Wann ist Führung gut genug? Simona Deckers (357)
Shownotes
„Alle Menschen möchten frei, gesund und glücklich sein."
Was unterscheidet Leadership von Management? Für Simona Deckers ist das keine Frage des Etiketts. Gutes Management braucht es, sonst herrscht Chaos. Leadership beginnt dort, wo jemand eine Antwort auf das Warum hat, Unsicherheit aushält und Verantwortung übernimmt, statt sich wegzuducken.
Simona Deckers ist Leadership Advisor und Gründerin der Shanti Company in Frankfurt. Sie begleitet CEOs, Top Executives und Unternehmerinnen im In- und Ausland. Ihr Weg führte über das Studium der Kunstgeschichte in Paris, die Peggy Guggenheim Collection in Venedig und die Welt der Haute Couture zu Dow Jones. Dort verantwortete sie Strategie und Kommunikation für Europa, den Nahen Osten und Afrika, mitten in der Welt der Indizes und der Hochfinanz. Seit 2012 ist sie selbstständig.
Kunstgeschichte ist Transformationsgeschichte. Simona hat Kunstgeschichte als Zivilisationsgeschichte studiert, von der Höhlenmalerei bis heute. Bis heute fasziniert sie, was an den Bruchkanten zwischen zwei Epochen passiert. Wie entsteht etwas Neues, und wie lassen wir das Alte los? Diese Frage hat sie durch die Kunstwelt und die Finanzwelt bis in ihre eigene Firma begleitet.
Unter Druck greifen viele wieder zur Kontrolle. Auf LinkedIn wirkt modernes Leadership längst angekommen. Simona sieht in der Realität einen enormen Nachholbedarf und in Krisen eine Regression in alte Managementmuster. Die geben vor allem der Führungskraft selbst Halt. In einer hochdynamischen Zeit hält sie Kontrolle für kontraindiziert.
Gutes Leadership macht das Leben besser. Simona unterscheidet zwischen Humanity Plus und Humanity Minus Unternehmen, also solchen, die das Leben von Menschen verbessern, und solchen, die schaden. Modernes Leadership gehört für sie klar auf die Plus-Seite. Einen Auftrag von der anderen Seite würde sie trotzdem annehmen, denn wenn sich ein Mensch an der Spitze verändert, zieht das Kreise.
Worüber wir noch gesprochen haben:
- Shanti: Was ein Wort aus dem Sanskrit mit einer Company zu tun hat
- Dow Jones: Wie eine Übernahme den Weg in die Selbstständigkeit ebnete
- Visionäre Kraft: Was neugierige Menschen und ihr Umfeld gemeinsam haben
- Getriebensein: Warum nicht jeder Karriereschritt nach oben führen muss
- Die Krux der Top-Position: Wenn man immer für alle anderen da ist
Simona Deckers bringt mit, was Leadership-Debatten oft fehlt: Erfahrung aus der Hochleistungswelt globaler Unternehmen und einen Blick, der weit über die nächste Quartalszahl hinausreicht. Sie spricht über Verantwortung ohne Pathos und über inneren Frieden ohne Esoterik. Ihr Kompass ist schlicht: Alle Menschen möchten frei, gesund und glücklich sein. Ein Must-Hear für alle, die führen und dabei Mensch bleiben wollen.
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links:
➡️ Shanti Company
➡️ Simona Deckers auf LinkedIn
➡️ The Paths of Purpose Podcast
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Transkript anzeigen
00:00:00: In Drucksituationen, in Krisensituationen?
00:00:04: geht es in eine Regression?
00:00:06: oder sehen wir eine Regression in Verhaltungsmuster die bekannt sind aus Management.
00:00:11: Die aber nur die Führungskraft stabilisieren innerlich und das Gefühl von Kontrolle zurückgeben obwohl gerade heute in dieser Zeit in dieser hoch exklusiven dynamischen Zeit Kontrolle kontraindiziert ist um innovativ nach vorne zu gehen.
00:00:34: Hallo und herzlich willkommen bei Good Work, dem Podcast für gute Zusammenarbeit.
00:00:38: Und für zukunftsfähige Arbeitskultur!
00:00:41: Mein Name ist Julie Jankowski und ich begrüße euch hier zu einer neuen Runde in unserem Brandeins-Podcast-Netzwerk in unserem Audiosalon.
00:00:49: Dort unterhalten wir uns heute über ein Thema was genau in die Mitte passt dessen, was ja unser Fokus wäre.
00:00:56: Wir beschäftigen uns mit Arbeitskultur Good Work und heute reden wir über das ganz weite Feld von Leadership.
00:01:04: Wie unterscheidet sich Leadership vom Management?
00:01:06: Eine viel diskutierte, ich möchte fast sagen schon... umstrippen oder streitbare Frage.
00:01:13: Und genau darüber werde ich heute mit meinem Gast reden, denn sie beschäftigt sich mit Leaderships.
00:01:18: Sie ist Leadership Advisor so ist sie auch zu finden und sie ist umtriebig nicht nur in den sozialen Netzwerken sondern auch bei ihren Kunden im Innen- im Ausland.
00:01:28: das ist vielleicht ein bisschen ungewöhnlich weil sehr viele Coaches ja dann doch eher national unterwegs sind nicht so mein heutiger Gast.
00:01:35: Sie sowohl in der Kreativbranche als auch im echten, harten Business verbracht.
00:01:45: Diese Multi-Perspektivität bringt sie heute ein.
00:01:47: Es ist Simona Deckas, die heute hier ist im Studio bei Good Work und ich freue mich ganz arg, Sie heute hier zu begrüßen und sagen Hallo liebe Simona!
00:01:57: Schön dass du hier bist bei Good work.
00:01:59: Jule vielen Dank für die Vorstellung, für die Einleitung.
00:02:02: Ich freue mich wahnsinnig auf unser Gespräch.
00:02:04: Ja, ich freu mich auch ins Trennen.
00:02:06: Nicht so wahnsinnig viel Kilometer.
00:02:08: trotzdem haben wir uns auf Remote verabredet sozusagen weil sowohl du als auch ich... Wir sind ja doch dann manchmal ganz schön eng getaktet.
00:02:15: aber bei dir vor allen Dingen liebe Simone oder?
00:02:18: Ja!
00:02:19: Wir sind beide glaube ich sehr eng getacktet Jule.
00:02:22: also die Arbeit lässt nicht nach es gibt immer genug zu tun und auch Probleme und Themen werden gehen uns nicht aus davon bin ich überzeugt.
00:02:33: Und gerade an der Stelle, an der du unterwegs bist zum Thema Leadership.
00:02:36: Bevor wir jetzt mal hier über das Leadership reden, liebe Simona kommt die Standard-Good Work Frage ein bisschen seltsam für dich vielleicht?
00:02:44: Weil es ist jetzt schon so viel sei der Transparenz halber gesagt Es ist schon am Nachmittag.
00:02:49: und trotzdem frage ich dich Die Frage der Fragen hier nämlich wie bist Du heute in den Tag gestartet
00:02:57: Mit einem großen Lächeln auf dem Gesicht, wenn die Sonne scheint.
00:03:02: Dann geht's mir gut... Okay wir haben hier schon lange Sommer und Sonne runter.
00:03:06: Es ist heißes Wetter!
00:03:07: Aber trotzdem ja es ist natürlich besorgniserregend.
00:03:11: Es gibt sehr viele Dinge, die man dazu diskutieren kann.
00:03:14: Und trotzdem mag ich es, wenn das Gutes Wetter ist, wenn es warm ist, dann gehts mir gut so, bin ich gut in den Tag gestartet.
00:03:22: Mein Tag fängt früh an und ich stehe jeden Tag motiviert auf.
00:03:28: Wie
00:03:28: schaffst du das?
00:03:29: Also, das möchte ich... Ich mein gut, morgens ist ja oft noch so die Stimmung bei vielen ein bisschen verhalten.
00:03:35: Ich glaube es hat auch was mit dem Serotonin-Spiegel zu tun oder der ist glaube ich mannt sich immer so hoch oder Du kennst dich glaube ich ein bisschen aus mit diesen Dingen.
00:03:43: oder Ja,
00:03:44: ich liebe es mich mit Fitness Wellness oder Longevity-Themen zu beschäftigen, mit Energiethemen.
00:03:55: Siehst du?
00:03:57: Also morgens bin ich jetzt auch nicht total aufgetreten.
00:04:00: Ich will jetzt nicht wie so ein Durazelhesie, also das auch nicht!
00:04:04: Aber ich bin immer in guter Stimmung ausgeglichen positiv und freue mich jedes Mal auf den Tag.
00:04:11: Wunderbar!
00:04:12: Ich hätte ja jetzt erwartet, dass du sowas sagst, wie ich mache jeden Morgen Yoga oder Meditiere.
00:04:18: Kommt sowas vor in deiner Applaus?
00:04:20: Ja,
00:04:20: das kommt auf jeden Fall vor.
00:04:22: Ich meditiere tatsächlich jeden Morgen.
00:04:26: muss also gelotet, geerdet zu starten.
00:04:31: Es muss ja nicht lange sein.
00:04:32: Also fünf Minuten macht schon einen Unterschied.
00:04:35: Ehrlich?
00:04:36: Ich
00:04:36: meine
00:04:37: so fünf Minuten... Ja, ich höre mich jetzt.
00:04:40: Gerne auch länger, gerne auch länger!
00:04:42: Aber fünf Minuten machen schon Unterschiede um man es hat oder nicht merkt man hinterher.
00:04:50: Man ist aufgeräumt und hat schon mal was für sich gemacht.
00:04:54: Das ist ein starker Anker, das finde ich wunderbar.
00:04:57: Also wie gesagt seit sechseinhalb Jahren frage ich Menschen in Interview was... Wie bist du in den Tag gestartet?
00:05:02: Und es gibt ja unterschiedliches also auch... Ich sag mal auch unterschiedlich ehrliche Antworten und manche sagen auch so zähne Knirschen nachher.
00:05:12: wenn ich ehrlich bin Das Handy liegt schon in der Nähe.
00:05:15: Und was würdest du jetzt Menschen, ohne dass wir hier einen Long-Gervity-Podcast daraus machen wollen?
00:05:20: Aber was würdest du Menschen empfehlen, die uns zuhören und die sagen, wenn ich doch mich nur wenigstens zu diesen fünf Minuten jeden Tag motivieren könnte?
00:05:30: Was wäre vielleicht ein kluger Gedanke, ein hilfreicher Gedankel dafür?
00:05:37: Das ist genauso wie Prävention.
00:05:39: Vielleicht macht es in dem Moment nicht so viel Spaß, aber es zahlt ein auf einen Wohlbefinden, ein besseres Gefühl für sich selber und den ganzen Tag über das was man dadurch bekommt.
00:05:55: Ist so enorm und so gewaltig in den Wirkungen dass man das Node Rainer ist um das zu machen.
00:06:03: Das, also so sehe ich das.
00:06:05: Es gibt ja auch diesen schönen Spruch... Ja und was hast du jetzt davon wenn du meditierst?
00:06:10: Ich hab da gar nichts von aber ich habe keine Angst mehr, keine Depression mir geht's gut.
00:06:15: Also es geht einem einfach besser.
00:06:18: Das ist hier schon eine
00:06:20: verdammte Menge!
00:06:22: Genau.
00:06:25: Die Wirkungen sind zu enorm weil ich weiß dass es auch eine Hygiene ist.
00:06:30: genauso wie die Zähne putze So meditiere ich.
00:06:33: Es ist eine emotionale, mentale Hygiene.
00:06:37: Ich zahle auf meinen Energien-Level den ganzen Tag ein.
00:06:44: Das ist für mich ne ganz starke Motivation durch den Tag zu kommen.
00:06:54: Gute Energie haben in einer guten Verfassung zu sein, ausgeglichen zu sein und sich gut zu fühlen Mit ein bisschen Meditation am Morgen.
00:07:04: Warum nicht?
00:07:05: Das nimm ich gerne!
00:07:07: Und wir machen den berühmten Knoten ins Taschenduch, kommen wir gleich noch zu.
00:07:11: Ich hab heute gerade einen Post gemacht auf LinkedIn und hab geschrieben was steht auf deiner To-Think Liste?
00:07:18: Also nicht auf deine To-Do-Liste sondern auf der ... Weil wir reden so viel darüber, was wir noch tun sollten.
00:07:23: es gibt doch Leute die sagen macht auch eine Not to do List alles schön und gut.
00:07:27: aber warum haben wir nicht eigentlich sowas wie ne To-Sync Liste?
00:07:30: also was cremen da drauf das geht ja ein bisschen in die Richtung.
00:07:33: oder meditieren könnte helfen.
00:07:36: Ja, was steht auf meiner Tethink-Liste?
00:07:40: Das ist tatsächlich alle Themen rund um Zukunftsfähigkeit.
00:07:48: Es ist wie schaffen wir Transformationen in dieser aktuellen Lage ... Wie kann man das Steuer rumreißen?
00:07:59: Woran liegt es und woran hakt es?
00:08:02: Was sind die... Was ist der Sand im Getriebe, wo hakt es?
00:08:06: Also das sind so Sachen, über die ich gerne nachdenke um Lösungen zu finden.
00:08:12: Lösungen auch anbieten zu können.
00:08:16: Okay gut Haken ist gesetzt.
00:08:19: bei Lösungen kommen wir garantiert noch drauf.
00:08:22: Ich würde dich gerne noch ein bisschen vorstellen beziehungsweise dir die Gelegenheit geben, dass du selbst auch ein bisschen was von deinem Werdegang erzählst denn heute bist du wie gesagt als Leadership Advisor unterwegs.
00:08:32: Manche würden vielleicht sagen Coach wir wollen uns nicht über Begrifflichkeiten hier aufhalten und gestartet bist aber da so richtig im Big Business, also internationaler Bezug.
00:08:44: Du warst unter anderem auch mal bei Chanel, du warst bei Peggy Guggenheim... Also das sind ja alles so Bing-Bing-Attressen!
00:08:52: Wir haben alle sofort Fantasien und dann warst du viele Jahre.
00:08:57: bei Dow Jones, um was zu machen.
00:09:00: Also hatten wir dir den Index so verdanken?
00:09:02: Ja
00:09:02: ganz genau.
00:09:03: also nicht mir natürlich sondern Dow Jones ist ein ganz ganz altes Familienunternehmen gewesen.
00:09:15: Der index dann sixen achtzig gegründet einer der ältesten Indizes die es überhaupt gibt mit der längsten Historie an Daten über Unternehmens Performance wie Länder performen, wie Aktienmärkte agieren oder reagieren.
00:09:34: Oder sich auch wieder erholen, je nachdem was man für Ereignisse hat.
00:09:39: Man kann wirklich über diese ganze Historie sehen, wie haben Märkte performt?
00:09:46: Wie haben sich Gesellschaftenverhalten nach den großen Einschlägen?
00:09:51: Das war dann hier dieser Black Friday, wo... Nicht Black Friday.
00:09:56: Wie heißt es?
00:09:58: Dieser schreckliche Börsencrash ist neunundzwanzig und dann erster Zweiter Weltkrieg, die ganzen Irakkriege.
00:10:10: Das ist unvergleichlich.
00:10:12: also niemand hat diese ganze Historie in der Welt gearbeitet.
00:10:18: Also das war High Finance Finanz, Financial Services und Daten zur Verfügung stellen für Investmentbanken.
00:10:30: Also das war so das Umfeld.
00:10:31: ich war in Frankfurt kam gerade aus Paris habe dort zwölf Jahre gelebt und auch studiert und hatte dann meine Basis in Frankfurt Und war ... ja, von da aus schnell am Flughafen und war dann in der ganzen Welt unterwegs.
00:10:49: In Europa sehr stark.
00:10:51: Ich war zuständig für Strategie- und Kommunikationen in Europa im Nahen Osten und für Afrika.
00:10:57: Das heißt so dieser amerikanischen Managementsprache EMEA, Europe Middle East and
00:11:07: Africa.
00:11:07: IMEA?
00:11:07: Mhm.
00:11:09: Genau!
00:11:10: Und ... hat sehr viel unterwegs bei Dow Jones und es war eine wunderschöne Erfahrung.
00:11:20: Global Fortune-Fifty Unternehmen, also wahnsinnig erfolgreiches Unternehmen, Wahnsinnig durch ... Nicht durchgemanaged aber ein wahnsinnig gutes Management, wahnsinnige gute Technologien.
00:11:36: also um da.
00:11:37: ich hatte schon auf sehr hohem Niveau vorher gearbeitet.
00:11:40: Aber das war dann noch mal einen Sprung die Prozesse zu verstehen, die Unternehmenslogiken zu verstehen.
00:11:47: Also das war wirklich high-high level und sehr komplex, sehr anspruchsvoll.
00:11:52: Und es gab Zeiten habe ich gedacht Boah!
00:11:55: Das ist so anspruchssvoll.
00:11:57: Das Einzige, was das jetzt noch toppen könnte.
00:12:00: Das wäre das weiße Haus so.
00:12:05: Also nicht heute sondern damals.
00:12:09: Was hatte ich da hingetrieben?
00:12:10: Weil wir haben gesagt du hattest Feuerstationen in Paris.
00:12:13: Was hast Du genau studiert?
00:12:15: Ich habe Studierte Kommunikation.
00:12:17: Ich hab studiert Literatur.
00:12:21: Ich habe studiert Journalistik und ich habe studieren Kunstgeschichte, wobei Kunstgeschichten... Das hört sich jetzt so an.
00:12:31: Ach ja, ein bisschen Monet und Fangoche.
00:12:33: Nee das war Zivilisationsgeschichte also was ich studiert habe.
00:12:37: Also wirklich von der Höhlenmalerei bis heute.
00:12:40: Was hat Menschen bewegt kreativ zu werden?
00:12:42: Und warum sind sie zu dem Ausdruck gekommen den wir dann sehen in der jeweiligen Epoche?
00:12:48: Was hat die großen Umschwünge gebracht zum Beispiel von der Romanik zur Gotik von Klassizismus zu Romantik.
00:12:56: Es sind ja unglaubliche Brüche in der Darstellung der Kunst, aber auch in der Gesellschaft, in der Politik und in der Wirtschaft.
00:13:04: Und ich habe im Prinzip dieses ganze Konklomerat von Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst kreativität und Evolution.
00:13:18: Ich würde grad sagen, ein Stück weit ist es auch fast eine Ethnografie die du da mitgemacht hast.
00:13:24: Ja absolut.
00:13:25: und das Spannende war halt zu sehen wie jede nachfolgende Epoche die vorhergegangen irgendwo transformiert hat oder darüber hinaus rausgewachsen ist und was das begünstigt hat.
00:13:39: und das hat mich immer fasziniert.
00:13:41: so Wie kommen wir zu etwas neuem?
00:13:44: Wie können wir das alte loslassen?
00:13:46: Da ist vielleicht immer so ein erster kleiner roter Fahren.
00:13:50: Und das im Kopf haben du mit Kunstgeschichte als Hintergrund an der Frage interessiert, wie drücken sich Menschen aus?
00:14:00: Wie?
00:14:01: was verändert Epochen?
00:14:02: oder was treibt eine Epoche zunächst und was passiert an diesen Schnittkanten auch in den künstlerischen Ausdrucksformen?
00:14:10: Dann zu Dow Jones, was finde ich wirklich spannend?
00:14:13: Was hat dich da hingebracht?
00:14:14: Weil das ist ja erst mal nicht unbedingt... Link geht's nicht unbedingt auf der Hand.
00:14:19: Nein, absolut gar nicht!
00:14:21: Also nachdem ich mein Studium absolviert hatte, ich hatte dann bei Peggy Gungheim in Venedig gearbeitet Ich habe in Paris in sehr renommierten Galerien gearbeitet In High Fashion Firmen High Fashion Houses.
00:14:41: Auch da ging es um Kreativität, um Transformation immer sich wieder Neues erschaffen und das auf einem sehr, sehr krassen Leistungsniveau.
00:14:53: Und auch auf einem sehr globalen Niveau.
00:14:55: Also wir müssen da noch ein bisschen weiter zurückgehen, weil das war in den Neunzigerjahren... Da kam gerade mal so ein europäischer Gedanke auf!
00:15:03: Das war noch vor Schengen praktisch.
00:15:09: Ganz zartes Flänzchen und von Globalisierung hat man gesprochen ja dass wird kommen.
00:15:14: Aber diese Bereiche oder die Firmen, oder die Branchen in denen ich gearbeitet habe, die waren schon längst globalisiert.
00:15:20: Weil die Zielgruppen... Die Kunden, die Käufer schichten und die Käufegruppen extrem verteilt waren in der ganzen Welt.
00:15:27: Die Kunstsammler oder die Menschen, die an High Fashion interessiert sind.
00:15:32: Die gibt es nur vereinzelnd überall mal in den Ländern auf der Welt.
00:15:37: Ja?
00:15:37: Die muss man sich zusammensuchen!
00:15:40: Und somit war also Globalisierung weil immer gesetzt bei mir, also das war immer weltweit und dass man die Strategie dafür gemacht hat oder dass man einen Absatz- oder ein Marketingmaßnahmen.
00:15:57: Das war immer Weltweit sofort.
00:16:01: Das waren nie für nur für die Kleinstadt zu Hause oder für... Da gibt es so viele!
00:16:10: Also und das hat mir großen Spaß gemacht, weil das ist herausfordernd.
00:16:15: Das ist anspruchsvoll auf dem Level zu arbeiten, auf diesem World-Class-Level zu arbeiten.
00:16:23: Und mein allererster Job nach meinem Studium dann als ich von Italien wieder zurückkehrt bin war der Kunstmarkt zusammengebrochen und habe gesagt okay das brauchst du jetzt gar nicht versuchen da jetzt ein Job zu suchen oder auch irgendwie fündig zu werden, schau mal in den Nachbarbereichen.
00:16:44: Und dann habe ich eine Agentur gefunden die sich darauf spezialisiert hatte Bildung- oder Bildungsträger aus den Staaten aber auch aus anderen europäischen Ländern in andere europäische Länder zu bringen.
00:17:01: Und ich war dann für die amerikanischen Kunden zuständig, das waren Top MBAs, das war ein Yale, das standwort, die einen Zugang zu den europäischen Märkten haben wollten für ihre MBA-Programme.
00:17:14: Die haben gesagt wir wollen die besten Studenten dieser Welt, Wir wollen die Besten Professor an dieser Welt und wir wollen sie von überall.
00:17:21: Und wir, diese Agentur war der Ansprechpartner oder der Partner, der das ermöglicht hat so ein Fuß in Europa reinzubekommen.
00:17:31: Diese Agentur hatte auch die Waldbaris ansässig aber hat ihn ganz Europa hinein in die anderen Länder hineingearbeitet und ... Da war ich dann halt für diese Kunden zuständig und bin sehr viel mit denen auch schon rumgeflogen, weil in ganz Europa – in den europäischen Hauptstädten mit denen unterwegs.
00:17:50: Wir haben Medientouren gemacht, wir haben Corporate-Touren um Unternehmen kennenzulernen, Touren mit anderen Top-Universitäten, um Professoren kennenzulehnen.
00:18:07: also es war super spannend!
00:18:08: auch auf dem Niveau das zu machen.
00:18:10: und da war man natürlich Management.
00:18:13: Also es ging dann nur um die MBA-Programme, diese sehr Hochpreisigen, sehr stark Auswahlverfahren hatten.
00:18:25: Das sind
00:18:29: Elite Programme?
00:18:30: Ja genau!
00:18:33: Ja, und da ging es halt um Management.
00:18:35: Und dann war ich mittendrin im Management auf einmal so über die Internationalität, über dieses über diese starken Standards, hohen Standards.
00:18:44: Dann kam auch Management, dann kam alles... ja, dann haben diese ganzen Themen.
00:18:53: wir hatten dann auch das Internet was aufkam alle Geschäftsmodelle noch mal irgendwie durcheinander gemischt sind oder es hat sich einfach eine neue Welt entwickelt.
00:19:10: Und dann ging es um Start-ups, um Gründungen und Unternehmertum.
00:19:17: Das war noch mal was anderes als das, was wir bisher kannten – die grauen Anzüge.
00:19:22: Das warten lange Jahre viele, jahregeduldig, mühselig, warten auf die Beförderung wenn man Glück hat, wenn man Mitte Fünfzig ist.
00:19:31: Auf einmal war die Welt offen und jeder konnte CEO sein, wenn der Mut da war oder der Aufbruchsgeist und jeder konnte sein eigenes Unternehmen gründen.
00:19:43: Und das war so um zweitausend herum, auch da ... Ich hab dann später diese Agentur verlassen, bin in einem Start-up gegangen, war da Director Investor Relations und habe auch da irgendwie ... sehr spannende Erfahrungen gemacht, nämlich die allerersten Start-up-Erfahrung.
00:20:05: Startups gab es ja vorher in dem Sinne gar nicht.
00:20:07: Das waren Ingenieurunternehmen, das war ein oft Maschinenbauunternehmen.
00:20:13: Die sehr starkes großes Staatkapital brauchten.
00:20:19: jetzt hatten wir Unternehmen, die sehr schlank sein konnten, wo man sofort loslegen konnte im Internet.
00:20:25: Die Hürden waren ja wesentlich kleiner ein Unternehmen zu gründen.
00:20:32: Aber auch da war also Finance Management, Unternehmertum ... Auch das waren dann die großen Themen.
00:20:37: und dann ging es direkt von dieser Start-up dann zu Dow Jones.
00:20:42: Ich hatte da, ich glaube, das war mal ein Weihnachtsurlaub oder so.
00:20:47: Da bin ich zu meinen Eltern gefahren, hab Zeitung gelesen am Flughafen, habe diese Zufällig die Anzeige gesehen von Dow Jones hat mich darauf beworben und das ist was geworden.
00:21:01: Somit bin ich dann zu Dow Jones
00:21:02: gekommen.".
00:21:04: Und hast du noch mal Big Business viele Jahre getrieben?
00:21:08: Ist es spannend, was du sagst weil Kreativität sucht?
00:21:11: braucht und treibt ja Veränderungen.
00:21:14: Absolut,
00:21:14: absolut!
00:21:15: Das sind ja Zwillinge im Geiste.
00:21:17: also ohne Veränderung keine Kreativität und andersrum.
00:21:21: Also das bedingt sich ja und das dann aber wiederum in Business zu gießen.
00:21:25: ich glaube aus der Welt kommst du die hast Du erfahren erlebt da noch einer internationalen Perspektive.
00:21:30: also zumindest habe ich so ein Bild aber auch so ein bild was ich so mir jetzt überträgt.
00:21:35: ich fand das hier vielleicht ich versuch's mal dass da so ein gewisses Exzellenz streben immer in dem oberen nicht nur Perzentil, sondern Brummelbereich der Wertschöpfung aufgehalten.
00:21:49: Da geht man doch nicht so gerne einfach raus, oder?
00:21:52: Was hatte ich dann springen lassen in die Selbstständigkeit.
00:21:56: War das so ganz freiwillig oder war da vielleicht...
00:21:58: Nein es war nicht ganz frei willig weil Dow Jones hatte diesen einen Bereich der indem ich gearbeitet habe mit den Indizes der Financial Services war.
00:22:10: aber generell war Dow Jones ein Medienunternehmen herausgeber des Wall Street Journals von vielen Newslettern und anderen Barrens also vielen Finanzmagazinen und Zeitschriften und Zeitungen.
00:22:26: Und die Erben, die Familie, die hinter Daud Jones stand, also immer die ganze Jahrzehnte über das Jahrhundert hindurch war das ein Familienunternehmen und die hatten sich gefragt im Zuge vom Aufkommen des Internets Was wird aus unserer Medienunternehmen?
00:22:49: Aus unseren
00:22:51: Geschäftsmodellen?
00:22:52: Ja, absolut.
00:22:53: Da war ein ganz großes Fragezeichen und da war das große Zeichen was ist wenn es gegen Null tendiert?
00:22:59: Was ist, wenn Papier hinterher nicht mehr existiert?
00:23:03: Wenn niemand mehr Zeitung oder Zeitschriften kauft?
00:23:08: Dann wurden Fühle ausgestreckt.
00:23:09: die Familie hatte sich sehr schwer gemacht langen inneren Konflikt geführt und dann doch letztendlich verkauft.
00:23:20: Und der Käufer, das waren auch sehr lange Runden, sehr viele Anbieter, der letztendlichen der Käuer war Rupert Murdoch von der News Corporation.
00:23:30: Und Ruperte Murdoche hatte eine ganz klare Vorstellung davon was er mit Dow Jones machen wollte, was er für sein Imperium also für seine News Corporation brauchte, wollte was für ihn interessant war und Indizes also in der den Bereich in dem ich war.
00:23:49: Das war überhaupt nicht interessant für ihn.
00:23:51: das war für ihn ganz klar dass wir sofort wieder weiter verkauft.
00:23:54: das wollte er nicht haben.
00:23:55: das ist sehr weit weg natürlich auch von medien.
00:23:59: und dann habe ich mir gedacht um hab dann den neuen Käufer gesehen gesagt das kann ich mir da nicht vorstellen kommt sobald eine technologie rein IT, da wurde es dann doch ein bisschen sehr sperrig für mich oder das ich mir gesagt habe.
00:24:17: Jetzt komme ich sehr weit weg von dem wo ich mich irgendwie sehe und dann bin ich gegangen und hab mich später selbstständig
00:24:26: gemacht.".
00:24:27: Und wie das hier so ist wenn man an solchen Ich sag jetzt mal an, so gewissen Abrisskanten steht in seinem Lebenslauf.
00:24:34: In seiner Lebensgestaltung wenn man ein paar Jahre schon unterwegs ist erlebt ja der einen die andere das immer mal solche Situationen dann lässt man ja mehr zurück als nur ein Unternehmen.
00:24:45: also man hat vielleicht am Anfang so diese kleine naive Vorstellung ich mache so ein bisschen sowas wie ich vorher gemacht habe nur halt selbstständig und dann merken gerne neun von zehn Menschen Es wird ganz anders.
00:24:57: Ja,
00:24:58: unbedingt.
00:24:58: Mit welchem kleinen Wunsch?
00:25:00: Mit welchen kleinen Gepäck bist du gestartet?
00:25:03: und wir gucken mal was übrig geblieben ist oder was dazugekommen ist.
00:25:07: Du hattest eben gesagt in diesem sehr exzellenten Bereich, dass man da ja an vieles Gute gewöhnt ist, das man da viele Privilegien hat... Das habe ich überhaupt nicht vermisst!
00:25:22: Das hab' ich auch selber gar nicht so wahrgenommen.
00:25:26: Ich wusste, das sind tolle Firmen.
00:25:28: Es waren tolle Menschen, die da arbeiten, talentierte Menschen.
00:25:31: Also es war fantastisch zusammen an so etwas Großen zu arbeiten weiterzubewegen.
00:25:43: Aber... Das war ein großes Privileg aber ich habe mich nicht als so privilegiert enttitelt erlebt.
00:25:50: also das war ich nicht.
00:25:54: Konnt mir gelangen, das ziemlich schnell auch auf den Boden der Tatsachen zu kommen.
00:25:59: Also
00:26:01: du hattest selbst nicht so dieses... ich bin Teil der Elite und diese Identität hattetst Du nicht
00:26:06: für
00:26:06: Dich angenommen?
00:26:07: Nein überhaupt nicht.
00:26:10: Nee gar nicht!
00:26:12: Das ist wie der Strep, irgendwie so dieses Autoritäre oder Top-Down oder sich abgrenzen oder Glasdecke ziehen, das ist überhaupt nicht so meinten überhaupt nicht mein Ding.
00:26:22: Also ich war spät, Jahr später mal auf einem New Work Workshop aber nach Berg... Friedhof Bergmann also nicht irgendwie OBS-Golbe oder Kicker sondern richtig das Konzept die Philosophie.
00:26:36: und da hab' ich gedacht ach deshalb ja da habe ich das verstanden dass sich eigentlich immer so war also soliden Augenhöhe respektvoll alle mitnehmen auf niemanden herunter gucken.
00:26:51: Die Agentur, die für einen arbeitet freundlich bin.
00:26:55: Also nie irgendwie als den Hoflieferanten von oben herab.
00:26:59: Das war ich nie, also das ist auch etwas was sich mir sehr ... Ja wo muss ich?
00:27:09: gar nicht so an mich rankommt.
00:27:11: Aber natürlich, ich hab dann schon gemerkt, dann rief die Bank heran als ich selbstständig wurde Ja, Frau Deckeres es kommen ja nicht mehr das große Gehalt rein, ne?
00:27:21: Dann ziehen wir mal den... Das Buch
00:27:24: ist ein bisschen kleiner!
00:27:26: Ne, der ist nicht das Display kleiner aber ich hatte überall irgendwie so einen besonderen Status.
00:27:31: Hattus.
00:27:31: Irgendwie so einen Honorary eheren Status irgendwie.
00:27:36: Also ich war irgendwie der Special Kunde so, ne?
00:27:40: Also der High-Networth-Client oder hinterher.
00:27:45: weil ich so viel geflogen bin konnte ich natürlich auch ganz einfach irgendwo schnell mich einchecken.
00:27:52: Auch das ging dann hinterher nicht.
00:27:54: also das merkte man schon dass da vieles anders lief aber das war für mich okay weil ich selbst bestimmen konnte Ich hatte die Freiheit nach meinen eigenen ... nach meinen Überzeugungen zu leben und zu arbeiten.
00:28:12: Und das fand ich sehr schön, weil obwohl dort schon einer der besten Arbeitgeber für mich ist und war... Ist doch einiges hinterher was die Kultur angeht den Bach runter gegangen in dieser Verkaufsphase und dann auch in dieser Neu-Aufstellung unter Mörderung,... dass ich mir gesagt habe, nee ich möchte selber bestimmen wie ich lebe und arbeite und wie ich mich auch fühle dabei.
00:28:37: Da ist dann sehr viel zu Bruch gegangen, sodass ich hinterher froh war nicht mehr dabei zu sein.
00:28:44: Das hat sich sehr so vieles geändert und gesagt, nee das möchte ich nicht leben und nicht arbeiten.
00:28:53: Und das war mir dann wichtiger als alles andere als jede Platinumkarte oder irgendein Special Access zu irgendwas
00:29:04: Und dann wird das das neue Privileg, oder?
00:29:06: Ja.
00:29:07: Der Neue Luxus.
00:29:08: Ganz genau!
00:29:09: Das war das für mich auf jeden Fall.
00:29:12: Was war so deine Mission mit der du an Start gegangen bist?
00:29:15: Was wolltest du in der Arbeitswelt quasi zur Verfügung stellen... ...mit deiner Erfahrung, mit deiner Haltung und deiner Einsicht?
00:29:23: Es waren mehrere Dinge.
00:29:24: Das war einmal sich selber zu... entdecken, also diesen Raum zu bieten für Selbstreflexion und für Persönlichkeitsentwicklung.
00:29:32: Aber das nicht im stillen Kämmerlein oder als Hobby sondern als harte Währung damit Business besser wird, damit Wirtschaft besser wird.
00:29:40: Damit ich nicht der Bottleneck bin, damit ich weiter denken kann, damit Ich andere Perspektiven habe, damit einen ganz anderen Einfluss haben kann durch das, was ich täglich tue wenn ich zur Arbeit gehe.
00:29:59: How I show up?
00:30:01: Also das zu verändern und da eine andere Qualität reinzubringen.
00:30:06: Das war mir sehr wichtig!
00:30:07: Und dann auch das Gute zu tun, das Richtige zu tun sich nach gewissen ethischen moralischen Wertekompass zu haben.
00:30:17: Das finde ich auch wichtig weil wir kamen ja... Ich habe mich im Jahr zwölf selbstständig gemacht und bin so Ende Jahrzehnte von Dow Jones weggegangen, hatte dann so ein Überbrückungsjahr wo ich nochmal geguckt hab.
00:30:30: Was könnte ich vielleicht machen?
00:30:32: Was macht Sinn?
00:30:35: Da waren wir ja auch irgendwie immer noch in so einer alten Welt und alles war auch noch sehr von Management geprägt.
00:30:42: Und ich habe gesagt Wir brauchen nicht noch mehr Prozesse!
00:30:45: Wir brauchen nichts mehr schneller höher weiter.
00:30:49: Es geht nicht darum Noch mehr davon zu haben, wie noch mehr Umsatz zu machen.
00:30:56: Obwohl muss sein?
00:30:58: Also ich bin nicht gegen Umsatz.
00:31:00: Ich
00:31:01: bin auch nicht gegen Management.
00:31:02: Gutes Management braucht es und das haben wir.
00:31:05: keine Struktur und absolutes Chaos und das ist auch nichts.
00:31:09: Aber ich habe gedacht gesagt, wir brauchen mehr gute Leute die an der Spitze sind Wir brauchen bessere Entscheidungen.
00:31:21: Wir brauchen Menschen, die für Konsequenzen und Verantwortung stehen, die sich nicht aus der Verantwortung stehlen.
00:31:32: Das war mir nicht wegducken, Haltung zeigen!
00:31:35: Das war sehr wichtig.
00:31:37: Und ich hatte während meiner ganzen Angestelltenzeit auch immer Weiterbildung gemacht in der Persönlichkeitsentwicklung.
00:31:45: Ich habe gemerkt was das mit mir gemacht hat.
00:31:49: Das wollte ich weitergeben.
00:31:51: Also schon so diese, deine Business-Perspektive hast du ja nicht abgestreift?
00:31:55: Die war nach wie vor da auch quasi als eine Perspektive aber schon die Vorstellung oder die Beobachtung.
00:32:02: wir brauchen hier mehr jenseits von dem reinen Verwalten Managenden.
00:32:06: Wann kam es für dich erst mal das Wort oder der Begriff Leadership über den Weg vielleicht sogar ein bisschen früher durch deine internationale Blickrichtung oder ... Kannst du dich noch erinnern, wie du dann vielleicht einen Art kleinen Aha-Moment hattest?
00:32:22: Ja.
00:32:23: Ich hatte oft Aha-Momente als ich mit den Dienst-, also mit den Rektoren der MBAs zu tun hatte was die für Visionen hatten.
00:32:34: Das fand ich irgendwie, es waren alles auch verdiente Professoren.
00:32:40: Es war kein Manager, sondern das waren Professoren, die viel gedacht hatten, die im Austausch waren mit anderen Klogogöpfen Und das fand ich fantastisch, über diese Visionskraft zu erleben.
00:32:52: Was ich auch fantastisch fand... Das war, also Karl Lagerfeld den Action zu sehen, weil das war damals die Zeit und es ist zum Teil umstritten heute auch Postum.
00:33:16: Aber er war ein unglaubliches kreatives Genie und hatte wahnsinnige Visionen.
00:33:22: Das ist spannend, solche Menschen in Action zu erleben.
00:33:27: Und Leadership – das war damals auch die Zeit, habe ich auch miterlebt – Paulo Coelho.
00:33:33: Damals kam so als absoluter Popstar unter den Schriftstellern.
00:33:39: So war total on-vogue in Mode Und ihn habe ich auch kennengelernt in Paris.
00:33:45: Ich war zu einigen seiner Buchlaunches eingeladen und auch das hat mich sehr geprägt, Menschen zu erleben die sagen da gibt es noch was anderes.
00:33:58: Da gibt's nur ganz etwas anderes als das was du denkst oder als das kleine Leben oder also das Alltagsleben.
00:34:05: und das hat sich geprägte
00:34:07: Und da würde ich gerne mal bleiben, weil du begleitest ja heute wie du sagst Menschen die auch wiederum in ihrem Business mehr oder weniger an der Spitze sind.
00:34:16: Also die zumindestens wirklich Gestaltungsräume haben und die auch nützenden wollen und sollen und Bleiben wir wirklich mal an diesem Moment des Visionären.
00:34:29: wenn Menschen sehr inspirierend sind hat man ja vielleicht geht es dir da ähnlich das Gefühl als ob Sie entstückchen mehr und weiterschauen könnten als alle anderen.
00:34:41: Was wahrscheinlich gar nicht ... Also, logischerweise sehen die ja keine Wahrheit.
00:34:46: Die sehen auch keine Zukunft im Sinne von so wird es kommen.
00:34:49: Aber sie haben ein Bild davon.
00:34:51: Die können sich Dinge vorstellen.
00:34:54: Ja!
00:34:55: Hast du beobachtet in der Zusammenarbeit mit Menschen, die sehr visionär sind?
00:34:59: Was ist sozusagen die Magie dahinter?
00:35:02: Ja, die Maggie dahinter die eigene Neugierde und das Umfeld.
00:35:09: Also, sie sind selber sehr neugierig und probieren selber viel aus oder lernen sich selber etwas ... bringen sich selbst etwas bei.
00:35:22: Und Sie haben auch spannende Menschen in Ihrem Umfeld, durch die Sie inspiriert sind.
00:35:31: Die ein sehr... elektrisierendes Umfeld mit spannenden Gesprächen oder mit Menschen, die die Welt irgendwie so ein bisschen anders sehen.
00:35:40: Die andere Perspektiven reinbringen.
00:35:45: Das ist diese Magie.
00:35:47: und dann natürlich auch der Wunsch sich nicht mit dem Status quo zufrieden zu geben.
00:35:53: Und dann ist da Auch ein bisschen so getrieben sein.
00:35:58: Wir müssen uns weiterentwickeln, wir sind die Nummer eins alle gucken zu uns hin, wir schaffen den Benchmark.
00:36:05: wie ich muss zwei Schritte voraus sein vor allem mit Bewerbern um diesen Platz zu halten und da muss man halt unglaublich umtriebig sein.
00:36:19: Man kann sich nie ausruhen.
00:36:21: Deshalb hat man immer so einen gewissen nervösen Geist sozusagen.
00:36:25: Ja, genau und meine Arbeit ist es aber das Nervöse rauszunehmen und dass auch mit Wohlwollen für sich und andere und auch einer gewissen Gelassenheit zu besetzen.
00:36:43: Das ist wahrscheinlich das, was du unter Shanti verstehst.
00:36:46: Zu Shanti kommen wir gleich noch?
00:36:47: Das lassen wir auch mal als kleinen Cliffhänger hier hängen.
00:36:52: Bleiben aber erst nochmal bei dem Visionären, was Du ja auch unter Leadership verstehst stark.
00:36:58: Jetzt kommt jemand zu Dir!
00:37:00: Wir nennen ihn einfach mal Martin.
00:37:05: Martin ist Führungskraft, Topfführungskraft und von seinem Board wird quasi erwartet, dass er jetzt mehr Leadershipqualitäten an den Tag legt.
00:37:16: Und er verzweifelt daran weil der ist vielleicht ... gut darin, die bestehenden Prozesse zu organisieren.
00:37:23: Zu managen und zu verwalten.
00:37:25: Er sperrt sich auch vielleicht gar nicht so zwingend gegen die Veränderung?
00:37:29: Du wirst ein Bild vor Augen haben.
00:37:31: Wahrscheinlich ist dir eine Person schon häufiger begegnet.
00:37:33: Wir könnten auch Martina sagen.
00:37:35: Es tut an der Stelle überhaupt nichts zur Sache ob Männlein oder Weimlein.
00:37:40: Jetzt kommst du aber in dem Gespräch kommt ihr an Stellen vorbei wechselseitig wo.
00:37:45: ihr sagt also Leadership Visionär Seh ich da jetzt nicht unbedingt, was ist deine Rolle als Advisor?
00:37:55: Weil du hast im Eingang gesagt auch Lösungen an die Hand zu geben.
00:38:00: Was ist da deine Haltung?
00:38:01: wie gehst du mit solchen... Also kennst du, kannst du dir so eine Situation sehr konstruiert oder kommt ihr mir sehr bekannt vor?
00:38:08: Nee, die ist nicht konstruierend das ist so aufströmend.
00:38:11: Das ist der aufsträhmende Lieder.
00:38:14: Ich arbeite meistens mehr mit The Seasoned also der schon gereifte Lieder Aber der aufstrebende Nieder, ja ... das ist ganz viel Persönlichkeitsentwicklung.
00:38:27: Das ist so ... Haltung, Souveränität, Selbstwert auf einem ganz hohen Niveau weil meistens haben die schon selbst Wert, ne?
00:38:37: Also da hat man sehr viel Selbstwert und das ist doch noch mal was anderes.
00:38:42: Das ist Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Innovationsfähigkeit.
00:38:48: Da kann man an vielen Sträubchen drehen.
00:38:53: Und das gelingt dann auch wenn die Bereitschaft da ist oder die Offenheit da ist.
00:38:57: Meine Rolle ist es ja auch – wie ich Menschen sehe – dass da ganz wie möglich ist, dass da ein Riesenpotenzial ist dass in Menschen eine Aktualisierungstendenz ist über sich hinaus wachsen zu wollen.
00:39:15: Und wenn das jemand will, wenn jemand kommt aufströmt den Wunsch hat dann kann das auch geschehen und ein bisschen Talent muss man auch sagen.
00:39:29: Man braucht Intelligenz, man braucht Analysefähigkeit also da kommt ne Menge zusammen.
00:39:37: Da kommt ein ganzer bunter Blumstrauß an Eigenschaften zusammen, aber wenn das da ist und die Bereitschaft ist da dann funktioniert es auch.
00:39:53: Jetzt ist das vielleicht nicht so gegeben.
00:39:55: Es gibt ja oft genug auch Lebenspfade oder Karrierepfade, wo es heißt.
00:39:59: Also jetzt trennt sich hier ein bisschen Streu vom Weizen.
00:40:02: also dass was sie können lieber Martin, liebe Martina ist eine exquisite Führungsrolle.
00:40:09: aber das ist nicht wirklich das was wir unter Leadership uns vorstellen.
00:40:13: was wir noch warten wirklich große visionäre Strahlkraft.
00:40:18: Wie
00:40:19: einfach ist das für dich im Begleitprozess, da auch vielleicht ... auch mal die Karten zu benennen oder zu legen?
00:40:29: Ist das überhaupt deine Rolle?
00:40:32: Nee.
00:40:32: Das ist gar nicht so meine Rolle.
00:40:35: Das wäre vielleicht Executive Search zu entscheiden.
00:40:39: Für was bist du geeignet?
00:40:41: Oder wo sehen dich andere?
00:40:43: Aber es kann
00:40:44: dir die Einsicht von deinem Coachee kommen, dass er sagt, das bin ich nicht!
00:40:49: Also das kann ja sein, es muss nicht deine Rolle sein ihm das zu sagen oder ihr.
00:40:53: Aber das kann er sein.
00:40:56: Definitiv was sich entwickeln wird ist dass Menschen authentischer werden oder sich... Oder das finden was so ihres ist.
00:41:10: Ihre Stärken ihre Präferenzen Ja, ihr Leben wo sie sich entfalten können.
00:41:19: Und vielleicht kann dann die Erkenntnis kommen.
00:41:21: Weißt du was?
00:41:22: Ich will das gar nicht in den Bordchen um.
00:41:25: Da will ich gar nicht hin!
00:41:26: Ich fühle mich viel wohler wenn ich etwas anderes mache.
00:41:30: Es kann sein und dann ist es okay.
00:41:34: Das finde ich einen ganz wichtigen Punkt weil ich glaube so implizit steht immer ein Stück weit im Raum Wenn es um Weiterentwicklung geht das steht ja schon in dem Wort drin und Reifung dass das immer verbunden ist mit einem Upstep Das muss ja überhaupt nicht der Fall sein.
00:41:48: Also Reifung und Weiterentwicklung kann ... Da ist erst mal keine, zwingt eine Richtung nach oben oder zur Seite vorgegeben?
00:41:58: Absolut!
00:41:59: Wir haben dann vielleicht eine sehr klassische oder traditionelle Vorstellung von Karriere verläufen.
00:42:05: Und das darf man auch hinterfragen.
00:42:10: Ich hatte tatsächlich einen Klienten, der eine wunderbare ... ... so eine ausführende operative, exekutive Position hatte und er sagte, ich verstehe nicht.
00:42:21: Alle kommen, ja wann wird's denn Aufsichtsrat?
00:42:25: Ich bin so happy, dass ich hier bin!
00:42:28: Das ist die Aufgabe in der ich mich wohl fühle mit den Teams zusammenzuarbeiten... Mit meinem Gremium zusammen zu arbeiten.
00:42:38: Ich denke jetzt nicht was ist mein nächster Schritt?
00:42:41: das Tolle für mich jetzt hier zu sein.
00:42:44: Ja, ich will jetzt hier glücklich sein und meinen tollen Job machen.
00:42:47: Und hier noch ein paar Jahre viele Jahre einfach diesen Job
00:42:50: machen.".
00:42:53: Das ist dann getrieben sein immer wieder den nächsten Schritt.
00:42:57: Da kann man sich fragen warum lässt man sich so treiben?
00:43:01: So
00:43:01: treiben ja!
00:43:04: Ist das vielleicht eine klassische Herausforderung?
00:43:06: was sind sonst Themen mit denen Menschen vor allen Dingen... Menschen aus dem Exekutivbereich sich an dich wenden.
00:43:12: Was sind so klassische Fragestellungen?
00:43:17: In der Regel ist es, einen Raum zu haben um sich selber wiederzufinden und auch mal innezuhalten das Tagesgeschäft zu reflektieren, sich selbst wiederzuspüren Bedürfnisse selber wieder wahrzunehmen weil ich sage mal die Falle oder die Krux der Topposition immer für andere dazu sein, alles zu ermöglichen und sich selber vielleicht dabei zu verlieren.
00:43:48: An die Familie zu denken an die Firma zu denken, an die Mitarbeitenden zu denken ,an die Investoren zu denken.
00:43:58: Wer auch immer Stake- und Shareholder ist zu denken und dann zusammen und wann habe ich mal Zeit am nicht zu denken?
00:44:05: Wann hab' ich mal zeit was für mich zu machen auch zu regenerieren, zu erholen.
00:44:12: Das ist ein Riesenthema!
00:44:16: Dann sind es alle mögliche Dynamiken mit Eigentümern, Mit Aufsichtsräten und anderen Vorständen.
00:44:25: Und da ist manchmal genauso wie auf allen Hierarchie-Ebenen.
00:44:32: Wie arbeite ich gut zusammen?
00:44:34: Was bedeutet das?
00:44:36: Verhalten von dem was bedeutet dass das der das gesagt hat?
00:44:39: also einfach so Mal reflektieren Was passiert da wirklich hinter Hinter dieser ganzen action in der man den ganzen tag ist Von einem termin zum anderen und dann sagen was ist da eigentlich passiert?
00:44:54: Das spielt sich da eigentlich wirklich ab.
00:44:56: Ja, das sind so die großen themen einfach so diese reflektion zu haben Dinge aussprechen zu können.
00:45:03: und dann sind es Auch, also sehr viel Themen aus der Persönlichkeitsentwicklung.
00:45:11: Was triggert mich?
00:45:12: Was sind meine Werte?
00:45:14: Einfach sich selber besser kennenlernen und verstehen.
00:45:19: Wie gesagt, wir haben die letzten Jahre sehr dem Thema Leadership das Wort geredet.
00:45:25: Was auch gut war eine Entwicklung dazu differenzieren zwischen Management und Leadership.
00:45:30: alles Gute und Schöne.
00:45:30: ich erlebe jetzt gerade und da würde ich mich auch mal an dich... Das dürfen wir vielleicht an der Stelle auch noch erwähnen du bist ja auch selbst Podcasterin.
00:45:38: Das heißt, du hast selbst einen eigenständigen Podcast der alle zwei Wochen erscheint wenn ich das richtig in Erinnerung habe genau Und in dem Podcast sprichst du ja auch wiederum mit Menschen, die in Führungspositionen sind bzw.
00:45:54: Exektivs auch begleiten.
00:45:57: Meine Beobachtung ist, dass wir wieder so ein Stück weit eine Rolle Rückwärts haben – also in der Regression.
00:46:01: Dass das Command-and-Control doch ein Prinzip ist, was sehr stark wieder eine Renaissance erfährt?
00:46:10: Was würdest du sagen, sagst du, das sehe ich ähnlich oder sagst ... Na, das wird vielleicht jetzt hier auf LinkedIn und so geschrieben, aber in der Realität ist es noch nicht
00:46:19: so.".
00:46:21: Die Realität ist so, dass es sehr viele Führungskräfte gibt die guten Willen sind.
00:46:27: Die einen guten Job machen wollen aber wo dieses ich sag mal moderne Leadership tatsächlich noch nicht so verankert ist.
00:46:36: Also die Diskussion auf LinkedIn zeigt ein anderes Bild.
00:46:40: da hat
00:46:43: man das Gefühl alle sind irgendwie modern und alles in irgendwie im modernen Leadership angekommen, aber das ist nicht die Realität.
00:46:52: Und da gibt es noch einen enormen Nachholbedarf oder ich sage mal ein enormes Umsetzungspotenzial.
00:47:04: aus Management denken heraus was machen wir zu Leadership?
00:47:11: sogar warum machen wir das?
00:47:13: Und wie nehmen wir die Menschen mit?
00:47:16: und was ist unsere Verantwortung für die Mitarbeiter, die Kunden und die Gesellschaft?
00:47:24: Da haben wir noch einen sehr, sehr weiten Weg zu gehen.
00:47:27: Und ja in Drucksituationen, in Krisensituationen geht es in eine Regression.
00:47:36: oder sehen wir eine Regression in Verhaltensmuster, die bekannt sind aus Management die aber nur die Führungskraft stabilisieren innerlich und das Gefühl von Kontrolle zurückgeben.
00:47:50: Obwohl gerade heute in dieser Zeit, in dieser hoch explosiven dynamischen Zeit Kontrolle kontraindiziert ist um innovativ nach vorne zu gehen
00:48:03: Das ist ja auch eine Chimere, die wir da jagen.
00:48:05: In der Form gar nicht gibt es eine Illusion, dass wir das kontrollieren und alles kontrollieren könnten.
00:48:10: Wenn du vielleicht mal so um einen kleinen Zwischenstrich drunter zu machen sagen würdest was sind denn für dich Prinzipien von wahrhaftigem Leadership?
00:48:20: Was würdest du da alles so druntersetzen?
00:48:22: also wo du sagst so wie's im Kern zu verstehen ist oder wie du's auch verstehen möchtest
00:48:29: Das ist Fokus auf die Zukunft, auf das Warum eine Antwort zu haben.
00:48:35: Warum machen wir was wir machen?
00:48:38: Orientierung geben zu können Menschen mitzunehmen mobilisieren zu können begeistern zu können für dieses warum dann auch nicht alles wissen oder mit dieser Unsicherheit klarzukommen also diese mehr Deutigkeit oder Komplexität gut aushalten zu können, ohne sie managen zu wollen.
00:49:03: Genau, damit auskommen heißt ja oft die erstmal anzunehmen und auszuhalten.
00:49:08: Ja ganz genau.
00:49:09: Aber dann eine Offenheit zu haben für die Zukunft.
00:49:22: Und sich zu fragen wo können wir auf mehreren Ebenen?
00:49:27: Wo können wir strategisch lernen?
00:49:29: Wo können aber auch die Menschen mitnehmen.
00:49:34: Wo können technologisch lernen, wo können wir antizipieren was vielleicht kommen könnte?
00:49:42: es kann sein das ganz anders kommt aber auf jeden Fall diese Flexibilität mitzubringen dieser Adaptabilität sich anpassen zu können auf das was kommen kann Und dann auch menschlich zu sein, so auf Augenhöhe, respektvoll den Menschen gegenüber zu sein.
00:50:01: Nicht als Nummer, als Ressource, wie so Waren-Einkauf.
00:50:09: Das brauchen wir noch und das braucht man noch.
00:50:11: Dann brauchen wir drei Managern, dann brauchen wir nur noch ein Buch.
00:50:13: Eine Tüte
00:50:14: Management und Viertel Fortlederschaft.
00:50:17: Ja genau, also dass da.
00:50:20: eine Menschlichkeit ist ein Wohlwollend für Menschen.
00:50:28: Das gehört für mich auch zu, die der Schiff dazu
00:50:32: und
00:50:33: Verantwortung zu übernehmen und nicht Dinge zu tun, die schädlich sind.
00:50:39: weil wir haben zwei Arten von Unternehmen einmal Humanity plus Unternehmen und Humanity meines Unternehmen.
00:50:46: Humanity Plus Unternehmen sind Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen haben, die wirklich darauf einzahlen das Leben der Menschen besser zu machen.
00:50:57: Und Humanity-Minus, das sind Unternehmen die nur für Profit sind, die schädigen deren Produkte vielleicht schlecht sind für die Gesundheit der Menschen, die den Umweltschädigen.
00:51:09: und Für mich gehört Liedership, modernes gutes Leadership dazu in einem Unternehmen zu führen dass humanity plus plus ist Also nicht schädliches.
00:51:21: Bist du schon mal in die Situation gekommen, dass jemand dich beauftragen wollte der Humanity-Minus ist und Du hast abgelehnt?
00:51:30: Würde ich nicht!
00:51:31: Ich habe mir das schon oft überlegt weil als ich angestellt war wäre es für mich undenkbar gewesen Angestellt zu sein in einem Humanity Minus Unternehmen.
00:51:40: Da hab' ich sehr drauf geachtet.
00:51:42: Wenn mich heute jemand fragen würde würd ich den Auftrag annehmen?
00:51:49: das kann einen guten Einfluss haben.
00:51:52: Wenn ein Mensch an der Spitze sich bewegt, verändert, dann kann es einen Ripple-Effekt haben und da würde ich nicht nein sagen.
00:52:04: Ist ja eine schwierige oder heikle Frage.
00:52:06: Ich habe die selbst für mich auch schon ein, zwei Mal wirklich mir hart legen müssen diese Karten und mich da auch hart entschieden Und ich kann beide Positionen sozusagen sehen.
00:52:16: also ist auf jeden Fall ambivalent.
00:52:18: Es ist ambivalent, es kommt auch auf den Menschen an.
00:52:21: Ja klar!
00:52:22: Also ne?
00:52:23: Ob da eine Passung ist was man für Gefühl auch für die Menschen hat und wenn das so eine Ehrlichkeit ist ich möchte etwas bewegen, ich möchte was verändern dann würde ich dass auch tun.
00:52:33: ob das jetzt in Rüstung ist oder was auch immer Dann würde ich das machen ja.
00:52:41: Danke Vielleicht zum Ende unseres Gesprächs.
00:52:45: Lars Badmott liest sehr wichtig Schanti, bitte erzähl uns ein bisschen was von dem kleinen oder großen Elefanten.
00:52:53: Wofür steht Schanti in deinem ganz speziellen Wirkungskreis?
00:52:57: Ja, Schanti kommt aus dem Sanskrit eine der ältesten Sprachen dieser Welt die heute nicht mehr existiert.
00:53:05: so ein bisschen wie Latein ist aber älter als Latein aus dem indo-germanischen Sprachraum, aus Asien, Indien Himalaya und Shanti bedeutet übersetzt Frieden.
00:53:26: Und ich habe mir gedacht... Als ich mich selbstständig gemacht habe, was könnte denn jetzt mein Name sein?
00:53:33: Also Company auf jeden Fall.
00:53:34: Ich wollte etwas, das Englisch ist und so ein Business-Sense
00:53:38: suggeriert transportieren.
00:53:45: Ganz genau also ich wollte eine Company haben obwohl ich wusste dass meine Firma nicht die klassische Managementfirma wird nur Profit getrieben.
00:53:56: Das wollte ich auf gar keinen Fall haben.
00:53:59: Und Shanti Frieden aus dem Sanskrit, weil ich kam aus einer sehr gebeutelten Zeit zum Ende mit diesen ganzen Übernahmengeschichten.
00:54:14: Also mit diesem ganzen Chaos was es dann gab während dieser Übernahme.
00:54:23: und da habe ich gesagt wir brauchen doch einfach nur Frieden!
00:54:26: Die meisten Menschen brauchen Frieden zur Friedenheit, inneren Frieden, Ausgeglichenheit.
00:54:33: Das Gefühl, dass dann das Leben gut ist und das wollte ich so verbinden.
00:54:39: Den Wirtschaftsaspekt durch ein Company... Also die westlichen Companies, das amerikanische
00:54:51: Leistungsprinzip
00:54:52: ganz genau und dann das östliche So diesen inneren Frieden, also so diese Verbindung von West- aus Jinyang Business Ausgeglichenheit.
00:55:04: Das wollte ich zusammenbringen.
00:55:07: Inwieweit Sehen das Menschen die zu dir kommen Als Widerspruch oder vielleicht genau als sie hilfreicher Spannung dies braucht für die eigene Entwicklung?
00:55:18: Als Wiederspruch wird es nicht gesehen sondern oft ist das ein großer Hunger oder sogar so ein Durst.
00:55:25: Ach, das brauche ich unbedingt mal die Ruhe.
00:55:27: Mal nicht getrieben zu sein.
00:55:33: Nee, das ist sehr ansprechend.
00:55:38: Ansprechend und vielleicht nicht in erster Linie anschlussfähig aber ansprechende und damit auch inspirierend oder?
00:55:44: Ja,
00:55:44: dass das was sie eigentlich suchen oder eigentlich brauchen.
00:55:49: Welche Art von Veränderung spürst du bei den Menschen, die mit dir arbeiten?
00:55:54: Sie nehmen sich besser wahr, haben eine andere Lebensqualität.
00:55:58: Treffen anderer Entscheidungen können sich und anderen Menschen besser einschätzen gehen mit sich und Anderen Menschen besser um sind in einem ganz anderen Leben.
00:56:11: Das ist nicht wenig oder?
00:56:13: Ja
00:56:16: Und jetzt, bevor ich sozusagen aus dem Gespräch raus dich in dein gutes Leben wieder entlassen würde.
00:56:23: Ich schreib auf LinkedIn oft you know Bescheid und damit spiel immer so ein bisschen mit dem Englisch.
00:56:31: Das ist so augenzwinkert, ein kleiner Merksatz.
00:56:35: Gibt es vielleicht auch so was?
00:56:37: Ein kleinen Merksats oder irgendwie einen kleinen Gedankenimpuls, den du jetzt hier nicht nur deinen Coaches, sondern vielleicht doch den Menschen, die uns zuhören gerne mitgeben würdest?
00:56:47: zum Ende.
00:56:47: Irgendetwas wo du sagst, da passt das you know Bescheid!
00:56:53: Ja ... alle Menschen egal wo und egal in welchem Job, in welchem Land alle Menschen haben eins gemeinsam.
00:57:03: Alle Menschen möchten frei gesund und glücklich sein!
00:57:07: Und das verbindet uns alle.
00:57:15: Mein Appell oder dieser Satz am Ende der kann sein sei gut zu dir selber, sehr gut zu Dir und allen anderen.
00:57:24: wir wollen alle das gleiche.
00:57:27: Das finde ich ist ein wunderschöner Schlusssatz, liebe Simone.
00:57:31: Ich danke dir seit du jetzt ganz gut zu dir selbst!
00:57:34: Ich hoffe du hast es so empfunden dass ich gut zu Dir war und
00:57:37: dass wir ein gutes
00:57:37: Gespräch
00:57:38: haben
00:57:39: und dass Du den Tag gut zu Ende bringen kannst.
00:57:42: Hab vielen Dank für Deine Einsichten auch für deine sehr persönliche Geschichte.
00:57:45: das fand ich total spannend und ich freue mich wenn wir uns mal wieder in echt begegnen.
00:57:51: Darauf freue ich mich auch.
00:57:52: Danke für die Einladung für deine tollen Fragen.
00:57:57: Es ist schon fast so was wie ein Old-Time-Klassik.
00:58:00: Wer führen will, sollte lernen sich zu führen und damit hat sich Simone Deckers glaube ich sehr intensiv auseinandergesetzt.
00:58:07: Ist also sehr tief die Reise zu sich selbst gegangen und ich glaube davon profitieren heute ihre Kunden und Kundinnen sehr stark.
00:58:15: Ich fand es ein sehr tiefes sind sehr sensibles einfühlsames Gespräch von ihrer Seite als ich kann mir auch vorstellen mehr in Ihre Hände ihr wisst schon den Anführungszeichen begibt sorgsam aufgehoben.
00:58:28: und genau diese Art von Qualität suche ich in den Gesprächen, in der Beziehungsgestaltung.
00:58:34: Und das gibt quasi mir schon selbst sozusagen den moderativen Faden hin zu dem was am drüber stattfinden wird.
00:58:43: Dann wird nämlich die erste Good Work, nicht Neid, sondern der erste Good work Frühstückssalon stattfinden in Kooperation mit Statista in Hamburg live und in Farbe von neun bis elf Uhr.
00:58:57: Ihr findet alle Informationen dazu in den Show Notes.
00:59:00: nur vielleicht so viel vorab.
00:59:03: Dr.
00:59:03: Johanna Degen ist unser Gast und ihr kennt sie.
00:59:06: Sie war schon mal hier zu Gast bei Good Work Über Beziehungsgestaltung, über parasoziale Beziehung gesprochen.
00:59:13: Und damals hatten wir noch das eine oder andere nicht aufgelöst an Knoten im Taschentuch und der anderen.
00:59:20: gibt es denn sowas wie die Office-Loneliness also die Einsamkeit im Büro oder nicht nur in Büro überhaupt unter den arbeitenden Menschen?
00:59:27: was hat das mit unserer digitalen Zusammenarbeit zu tun?
00:59:32: Und hoch spannende Themen genau, die werden wir besprechen am neunundzwanzigsten Oktober.
00:59:37: Ich sage mal so viel es kommen sehr, sehr spannende Menschen weil neben Statista sind auch noch Brand Eins Kollegen und Kolleginnen vor Ort Und ich würde mir an eurer Stelle doch mal schnell die Links anschauen oder den Link, denn hier kommt noch eine gute Nachricht.
00:59:54: Ein ganz kleines Kontingent habe ich an Freitickets und das bekommt ihr unter dem Stichwort beziehungsweise findet alles in den Show Notes.
01:00:03: Good Work Minus Friends!
01:00:06: Wie das alles geht findet Ihr genau dort beschrieben in den show notes.
01:00:09: Ich freue mich ganz arg wenn ich euch dort zum Frühstücken begrüßen kann.
01:00:13: wir nehmen ein live Podcast auf Hier.
01:00:16: hoffentlich kommen wir richtig ins Quatschen, weil das passiert mir hier viel zu selten.
01:00:20: der Austausch mit euch.
01:00:22: Und ansonsten wenn ihr es leider nicht schaffen solltet nach Hamburg dann haben wir noch eine Chance am vierundzwanzigsten November in Wiesbaden dazu später mehr.
01:00:33: Ansonsten schaltet nächste Woche wieder ein!
01:00:35: Wenn es heißt herzlich willkommen bei Good Work.
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