur noch zwei Meetings.

00:51:29: also das heißt da geht vielleicht ein bisschen runter sind es immer noch fünfzehn unter zwanzig.

00:51:33: Jetzt wird der Fünfzehn- oder Zwanzigmal die Woche in einem Meeting durch einen Check In durchgezogen.

00:51:39: Ich kann schon mir vorstellen, dass da ab und zu mal so der Einwand kommt.

00:51:43: Können wir nicht bitte jetzt einfach anfangen?

00:51:45: Ich kann kein verschissenes Check-in mehr erleben.

00:51:49: ich habe alle schon gesehen.

00:51:51: Mehr als einmal!

00:51:53: Ich brauche keinen Center.

00:51:54: Wir können jetzt anfangen.

00:51:55: wie gehst du damit um Lutz?

00:51:57: Also erstmal das ist eine typische Mittelsstandsgeschichte die wir natürlich öfter haben.

00:52:02: Zuerst allererst, ich tue gar nicht so wenn ich merke, da sind große Widerstände, dass wir einen checken machen.

00:52:08: Wir wissen Respekt und Offenheit ist uns wichtig, bevor wir starten ganz kurz.

00:52:12: Wie sind Sie gerade hier?

00:52:14: Und dann sagt schon mal jeder was?

00:52:15: Dann habe ich die Funktion von einem Check.

00:52:17: Und dieser Person mit den fünfundzwanzig Meetings.

00:52:20: Das wäre ja schrecklich wenn sie sich fünfmal der

00:52:24: Tier auf dem Kopf setzen

00:52:25: muss.

00:52:27: Welches Ziel setze du dir auf den Kopf?

00:52:28: Dem würden wir empfehlen.

00:52:30: Starte mit zwei einfachen Aussagen das geht wahnsinnig schnell und das unterscheidet sich vom Meeting zu Meeting auch.

00:52:36: Sag mal wie bist Du gerade hier Also müde gehetzt.

00:52:39: Sonst was?

00:52:40: Kurz, was über den Status sagen und was ist dein Bedürfnis für dieses Meeting?

00:52:45: oder was steht für dich in diesem Meeting im Vordergrund?

00:52:47: So

00:52:48: damit haben wir bei Hello Lange experimentiert und das ritualisiert sich schnell.

00:52:53: Und wenn wir uns zu Beginn einmal in die Augen schauen ich sage Juli sitz auf heißen Kohlen.

00:52:57: Mir ist aber übrigens total wichtig dass wir heute noch über Kunde XY sprechen und du sagst Okay Ich bin ein bisschen entspannter.

00:53:04: ich würde auch gerne mal eben hören Wie ist die Lage bei dir im Team?

00:53:08: Haben wir eine Grundlage, auf der wir arbeiten können.

00:53:10: Drei Sekunden gut investierte Zeit und jetzt

00:53:12: gucken!

00:53:13: Gut das heißt... Und da hast du einen ganz wichtigen Punkt gebracht.

00:53:15: ich glaube auch dass jedes Unternehmen da wahrscheinlich gut beraten ist sich seine eigenen Rituale die vielleicht doch Stimmig sind zu entwickeln.

00:53:23: also das heißt eigentlich wäre noch die schlaue Idee wahrscheinlich bin ich da gar nicht so schlau weil ihr das schon längst so macht zu sagen, nicht nur ihr zeigt denen wie Meetings besser gehen sondern Hilfe zur Selbsthilfe.

00:53:34: also entwickelt eure eigenen guten Strukturen, Rituale.

00:53:37: Wie das dann für euch auch stimmig aussehen könnte oder?

00:53:41: Ich kriege nicken zurück.

00:53:42: deswegen gebe ich mal das Mikrofon an den David und frage dich noch eins zu ganz konkreten Dingen so zum Ende unseres Gesprächs.

00:53:49: Ihr habt das mal hier so kurz getroppt, die Meeting sollten Workshop wie Workshop fiziert werden.

00:53:56: Ich kann es kaum aussprechen.

00:53:58: also das heißt jedes Meeting ist im Prinzip so ein Art kleines Abziehbild von einem Workshop.

00:54:03: So verstehst du mindestens was verbirgt sich sonst hinter diesem hinter diesem Prinzip?

00:54:08: Genau im Grunde ja workshopifizieren sagt's im Grund.

00:54:11: wir arbeiten gemeinsam an einem Thema und dazu gehört eben zum Beispiel eine Arbeitsphasen wie zum Beispiel das Brainwriting, dass sich jeder einmal kurz Zeit nimmt und Gedanken aufschreibt zu einem Thema.

00:54:24: Da gibt es natürlich die verschiedensten Dinge um erstmal zu analysieren zu priorisieren zu vertiefen Ideen zu sammeln Ideen offen zu legen von Dingen Die jeder kennt sowas wie eine mosco matrix also must have schutte kuttaf won't have, dass man da irgendwie Themen einsortiert und sagt okay.

00:54:45: Wie wollen wir das denn eigentlich priorisieren?

00:54:47: oder was ich sehr gerne auch mache?

00:54:50: Als wenn mal ausprobiert ist der heibstrahl Dass man sagt ok Eine linie tape man zum beispiel irgendwie an die wand und da hängt man seine ganzen post es dran zu einem thema.

00:54:59: von Das müssen wir machen bis hin zu hype.

00:55:03: Ich habe da total Bock drauf.

00:55:04: das müssten wir machen und ich bin hier Projekt ohne, um einfach die Themen voranzubringen und Ideen erst zu sammeln.

00:55:12: Dann zu priorisieren, dann zu überlegen was machen wir nun damit weiterzuarbeiten usw.

00:55:18: Und das ist ja im Grunde ein Workshop wo man am Ende Ergebnisse hat.

00:55:22: Am Ende weiß wer macht was bis wann.

00:55:24: Ideen hat haufenweise und so sollten Meetings sein.

00:55:30: David du bist neben der Tatsache dass du dich mit guter Zusammenarbeit gut moderner Führungsarbeit auseinandersetzt und Unternehmer bist, auch jemand der ein Herz für Marketing hat.

00:55:41: Und deswegen würde ich die Frage nicht überfordern wenn ich sage wer sollte dieses Buch euer Buch als erstes unbedingt auf jeden Fall lesen?

00:55:51: Ja das ist so konkret

00:55:54: mit Adresse und Postlethal.

00:56:00: Im Grunde ist es ja was für alle, die in irgendeiner Art und Weise von Meetings betroffen sind.

00:56:04: Und zwar in einem Maße wo sie selber sagen, ist das normal dass das irgendwie kein Spaß macht?

00:56:11: Das sind vor allen Dingen alle Wissensarbeiterinnen natürlich die ganze Szene rund um Organisationsentwicklung, HR, Agileszene usw.

00:56:22: Deswegen heißt es auch Kill Meetings Handwerk-Guide.

00:56:27: Es ist ein Buch, was sehr einfach und zugänglich ist, wo jeder etwas mit anfangen kann der eben von Meetings betroffen ist.

00:56:34: Und Nebenbewerbungen von meiner Seite auch wunderschön illustriert und aufgemacht.

00:56:37: also es macht auch nebenbei einfach totalen Spaß das Buch in die Hand zu nehmen.

00:56:41: Das ist ja auch schon mal ein ganz wichtiger Punkt.

00:56:43: ich war gestern ganz kurz beim Verlag und habe mir das erste Buch abgeholt und hab erfahren sie wollen das einreichen.

00:56:51: dass gibt wohl so einen Wettbewerbs für das schönste Buch.

00:56:54: Ich weiß nicht, wie genau dieser Wettbewerb heißt.

00:56:56: Ja das finde ich toll!

00:56:58: Ich

00:56:58: drück euch die Daumen sehr begeistert.

00:57:00: Also ich drück' euch die daumen ihr hättet es auf jeden

00:57:02: Fall verdient.

00:57:04: und letzte Frage geht raus lieber Lutz was wird dein nächstes Meeting sein wo du so richtig die Hosen voll hast wurde sagst?

00:57:11: Das fordert auch mich noch mal so richtig.

00:57:13: So ein Standard-Meeting kann's ja nicht sein oder?

00:57:17: Nee ähm... Es ist noch nicht terminiert glaube ich aber Ende des Jahres werden uns sicherlich zusammensetzen und gucken, wo geht so dieses ganze Thema?

00:57:29: Moderation Facilitation Meetings bei Halloween?

00:57:33: Und ja da werden wir also letztes Jahr.

00:57:36: Bei dem Meeting haben wir entschieden, wir bringen das Buch aus.

00:57:39: jetzt müssen wir mal gucken was der nächste Schritt ist.

00:57:41: Ja aber ehrlicherweise ich finde den Gedanke, den man mitgeht nehmen kann es naja da geht's um was Da ist es nicht egal.

00:57:50: Sondern die Ergebnisse von diesem Meeting bestimmen, womit man sich das nächste Jahr beschäftigt und wenn man das Gefühl hat da gibt's eine Fallhöhe dann ist das glaube ich ein guter Indikator dafür dass man dieses Meeting stattfinden lassen sollte.

00:58:02: Wenns egal ist... Dann kann man ja auch eine Mail schreiben.

00:58:06: Genau jetzt noch an die allerletzte Frage an euch Beine was habt ihr selbst?

00:58:09: Seid ihr das Buch fertig gestellt habt für euch wirklich auch verändert.

00:58:14: Weil jedes Buch ist ja auch, was man schreibt, eine Lernreise und Entwicklungsreise für einen selbst in allererster Linie.

00:58:22: Und das bringt dann ja selbst auch an neue Ufer sozusagen.

00:58:24: Und David, was würdest du sagen?

00:58:26: Was hast Du für Dich beschlossen oder vielleicht auch schon in der Umsetzung anders gemacht als Du das vielleicht noch vor, naja sagen wir mal zwölf Monaten gemacht hast?

00:58:36: Also ich habe während ich ein Buch geschrieben habe tatsächlich in bestimmten Kapiteln Eine Kalender aufgemacht und mir die meine Meetings angeschaut.

00:58:44: Und habe dann ein Slack Nachricht verfasst, dann gesagt hey Leute ich glaube dieses Meeting brauchen wir nicht.

00:58:49: Ich würde es jetzt erst mal löschen und dann schauen wir mal ob wir diesen Regeltermin nochmal irgendwie anders brauchen.

00:58:53: ist das okay für euch?

00:58:54: Also ich schaue natürlich sehr viel bewusster auf Meetings und bin jetzt natürlich auf ewig irgendwie mit dem Thema Meetings in positive Art und Weise belegt und hab da einen Blick dafür entwickelt.

00:59:08: noch mehr fürs Thema... Sinnhaftigkeit und Sinnlosigkeit von Meetings, kann gar nicht mehr anders als da drauf zu schauen.

00:59:16: Und Leute auch darauf aufmerksam zu machen.

00:59:18: ey das ist gerade kompletter Bullshit.

00:59:19: lass uns einfach killen!

00:59:21: Und Lutz was war es bei dir?

00:59:22: Was sich verändert hat jetzt schon spürbar anders ist?

00:59:25: Zwei Sachen ich bin einmal radikaler geworden.

00:59:28: also wenn ich in einem Meeting sitze und merke Da wird nicht achtsam mit meiner Zeit umgegangen dann bin ich weg und auch relativ radikal mittlerweile.

00:59:38: Und auf der anderen Seite bin ich gelassener geworden, wenn ich merke da sitzt jemand, der versucht und macht es ganz gut.

00:59:45: Aber ich würde an ein oder zwei Stellen vielleicht Sachen anders machen dann erinnere mich immer wieder daran.

00:59:49: Ich glaube seit neun dreißig oder so Es gibt gute Meetingbegleitung und es gibt gute Teilnahme Erinnert ich an beides.

00:59:55: und dann erinnere mich an die gute Teilnahme.

00:59:59: Genau, das sind... Das ist die Paradoxien der ich mich gerade bewege, die ich spannend fand zum Beobachten.

01:00:05: Ja,

01:00:07: radikale

01:00:07: Gelassenheit!

01:00:08: Und das finde ich übrigens total schön, da hätte man ja fast noch eine ganze Folge zu machen können.

01:00:13: wie bin ich denn ein guter Meeting-Teilnehmer?

01:00:15: Weil wir haben jetzt ganz viel drüber gesprochen, wie man quasi Meetings gestaltet aber wir sind hier sehr, sehr viel häufiger in der Situation Rolle, dass wir Meetings besuchen und auch das können wir besser oder weniger gelungen machen.

01:00:28: Ich danke euch jetzt erstmal heute an diesem aufregenden Tag.

01:00:31: Also ihr wisst schon, ja?

01:00:33: Das Buch ist raus!

01:00:34: An die Hörerinnen und Hörern geht der dringende Rad raus mal in die Shownot zu gucken.

01:00:39: da findet ihr auch einen Link wo man das Buch bestellen kann.

01:00:42: es ist ab sofort im Handel erhältlich und wir freuen uns natürlich wenn es mindestens mal den Preis kriegt für das schönste Buch Und alle anderen Auszeichnungen die man sich so rund um Bücher einfach erwünschen kann vor allen Dingen aber auch wenn danach die Bücher gelesen werden und wir eine deutlich bessere Meeting Kultur haben.

01:00:58: Vielen Dank ihr beiden!

01:00:59: Danke dir liebe Jule, vielen lieben Dank.

01:01:01: Danke Jule danke schön

01:01:03: Was für ein Füllhorn an Ideen wie Meetings besser zu gestalten sind sich überhaupt erst mal zu überlegen was ist den Sinn und Zweck des Meetings?

01:01:11: im radikalsten Fall auch wirklich auf das eine oder andere Format gänzlich zu verzichten.

01:01:16: Mich hat diese Idee auch zu sagen, dass ist die teuerste Form der Zusammenarbeit auch wirklich noch mal nachdenklich gestimmt denn wir sind so schnell bei der Hand ein Meeting einzustellen ohne zu reflektieren was es eigentlich ganz genau für unsere Wertschöpfung bedeutet.

01:01:31: und jetzt komme ich nochmal an den Punkt zurück was sich Eingang sagte.

01:01:34: also David hat es angekündigt, Hello Agile möchte ein Gewinnspiel ausloben.

01:01:39: Und wie genau das geht?

01:01:40: Das hat er mir selbst erzählt für euch damit ihr genau das Richtige tun könnt und vor allen Dingen gewinnen könnt!

01:01:46: Und so funktioniert es.

01:01:48: Mach'e ein Foto von dein Buch egal wie mit deinem Gesicht drauf oder nicht mit deinm Gesicht drauf in der Hand auf dem Tisch wo auch immer und schick uns das entweder an david.helloagile.de oder Meetings.hellowedage.de Oder mir per LinkedIn oder wohin auch immer.

01:02:02: Und da bist du automatisch im Los-Top und unter allen, die das machen verlosen wir ein Training von Hello Agile.

01:02:08: Die Adressen ebenso wie sämtliche Informationen rund zu den Buchpartys findet ihr natürlich in den Show notes auch zu dem Gewinnspiel.

01:02:16: Ich kann euch selbst leider kein Gewinnenspiel in Aussicht stellen aber ich kann euch was anderes in Aussichtsstellen nämlich dass es nächste Woche weitergeht mit einer sehr spannenden Folge bei Good Work.

01:02:26: und bis dahin habt ihr genau neben dem.

01:02:28: Gewinnspiel neben der Buchparty nehmen allen anderen Dingen, die hier heute zu erledigen sind und natürlich das Buch zu kaufen.

01:02:34: Eine einzige Aufgabe nehme ich hinterlasst ein paar Sternchen bei Good Work auf Spotify oder auch bei Apple Podcasts.

01:02:41: schaut doch gerne mal bei YouTube vorbei.

01:02:44: immer Mal wieder veröffentlichen wir auch ganz so folgen als Video.

01:02:47: Auch da sind spannende Dinge dabei.

01:02:49: also schaltet nächste Woche wieder ein wenn es heißt herzlich willkommen by good work.

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