Überfordern wir unsere Führungskräfte?
Shownotes
„Richtig gute Führung kann nur mit richtig guter Selbstführung beginnen." Woran scheitern Menschen an der Spitze eines Unternehmens? Selten an Intelligenz, Erfahrung oder Fachwissen. Für Ragnhild Struss liegt der Engpass fast immer in einer Beziehung, zu anderen oder zu sich selbst. Wer verstehen will, warum jemand so führt, wie er führt, muss die Logik seiner inneren Muster entschlüsseln.
Ragnhild Struss hat 2003 in Hamburg das Beratungsunternehmen gegründet, das heute Struss & Claussen Personal Development heißt. Die Wirtschaftswissenschaftlerin und Organisationspsychologin begleitet persönlich Unternehmerinnen, C-Level und High Performer aus Wirtschaft, Sport und Medien. Sie selbst nennt sich am liebsten Diagnostikerin. Bevor sie einem Menschen zum ersten Mal gegenübersitzt, kennt sie ihn aus einer Reihe von Persönlichkeitsverfahren und einer mehrstündigen Analyse.
Psychologie folgt einer Logik. Ragnhild vergleicht Persönlichkeitsdiagnostik mit Mathematik und Schach. Entscheidend ist dabei, wie ein Mensch etwas erlebt hat, die nackten Fakten seiner Biografie erklären wenig. Zwei Führungskräfte können exakt dasselbe Verhalten zeigen und von völlig unterschiedlichen Motiven angetrieben sein.
Erfolg macht pfadabhängig. Wer zu ihr kommt, hat meist alle Boxen abgehakt. Oben angekommen, bleibt das erhoffte Gefühl von Freiheit oder Anerkennung oft aus. Im Gespräch wird es persönlich: Wann wird Leistung zur Kompensation, und was wäre eigentlich genug?
Führungskräfte tragen zu viele Erwartungen. Orientierung geben und Partizipation zulassen, schnell sein und alle mitnehmen. Ragnhild beobachtet eine enorme Projektion auf Führungskräfte, die beinahe elterliche Züge trägt. Wer heute führt, muss deshalb vor allem in Reife und Regulationsfähigkeit investieren.
Worüber wir noch gesprochen haben:
- Selbstsabotage: Warum die Psyche dir nie schaden will
- Wesenskern: Warum aus einer Eiche keine Kastanie wird
- Loneliness at the top: Was hinter der Einsamkeit an der Spitze stecken kann
- Überidentifikation: Wenn Applaus die Liebe ersetzen soll
- Hysterical ist historical: Eine Übung in vier Schritten für den nächsten Trigger
Ragnhild Struss braucht kaum einen Anstoß, um in die Tiefe zu gehen. Sie verbindet psychologische Präzision mit großer Wärme und einer Offenheit, die auch vor ihrem eigenen Lernpfad als Unternehmerin nicht haltmacht. Ein Gespräch, das weit über die Chefetage hinausreicht. Ein Must-Hear für alle, die verstehen wollen, was sie wirklich antreibt.
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links:
➡️ Struss & Claussen Personal Development
➡️ Über Struss & Claussen und das Team
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Transkript anzeigen
00:00:00: Diese Pfadabhängigkeit bezieht sich dann auch darauf, dass natürlich die Lebensumstände inzwischen jetzt nicht nur materiell oder monetär sondern auch im Sintens-Images des Freundeskreises der Beziehungsgestaltung ganz stark in Verbindung mit dieser Position stehen.
00:00:15: Und das andere ist und es ist dann sehr viel leiser eben diese Frage von Hey!
00:00:19: Jetzt bin ich meine Karriereleiter hochgelaufen?
00:00:21: Jetzt habe ich das irgendwie alles erreicht.
00:00:24: Irgendwas ist trotzdem
00:00:25: noch nicht befriedet.
00:00:26: Und das ist das ungelebte Leben, was noch in uns wartet sich aus Druck zu verleihen.
00:00:36: Hallo und herzlich willkommen bei Good Work, dem Podcast für gute Zusammenarbeit.
00:00:41: Und für zukunftsfähige Arbeitskultur!
00:00:43: Mein Name ist Julian Koski und ich begrüße euch hier zu einer neuen Runde in unserem Audiosalon im Brandeins-Podcast – ein Netzwerk wo wir uns seit so vielen Folgen über Arbeitskultur unterhalten.
00:00:54: Es gibt dieses Sprichwort der Fisch stinkt vom Kopf.
00:00:58: Also es ist doch mein Geboten an den Kopf zu gucken.
00:01:01: Was passiert denn da am Kopf, an der Spitze der Unternehmen?
00:01:04: Was sind die Sorgen und Nöte, die Ängste, die Führungskräfte, Topfführungskräfte aktuell beschäftigen?
00:01:11: Und wir wollen gar nicht so sehr eine aktualitätsbezogene Diskussion aufmachen sondern ganz grundsätzlich uns mal an die Schnittstelle zwischen Psychologie auf der einen Seite und Performance Druck auf der anderen Seite bewegen.
00:01:23: Und dafür haben wir jemanden hier eingeladen, die das ganz wunderbar repräsentiert.
00:01:27: Rangel Strauss ist heute hier, sie ist Unternehmerin.
00:01:30: alles weitere erfahrt ihr gleich!
00:01:32: Ich glaube wir haben einen wahnsinnigen Deep Talk gemeinsam hingelegt.
00:01:36: vor allen Dingen habe ich selten erlebt dass sich jemand nur so zart anpixen muss und es sprudelte aus ihr raus.
00:01:44: Also Rangheld ist seit vielen, vielen Jahren am Markt aktiv und sie weiß genau was Menschen bewegt an der Spitze und wie muss da aus der Vergangenheit uns prägen?
00:01:54: Und ich glaube spätestens an dieser Stelle habe ich eure Aufmerksamkeit denn wer könnte dazu schon nein sagen?
00:02:00: Sie hat das wunderbar erklärt auch ganz viel was wir für uns selbst für unseren Alltag ob wir nur an der Spitze stehen oder nicht eines Unternehmens mitnehmen können.
00:02:10: Und von daher, schaltet ein, bleibt dran und freut euch auf ein ganz tolles Gespräch, wo ihr ganz mitnehmen könnt.
00:02:19: Am Ende hören wir uns noch mal hier!
00:02:22: Wenn man auf ihre Webseite schaut beziehungsweise die Website ihres Unternehmenstruss- und Klausen einen Coachingunternehmen, die Executive Coaching unter anderem anbieten Mit dreißig Personen insgesamt, dann kommen wie gesagt diese Begriffe entgegen Coach.
00:02:39: Personalentberatung, Personalentwicklung aber auch... Potenzialentfaltung, auch diese Begriffe kommen wenn man mit ihrem persönlichen Gespräch unterwegs ist.
00:02:51: Dann kommt ein ganz anderer Begriff.
00:02:53: sie selbst sieht sich als sowas wie die Diagnostikerin und viele von euch werden ihren Namen schon mindestens mal gelesen haben.
00:03:00: vielleicht hat der eine oder andere von euch sogar schon einmal ein Coaching bei ihr absolvieren können denn Sie ist seit vielen vielen Jahren im Markt unterwegs, kennt den Markt perfekt und von daher glaube ich ist sie genau die Richtige um heute mit uns darüber zu reden was sich dort oben an der Spitze tummelt.
00:03:18: Was dort nämlich an Problemen adressiert wird bei ihr im Coaching, im Executive Coaching aber auch in der Begleitung von Führungskräften.
00:03:27: Ich freue mich ganz arg dass Sie heute hier sind.
00:03:29: Rangel Stroß ist bei uns und ich mache die Tür auf unser.
00:03:32: Hallo liebe Rangel schön das du hier bist by Good Work!
00:03:35: Hallo, liebe Juli.
00:03:36: Ich freu mich sehr, dass du mich eingeladen hast.
00:03:38: Vielen Dank!
00:03:39: Müssen wir irgendwas noch unbedingt jetzt schon aufräumen ergänzen?
00:03:43: Also das Coaching haben wir erwähnt.
00:03:45: Wir haben erwähmt, dass Du Unternehmerin bist.
00:03:47: Gibt es noch was, bevor wir hier so richtig reinspringen in unser Gespräch, was wir hier unbedingt noch ... ergänzen müssten.
00:03:55: Nein, das glaube ich nicht!
00:03:56: Wird sich alles im Gespräch ergeben?
00:03:59: Das glaube auch, da gibt es ja einiges anzubieten bei dir und einiges zu vertiefen.
00:04:03: Und als erstes vertief man etwas was wir jedes Mal hier vertiefen bei Good Work vielleicht ernst.
00:04:08: so ist schon nämlich die Frage wie bist du heute in den Tag gestartet lieber Rangelt?
00:04:12: Ich bin sehr gut in den Tag gestartet.
00:04:14: Ich habe heute wie immer meine frühe Routine durchgeführt, ich stehe sehr früh auf und liebe die morgende wenn noch niemand wach ist keiner was von einem will und man sich ganz seiner eigenen Zeit widmen kann.
00:04:26: Und dann hatte ich heute morgen schon tolle Meetings und freue mich jetzt auf das Gespräch mit dir.
00:04:31: Sehr schön!
00:04:32: Ist das etwas, was zu dir zurechtgelegt hast?
00:04:34: Weil du eingesehen hast.
00:04:36: Also es gibt ja so zwei Lesarten.
00:04:38: Es gibt Menschen die machen diese Rituale weil sie eingesehen haben oder vielleicht gelesen haben sich haben bekehren lassen dass es vielleicht hilfreich zuträglich sein könnte auch vielleicht früher aufzustehen als ihre biologische Uhr ihnen das ohnehin diktiert.
00:04:51: Oder bist du schlicht und ergreifend ein Frühersteher Und kannst jetzt so ein bisschen reframen für dich?
00:04:56: Das sind ja zwei Paar Schuhe.
00:04:58: Also ich glaube, es ist wahrscheinlich von beidem ein bisschen.
00:05:01: Ich glaube das bei den Routinen die uns generell gut tun immer abzuwägen ist was ist die kurzfristige Lust versus der langfristigen Nutzen?
00:05:08: und ich bin definitiv eine Frühaufsteherin.
00:05:13: also ich könnte auch easy um vier aufstehen wenn ich da für neun Uhr ins Bett gehen dürfte.
00:05:17: Das mache ich total gerne.
00:05:18: von daher ist das der Teil der mir quasi in die Wiege gelegt wurde Der andere Teil und da darf ich durchaus auch selbst kritisch sein ist dass sich natürlich die morgende vielleicht ein bisschen das verbringen sollte, als mit Journaling und Lesen und Arbeiten.
00:05:33: Und vielleicht ein bisschen mehr Sport machen müsste?
00:05:35: Und da wäre dann die erzwungene Routine auch für mich gut!
00:05:39: Das nehme ich mir immer wieder vor und bis jetzt muss ich leider sagen noch nicht wirklich reussiert zu
00:05:43: haben.".
00:05:47: Ich muss halt ein bisschen schmunzeln, wenn Menschen das so sehr vor sich her tragen.
00:06:00: Dass sie so früh aufstehen um ihr Morgengritual zu vollziehen und dann kommt raus... Sie sind früh aufstellt!
00:06:07: Das ist ja auch vollkommen okay.
00:06:09: Und wie du es auch schilderst finde ich, so erlebe ich's tatsächlich.
00:06:12: Auch wir dürfen uns ja nicht in den Dienst unsere Rituale stellen sondern andersrum.
00:06:17: Sie sollen uns im Idealfall ein gutes Geleid geben in den Tag und...
00:06:21: Aber das ist schon eine ganz interessante Frage!
00:06:23: Das bezieht sich ja nicht nur auf den Morgen, sondern generell auf Routinen die das eigene Wohl befinden langfristig steigern, die irgendwie zu einer Stabilität führen oder das Nervensystem vielleicht auch beruhigen.
00:06:33: Und da finde ich es so spannend, weil man kann ja nicht das wollen-wollen.
00:06:37: Also entweder man will eine Sache oder man will keine Sache nicht und für den Rest müssen wir unseren Schweinehund aus der Komfortzone heraustreten.
00:06:45: aber da wird mir auch immer wieder die Frage gestellt Woher weiß ich denn, ob es der gute Schritt aus der Komfortzone raus ist?
00:06:53: Oder ob das einfach irgendeinen Scheiß ist auf den ich eben keinen Bock habe und der mir nicht liege.
00:06:58: Und da finde ich die Unterscheidung ganz gut im Nachhinein mal zu gucken.
00:07:02: wie fühle ich mich nachdem ich's gemacht habe.
00:07:04: Also würde ich jetzt morgens früh eine Yoga-Session machen, auf die ich keine Lust hab, sonst würde ich sie ja... freiwillig machen.
00:07:11: Dann würde ich mich danach aber trotzdem gut fühlen und das ist dann das Zeichen dafür, dass sich den richtigen Schritt aus der Komfortzone herausgemacht habe.
00:07:17: Ich werde belohnt mit dem Gefühl von Selbstwirksamkeit Mit einem Zufriedenheitsgefühl.
00:07:21: Und wenn ich eine Sache außerhalb meiner Komfortzone mache, und das beziehe ich jetzt nicht nur auf Routine für die Selbstfürsorge.
00:07:28: Sondern generell, was das eigene Wachstum betrifft ... Und danach immer noch denke, es war ätzend!
00:07:34: Ich fand's vorher ätznd in der Mitte ätz'n.
00:07:36: Jetzt nachher fühl mich auch nicht besser.
00:07:38: Dann ist das ein starker Hinweis darauf, dass das, was du getan hast vielleicht einfach nicht innerhalb deiner Wesensentwicklung liegt und dir auch nachhaltig nicht gut
00:07:46: tut.".
00:07:48: Ich sage an solchen Stellen für gemein.
00:07:51: sollte irgendetwas uns dazu bringen, dass wir jetzt schon das Gespräch abbrechen müssten.
00:07:55: Was zum Glück nicht der Fall sein wird?
00:07:57: Dann hätten wir doch jetzt schon was gelernt!
00:07:59: Das finde ich wunderbar.
00:07:59: diese Entscheidung nach vorne zu springen also im Prinzip so ein Stück weit so einen Zeitsprung zu machen und zu sagen wie wird es sich wohl anfühlen und das glaube ich können wir wenn wir ehrlich zu uns sind oft sehr gut beantworten.
00:08:11: und wir reden ihr habt es längst gemerkt nicht mehr über das Morgengritual sondern es geht einfach darum wie gehen wir in eine Verhandlung in eine gute Verhandlungen mit uns selbst was uns selbst gut tun und wo sind wir sehr, sehr gut unterwegs drin uns selbst zu supportieren oder?
00:08:25: Und ja das ist ein ganz spannendes Wort mit der Selbstsabotage.
00:08:29: Darüber könnten auch Tage reden weil ich komme gleich darauf zurück aber Selbstsabetages immer so ein Wort.
00:08:36: Ich glaube nicht daran dass die Psyche dir etwas Negatives tun möchte.
00:08:40: Also ich glaube nicht an die eigentliche Begrifflichkeit von Selbstsabotage, sondern wenn man jetzt sagt hey, selbst Sabotage wird als das definiert was du tust, wovon du aber eigentlich wüsstest dass dir etwas anderes besser täte ja?
00:08:53: Dann ist trotzdem deine Psyche und da kommen wir gleich auf die Themen der Führungskraft zu sprechen.
00:08:59: Deine psyche immer darum bemüht das für dich Gute zu tun.
00:09:03: vielleicht hat sie nun nicht mehr die adäquaten Strategien die zu dieser Zeit irgendwie sinnvoll sind.
00:09:08: Selbst Sabotage kann man sich mal überlegen, hat eigentlich immer so zwei verschiedene Ursachen.
00:09:13: erstens.
00:09:14: Entweder habe ich mein eigentliches Bedürfnis noch nicht richtig verstanden und folge ihm nicht.
00:09:17: Ich gebe dafür gleich ein Beispiel.
00:09:19: oder das was ich eigentlich tun müsste macht mir so eine Angst oder so ein unangenehmes Gefühl oder macht mit die Vorstellung davon dass ich das gar nicht schaffen könnte, dass es quasi intelligent ist von der Psyche mich davon abzuhalten das zu tun.
00:09:31: Führungskräfte haben ja viel... dieses Thema von wie müsste man sein, um eine gute Führungskraft zu sein?
00:09:37: Dann gibt es irgendwelche Idealbilder.
00:09:39: Genau die sind übrigens nicht immer nur durch gesellschaftlichen Perfektionismus begründet sondern auch durch innere Ideal.
00:09:45: Bilder weil man vielleicht einen biografischen Auftrag im Elternhaus bekommen hat so und so erfolgreich sein zu müssen oder weil es irgendwelle Vorbilder im direkten Bekanntenkreis gibt oder so.
00:09:56: also das sind nicht nur von außen octruierte Idealbilder.
00:10:00: So jetzt denkt man aber, man sollte auf eine bestimmte Art und Weise sagen nehmen wir mal das Thema Sichtbarkeit oder das Thema keine Ahnung soziale Verantwortung oder so ja?
00:10:10: Und dann schubst man sich da immer aus der Komfortzone raus und denkt immer oh ich muss das machen und so ne und dann kommt zum Beispiel so ein Mechanismus wie Prokrastination oder Rationalisierung warum es heute gerade nicht geht.
00:10:23: oder vielleicht kommt auch ein Mechanismus sogar wie Opfer denken oh ist es so gemein dass ich muss.
00:10:28: Also lauter Mechanismen, die dich davon abhalten das zu tun von dem du denkst dass ich richtig und gut wäre.
00:10:35: Und genau da muss man dann eben diese Unterscheidung fällen zwischen ist es etwas was dir einfach nicht liegt und deine Psyche dir im Grunde genommen gefallen tut mit den sogenannten Selbstsabotage-Mechanismen Oder ist es etwas, für das du noch nicht die relevanten Ressourcen hast?
00:10:50: Entweder innerlich oder äußerlich.
00:10:52: Um dich diesem Ziel zu nähern.
00:10:54: Oder ist vielleicht was, wo du von ganz alten inneren Überzeugungen getrieben bist unbewusst, die dich steuern und das Ziel quasi verhindern wie zum Beispiel ... Naja ich darf auf gar keinen Fall irgendwie ... Es gibt doch diese ganzen Sprichwörter hochmutkommend vor dem Fall ein Glub stinkt und so.
00:11:14: Und wenn ich unbewusst von solchen Themen geleitet bin, dann sabotiere ich mich vielleicht vordergründig.
00:11:20: Aber im Hintergrund kann man immer einen total logischen Ursache Wirkung zusammenhangt des psychischen Agierens erkennen und das herauszufinden?
00:11:31: Das ist meine
00:11:32: Aufgabe!
00:11:33: Und deshalb würde ich sagen dass ich ganz stark als Diagnostikerin entgegen habe.
00:11:39: Jetzt hast du schon selbst Die moderative Brücke gebaut und das ist ja ganz spannend zu nochmal draufzugehen.
00:11:45: Wir könnten allein hier schon vertiefen, wie viel Skripte da im Hintergrund wirken.
00:11:49: also wenn ich das jetzt mal unter einem Strich zusammenpackt ist doch dann am Ende die Aufgabe jetzt von einer Funktion einer Person wie dir in den Prozessbegleitung mit Führungskräften unterwegs ist zu sagen lass es mal sortieren schau mal genau hin Wie würdest du das einsortieren?
00:12:06: Bist du da schon vielleicht, bist du volkst du hier vielleicht irgendwelchen sogenannten Ratschlägen die für dich überhaupt nicht zweckdienlich sind und tauglich sind.
00:12:15: Ist es vielleicht tatsächlich wirklich sinnhaft dass du hast nur noch nicht die richtige Ressource für die Umsetzung gefunden?
00:12:21: oder sind es irgendwelche witzige?
00:12:23: übrigens dass das Wort Glaubenssätze noch nicht viel?
00:12:26: Das notiere ich mir mal und werde dich vielleicht später dazu nochmal erfahren.
00:12:30: Es ist eigentlich das Gleiche,
00:12:31: also
00:12:32: inneren Skripten den man folgt die vielleicht unbewusst eine Figur aus einem Machen in einem Theaterstück dessen quasi Eintrittskarte, man gar nicht wirklich gekauft oder zur Verfügung.
00:12:45: Und eben also es geht im Grunde genommen ja gerade bei Führungskräften darum und das finde ich so wichtig dass die nicht an Kompetenz oder Intelligenz oder Erfahrung oder so schaltern das sind nicht die Probleme mit den Leuten zu mir kommen sondern es geht eigentlich darum, dass irgendein Engpass in der Beziehung zu sich selbst oder bei anderen entsteht.
00:13:08: Also die Probleme, die die meisten Führungskräfte haben sind in irgendeiner Form Beziehungsprobleme Und die drücken sich immer darin aus, dass eben irgendwelche unbewussten Muster steuern.
00:13:22: Das können auch unverarbeitete Beziehungsthemen sein.
00:13:25: also wenn ich zum Beispiel immer auf eine bestimmte Art und Weise getriggert bin durch die Mitarbeitenden, die vielleicht weiß ich nicht meine Leistungsorientierung bemängeln oder mir vorwerfen Micro-Management zu machen oder so dann kommen wir da schon ziemlich schnell an alte Komplexe, dann kommen wir an innere Ambivalenzen.
00:13:48: Dann kommen wir dahin wo quasi das Unbewusste noch unentschlüsselt ist.
00:13:53: und deshalb heißt es ja auch unbewusst.
00:13:55: und da hilft Diagnostik.
00:13:56: und was ich Führungskräften immer gerne sage weil doch immer noch ein starker Skepsis gegenüber dieser Persönlichkeitspsychologie geäußert wird Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik ist meines Erachtens viel mehr wie Mathematik oder wie Schach, als das es wischy washy.
00:14:16: Wir gehen alle mal ganz tief in uns rein ins ... wir gehen ganz tief rein aber eben stark nach Ursache-Wirkung-Prinzipien.
00:14:23: Denn das ist genau das, was meine Diagnastik ausmacht, dass ich quasi die Logik verstehen möchte, die einen Menschen steuert.
00:14:31: Und die kann auch jeder selbst verstehen.
00:14:33: also, dass man herausfindet Warum genau handle ich, wie ich handle?
00:14:38: Warum fühle ich was Ich fühle.
00:14:39: Warum denke ich, Wie ich denke und wie möchte ich das stattdessen aufstellen?
00:14:43: Und da beginnt dann genau der Prozess der Potenzialentfaltung und der Entwicklung.
00:14:49: Was mich jetzt so ein bisschen kurz auffahren lässt ist das Thema Ursache Wirkung weil gemeinhin wird ja immer in Rechnung gestellt dass wir als komplexe Wesen eben nicht Ursache wirkungsgetrieben In dem Sinne Uni also Direktional entzifferbar handeln und agieren.
00:15:06: Also, dass es eben nicht möglich ist zu sagen, weil das und das passiert sind wir so... Weil das würde ja auch wieder am Unkehrschluss bedeuten, dass wir Dinge antizipieren können auf Basis von dem was wir erleben.
00:15:18: Bitte besortier das nochmal für uns ein hier Ursache Wirkung, denn ich glaube, das müssen wir ganz präzise festhalten.
00:15:25: Wir sind hier, Achtung immer noch im Annäherungsteil, wir haben längst unseren Morgen verlassen, warum du lieberangelt den Begriff Diagnostikerin so gerne für dich in Anspruch nimmst.
00:15:37: Also was ich mit Ursache Wirkung Prinzip meine, widerspricht jetzt erstmal Komplexität nicht weil Komplexkeit ja auch analogik folgen kann.
00:15:45: und worum es mir auch nicht geht ist zu sagen biografisch Eindimensionale Ursache Wirkung, Prinzipien herzustellen.
00:15:53: Zum Beispiel in dem eine Person sagt, weil meine Mutter viel gearbeitet hat und immer abwesend war habe ich heute auch ein großes Erfolgsmotiv.
00:16:02: das ist natürlich überhaupt nicht haltbar Weil es überhaupt nicht so stark ausschließlich um die Um das Realitätsverständnis geht sondern es geht ja ums eigene erleben.
00:16:13: Eine andere personen könnte sagen weil meine mutter so viel geararbeitet hatte und immer weg war möchte ich in meinem Leben ganz viel zu Hause sein und meinen Kindern präsent sein.
00:16:23: Also verschiedenste Interpretationsmöglichkeiten hätten wir da, das können wir glaube ich einfach mal hier an der Stelle so wirken lassen.
00:16:30: Ich glaube dass es eine Mischung ist aus Genetik und Sozialisation.
00:16:34: Das ist ja die alte Nature versus Nurture Diskussion.
00:16:38: Die Frage ist ja nicht was passiert sondern die Frage ist wie habe ich's erlebt?
00:16:42: Und das ist übrigens auch die Frage, die sich dann heute mit Führungskräften im Coaching stellt.
00:16:48: Weil die gleiche Führungskraft vielleicht eine Kollegin hat mit denselben Kompetenzen und einer ähnlichen Biografie und trotzdem ganz anders auf Mitarbeitende reagiert.
00:16:57: Die ist vielleicht bei Thema X cool und bei Thema Y nicht.
00:17:01: Also auf jeden Fall geht es nicht darum zu sagen, weil das und dass passiert ist bin ich heute so und so sondern es geht ums Erleben.
00:17:08: Das heißt... Ich habe etwas interpretiert, was passiert ist.
00:17:12: Das heißt es geht darum welche Gefühle und Erfahrungen ich mit der Realität von damals verbinde und wie ich deshalb die Realität heute auch interpretiere.
00:17:22: Ich gebe gleich mal ein Beispiel.
00:17:23: aber was ich meine Mitursache Wirkung beziehung ist dass sich innerhalb des psychischen Systems immer einen Grund finden kann warum sich jemand verhält wie er sich verhält Und es gibt, wenn man dieses System entschlüsselt tatsächlich eine sehr
00:17:37: hohe
00:17:40: Wahrscheinlichkeit von Verhaltensvorhersagen.
00:17:43: Also wenn ich zum Beispiel weiß dass jemand sich heute als wahnsinnig unabhängig präsentiert dann weiß ich ja noch nicht, was der Grund dafür ist.
00:17:54: Das herauszufinden, ist meine Aufgabe mit dieser Person zusammen.
00:17:58: Vielleicht habe ich eine wahnsinnige Gestaltungsfreude.
00:18:00: Ich hab einen super ausgeprägten Selbstwert.
00:18:03: Ich wurde in meiner Selbstwirksamkeit unterstützt und meine Unabhängigkeit ist ein reines hin zu fröhliches Motivationsgeflecht im Innenen.
00:18:12: Es kann aber auch sein ... dass ich vielleicht eine so hohe Unabhängigkeit erreichen möchte, weil ich eine Erfahrung hatte von sagen wir mal Abhängigkeit in meiner Kindheit.
00:18:26: Ich hatte einen Ohnmachtserleben oder auch bin in unberechenbaren Zuständen aufgewachsen, in denen ich gelernt habe am besten verlasse ich mich auf mich selbst und nicht auf jemand anderen.
00:18:36: also das ist dann quasi das Motiv niemand zu brauchen.
00:18:39: Vielleicht ist Unabhängigkeit eine Form, um über die eigene Familie hinauszuwachsen.
00:18:47: Also eben für sich selbst einen Gestaltungsmotiv im Leben zu finden was nicht so stark in Verbindung zu anderen stattfindet.
00:18:55: weil ich Bindung als etwas Belastendes, etwas vielleicht erlebt habe was mich vereinnahmt hat.
00:19:00: ja und deshalb hab' ich jetzt sozusagen ein Distanzstreben Und das meine ich mit Ursacher Wirkung Weil Wie eine Führungskraft dann darauf reagiert, ob ihre Unabhängigkeit vielleicht auch mal eingeschränkt wird oder infrage gestellt wird.
00:19:16: Oder wie in Krisen vielleicht auch nicht möglich ist eine gewisse Distanz zu halten.
00:19:20: das ist dann davon abhängig wie das innerlich abgespeichert ist und es hört sich jetzt so komplex an.
00:19:26: aber letztendlich geht es darum dass zwei Menschen genau dasselbe Verhalten zeigen können aber vollkommen unterschiedlich motiviert sind.
00:19:32: Und die eine Person ist vielleicht ehrgeizig, weil sie einfach Leistungslust hat und weil sie Applaus möchte und weil Sie irgendwie das Gefühl von Anerkennung braucht.
00:19:40: Die andere ist vielleicht wahnsinnig leistungsmotiviert, weil sich der beangst vor Fehlern hat, weil es im Grunde kaum ein Selbstwirksamkeitserleben hat, Weil sie im Grund genommen eine tiefe Verunsicherung kann.
00:19:50: Das ist schon Ursache.
00:19:51: Wirkung Ketten unterlegen?
00:19:53: Die wird dann aber logischerweise nicht von einem vielleicht intraindividuellen gewisse Predikzonen vorherzappen.
00:20:00: Sehbar machen oder möglich machen, aber nicht unbedingt von dir Ranginen auf mich Juli schließen und schon erst recht nicht auf Thomas oder auf Clemens.
00:20:08: Nur weil wir uns in eben jener Situation so verhalten und es auch so erlebt haben wird das zu diesem Verhaltensmuster in der Zukunft führen.
00:20:15: Das vielleicht auch noch mal an dieser Stelle ganz wichtig festzuleiten?
00:20:17: Es geht
00:20:18: immer nur um das Individuum und es geht auch nicht darum dass ich irgendwas feststelle sondern es geht darum dass Ich für die Führungskraft die Brücke baue um innerlich unbewusste Dinge bewusster zu machen.
00:20:30: Und was davon stimmt oder nicht, kann immer nur die Führungskraft selbst sagen.
00:20:34: Und letztendlich genau ist es dann immer noch nicht übertragbar auf ihre Mitarbeitenden, die Kollegen oder eigene Vorgesetzte.
00:20:40: Ganz wichtig das
00:20:41: Ende der Stelle zu sagen!
00:20:44: Übrigens
00:20:44: auch nicht um Bewertung.
00:20:45: Das ist mir so wahnsinnig wichtig denn viele Führungskräfte kommen mit extremen inneren ganz unbewussten Bewertungen und da sind wir beim Thema Glaubenssätze eine Form von Glaubenzsatzes vor Wegannahmen.
00:20:57: also wenn man sagt irgendwie XY ist per se gut Keine Ahnung.
00:21:02: Machtstreben ist schlecht oder so, ja?
00:21:05: Und diese Bewertungen führen ganz unbewusst dazu, dass man sich an eigenen Entwicklungen auch hindert.
00:21:11: Weil wenn ich zum Beispiel als Führungskraft jetzt endlich den Schritt in die C-Suite machen möchte also wirklich eine Chief, keine Ahnung, Executive Chief Operations Officer Rolle oder so einnehmen möchte und ganz tief in mir drinnen wirkt aber noch das Thema von irgendwie... Macht ist was Schlechtes oder Dominanz ist negativ konnotiert.
00:21:32: Oder man darf nicht zu viel Kontrolle übernehmen, dann hindert mich das diese Aufgabe wirklich gut wahrnehmen zu können weil es natürlich Momente geben wird in denen es wichtig ist dass ich Verantwortung in einer Form übernehme die sich vielleicht auch mal gegen Widerstände durchsetzt.
00:21:50: Und deshalb ist es eben so interessant, einmal zu schauen.
00:21:52: Okay was sind die inneren Bewertungen?
00:21:54: Was sind die Vorannahmen?
00:21:55: und mir ist es so wichtig diese Bewertung rauszunehmen weil das für Führungskräfte extrem entlastend ist.
00:22:01: Ja erst mit zumindest sie auch sichtbar zu machen.
00:22:03: ich glaube da fängt ja schon mal der Punkt an dass es mir oft gar nicht bewusst ist dass da Bewertungs am wirken sind.
00:22:09: und jetzt haben wir ein Stück weit mit dem mit deiner Vorgehensweise angefangen.
00:22:13: Wir haben schon mitbekommen es in Führungskräften mutmaßlich auch eher der oberen Führingsetat die zu dir ins Coaching kommen oder in die Beratung.
00:22:23: Darf ich da kurz sagen, glaubt du mir persönlich?
00:22:26: Wir haben ganz viele beratende Unternehmen.
00:22:28: Wir beraten Menschen von fünfzehn bis fünfundsiebzig in der Frage wer bin nicht und was kann ich damit machen?
00:22:33: also gerade wenn es um Studienorientierung geht oder erste Berufsorientierung nur ich ganz persönlich... Du
00:22:38: ganz persönlich!
00:22:39: Ja genau deswegen das ist gut dass du das nochmal darauf hinweist und wir wollen uns ja hier im Gespräch vor allen Dingen mal darauf konzentrieren was du konkret erlebst erfährst.
00:22:49: Und vielleicht noch ein letztes, weil das finde ich auch ungewöhnlich.
00:22:53: Also ganz viele Punkte die du mir hier schon jetzt anbietest wo ich keine Einsteigen würde nämlich klar die Diagnostikerin, die Bord in die Tiefe und das unterscheidet sich ja schon maßgeblich von dem mit was viele Coaches draußen in der Welt um die Ecke kommen.
00:23:11: Dass sie eben genau sagen, na ja also Vergangenheit schön und gut.
00:23:15: was nutzt es dir wenn du weißt du ein Bein weniger hast.
00:23:17: davon kannst du noch nicht besser laufen.
00:23:19: ich bin jetzt sehr sehr platt unterwegs.
00:23:21: bei dir hört sich das schon so an dass du da schon relativ tief zurück schaust würde mich interessieren nämlich erst mal wie gehst du vor?
00:23:28: Also ohne dass jetzt detail alles genau was sind so gängige Verfahren Methoden die du zur Hilfe nimmst?
00:23:35: Also eigentlich ist es ein... Drei bis vierstufige Prozesse, würde ich sagen.
00:23:40: Ich
00:23:41: mache mir
00:23:42: kein Bild von der Person subjektiv im direkten eins zu eins erleben, bevor ich richtig loslege, sondern die Person führt erst mal ganz viele Persönlichkeitsverfahren durch.
00:23:56: Es geht um das Grundtemperament, es geht um Motive und Leistungsmotivationen.
00:24:00: wie überhaupt was macht jemand, um Leistung erbringen zu können?
00:24:03: Wie bringt er sich selbst in Leistungen?
00:24:04: Es geht Umfühldenk- und Handlungsmuster ... Es geht um Selbst- und Fremdbild, die füllen Fragebogen aus.
00:24:10: Also ich krieg die Person quasi erst mal nur auf dem Papier.
00:24:13: Warum mache ich das?
00:24:14: Erstens weil es ein biografisches Narrativ gibt was auch immer so pjektiv eingefärbt ist.
00:24:18: Das bedeutet wenn die Person mir im Interview gegenüber sitzt dann wird sie erst einmal das erzählen was in ihrem eigenen Ich Verständnis für Sie Sinn ergibt Und dass ist auch eine korratierte Geschichte.
00:24:29: Zweitens ich bin ja nicht Objektiv.
00:24:33: Auch ich hab ja meine eigenen Wahrnehmungsfilter, ich habe kognitive Verzerrungen, so sehr ich mich auch bemühe die loszuwerden, hab' ich ja auch einen eigenen Charakter und deshalb gibt's natürlich immer eine Interdependenz im Begegnungsraum.
00:24:45: Und deshalb möchte ich so viele von diesen Verzerringen wie möglich auf der Seite des Klienten und auch meiner Seite aus dem Weg räumen und deshalb krieg ich die Person quasi erstmal nur auf den Papier.
00:24:57: Damit steige ich in eine mehrstündige Analyse ein und gucke, was sind die Widersprüche?
00:25:03: Wo sind Ambivalenzen?
00:25:04: Was ist ganz klar.
00:25:05: Wo sind Brüche?
00:25:08: Mit dieser Gesamtvorbereitung kommt die Person dann zu mir einen ganzen Tag lang.
00:25:14: Da sehe ich sie zum ersten Mal.
00:25:15: Dann geht es in die Interaktion.
00:25:18: Für dich ist das zunächst mal provokant.
00:25:21: Bleib erst einmal ein Papier!
00:25:23: Also eine Akte.
00:25:24: Absolut, ein System.
00:25:25: Ein System.
00:25:26: logischerweise und magst du vielleicht ein oder zwei Dinge verraten?
00:25:31: Sind das Methoden die du selbst erarbeitet hast, nimmst du da etwas zur Hand was es auf dem Markt gibt?
00:25:36: Das interessiert mich.
00:25:36: Beides also.
00:25:38: was zum Beispiel ganz viele kennen ist der Gallop Strength Assessment heißt das inzwischen genau.
00:25:45: Ah okay der heißt inzwischen Assessment ja.
00:25:47: Ja
00:25:47: genau dann machen wir mit Führungskräften auch sich stärken, um eben alles im Verhältnis sehen zu können.
00:25:55: Das sind Tests, die wir einkaufen.
00:25:56: Den haben wir nicht selbst entwickelt er ist bereits ... etabliert.
00:26:00: Das ist aber jetzt kein eigentliches Persönlichkeitsverfahren, sondern da geht es eher um die Motivation
00:26:08: oder Potenziale.
00:26:09: Talente genau.
00:26:10: und warum sage ich es geht um die motivation?
00:26:12: weil hier die Frage ist was bringt mich in Leistung?
00:26:15: Wo fällt's mir leicht?
00:26:17: Warum ist das wichtig?
00:26:18: Weil die Dinge die wir gut können häufig so selbstverständlich erscheinen dass zwei schlechte Dinge damit verbunden sind nämlich erstens über sieht man sie in sich selbst und zweitens wenn wir sauer wenn andere das nicht können Weil wir denken, wieso ist das klar?
00:26:30: Das macht man doch einfach so und so.
00:26:31: Bei Führungskräften bezieht sich das ganz häufig auf eine Leistungsorientierung, auf ein strategisches Denkvermögen, auf Tatkraft also auf Themen die viel Push-Energie haben, die Dinge schnell machen wollen, die eben auch in der Konturität.
00:26:47: die in der innere Autorität haben.
00:26:48: Da sind ganz viele Missverständnisse im Selbstbild versus Wirkung, weil eben Führungskräfte davon ausgehen ... Ja wieso?
00:26:55: Mach's doch einfach!
00:26:56: Ist doch nicht so schwierig.
00:26:57: und das mal aufzuklären ist die zweite Ebene dieser Talentanalyse dass man nicht nur guckt okay was muss ich denn sicherstellen damit ich auch gerne gut arbeite?
00:27:07: sondern auch wie kann ich meinen Blick auf andere verändern?
00:27:11: im sozusagen Verständnis.
00:27:13: dann Big Five eines der anerkanntesten Persönlichkeits-Diagnostika, also kennen ja vielleicht andere unter dem Namen Ocean.
00:27:22: Da geht es eben um fünf verschiedene Facetten der Persönlichkeit die lange erforscht wurden und das machen wir.
00:27:28: Wir erstellen eine Motivatorenanalyse.
00:27:31: Also das hatte ich schon gesagt Leistungsaktivatoren natürlich beschäftigen uns mit den Temperamenten und den Grundmotiven.
00:27:37: Also genau der Frage wie ist mein Handeln überhaupt motiviert?
00:27:41: Was möchte ich sicherstellen dass in meinem Leben immer wieder hergestellt wird?
00:27:45: Weil es gibt typische Konflikte darüber, dass Menschen sich in ihrer Intention missverstehen.
00:27:52: Wenn jetzt zum Beispiel eine sehr enthusiastische Führungskraft, was gesellschaftlich übrigens eher belohnt wird.
00:27:57: Wenn Leute eben optimistisch sind, viele in die Zukunft schauen lustig sind.
00:28:01: Liedership
00:28:01: wird das dann gerne genannt so?
00:28:02: Das visionäre Element, ja?
00:28:04: Genau aber auch da, ne?
00:28:06: Die kommen natürlich auch an ihre Grenzen weil wenn du so entusiastisch bist dass du quasi als Cheerleader führst Dann hast du irgendwann das Problem, dass Menschen sagen hey Du nimmst mich in meinen nöten Ängsten und Sorgen nicht ernst.
00:28:19: Ja es gibt ein mangelndes problembewusstsein Es gibt die Schwierigkeit, dass Dinge nicht zu Ende gemacht werden.
00:28:24: So umgekehrt wenn jemand jetzt sehr perfektionistisch ist also das Motiv hat Fehler zu vermeiden und Vollkommen halt zu erreichen was ja ein ganz anderes ist als das Motif zu haben.
00:28:33: Fast komplementär oder?
00:28:35: Also
00:28:36: in gewisser Weise muss man vorsichtig sein aber... Ja
00:28:38: genau es gibt Aspekte davon die ergänzen sich eben sehr gut.
00:28:42: Das sind auch gegenseitig.
00:28:43: übrigens Entwicklungs- und Stressprofile Werden.
00:28:45: viele Führungskräfte kennen Dass die enthusiastische Führungskraft der Perfektionistischen vorwirft Erbsemzähler und so ein Wadenweißer.
00:28:52: Und umgekehrt sagt die perfektionistische Führungskraft zu enthousiastischen ja, du bist hart oberflächlich und hush-hush ne?
00:28:58: So!
00:29:00: Und da mal zu gucken okay was ist denn überhaupt die positive Intention dahinter?
00:29:05: also das testen wir zum Beispiel.
00:29:06: dann machen wir auch klassisch jungsche Persönlichkeitspsychologie kennen ja auch viele diese Typologien, die zum Beispiel auch in Sixteen Personalities verarbeitet wurden.
00:29:19: Die im MBTI verarbeitete wurden.
00:29:21: also das sind alles so Testverfahren wie wir machen.
00:29:23: Wir machen auch viele projektive Testverfahren also wo es darauf ankommt sich intuitiven Ausdruck zu verleihen weil das eben etwas ist was jetzt auch eine KI natürlich nur bedingt an Leiten und auswerten kann.
00:29:35: Also da kommt's eben ganz stark auch so auf Die Resonanz an, die ein Mensch einem gibt.
00:29:40: So dieses Zwischenmenschliche, die leichten Veränderungen in der Erzählung dann auch sprachpsychologisch.
00:29:46: also letztendlich kann ja der Mensch nicht anders als sich selbst aus Druck zu verleihen.
00:29:51: und das Gegenargument ist immer jaja.
00:29:53: aber was es wenn jemand einfach eine Image von sich produziert und dir irgendwas vom das blaue vom Himmel erzählt sozusagen dann ist vielleicht das Inhaltliche nicht der Selbstausdruck, sondern die Methodik der Erzählung.
00:30:05: Und das muss man schon eben verstehen.
00:30:07: Darauf schulen wir unsere Coaches auch, dass sie genau dieses biografische Verständnis haben und eine Menschenkenntnis haben, die natürlich stärkenorientiert und vor allen Dingen holistisch ist.
00:30:21: Die Frage war, welche Tests wir anwenden?
00:30:23: Das sind zum Beispiel Testerfahnen, die wir anbinden.
00:30:26: Dann entwickeln wir auch welche selbst...
00:30:29: die aufmerksamen Hörer oder vielleicht auch die Stammhörer und Hörerin von Good Work When Jetzt Denken, Jule.
00:30:34: Du hattest doch hier neulich Dr.
00:30:36: Hosipier der da ordentlich drauf rumgehauen hat auf den MBTI vor allen Dingen.
00:30:40: Und ich glaube was man vielleicht noch mal als Verbindung ohne dass wir jetzt da jetzt noch weiter weiter tiefer reingehen wollen sagen kann ist Was mir auffällt ist das du ja wirklich hier einen ganzen Blumenstrauß an des Inventaren nutzt und Vor allen Dingen auch offensichtlich dich selbst aber auch deine Mitarbeitenden schulst da die differenzierte Sichtweise unbedingt einzunehmen und nicht zu sagen, wir gehen in eine Kategorisierung.
00:31:04: Also Typ was auch immer für Buchstaben fertig ist die Analyse.
00:31:08: also das wäre wahrscheinlich deutlich so kurz gegriffen.
00:31:11: Also ich glaube, dass jeder das Recht hat psychologische Testverfahren zu kritisieren.
00:31:16: Das ist ja auch keine Wahrsagerschulung und es ist auch keine Absolution in irgendeiner Richtung.
00:31:23: Ich glaube, es gibt verschiedene Kriterien die man bedenken sollte um die Ergebnisse wirklich qualitativ hochwertig zu generieren.
00:31:31: Das eine ist, niemals nur einen Testverfahren anzuwenden.
00:31:35: Also das ...
00:31:37: Kann den nie die Welt erklären und das recht nicht den Menschen?
00:31:39: Nein!
00:31:39: Der Mensch ist unfassbar facettenreich und auch in der Latte an Testverfahren wird ihn nie in seiner Gesamtheit vollständig beschreiben können.
00:31:47: Darum geht es aber vielleicht gar nicht sondern es geht auch um so ein gewisses Vertrauen darin dass wenn jemand wirklich gute Persönlichkeitsdiagnostik macht geht es jetzt nicht um Eigenlob, sondern das ist einfach eine Beschreibung.
00:32:00: Wir sind irreguter drin Menschen holistisch zu beschreiben.
00:32:03: zweitens ist es aber auch nur ein Angebot der Versprachlichung weil ich habe ja eben schon gesagt Es geht ja darum Dinge die unbewusst sind, bewusst zu machen.
00:32:13: Und es ist letztendlich die Sprache, die auch unseren Horizont der Wahrnehmung festlegt.
00:32:20: Nur das was ich irgendwie versprachlichen kann und was ich mir vergegenwärtigen kann – das ist mir auch bewusst!
00:32:27: Und deshalb geht es bei diesem Testverfahren gar nicht darum, jetzt irgendeine Allmacht-Fantasie zu entwickeln und jemandem zu sagen, wer er ist.
00:32:33: Das kann ein Mensch sowieso immer nur selbst und außerdem gibt's auch einen veränderbaren Teil der Persönlichkeit, das sich sowieso weiterentwickelt.
00:32:40: Sondern es geht da drum, ein Sprachangebot zu machen was den Menschen selbst im Inneren ermöglicht mehr von sich zusehen ja also mehrere Facetten wahrzunehmen und vor allen Dingen wertzuschätzen ihren Sinn zu erkennen.
00:32:55: Und deshalb sind Testverfahren meines Erachtens ein sehr probates Mittel.
00:32:59: Sie sind aber auch immer nur so gut, wie der Coach kompetent ist, der sie anwendet oder die
00:33:03: sie anwenden.
00:33:04: Ja und natürlich nicht jeder!
00:33:05: Aber es geht ganz klar darum, Schablonen denken zu überwinden – das ist nicht der Punkt von euch ganz im Gegenteil sondern im Gegenseil.
00:33:15: Bild davon bekommen, wie ihr vor allen Dingen, wie du ganz speziell auch vorgehst und was du da alles zu Hilfe nimmst.
00:33:21: Und was deine Annahmen sind, deine Vorannahmen oder auch wie du die regulierst.
00:33:26: sagen wir mal so das ist ja ein ganz wichtiger Punkt.
00:33:29: kommen wir doch mal zur Frage wer genau kommt hinzu euch?
00:33:32: Oder ganz genau gesprochen zu dir?
00:33:34: also welche Gruppe von Führungskräfte kommt vor allem zu dir?
00:33:38: mit welcher Frage?
00:33:42: Zu mir kommen vor allen Dingen UnternehmerInnen, Sea Level und High Performer.
00:33:49: High Performa nicht unbedingt nur aus dem unternehmerischen Umfeld kann zum Beispiel auch aus einem sportlichen Umfeld oder weiß ich aus den Medien- oder Schauspielern sein.
00:33:59: Und die Frage mit der sie zu mir kommen ist gar nicht so klar um... rissen, weil es auch gar nicht unbedingt immer die ist, die dir relevante ist.
00:34:10: Also es kommen Leute zu mir und sagen ja ich möchte das nächste XYZ erreichen und letztendlich geht's aber vielleicht eher darum einen Teil loszulassen im Leben an dem man es lange festgehalten hat oder so was ich damit sagen möchte die fragen.
00:34:27: wenn ich die jetzt spezifisch benennen würde würden die würden gar nicht so viel
00:34:33: aussagen.
00:34:36: Eigentlich, wenn man es mal so zusammenfasst darum dass in irgendeiner Form ob bewusst oder nur diffus wahrnehmen war das gelebte Leben nicht mehr mit dem übereinstimmt was die Person im Inneren auszeichnet.
00:34:50: Also immer wieder das Gefühl den eigenen Pfad der Authentizität und des Selbstseins in irgen einer Form verlassen zu haben.
00:34:58: Es können ja zwei verschiedene innere Gefühle entstehen, nämlich einmal irgendeine Form von unangenehmen Gefühl, von dem man sich lösen will.
00:35:06: Also irgendwas was man loswerden möchte im Leben oder umgekehrt ein Gefühl von hin zu eine Sehnsucht also irgendetwas was integriert werden soll und was daran so spannend ist dass Erfolg eine gewisse Pfadabhängigkeit erzeugt.
00:35:21: also Menschen die sehr weit gekommen sind Die
00:35:25: haben
00:35:25: damit nicht nur bestimmte Hoffnungen verbunden, die jetzt vielleicht auch enttäuscht sind.
00:35:29: Das erlebe ich übrigens sehr häufig im Sinne der Diskrepanz zwischen Wesen und gelebtem Leben, dass sich Leute dachten, wenn ich erst mal ... chief executive officer bin.
00:35:39: Dann, keine Ahnung, fühle ich mich frei?
00:35:41: Hab' ich endlich genug Kohle?
00:35:43: Habe die Sichtbarkeit, die ich verdiene?
00:35:45: Kann ich endlich frei international unterwegs
00:35:47: sein?".
00:35:48: Also es gab immer so ein Inneres hinzu was einen hat durchhalten lassen weil man sich ein bestimmtes Gefühl oder eine bestimmte Identität erhofft hat, die mit diesem Ziel verbunden war.
00:35:57: und dann kommt man da an und denkt sich scheiße auch nicht viel anders als vorher.
00:36:02: Und das ist zum Beispiel eine Situation in der Führungskräfte häufig und diese Pfadabhängigkeit bezieht sich dann auch darauf, dass natürlich die Lebensumstände inzwischen jetzt nicht nur materiell oder monetär sondern auch im Sinne des Images, des Freundeskreises der Beziehungsgestaltung ganz stark in Verbindung mit dieser Position stehen.
00:36:22: Und deshalb ist es manchmal so schwer für Führungskräfte überhaupt zu sagen okay ich gucke hin, ich will den Anfang machen weil sie Angst haben das wenn Sie ihre dysfunktionalen Muster angucken, dass sie da nicht mehr so erfolgreich sind.
00:36:36: Aber weil die meisten zu mir, also eigentlich alle über persönliche Empfehlung kommen ist das Hindernis schon mal überwunden.
00:36:46: Weil es gar nicht darum geht jetzt eine High-Perform an seine Leistungsorientierung zu nehmen ja?
00:36:50: Also dass wäre fahrlässig und das will ich auch überhaupt gar nicht!
00:36:55: Genau, aber es gibt ein Moment der Enttäuschung.
00:36:57: Es gibt einen Moment der Erschöpfung.
00:36:59: Der wird nicht immer so genannt.
00:37:01: Die Leute sagen dann eher ich habe das Problem eine krasse Zeitmangel zu haben oder ich hab grad einen Motivationstief und dahinter steht vielleicht eine Dimension von Sinnverlust?
00:37:16: Es ist vielleicht auch schwer, dieses Narrativ von ich hab so wahnsinnig viel zu tun aufzugeben weil das so stark mit der Identität verknüpft ist.
00:37:22: Also es sind eigentlich Fragen die und das muss ich gleich kurz erklären aber die über die Ich-Funktionalität hinausgehen.
00:37:30: also Die Führungskräfte, die zu mir kommen, sie sind sehr erfolgreich bei denen hat man das Gefühl von außen okay, die haben wirklich... Wir haben's geschafft
00:37:38: alle Boxen getickt!
00:37:40: Den geht super Und innerlich hat sich aber entweder eine Diffuse Sehnsucht oder so ein diffuses Störgefühl breit gemacht.
00:37:50: Das heißt, die Ich-Funktionalität im Sinne von das Leben zu meistern und irgendwie gute Entscheidungen treffen zu können und funktional zu sein – das ist alles.
00:38:00: check, check, the box!
00:38:02: Und dann gibt's eben diesen Aspekt der Selbstwertung.
00:38:04: Irgendwann, wenn man alles abgehakt hat was auf der Liste stand, kommt irgendwann der Punkt okay und wie fühle ich das jetzt aus?
00:38:11: War es wirklich schon alles?
00:38:12: Warum ist es in mir immer noch unruhig?
00:38:14: oder warum bin ich von Person X Y Z im Business getriggert?
00:38:20: Oder warum bin Ich so führungsmüde geworden?
00:38:23: Das, was quasi über den sichtbaren und den CV-Erfolg hinausgeht, was eher eine innere Erfüllung haben möchte.
00:38:32: Das ist der Bereich, der zu mir führt und auch einfach die Neugierde auf sich selbst denn richtig gute Führung kann nur mit richtig guter Selbstführung beginnen und Selbstführungen kann nur gelingen wenn man ein fundiertes Verständnis seiner selbst hat und das wollen die Leute
00:38:51: von mir haben.
00:38:52: Das war jetzt ganz, ganz viel Information.
00:38:54: Ich versuch noch mal an den Anfang kurz zu springen als du nämlich gesagt hast im Prinzip sie erleben korrigier mich wenn ich es falsch mir memoriert habe Sie erleben eine Diskrepanz zwischen dem was tatsächlich in dem Leben stattfindet wie ihr Leben aussieht und das was ihnen innerlich stattfindert.
00:39:10: ja Und ich würde dir jetzt da nochmal spitzwinnigerweise wissen wollen zwischen dem Was innerlich Stadt findet oder dass was in Ihnen Eigentlich, wie gesagt Micky Beisenherz immer, Türsteuer zwischen Wunsch und Wirklichkeit.
00:39:24: Das Wörtchen eigentlich was eigentlich in ihnen angelegt ist.
00:39:27: Es ist nicht eher die Diskrepanz also dass man spürt wirklich spürte nicht benennen kann auf der ist da isst etwas Was noch nicht im außen gelebt wird was vielleicht innen aber auch noch nicht so richtig klar ist.
00:39:41: Es gibt ja zwei Bereiche, wenn das gelebte Leben nicht dem Wesenskern
00:39:44: entspricht.
00:39:44: Oder Wesenskerne?
00:39:45: Genau!
00:39:46: Das eine ist ich lebe was, was nicht meins ist.
00:39:50: D.h.,
00:39:51: ich muss irgendwie kompensieren.
00:39:52: Ja also ich hab zum Beispiel wir haben vorhin von der Sichtbarkeit gesprochen Ich habe irgendwie repräsentative Funktionen und I hate it jedes mal und immer wieder doof und
00:40:04: so.
00:40:04: Und nochmal ganz kurz WESENSKERN das finde ich nämlich echt wirklich Wortglauberei wesentlich.
00:40:10: Wesenskern ist es für dich das, was im Wesen angelegt ist oder das, wie mein Wesen sich zeigt im Moment?
00:40:19: Weil es kann ja auch sein, nehmen wir uns jetzt nun mal rein hypothetisch und das ist vielleicht gar nicht so hypothetische dass ich ein Leben hier konstruiere einen Lifestyle, einen beruflichen Werdegang der meinen Wesenskerren total verändert.
00:40:32: also von daher an dieser Stelle würde ich das gerne nochmal in deinem Blick sehen was du mit Wesenskarren an der Stelle meinst.
00:40:42: Das ist eine super Frage, ich muss mir kurz Zeit kaufen um zu antworten.
00:40:47: Wir haben hier Zeit!
00:40:49: Sehr gut.
00:40:51: Ich gebe mal meinen Blick darauf und möchte aber einschränkend sagen dass das meine subjektive Perspektive ist und dass es sicher auch andere Theorien, Schulen und Wissenschaften gibt.
00:41:04: Ich persönlich glaube dass wir einen selbst haben und das Synonym dafür ist die Psyche oder der Wesenskern oder die Seele wie auch immer du das nennen möchtest etwas was dein Potenzial in seiner Anlage auszeichnet.
00:41:21: Das heißt aber nicht, dass es immer nur eine Möglichkeit gibt das auszudrücken.
00:41:26: D.h.,
00:41:26: was ich sehe also die gelebten Anteile, die sichtbaren Anteilen meines Selbstes sind deshalb nicht determiniert.
00:41:36: um das mal an einem ganz praktischen Beispiel zu machen Ich habe ganz lange überlegt Medizin zu studieren und das war auch schon alles eingetütet Und dann hab' ich den Platz in letzter Sekunde abgesagt verschiedenen persönlichen familiären gründen und hab stattdessen mit wirtschaftswissenschaften angefangen.
00:41:55: also das habe ich auch beendet aber habt stattdessens wirtschaftswissenschaften studiert.
00:41:59: Und jetzt könnte man ja sagen hey was ist denn nun dein wesenskern?
00:42:03: Also bis jetzt irgendwie medizinerin oder bwellerin, nach wie vor liebe ich medizinische Themen und wenn ich binge watche dann definitiv auch irgendwelche Sachen dazu.
00:42:14: aber Wenn man jetzt sagt hey dass is Im Grunde genommen kein unterschiedlicher Ausdruck meines Wesenskerns, weil wenn man sich überlegt was ich heute mache und was als Medizinerin gemacht hätte wäre das wahrscheinlich gar nicht so unterschiedlich gewesen.
00:42:29: Und deshalb ist die eine Frage, was sozusagen mein Wesenskern meine Veranlagung und das andere
00:42:34: ist.
00:42:35: Wie entwickel ich eine Identität daraus?
00:42:38: Was mache ich in meinem Alltag?
00:42:41: Welche Verhaltensweisen drücken diesen Wesenskerren aus?
00:42:45: Aber in meiner Vorstellung ist es schon so dass das Leben da wo es nicht mehr authentisch deinem Pfad des Selbstes entspricht und der ist breit.
00:42:55: ja also Ich sag jetzt nicht hab kein deterministisches Weltbild oder sondern du kannst auch natürlich von deiner Wahlfreiheit Gebrauch machen, diese Ausdrucksform eben unterschiedlich zu wählen.
00:43:07: Es geht dabei eher um das Gefühl bin ich bei dem was ich tue mir selbst wirklich nah und das kennen wir.
00:43:15: jeder kennt dieses Gefühl dieses Gefühl von Resonanz und Übereinstimmung.
00:43:20: Das bedeutet übrigens nicht, dass es dann immer lustig und leicht und flockig und irgendwie aufregend ist.
00:43:26: Ich kann ja auch ganz authentisch sein in der Trauer!
00:43:29: Ich kann ganz authentische sein in meiner Enttäuschung.
00:43:32: Und auch ein Weg des Selbstes isst vor Enttäuschungen und Traurigkeiten Einsamkeit nicht gefeit, weil ich mich dann natürlich auch ganz häufig für etwas entscheiden muss was vielleicht anderen nicht passt.
00:43:44: Weil was bringt mich zum Beispiel ab von meinem Weg?
00:43:46: des Selbstes ist, Fremdanforderungen zu folgen, die nicht meinen eigenen entsprechenden
00:43:52: Erwartungen wünschen.
00:43:53: Übrigens
00:43:54: auch eigenen fehlgeleiteten Idealbildern.
00:43:57: ja.
00:43:57: also wie viel Schaden fügen wir uns selbst zu indem wir ständig denken wir müssten jemand anders sein?
00:44:04: Also um auf deine Frage nochmal zu antworten ich glaube dass es eben diesen Wesenskern gibt und der hat ganz unterschiedliche Verästelung der Ausprägungen.
00:44:13: aber deshalb werde ich kein anderer bauen.
00:44:15: Also ich kann nicht den Baum verändern, der Samen war sozusagen.
00:44:21: Wenn ich eine Eiche bin, dann wäre ich eine Aiche und wenn ich eine Kastanie bin, da wäre ich ne Kastanie so.
00:44:25: Aber ich kann natürlich trotzdem ob der Umstände oder ob das Umfeld ist, kann ich vollkommen unterschiedlich ausgeprägt sein.
00:44:36: Das selbst... Und das Leben sollten eine hohe Kongruenz haben, denn das ist das was zufrieden halt ausmacht.
00:44:43: Jetzt gibt es aber noch einen anderen Bereich.
00:44:44: also ich muss ja nicht nur etwas leben was mir nicht entspricht um zu sagen da muss ich nochmal nachjustieren sondern... Ich kann ja auch einen ganzen Bereich haben, den ich nicht lebe.
00:44:54: Der aber in mir angelegt ist und das sind die beiden Bereiche mit denen Führungskräfte zu mir kommen.
00:44:59: erstens hier ist was ätzend.
00:45:01: Das Leben macht aus sich aufmerksam.
00:45:02: übrigens da knirscht es Da gibt's Konflikte da ist man in seinem Immunsystem da gibt's vielleicht immer mal wieder dieselben Scheiter Situationen dieselben Ausraster komplex Episoden depressive Verstimmungen wie viele Führungskräfte ich habe blocker nehmen und so.
00:45:21: Also das Leben zeigt schon, wo es nicht passt.
00:45:24: die frage ist nur wie gut wir hinhören und wie lange wir das machen müssen damit wir reagieren.
00:45:29: und das andere ist und dass es dann sehr viel leiser.
00:45:32: eben diese frage von hey jetzt bin ich meine karriereleiter hochgelaufen jetzt habe ich das irgendwie alles erreicht irgendwas ist trotzdem noch nicht befriedet Und das ist das ungelebte Leben, was noch in uns wartet sich Ausdruck zu verleihen.
00:45:46: Das ist es selbst, was eben anklopft und sagt hey hier ist ein Bereich von mir der ist nicht adäquat
00:45:52: oder
00:45:53: ausreichend integriert ins Leben.
00:45:56: Und
00:45:57: da sind auch ganz einfache Themen zum Beispiel Loneliness at the top Ganz großes Thema.
00:46:05: Ist es nur das Thema, dass die Führungskraft ihre Gedanken vielleicht nicht mehr total frei aussprechen kann?
00:46:14: Weil eben Führungen viel öffentlicher geworden ist und man viel mehr Angst haben muss, dass einem die Worte im Mund gedreht werden weil Kritik viel schneller geäußert wird.
00:46:23: So ist es nur da.
00:46:24: oder liegt dahinter ein unbefriedigter Wunsch eine Crowd zu finden mit der man eine andere Verbindung spürt?
00:46:33: weiß ich im Voraus nicht, dass es dann was ist rauszufinden gilt.
00:46:37: Geht es da darum methodisch zu lernen wie ich mir selbst in Meetings nochmal anders Ausdruck verleihen kann?
00:46:43: Geht das darum strukturell ein anderes dreihundertsechzig Grad Feedback System einzuführen?
00:46:48: oder geht es darum in der Biografie Arbeit noch einmal einen Schritt zurückzutreten und sagen hey Was ist denn wirkliche Bindung für dich?
00:46:56: Wohin hast du Sehnsucht, wann fühlt sich Bindung gesichert an.
00:47:02: Wo findest du das bei?
00:47:03: ganz viele Führungskräfte den Anspruch haben es im Arbeitsleben zu erleben weil natürlich die Arbeit an sich so einen großen Raum in dem Leben einnimmt.
00:47:10: aber vielleicht geht's dann darum auch nochmal andere Lebensbereiche zu betrachten und zu öffnen Und das ist natürlich im Führungs- und Executive Coaching ein ganz wichtiger Teil nicht nur auf die berufliche Rolle zu schauen.
00:47:21: Du hast jetzt schon ein konkretes Thema angesprochen.
00:47:24: Ich weiß, du warst erst mal zögerlich und das verstehe ich auch zu sagen Das sind so die klassischen Fragen mit denen Führungskräfte zu mir kommen.
00:47:31: Lonely at the Tom sagst du ist natürlich tatsächlich etwas was du häufiger siehst Was ist mit dem Thema?
00:47:39: Das springt mich gerade in den Kopf der Überidentifikation weil logischerweise sind Menschen die zu dir kommen Mit einem Großteil ihres Wachendaseins mit beruflichen Fragen beschäftigt.
00:47:54: Es liegt die Hypothese nahe zu sagen, dass diese Menschen auch zur Überidentifikation vielleicht neigen.
00:47:59: Also nicht als Etikett für eine ganze Kategorie von Führungskräften sondern zu sagen ist es ein Phänomen was du beobachtest das Menschen sagen ich bin meine Arbeit Es gibt da keine Trennung mehr, was ganz harte Implikation hat.
00:48:15: Wenn eben diese Arbeit und damit einhergehen dieser Status nicht mehr da sein sollte oder bedroht scheint?
00:48:24: Die Antwort ist ja!
00:48:28: Das erlebe ich viel... Die Frage ist nur, ist es schon ein Problem und ist das schon bewusst?
00:48:33: Weil es natürlich auch noch den Bereich gibt wo die Anerkennung, die du dafür bekommst, auch noch ausreicht um diese Identifikation immer wieder positiv zu bestätigen.
00:48:45: Dann ist es ja noch kein Problem.
00:48:47: aber da ist dann immer die Frage auch so bisschen was ist Kompetenz und was ist Kompensation?
00:48:52: Also was ist wirklich meine Führungskompetenz und wo habe ich ein Kompetenz erleben?
00:48:56: Und fühle mich wirklich tatkräftig und bestätigt in dem, was ich jeden Tag leiste.
00:49:00: Und hab auch vielleicht das Gefühl dass meine Lebensmotive die vielleicht ganz stark auf den professionellen Bereich ausgerichtet sind, wirklich befriedet werden oder befriedigt werden dann ist ja alles gut.
00:49:11: Gut es ist da, wo ich merke, dass vielleicht die Fähigkeiten Position gebracht haben, so stark kompensatorisch motiviert waren.
00:49:20: Dass ich heute darunter leide entweder weil es mich überstrapaziert oder weil ich das was ich oft habe zu kriegen immer noch nicht gekriegt hat.
00:49:28: Beispiel du hast vielleicht und da gehen wir jetzt mal ganz zurück in die Kindheit Und ich möchte einen kleinen Einruf machen Genau ein kleiner Disclaimer.
00:49:39: Was ich jetzt sage sind immer sehr Sagen wir mal plakative Beispiele, das ist natürlich im Einzelfall nie so plakativ.
00:49:50: Nichtsdestotrotz zeigt es eine Bewegung und innerhalb dieser Bewegungen werden sich sicher viele Leute wieder erkennen.
00:49:56: also bei High Performer gibt es unter vielen anderen ich nenne nur ein Beispiel den Mechanismus, dass Leistung sehr positiv bewertet wurde in der Kindheit.
00:50:08: Also das sehr schnell ein innerer Glaubenssatz formuliert wurde von Wenn ich leiste bin nicht etwas wert.
00:50:16: Eine Bedingung gekoppelt?
00:50:17: Genau!
00:50:17: Ganz genau.
00:50:18: und wenn wir Kinder sind dann können wir nicht abstrahieren Wir verstehen nicht, dass vielleicht die Eltern keine Ahnung Probleme XYZ haben und deshalb sich ABC verhalten sondern wir attribuieren subjektiv.
00:50:32: Das heißt, wir sagen hey ich bin hier verantwortlich die Bindung zu sichern.
00:50:37: Ich interpretiere Die Bindung ist vor allen Dingen dann gesichert oder ich werde in meinem Selbstwert vor allem dann positiv unterstützt bekomme Anerkennung Oder habe das Gefühl von Unabhängigkeit was auch immer Wenn ich leistungsstark bin und dann gibt es ja da schon ganz viele Facetierungen Leistungs stark heißt dass du perfekt bist.
00:50:55: Dass du möglichst brav deine Sachen erledigst heißt dass Du möglichst stark bist.
00:51:00: sagen wir mal, es geht darum Stärke zu zeigen Sachen zu können die anderen nicht können oder vielleicht auch schneller zu können als andere so.
00:51:08: Du hast vielleicht dann innerlich diese Interpretation gehabt von hey wenn ich nicht geliebt werde für mein sein sondern wenn die Bedingung der Liebe die Leistung ist Dann muss ich besonders viel Leistung erbringen um geliebten werden.
00:51:24: das heißt Liebe wird durch Anerkennung und Applaus ersetzt Und das ist jetzt dein Kompensationsmuster.
00:51:29: Kannst du dir vorstellen, eigentlich will das Kind sozusagen diese Schale der bedingungslosen Liebe gefüllt kriegen?
00:51:35: Merkt dann, oh, es läuft hier nicht so!
00:51:37: Ich fühle mich nicht genug geliebt oder nicht adäquat geliebt oder wie auch immer.
00:51:40: Dann fange ich jetzt mal an die Schale, der Leistung aufzumachen weil da kriege ich vielleicht keine bedingungenlose Liebe aber da krieg ich zumindest bedingt Anerkennung Und das zieht sich jetzt immer weiter durch.
00:51:51: Ich bin dann also in der Schule richtig gut gewesen oder im Sport, ich hab neben der Schule irgendwas gemacht was andere ganz toll fanden und so zieht es sich durch.
00:52:00: Immer weiter kreiere ich das Image des starken leistungsfähigen Menschen Und das bringt mich total weit.
00:52:07: und irgendwann bin ich aber so identifiziert damit, dass ich innerlich gar nicht mehr merke, dass das ein Fass ohne Boden ist.
00:52:14: Weil letztendlich was ich eigentlich wollte werde ich dadurch auch nicht kriegen egal ob mir die halbe Welt applaudiert oder nicht ja?
00:52:22: Mit solchen Führungskräften, die dann sehr kurz gesagt weil sie nicht geliebt wurden später bewundert werden wollen Mit denen geht es dann ganz viel darum zu sagen, hey was ist eigentlich genug?
00:52:36: Also wann wäre das eigentlich genug.
00:52:38: Weil und das sage ich dann immer so ketzerisch nicht mal Gott wird von allen anerkannt.
00:52:42: Es gibt's halt einfach nicht ja!
00:52:44: Und sag ich du weißt mich sehr schätze liebe Rangel dass du das Wort nazistisch nicht in den Mund genommen hast weil ich glaube da sind jetzt ganz viele Zuhörern sagen ah ich weiß wo das hier zu langsam hin führt und ich bin froh...
00:52:58: Jetzt erst mal ein ganz andere Podcast.
00:53:00: Da
00:53:01: reden wir heute, Doppelpunkt Achtung
00:53:04: nicht!
00:53:06: Es geht dann um auf deine Frage zurückzukommen, um eine Überidentifikation mit dem Kompensationsmuster was einen in die Rolle gebracht hat.
00:53:15: und da ist das Problem.
00:53:16: Das Problem ist nicht wenn man happy in der Rolle ist.
00:53:18: Dann kann man sich damit identifizieren und dann finde ich es auch total legitim für einen selbst die Entscheidung zu fällen Arbeit Als Lebensbereich füllt quasi mein gesamtes Lebensrat zu neunzig Prozent aus.
00:53:31: Das ist ja kein Problem, wenn man dann die entsprechenden
00:53:34: Deals
00:53:34: findet, die das unproblematisch bleiben lassen.
00:53:39: Genau also ich will auch und das wird als Coach auch immer so gerne angedichtet niemandem ein Problem machen was er nicht hat.
00:53:46: Also Probleme, das ist auch nicht meine Interpretation sondern Probleme tauchen da auf wo es für mich und oder andere schwierig wird.
00:53:54: Also, wo ich vielleicht merke... Boah!
00:53:59: Ich habe immer wieder das Problem, dass meine Effekte im Job raste zwischendurch aus oder ich bin zu pushy.
00:54:07: Oder ich mache einen sarkastischen Kommentar und so.
00:54:11: Wo meine Effekt nicht privat bleiben sondern wo sie eben zu Komplikationen innerhalb der Führungsrolle führen?
00:54:20: in
00:54:20: der Beziehung zu anderen oder auch in meiner inneren Beziehungen.
00:54:23: Also ich kenne es, dass Leute herkommen und sagen nach dem Meeting habe ich mir einfach so schlecht gefühlt.
00:54:28: das Feedback war zwar total gut aber mir geht's richtig übel und so.
00:54:32: dann hat das mit den Anderen jetzt erstmal nichts zu tun und dann färbt es vielleicht die beziehung nicht negativ ein Aber ist doch im Inneren Dialog einfach so quälend Das natürlich gut wäre dieses Hindernis abzubauen oder zu schauen was da eigentlich los ist.
00:54:45: Und nochmal Die Psyche macht nichts, um dir zu schaden.
00:54:48: Davon bin ich ganz fest überzeugt.
00:54:49: Das geht immer darum, zu erkennen ... Was war denn die eigentliche Intention der Psyuche?
00:54:54: Woher kommt das denn?
00:54:55: Beispiel im Meeting.
00:54:57: Du hast dich vielleicht wahnsinnig schlecht gefühlt weil du an einer Stelle wo du innerlich dachtest hier müsste man was sagen.
00:55:02: Dich nicht getraut hast den Mund aufzumachen.
00:55:04: Das passiert auch im Sea-Level.
00:55:06: ja also das ist jetzt nichts was irgendwie kleineren Position vorbehalten ist.
00:55:11: und dann mal zu gucken, hey wenn das so eine wichtige komplexe Episode für dich ist ja weil du so überproportional emotional darauf reagierst da nicht richtig rauskommst und irgendwie in so einer Abwertungsspirale bist.
00:55:24: Was will denn deine Psyche dir als Entwicklung hier anbieten?
00:55:27: Ja, was ist denn da los so.
00:55:29: Woher kommt das?
00:55:30: Woher kennst du das noch?
00:55:31: Was hat das für eine positive Absicht?
00:55:33: Warum ist es heute hinderlich?
00:55:35: und deshalb meine ich Mathe weil das ist wie ne Gleichung Und das kann man schon wirklich auflösen.
00:55:40: also Es ist sehr sehr viel pragmatischer als Menschen zu denken.
00:55:45: Alles, was du bis jetzt berichtet hast hat, sagen wir mal das zeitgeistige nicht wirklich berücksichtigt in dem Sinn oder anders ausgedrückt.
00:55:52: Ich würde sagen dass was du bisher gesagt hast sind der Grundzusammenhänge Wie sagst du selbst so schön zwischen Psychologie und Performance die man wahrscheinlich in ähnlicher Art und Weise schon vor dreißig vierzig oder noch mehr Jahren hätte diskutieren können.
00:56:07: Was siehst du auf einer struktur eben?
00:56:09: an neuen veränderten Herausforderungen für Führungskräften, die dann wiederum auch bei dir im Coaching landen.
00:56:15: Was hat sich qualitativ wirklich verändert?
00:56:19: Ich glaube dass sich das Führungsverständnis generell geändert hat also... Das ist jetzt eine steile These, dazu stehe ich aber auch und bin auch gerne da bereit, das zu diskutieren!
00:56:30: Ich glaube, dass im Grunde genommen eine vollkommen überzogene Erwartung im Moment an Führunkräfte gestellt wird nicht selten dazu führt, dass sie sagen ich mag die Aufgabe.
00:56:43: Ich finde den Inhalt cool aber ich habe überhaupt keinen Bock mehr.
00:56:45: also wo quasi die Erschöpfung auf der Enttäuschungs-Ebene, auf der Wartungsebene und Anforderungsebenen gerade im zwischenmenschlichen Bereich liegt.
00:56:56: Also ich glaube das wir noch mal überlegen müssen.
00:56:59: was soll sich dann nun alles können?
00:57:00: Die Führungskraft weil... Also wenn ich das so höre, dann werde ich immer selbst müde, wenn die Führungskräfte das erklären.
00:57:06: Und ehrlich gesagt in meiner eigenen Rolle als Unternehmerin habe ich da ja auch meinen eigenen Lernfahrt und den bewältige ich manchmal besser und manchmal auch schlechter.
00:57:15: Das werden meine Mitarbeitenden dir bestätigen können.
00:57:19: also Ich glaube an Führungskräfte wird die Forderung gestellt Orientierung zu geben aber gleichzeitig eben Partizipationen zuzulassen.
00:57:27: Es ist wichtig schnell zu sein man muss aber irgendwie alle mitnehmen.
00:57:32: Du möchtest Vertrauen, gleichzeitig wünschst du dir maximale Transparenz.
00:57:37: Es soll definitiv eine Leistungsorientierung in Unternehmen geben aber dann sollen alle möglichen individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden und... Ja, wir haben auch natürlich einen Generationenkonflikt.
00:57:50: Also die psychologischen Arbeitsverträge derer, die im Moment noch führen.
00:57:54: Die sind anders als die, die nachkommen.
00:57:57: Als jüngere Generationen also... ...die Führungskraft von früher hat vielleicht ein bisschen zu viel erduldet und gemacht Und die Führungskraft von heute ist vielleicht manchmal gar nicht so bereit in der Langstreckenkompetenz auch durchzuziehen, weil die eben nicht sagt ich schufte mich mein Legenlaken ab und irgendwann wird es sich lohnen.
00:58:18: Das führt dazu dass eine Unsicherheit in Führungskräften besteht.
00:58:24: wie viel Veränderungen soll ich vorantreiben?
00:58:26: Wie viel Sicherheit soll ich schaffen?
00:58:28: was bedeutet überhaupt Sicherheit?
00:58:29: und Ich glaube das ja.
00:58:32: Also du merkst schon, ich kann da ordentlich ins Reden kommen.
00:58:35: Es gibt eine andere Öffentlichkeit von Führung, das hab' ich auch schon gesagt.
00:58:38: Das finde ich ganz spannend.
00:58:39: also... Ich habe so viele Führungskräfte die zu vielen Dingen ganz tolle Meinungen haben und super Diskurse anstoßen könnten!
00:58:45: Und die sagen ey, das mach ich nicht weil ich hab dieses und jenes strategisch in meiner Karriere noch vor und wenn ich da nur was Falsches sage dann werde ich quasi gecancelt.
00:58:53: Man sieht's ja auch auf den Bühnen, also ich sag mal wenn wir... Du bist jetzt sicherlich auch auf der einen oder anderen Veranstaltung, Messe, Kongresse, Konferenzen wo man sich ja immer wiederwünscht, dass da irgendein prominenter Vertreter eines Unternehmens auch mal eigenes Scheitern eingesteht.
00:59:09: oder von mir ist noch nicht mal scheitern.
00:59:10: Von mir ist auch eigene innere Ambivalenzen diskutiert.
00:59:13: dann wird es ja richtig spannend und wir wissen beide wie schwierig es ist diese goldenen Sternstunden zu erarschen.
00:59:20: warum?
00:59:21: weil sich natürlich die Menschen danach steuern.
00:59:23: was bedeutet das für meine persönliche Karriere?
00:59:26: also kann ich mir dieser art von von offenbarung auf einer öffentlichen bühne überhaupt leisten.
00:59:31: Und wir haben auch ein ganz anderes Autoritätsverständnis.
00:59:33: Also heutzutage muss autorität ständig begründet werden, früher wurde die nicht in Frage gestellt und da ist bei mir noch überhaupt keine qualitative Beurteilung ob das jetzt gut oder schlecht ist.
00:59:43: Fakt ist einfach dass mit einer zunehmenden Psychologisierung von Führungen ... Wir reden ja ganz viel vom psychologischen Sicherheit, wir reden von Mental Health ne?
00:59:54: Ist eben immer mehr infrage gestellt was eine organisationale Zumutung eben auch rechtfertigen kann.
01:00:02: Also es ist nicht alles, was unangenehm ist jetzt psychologisch schlecht geführt.
01:00:08: Das ist eben nicht so und umgekehrt auch nicht jede Wertschätzung ist eine gute Führung.
01:00:15: Es gibt total viele Führungskräfte denen das später auf die Füße fällt dass sie früh nicht klar waren weil sie irgendwie immer Angst haben vor dem Feedback, vor einer Laune oder so, vor irgendwie zu viel Kritik oder so.
01:00:29: Das heißt die Frage wird sein.
01:00:31: Erstens, wie definieren wir überhaupt Führung?
01:00:35: Weil viel im Moment geht es fast und auch das ist wieder eine provokante Aussage weiß ich auch aber das geht schon fast in so eine elterliche Erwartungsstruktur ja wo dann die Organisation auf einmal einen Schauplatz dafür ist dass man ältere Beziehungserfahrungen irgendwie nochmal heilen oder wiederholen oder was auch immer muss.
01:00:55: Und das ist schon eine maßgebliche Überforderung für Führungskräfte.
01:00:58: weil die Frage Welche Entwicklung kann ich auch zumuten?
01:01:03: Und wir haben schon eine wahnsinnige Projektion im Moment auf Führungskräfte.
01:01:09: Also
01:01:09: das finde ich auch und auf der einen Seite selbst auf, ich sag mal Einstiegsführungs-Ebene Gruppenleitung also mindestens Marbaric Oberma Profil gleichzeitig aber auch ein Zurückweichen was das Angebot an Führungskräfte Entwicklungs Methodiken überhaupt Ausbildung anbelangt.
01:01:26: und da geht ja etwas massiv auseinander.
01:01:28: oder Wir haben auf der Einenseite ne völlig unrealistische, vielleicht auch übergriffige und überbordende Anspruchshaltung gegenüber dem, was Führungskräfte leisten müssen.
01:01:38: Nicht zuletzt durch so Medien wie LinkedIn getragen und moderiert.
01:01:42: Und auf der anderen Seite sehen wir das die Unternehmen ja, sagen wir mal freundlich ausgedrückt nicht gerade eine Schippe draufgelegt haben, was das Thema Ausbildung von Führungsqualitäten und Kompetenzen betrifft?
01:01:55: Absolut ich geb dir total recht!
01:01:57: Das ist auch nicht einfach weil ich glaube dass wir uns im Moment noch in dem Zustand des Übergangs befinden, indem viele noch gar nicht genau wissen wie sie das jetzt eigentlich angehen sollen.
01:02:07: Weil im Moment glaube ich eher noch der Krisenzustand herrscht weil letztendlich gerade KI und ich werde es hier irgendwie ausgetretene Fahre beschreiten.
01:02:20: aber in meinem Umfeld ist relevant, insofern als Wissen einfach super billig geworden ist und Kompetenz jetzt nicht unbedingt nur der entscheidende Faktor ist um deine Führungsautorität zu begründen bedeutet.
01:02:34: Du musst als Führungskraft viel stärker in deine Reife investieren, in deine Regulationsfähigkeit.
01:02:43: Du musst viel stärkere Urteils stark sein.
01:02:47: du musst auch Ambivalenzen viel stärke aushalten können.
01:02:51: Du muss eben aushalten können dass du persönlich Mitgefühl hast und trotzdem Nein sagst das du dich unbeliebt machst mit Entscheidungen die kurzfristig Unangenehmen sind aber vielleicht langfristig gut sind, da kommen wir zurück zum Morgenritual.
01:03:07: und ob man jetzt Yoga macht oder nicht.
01:03:08: Und ob es einen Bock bringt oder nicht?
01:03:10: Führung bedeutet ja auch im Thoughtful Leadership Sinne viel die langfristige Entwicklung von Menschen mit im Auge zu haben.
01:03:18: Das ist eben nicht immer angenehm.
01:03:21: Es ist nicht immer so dass man jede emotionale Belastung auffangen kann.
01:03:26: Es Fokus nehmen kann, ohne die Unternehmensziele zu betrachten.
01:03:35: Das wird da ja auch häufig vergessen.
01:03:37: von daher... ist der Wunsch nach Freiheit, glaube ich auf beiden Seiten noch mal neu zu betrachten mit der Frage danach wie viele Verantwortung man übernimmt.
01:03:48: Weil die Führungskraft muss in der Zukunft sicher sehr viel mehr Verantwortung dafür übernehmen eine gute Beziehung zu sich selbst zu haben um eine gute beziehung zur anderen gestalten zu können.
01:04:00: und gute Bezierung bedeutet aber auch dass man adäquate Grenzen setzt das man auch Menschen beibringt und sie auch dabei unterstützt, Enttäuschung auszuhalten.
01:04:12: Also dass man auch erwachsen wird indem man eben versteht hey es gibt klare Entscheidungen die vielleicht nicht die gleichen sind wie meine und das ich sie trotzdem akzeptieren kann.
01:04:23: Und das glaube ich geht eben viel in dieses Thema von.
01:04:26: wir müssen im Organisations- und Kulturdesign viel mehr darauf achten, eben diese persönliche Reife die Persönlichkeitsentwicklung das Selbstverständnis eine Klarheit über die eigenen Muster um dann eben nicht blind von ihnen gesteuert zu sein sondern bewusst mit ihnen umzugehen.
01:04:42: Das müssen wir trainieren!
01:04:43: Und dafür gibt es eben noch nicht so richtig viel gutes Angebot und das liegt einfach
01:04:48: auch
01:04:49: an ganz lustigen Richtlinien.
01:04:53: ja also Wir machen ja viel Training in Organisationen und machen so Teamentwicklungen, Führungskräfte, Entwicklungen.
01:05:01: Und da gibt's dann so Auflagen wie bestimmte Testverfahren dürfen nicht angewandt werden oder so ne?
01:05:08: Dann macht die Arbeit schon irgendwie schwierig weil letztendlich bringt es halt den Leuten dies machen total viel Weil du nicht unbewusst besteuert wirst sondern weil du verstehst ah ja warte mal und das heißt übrigens nicht das Problem vorbei ist.
01:05:22: Also keine Ahnung, deine mitarbeitende Kraft kommt zu dir und sagt also es wird jetzt mal wieder Zeit für eine Gehaltserhöhung und du denkst innerlich was für eine Unverschämtheit?
01:05:32: So nimmst das Hardcore persönlich und das glaube ich so wichtig mal zu verstehen okay was ist da überhaupt im Innenloß?
01:05:44: ja also was is die Realität und was bewerte Ich?
01:05:49: Also die Realität ist, ein Mensch fragt nach mehr
01:05:52: Gehalt.
01:05:53: Und was ist deine innere Bewertung?
01:05:56: keine Ahnung, fühlst du dich respektlos behandelt.
01:05:59: Hast du das Gefühl die Person hat keinen Benehmen oder ist es für dich eine Bedrohung?
01:06:03: Weil wir reagieren ja auf die Bewertungen und nicht auf das was tatsächlich passiert.
01:06:07: Und das da könnte ich jetzt noch ewig weiterreden.
01:06:09: aber nur mal um zu sagen Das sind die Themen die wir glaube ich in Zukunft auch in Organisation sehr viel mehr in den Fokus nehmen müssen wenn's ums Führungskräfte Training geht Wenn es um die Entwicklung überhaupt von Menschen geht und übrigens nicht nur Führungskräfte sondern eben auch ganz stark durch die Organisationen hinweg, was ist Verantwortung?
01:06:30: Was ist Rollenverantwortung?
01:06:32: Was kann ich deshalb auf persönlicher Ebene erwarten und was halt nicht.
01:06:38: Zum Ende unseres Gesprächs, liebe Rangheld das war wirklich jetzt schon ein absoluter Megadieb-Dive du hast es ja schon hier quasi den Ball schon auf den L war gelegt.
01:06:47: innere Reife emotionale Regulationsfähigkeit sind die Stichworte Wenn uns jetzt Menschen zuhören, die genau sich in diesem Spannungsfeld bewegen, dass wir heute so um Kreis, um Schifft
01:06:58: haben.
01:06:59: Was sind erste Handreichungen?
01:07:02: Also nicht im Sinne von Hacks.
01:07:03: Das ist vollkommen klar, dass das hier Nichtabteilung-Hack ist und dass ich sowieso by the way nicht glaube sondern eher im Sinne, was sind erste kleine Steuerungshilfen, in diesem Gespräch geben kann und zu sagen, schau mal hin.
01:07:17: Was ist es um deine Regulationsfähigkeit bestellt?
01:07:21: Was sind vielleicht auch Markerinnere die uns da unterstützen auf mentaler, körperlicher Ebene wie immer dass wir vielleicht so zum Schluss unseres Gesprächs noch ein praktisches Angebot an unsere Zuhörnern da draußen aussenden?
01:07:41: Ich glaube, dass es total sinnvoll ist, Daten zu fangen wo's richtig knirscht.
01:07:46: Also sich mal zu fragen okay wie stehts eigentlich um meine eigene Kränkungsfähigkeit?
01:07:52: Wie gehe ich damit um wenn ich Feedback bekomme oder Situationen erlebe die mein Selbstbild bedrohen?
01:07:57: also eben genau wenn diese innere Stimme von weiß ich überhaupt keinen Bock mehr Alter, was bildest du dir ein?
01:08:05: Wenn solche innere Stimmen hochkommen.
01:08:06: Wenn man wirklich geträgert ist.
01:08:08: Also wenn auch die Anteile in einem Selbstanklopfen, die vielleicht noch das Ungelöste ausmachen ... sich dann wirklich mal hinzusetzen und nur zwei Dinge zu tun.
01:08:19: Nämlich einmal aufzuschreiben, was tatsächlich passiert?
01:08:23: Was ist das äußere Ereignis?
01:08:26: Nur ganz nüchtern!
01:08:27: Daneben schreiben wirklich Papier und Stift, weil es ganz spannend ist was passiert mit der Psyche.
01:08:33: Wenn du Papier- und Stifts zur Hand nimmst dann springt so eine innere ratgebenden Funktion an.
01:08:37: also dann will sozusagen deine innere Stimme dir einen guten Tipp geben wenn du das konzentriert machst.
01:08:43: Also dann schreibst du daneben okay?
01:08:45: Und welche Bewertung läuft in mir ab?
01:08:46: welcher Meter Text, was geht hier noch vor?
01:08:50: Also eben so wie du gesagt hast denke ich dann das ja eine Zumutung oder ist ne Unverschämtheit.
01:08:56: Oder dass es gemein... Das ist ungerecht.
01:09:00: Also irgendwie sowas geht da in mir ab und das sind egal wie hoch die Position ist ganz einfache Dinge.
01:09:06: Und dann hast du diese beiden Sachen, kannst das mal miteinander vergleichen.
01:09:11: Dann kannst du tiefer einsteigen entweder in dem du auf die pragmatische Ebene zurückgehst, also tiefer in die Übung einsteigend meine ich, auf die Pragmatische Ebenen zurück und ich frag's okay wie würde ich denn jetzt handeln wenn ich im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte wäre?
01:09:25: Wenn ich total reif wäre und wenn ich durch nichts quasi hier getriggert würde.
01:09:29: ja Wie würd' dich dann eigentlich handeln?
01:09:30: Das ist fasziniert.
01:09:31: man weiß es dann!
01:09:32: Weil das meistens, was man auch jemand anderem raten würde.
01:09:35: Man würde jemand anderen auch raten.
01:09:37: Mensch, nimm doch die Kritik nicht persönlich.
01:09:39: Warum fühlst du dich selbst irgendwie entwertet?
01:09:42: Das ist doch zu neunzig Prozent eine Selbstaussage.
01:09:45: Leite das doch mal in die Verantwortung des Gegenübers wieder zurück, indem du diese und jene Frage stellst.
01:09:50: Geht doch nicht innerlich in den Widerspruch sondern sagt so ja, das kann ich verstehen.
01:09:53: Was machen wir denn jetzt?
01:09:55: Das passiert dann, und dann kannst du mit genau diesen Hatschlägen zurück in das Gespräch gehen oder eine andere Seite noch tiefer einzusteigen.
01:10:02: Dann wirklich mal zu fragen okay woher kenne ich das Gefühl?
01:10:06: Weil wenn sich ein Gefühl überproportional gemessen an der Situation äußert, dann reagierst du nicht auf heute sondern auf gestern.
01:10:16: man sagt ja so schön if it's hysterical its historical.
01:10:20: Dann sich mal zu fragen, okay was ist generell mit Kritik in meinem Leben passiert?
01:10:25: Wo habe ich mich entwertet gefühlt?
01:10:28: Wo hab ich mich vielleicht auch wertlos gefühelt.
01:10:31: Wo habe Ich mich zurecht in eine bestimmte Schublade gesteckt?
01:10:35: gefühlten?
01:10:35: also dann mal so ein bisschen tiefer einzusteigen und das Hört sich jetzt so komplex an, aber das kann man in einer halben Stunde machen und auch mit KI.
01:10:41: Also wenn du diese zwei bis vier Schritte ... Nämlich erstens was war das Ereignis?
01:10:46: Zweitens, was war meine innere Realität?
01:10:49: Was war meine Bewertung?
01:10:51: Drittens wie könnte ich reagieren, wenn ich frei von dieser Bewertungen
01:10:55: wäre?
01:10:55: Und
01:10:58: viertens Wie hilft mir für mich zu ergründen woher dieses Gefühl kommt?
01:11:04: weil Trägergefühle sind immer alt.
01:11:07: Und das ist das, was ich meinte, ne?
01:11:09: Wenn dann irgendwie Autorität ganz alte Erfahrungen aktiviert und so Beziehungsthemen aus der Vergangenheit in den organisationalen Kontext getragen werden.
01:11:19: Was übrigens auch normal ist, weil jede Organisation triggert natürlich auch Themen wie Konkurrenz, wie Ohnmacht, wie irgendwie Gerechtigkeit ... Abhängigkeit, Macht und so.
01:11:33: Das sind schon sehr archäische Themen, die da so getrickert werden.
01:11:38: Wenn du dir dafür eine halbe Stunde Zeit nimmst, wirst du wahnsinnig erstaunt sein!
01:11:42: Wie groß die Hebelwirkung für den nächsten gleichgearteten Konflikt ist?
01:11:50: It's historical.
01:11:54: Es geziemt sich eigentlich nicht, lieber Anhalt mit der Vergangenheit und vielleicht sogar mit einem kleinen Problemfokus.
01:12:01: ein Gespräch noch dazu wenn es so schön war wie dieses zu beenden.
01:12:05: Und gleichzeitig mache ich das.
01:12:07: weißt du warum?
01:12:08: Weil Ich sag einfach es ist kein Ende es Ist Ein Cliffhanger.
01:12:14: Also von meiner Seite steht auf jeden Fall eine Einladung für die Fortsetzung dieses Gesprächs.
01:12:19: Ich hoffe, dass du einschlägst sozusagen weil weißt du wie viel ich hier auf meinem Blatt noch stehen habe wo wir noch unbedingt mal ein bisschen tiefer bohren wollen?
01:12:27: Wollen wir das als positive Wendung nach draußen ins Orbit schicken?
01:12:32: Vielen vielen Dank für das unfassbar schöne Interview.
01:12:35: also ich merke richtig, dass Du mich mit Deinen Fragen sehr zum Nachdenken angeregt hast und richtig konzentriert war.
01:12:44: Die Zuhörerinnen können es ja nicht sehen, aber ich habe auf jeden Fall jetzt einen roten Kopf.
01:12:49: Vielen Dank!
01:12:50: Also
01:12:50: in mir selbst
01:12:51: sind auch ein oder zwei
01:12:52: Fragen aufgekommen.
01:12:53: Ich hab hier so zwei drei Notizen gemacht, wo ich selbst noch mal darüber nachdenken
01:12:58: möchte.
01:12:58: Danke!
01:12:59: Die legen wir übereinander und dann starten wir damit unser nächstes Gespräch.
01:13:02: Hab herzlichen Dank und wir sehen und hören uns wieder.
01:13:05: Danke liebe Rangheld!
01:13:09: Was für ein Deep Diver.
01:13:11: Ich glaube, man hat gespürt wie Tiefrang in ihre wirklich live und Herzensthemen eingestiegen ist... Diese Schnittstelle zwischen Psychologie und Performance, und vor allen Dingen was sie erlebt in der Zusammenarbeit mit Executives.
01:13:26: Mit Menschen die wirklich große Verantwortung tragen woran sie sich reiben wie sie auch nach wie vor egal was sie erreicht haben von ihren inneren Mustern, von ihnen inneren Skripten getragen sind.
01:13:37: und ich fand natürlich ganz ganz spannend den letzten Punkt nochmal zu sagen.
01:13:42: In dem Moment, wo es hysterical ist, ist das meistens historisch.
01:13:46: Gibt es einen Muster dafür?
01:13:47: Gibt eine Begründung zurückzugehen?
01:13:50: Ich bin selbst ein bisschen gestolpert über dieses Ursache-Wirkungsprinzip.
01:13:53: Das hat man auch gemerkt.
01:13:54: Deswegen fand ich das wichtig, da noch mal nachzuhaken.
01:13:58: Gleichzeitig war's ein Gespräch, wo ich ihr ganz viel Raum geben wollte um ihre klugen Gedanken einfach mal auseinanderzuklärmüsern.
01:14:06: Denn das is nicht trivial!
01:14:08: und vor allen Dingen sehr, sehr wertvoll.
01:14:10: Und ich glaube das hilft uns allen diese Form von Gesprächen nicht nur diejenigen, die vielleicht an der Spitze eines Konzerns stehen sondern jeder in seiner Steuerungsfähigkeit, in seiner Regulationsfähigkeit.
01:14:22: also von daher vielen Dank fürs Zuhören.
01:14:24: ihr wisst was ihr zu tun habt.
01:14:26: hinterlasst ein paar Sternchen bei Spotify Vielleicht auch einen Kommentar wie euch das Gespräch gefallen hat.
01:14:31: Das finde ich natürlich auch immer sehr wichtig für meine Steuerungsfähigkeit und ansonsten schaltet wieder ein Wenn es nächste Woche heißt, herzlich willkommen bei Good Work!
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