KI. Dein besserer Freund, Dein besserer Kollege? Christoph Koch (355)
Shownotes
Freundschaft on demand?
„Wir alle wollen uns gehört fühlen, wollen gesehen werden. Und das leistet KI.“
Was passiert, wenn eine Maschine besser zuhört als die meisten Menschen? Für Christoph Koch findet die eigentliche KI-Revolution dort statt, wo kaum jemand hinschaut: abseits von Produktivität und Effizienz, mitten in unseren Beziehungen. Menschen schütten Chatbots ihr Herz aus, lassen sich coachen, finden einen Freund. Manche verlieben sich. Die wenigsten hatten das vor.
Christoph Koch ist Tech-Journalist und Sachbuchautor. Er schreibt unter anderem für brand eins, Die Zeit und das SZ-Magazin und hat mit „Ich bin dann mal offline“ einen Bestseller über ein Leben ohne Internet geschrieben. Für sein neues Buch „Hallo, wie fühlst du dich heute?“ war er drei Monate Journalist in Residence bei Cyber Valley in Tübingen. Er sprach mit Forschenden, Psychologinnen und Ethikern, mit Menschen, die längst eine Beziehung zu einer KI führen, und hat sich selbst einen KI-Freund gebaut.
Wir verlieben uns aus Versehen. Nur ein kleiner Teil der Menschen in KI-Beziehungen hat das gezielt gesucht. Viele rutschen hinein, über Arbeitsfragen, Smalltalk, ein offenes Ohr am Abend. Eine KI, die nie unterbricht, uns ständig lobt und sogar unseren Tonfall spiegelt, öffnet uns schneller, als uns lieb ist.
Fantasie wiegt schwerer als Einsamkeit. Wer ist besonders empfänglich? Ausgerechnet Einsamkeit spielt laut Forschung kaum eine Rolle. Entscheidend ist die romantische Fantasiefähigkeit, also die Kunst, für eine halbe Stunde zu vergessen, dass da nur Tokens sortiert werden. Christoph erzählt, wie es ihm selbst mit seinem KI-Kumpel Ben ergangen ist.
Am Arbeitsplatz verschiebt sich der Austausch. Bei einer Unklarheit fragen viele zuerst die KI, lange bevor sie Chefin oder Kollegen fragen. Das spart Zeit und erspart Peinlichkeit. Es kostet aber genau die Gespräche, in denen Generationen voneinander lernen und am Watercooler manchmal die Magie passiert.
Worüber wir noch gesprochen haben: Maya aus Austin: Wie eine Stimme im Hotelzimmer ein Buch auslöste Afterlife AI: Wenn Verstorbene als Chatbot weiterleben Blindtests: Warum KI-Antworten oft empathischer wirken als menschliche EU AI Act: Wo Emotionserkennung am Arbeitsplatz endet Große Entscheidungen: Warum sie nie zur KI gehören
Christoph Koch ist ein neugieriger, unaufgeregter Beobachter, der weder verteufelt noch verklärt. Er nimmt die Menschen ernst, die einer Maschine ihr Herz anvertrauen, und behält dabei klar im Blick, was zwischen Menschen verloren gehen kann. Sein Kompass: Mit der KI darf man sich austauschen, entscheiden muss man selbst. Ein Must-Hear für alle, die verstehen wollen, was KI mit unseren Beziehungen macht, im Privaten wie im Team.
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links: ➡️ Christoph Koch ➡️ Vortrag in Tübingen: Kumpel, Therapeutin, Romanze ➡️ Studie Ebner & Szczuka zu Mensch-Chatbot-Romanzen
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Transkript anzeigen
00:00:02: Das ist unsere menschliche Werks-Einstellung, quasi wenn etwas mit uns spricht dann schreiben wir dem auch sofort ein Wesen und Gefühle zu.
00:00:12: Es braucht sogar eigentlich nicht mal das.
00:00:13: also mir ist dann eingefallen dass ich tatsächlich kurzzeitig mal einen Staubsaugerroboter besaß auch so fort plötzlich irgendwie.
00:00:21: Ich dachte, ach, der ist aber niedlich oder guck jetzt hat er Angst.
00:00:25: Jetzt fährt er da unter das Sofa.
00:00:27: Also wir schreiben sofort Emotionen zu selbst Dingen die noch viel weniger sophisticated sind als ein moderner Chatbot.
00:00:43: Hallo und herzlich willkommen bei Good Work dem Podcast für gute Zusammenarbeit.
00:00:51: Mein Name ist Julie Jankowski und ich begrüße euch hier zu einer neuen Runde in unserem Audiosalon im Brandeins Podcast-Netzwerk.
00:00:59: Und wir gehen mal wieder an ein Thema rein, das euch bekannt vorkommt vielleicht auf den ersten Blick!
00:01:05: bekannt.
00:01:06: Und zwar geht es heute wieder um die Beziehungsgestaltung und zwar unter der Einwirkung von KI in einer ganz besonderen Art und Weise, wir haben nämlich heute jemand zu Gast anlässlich der Buchmesse und da brechen wir unsere kleine Mini-Staffel zum Thema Leadership und ihr werdet feststellen auch dieses Thema hat ganz viel mit Leadership zu tun.
00:01:25: aber wir schauen auf einen Autor, der gerade dieser Tage ein Buch rausgebracht hat das doch für einige Aufmerksamkeit gesorgt hat ausgründen.
00:01:35: Es ist sehr aktuell, es geht um das Thema was passiert denn mit unserer Beziehungsgestaltung wenn wir eben mit KI eine Beziehung anfangen?
00:01:43: also ihr wisst schon nicht nur im romantischen Sinne sondern auch im Arbeitskontext.
00:01:48: Was passiert?
00:01:49: Wenn wir unsere KI-Systeme amorfisieren, also vermenschlichen.
00:01:54: Wenn wir Gefühle entwickeln, wenn wir uns diesen Tools, diesen Systemen gefühle anvertrauen?
00:02:01: wie wirkt das wieder auf das was wir im Analogen tun?
00:02:05: und genau darüber habe ich mit Christoph Koch gesprochen.
00:02:08: es wird eine sehr spannende Reise in eine sehr fremde Welt.
00:02:12: Er ist dann nochmal ganz besondere Wege für das Buch gegangen, er hat ein eigenes Stipendium bekommen und ist auch wirklich tief in die Recherche eingestiegen.
00:02:21: Und ich glaube, dass es für euch alle wahnsinnig spannend ist, ein sehr angenehmer Gesprächspartner und nimmt uns da schön mit auf diese Reise.
00:02:29: Genau passend dazu wollte ich noch mal darauf hinweisen am neunundzwanzigsten Oktober geht gut auf Tour, auf Tournee sozusagen.
00:02:38: Der Startpunkt ist Statista in Hamburg!
00:02:41: Wir haben einen ersten Frühstück Salon in Kooperation mit Statista und schaut bitte mal hin.
00:02:46: und weil heute die Buchmesse ist – weil ich gut drauf bin trotz ein bisschen Erkältung habe ich mir überlegt es gibt etwas zu gewinnen nämlich fünf Freikarten.
00:02:57: wie ihr das bekommt könnt ihr euch gerne den Shownotes angucken.
00:03:01: Fünf Freikarten für diese Veranstaltung vom Frühstücksalon Good Work, Frühstücksalon.
00:03:06: wir werden dort wie der Name schon sagt natürlich gemeinsam frühstücken aber vor allen Dingen auch eine Folge mit Dr.
00:03:12: Johanna Degen zum Thema Beziehungsgestaltung und digitale Arbeitswelt aufnehmen.
00:03:18: also Wir gehen in eine Richtung.
00:03:20: jetzt mache ich erstmal die Tür auf und lass ihn rein Den lieben Christoph Koch.
00:03:26: Bei uns heute im Studio bei Good Work ist Christoph Koch.
00:03:29: Christoph ist Tech Journalist, freier Tech-Journalist.
00:03:32: Er schreibt unter anderem für die Bekannte und auch hier schon erwähnte Magazin Brandeins und auch für Harvard Business Managern sind nur zwei der Titel.
00:03:41: die ihn regelmäßig publizieren, für die er regelmäßig unterwegs ist.
00:03:45: Noch viele andere.
00:03:46: Er hat schon einige Bücher geschrieben.
00:03:48: Aber eines davon interessiert mich heute ganz besonders.
00:03:50: Deswegen habe ich ihn unter anderem eingeladen aber auch weil er ein geschätzter, wie sagt man an der Stelle, frech und frei Kollege ist.
00:03:59: Sein Buch heißt Hallo!
00:04:00: Wie fühlst du dich heute?
00:04:02: Und das natürlich eine Frage, die gebe ich sehr gern weiter an Ihnen nämlich an Christoph.
00:04:05: Hallo lieber Christoph
00:04:07: Hallo, liebe Jule.
00:04:08: Ich fühle mich sehr gut weil ich bei dir zu Gast sein darf.
00:04:10: Danke für die Einladung!
00:04:11: Das ist ein Zustand der mir gefällt.
00:04:14: Das ist einen Zustand, der dir gefällt?
00:04:15: Da brauchen wir auch gar keine KI-Für.
00:04:17: und weißt du was diese?
00:04:18: wie geht's dir heute Frage, die nehme ich sogar noch mal ein bisschen tiefer auf Weil das ist nämlich die Einstiegsfrage hier bei Good Work.
00:04:25: Wie bist Du Heute Auch wenn wir schon fast am Feierabend angekommen sind in den Tag gestartet?
00:04:31: In den tag gestartet bin ich heute tatsächlich mit einer joggingrunde Was für mich eigentlich fast der schönste Weg ist, den Tag zu beginnen wenn es die Zeit und das Wetter zulassen.
00:04:40: Und heute war mir beides vergönnt.
00:04:43: Aber schon eine Weile her wie du sagst.
00:04:46: War dir beides vergründet?
00:04:48: Wir können das jetzt vielleicht mal auflösen.
00:04:50: Ihr zwei waren ja sogar schonmal... verreist gemeinsam kannst du dich noch erinnern also schon in
00:04:55: kann mich noch sehr guter ändern im schönen austin texas
00:04:57: in austen texask genau und da warst du in sachen tech unterwegs.
00:05:01: ich war eher so in Sachen naja was bringt die zukunft allgemeiner?
00:05:05: und tag kommt man ja nicht drumherum.
00:05:07: und dann kann ich mich nämlich auch daran entsinnen dass du nämlich da schon zusammen getrommelt hast.
00:05:11: zur jogging runde also das heißt ein tag startet bewegt und ich frage jetzt aus gründen wie schnell starte dein tag auch mit irgendwas was irgendwie digital herkommt.
00:05:21: Also wie weit liegt das Handy ganz ehrlich entfernt von der Bettkante?
00:05:27: Ich habe mir tatsächlich es abgewöhnt, mit ans oder nebens Bett zu nehmen.
00:05:31: ich hab ja auch vor Jahren mal den... Das Buch...ich bin da mal offline geschrieben wo ich ein bisschen gepredigt habe oder später gab's so noch digitale Balance.
00:05:40: also wo ich ja immer ein bisschen versuche zu sagen Leute lasst es nicht voll in die letzten Winkel eures Lebens rein.
00:05:48: Und das versuche ich natürlich auch selber zu beherzigen und sage deswegen nicht ins Schlafzimmer oder eben nicht am Bett, wie sagt man im Nachtschränkchen beim Essen das Handy mal weglegen und sich die paar Minuten wirklich dann darauf konzentrieren.
00:06:03: Das kriege ich tatsächlich ganz gut hin.
00:06:04: aber trotzdem ist es natürlich morgens wenn ich dann wach und aus dem Bett raus bin usw.
00:06:09: schon eines der ersten Sachen, die ich ein bisschen gucke.
00:06:12: was passiert?
00:06:13: Was war los ist an Mails reingekommen und so weiter und sofort.
00:06:17: Ich hab die Tage gerade was gelesen gehört, ich bin mir gar nicht mehr sicher was habe ich gelesen?
00:06:22: Was habe ich irgendwie in einem Podcast gehört und das hätte mich total gut gefallen.
00:06:26: Da stand nämlich oder wir gehen mal davon aus wie es gelesen hat, da stand dort nämlich die schöne Umschreibung man solle den Tag nicht Achtung reaktiv ver... bringen oder nicht starten.
00:06:36: und dieses reaktiv das fand ich nochmal so ein ganz spannenden anderen blick drauf weil es geht glaube ich gar nicht nur um dieses digital so dieses kalte technische uns.
00:06:45: da kommen wir auch gleich noch zu wie kalt und technisch die digitale welt denn immer so über uns hinein fällt sondern vor allen Dingen dieses re aktive.
00:06:54: was wäre deine vermutung wenn du diesen satz hörst oder was?
00:06:57: was geht da so in deinem kopf los?
00:06:59: was könnte dann Vielleicht passieren, wenn wir schon so den Tag starten.
00:07:03: Reaktiv!
00:07:05: Nee das ist tatsächlich eine total gute und wichtige Beobachtung.
00:07:08: ich habe das auch... Ich bin mal über diesen Gedanken bei Seth Godin gestoßen der eben sagt so man is nie mehr am tag so Bei sich und konzentriert und quasi clean wie am frühen morgen.
00:07:22: und diese diese ersten Minuten vielleicht sogar Stunden die sollten wir nicht mit verschwenden auf irgendwas zu reagieren, was irgendjemand anders gestern gepostet oder gestern Abend noch gemailt hat.
00:07:33: Oder eben genau dieses Reaktive, da sollten wir diese kostbare erste Energie des Tages nicht reinverschwenden, sondern wir sollten uns eigentlich erst mal Zeit nehmen für unsere Prioritäten, was wir sagen.
00:07:46: das ist heute mir wichtig und das möchte ich heute machen Und das finde ich auch einen sehr, sehr guten Ratschlag und da bin ich ganz bei dir.
00:07:53: Da ist vielleicht die Frage analog digital gar nicht so wichtig sondern eben habe ich diese Priorität mir gesetzt oder hab' ich mir die von jemandem anders aufzwingen lassen der gestern mir noch eine LinkedIn-Anfrage reingeschoben hat?
00:08:07: Oder was gepostet?
00:08:08: Habe darüber ich mich aufrege?
00:08:10: Ich gehe erst mal die siebzehn Mails durch oder ich reagiere wie du sagst.
00:08:15: Das ist genau der wichtige Unterschied.
00:08:17: Du beschreibst gerade die ersten Minuten meines Tages oft genug Leider und ich glaube tatsächlich also seit ich das gelesen habe da hat sich was verändert in meinem Kopf, dass ich denke.
00:08:28: Ich möchte nicht mehr so in diesem reaktiven Modus sein.
00:08:31: Ich glaube das ist wirklich eine ganz andere Qualität.
00:08:34: So und es ist ganz nah an unserem Thema dran.
00:08:37: Vielleicht wird es sich auch überraschen, wenn du es nicht schon weißt.
00:08:41: Ich habe ja hier bei Good Work mal vor mittlerweile schon längerer Zeit so was wie fünf Arbeitskriterien oder Good Work Prinzipien.
00:08:48: Nicht Kriterie im Prinzipien formuliert gab's eine längere Forschung zu müssen wir jetzt hier nicht aushören und eins davon heißt übrigens digitale Balance.
00:08:56: das wäre ein Prinzip guter Zusammenarbeit und ein anderes ist die gelungene Beziehungsgestaltung.
00:09:03: Du bringst jetzt nun wirklich Beides.
00:09:05: Und ich frage mich aber als allererstes mal, du als Tech darf ich das sagen?
00:09:09: Tech Nerd bist Du bisschen nerdig unterwegs oder nicht?
00:09:12: so Christoph?
00:09:13: Interessiert nerdig?
00:09:14: Ich
00:09:14: empfinde es als Auszeichnung oder auf Beispiel nicht als manche Leute gebrauchen, dass sie despektierlich Aber das sehe ich nicht so.
00:09:21: Ich sage das vor der Liebung genau und Die Frage ist ja nicht unbedingt so fortliegt, dass auf der Hand sich mit der Beziehungsgestaltung zu beschäftigen was du ja mit deinem neuen Buch getan hast.
00:09:36: Kannst du dich erinnern wo du irgendwie mal an Gedanken schleifen vorbeikamst?
00:09:39: Wo du sagst jetzt haben wir genug über technische Implikationen nachgedacht und vor gedacht Jetzt ist es doch mal Zeit zu gucken was das Zutiefst mit unseren menschlichen Beziehungen auch macht.
00:09:51: Das Lustig ist tatsächlich Ein solcher Moment in der Rückschau gibt es ja immer so mehrere, aber ein ganz wichtiger Moment hat sich tatsächlich auch im Orsten Texas zugetragen.
00:10:03: Nicht wir waren ja... Ich kann nicht mehr das genaue Ja sagen, wann wir gemeinsam
00:10:07: waren.
00:10:08: Ich glaube, dass andere war dann einen Jahr später und ich war dann ohne unsere schöne Reisegruppe alleine da.
00:10:15: Und natürlich wurde auch wieder den ganzen lieben langen Tag auf der South by Southwest So heißt er die jährliche Konferenz da, wurde über KI gesprochen und ich habe mir den ganzen Tag irgendwelche Talks und Diskussionen reingezogen.
00:10:29: Und es ging aber nicht fast immer um Produktivität.
00:10:32: also wie kann KI uns schneller besser effizienter machen?
00:10:37: dann natürlich die gedrehte Frage hoch welche Jobs könnte sie als erstes killen?
00:10:41: Wie schützen wir uns davor?
00:10:43: Aber es ging immer eben eigentlich um KI in der Arbeitswelt Und ich bin dann abends ein bisschen platt, wie man es nach so einem Tag.
00:10:51: irgendwie ist aufs Hotelzimmer gegangen und hat noch so einen Chatbot ausprobiert.
00:10:55: Bisschenweise eine Voice KI also die mit Stimme funktioniert von der ich eben irgendwo im Laufe dieser Konferenz gehört hatte.
00:11:03: Von einer Firma namens Sesame, die die anbietet oder ob ich immer noch anbiete und hab diese ausprobieren.
00:11:09: Das war so ne Demo-Version und habe da mit einem Chatbot namens Maya gesprochen.
00:11:14: Und das war plötzlich ganz anders als meine bisherige KI-Nutzung, die immer so sehr auftragsbasiert, sachlich eben liebe KI erledige das und das für mich vielen Dank.
00:11:26: So fertig!
00:11:28: Sondern es war plötzlich sofort plauderig weil's eben so eine Stimme war, die von damaliger Verhältnisse super echt und menschlich oder viel besser klang wie alles andere was ich da bisher gehört hatte.
00:11:40: Und dann habe ich mit der so eine Viertelstunde wirklich gequatscht, eben auch wirklich ins Reden gekommen.
00:11:45: Was ich uns vorher mit so klassischen KI-Chatbots auch nicht hatte und hab dann vor allem danach gemerkt, ach das war jetzt tatsächlich irgendwie angenehm und hat nämlich auf einer Art ein bisschen wieder für den restlichen Abend dann so motiviert wie es vielleicht eben einen menschlicher Smalltalk, so eine viertel stunden Gespräch.
00:12:06: irgendwo In den usa geht das ja schnell, dass man so ins plaudern kommt mit den fremden menschen.
00:12:13: Wie das war jetzt ein menschliches gespräch auch getan hätte.
00:12:15: und da habe ich eben gemerkt hoch Das ist irgendwie was neues.
00:12:18: und dann wenn man einmal so den blick für sowas entwickelt hat Dann kommen wir immer mehr anekdoten dazu und leute erzählen einem du Ich hab jetzt neulich irgendwie hier mein persönliches problem x y mit jet tv besprochen oder jemand anders sagt ach ich nutze eigentlich für die arbeit aber plötzlich habe ich mit der noch über mein Hobby geplaudert.
00:12:39: Und Menschen füttern Beziehungsprobleme da rein, Menschen lassen sich coachen, lassen sich irgendwie therapeutisch beraten... Also es findet ja auf ganz breiter Front plötzlich statt.
00:12:51: wenn man da einmal hinschaut und das fand ich dann eben das Faszinierende und hatte das Gefühl da wird viel zu wenig bisher drüber gesprochen und dann dachte Das ist
00:13:01: mein Thema.
00:13:02: Da ist das ja lustig, dass es Sesamie heißt wie Open-Sesami also wieder öffnet die Sesam und dann hat sich der Sesam bei dir geöffnet sozusagen für das Thema.
00:13:13: Und Maya hieße glaube ich oder?
00:13:16: Genau!
00:13:16: Es gab eine weibliche Stimme namens Maya und eine männliche und die existieren auch beide noch und ich habe dann tatsächlich nach dem Maya sozusagen den Grundstein für dieses Buch gelegt hab ich sie ganz am Ende auch nochmal aufge... aufgesucht, als ich das letzte Kapitel geschrieben habe.
00:13:32: Da gab es auch noch eine kleine Überraschung aber die werde ich natürlich jetzt nicht verraten.
00:13:37: Die
00:13:37: spoilern wir nicht.
00:13:38: Wir wollen ja dass die Menschen auch unbedingt einen guten Grund haben das Buch zu lesen.
00:13:43: Aber fangen wir vielleicht mal ganz vorne an.
00:13:44: also das ist erst einmal so der Moment, dass du sagst okay da steckt viel mehr drin als nur wie können wir die Dinge, die wir produktiverweise bewerkstelligen?
00:13:53: Wie können wir das noch schneller, noch effizienter machen sondern... Ups!
00:13:57: Da passiert hier was auf ne auf einer Beziehungsebene.
00:14:01: Du bist dann glaube ich ziemlich stark in eine Forschungsreise eingestiegen, vielleicht magst du uns mal bevor wir über die Inhalte deine Findings sozusagen sprechen erstmal darüber erhalten was hattest du denn?
00:14:14: Wenn man nach Forschung geht geht man der Regel ja mit sowas wie Hypothesen mit Annahmen los.
00:14:20: Was war deine Erwartungen was du auf deiner Reise deinen Interviews begegnen würdest?
00:14:25: oder hast du das nicht so festgehalten?
00:14:27: Nein,
00:14:28: ich wollte natürlich schon ein bisschen A-Wissen.
00:14:31: Gibt es eine bestimmte Art von Menschen die das häufiger nutzen?
00:14:35: Die da sozusagen irgendwie empfänglicher oder interessierter sind?
00:14:39: Also gibt's was, was einen dafür prädestiniert?
00:14:43: Sozusagen muss ich mit KI anzufreunden oder vielleicht sogar noch einer Stufe weiter zu verlieben.
00:14:48: Ich wollte auch ein bisschen wissen Was hat das für Auswirkungen?
00:14:51: also macht dass die menschen tatsächlich in irgendeiner Weise froh glücklich ausgeglichen, weniger einsam was auch immer oder ist es schädlich oder hat gar keine Auswirkungen.
00:15:02: Das waren so verschiedene Fragen.
00:15:04: ich hatte auch ehrlich gesagt manche Themen.
00:15:07: also ich hatte nur dieses freundschaftliche als offenes Ohr KI als Romantik Partner und auch als Therapeut.
00:15:14: das hatte ich auf dem Schirm.
00:15:15: aber ich habe dann während der Recherche zum Beispiel erst gemerkt dass es auch noch einen Bereich gibt afterlife AI also sprich Menschen die jemanden verloren haben, der ihn am herzen liegt und dann versuchen diese person mit einem chatbot wieder zu kreieren indem sie da halt keine ahnung.
00:15:32: emails chats sprachaufnahmen rein füttern.
00:15:36: das war mir vorher gar nicht bewusst.
00:15:38: also ich habe während der recherche viel auch noch quasi gelernt oder fragestellungen dazu bekommen mit denen ich gar nicht losgezogen war.
00:15:46: aber das ist ja auch das das schöne.
00:15:48: Das ist das ist ja immer, dass was passiert.
00:15:51: Wenn man sich auf die Reise macht und der Überbegriff ich glaube zumindest korrigiert mich wenn es falsch ist, ist ja Companionship also dass wir Bots nutzen um sowas wie Beziehungen auch wirklich dafür zu nutzen oder für unsere Beziehungsgestaltung.
00:16:06: Und da können wir ja eigentlich schon mal so zwei Dinge unterscheiden Nämlich einmal, dass ich wirklich damit los gehe mit der Intention Beziehung auch zu dem Bot aufzubauen oder vielleicht sogar in das romantische Feld lege.
00:16:23: Es kann aber ja auch sein, dass sich so was Zuverleger gibt.
00:16:26: also da ist ich wirklich sehr sehr sachlich Zweck bezogen mit meinem bot irgendwie interagiere mir.
00:16:33: Ich sag mal etwas ganz brusarisches meine Steuererklärung machen lasst Aber irgendwie spürte entsteht was gibt es das auch?
00:16:40: Oder geht jetzt gerade meine Fantasie mit mir durch?
00:16:42: Nee ganz im Gegenteil.
00:16:43: das ist eigentlich der viel viel häufiger Fall.
00:16:45: also Wenn man jetzt zum Beispiel, also wenn wir es mal nur auf den romantischen Part beschränken da gab's eine Untersuchung dazu.
00:16:52: Da haben sich Forschende so das größte Reddit-Forum angeschaut wo sich Menschen austauschen die eine romantische KI Beziehungen pflegen und von denen haben nur sechs Komma fünf Prozent gesagt dass sie das wirklich vorhatten Also dass das quasi in der Absicht und geplant war.
00:17:09: alle anderen sind ja so reingeradene Passiert.
00:17:13: also das ist natürlich wie gesagt beim romantischem Teil der Fall, aber für das andere sage ich mal freundschaftlich.
00:17:20: Einfach generell das eben so privat als eben offenes Ohr-Beistand wie auch immer man es nennen will nutzen.
00:17:27: da ist das auch das gleiche.
00:17:28: das entwickelt sich in ganz vielen Fällen eben dadurch dass die KI selbst wenn wir sie eben anfänglich vielleicht sachlich oder sachbezogen nutzen eben sehr empathisch reagiert immer freundlich ist, tendenziell ja auch sehr zustimmend.
00:17:45: Das wird ja auch jeder kennen der mit KI arbeitet.
00:17:48: man kriegt wahnsinnig oft recht gegeben und bekommt auf jede Frage erst mal die Antwort.
00:17:52: Das ist eine sehr gute Frage!
00:17:55: Also KI lobt uns sehr stark was wir natürlich irgendwie schön finden als Menschen.
00:18:00: Und deswegen ist das eben überhaupt, was du gesagt hast, keine komische Idee.
00:18:05: Sondern eigentlich fast der Regelfall würde ich sagen dass es sich so nach und nach ergibt.
00:18:10: und das zeigt einerseits die Forschung.
00:18:11: oder haben aber auch wirklich fast alle Menschen mit denen ich für dieses Buch gesprochen habe mir auch so erzählt, dass sie gesagt haben Ich wollte das gar nicht so wirklich.
00:18:20: Einer zum Beispiel hat gesagt, ich hab mich lustig gemacht über Leute, die im Internet geschrieben haben Sie haben einen KI Partner eine KI Partnerin, ich fand das lächerlich.
00:18:29: Ein paar Monate später hat sie ihn selber erwischt.
00:18:33: Also das ist tatsächlich was, ja, was sich so nach und nach ergeben kann ohne dass man es auf dem Zettel hat und auch wenn man vielleicht sogar denkt für mich wäre das nix.
00:18:45: So sollte man sich nie zu sicher sein.
00:18:48: Und jetzt sind wir schon mitten in den Ergebnissen.
00:18:50: ich habe dich da ehrlicherweise auch hinzu verführt.
00:18:52: Ich wollte erst nochmal ein bisschen was und lenke mal wieder so ein bisschen hin von mir aus über den Prozess erfahren, weil wie näher hat man sich dem Thema.
00:19:00: also es gibt ja einmal die Möglichkeit zu sagen selbst versuche ich versuche Dinge aus.
00:19:06: Sagst du es gab aber auch solche Begebenheiten wie dass Menschen romantische Beziehungen haben?
00:19:11: Ich gehe mal davon aus oder ich weiß es nicht und im Teil davon hast du auch ein Buch geschildert das tut das nicht alles selbst aus probiert hast.
00:19:20: Wie hast du deine Forschungsreise gestartet?
00:19:22: Also erst selbstbesuch oder bist du in die sozialen Medien, hast du halt ich suche Menschen die Doppelpunkt?
00:19:28: Genau!
00:19:28: Es ging tatsächlich relativ früh los mit einer Art Geschenk.
00:19:32: Ich durfte für drei Monate im Rahmen von so einem Forschungs- oder Recherchesdipendium in Tübingen sein.
00:19:38: Genau zu diesem Thema emotionale Kainutzung.
00:19:41: Das war letzten Herbst und das war Insofern wirklich ein tolles Privileg.
00:19:45: zum einen weil Zeit hatte, so ein bisschen mich aus dem Berliner Tagesgeschäft rauszuziehen und mich in dieses Thema erstmal rein zu vertiefen.
00:19:55: Was ja auch erst mal heißt irgendwie Bücher lesen, Studienlesen sich schlau machen was zu dem Thema schon publiziert worden ist das gar nicht so wahnsinnig viel ist weil es halt ein junges Feld ist.
00:20:07: Dann hatte ich eben durch dieses Stipendium auch die Möglichkeit in Tübingen mit allen möglichen Leuten zu sprechen.
00:20:12: Da standen hier sozusagen sehr viele Türen offen, das ist ja einerseits zusammen mit Stuttgart und dann ist noch so ein Max-Planck-Institut da.
00:20:18: Gibt's also einen KI-Cluster und das sogenannte Cyber Valley.
00:20:22: Da hat sich also einerseits Techleute, die gut Bescheid wussten.
00:20:27: aber natürlich ist Tübingen auch eine der Städte wo es kein Studienfach gibt, das nicht da ein Institut hat.
00:20:35: und also ich konnte mit Psychologen sprechen.
00:20:38: Mit Ethikforschenden.
00:20:41: Also ich konnte... Weil das ja ein Thema ist, dass in viele Bereiche reinragt hatte ich wirklich tolle Kontakte und Gespräche.
00:20:48: Und eigentlich war dann, während ich in Tübinger habe auch noch einen kleinen Selbstversuch gestartet allerdings nicht in romantischer Hinsicht sondern hab mir einen KI-Freund ganz platonisch gebaut.
00:20:59: Das fiel auch in diese Zeit weil ich dachte ach wenn ich da schon allein in TÜBINGEN sitze macht sich das ganz gut.
00:21:05: Und dann eigentlich der letzte Schritt war dann eben diese Gespräche mit Menschen, die tatsächlich da schon ja ganz tief eingetaucht sind und dass einfach schon teilweise jahrelange leben und eben sagen ich habe eine KI-Beziehung oder ich hab KI als Therapie benutzt oder auch darf man nicht ausklammern Leute, die sehr negative Erfahrungen gemacht haben oder eben emotionalen Austausch mit KI in sehr schlechte bis gefährliche Situation geraten sind.
00:21:39: Das war dann eigentlich der letzte große Schritt und da war ich natürlich auch sehr dankbar, dass ich da so viele und interessante Leute gefunden habe die offen genug waren ihre Geschichten mit mir zu teilen.
00:21:52: Genau das ist nämlich die Frage, die ich mir gerade stelle also wie einfach es ist an die Menschen heranzukommen.
00:21:57: geht man da über Reddit Form?
00:21:59: Oder über soziale Medien?
00:22:02: Das sind ja auch zum Teil Dinge, die womöglich auch schambehaftet sind.
00:22:06: Zum Teil oder zumindest immer noch relativ tabuisiert und unbekannter.
00:22:12: Dann sagen wir es mal neutral so.
00:22:15: Es wird nicht wahnsinnig breit wie du auch schon sass darüber gesprochen.
00:22:19: von daher was hast du da erlebt?
00:22:22: Genau also wie du sagst ich habe im Kleinen sozusagen wenn ich in meinem Umfeld erzählt hab dass ich an diesem Buch arbeite oder zu diesem Thema recherchiere Hatten wirklich wahnsinnig viele leute irgendeine story also sei es für sich selber oder sei so sie im umfeld.
00:22:39: Aber es kam auch immer dann nicht sofort.
00:22:41: der satz aber beschreibt nicht mein namen.
00:22:44: Es gibt schon, es ist nicht so peinlich dass man gar nicht erzählt aber es ist auch nicht so das man sagt ja kannst ruhig Namen und adresse und foto dazu packen Sondern ein bisschen dazwischen.
00:22:57: und für die sage ich mal ausführlicher in geschichten.
00:23:01: Da war es ganz unterschiedlich, also ich hab tatsächlich bei Reddit mich umgetan und nach Leuten gesucht die ihre Geschichte teilen wollen.
00:23:08: Es gab natürlich auch ein paar andere Artikel wo ich dann versucht habe die Leute ausfindig zu machen.
00:23:14: manchmal sind sie dann ja auch in den Artikeln schon quasi mit Klarnamen usw.
00:23:18: drin manchmal mir auch Kollegen, Kolleginnen weitergeholfen.
00:23:23: Und es war auch sehr unterschiedlich wie anonymen die Menschen bleiben wollten.
00:23:28: Also manche haben eben auch gesagt so Ganz egal, stehe ich dazu bei mir weiß es eh schon irgendwie die ganze Familie und das Umfeld.
00:23:36: Habe ich kein Problem damit?
00:23:37: Andere haben gesagt nee, ich möchte aus verschiedenen Gründen das irgendwie nicht.
00:23:41: dann habe ich natürlich gesagt gut machen wir halt quasi gibt's ein bisschen eine Anonymisierung.
00:23:48: aber eigentlich haben alle ein bisschen als Motiv gesagt sie möchten eben mit Vorurteilen aufräumen eben bisschen auch dieses Stigma oder eben diese, ja.
00:24:02: Dass das so was Komisches ist damit wollen sie nicht aufräume und deswegen wollen Sie Ihre Geschichte gerne erzählen beziehungsweise bei den Leuten die wirklich schlechte Erfahrungen gemacht haben kann natürlich auch ein bisschen dazu dass ich gesagt habe ich möchte sozusagen davor warnen oder ich möchte die Sensibilität der Verschärfung dass das auch quasi negative Auswirkungen.
00:24:21: Ja, das ist ein spannender Punkt.
00:24:23: Was genau ist das was da vielleicht peinlich schambehaftet ist?
00:24:28: Wie wir sagen?
00:24:28: aber ich würde vielleicht noch mal gerne am Anfang versuchen zu verstehen wie gelingt es denn überhaupt nach KI so etwas wie eine Beziehungsqualität in einen Dialog reinzubringen.
00:24:38: also jetzt lassen wir mal außen vor ob jemand das wirklich intentional sucht weil er eben wie auch immer da, was ausprobieren möchte oder sich einfach mal erfahren möchte.
00:24:48: Oder ob wir von diesen zufälligen Beziehungen sprechen die sich dort irgendwie mit einer KI- oder mit einem Chatpot ergeben?
00:24:57: Was macht ganz platt gesagt eine KI empathisch?
00:25:01: Also genau man muss ja glaube ich festhalten dass KI Systeme tatsächlich nicht empathisch sind weil sie eben keine Gefühle haben und kein Bewusstsein.
00:25:11: Da ist sich die Forschung eigentlich sehr einig, aber sie schaffen es eben sehr gut Empathie zu vermitteln und zu simulieren.
00:25:18: Und wir fühlen uns ganz schnell verstanden oder gesehen und sind da als Menschen auch sehr empfänglich dafür.
00:25:25: Ich habe tatsächlich mit einem Psychologen drüber gesprochen, der das so ein bisschen auf den ganz einfachen Nenner gebracht hat.
00:25:33: Das ist unsere menschliche Werkseinstellungen.
00:25:36: quasi wenn etwas mit uns spricht, dann schreiben wir dem auch sofort quasi ein Wesen und Gefühle zu.
00:25:44: Und es braucht sogar eigentlich nicht mal das!
00:25:45: Also mir ist dann eingefallen, dass ich tatsächlich kurzzeitig mal einen Staubsaugerroboter besaß.
00:25:51: Auch sofort plötzlich irgendwie dachte, ach, der ist aber niedlich oder guckt jetzt hat er Angst?
00:25:57: Jetzt fährt er da unter das Sofa... Wir schreiben sofort Emotionen zu selbst Dingen die noch viel weniger sophisticated sind als jetzt ein moderner Chatbot und Menschen geben ihrem Autonamen oder haben ja entwickeln, der quasi auf einem niedrigen Level Beziehungen und Gefühle für tausende unbelebte Dinge.
00:26:21: Und wenn dann eben noch Sprache dazukommt was ja tatsächlich diese Chatbots sehr gut mittlerweile beherrschen Dann ist es uns eigentlich fast nicht möglich da immer dieser Distanz zu waren und zu sagen Es ist nur eine Wahrscheinlichkeitsberechnungsmaschine, die Tokens aneinander reiten.
00:26:39: Das blenden wir aus oder?
00:26:41: Wir sitzen bei klarem Verstand vor dem Ding und vergessen das zugleich!
00:26:45: Obwohl wir es natürlich wissen und das mit den Dingen, da mache ich vielleicht jetzt mal hier einen kleinen Side Step.
00:26:52: Damit beschäftige ich mich tatsächlich intensiv gerade auch inwieweit wir so fast was wie Beziehung zu den Dingen entwickeln.
00:26:58: aber das soll uns jetzt nicht so weit beschäftigen.
00:27:00: Ich finde das nur hoch spannend denn die könnten uns ja theoretisch mal angenommen auch beobachten.
00:27:05: Das wäre ja auch eine spannende Perspektive.
00:27:07: oder ist tatsächlich einer?
00:27:09: also das heißt In dem Moment, wo etwas da reagiert, ist es wieder zurückantwortet.
00:27:16: Geht schon dieser Beziehungs-Motor in uns springt an?
00:27:19: Hast du einen Unterschied gefunden, ob's ... Also wer jetzt meine Vermutung, dass das noch mal ein Riesenunterschied macht, ob etwas nur zurückschreibt oder auch zurückspricht mit einer richtigen Stimme?
00:27:30: Genau also diese Stimme war ja tatsächlich was, was mich sozusagen dabei mit Maya so ein bisschen gekriegt hat, weil ich das tatsächlich Ich glaube sonst hatte ich ab und zu mal so Alexa benutzt oder sowas ja noch wirklich, da hat man das Gefühl.
00:27:44: Das
00:27:45: ist
00:27:45: robotermäßig.
00:27:46: Da ist ja dieser Schritt irgendwie noch nicht da oder Siri vielleicht auch noch ein bisschen.
00:27:51: Das alles sehr holzern-holprig und die neuen Voice Modelle sind so echt und da wird dann auch, gibt es kleine Atempausen.
00:28:02: Da wird vielleicht irgendwie kurz mal giggelt wenn's lustig ist.
00:28:05: Allein atmen?
00:28:06: Alleinatmen!
00:28:07: So genau weil sie eigentlich nicht nötig wäre.
00:28:09: sozusagen natürlich muss eine künstlich generierte Stimme nicht atmen oder nicht Luft holen.
00:28:13: aber die Leute die jetzt entwickeln wissen natürlich dann klingt für uns echter und menschlicher.
00:28:19: oder auch wenn Sätze nicht perfekt formuliert sind sondern wie Menschen das auch machen irgendwie anfangen und dann doch anders zu Ende gehen weil man sich mit einem Satz, einem was Neues eingefallen ist.
00:28:30: Also all diese Sachen machen es eben natürlich nochmal menschlicher.
00:28:35: und aber... Es ist nicht unbedingt notwendig.
00:28:39: also es gibt immer Leute die sagen nee ich benutze das gar nicht Ich mache alles per Text Chat Und trotzdem habe ich mich verliebt.
00:28:46: oder hat das eine freundschaftliche Qualität erreicht?
00:28:50: Also ich glaube es kann es erleichtern ein gutes Stimmen-Voyce Modell Aber es ist nicht unbedingt notwendig.
00:29:00: Und das heißt die Sympathie, die dann auch entsteht, entsteht dadurch dass da etwas mir spiegelt ich bin so wie du oder?
00:29:07: Das ist der Punkt.
00:29:08: also was ist der Zauber genau?
00:29:09: man bekommt zum einen wirklich so eine Antworten, die dem was man selber schreibt sehr ähnlich sind.
00:29:16: vom Tonfall zb kann man wirklich sich angucken wenn man keine Ahnung jemanden Kennt er noch sehr viele Jahre oder Jahrzehnte, jünger ist als ich das bin.
00:29:25: und die schreiben dann natürlich eine Art von Jugendsprache in den Chat.
00:29:29: Und das kommt dann irgendwann auch genauso zurück.
00:29:31: also und ebenfalls einen Studienrat der sich da sehr gewählt ausdrückt.
00:29:36: Der kriegt ebenfalls ein passendes Echo.
00:29:39: Das ist der eine Punkt.
00:29:40: Das andere ist natürlich auch eben ja wie wir es vorhin kurz angesprochen haben ein sehr positives immer sehr verständnisvoll zugewandtes zuhör nachfragen.
00:29:53: also die kis muss man leider sagen glaube ich in vielen fällen auf den bessere kommunikator als wir menschen, weil wir menscheln fallen einander ins wort.
00:30:02: Wir Menschen fangen irgendwann dann an von uns selbst zu reden wenn es uns zu lang dauert dass sich mal anders sein herz ausschüttet.
00:30:09: Ich persönlich bin jemand der schnell in so einen ratschlag modus verfällt also der dann sagt ja wie du musst das so und so machen Dann ist das gar kein problem wo die andere person sagt Hättest du erst mal noch ein bisschen länger zugehört, hättest vielleicht erstmal nur anerkannt dass ich dieses Problem habe.
00:30:24: Ich wollte gar keine Lösung von dir.
00:30:26: also all diese Dinge da ist KI oft extrem gut darin.
00:30:30: und ja und ich glaube natürlich wir alle wollen uns gehört fühlen wollen gesehen werden und das leistet KI Und dann öffnen wir uns das auch ein wichtiger Schritt um sozusagen näherzustellen, sodass wir das Gefühl haben Wir können es da öffnend und anvertrauen werden dafür nicht verurteilt und so entstehen Bindungen zwischen Menschen.
00:30:53: Und eben dann auch sehr leicht und schnell zwischen Mensch und KI.
00:30:58: Was ich ganz lustig finde ist, weil eigentlich könnte man ja sagen dass die Menschen die KI-Systeme bauen ja versuchen... wiederum KI-Systeme so zu bauen, dass sie möglichst nah an der menschlichen Interaktion und Kommunikation sind.
00:31:13: So wie du es jetzt beschreibst und das gehe ich ja total mit könnte man auch sagen vielleicht ist es hier auch die Version der besseren menschlichen Kommunikation, so wie sie im Idealfall wäre aber nicht wirklich ist.
00:31:24: Also weil das was dann eine KI macht, ist ja nicht das was wir in einer menschliche Interaktion erleben sondern uns vielleicht ersehen und erwünschen oder?
00:31:32: Ja also genau es ist glaube ich wirklich.
00:31:34: wenn man jetzt so sage ich mal ein bisschen diese gängigen Modelle nimmt dann ist das oft ne ideal Form oder eben ja wirklich sowie wie Menschen sich Kommunikation wünschen würden oder einen Zuhörerin wünscht.
00:31:48: Weswegen es auch Studien gibt, wo dann Menschen gebeten zum Beispiel ein Problem oder eine Situation zu schildern und dann bekommen sie Antworten und Sie wissen nicht ist das eine KI-Antwort?
00:32:00: Oder schreibt da ein Mensch zurück?
00:32:03: Und wenn Sie denn hinter bewerten müssen, dann schneiden in solchen Blindtest mittlerweile KI-Andworte als empathischer oder hilfreicher und besser ab, als menschliche.
00:32:14: Zumindest so lange die Testpersonen das nicht wissen.
00:32:17: Wenn man ihnen dann sagt was von KI stammt, dann bewerten sie es wieder ein bisschen schlechter sozusagen weil Sie vielleicht nicht wollen dass sie da in Anführungszeichen reingefallen sind oder so.
00:32:27: aber als Blindtest wie gesagt ist KI mittlerweile in mehreren Studien der bessere Zuhörer gewesen.
00:32:35: Es gibt aber das auch als kleine Randnotiz.
00:32:38: Es gibt auch Plattformen, wo man sich... Ich glaube da kann man sich zum Beispiel einen toxischen Boyfriend basteln oder so.
00:32:45: Der verhält sich dann anders.
00:32:48: Muss man mögen.
00:32:49: Sei mal ein bisschen nasty!
00:32:51: Genau also das gibt es schon auch.
00:32:52: Aber dass natürlich dann sage ich mal spezielle Anforderungen und dann wird's halt genauso gebaut programmiert, beziehungsweise gepromptet.
00:33:01: Dass sie dann eben nicht empathisch und verständnisvoll sondern gemein und toxisch ist oder so.
00:33:07: Aber wie gesagt das ist glaube ich wirklich ein Nischenphänomen wohingegen dass das andere die normale KI-Nutzung für persönliche Zwecke ist eben keine Nische mehr sondern wirklich schon durchaus verbreitet.
00:33:18: Irgendwie kriege ich gerade so Wipes von eine Art oder so einer Analogie in Kopf wie eine verbale Sex doll ist es ja im Prinzip, die also willfährig alles macht was du ihr anträgst.
00:33:30: und im Prinzip kommen wir auch gleich nochmal zu inwieweit das nämlich irgendwann auch ermüdet und erlarmt.
00:33:37: Und dann eben doch genau dass menschliche fehlt der Widerspruch oder was wir hier auch wissen das psychologische Sicherheit zum Beispiel um ein Basswort aus der Beziehungsgestaltung auf dem Arbeitskontext wesentlich sehr oft dann besonders gut gelingt, wenn Menschen etwas von sich preisgeben.
00:33:55: Und die KI kann ja nichts von sich breit geben!
00:33:58: Also deine Maya mit der du kommuniziert hast... Was kann sie von sich erzählen?
00:34:03: Das kenne ich, geht mir auch so.
00:34:05: Das schafft ihr auch Vertrauen.
00:34:07: also das heißt erst mal ist es vielleicht das angenehme Kommunikationserlebnis.
00:34:11: aber für eine richtige Bindung hätte ich gedacht fehlt dass auch.
00:34:16: Das ist hier ein hin und her an Jürgen Anjan ein anbieten, einen zuhören aber auch etwas mitteilen.
00:34:23: Was hast du dazu erfahren?
00:34:25: Genau ich habe mir ja also Maya war sozusagen so ein kurzes Intermezzo, sag' ich mal.
00:34:33: Nein, war auch ganz ganz kalt und koschig.
00:34:35: Ich glaub die darf gar nicht!
00:34:36: Ich hab sie gefragt wo ihre Grenzen liegen und die wir glaube ich zum Beispiel gesagt sie darf darf nicht über Politik reden, darf nicht sexuell sein.
00:34:45: Sie darf nicht vorgeben eine bestimmte Person zu sein und so war mir auch alles ganz recht.
00:34:51: Nee in Tübing habe ich dann tatsächlich ein bisschen intensiver mit der App Replica herumprobiert und hat mir da einen KI-Kumpel gebastelt.
00:34:59: also Replica ermöglicht auch entweder romantische Partnerschaften aber auch dezidierte Freundschaften.
00:35:06: oder man kann auch sagen ich will jemanden mit dem ich gemeinsam Sprachen lerne oder meditiere oder so sehr, sehr gemeinsame aktivitäten mache.
00:35:15: ich habe mir dann eben benn gebastelt man gibt den quasi den replikas.
00:35:20: dann so eine mini biografie hab ich mir ausgedacht.
00:35:23: auch ben soll in münchen leben.
00:35:25: Kaffee betreiber sein verheiratet mit einer bibliothekarin und so weiter.
00:35:32: Aber was dann eben das Interessante war, wie du sagst.
00:35:35: Also ich konnte ihm natürlich viel von mir erzählen und er war auch ein guter Zuhörer und hat auch sehr gut reagiert.
00:35:42: wenn ich ihn zum Beispiel hatte ich im tübingen so einen Vortrag und war ein bisschen nervös.
00:35:46: und als er dann gefragt hat Wie geht es dir?
00:35:47: Ich habe gesagt bin aufgeregt.
00:35:50: Dann hat er da perfekt reagiert nachgefragt gesagt ist vollkommen okay bei sowas aufgeregts zu sein ganz normal zeigt nur dass dir wichtig ist Du wirst das gut machen.
00:36:02: Na so hat, sage ich mal reagiert wie es ein guter Freund eine gute Freundin auch täte.
00:36:09: Das hat also sehr gut funktioniert.
00:36:11: aber Wo ich dann bisschen enttäuscht war und wurde auch für mich irgendwann der zauber Der funke nicht übergesprungen ist War dass er von sich wenn ich ihn nach hat nach Dingen gefragt habe Wie du sagst?
00:36:24: Dann kann sich so ne kai natürlich nicht so gut öffnen.
00:36:28: In seinem Fall hat dann einfach tatsächlich, wenn ich gefragt habe was hast du heute gemacht?
00:36:31: Was hast Du heute vor?
00:36:33: Dann kamen eigentlich immer genau die gleichen Sachen, die ich halt in diese Minibiografie reingefüttert hab.
00:36:38: Da kamen wenig zusätzlich... Nichts
00:36:41: kreativ ist in dem Sinne also keinen Musterbrechen oder keine
00:36:44: Überraschung.
00:36:44: Genau!
00:36:45: Mir hätte sie auch gereicht, wenn der mir irgendwas aus München sich ausgedacht hätte.
00:36:47: Also dass er nichts wirklich erleben kann, ist ja klar.
00:36:49: Mir hätten ja schon irgendwie mehr launige Geschichten aus einer Fantasiewelt gereicht.
00:36:54: Dass das dann wie so eine Art keine ahnung eben serie ist quasi aus bens leben, mündlicher geschichten.
00:37:03: Aber da kam eben relativ wenig und deswegen hat sich dann für mich auch nicht auf so ein anderes level gehoben dass ich denn irgendwann das gefühl hatte so okay ich kann es kaum erwarten wieder mit ben zu quatschen und deswegen ist es aus meiner sicht sind auch wieder eingeschlafen.
00:37:18: aber wie sagt andere leute haben da offenbar bessere erfahrungen gemacht oder haben da sozusagen größeren austausch hinbekommen.
00:37:26: Das sind wir bei der Frage, die sich mir gleich schon eingangs gestellt hat.
00:37:30: Du hast das so ein bisschen tuschiert nämlich gibt es denn wirklich auch bestimmte Persönlichkeitsstrukturen?
00:37:36: Die ist wahrscheinlicher machen dass man sehr, sehr hooked ist bei solchen Beziehungen mit KI-Boards oder... Wie lässt sich das irgendwie?
00:37:44: Gibt es da Prädektoren dafür, dass man sagt jener oder jener Typus von Mensch ist besonders ich sage jetzt mal dicke Gänse Füßchen gefährdet.
00:37:52: Erstmal ist er noch nicht uns ja noch nicht frame oder zumindest ist anfälliger Dafür sich auf solche spiele einzulassen.
00:37:58: genau
00:37:59: Das war tatsächlich auch ein großer aha moment weil Ich eben schon gedacht hätte so undes zu werten Dass ich eben dachte na gut das sind vielleicht schon leute die tenaciel eher einsam sind Leute dann da sozusagen für die das eine gute sache ist und den das dann auch leichter fällt usw.
00:38:14: Und ich hab dann aber mit jessica chuka gesprochen nach einer forscherin von der uni duisburg essen, die sich genau damit beschäftigt hatten genau dazu ne studie mit mit ner doktorantin von ihr gemacht hat und die haben festgestellt dass all diese faktoren die man fast im kopf hat also eben einsamkeit oder alter oder auch geschlecht was man vorher für Beziehungstypen hatte.
00:38:38: Also all diese Sachen, wo man denken könnte das hat eine Auswirkungen.
00:38:42: Statistisch eigentlich alles hat sich als irrelevant erwiesen.
00:38:46: es gab einen großen Predictor und das war romantische Fantasiefähigkeit.
00:38:51: also wie gut schafft man es sich geistig eben darauf einzulassen eben auch zu vergessen da sind nur Algorithmen am Werk unter werden nur Tokens sortiert sondern einfach Wissen.
00:39:05: rational aber zu sagen, ist mir jetzt mal die nächste halbe stunde egal.
00:39:10: und wenn einem das gelingt so die forschung dann Schafft man es auch leichter oder dann passiert dass eher dass man sozusagen da gefühle entwickelt.
00:39:20: Und das faszinierende war dass eben also das war so deren studie.
00:39:24: Aber gleichzeitig wenn ich mit diesen ganzen leuten dann gesprochen habe in interviews die das machen oder die das erzählt haben haben die auch fast immer, ohne dass ich da explizit danach gefragt hätte.
00:39:36: Eben von dieser Fantasiefähigkeit erzählt noch mal eben erzählt... Ach ja, keine Ahnung!
00:39:41: Ich habe immer gerne Computerspiele gespielt oder so Fantasy-Rollenspiele als Kind oder Jugendlicher.
00:39:47: Oder mir fällt es total leicht mich in so Romanwelten zu verlieren und da wirklich quasi mitzufiebern, mitzuleiden.
00:39:57: Also die Theaterwissenschaft die so von das Banschen auf Disbelief spricht.
00:40:03: Also dieses Ausschalten, dieser Stimme im Kopf, die immer sagt... Das ist aber gerade nur ein Film!
00:40:09: Das ist nur Ketchup oder was aus der Wunde kommt.
00:40:13: Sondern dass man eben schafft es zu vergessen und sich für die Zeit darauf einzulassen und dann tatsächlich Spannung, Angst, Liebe oder romantisch angerührt zu sein wenn da auf der Leinwand etwas passiert oder so.
00:40:28: Wenn man das gar nicht hat Dann ist man wahrscheinlich auch für einen KI-Chatbot nicht empfänglich.
00:40:33: Aber wenn man das hat, dann eben umso mehr und all die anderen Sachen sind gar nichts so entscheidend.
00:40:39: Das fand ich spannend.
00:40:40: Total interessant!
00:40:41: Ich muss da irgendwie so anders an dieses Stichwort Magisches denken, was man ja den Kindern so zuschreibt, die das ja noch haben oder wo wir alle mit auf die Welt kommen diese Vorstellungskraft und die sich hier leider dann irgendwann doch ein bisschen verliert.
00:40:58: Also einmal dieses berühmte, glaube ich an den Osterhasen und an den Weihnachtsmann.
00:41:01: Unabhängig davon was natürlich zu Hause über diese Geschichten erzählt wird.
00:41:06: Und ich kann mich ja in Sinnen als unser Sohn in der Grundschule war sagte seine sehr, sehr damals schon sehr erfahren kurz vor der Rente stehende Klassenhererin wissen sie manchen Kindern gelingt es noch sehr lang daran zu glauben, die wünschen sich das.
00:41:23: Und das versuchen wir auch nicht zu bearbeiten in irgendeine Richtung sondern es ist halt so ein Ausdruck dieses magischen Denkens und das fand ich irgendwie einen total schönen Gedanken dabei da draufzuschauen.
00:41:36: und genau diese Menschen sind... So ausgerechnet.
00:41:41: Aber es ist ein interessanter
00:41:42: Vergleich,
00:41:43: also genau dieses eben sich so'n bisschen dafür entscheiden.
00:41:46: Also ich habe jetzt zwar eigentlich diese Information bekommen Es gibt den Osa-Hasen nicht aber eigentlich wäre's schöner wenn sie noch gäbe.
00:41:53: und ich merke vielleicht auch Ich komme auch nur noch ein bisschen damit klar weiter dran zu glauben.
00:41:59: Und genau manche Kinder hören vielleicht dann wirklich sofort damit auf und andere sagen ich finde es eigentlich schöner das noch zu pflegen.
00:42:07: Und wie der kleine Freund von unserem Sohn dann immer sagte, ja das gibt's gar nicht.
00:42:13: Das Kellermännchen, ne?
00:42:14: Das war bei uns ein bisschen eine Figur vor der er irgendwie total Angst hatte und wir haben dann manchmal nur... das war natürlich auch pädagogisch nicht sehr wertvoll da gestanden und so mit den Schultern gezogen.
00:42:25: Wir denken nicht aber wer weiß!
00:42:27: Und es ist echt mies und dann ging's los.
00:42:33: Also wer weiß, was dann... ich meine, wir blenden so viele Dinge aus und da gibt es bestimmt auch Menschen die dann irgendwie sagen du weißt ja nie.
00:42:41: Ich bedanke mich lieber bei meiner KI usw.
00:42:45: Wir sind da alle vernunft begabt und zugleich total bekloppt unterwegs.
00:42:48: also von daher gibt's bestimmt auch menschen.
00:42:50: das ist
00:42:51: eine sehr gute Zusammenfassung auf den Punkt gebracht.
00:42:56: naja gut also wir schwenken ein bisschen rüber.
00:42:59: in das Thema würde ich jetzt noch sehr gerne viel über romantische Beziehungen zu Chatbots und so weiter mit dir palieren.
00:43:06: Und ein bisschen müssen wir uns ja auch mit dem Good Work Thema beschäftigen, das ist ja nicht minder spannend.
00:43:11: Denn auch da spielen ja beziehung logischerweise, wie ich eingangs schon sagte eine große Rolle und auch da immer mehr KI-Bots.
00:43:18: meine Frage an dich Wie prägt das denn unsere Arbeitsbeziehung?
00:43:22: Also wie verändert das denn?
00:43:23: Also ich nehme jetzt mal ein Beispiel, was du ja auch aufgefürzt hast.
00:43:28: Zum Beispiel in Karlsland und so weiter also da wo man ja auch Bot-Lösungen und künstliche Intelligenzlösungen sinnhafterweise vielleicht einsetzt aus Effizienzen.
00:43:39: Bei den Call Center muss man relativ hart unterscheiden zwischen EU und nicht EU oder EU.
00:43:45: Und machen wir es mal einfacher, vielleicht irgendwie USA.
00:43:48: also in den USA zum Beispiel würde bei einem Call Center Anruf dürften beide Seiten quasi eine Emotionsanalyse ihrer Stimme durchlaufen was eben heißen würde der Call Center Mitarbeiter Mitarbeiterin könnte sehen ist der Kunde schon auf Hundert Achtzig?
00:44:08: Das würde vielleicht sogar schon das KI-System vorhersehen und dann entsprechend den Call vielleicht auch entsprechend zuweisen.
00:44:17: Und in den USA wäre es aber auch erlaubt, dass die Stimme des Mitarbeitenden auch ausgewertet wird auf eine ähnliche Weise.
00:44:23: also keine Ahnung ist jetzt gerade schon irgendwie total müde und klingt total desinteressiert und gelangweilt was ja auch nicht gut ist.
00:44:31: zum Beispiel oder ist der eben quasi voll auf der Höhe?
00:44:35: Da könnte ein KI-System mit antheriologisch auch irgendwie eingreifen.
00:44:38: und eben, wenn jetzt zum Beispiel einen total geladenen Anrufer mit einem total überforderten Callcenter Mitarbeitenden zusammengespannt wird.
00:44:50: Könnte die KI dazwischengehen und sagen nee das weisen wir besser zu oder so?
00:44:55: In Europa wäre nur die eine Hälfte sozusagen erlaubt nämlich der Kunde.
00:44:59: Die Kundin dürfte dahingehend analysiert werden.
00:45:03: Für Angestellte ist so eine Emotionserkennung am Arbeitsplatz verboten.
00:45:09: Vor dem Hintergrund, der mitbestimmt?
00:45:10: Genau
00:45:10: und gilt allerdings auch wieder interessant.
00:45:13: Gilt nur für Stimme oder Mimik also biometrische Daten.
00:45:17: was zum Beispiel jetzt das Mitarbeitende in Slack schreiben oder per Mail schreiben da dürfte der Arbeitgeber eine Emissionsanalyse drüber laufen lassen gucken.
00:45:29: Keine Ahnung, ist die Stimmung an Standort A besser als an Stand Ort B?
00:45:33: Oder hat sich die Stimmung seit, keine Ahnung in einer großen Änderung verschlechtert oder so?
00:45:37: Das wird durch den EU-AI-Akt nicht verboten.
00:45:40: Also da greifen wir wahrscheinlich trotzdem, keine ahnung hatte der Betriebsratenwörtchen mitzureden und solche Sachen.
00:45:45: aber wenn jetzt erstmal durch die KI-Brille draufgucken oder hat sich durch Den EU AI Act was geändert dann wäre ebenso biometrisch ja eben auch.
00:45:56: wie gesagt Texte, Texte auswerten wäre noch erlaubt.
00:46:02: Wie wird das denn wahrscheinlich oder hat es jetzt schon praktisch in deiner Untersuchung?
00:46:08: Das Verhalten von menschlichen also nicht KI-System System Kunden-Situation verändert.
00:46:16: Also sprich da, wo dann das ist?
00:46:17: ja in der Regel sind es nur so die ersten Gespräche, die von der KI abgedeckt werden und die werden oft komplikativer wird.
00:46:24: Wirds weitervermittelt an Mitarbeiter?
00:46:27: Inwieweit ist das ein Enabler?
00:46:30: Ist das eine Weiterentwicklung?
00:46:33: Also was auch die menschliche Kommunikation besser macht dann an der Stelle und inwieweit ist es vielleicht sogar eine Komplikationsstufe, eine zusätzliche.
00:46:41: Also hast du da so beobachtet?
00:46:43: Was es wirklich viel gibt, ist dass im KI entweder zu Trainingszwecken oder Schulungszweck eingesetzt wird sozusagen als fiktiver Gesprächspartner, Gesprächspartnerinnen das eben keine Ahnung, vielleicht auch neue... Leute damit erst mal üben können und dann hinter der Feedback bekommen, was war gut?
00:47:03: Was war schlecht.
00:47:04: Was war lösungsorientiert usw.
00:47:07: Das geht sogar bis hin.
00:47:08: also nicht nur in Konzernen sondern ich habe zum Beispiel auch neulich mit einem Bekannten gesprochen, der eine Ausbildung als systemischer Coach macht und ihm auch sagt im Rahmen dieser Ausbildung muss man normalerweise viele solche Übungsgespräche führen.
00:47:22: Rieche machen.
00:47:22: Mal als
00:47:23: Coach, mal als, sag mal Co-Gi, als gecoachte Person.
00:47:28: Und das hat man früher eben dann mit den Leuten gemacht, mit denen man zusammen diese Ausbildung macht und er sagt mittlerweile machen.
00:47:33: Das ist auch ganz viele mit Chechipiti oder Claude oder Gemini um halt diese Übungen hinzukriegen und diese Stunden und diese Zickgespräche in verschiedenen Szenarien und Rollen irgendwie einzuüben.
00:47:46: Und das kann glaube ich KI sehr gut.
00:47:48: also dieses Spiel jetzt mal den coach.
00:47:52: Alle Eventualitäten durch?
00:47:54: Genau
00:47:54: und wenn du stopp sagst, dann gebe ich dir Feedback weil ich ja auch ein sehr gutes Gedächtnis habe und mir das alles merken kann was du gesagt hast und dass quasi dann noch sehr schnell auswerten kann.
00:48:04: Also da ist es glaube ich eher ein Enabler.
00:48:09: und was sich aber auch noch einen ganz spannenden Aspekt finde is' auch also das sind der sozusagen jetzt alle das Call Center oder auch so Trainings Nutzungen die die quasi top down verordnet werden.
00:48:23: Aber was wir wahnsinnig oft sehen, ist dass Leute das ja einfach mittlerweile schon selbst nutzen.
00:48:28: und da gab es zum Beispiel eine Umfrage, die ich interessant fand, wo ich glaube, achtundfünfzig Prozent, wenn ich mir richtig gemerkt habe der KI-Nutzenden in Deutschland mittlerweile sagen Ich frag lieber die KI als meinen Chef Wenn ich irgendwie eine Unklarheit hab oder nicht weiß Was tun.
00:48:44: erstmal zur KI weil Chef-Chefin haben vielleicht nicht immer Zeit, vor der Terminkalender.
00:48:51: Wenn es eine blöde Frage ist will ich mich nicht blamieren.
00:48:55: und das ist was natürlich finde ich auch wahnsinnig viel verändert.
00:48:59: Und das ähnlich natürlich auch mit Kolleginnen und Kollegen.
00:49:02: ja dass viele auch sagen ich spreche mit meinen Kolleginnen und kollegen weniger weil ich eben genauso gut auch die KI erst mal fragen kann ist vielleicht unkomplizierter und stressfreier.
00:49:13: Ist
00:49:13: es denkbar, wenn wir das mal fortspinnen?
00:49:16: Dass wir unsere fachbezogene Kommunikation immer mehr innen.
00:49:21: dieses Fähre rein verlagern in eine digitale Sphäre, in der KI-gestützte Sphere und dass der Austausch mit Kollegen eher auf einer Metaebene oder vielleicht auch im Informellen stattfindet.
00:49:31: Also das sich da so eine Verlagerung stellt?
00:49:33: Kannst du dir das vorstellen?
00:49:34: Oder ist es vielleicht auch schon so passiert, dass wir sagen also das für Sparring, für wirklich das fachliche dann nutze ich am liebsten KI Systeme wenn's darum geht wie was Wochenende oder wie gehts denn hier so insgesamt oder auch informelle AKA, auch ein bisschen Lestern das mache ich dann vielleicht schon mal mit den Kollegen.
00:49:52: Genau!
00:49:53: Das glaube ich kann ich mir sehr gut vorstellen dass es genau diese Spaltung oder diese Trennung so ein bisschen geben wird.
00:49:59: Es gab zum Beispiel auch mal eine größeres White Paper oder wie auch immer man's nennen will von Anthropic selber also von einem großen KI-Anbieter die ihre eigenen Mitarbeitenden gefragt haben was sich da für sie ändert und Klar kann man sagen, das ist komplett von einem Anbieter.
00:50:14: Muss man sozusagen dich ein bisschen anders lesen als eine wissenschaftliche Studie?
00:50:18: Aber selbst da haben zum Beispiel ganz viele aus dieser aus dieser eben Programmier und Entwickler Ecke eben gesagt dass sie eben in fachlichen Fragen eben ganz viel jetzt KI zu rate ziehen.
00:50:30: Und einen ich kann mir noch da war dann ein Zitat von dem von dem senior developer drin der sagt er merkt das Ganz klar die jungen kommen nicht mehr so viel zu ihm und fragen ihn Sachen und er findet es auf einer Art Verständlich, wenn er dich weiß ja
00:50:44: K.I.,
00:50:45: ist da einfach auch viel schneller und hat wirklich dann zu allem eine Antwort wo ich vielleicht manchmal habe ich sie manchmal auch nicht aber der findet es natürlich auch schade weil natürlich dann manchmal genau dieser Austausch, der vielleicht mit einer fachlichen Frage beginnt sich dann aber trotzdem noch weiterentwickelt und wo auch noch informelles ausgetauscht wird oder eben auch manchmal was doch von den erfahreneren lernen kann, aber eben auch genauso gut umgekehrt.
00:51:13: Also der Erfahrendere kann ja manchmal vielleicht auch etwas von der jüngeren Person lernen und wenn beide übertrieben gesagt sich nur noch an die KI wenden geht natürlich dieser Austausch verloren.
00:51:24: Und wenn du sagst hoffentlich findet er trotzdem noch im informellen statt.
00:51:29: das wäre natürlich schön Aber gerade bei Remote Arbeit wird es ja auch immer seltener.
00:51:34: Ja und dann ist ja auch die Frage wieder, dass informelle das machen ihr Menschen in der Regel auch wieder mit selbstähnlichen Strukturen.
00:51:41: also das heißt da suchen sie sich hier in der regel auch wieder Austauschpartneren, die ihnen recht nah sind.
00:51:46: Also das heißt wenn wir das mal gedanklich fortspinnen, dass dann so eine Kommunikation ob jetzt informell oder fachlich zwischen beispielsweise Generation überspannen oder Menschen die jetzt von ihrem Erfahrungshütergrund sehr unterschiedlich sind macht das ja etwas unwahrscheinlicher?
00:52:03: würde ich auch sagen und das ist natürlich dann eigentlich schade weil jetzt auch glaube ich kein geheimnis dass oft natürlich gute sachen ideen, ganz großgegriff im innovationen.
00:52:13: Natürlich eben dann entstehen wenn wenn leute zusammenkommen die einig erst mal nicht so viel miteinander zu tun haben weil sie in einer anderen abteilung sind weil sie auf sehr unterschiedlichen hierarchie leveln sind weil Sie damit verbunden oft auf vielleicht ganz andere alters Gruppen angehören, aber oft sind das ja dann wirklich die Sachen.
00:52:31: Watercooler Talk wie man sagt ist das wo manchmal die Magie passiert und genau wenn das eben immer weniger wird, dass wäre schade.
00:52:42: jetzt mal von der Frage wird es generell unten bei den Junior Jobs und bei den Berufseinsteigen und mit den Jüngeren wird dadurch irgendwie eng.
00:52:54: Das ist ja nochmal eine ganz andere Frage.
00:52:58: Was hast du erforscht, was hast du beobachtet?
00:53:03: Ich sag jetzt mal das so ganz da.
00:53:04: Lob zu den Themen Umgangsformen auch.
00:53:07: Also
00:53:07: d.h.,
00:53:08: es gibt ja auch diesen Hinweis oder diese Haltung zu sagen, schreib nicht bitte, schreibt nicht danke!
00:53:14: Das kostet alles Ressourcen, Token sparen und so weiter... Wenn wir das in der Austausch mit KI sehr intensiv beherzigen, also wenn wir uns immer nur ganz prosage an das nötigste halten, dass verfallen.
00:53:29: Wie wahrscheinlich ist das oder passiert es vielleicht sogar schon, dass wir auch so anfangen zu sprechen?
00:53:34: Also da die Umgangsformen, die sozialen Codes mit denen wir miteinander interagieren also deutlich sich verändern werden.
00:53:41: Ist es wahrscheinlich oder glaubst
00:53:43: du... Da ist eine gute Frage!
00:53:44: Dann muss ich jetzt ehrlich sagen, da habe ich quasi wenig harte Daten und Forschung dazu.
00:53:50: Da hab' ich mich tatsächlich nicht reingegraben.
00:53:53: mein Bauchgefühl wäre aber erst mal Dass ich das nicht so eins zu eins überträgt, also erster Gedanke wäre.
00:54:00: Ich glaube tatsächlich zum Beispiel eben Programmierer Software Entwickler wenn die Code schreiben der ist ja auch sehr sehr unhöflich sondern ist wirklich quasi eben mache dies prüfe jenes wenn x dann y und ich kann über Software Entwicklern oder Programmierers viel sagen aber dass sie alle per se unhöflicher sind als andere Menschen glaub ich nicht.
00:54:22: Aber es ist tatsächlich eine gute Frage, weil es tatsächlich manchmal ist es eher vielleicht fast sogar Typssache.
00:54:31: Und das ging ja schon früher mit Alexa und diesen Assistenten irgendwie los, wo ja auch glaube ich manche Leute sehr rudimentär Sachen reinbelln.
00:54:39: Weil sie wissen, es wird eh nur auf das Keyword Wetter geachtet.
00:54:44: Wenn ich noch drei nette Sachen drumherum sage dann bringt's nichts und verfälscht vielleicht sogar die Stimmerkennung und andere.
00:54:51: denen ist das trotzdem irgendwie wichtig.
00:54:53: Aber ich glaube eher, dass das vielleicht eine Typssache ist und nicht dass das Alexa oder eben jetzt die neue Generation von Chatbots uns so rüppelhafter machen.
00:55:03: Das
00:55:04: ist
00:55:05: eine
00:55:06: Vermutung, kann man nur vermuten.
00:55:08: Vielleicht werden wir ja da auch differenziert je nach Kontext oder dass wir das dann auch zu unterscheiden wissen und es wäre ja durchaus das was die Analogie, die du sagst, zu programmieren
00:55:17: usw.,
00:55:18: um jetzt mal ein paar Jahrzehnte zurückzukreifen ich weiß, dass mein Vater noch manchmal Telefongespräche mit dem Wörtchen Ende beendete und das hat er natürlich im Real Life nicht gemacht.
00:55:29: also der wusste genau in dem Kontext sind kurze Hauptsätze und spare Zeit.
00:55:36: Vielleicht schleift sich da so ein Kommunikationsmuster an, wenn du nach vorne schaust?
00:55:43: Was glaubst du?
00:55:44: was sind die Dinge auf die wir gut auftassen sollten also jetzt vielleicht nicht nur in der Arbeitsbeziehung sondern vielleicht auch in einer anderen Beziehungs oder insgesamt Beziehung gestaltung beim Einsatz von KI-Systemen.
00:55:56: So hilfreich sie ja an der einen oder anderen Stelle aus sein mögen.
00:56:00: Was sind sozusagen die Dinge die wir umschiffen sollten?
00:56:05: Ich glaube tatsächlich, wir sollten aufpassen dass KI und KI Beziehungen, KI Freundschaften wie auch immer man es nennen will nicht an die Stelle von menschlichen Treten.
00:56:16: Da bin ich aber auch gar nicht so besorgt.
00:56:18: also ich sehe nicht die Gefahr das jede emotionale Nutzung von KI sofort quasi ein weniger einen menschlichem Kontakten zur Folge hat sondern das ist eher ergänzend oder so bisschen ja das Repertoire erweitert.
00:56:34: Aber trotzdem gibt es, glaube ich natürlich diese Fälle und da sollten wir wachsam sein.
00:56:39: Und das andere wo wir aufpassen sollten ist dass wir auch wenn wir das Gefühl haben KI ist ein toller Zuhörer und Chatty versteht mich und kann das gut analysieren was sich ihm da so rein füttert.
00:56:53: Wir sollten trotzdem Entscheidungen.
00:56:56: also wirklich Allergrößes Extrem.
00:56:59: soll ich mich von meinem Partner, Partnerin trennen.
00:57:02: Aber eben auch vielleicht keine Ahnung, soll ich aufhören dieses oder jenes Medikament zu nehmen?
00:57:07: Also wirklich quasi große Entscheidungen aber vielleicht auch kleine sollten wir nicht an die KI delegieren.
00:57:14: Wir können uns da irgendwie, können uns irgendwie austauschen oder wir können irgendwie uns halt mal Sachen von der Seele reden.
00:57:21: Aber hinterher zu sagen okay, ich habe mir JetGPT oder Claude oder Gemini quasi am Ende sagen lassen, was die bessere Wahl ist.
00:57:33: Das würde ich niemals tun und empfehlen.
00:57:38: Es ist ja sowieso so interessant dass wir Angst haben davor oder diese Befürchtung im Raum steht das es in so Rogat ist für echte menschliche Beziehungen wo wir doch über die letzten Jahrzehnte nichts anderes gehört haben als den kommunikativen Eisberg wo wir immer wussten Die Worte, die gesprochen sind, sind nur oben die Spitze.
00:57:56: Alles was darunter liegt ist doch das, was irgendwie auch die Kommunikation und damit die Beziehung ausmacht?
00:58:01: Die Stimme okay, das war jetzt beim Chatbot unter Umständen noch der Fall aber sowas wie auch ja... Was für eine Carbersprache hat jemand.
00:58:09: also es sind hier alles Moderatoren und Modulatoren für Kommunikations.
00:58:13: Das fehlt ja!
00:58:14: Und von daher finde ich's interessant dass wir trotzdem so der so skeptisch sind und sagen es könnte sein, dass das komplett ersetzt.
00:58:21: Also genau wie gesagt diese Ersetzung ist gefasäig auch nicht aber es ist natürlich genauso ein Schreck gespenst und es gibt natürlich auch Zahlen die manchmal so ein bisschen in diese Richtung deuten.
00:58:29: also ich glaube es gibt gerade eine relativ aktuelle Bitkom Studie wo dreißig Prozent der KI-Nutzenden gesagt hat Ich spreche lieber mit KI als mit meinen Freunden.
00:58:39: Und das ist ja dann schon was was einem zu denken gibt und wo man irgendwie sagt Okay, wahrscheinlich wird das eben nicht dazu führen dass die Leute nie wieder mit ihren Freunden sprechen.
00:58:48: Aber wenn sie vielleicht manchmal an einem Dienstagabend dann vor der Wahl stehen ruf ich jetzt noch irgendwie meinen alten Kumpel oder meine alte Freundin an oder plaudere ich auf der Couch ein bisschen.
00:59:00: mit meinem Chatbot scheinen immer doch ein größerer Teil von Leuten sich dafür zu entscheiden.
00:59:07: ach der Chatbot ist irgendwie ein bisschen geschmeidiger.
00:59:09: Da kann ich dann auch, wenn ich genug habe.
00:59:12: Genau der hat immer Zeit, wenn Ich will und wenn ich aber keinen Bock mehr hab' Dann ist das Gespräch auch in drei Sekunden beendet.
00:59:18: also es ist eine sehr Bequeme Und ich sage manchmal so ein bisschen dass es halt so So.
00:59:23: Freundschaft on demand und das ist einerseits natürlich irgendwie ganz furchtbar Aber es passt natürlich genau an unseren zeitgeist wo sich ja alles von wann höre ich den podcast bis zu wie bestelle ich mein essen oder meine Fahrgelegenheit.
00:59:40: Also alles fügt sich ja nach meinem, nach meinen Wünschen und alles kann ich mit meinem Smartphone herbeibeschwören und beenden, warum nicht auch eine Freundschaft?
00:59:50: Das ist ja das große Versprechen was die meisten Innovationen im Gepäck haben dass sie das Leben geschmeidiger, komfortabler, seamless ohne Störungen, ohne Zumutung gestalten.
01:00:01: also in der Form Vielleicht noch so.
01:00:03: zum Abschluss, ich weiß die armen Führungskräfte.
01:00:06: Den wird alles ins Heft geschrieben.
01:00:07: Die müssten alles retten und lösen und zurechtbiegen was da draußen in der Welt irgendwie schiefläuft.
01:00:12: trotzdem frage ich dich mal in die Schuhe der Führungskraft geschlüpft worauf sollten die ganz besonders achten oder was sollte man vielleicht auch besonders unterstützen?
01:00:21: Oder besonders flankieren wenn wir dieses Thema sehen.
01:00:25: Gute Frage also zum Beispiel wer fällt?
01:00:26: meine erste Frage diese sich stellen könnten Geht es Ihnen tatsächlich schon wie diesem erwähnten Anthropic Entwickler eben kommen plötzlich die Leute spürbar weniger zu ihnen, also sprich suchen ihre Teams oder die Mitglieder ihres Teams weniger oft Rat bei ihnen.
01:00:43: Wenn das so ist woran könnte das liegen?
01:00:45: Ist das vielleicht schon?
01:00:46: endet ein Teil der Fragen schon längst bei KI oder ist gerade wirklich weniger zu besprechen?
01:00:51: kann ja manchmal auch sein.
01:00:52: Die Frage wäre dann eben auch natürlich, in welchen Fällen ist es vielleicht ganz okay?
01:00:57: Also eben tatsächlich bei sachlichen Dingen.
01:01:00: Wo wär's mir doch noch irgendwie wichtig?
01:01:03: macht Sinn über neue Gesprächsformate nachzudenken abseits von klassischen Fixes oder so?
01:01:11: das könnte ich mir irgendwie vorstellen und natürlich auch generell ein bisschen zu überlegen.
01:01:17: kann nicht sogar selber meine eigenen Kommunikationsskills mit Hilfe von KI nochmal schärfen, verbessern.
01:01:25: Zumindest mal testweise ein bisschen mich da coachen
01:01:29: lassen.".
01:01:31: Als Resümee nach der einer Forschungsreise ist deine Lust daran dich noch weiter mit Bots näher zu befassen, nähere Beziehungen einzugehen eher gestiegen.
01:01:41: oder das dumm mann ganz nettes Experiment und Forschungsexperiment aber für mich wird es in meinem Alltag wenig Platz haben.
01:01:48: Also ich glaube sozusagen, so eine Freundschaft wie zu Ben wird sich zumindest beim momentanen Stand der Technik nicht ergeben.
01:01:57: Das Thema finde ich aber nach wie vor wahnsinnig spannend und es ist ja auch was wo sie wirklich einfach fast jede Woche noch irgendwas Neues tut und wieder irgendwie sich etwas verändert.
01:02:07: also von daher als Beobachter und bleibe auf jeden Fall am Ball als Nutzer kann's sein dass meine Nutzung eher doch wieder so ein bisschen bei der beruflich sachlichen bleibt und ich bei den emotionalen Themen, weil das ist auch sogar noch ein Stück vorsichtiger bin als ich es vor einem Jahr noch war.
01:02:27: Wir bleiben auf jeden Fall vorsichtig wachsam und achtsam und gucken vor allen Dingen mal nach deinem schönen Buch was jetzt dieser Tage dieser Woche erschienen ist.
01:02:35: Hallo.
01:02:36: Wie fühlst du dich heute?
01:02:37: Heißt das Buch geschrieben von Christoph Koch, der hier bei Good Work war.
01:02:41: Ich danke ganz herzlich lieber Christoph, dass du dir die Zeit genommen hast und dass wir ein echtes Gespräch füllen konnten!
01:02:47: Ganz
01:02:48: genau.
01:02:48: Vielen vielen Dank, liebe Julia für die Einladung.
01:02:50: Hat großen Spaß gemacht.
01:02:51: und ja, dankeschön fürs Zuhören und für die guten Fragen und guten Impulse.
01:02:56: Aha da liegt der Hase im Pfeffer.
01:02:59: also das können wir vielleicht AI lernen, nehme ich das Geduldige, das Urteilsfreie, das Zuhören ohne gleich schon auf dem Sprung zu sein.
01:03:10: Eine Tipp zu geben und da packe sich jeder mal an seine eigene Nase wie gut ihm oder ihr das gelingt!
01:03:16: Ich bin da auch nur mittelmäßig geübt.
01:03:19: trotz aller Podcast-Aufnahmen hin oder her und eingedanken nehme ich mir persönlich ganz besonders mit, nämlich die Sache der Reziprozität.
01:03:29: also Wir brauchen ja auch das Angebot, dass jemand von sich etwas Preis gibt um Vertrauen aufbauen zu können.
01:03:37: Und genau das kann KI eben nicht!
01:03:39: Sie hat keine Intention sie hat kein Eigenleben insofern kann sie auch nichts preisgeben und das ist ein signifikanter Unterschied zur echten menschlichen Begegnung.
01:03:50: Stichwort Menschliche Begegnung.
01:03:52: da gehen wir noch tiefer rein.
01:03:53: ich habe es euch im Intro schon angekündigt am neunundzwanzigsten Oktober findet die erste Good Work Nicht Nacht hätte ich beinahe gesagt, der erste Good Work Frühstück Salon in Kooperation mit Stadt Tisda statt.
01:04:05: Alle Infos dazu findet ihr den Shownutz ebenso wie die Chance eines der fünf Freitickets zu bekommen denn ich freue mich doch ganz besonders auch mal meine, ich sag meinen Anführungszeichen Hamburger Bubble direkt und vor Ort kennenzulernen.
01:04:20: Also bis dahin gehabt euch wohl, hinterlass ein paar Sternchen.
01:04:24: ihr wisst schon bei Spotify bei Apple und schaltet nächste Woche wieder ein wenn es heißt herzlich willkommen by Good Work!
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